Super-Symbolfoto (82)

Irgendjemand in der Fotoredaktion von „Welt kompakt“ hat einen sehr, sehr guten Humor.

105 Replies to “Super-Symbolfoto (82)”

  1. Ja, gut, das war natürlich ein Elfmeter, ohne dass ein jemand im Tor steht. Den muss man reinmachen. Aber leider übersieht man bei solch einem gelungenen Witz, in welchem Umfeld sich unser zukünftiger Kanzöer bewegt: nter moralinsaueren, lustfeindlichen Elitespießern. Und das finde ich plötzlich nicht mehr lustig, sondern beunruhigend.

  2. Das tolle an dieser bekloppten Diskussion ist, dass ich gar nicht wußte, dass MTV außer doofen Dokusoaps überhaupt auch noch Musikvideos zeigt.

  3. Also, ich muss auch sagen, wenn ich mir so die Dokumentationen über die 60er/70er Jahre angucke oder gar die Musikvideos aus den 90er Jahren: „Herrje! Der Untergang des Abendlandes! So viel freie Haut! Das ist doch anstößig! Fernsehen für Lüstlinge!“ Aber mal im ernst: Ich habe das Gefühl, unsere Gesellschaft ist mit dem Thema auch schon mal lockerer umgegangen …

  4. Ich kann mich noch daran erinnern, daß bei MTV das R.E.M.-Video zu „Pop Song 89“ ohne schwarze Balken gezeigt wurde. Frau Guttenberg wäre vermutlich in Ohnmacht gefallen.

  5. Der „Welt Kompakt“-Artikel is natürlich Unsinn. Auf MTV laufen doch längst keine Musikvideos mehr! Naja, wenigstens hatte der Symbolfotoauswähler seinen Spass. Immerhin etwas.

  6. sehr sexy! ;) vor allem: sie hat doch ihren karl-theodor in den 90ern auf der loveparade kennen- u. liebengelernt. auch nicht gerade der bevorzugte aufenthaltsort von züchtigen klosterschülern.

  7. Tja, anderen erzählen, dass sie sich züchtig kleiden sollen, aber selbst auf AC/DC-Konzerte gehen, dort „Highway to Hell“ mitsingen und dabei mit satanistischen Symbole spielen:

    „Karl-Theodor zu Guttenberg kam in Jeans und lässiger Jacke, die wohl an einen Parka erinnern soll. Seiner Frau Stephanie gelang die Verwandlung in einen AC/DC-Fan ein wenig besser: Sie hatte sich in eine Lederjacke geworfen und hatte – wie so viele andere Fans – die typischen Hörner aufgesetzt.“

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/guttenberg-bei-acdc-konzert-minister-auf-highway-to-hell-1.458722

  8. Em – neh! In meinen Augen ist das nur ein psychologischer Trick um sich den Namen des Buches besser zu merken – quasie ein nasser Waschlappen ins Gesicht für Glotzer. Kaufen aus Schuldgefühl ist aber doof!

  9. Schlimm, dass „Minister-Gattin“ jetzt schon als fast ein Beruf ist, der qualifiziert die Öffentlichkeit zu nerven. Warum ist das was sie sagt eine Nachricht, warum lässt die jemand in eine Zeitung? Für die BILD sicher ein gefundenes Fressen gewesen, endlich (wieder) das Wort PORNOGRAFIE groß auf dem Titel zu haben…

    Und zu dem Bild fällt mir die Geschichte ein mit dem Wasser predigen und dem Wein trinken.

  10. Ich finde sie toll. Und sie ist so viel glaubwürdiger, weil sie so ist. Wenn eine Exlady im Spießerkostümchen derartiges gesagt hat/hätte, hat/hätte kein halbwegs aufgeklärter Mensch hingehört. Dann hätte wieder nur ein „Klemmpfurz“ für den anderen gesprochen. Man hätte gedacht, die findet „kniefrei“ schon pornografisch und milde gelächelt. Jetzt weiß man, was die Lady meint. Wirkliche Pornografie und nicht eine attraktiv und „sexy“ gekleidete Frau.

    In diesem Sinne hilft das Bild.
    Hoffe ich!

  11. Der Witz in unsrer Tageszeitung ist, auf der Titelseite ist neben Porno-Chic Frau zu Guttenberg ein Riesenfoto von Lady Gaga im Fleischkostüm und die dazugehörige Meldung vom Wahnsinns-MTV-Abräum-Wunder!

    Verkehrte Welt

  12. Herrje, was soll einem dazu noch einfallen?

    Die selbsternannten „Moralisten“ sind wieder auf dem Vormarsch und sehen in allem und jedem eine potentielle Gefahr für unsere Kinder und Jugendlichen.

    An dieser Stelle sei mir deshalb eine Frage erlaubt:
    wenn die heutige Jugend so sexualisiert ist, warum wurde in der letzten, groß angelegten Studie dann ermittelt, dass mit dem 1. sexuellen Kontakt länger gewartet wird und Familienwerte wieder relevanter werden?

    Offensichtlich interessiert diese Leute unsere Jugend gar nicht, das ist nur ein vorgeschobenes Argument um eigene, prüde Moralvorstellungen durchzuboxen.

    Ich halte den offenen Umgang mit solchen Themen für wesentlich wichtiger, da sie damit a) ihren Reiz verlieren und b) wir damit näher an der Realität sind. Tatsache ist doch: selbst in streng religiösen Ländern gibt es Pornographie und anstößiges, nur eben unter der Hand.

    Geholfen ist damit erst recht keinem.

    Aber Hauptsache jemand kann sich hier als Moralist profilieren.

    Warum eigentlich nicht zurück ins Mittelalter? Da wurde die Unzucht ja perfekt von allen ferngehalten.

    Ach, halt, das traf ja nur auf die einfachen Leute zu. Der Adel hat es auch damals schon äusserst bunt getrieben.

  13. Hahaha, und ich dachte bei der Schlagzeile auch gleich: Püppchen, nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, nicht dass noch irgendwann ein Videoband auftaucht…

  14. Das eigentliche Thema:

    Dies ist Teil einer von Bild mitbefeuerten Kampagne der Organisation „Innocence in Danger“, welche darüber versucht, ihre eher gestrigen Vorstellungen von „sinnvoller“ Jugendarbeit zu pushen.

    IID ist sehr umstritten und wird von legitimen Jugendhilfsorganisation für seine sensationslüsterne PR-Arbeit kritisiert. Auch fachlich steht die Arbeit von IID auf eher wackeligen Füßen und wird als Symbolpolitik belächelt. Es geht der Organisation eher darum, die Reputation ihrer Mitglieder (hauptsächliche adelige, u.a. Frau v.G.) zu befördern, und weniger darum, wirklich sinnvolles zu tun.

    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/phoenix-und-die-kinderporno-expertin/

    Es gibt allerdings einen harten Verteilungskampf um staatliche Fördergelder für Jugendarbeit, deshalb äußern sich die anderen Organisation nur ungern öffentlich schlecht über IID. Dazu ist IID einfach zu nahe dran an unserer Regierung.

  15. @25: Was sie beweinen ist das Wunderbare an dieser Welt. Besonders wunderbar hier in der westlichen, europäischen Welt. Denn überall, wo das nicht möglich ist, möchte ich nicht leben.
    Sollen wir mal einen Beitrag vom Niggemeier nehmen und uns komplett auf die positiven Dinge konzentrieren? Das wäre mal was.

  16. 27: „von Bild mitbefeuert“?

    Das glaube ich gerne. Heute auf bild.de, Startseite (abgesehen von der Erotik-Rubrik):

    Lady Gaga, Das Sex-Leben von Carla Bruni, die Liebhaber der Sex-Agentin, Porno-Tochter in Klinik, So peppen Promis ihr Sexleben auf, Mit 61 neue Brüste…

  17. Die adelige Elite (=der Adel) des Landes ist nun mal dafür zuständig die moralischen Werte in der Gesellschaft aufrecht zu erhalten. Ansonsten hat er heutzutage ja auch nichts mehr zu sagen, wenn er sich nicht gerade als Politiker in die Politik einmischt. Allemal halb so schlimm wie Islam-Hetze oder HRE-Unterstützertum. Meiner Meinung nach wird das Thema zurzeit im Internet viel zu heiß gekocht, obwohl der Bilderwitz natürlich sehr gelungen ist.

  18. Ich finde übrigens auch den Ausdruck „Übersexualisierung“ sehr interessant und überlege die ganze Zeit, ob daraus die Schlussfolgerung gezogen werden darf, dass eine „normale“ Sexualisierung unproblematisch ist.

    ;-)

  19. @52 G.Tommi Ernstgemeinter Beitrag oder Satire? Die Fotografie der Zeitung stammt sicher nicht aus den Händen der SZ. Wer hat also wohl das Bild benannt?

  20. @52, 53: Die Bezeichnung des abgebildeten Ausrisses aus „Welt kompakt“ auf DIESER Website heisst „pornosteffi.jpg“, wie der URL des Bildes (http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/pornosteffi.jpg) zu entnehmen ist. Quelle ist der Print-Artikel, in dem das Foto nicht mit einer Bildbezeichnung versehen ist, auf der Webseite der „Welt“ steht der Artikel ohne Foto. Also hat Stefan Niggemeier den Namen „pornosteffi“ gewählt, der Welt-Humor ist nicht im Spiel und auch nicht verplattet und -dummt.

  21. Das zeigt mal wieder wie viel die meisten Frauen von „Porno“ verstehen. Für die ist vermutlich alles „Porno“ was über Rollkragenpullover hinaus geht. Ich weiß nicht, warum Leute immer wieder Begriffe verwenden von denen sie offensichtlich keine Ahnung haben. (Ok, natürlich weiß ich, dass sie hier einen auf Sarrazin macht und sich Frau CSU in das Rampenlicht der Öffentlichkeit drängen will, damit sie schon mal ein bisschen Hoffentlich-Bin-Ich-Bald-First-Lady spielen kann)

  22. Internetsperren für normale Pornographie.
    Ich sehe es kommen …

    Schließlich sind diese Seiten nach deutschen Gesetzen nicht „jugendschutzkonform“ da sie die im Ausland unbekannten Online-Alterskontrollen nicht verwenden.

    Deutschland, Deutschland wohin geht deine Reise ?

  23. Ich find den Humor der Welt kompakt-Fotoredaktion nicht nur sehr fein, sondern auch journalistisch wertvoll. Wer selbst seine Reize einzusetzen weiß, sollte anderen gleiches nicht scheinheilig untersagen.
    Ich glaub auch, dass die Aktion als eine Art Warmlaufen fürs First Lady-Amt gedacht ist. Sozusagen als Tipper-Gore-Klon:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Parental_Advisory

  24. Über Claudia Nolte wurde mal gesagt, sie 34, sähe aus wie 45, kleide sich als sei sie 54 und habe Ansichten als wäre sie 85.

    Frau zu-Guttenberg ist auch Mitte 30 und hat Ansichten als wäre sie über sechzig. (Außerdem scheint sie keine Ahnung von aktueller Musik / aktuellem TV-Programm zu haben, aber das ist ja schon angemerkt worden).

    Immerhin kleidet sie sich, zumindest ab und an, als wäre sie 21. Das hat Vorteile.

  25. Jungs, jetzt mal abgesehen davon, wie ich Stefanie finde (scheiße) und ebenso die Tatsache, dass sie dieses (tatsächlich wichtige) Thema für die schmutzigen konservativen Machtfantasien ihres Mannes ausbeutet:

    Ein ausgeschnittenes Kleid ist kein Pornochic, das ist weder nuttig, noch aufreizend sondern einfach ein Kleid. Angela Merkels Aufzug war auch nicht *porno* (es sei denn man steht auf die richtig ekligen filme).

    Echt, mäßigt mal den Brunftton! Das hilft der Sache nicht.

  26. poah leute ihr seid so kakke!? hab echt null kapiert was daran so witzig sein soll und jetzt find ich raus das es ihr AUSSCHNITT sein soll!? ich finds nicht ansatzweise aufreizend!? und ich bin TÜRKE!? ist ne hübsche frau, die weiss wie man sich kleidet. ich mag herrn gutenberg auch nicht aber trotzdem kapier ich nicht, was hier jetzt irgendwie witzig sein soll. (außer der name pornosteffi, das find ich auch funny^^)

  27. haha… ist das klasse.

    nicht nur, dass die neue frau „ohoven“ den moralischen finger hebt und dann einen vorabdruck ihres moralischen „meilensteins“ in einem der widerlichsten drecksblätter zustimmt, nein, sie negiert ihre thesen, durch ihr eigenes auftreten. aber es stimmt, beobachte unser „intellektuelles prekariat“ und sie zeigen uns, dass es mit anstand und integrität der deutschen oberen 10% nicht weit her ist.

    dass es der axel-springer-verlag ist, der ein herrlicher präsentator der chupze ist, rundet das bild des degenerierten microcosmoses unserer elite ab.

  28. Der taz-Arikel ist grundsätzlich o.k. Ein bisschen mehr Differenzierung hätte die Kritik aber, meiner Meinung nach, deutlicher gemacht. Es geht ja nicht darum, Frau zu Guttenberg ihre Abendgarderobe zu verbieten. Aber es wäre eben doch schön, wenn sie (oder zumindest die Menschen, die über sie und ihr Buch berichten) erkennen würde/n, dass zwischen ihren Outfits und denen von Lady Gaga kein grundsätzlicher, sondern wohl eher ein gradueller Unterschied besteht. Der Scheinheiligkeitsvorwurf ist für mich durchaus berechtigt.

    @ ötz 70
    Lies mal # 6 (Hr. Olsen).
    Natürlich leicht kindisch, witzig find ich’s trotzdem. Da könnte man halt mit ein bisserl Fantasie und der nötigen Häme gegenüber Frau zu Guttenberg durchaus von einem sexuell aufgeladenen Bild (dergleichen sie ja aus den Medien raus haben will) sprechen.

    @ Maria, 68

    Pornochic wäre für mich auch was anderes, aber was die von Frau zu Guttenberg genannten Personen so tragen, würde für mich ebenfalls nicht unter diesen Begriff fallen.

  29. sagen Sie mal, Herr Niggemeier,
    irritiert Sie es eigentlich auch so sehr wie mich, dass dieser knackige Anderthalbzeiler Ihrerseits und ein Zeitungsscan fast ebenso viel Geflattre auslöst, wie der Text „Die Medien trifft keine Schuld“, an welchem Sie bestimmt länger gearbeitet und nachgedacht haben? Heißt das, dass Ihren Lesern ein ausgefeilter, durchdachter, langer Artikel gleichviel wert ist (in Euro), wie ein minimalistisch kommentierter, eingelesener Printschnipsel, an dem Sie, ihn zu posten, unmöglich länger als fünf Minuten gesessen haben können? Spiegelt dann der Lohn, den sie bekommen, noch Ihren Arbeitsaufwand wider? Oder andersherum gefragt: Finden Sie nicht auch, dass Sie für einen ungleich größeren Arbeitsaufwand entschieden besser „bezahlt“(bespendet) werden müssten, als für einen simplen Fund?

  30. @christian 76
    Genau das (kopiert und kurz und sexy zahlt sich aus) sind wohl die Überlegungen vieler Verlage und Medienschaffender, die ausschließlich davon Leben.

    „Mischkalkulation“ heißt wahrscheinlich dann das Zauberwort …

    Mein Eindruck: Seitdem die Möglichkeit dazu besteht, flattrn viele hier auch bei sich bietender Gelegenheit das Niggemeiersche Gesamtwerk.

  31. Bin etwas erstaunt über manche Reflex-Reaktionen hier – unterstreichen und zustimmen kann ich denen von Jörg Krämer@21 und von Maria@68… Wissenswert ist auch I.@28, da könnte was dran sein, ohne dass deshalb ALLES an der Aktion an sich verkehrt sein muß. Jeder scheint immer nur diese Frau zu sehen und weniger ein verstörtes Kind vor sich zu visualisieren, für das sie sich einsetzt.

    Sehr nachdenklich gemacht hat mich aber christan@76 mit seinen Hinweisen und deshalb habe ich gestern erst was etwas zum Artikel „Observationen am offenen Herzen“ schreiben müssen… darüber wurde es so spät, dass ich hier wirklich nicht so oft herkommen darf. Sonst passiert immer das Gleiche…

  32. Möwe, leider ist ALLES an der Aktion an sich verkehrt.

    Frau z.G. möchte sich als Kanzlergattinnen-Material präsentieren und verwendet dafür u.a. Statistiken über Kindesmissbrauch, von denen sie WEISS, dass sie falsch sind. Aber sie verwendet diese Lügen, weil diese beim Publikum emotional treffen und ihr als „tatkräftige“ Kämpferin für die Unschuld unserer armen gefährdeten Kinder die Sympathien der Bürger bringt. Was sie macht ist reine Symbolpolitik, aber sie hilft damit Kindern nicht. Sie will nur ihren Ruf polieren. IID ist ein Selbstglorifizierungs- und Lobby-, aber kein Kinderschutzverein. So wie die „Deutsche Kinderhilfe“ übrigens auch, welche sich nach außen als Kinderschutz-Organisation gibt, aber tatsächlich eine CDU-nahe Lobby-Gruppe ist. (*)

    Ich finde das ein zynisches politisches Ränkespiel.

    (*) Die DKH fällt immer wieder damit auf, dass sie Vorschläge der CDU pünktlich mit Pressemeldungen bejubelt und dabei mit ihrer Autorität als Kinderschutzorganisation punkten will.
    http://www.kinderhilfe.de/presse/pressemeldungen.php

    Interessant sind aber diese Hintergrundinformation über die Kinderhilfe
    http://www.welt.de/politik/article1874875/Geschaefte_unter_dem_Mantel_der_guten_Taten.html
    http://www.welt.de/politik/article1874940/Jetzt_werden_auch_die_Datenschuetzer_misstrauisch.html
    http://www.welt.de/politik/article1874944/Unterstuetzung_von_Ulla_Schmidt_und_vielen_Promis.html

  33. @80: Keiner lebt auf dem Mond und ist frei von Sachzwängen und Bindungen. Jede Vereinigung, die helfen will, braucht Verbündete. Das ist im Kleinen so und im Großen. Wer den einzigen Gutmenschen sucht, der unabhängig und völlig frei agiert, wird am Ende niemanden finden und niemandem helfen können. Hilfe wird von Menschen organisiert und ist deshalb auch mit allen menschlichen Makeln besetzt. Jeder hilft, um auch sich selbst zu helfen. Das ist mal ausgeprägter und mal nicht. Ich unterstelle der Protagonistin dieses Artikels keine böse Absicht und auch keine Dummheit. Sie will helfen und dabei niemandem schaden, dem sie nicht schaden möchte. Hätte sie ein Rollkragenpulli an und einen grauen Faltenrock, wäre sie 20 Jahre älter und nicht tätowiert, würden alle mit feuchten Augen innehalten und sich an der Pieta laben, die sich uns symbolisch bietet. Es ist aber anders. Und das ist gut so. Für die Protagonistin, für das Selbstverständnis dieses Landes, für die Hilfsorganisation und die, denen geholfen wird. Sie müssen viel lockerer sein und das Glas noch mal ganz genau fokussieren. Es ist wirklich halbvoll. Ich versichere es Ihnen.

  34. „Glaub unser einem, dieses Ganze
    ist nur für eine Gott gemacht.
    Sie findet sich in einem ewgen Glanze,
    uns hat sie in die Finsternis gebracht
    und Euch allein taugt einzig Tag und Nacht.“
    (Mephistopheles)

    Oder um es etwas einfacher mit W.Busch zu sagen:
    „Man erkennt die Absicht und ist verstimmt.“

  35. @83: Dann raus aus der Anonymität, rein in die Recherche, sauber abarbeiten und von einem seriösen Medium in die Öffentlichkeit bringen lassen. Oder ist das nur wieder so ein anonymes, kraftloses, überflüssiges Querulieren? Sozialneid mit reversed-Standesdünkel und einer soliden Portion „scheiß Welt“ gewürzt?

  36. Ich denke, Jugendliche wissen in der Mehrheit sehr wohl mit Sexualität umzugehen und können auch sehr wohl differenzieren zwischen „ich ziehe mich sexy an“ (was im Artikel beschrieben wird) und „Ich schlafe mit jedem“ (was man daraus ableiten mag). Diese ganze Verpornolichung unserer Teenager ist imho eher ein Ausdruck von Unsicherheit der Erwachsenenwelt.

    Zudem: Von einer „Übersexualisierung von Kindern“ zu sprechen und dann von Teenagern zu reden, da muss man noch einmal nachdenken. Jugendliche sind heutzutage oft nun einmal etwas frühreifer als damals und damit keine Kinder mehr. Damit muss man leben, auch wenns wehtut und die eigenen Kinder sind.

    Das Bild ist jedoch Klasse.

  37. Naja, die 12jährigen brauchen heute kein MTV mehr, die laden sich ihre Pornos kostenlos aus dem Netz. Ich finde aber auch, daß die von S.v.G. genannten Sängerinnen doch sehr massiv auf die Sex-Keule setzen, Rihanna und Beyonce könnten mit ihrer Show auch in jedem Striplokal punkten. Es ist sehr wenig Ästhetik oder gar künstlerischer Anspruch zu spüren – eben das, was beispielsweise Madonna in den 80ern noch besaß. Von den 68ern, wo Nacktheit und Musik sogar noch eine politische, gesellschaftsverändernde Komponente aufwiesen, ganz zu schweigen.
    Nackte Körper als bloße Konsumartikel, als das, „was immer zieht“ in der allgemeinen abstumpfenden Reizüberflutung – das stellt die eigentliche Verrohung dar.

  38. @86: Die gute alte Zeit! Madonna war natürlich nur Künstlerin und keine Vermarktungsmaschine. Und die 68 waren nur anders nackt, weil die so behaart waren. Die gute alte Zeit.

  39. @ 87: Ich stimme Ihrer Meinung völlig zu – geändert hat sich kaum etwas, jedoch scheint unsere Gesellschaft zunehmend intolerant bzw. blind für die Geschehnisse der guten alten Zeiten zu werden und Vergleich falsch zu ziehen…

  40. Ich wusste gar nicht, dass es jemals schlau gemacht hat, MTV zu gucken. Bei den ganzen Klingeltonwerbungen müssen die Kinder ja „gramatikalisch unsicher“ werden…

  41. Schön, daß einem heute bewußt ist, daß jede Abfrage Strom kostet. Da bin ich dabei! Ordentlich viel Schwachsinn schreiben mit vielen Links und Verweisen. Niggemann!, du bist einer der eher die dünnen Bretter bohrt.

  42. Heute abend (?) errettet sie die Welt aus den gräßlichen Fängen des Internets (wo bekanntlich all die bösen „Kinderschänder“ wohnen). Und zwar live auf RTL 2… Entweder ist sie grenzenlos dämlich oder grenzenlos mediengeil, sorry medienaffin.

  43. Allein wenn ich die Freifrau sehe, reicht es mir schon. An Überheblichkeit und anderen, nicht unbedingt erstrebenswerten Eigenschaften, kaum zu überbieten. Man muss sich dazu nur einmal ihre Gesichtsmimik anschauen. Ansonsten von nichts eine Ahnung aber zu allen Dingen eine Meinung.

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