Hurra, es ist ein Duslog!

Bochum/Berlin, 18. Februar 2011. Lukas Heinser und Stefan Niggemeier haben heute in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass sie sich auch vom Austragungsort Düsseldorf nicht davon abhalten lassen, den Eurovision Song Contest erneut mit einem Videoblog zu begleiten. Im vergangenen Jahr hatten sie sich ohne Stativ und Windschutz nach Norwegen durchgeschlagen und mit ihrem OSLOG nach Meinung vieler Experten einen maßgeblichen Beitrag zum Erfolg von Lena Meyer-Landrut geleistet.

Heinser und Niggemeier selbst errangen in einem etwas weniger beachteten Wettbewerb den dritten Platz: in der Kategorie Unterhaltung bei der Wahl zu den „Journalisten des Jahres 2010“. Die Jury des „Medium Magazins“ fand, dass OSLOG „selbstironisch mit dem Medienhype um Lena spielte“ und „vorführte, welches Potential in einem solchen Blog stecken kann“. Heinser, dessen Ehrgeiz von Kennern mit dem von Stefan Raab verglichen wird, kommentierte das mit den Worten: „Beim nächsten Mal werden wir dieses verdammte Potential ausschöpfen!'“

Während die Personalfrage nach der Absage von Thomas Gottschalk und Günther Jauch ähnlich schnell entschieden war wie bei der deutschen Interpretin, war der Name der OSLOG-Neuauflage lange offen. Entwürfe wie dueslog.tv, dussellog.tv, und dorflog.tv wurden schließlich verworfen zugunsten von DUSLOG.tv. Das bewährte Konzept aus vergeigten Anmoderationen, exklusiven Interviews und vergessenen Interpretennamen soll beibehalten werden. Geplant ist allerdings eine weitere Qualitätssteigerung. „Wir erwägen die Investition in einen Windschutz für das Mikrofon“, sagt Heinser. Niggemeier ergänzt: „Und ich werde diesmal weniger Namen verwechseln als letztes Jahr in Dänemark.“

Die heiße Phase mit täglichen Videoberichten beginnt Anfang Mai. Bereits heute werden die neuen Seiten eingeweiht, die von Markus „Herm“ Hermann frisch tapeziert und mit einem noch moderneren Fernsehgerät ausgestattet wurden: Das Finale des deutschen Vorentscheides wird ab ca. 20 Uhr in einem Liveblog begleitet.

32 Replies to “Hurra, es ist ein Duslog!”

  1. Journalisten sollten ja eine gewisse Distanz zu den Dingen halten. In diesem Fall empfehle ich, in Köln zu übernachten. Alles andere wäre Masochismus.

  2. Deja Vu…

    Wo ist eigentlich der Unterschied zu anderen (korrupten(?)) Blogs?
    Es ist etwas faul im Staate….Düsseldorf.

    Man kann die Lena-Dosis gerne nochmal 10fach erhöhen.
    Sie wird dadurch nur 10fach verdünnt….also weniger als nichts, was sie eigentlich ist….gesangsmäßig und choreographisch.

  3. Geplant ist allerdings eine weitere Qualitätssteigerung. “Wir erwägen die Investition in einen Windschutz für das Mikrofon”, sagt Heinser. Niggemeier ergänzt: “Und ich werde diesmal weniger Namen verwechseln als letztes Jahr in Dänemark.”
    Windschutz hin oder her…
    Wann kommt die Reaktion auf die Ereignisse zu commentarist.de?
    Auf dem Hintergrund zu IGEL-Debatten vermisse ich das…
    Immerhin schreibt Niggemeier bei der FAZ, deren Rechtsabteilung den großen Hammer herausgeholt hat…

  4. Des feineren Wortspiels wegen bin ich trotzdem immer noch dafür die diesjährige Veranstaltung dusselog zu nennen.

    Aber das bin dann doch wohl nur ich.

  5. @9: Das hat jetzt niemand ernsthaft anders erwartet, oder? Und die Relevanzforderer (vgl. Nr. 12) sind auch schon da.

  6. @ 11, onlime

    Auch nach längerer Überlegung fällt mir nichts Besseres als „Fortunasetzung“ ein. Ist aber zugegebenermaßen ziemlich schwach…

  7. Ich freu‘ mich auch. Obwohl ich es immer noch nicht fassen kann, dass der Song Contest nicht in Berlin stattfindet…

  8. Damit verabschiede ich mich als permanenter Leser des Medienblogs von Stefan Niggemeier. Launige Tierfilmchen und Berichte über Schlagerveranstaltungen ist nicht das, was mich interessiert.

  9. ich kaufe ein „lassen“ für den satz „dass sie sich auch vom Austragungsort Düsseldorf nicht davon abhalten werden“.

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