Gratiskultur Print

03 Jan 11
3. Januar 2011

In den zehn Jahren, die Kai Diekmann Chefredakteur der „Bild“-Zeitung ist, ist die Auflage um fast ein Drittel zurückgegangen. Täglich werden heute fast eineinhalb Millionen „Bild“-Exemplare weniger verkauft als 2001; in diesem Winter wird die durchschnittliche Auflage wohl unter drei Millionen sinken.

Kai Diekmann sagt, andere Zeitungen verlören auch an Auflage, bei dem Schnee gingen die Menschen nicht zum Kiosk, andere Medien machten heute viel mehr Boulevard als früher, vor allem aber: Aufgrund des erhöhten Verkaufspreises erlöse „Bild“ auch mit der niedrigeren Auflage mehr Geld als früher.

Und dann erklärt er im großen „Focus“-Interview die Zahl der verkauften Exemplare für weitgehend irrelevant:

Die 3-Millionen-Grenze halte ich aber ohnehin für eine Schimäre. Wichtig für Anzeigenkunden ist vor allem unsere Reichweite, und „Bild“ hat laut Media-Analyse 12,53 Millionen Leser — fast der höchste Wert ihrer Geschichte.

Es stimmt: Während die Zahl der Käufer kontinuierlich sinkt, pendelt die tägliche Leserzahl, wie sie die „Media Analyse“ aufgrund von Umfragen regelmäßig ermittelt, seit Jahren um die zwölf Millionen:

Eine Erklärung für die erstaunliche Schere wäre, dass die Werte der „Media Analyse“ einfach nicht verlässlich die tatsächliche Zahl der Leser eines Mediums angeben. Vielleicht verfälscht die starke Präsenz der Marke „Bild“ im deutschen Alltagsleben die Antworten der Menschen.

Die Daten der „Media Analyse“, die von Medien und Werbewirtschaft als Währung behandelt werden, sind häufiger seltsam. Ein eindrucksvolles Beispiel ist die Onanier-Zeitschrift „Coupé“: Der sind zwischen 2004 und 2008 drei Viertel der Käufer verloren gegangen. Laut „Media Analyse“ schrumpfte die Leserzahl in diesem Zeitraum aber nur um rund ein Viertel. 2008 müsste nach diesen Werten jede Ausgabe von „Coupé“ durch zehn bis 13 Paar Hände gegangen sein, was man sich wirklich nicht vorstellen möchte.

Aber nehmen wir einmal an, die Reichweite, die die „Media Analyse“ ermittelt hat, stimmt, und die „Bild“-Zeitung wird täglich von über 12 Millionen Menschen gelesen. Das würde bedeuten, dass jeder, der sich eine Ausgabe kauft, sie im Schnitt an drei andere Leute weitergibt — was angesichts der in Kantinen oder Zügen herumfliegenden Exemplare nicht völlig undenkbar ist.

Anders gesagt: Jeden Tag lesen neun Millionen Menschen die „Bild“-Zeitung, ohne dafür zu bezahlen, Tendenz seit Jahren steigend. Ihre Zahl ist dreimal so hoch wie die derjenigen, die brav für das Blatt zahlen.

Man muss diese Leute nicht gleich Raubkopierer nennen, um festzustellen: In der Printwelt hat sich eine gewaltige Kostenloskultur entwickelt. Massen von Menschen glauben, für Zeitungen nicht zahlen zu müssen, und nutzen sie skrupellos Tag für Tag umsonst — ohne sich zu fragen, wovon der Bauer denn leben soll, wenn der Supermarkt seine Butter verschenkt.

Und die Verlage stören sich nicht daran, sondern sind auch noch stolz darauf. Je häufiger die „Bild“-Zeitung weitergereicht wird, desto mehr Geld können sie von den Anzeigekunden verlangen.

In Wahrheit haben die Mathias Döpfners dieses Landes trotz des ganzen Geheules, dass Leistung honoriert werden müsse, kein Problem mit Menschen, die ihre Medien nutzen, ohne dafür zu bezahlen. Sie verdienen auch an diesen Menschen, weil sie deren Aufmerksamkeit an die Werbekunden weiterverkaufen können.

Die Mathias Döpfners dieses Landes haben nur im Internet ein Problem mit nicht-zahlenden Lesern, weil die Werbeerlöse dort so niedrig sind, dass sich höhere Leserzahlen nicht entsprechend lohnen. Deshalb sollen an vielen Stellen die Bezahlschranken heruntergelassen werden: Die Leser sollen mit Vertriebserlösen das ausgleichen, was an Werbeerlösen fehlt.

Mit der angeblichen Gratiskultur im Internet hat das ungefähr nichts zu tun.

107 Gedanken
  1. 1
    Torsten says:

    „Leser“ setzt ja nicht voraus, dass jemand tatsächlich in der Zeitung blättert. Die BILD-Schlagzeile bekommen sicherlich einige Millionen Nicht-Käufer mit , da sie ja in Kiosken und stummen Verkäufern so strategisch platziert werden wie Werbeplakate. Und Inhalte können ja zum Beispiel auch weitererzählt werden.

    Dann gibt es natürlich die tägliche Weiterverwertung der BILD-Artikel durch die dpa oder – zum Beispiel gestern – durch die Tagesthemen. Die „Volksfernbedienung“ strahlte mir sogar im Pro-Markt entgegen.

    Lange Rede, kurzer Sinn, wie definiert denn „Media Analyse“ den Leser?

  2. 2
    SvenR says:

    Mich wundert schon immer, wie sich die Anzeigenkunden verarschen über den Tisch ziehen lassen. Ich warte täglich darauf, dass einer „gefühlte Auflage“ oder „gefühlte Leser“ erfindet. Die Internetwährung „Page Impressions“ ist leider auch nicht viel aussagekräftiger.

    Wenn alle wieder mitmachen, dann sind’s am Ende doch wieder „vernünftige Marktpreise“ (soweit man Markt und Vernunft gemeinsam nennen mag).

    Die Schizophrenie Doppelmoral der Diekmänner deser Welt hast Du aber wieder sehr schön herausgearbeitet.

  3. 4
    S. Schwarzmeister says:

    SN berichtet über Bild, Bildblog leitet seine ganze ursprüngliche Darseinsberechtigung aus der minutiösen Verwertung von Bild ab, Bild.de ist der beste Beweis dass auch Leuten wie Döpfner offensichtlich die „Kostenloskultur“ im Internet gefällt – ist doch alles wie aus einem Guss auf die Bild zur Gewinnmaximierung zugeschnitten.
    Dass dann andere die ähnliches anbieten diskreditiert werden, gehört in der Marktwirtschaft nunmal dazu.
    Da das aber wohl jeder der schonmal Nachrichten gesehen hat, verstehen sollte, ist das auch irgendwie gar kein Problem.

  4. 5
    Sanníe says:

    Sie sind 1 Fuchs!

  5. 6
    farad says:

    Ach, soll Springer doch Geld verdienen mit Lesern, die nicht existieren. Mir soll’s recht sein. Das erhält Arbeitsplätze für Menschen, die in weiten Teilen unvermittelbar wären.

    Viel wichtiger ist, dass der zersetzende Einfluss der BILD abnimmt. Jetzt müssen das nur noch Politiker und andere öffentliche Personen grundsätzlich raffen und sich nicht mehr ins Höschen machen, wenn BILD ihnen droht. Einfach ignorieren, sie hat keine Macht. Die Deutschen haben sich von dem Blatt abgewandt, und die Rückzugsgefechte von Diekmann haben etwas zunehmend tragikomisches.

  6. 7
    Patrick says:

    Tja, was soll man sagen? Den Nagel auf den Kopf getroffen!

  7. 8
    Sukram71 says:

    @ 1 Torsten

    „Die „Volksfernbedienung” strahlte mir sogar im Pro-Markt entgegen.“

    Ich frag mich echt, wer sowas kauft? So für Heimat, Volk- und Vaterland. Meine Güte. Volksfernbedienung, Volkskamera, KdF-Wäschetrockner … Hilfe! Haben die gar kein Gespür für Worte? :)

    Die Bild-„Zeitung“ ist offenbar eine völkische Zeitung, so ähnlich wie die NPD (auch) eine völkische Partei ist. ^^

  8. 9
    theo says:

    Weniger Käufer und mehr Leser: man kann da durchaus von einem Wunder sprechen. Die Seligsprechung Kai Diekmanns dürfte unmittelbar bevorstehen. Stefan Niggemeier als „promotor justitiae“?

  9. 10
    random says:

    Gibt es eigentlich zu empfehlende, verlässliche Umfragen/Schätzungen/Analysen, wie die Einflußnahme der Bild-„Zeitung“ auf die Menschen hierzulande ist?
    Denn der prozentuale Anteil an Menschen, die die Bildzeitung rein aus Unterhaltung bzw. Belustigung, und nicht zur „Bildung“ durchblättern, dürfte doch garnicht mal so gering sein – Womit sich die Ganze Sache mit der Reichwerte und dem Wert dieser, für den Werbenden, auch irgendwie relativieren würde.

  10. 11
    Daniel Schultz says:

    „Wichtig für Anzeigenkunden ist vor allem unsere Reichweite,…“

    Wenn tatsächlich die Reichweite für die Anzeigenkunden wichtig wäre, warum jammert dann Hubert Burda über das „Cost per Click“-Modell von Facebook und Google?

    http://www.presseschauer.de/?p=1398

  11. 12
    SoMa says:

    Coupé, ein Onanierblatt? Ich, das heißt, mein Nachbar kauft die nur wegen der Artikel!

  12. 13
    S. Schwarzmeister says:

    @random
    Genau richtig.
    Man sollte vielleicht auch mal darauf hinweisen, dass auch der Bauarbeiter der die Bild morgens zusammen mit Fleischwurst und Brötchen kauft, diese nicht als Bildungsmedium betrachtet, sondern eben auch nur aus Unterhaltungsgründen kauft, und ebenso weiss dass da nur Müll drinsteht.
    Die oft propagierte „Verdummung“ durch die Bild weil dadurch Leuten Lügen erzählt werden, die diese glauben, entsteht meiner Meinung nach durch sich überlegen fühlende Pseudointellektuelle mit übersteigertem Überlegenheitsgefühl.

  13. 14
    Marc says:

    Onanier-Zeitschrift „Coupé”

    Fällt natürlich unter Meinungsfreiheit, aber ich wette, dass all die, die bei der Gema-Geschichte unten von gesetzlichem Anspruch sprachen, es gar nicht fair fänden, wenn der Coupe-Verlag den hiesigen Blogbetreiber wegen Schmähkritik abmahnt. Dann werden die ganzen Fanboys das mit der Gesetzeslage (und den daraus resultiereden Möglichkeiten wie Abmahnungen) bestimmt gemein finden.

  14. 15
    Jonas says:

    @random
    Diese Reichweite ist ohnehin so eine ganz besondere Sache. Ich habe jetzt nicht im Blick, ob die Bild ihre Anzeigenkunden eigentlich nur durch die Masse (!12Millionenverdammtnocheins!!) ködert oder wie die Wirtschaftsmagazine, die von sich behaupten, von soundsovielen Entscheidern gelesen zu werden – also den wichtigen Leuten in den Spitzenpositionen.

    Ich bilde mir ohnehin ein, in Zeitungen nicht so stark auf Werbung zu reagieren. Den Uhrenfirmen, Autohersteller und Louis Vuittons, die in SZ, brandeins und Zeit inserieren, kann ich rein finanziell gar nicht weiterhelfen – da fehlt mir das Kapital.

    Aber auch die Aldi-Anzeige in der Bild in der Regionalbahn überblättere ich, vielleicht aber weil ich auf der anderen Seite auch nicht ständig auf Sonderangebote oder Aktionen achten muss.

    Irgendwie bleibt die Reichweite eine ganz neblige Angelegenheit.

  15. 16
    polyphem says:

    @Marc: „Ihren Wagenheber können Sie behalten!“
    (Peter Frankenfeld)

  16. 17
    Stefan Niggemeier says:

    @Daniel Schultz: Na genau darum jammert er. Weil das neue Modell die alten Modelle der Verleger bedroht, die Aufmerksamkeit verkauft haben, nicht Werbeerfolg.

  17. 18
    Simon says:

    Man vergesse nicht die ganzen Gratisexemplare die beispielsweise im Flugzeug verteilt werden.
    Es ist doch ein alter Hut, dass die Leserzahlen (Reichweite) künstlich nach oben getrieben wird um Werbe- und Anzeigenfläche besser zu vermarkten.
    Schon seit etlichen Jahren verdienen Magazine und Zeitungen nicht ihr Geld durch den verkauf am Kiosk oder Abonnements sondern über Anzeigeneinnahmen.

  18. 19
    JO says:

    Das mit der Plausibilität und wie das geht, dass weniger Zeitungen verkauft werden und es trotzdem mehr Leser gibt, wird doch auch auf der Seite erklärt. Ist aber alles recht kompliziert erklärt.

    Einfach dagegen ist ja die Eigenwerbung von Youtube

  19. 20
    Kommentator says:

    Ich versuche, mir solche und ähnlich vertrackte Sachverhalte anhand von Analogien deutlicher zu machen – daher meine Frage:
    Gibt es Analogien zu diesem Verhältnis (und dessen Veränderungen!) zwischen Käuferzahl einerseits und der Nutzer-/“Reichweiten“-zahl andererseits auch in anderen Zweigen von „Kultur“ oder Wirtschaft?

    Als Beispiel Fernsehen: Es wird immer weniger ferngesehen, aber trotzdem wird es teurer („wertvoller“), weil immer mehr über Fernsehen (in anderen Medien und im privaten Umfeld von Konsumenten) gesprochen wird?

    Funktioniert das so? Gibt es andere bzw. richtige Beispiele/Analogien? Und wenn ja: Wieso funktioniert das so?

  20. 21
    Marc-Oliver says:

    Man sollte auch nicht außer acht lassen, dass man mit einer gedruckten BILD auch mal ein Pfund Kieler Sprotten einpacken kann, ohne in Verlegenheit zu geraten. Die entsprechende App hingegen taugt selbst auf dem Ipad allenfalls für Fish & Chips, und richtig satt wird davon kein Erwachsener, bei den Dimensionen.

  21. 22
    Wolf says:

    Ich liebäugele gerade mit einer erweiterten Ursache dieses ungewöhnlichen Leserzuwachses. Wahrscheinlich profitiert Herr Diekmann davon, dass sich die Hartz-Haushalte kein Papier mehr leisten können und die Bildzeitung nun vermehrt auf den Toiletten herumliegt. An solchen Orten liest man selbst Werbung gern mehrmals, ohne dafür extra etwas abdrücken zu wollen…

  22. 23
    Ich says:

    Selbst wenn jede gekaufte BILD durch 100 Hände geht, hat immerhin einer mal was dafür bezahlt. Im Internet ist es egal wieviele Leute die Sachen lesen – bezahlt hat keiner was dafür. Insofern ist da schon noch ein Unterschied zwischen Print und Online Medien, auch wenn er die diffuse Einstellung bzgl. Print vs. Online nicht komplett erklärt.

  23. 24
    Tobias Mandelartz says:

    … was wäre denn die Alternative? Werden wir in Zukunft am Kiosk gefragt, wieviele Personen schätzungesweise die zu kaufende Zeitung lesen werden und danach der aktuelle Preis ermittelt? Wird der Preis für mein SPIEGEL-Abo verdoppelt, weil regelmäßig ZWEI Personen das Blatt lesen? Oder muss ich für die WELT-Kompakt nur noch den halben Preis zahlen, da ich sie – wenn ich sie denn mal hole – meistens nur halb durchblättere?

  24. 25
    Tim says:

    @ Tobias

    Ja,wunderbar! Sie haben gerade die Verlagsbranche gerettet! Das ist doch ein zukunftfähiges Modell..bin mir sicher das lässt sich sicher in ein App integrieren, so von wegen Pay-Per-Click und so weiter…

    Und wenn ich jetzt den Sarkasmus weglasse, dann würden die Verleger es wahrscheinlich nicht mal merken.

  25. 26
    Sanníe says:

    @Schwarzmeister
    Kennen Sie wirklich niemanden, der sich durch BILD ganz wunderbar in seiner Meinung bestätitgt fühlt und deshalb glaubt, die anderen Medien würden ihm nur die Wahrheit verschweigen? Dann sind Sie zu beneiden.

  26. 27
    JO says:

    @Tobias
    Müsste das nicht anders laufen? Für Zeitungskäufer müsste einfach nur eine offizielle Zeitungs- und Zeitschriftentauschbörse errichtet werden. Durch jedes Weitergeben einer Zeitung erhöht sich ja die Leserschaft, so dass der Verlag mehr einnehmen kann und somit der Leser weniger bezahlen müsste.
    Und folgt man dieser Logik weiter, müssten Leser, die Zeitungen und Zeitschriften einscannt und ins Internet stellt pro Abruf weniger Geld bezahlen müssen, da sich die Leserzahl dadurch ja ebenfalls erhöht und die Werbekunden mehr bezahlen könnten… Ich befürchte jedoch, dafür bekommt man eine Abmahnung.

  27. 28
    S. Schwarzmeister says:

    @ Sanníe
    Doch natürlich.
    Es gibt ja auch Leute die jemanden wie Jens Berger verfallen. Oder Broder. Oder Leute die generell glauben, dass in der Zeitung, heisst sie Zeit, Welt, Süddeutsche oder Bild, neutrale Artikel stehen aufgrund derer man sich selbst eine Meinung BILDen kann.
    Oder Leute die generell nur Zeitungen lesen, die sie in ihrer eigenen Meinung bestätigen.

    Aber ich kenne niemanden, auch nachdem ich mehrere Jahre bei der ARGE gearbeitet habe, der für bare Münze nimmt was in der Bild steht. Da weiss doch jedes Kind(!) dass das nur ein Tabloid ist.

  28. 29
    Salim says:

    Rischtisch!
    Gut erkannt: Gratiskultur ist nicht gleich Gratiskultur.
    Dass Verlage solche Mediaanalysen bei PRINT-Werbekunden zu Geld machen können und bei (meist) performance-basierten Werbeformen des Webs nicht, sorry, das ist doch wohl logisch.

    Trotzdem danke.

  29. 30
    random says:

    @ Schwarzmeister

    Und halten Sie es nicht für sehr wahrscheinlich, dass die Meinung, die man in seiner jeweiligen Lieblingszeitung bestätigt bekommt, gerade durch diese geBILDet wurde?

    …wenn man z.B. Ressitements immer wieder wiederholt, dürfte sich sicherlich, bei dem eher unkritischen Menschen, irgendwann ein gewisses Leitbild im (Unter-)Bewusstsein breit machen(Griechen, Sarrazin -> Bild.de Kommentare).

  30. 31
    gnaddrig says:

    @ S. Schwarzmeister (## 14 und 29): Das mit dem Einfluss von Bild auf „die einfachen Leute“ ist nicht so einfach und schwarzweiß. Sicher lesen viele Leute aller möglichen Bildungsschichten das Zeug und amüsieren sich königlich über den Dreck. Die meisten wissen genau, dass da jede Menge Lügen und Übertreibungen drinstehen, dass die Zeitung Vorurteile bedient und schürt usw. und stehen da mehr oder weniger drüber. Aber teils denken dieselben Leute oft genug auch sowas wie „Da haben die nicht ganz unrecht.“

    Ich habe das recht intensiv in meiner Bundeswehrzeit mitgekriegt. Da haben Leute verschiedenster Hintergründe jeden Tag Bild gelesen (apropos Reichweite: Da ging ein Exemplar schonmal durch zehn Paar Hände) und sich über den Schrott das Maul zerrissen, den die wieder geschrieben hatten, und gleichzeitig haben sie im Laufe der Zeit oft genug genau die von Bild verbreiteten schwarzweißen Meinungen und Vorurteile raushängen lassen, wohl ohne sich dessen groß bewusst zu sein. Die waren ironische Bildleser und Gläubige gleichzeitig. Und das macht solche Blätter so gefährlich – die Leute denken, sie blickens und kriechen ihnen doch auf den Leim. Das passiert Intellektuellen mit Qualitätsblättern aber ganz genauso, nur mit mehr Fremdwörtern und längeren Sätzen und subtileren Kampagnen und Tendenziositäten.

  31. 32
    S. Schwarzmeister says:

    @ 31 & 32
    Danke für die konstruktiven Antworten.
    So wie ich das sehe, bemängeln sie vor allem, dass viele Leute, die die Bild lesen, nicht davor gefeit sind, auch mal mit ihr übereinzustimmen.
    Das heisst doch auch nur, dass in jeder Lüge auch ein Fünkchen Wahrheit steckt.(schrecklich, schon wieder ein BIld-Slogan ;) )
    Auch wenn ich mit vielen vielen Ansichten die in der Bild oder anderen eindeutig politisch orientierten Blättern, sei es links, rechts, GEO oder FTD, propagiert werden, absolut nicht konform gehe, haben ALLE von denen „irgendwo im Kern“ auch Recht.
    Jedoch haben grade Massenblätter vor allem hierzulange nunmal immer das Stigma “ Ohoho, nicht dass Morgen wieder der Göbbels im Radio kommt, wehret den Anfängen!“.
    Da das einzig große Massenblatt hier die Bild ist, ist sie natürlich immer die Zielscheibe grade solcher Ängste.
    Ich denke auch dass die große Angst, dass Leute der BIld“ Auf den Leim gehen “ könnten, aus einem „von oben nach unten“ denken resultiert, das eigentlich hier gar nicht vorhanden ist.

    Was ich damit sagen will: Ich bin mir sicher, dass der Einflussbereich der Bild von den Kritikern mit dem erhobenen Zeigefinger massiv überschätzt wird, das ist nicht “ Der Stürmer“.

    Und Leute die andere aufgrund der Zeitung bewerten, die sie morgens beim scheissen Lesen, sind mir sowieso suspekt ;).

  32. 33
    theo says:

    32, gnaddrig:

    „Ich habe das recht intensiv in meiner Bundeswehrzeit mitgekriegt. Da haben Leute verschiedenster Hintergründe jeden Tag Bild gelesen (apropos Reichweite: Da ging ein Exemplar schonmal durch zehn Paar Hände)“

    Da deutet sich doch ein neuer Skandal an. Müssen unsere armen Soldaten in Afghanistan etwa zerfledderte Bild-Zeitungen lesen? Warum ist es dem Springer-Konzern nicht möglich, jedem Soldaten ein sauberes Exemplar zu schicken?

  33. 34
    Martin Schröder says:

    Man kann Diekmann für seine Tätigkeit bei B*** eigentlich nur dankbar sein – wenn er so weiter macht, unterschreitet die verkaufte B***-Auflage bei seiner Verrentung wahrscheinlich die taz-Auflage. Er hat ja noch 22 Jahre…

    Achja: Die verkaufte taz-Auflage hat sich im vergangenen Jahrzehnt deutlich gegenläufig entwickelt. :-)

  34. 35
    Fred Katz says:

    Vielleicht wird die Bild hauptsächlich von Familienvätern gekauft, welche diese dann in der Familie weiterreichen?
    Wenn ich eine original-CD weiterreiche, käme auch niemand auf die Idee, nochmal dafür zu zahlen.

  35. 36
    Olly says:

    @ S. Schwarzmeister, #33 (und vorherige)

    Ich glaube, Sie machen es sich da viel zu einfach. Ich versuche, mich im Folgenden so unjustiziabel wie möglich auszudrücken, ich würde mich in einem privaten Umfeld anders ausdrücken…
    Es kommt bisweilen vor, dass in der Bild die Unwahrheit steht. Auffällig ist, dass diese gelegentlichen Unwahrheiten immer eine bestimmte Wahrnehmung fördern: Arbeitslose und Ausländer sind Sozialschmarotzer, letztere zudem auch ungebildet und kriminell. Linke sind Chaoten, Demonstranten sind gewalttätig. Das Abendland steht kurz vor der Übernahme durch den Islam.

    Die Liste ließe sich fortsetzen, ich will Sie nicht langweilen.
    Man kann die Bild nicht lesen und davon unbeeinflusst bleiben, wenn man keine anderen Quellen hat. Das hat nicht das Geringste mit „übersteigertem Überlegenheitsgefühl“ von „sich überlegen fühlenden Pseudointellektuellen“ zu tun. Würde ich die Bild – und nur die Bild – lesen, würde ich davon beeinflusst. Jeder würde das.
    Die Leute, von denen Sie meinen, dass sie die Bild „auch nur aus Unterhaltungsgründen kaufen, und ebenso wissen dass da nur Müll drinsteht“, mag es vereinzelt geben (selbst das bezweifle ich). Die große Mehrheit wird aber nur über die UFO-Geschichten und anderen abstrusen Unsinn lachen, alles was zu Politik und Gesellschaft darin steht, wird sehr wohl ernstgenommen. Und da wird nun einmal mit Halb- und Unwahrheiten eine bestimmte Sichtweise/Einstellung gefördert.

    Um am Ende doch noch einmal richtig deutlich zu werden: Ich glaube Ihnen Ihren letzten Absatz in #29 nicht. Ich glaube Ihnen nicht einmal, dass Sie selber glauben, was Sie da schreiben. Das muss Sie aber nicht weiter stören, es ist relativ unerheblich, was ich glaube.

    Und da es hier ja auch eigentlich um etwas ganz anderes geht: Sehr schöner Artikel, Stefan, danke. Für genau solche Beiträge liebe ich diesen Blog.

  36. 37
    BloodyFox says:

    Man könnte das ja so lösen, dass einer einen Account für die Inhalte kauft und dann diesen Account respektive Laptop mit drei Arbeitskollegen teilt, oder nicht?

  37. 38
    JensE says:

    @S. Schwarzmeister, #14 (@gnaddrig, #32: Genau, das werde ich gleich gemeint haben :o) )

    „Die oft propagierte „Verdummung” durch die Bild weil dadurch Leuten Lügen erzählt werden, die diese glauben, entsteht meiner Meinung nach durch sich überlegen fühlende Pseudointellektuelle mit übersteigertem Überlegenheitsgefühl.“

    Ich sehe da, wie auch in der Werbung, das Problem, dass die Leute am Anfang über den Unsinn, den sie da lesen oder sehen und hören sich amüsieren oder alternativ den Kopf schütteln können. Aber nach einiger Zeit erinnern sich einige gar nicht mehr an den Ursprung der Nachricht — und damit Ihres erworbenen „Wissens“. Dadurch kann sich selbst der größte Schwachfug langsam in das Allgemeinwissen einschleichen.

    Das ist dann keine Verdummung sondern eine Meinungsunterwanderung.

    So sind viele dieser merkwürdige Meinungen (z.B. Sarazin und seine Kopfnicker „der hat ja eigentlich Recht …“), die sich so schleichend durchsetzen, zu erklären, finde ich.

    Siehe Sleeper-Effekt http://de.wikipedia.org/wiki/Sleeper-Effekt.

    Sehr interessant, aber so etwas macht mir Angst und lässt mich so etwas wie die BILD auf Dauer ebend nicht einfach als harmlos ansehen.

    @S. Schwarzmeister, #33

    „Das heisst doch auch nur, dass in jeder Lüge auch ein Fünkchen Wahrheit steckt.[…]“

    Na, ja … es kann sich dabei — wie meißt — auch einfach um eine dreiste Lüge handeln! Man braucht manchmal eben kein Fünkchen, damit bei einigen das Stroh im Kopf Feuer fängt.

    Den Rest kommentier ich nicht, bzw. siehe oben.

    *grrr*

    So genug bittere Galle gespuckt.

    @Hausherr

    Sonst Inhaltlich wieder interessant. :o)

    Es ist Doch immer wieder erschreckend, wie einige Verlage den Gewinn erhöhen können, um dann gleichzeitig jammern zu können, dass sie sooo schlecht von den Online-Werbekunden bezahlt und von ihrer Leserschaft sooo ungerecht behandelt werden. Pöse, pöse aber auch.

    Sonst kann ich mich nur den schönen Beitrag von Mario Sixtus auf Carta-Online anschließen: http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/

    Grüße
    JensE

  38. 39
    CD says:

    „Ein eindrucksvolles Beispiel ist die Onanier-Zeitschrift „Coupé”: … 2008 müsste nach diesen Werten jede Ausgabe von „Coupé” durch zehn bis 13 Paar Hände gegangen sein, was man sich wirklich nicht vorstellen möchte.“

    Wenn man sich das vorstellt…
    Pfui!!

  39. 40
    S. Schwarzmeister says:

    @ 38
    Ich stimme Ihnen natürlich größtenteils zu.
    Jedoch nicht den angeblich angestrebten Allmachtsphantasien die sie anscheinend der Bild unterstellen.
    „Man kann die Bild nicht lesen und davon unbeeinflusst bleiben, wenn man keine anderen Quellen hat. “
    Ja, wenn man keine anderen Qullen hat. Wenn man also kein Fernseh guckt, Radio hört, Zeitung liest, mit anderen leutet redet, wenn man also nur in einer Höhle(ngleichnis) wohnt, und da nie rausgeht, und nur die Bild liest, ja dann kann man natürlich nicht unbeeinflusst bleiben.

  40. 41
    random says:

    @JensE
    Danke für den Hinweis auf den Sleeper-Effeckt!

    Obwohl ich das Beispiel der „Sarrazin-Diskussion“ in diesem Zusammenhang schwierig finde. Hier hat die Bild mehr als eine Art Katalysator funktioniert und nicht unbedingt als Emitter.
    Bei der Berichterstattung über die Krise Griechenlands trifft es den Nagel aber schon ganz gut auf den Kopf.

  41. 42
    JO says:

    @S. Schwarzmeister
    Nach Ihrer Theorie müssten BILD-Leser die Zeit haben, gelesene Nachrichten zu reflektieren und den Inhalt, mit einer anderen Meinung, abzugleichen. Dafür braucht man Zeit, ein informiertes Umfeld und eine hohe Medienkompetenz. Glauben Sie wirklich, dass die Breite der Leserschaft das hat?

  42. 43
    Mumu says:

    Ich hab die Bild schon mehrfach im Supermarkt (!) als Gratisexemplar hinter der Kasse bekommen.

  43. 44
    Axel says:

    sehr spannend, aber ist es nicht normal, das der Axel Springer Verlag Geld verdienen will? Somit wird oder soll er doch versuchen, die Bezahlschranken im Internet runterzulassen. Es sind schliesslich die Kunden, die entscheiden ob sie zahlen wollen der nicht.

  44. 45
    Marcel says:

    Die geringen Werbeerlöse im Internet liegen vor allem an den alten verstaubten Köpfen in den Unternehmen, die für Printanzeigen ein Heidengeld ausgeben, die aber nicht mehr die Reichweite und Relevanz besitzen, während genau die Leute für Werbeanzeigen im Internet nicht so viel ausgeben wollen. Obwohl hier deutlich mehr Leute in einem relevanteren Umfeld mit besserem Targeting angesprochen werden können.
    Aber in 10-20 Jahren sollten die Altherren ausgedient haben, dann wird sich das Bild hoffentlich komplett gedreht haben und die Werbeerlöse im Netz sind entsprechend hoch aufgrund der hohen Relevanz und die Nachrichten können so finanziert werden und für die Leser kostenlos bleiben.

  45. 46
    hmmm says:

    9 Mio Raubleser, die für den gebotenen Qualitätsjournalismus keinen Cent bezahlen. Was für eine perfide Gratiskultur ist da nur auf dem Vormarsch…

  46. 47
    gnaddrig says:

    @ S. Schwarzmeister (#33): So wie ich das sehe, bemängeln sie vor allem, dass viele Leute, die die Bild lesen, nicht davor gefeit sind, auch mal mit ihr übereinzustimmen.

    Nicht ganz. Natürlich ist nicht alles gelogen, was in Bild steht. Auch Bild dürfte großenteils halbwegs solide Nachrichten liefern, aber je weiter vorn, je lauter und fetter die Schlagzeile, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass da was nicht stimmt. Und selbst wenn die Fakten als solche stimmen, werden sie ziemlich oft sehr einseitig dargestellt, werden wesentliche Aspekte verdreht oder weggelassen. Expertenmeinungen werden aus Äußerungen zusammengebastelt, die in ganz anderem Zusammenhang gemacht wurden usw. Das passiert wohl in allen Zeitungen und Zeitschriften in unterschiedlichem Ausmaß, aber Bild tut sich da durch Dreistigkeit und Beharrlichkeit ganz besonders hervor. Und als das Massenblatt schlechthin wird gerade Bild natürlich immer wieder zur Zielscheibe der von Ihnen angesprochenen Ängste. Und dass eine Zeitung, die die Vorurteile weiter Teile der Bevölkerung bedient und schürt, keinen Einfluss auf ihre Leserschaft haben soll, kann ich mir nicht vorstellen.

    Das Problem ist meiner Meinung nach aber nicht, dass Bildleser mehr oder weniger oft mit der in Bild transportierten Meinung übereinstimmen (zumal ja nicht alles Schrott sein dürfte, was da drin steht), sondern dass sie es nicht merken. Dass sie denken, sie stünden drüber, sie durchschauten das Brüllblatt und amüsierten sich über den Mist, wenn sie in Wirklichkeit viele der Vorurteile selbst glauben und nicht merken, wie sie von Bild darin bestärkt werden.

    Deshalb sollte man den Machern einer Zeitung, die derart beharrlich bösartige Kampagnen fährt, offensichtlich bewusst Lügen verbreitet und jedes noch so dumpfe Vorurteil bedient (auch um den Preis, sich in wesentlichen Aussagen selbst zu widersprechen), schon ganz genau auf die Tasten schauen.

  47. 48
    Weirdo Wisp says:

    Sehr schöner Artikel. Danke.

  48. 49
    inga says:

    Ich als mich überlegen fühlende, pseudointellektuelle Pseudointellektuelle mit Überlegenheitsgefühl und pseudointellektuellem Charakter weigere mich, für die Bild überhaupt irgendetwas abzudrücken. Weder am Kiosk noch auf der Toilette.

  49. 50
    Immo Sennewald says:

    ‎“Weniger BILD-Käufer“ wäre ja noch nicht unbedingt eine frohe Botschaft, solange auf jeden Käufer womöglich mehr Leser kommen. Mehr BILD-Leser (weil’s die meisten Inhalte kostenlos online, sogar auf dem Handy gibt) würden einen so lange nicht zur Verzweiflung treiben, wie schwergewichtige Alternativen andere Themen, Inhalte, vor allem Haltungen zur Welt in die „politische Willensbildung des Volkes“ einbrächten. Sie sind aber kaum mehr erkennbar.

  50. 51
    Ali says:

    @47, JO: Da muss ich gleich an jemanden aus meiner Familie denken, der der festen Überzeugung ist, dass der deutsche Arbeiter [sic!] deshalb Bild liest, weil er keine Zeit für die Lektüre von hochtrabenden Zeitungen wie FAZ und SZ habe. :D

  51. 52
    gnaddrig says:

    @ inga (#55): Wenn schon dann richtig: …Pseudointellektuelle mit übersteigertem Überlegenheitsgefühl…

    Ohne „übersteigert“ stimmt es nicht!

  52. 53
    Howie Munson says:

    Es gibt auch Leute glaube die Sportredaktion würde sich mehr mühe geben oder gar meist recht haben, wenn es um Transfergerüchte geht….

    @Schwarzmeister: Haben sie schon Katzenbenzin auf dem Dachboden einlagern lassen? Damit reicht ein kleiner Funke um alles in Brand zu stecken….

  53. 54
    Thorsten Günther says:

    @S. Schwarzmeister: Leider glauben doch allzu viele Menschen, was in der BILD steht – ein Vereinskamerad war Sanitäter-Ausbilder bei Deutschlands größtem Trachtenverein und hat seinen Sanitätern die Herz-Lungen-Wiederbelebung nicht richtig beibringen können, weil in der BILD zu dieser Zeit in einem Artikel behauptet wurde, man müsse 30x beatmen und 2x Herzdruckmassage ausführen – Motto: „Ich kenne die Ärzte von der Garnison. Im Rudel sind die mörderischer als eine bis zu den Zähnen bewaffnete Legion.“.

  54. 55
    T. Freude says:

    Hübsch… ;) Die ÖKO-Test hat sich übrigens in einem Editorial mal ganz offen darüber beschwert, dass so viele Leute das Blatt lesen, statt es zu kaufen.

  55. 56
    inga says:

    @gnaddrig: Sie haben natürlich recht. Neuer Versuch:
    Ich als mich übersteigert überlegen fühlende, pseudointellektuelle Pseudointellektuelle mit übersteigertem Überlegenheitsgefühl und pseudointellektuellem Charakter weigere mich, für die Bild überhaupt irgendetwas abzudrücken. Weder am Kiosk noch auf der Toilette.

  56. 57
    gnaddrig says:

    @ inga (#62): So sieht das doch gleich ganz anders aus :)

    …weigere mich, für die Bild überhaupt irgendetwas abzudrücken. Weder am Kiosk noch auf der Toilette.

    Obwohl, wenn abdrücken für Bild, dann doch am ehesten noch auf der Toilette, oder? Nicht, dass ich das Blatt am Hintern haben möchte…

  57. 58
    Gregor Keuschnig says:

    Die Pointe mit der „Gratiskultur“ ist mir eine Spur zu gewollt. Wie bereits in einigen Kommentaren anklingt, wäre es interessanter festzustellen, wie weit „Bild“ (et. al.) in den Diskursraum hineinragt, Themen setzt, Stimmungen beeinflusst und auf andere Redaktionen abfärbt (bspw. „Spiegel“). Dabei sind dann tatsächlich Auflagenzahlen sekundär (die von einigen Printmedien übrigens prächtig manipuliert werden).

  58. 59
    Zero the Hero says:

    Mit der Coupe kann man schonmal auf der Toilette verschwinden, um …ääääh…die Artikel zu lesen. Den Rechner mal kurz dort aufbauen macht sich schlecht.

    Und von wegen „nicht glauben, was in der BILD steht“:
    Ich habe erlebt, daß Leute kritiklos den Nachrichten der Neue Spezial geglaubt haben.

  59. 60
    Lothar Bach says:

    nur mal so zum Thema Gratiskultur:
    Die Münchner Abendzeitung verschenkt täglich etwa genau so viele Exemplare wie sie direkt verkauft. Aktuelle Zahlen lt. meedia analyzer: Gesamtauflage 128.000 Expl., davon 39.000 Abos, 45.000 direkt verkaufte Expl. und 44.000 Gratis Expl.
    Mehr als jede dritte gedruckte Abendzeitung wird also ganz bewusst verschenkt. Das muss sich ja irgendwie lohnen, sonst würde das nicht passieren. In München ist anders gesagt jeder, der sich eine AZ kauft, selber Schuld. Die Gratisexemplare liegen nicht nur stapelweise in Krankenhäusern und Arztpraxen herum, sondern sogar in vielen Treppenhäusern.

  60. 61
    S. Schwarzmeister says:

    @ 47, JO
    bischen überheblich, oder?
    @60 Thorsten Günther
    Also das ist doch jetzt ein ziemlich schlechtes Beispiel, grade weil seit Generationen alle 2 Jahre komplett konträre Herz-Lungen-Wiederbelebungstechniken als die „neuen, einzig wahren“ propagiert werden.
    @ inga
    Also bitte, wenn schon versucht wird sich auf Wortflames einen runterzuholen, dann etwas mehr Mühe geben. Dann kann das vielleicht auch so ein dummer Franzose wie ich verstehen der zwei mal das gleiche Wort in einem Satz benutzt, haha wie peinlich.

  61. 62
    Gehirnartefakt says:

    „Jeden Tag lesen neun Millionen Menschen die „Bild”-Zeitung, ohne dafür zu bezahlen“.

    Stimmt so nicht, denn sie bezahlen mit dem Verlust ihres Verstandes und Urteilsvermögens. Und das auch noch freiwillig.
    Daher finde ich den ersten Teil des Satzes viel explosiver: 9 Mio Menschen lesen täglich BILD? Prost Mahlzeit, gute Nacht, Deutschland.

  62. 63
    Thorsten Günther says:

    @Zero the Hero: Verglichen mit der BILD ist allerdings die Neue Spezial hochseriös gewesen – man hat nämlich gar nicht erst den Eindruck zu erwecken versucht, irgendein Artikel hätte irgendeinen Wahrheitsanspruch. Vermutlich ist dieses IMHO für den Boulevard zukunftsweisende Konzept auch an der Konkurrenz der BILD gescheitert.

  63. 64
    gnaddrig says:

    @ Gehirnartefakt (#68): Da stellt sich die Frage, was Ursache ist und was Wirkung. Bringt die Bildlektüre die Leute um Verstand und Urteilsvermögen, oder hatten die von vornherein schon zuwenig davon? Anders gefragt: Wird man durch ZEIT- oder FAZ-Lesen zum bildungsbürgerlichen Schnösel, oder Lesen bildungsbürgerliche Schnösel am liebsten ZEIT und FAZ?

    Kann sein, dass beides stimmt: Jeder liest, was seiner Denkart entspricht und ihn in seinen Ansichten bestätigt und verstärkt diese Denkart und Ansichten dadurch.

  64. 65
    J. S. says:

    Nicht vergessen! In Bibliotheken kann man eine Menge Tageszeitungen kostenlos lesen (darunter wohl auch die BILD).
    Die Bibliotheken werden jedoch nicht angefeindet. Komischerweise.
    Im Netz wird dann sofort Zeter und Modrio geschrien, wie z. B. bei der Situation mit Google.

  65. 66
    Stefan says:

    „Volksfernbedienung“?

    Ist damit die Bildzeitung selbst gemeint, aus Sicht gewisser Politiker?

  66. 67
    randOM says:

    Schöner Kommentar zur Gratis-Kultur :-) Wenn Bild & Co. im Internet Geld für Ihren Unsinn verlangen, dann ist mir das egal. Hauptsache Heise etc. bleiben kostenlos. Wer sich mit Bild bildet gehört bestraft…

  67. 68
    Thomas B. says:

    Das, was mit den Tageszeitungen passiert, kann man ja auch im Internet machen: Reichweite durch gute Inhalte erhöhen, alles kostenlos belassen und dagegen die Werbepreise erhöhen. Was spricht denn dagegen? Wenn keiner mehr Billo-Cost-per-Irgendwas-Kampagnen annimmt (Angebot), dann kann die Werbeindustrie (Nachfrage) doch wenig tun. Oder liege ich falsch?

  68. 69
    Sascha Pallenberg says:

    Als kleine Ergaenzung vielleicht noch mein Artikel zu den sinken iPad Mag Verkaeufen und wie der Springer Verlag sich das schoen rechnet:

    http://www.netbooknews.de/30495/verkaeufe-der-ipad-magazine-brechen-ein/

  69. 70
    JO says:

    @S. Schwarzmeister
    Mit Überheblichkeit hat das nun wirklich nichts zu tun. Kennen Sie eigentlich BILDblog? Wenn Sie sich nur mal die Zeit nehmen und alle Fehler, die in dieser Zeitung im letzten Jahr gemacht wurden, vor Augen führen, kann man wirklich nur zu gnaddrigs Gedanken (#53) kommen. Wenn ich mir vorstelle eine Zeitung zu lesen, bei der ich jeden einzelnen Artikel persönlich nach zu recherchieren, wäre ich gewiss Stunden, wenn nicht Tage damit beschäftigt. Persönlich habe ich für so etwas keine Zeit – und lese deshalb auch nicht die BILD.

    So, und da diese Zeitung sich selbst auf die Fahne schreibt, die Zeitung des „kleinen Manns“ zu sein, muss man sich mit dem Bildungsniveau dieser Personengruppe mal intensiv auseinandersetzen. Ihnen ist ja sicher bewusst, dass 80% der Menschen keine Akademiker sind und dementsprechend geringere Kenntnisse über Stilistik, Sprache und Rhetorik besitzen und hieraus resultierend eine geringe Medienkompetenz.

    Aber machen Sie einfach mal selbst den Test. Fragen Sie einfach mal lieb an der nächsten Bushaltestelle einen BILD-Leser, ob er ihnen mal eben eine Zusammenfassung des letzten Artikels geben kann – und seien Sie gespannt…

  70. 71
    Frank Huber says:

    Ja, Media Analysen unterliegen natürlich immer potenziell Mess- und Schätzfehlern. Das betrifft wie schon erwähnt alle Medien. Dies gilt im übrigen auch für das geänderte Mediennutzungsverhalten. Solange die Werbetreibenden glauben, dass sie mit BILD ihre Zielgruppe effizient erreichen, werden sie die entsprechenden Anzeigen und Mediaschaltungen vornehmen. Insofern geben sie Mathias Döpfner jeden Tag Recht. Die neue Situation im Internet ist aber die einer neuen Vergleichbarkeit und Transparenz, die durch die Zunahme performance-orientierter Werbeformen geprägt ist. Dadurch und durch die zunehmende Konkurrenz durch Blogs, etc. fallen tendenziell die Online-Werbeerlöse, was verständlicherweise zur Suche nach neuen Geschäftsfeldern und Business-Modellen führt. Die Bezahlschranke oder paid content ist ein Weg, flattr ein anderer Weg qualitativ hochwertige Inhalte zu finanzieren. Allerdings wird dabei oft übersehen, dass die Gratiskultur bestimmte Inhalte bevorzugt und an sich kein nachhaltig tragfähiges Modell für eine Finanzierung höherwertiger Contents bietet.

  71. 72
    Ommelbommel says:

    Ach Herr Huber. Ich freue mich, dass Sie zurück sind. Nur was Neues gesagt haben Sie da oben nichts, bzw. sagen Sie da einiges Triviales gemischt mit einigem Falschen. Ich habe auch gar keine Lust, das jetzt auseinander zu klamüsern, also stelle ich einfach noch einmal fest: Schön, dass Sie wieder da sind. #nichtweiterfuehrendekommentaredietrotzdemrausmuessen

  72. 73
    Vamos Fluzao says:

    Ich weiß natürlich nicht, wie das mit der BILD ist, aber ich bin TITANIC und SPIEGEL Abonnent. Wenn Montags der SPIEGEL kommt, lese ich den erstmal, dann meine Frau, mein Ältester blättert auch drin und wenn jemand zu Besuch kommt, kann es auch mal vorkommen, dass der durchgeblättert wird. So hat jeder SPIEGEL den ich kaufe, neben mir ungefähr 5 Leser. Ähnlich ist es mit der TITANIC, die, da ja Monatszeitschrift von noch mehr Leuten gelesen wird.

  73. 74
    Frank Huber says:

    @Ommelbommel ja, wer keine Lust hat, der sollte auch nicht kommentieren. Das trägt nämlich nix zu einer sachlichen Diskussion bei. Nur zur Info: Herr Döpfner hat gerade für gut 73 000 Springer-Aktien verkauft und dabei mehr als acht Millionen Euro erlöst. Noch Fragen?

  74. 75
    VonFernSeher says:

    @9

    Die Volksfernbedienung sieht man doch in jeder Straße und muss von jedem (oder meinetwegen jedem vierten) Fernbedienten mit 60 Cent mitgetragen werden.

  75. 76
    polyphem says:

    @JO (#77)::
    „..Ihnen ist ja sicher bewusst, dass 80% der Menschen keine Akademiker sind und dementsprechend geringere Kenntnisse über Stilistik, Sprache und Rhetorik besitzen und hieraus resultierend eine geringe Medienkompetenz…“

    Zwanzig Prozent Akademiker? Wo? und Warum?

    @Vamos Fluzao (#81):
    „..wenn jemand zu Besuch kommt, kann es auch mal vorkommen, dass der durchgeblättert wird…“

    Das könnte für 2011 mein Lieblingssatz werden. Falls Deutsch nicht ihre Muttersprache ist, bitte ich um Vergebung.

  76. 77
    Johannes says:

    @9: Was kann ich denn dafür, dass Logitech mit BILD eine Kooperation eingeht, um seine Produkt zu vermarkten? War mir zunächst auch unwohl beim Kauf, ändert aber nichts an der Qualität und Preis/Leistung.

  77. 78
    Moon says:

    @24, ich

    > Selbst wenn jede gekaufte BILD durch 100 Hände geht, hat
    > immerhin einer mal was dafür bezahlt.

    Ja und zwar die Werbekunden.

    > Im Internet ist es egal wieviele Leute die Sachen lesen –
    > bezahlt hat keiner was dafür.

    Doch, und zwar die Werbekunden.

  78. 79
    Christian says:

    Nummer 85 deutet es schon an, bild funtkioniert zum teil genauso wie private fernsehsender oder facebook. ihr service/programm/blatt ist für ihre kunden gemacht. der häufige trugschluss ist, das diese kunden die nutzer/leser/gucker sind. in wahrheit sind es die werbenden und denen wird was als ware angeboten? genau – reichweiten, clicks, einschaltquoten, letztendlich der konsument des mediums. bei kostenpflichtigen angeboten wie printmedien ist der käufer natürlich beides, kunde und ware zugleich, hier muss ein kompromiss gefunden werden. bei angeboten, die sich rein über werbung finanzieren, geht es nur darum, das produkt möglichst günstig herzustellen- die eigenen inhalte sind dabei nicht das eigentliche produkt, sondern nur mittel zum zweck.

  79. 80
    Ali says:

    @77 und 83: Nicht zu vergessen, dass eine akademische Ausbildung noch lange keine (hohe) Medienkompetenz garantiert.

  80. 81
    Ommelbommel says:

    @Frank Huber: Mir ist vollkommen klar, dass das nicht zur sachlichen Diskussion beiträgt, das habe ich ja schließlich selbst geschrieben, eine Frage habe ich aber trotzdem: Was wollen Sie mit Ihrem Kommentar Nr. 81 sagen? Zum einen habe ich eine sachliche Frage: Was heißt es „für 73000 Aktien zu verkaufen“? War das einfach ein „für“ zuviel oder ist das Finanzjargon, das ich nicht verstehe? Das soll keine schnippische Bemerkung sein, das würde ich wirklich gerne wissen.
    Und wenn das geklärt ist, habe ich noch eine, nämlich: „Ja, und?“

    Zu Ihrem vorigen Kommentar, na gut, die sachliche Auseinandersetzung reiche ich gerne nach: Sie sagen, die Gratiskultur biete „an sich“ kein „nachhaltig tragfähiges Modell für eine Finanzierung höherwertiger [sic] Contents“.
    Welche Modelle bietet denn so eine Kultur normalerweise an sich? Und welche Kultur bietet solche Modelle?
    Ich fasse meine Frage kürzer, auch wenn ich mich wiederhole: Was wollen Sie mit diesem Satz sagen?

  81. 82
    Anna says:

    Hm.
    Also da stellt jemand Zeitungen her und verschwendet kostbare Ressourcen und ich soll mir den Blödsinn trotzdem noch kaufen, anstatt ökologisch bewusst in ein Exemplar zu spingsen, das neben mir auf dem Sitz in der Bahn vergammelt? Herr Niggemeier, mal nachdenken. Das ist kompletter Schwachsinn. Und überhaupt: Das Weiterreichen von Zeitungen und Zeitschriften ist uralt. Gratiskultur?! Gehen Ihnen die Themen aus?

  82. 83
    gnaddrig says:

    @ Anna (#89): Einfach nochmal die letzten fünf Absätze des Artikels lesen (ab Man muss diese Leute nicht gleich Raubkopierer nennen …. Da steht ganz hübsch geschrieben, warum es erstaunlich ist, dass die Zeitungsmacher über die Gratiskultur im Internet jammern, sich an der Gratiskultur der gedruckten Ausgaben aber nicht stören, sondern die sogar noch gut finden. Dann lesen Sie Ihren Kommentar nochmal und überlegen, ob der eigentlich nötig war.

  83. 84
    Karl says:

    jeder cent für die bild ist ein cent zuviel.

  84. 85
    Karsten says:

    Dass sich eine besonders große „Gratiskultur“ im Printbereich entwickelt hat, mag ich bezweifeln. Zumindest in so weit, als dass sie wahrscheinlich nie kleiner gewesen ist.
    Dass man eine Zeitung weiter gibt, ist doch kein Verbrechen. Natürlich verdient der Autor an dem zweiten, dritten und vierten Leser nichts mehr, aber das kann ja kein Argument sein. Wenn es danach ginge, dürfte man generell nichts ausleihen. Letztens habe ich mir von Freunden ein Raclette ausgeliehen. War das dann gegenüber des Herstellers auch unfair, weil ich mir nicht sofort ein eigenes gekauft habe und trotzdem unfairer Weise meinen kulinarischen Vorteil daraus gezogen habe?
    So etwas als räuberische Gratiskultur zu bezeichnen, ist übertrieben. Das geschieht hier nur, weil es um die Medien geht und diese gerade geschunden sind.

  85. 86
    Thorsten says:

    Es gehört auch bei bildungsfernen Schichten zum guten Ton über die Bild zu lästern. Das ist eine soziale Notwendigkeit ähnlich dem Schimpfen über Politiker oder überhaupt „die da oben“.

    Die Wirkung wird deutlicher, wenn man nicht von der Quelle ausgeht, sondern vom Vorurteil und nachfragt, wie sich das begründet.

    Beispiel: Joschka Fischer hat sich früher von Diebstahl ernährt. Es stand in der Bild. Bücherdieb. Andere Zeitschriften betitelten ihn als Bücherhändler. Macht ja kaum einen Unterschied.

  86. 87
    gnaddrig says:

    @ Karsten (92): Zeitungen weitergeben (und sich Raclette-Geräte von Freunden ausleihen anstatt sie selbst zu kaufen) ist schon ok. Jammern, wenn andere (online) etwas Ähnliches machen wie das, was einem selbst (Print) erhebliche Einnahmen bringt, ist nicht ok.

  87. 88
    meykosoft says:

    Niggemeier/Diekmann
    Kopf an Kopf

    14. Stefan Niggemeier (↑, im Vormonat Platz 15), Webseite (Autor „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“), gefällt 818 Personen (↑, 742)

    15. Kai Diekmann (↓, im Vormonat Platz 14), Autor (Chefredakteur „Bild“) gefällt 806 Personen (↑, 793)

    Aus:
    http://nice-bastard.blogspot.com/2011/05/facebook-pages-deutschsprachiger.html

  88. 89
    Stefan Niggemeier says:

    (Der Facebook-Account ist allerdings nicht von mir.)

  89. 90
    meykosoft says:

    Achso ;-))

  90. 91
    Dorin Popa says:

    Den für Kai Diekmann betreibt wohl auch ein Dritter. Aber ich denke, daß auch bei fremdgeführten Pages die Anhängerschar Rückschlüsse zuläßt und es gibt auch Beispiele, wo Unbeteiligte als Fans damit anfingen und der Natemenspate dann später die Seite ob ihres Erfolges mit seiner Anerkennung weihte oder sie gar übernahm.

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] hört der Spaß auf): Seit nunmehr acht sechzig Jahren nimmt eine große Anzahl von Menschen – um acht zwölf Millionen pendelnd – diese im australischen Dschungel in Berlin inszenierte Show Zeitung als Unterhaltung wahr, und […]

  2. […] Medienjournalist und Blogger Stefan Niggemeier schreibt zum Thema “Media Analyse”: Die Daten der „Media Analyse“, die von Medien und Werbewirtschaft als Währung behandelt […]

  3. […] Zahlen kommen durch eine in letzter Zeit von vielen Zeitungsleuten wiederholten Mär zustande. Eine Legende von einer heftig gestiegenen “Reichweite” der Zeitung, also von […]

  4. […] them with their friends – all without paying extra. Same with newspapers, in particular tabloids: Market surveys indicate that each copy of a tabloid has on average up to four readers; people hand them to their colleagues […]

  5. […] an Verkaufsstellen, Zulieferer sowie Drucker in nicht unerheblicher Größe erfordert – die “Gratiskultur Print” nicht zu […]

  6. […] Kai Diekmann dank dem Trend entgegengesetzter Reichweitensteigerung natürlich zu seinem Vorteil auszulegen wusste, scheinen das nachhaltig zu belegen. Ein Blick in die Warterunde an einem gewöhnlichen […]

  7. […] Das kann man hier sehr gut nachvollziehen! Und zu der Reichweite hat sich Herr Niggemeier in einem Beitrag sehr gut geäußert. Also was nützt dieser Rekord  – damit will man doch nur Aufmerksamkeit […]

  8. […] sowie ihre Marketingabteilungen über Jahre hinweg eine Gratiskultur etablierten. Sehr schön. Komplett hier zu lesen. Ist das jetzt auch ein […]

  9. […] Stefan Niggemeier: “In den zehn Jahren, die Kai Diekmann Chefredakteur der „Bild”-Zeitung ist, ist die Auflag… […]

  10. […]  Gratiskultur Print: Stefan Niggemeier hinterfragt an Hand der Schere zwischen gleich bleibender Zahl von Bild-Lesern […]

  11. […] Gratiskultur Print (Stefan Niggemeier) – Der Journalist Stefan Niggemeier greift die Angriffe auf die "Gratiskultur im Internet" durch die Vertreter von Zeitungen und Zeitschriften (den so genannten "Offline"-Medien) auf. […]

  12. […] Zum Glück gibt es dann aber auch wieder Artikel wie diesen, in dem Herr Niggemeier die wahre Gratiskultur im Bereicht Print entlarvt. So wird das Wixheftchen Coupe z.B nur einmal gekauft aber von 10 bis 13 Leuten gelesen. […]

  13. […] Gratiskultur Print « Stefan Niggemeier – Die Mathias Döpfners dieses Landes haben nur im Internet ein Problem mit nicht-zahlenden Lesern, weil die Werbeerlöse dort so niedrig sind, dass sich höhere Leserzahlen nicht entsprechend lohnen. Deshalb sollen an vielen Stellen die Bezahlschranken heruntergelassen werden: Die Leser sollen mit Vertriebserlösen das ausgleichen, was an Werbeerlösen fehlt.<br /> <br /> Mit der angeblichen Gratiskultur im Internet hat das ungefähr nichts zu tun. […]

  14. […] Niggemeier stellt die Debatte mal wieder vom Kopf auf die Füße: Anders gesagt: Jeden Tag lesen neun Millionen Menschen die „Bild”-Zeitung, ohne dafür zu […]

Einen Kommentar hinterlassen

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *