Schlaflos in Düsseldorf

06 Mai 11
6. Mai 2011




Während ich das hier blogge, sitzt Lukas am Küchentisch und macht das, was er seit Sonntag jede Nacht um diese Zeit gemacht hat und vermutlich auch die nächsten neun Nächte noch tun wird: Er baut die Übergänge zwischen die einzelnen Szenen der nächsten Folge von duslog.tv, steuert den Ton aus, flucht über die Eigenart der Kamera, einen Kanal lauter aufzunehmen als den anderen, lacht, niest und gähnt. Dann exportiert er noch die Datei und geht irgendwann ins Bett, während sie bei YouTube hochlädt.

Ein Vorteil von Düsseldorf gegenüber Oslo: In Düsseldorf wird es dann wenigstens noch nicht wieder hell.

Der fünften Folge, die in ein paar Stunden online sein sollte, merkt man vermutlich ein bisschen an, dass es gewagt war, zwei Wochen lang jeden Tag eine Folge zu produzieren. Nicht dass es an Stoff mangelt (obwohl die richtige Beklopptheit hier erst am Wochenende losgeht, wenn Lena zum ersten Mal probt, der Bürgermeister zum Empfang lädt und die meisten Berichterstatter anreisen). Aber bei unserer bestenfalls viertelprofessionellen Arbeitsweise, die alles andere als effizient ist, treten schnell Ermüdungserscheinungen auf, allein schon durch Schlafmangel. Und das Ergebnis ist sehr tagesformabhängig, weil es so wenig durch irgendeine Planung, sondern den Zufall bestimmt ist. (Und wenn wir dann nicht rechtzeitig ein schönes Plätzchen zum Drehen finden, sitzen wir halt im Dunkeln, wie in Folge 5.)

Ich hoffe, dass der kreative Wahnsinn, der dadurch gelegentlich entsteht, den Mangel an Perfektion ausgleicht. Und obwohl es schön wäre, wie der Kollege Roman Rätzke, der mit Sandra Nicole Hofmann das offizielle Videoblog auf eurovision.de moderiert, das eigentliche Produzieren anderen überlassen und abends feiern recherchieren gehen zu können, liebe ich es nach wie vor, das alles — mit Lukas — in Handarbeit selbst machen zu können.

Ich wollte noch ein paar Sachen aufschreiben, die ich gelernt habe in den ersten Tagen beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf. Aber ich muss jetzt wirklich ins Bett.

(Lukas hatte für den „Journalist“ schon ein paar Sachen aufgeschrieben, die er im Vorfeld gelernt hat.)

86 Gedanken
  1. 1
    Marc says:

    Eure Videos haben gerade den Charme des ambitionierten Amateurhaften. Eigentlich eine Schande, dass die ARD jeden Abend einen Platz für die „Top 10“ des ESC hat, wo man die Sendezeit doch auch besser für für DUSLOG nutzen könnte…

  2. 2
    kampfgarnele says:

    „das alles — mit Lukas — in Handarbeit selbst machen zu können“

    So genau wollte ich es gar nicht wissen.

  3. 3
    David says:

    Gerade der Mangel an Perfektion macht das Ganze hier doch so charmant. Aber wehe ihr fasst das jetzt als Entschuldigung auf, es weniger perfekt machen zu wollen. So wie bisher ist genau richtig. Also mit ohne Schlaf und so. Weiter so!

  4. 4
    nickname says:

    Hört mal: Es wird doch nun niemand gezwungen, sich die ESC-Berichterstattung anzuschauen. Ebenso wird niemand dazu gezwungen, dieses Blog zu besuchen. So aber tun hier viele User.

    Wenn euch das alles zu sinnlos, dumm und merkbefreit ist, besucht doch andere Internetseiten oder geht an die frische Luft. Macht nicht andere für euer gelangweiltes Leben verantwortlich.

    Und ja, ja, ja… der Niggemeier schreibt immer von der Niveaulosigkeit, Anspruchslosigkeit und Dummheit anderer, liefert aber selber nichts besseres ab… Und…?! Dann macht ihr besser etwas Tolles und Geistreiches in eurer Zeit und freut euch darüber. Als erste geistreiche Handlung könntet ihr euren Off-Schalter des PC benutzen, anstatt hier ständig ins Blog zu kotzen.

  5. 5
    kampfgarnele says:

    „Es wird doch niemand gezwungen.“

    Ja, und mit diesem Argument kann man auch die ganze Medienkritik bleiben lassen. Schließlich wird niemand gezwungen, fernzusehen, Zeitungen zu lesen oder ähnliches zu tun.

    Wer ein Blog betreibt, in dem er Meinungen äußert (und das – zumindest früher – in mitunter brillanter Form), der hat damit zu rechnen, dass andere auch dazu wiederum Meinungen haben. Wer an andere gewisse, recht hohe Ansprüche hat, der darf sich nicht wundern, wenn es bemerkt wird, wen er selbst diese Ansprüche weit unterläuft.

    Früher hab ich meinen Freunden dieses Blog hier empfohlen, weil hier wichtige Themen in großartigem Stil aufgegriffen wurden. Würde ich dieses Blog heute noch jemandem empfehlen, würde er mich für bekloppt halten.

  6. 6
    SvenR says:

    @kampfgarnele #5: Spätestens nach Kommentar #2 geht das nicht nur Ihren Freunden so.

  7. 7
    theo says:

    Wenn Garnelen abgekocht werden, stinkt es. Weiß jeder Krabbenfischer.

    Im Ernst, kampfgarnele: Was eigentlich wollen Sie? Verstehen Sie das, was Sie hier treiben, als Mission? Und was sagen ihre Freunde dazu – falls Sie mit denen darüber sprechen, was Sie hier treiben? Welche Umgangsformen als Gast pflegen Sie sonst, wenn Sie hier sich in einem fremden Forum herum treiben und den Gastgeber permanent attackieren?

    Ich erwarte von Ihnen keine Antwort, die darauf differenziert und womöglich sogar selbstkritisch eingeht. Aber denken Sie mal in einer stillen Stunde darüber nach. Damit würden Sie sich selbst einen Gefallen tun.

    PS: Ich muss morgen tagsüber nach Düsseldorf. Ich glaube, bei dem Rummel werde ich es wohl besser verschieben, oder?

  8. 8
    kampfgarnele says:

    @SvenR und Theo

    Wissen Sie was: Himmeln Sie Ihren Star doch einfach weiter an.

    Aber tun Sie doch bitte nicht mehr so, als sei daran irgendetwas Differenziertes, irgendetwas Erwachsenes. Sie sind Fans.

  9. 9
    Theodorant says:

    Liebe Leute! Hier sollten Beiträge kommentiert werden. Gebt euch doch eure iPhone-Nummern und telefonaniert das aus. Es ist nicht gerade angenehm sich erwartungsvoll auf die Kommentare zu stürzen, man aber nur Grundsatz Diskussionen findet. Nigge, du brauchst nen Forum…

  10. 10
    Dani says:

    Ich fand den Oslog im letzten Jahr schon grandios und da ich seit knapp 10 Jahren in Düsseldorf wohne, einer Stadt, die ich anfangs gehasst habe und aus der ich jetzt nicht mehr weg will, verfolge ich die Clips in diesem Jahr besonders mit Spannung. Falls Ihr Tipps braucht, meldet Euch – wir Düsseldorfer sind nicht so arrogant und hochnäsig, wie wir nach außen gerne dargestellt werden (und das gilt nicht nur für die Zugezogenen :))

  11. 11
    Twipsy says:

    Bambam hat aber stark abgebaut.

  12. 12
    Bier Blogger says:

    Hallo ! Klasse Seite, muss ich schon sagen ;) Ein Beitrag rum um das Thema ALT wär natürlich super, könnte ich gern über meine Website featuren..würd mich freuen!

    Grüße,
    Felix

  13. 13
    Nico says:

    Lukas sollte „über die Eigenart der Kamera, einen Kanal lauter aufzunehmen als den anderen“ nicht fluchen, sondern sich freuen. Das rettet euch unter Umständen mal das Leben, wenn die Aufnahme aus irgendwelchen Gründen mal nicht ordentlich gepegelt ist und somit übersteuert. Dann hilft euch der leisere Kanal aus der Patsche, weil er weniger stark übersteuert als der andere. Das ist also weniger Eigenart, als eine clevere Idee, die Tontechniker bereits vor vielen Jahren hatten…

  14. 14
    Jane says:

    Bitte unbedingt weitermachen wie bisher! Aalglatte Professionalität gibts schon genug.

  15. 15
    Alberto Green says:

    (ich fliege jetzt in die Karibik und entschuldige mich bei dem alten Voodoo-Priester für meinen Unglauben und bitte ihn den Fluch von diesem Blog zu nehmen.)

  16. 16
    Stefan says:

    Kleiner Gedankenanstoß für alle, die sich über das Dauergenöle der Krampfgarnele ärgern: http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

  17. 17
    Archilbald Hummersworthy says:

    Ich freue mich ab sofort nur aus einem einzigen Grund auf den Eurovision Dings Contest: Wegen des [namederstadt]logs. Macht echt Spaß zu gucken.

  18. 18
    janosch says:

    auch von meiner Seite ein grosses Kompliment.
    Waehrend andere geliebte Videoblogs langsam abnippeln -> Ehrensenf :-(
    macht ihr genau das Richtige, genauso lustig und vergnuegt wie bisher.
    Ich drueck euch jedenfalls beide Daumen, dass ihr nicht waehrend der 11. Folge im Stehen einschlaft oder unter anderen Schlafentzugserscheinungen leiden muesst.
    Haltet durch, Geologen!

  19. 19
    Kopftuchmädchen says:

    @nickname: Auf welchen Beitrag bezieht sich Deine überspulte Reaktion eigentlich? Wie langweilig ist dir eigentlich, dass du um 8 Uhr morgens, vor Wut schäumend, schon mal die Kritiker basht, die hier noch garnicht gepostet haben? Ulkig.

    Lena kommt total authentisch rüber.

  20. 20
    Kopftuchmädchen says:

    @theo: Ja, ihre Reise nach Düsseldorf sollten sie bei diesem Mega Rummel besser verschieben. Man munkelt, in der Stadt herrsche völliger Ausnahmezustand, Millionen Lena Fans campieren bereits jetzt, 1 Woche vor dem Mega Event, bis tief in die Innenstadt um den Aufbau der weltberühmten EWC LED Anlage im Inneren des Stadions von außen zu bestaunen.

  21. 21
    nona says:

    Ich sitze hier 24 Stunden am Tag vor den Düsseldorfer Webcams und drücke F5, in der Hoffnung dass ihr da auftaucht. Winkt doch mal! Huhu!

  22. 22
    polyphem says:

    @Alberto (#16): Wünsche guten Fluch.

  23. 23
    Vergeltsgott says:

    Ach Leute, anstatt einfach mal ein bisschen gut gemachte Entertainment-Häppchen zu genießen… Abwechslung macht Mediennutzung zu etwas Schönem=)

  24. 24
    jo says:

    flucht über die Eigenart der Kamera, einen Kanal lauter aufzunehmen als den anderen

    Das ist kein Bug, das ist ein Feature ,) Nein, ernsthaft! ,)

    Ok, bei euch jetzt vielleicht nicht, aber man kann eine unterschiedliche Aussteuerung einsetzen, um bei Signalspitzen etwas Luft zu haben.

    Beispiel: Lukas hat die Tonspur sauber ausgepegelt, und es wird unererwartet laut. Oder ein Interviewpartner prustet los, oder ein Dus loggt, oder …

    Jedenfalls: Wenn die andere Tonspur dann ein paar dB leiser gepegelt ist, hat man beim Schnitt eine nicht übersteuerte Alternative (beim Normalpegel ist da halt etwas weniger Dynamik drin, aber hee …).

  25. 25
    Tharben says:

    @stefan niggemeier

    Auf die Gefahr hin, dass es ein winziges bisschen offtopic ist:

    Als alter Nerd hat mir Duslog 4 mit den kurzen Erläuterungen zur Licht- und Bühnentechnik sehr gefallen. Könntet ihr vielleicht noch mehr Material dazu veröffentlichen? Vielleicht sogar die ungeschnittenen Aufnahmen der Interviews?

  26. 26
    Klaus says:

    Der Schlagerquatsch interessiert mich nicht… oder besser: nur, weil ich manchmal passende Kommentare dazu lesen darf, z.B. von Chat Atkins:
    Neues aus Gaga-Land:
    Was ist los?
    „Es ist kurz vor 17 Uhr, als der schwarze Bus mit der Deutschen Delegation vor dem Hyatt Hotel im Hafen vorfährt.“ Nanu, tagt eine UN-Kommission? Versammelt sich die europäische Geberkonferenz zur Griechenlandfrage? – – – Nein, nein, nein – Frau Lena Landrut ist in Düsseldorf eingetroffen …
    .

  27. 27
    zoey says:

    seit 2010 weiß ich erst, dass vor dem hauptabend des esc tatsächlich irgendetwas von interesse passiert.

    vor dem oslog bin ich stets davon ausgegangen, dass die proben und halbfinale etwas für publikum aus nachhinkenden schwellenländern ist.
    da deutschland nicht wesentlich zurückgefallen ist und ich auch nicht ausgewandert bin, ist es also der aufklärungsarbeit von zwei pionieren der vlog-kunst-szene zu verdanken, dass auch ich endlich verstehe.

    danke.

  28. 28
    Simon Weitwede says:

    wer ist eigentlich dieser Stefan Niggemeier?

  29. 29
    Harald Eisenmann says:

    @29: Früher hat man angenommen er sei ein seriöser, professioneller Medienjournalist.

  30. 30
    theo says:

    Früher. Ja. Heute weiß man, dass Niggemeier mehr kann als nur das. Hab mir gerade alle Folgen angeschaut und finde das Duslog sehr unterhaltsam (ich war beinahe enttäuscht, keine Verbesserungsvorschläge machen zu können…).

    Eine wohltuende Alternative zu all der Promotion-Durchschnittsware in den ARD-Programmen.
    Und wenn ich mir Heinser und Niggemeier in ihrer Lockerheit anschaue, könnte ich mir die beiden auch gerne als Moderatoren z.B. von Extra 3 (NDR) vorstellen. Oder bei Zapp (statt der stets verbissen agitierenden A. Reschke).

  31. 31
    von Haberstein says:

    Ich habe diesem Herrn Niggemeier bisher keine große Beachtung geschenkt und werde die Zukunft auch weiterhin mit wenig Niggemeier überleben. Viele hier mögen das Aalglatte nicht – aber dieses gestellt Ungestellte, auf Teufel komm raus so unbedarft wirken: Das ist Aalglatter als Aale glatt sein können. Man könnte ja fast vermuten, als hätte man Lena Meyer Dingenskirchen geklont und als etwas moppelig und unrasiert wieder vor die Kamera geschmissen.

    Wer`s mag, der mags. Wer`s nicht mag: Lässt`s ;)

  32. 32
    inga (fangirl) says:

    Es gibt Kommentare, die sind so unglaublich doof, dass es kracht.

  33. 33
    Aksel says:

    *lach*

    Und täglich grüßt das Murmeltier.

    Tja… Als Grimme Preisträger und „seriösen Medienjournalisten“ ist es einem natürlich STRENGSTENS verboten, sich in seinem eigenen Blog(!) mit „seichter Unterhaltung“ und Themen die einem sonst irgendwie persönlich Freude bereiten zu beschäftigen…

  34. 34
    von Haberstein says:

    Vielleicht dreht „ganz Deutschland“ im Bildtiteldauermodus auch einfach nur mal wieder ein bisschen ab – was zur WM die Fähnchen im Winde sind nun die Lenas in den Medien. Endlich darf man mal wieder stolz sein und muss im Massenhype einer Lemminghaften Euphorie verfallen. Ist nur zu viel des Guten, dieses Jahr wird`s leider grandios nach hinten losgehen…

  35. 35
    Linus says:

    im Massenhype einer Lemminghaften Euphorie verfallen

    muss man nicht, nein. Tut aber irgendwie auch keiner. Eher im Gegenteil. Sehe komischerweise verstärkt Menschen, die versuchen, ein totgerittenes Pferd totzureiten. Und damit meine ich nicht Lena, sondern den jämmerlichen Versuch, dieses Jahr erneut zu prophezeien, dass das ja alles furchtbar nach hinten losgehen wird. Sie haben noch vergessen zu sagen, dass die Dame nicht singen und kein Englisch kann. Und gestellt ungestellt ist. Ach nee, haben Sie ja gar nicht vergessen.

  36. 36
    Alberto Green says:

    Aber das mit dem „Nächstes Jahr kräht sowieso kein Hahn mehr danach“ hat sie/er aber vergessen.

  37. 37
    Helen M. says:

    @37, @38

    Und dass sie nicht tanzen kann und Raab alles wegen dem Geld macht und das alles von unseren Zwangs-GEZ-Gebühren. ;-)

  38. 38
    SvenR says:

    Euch auch einen guten Morgen!

  39. 39
    Martin says:

    Aber mal hanz ehrlich: Die Katzenberger z.B., die ist wirklich sehr natürlich. Aber bei Lena wirkt das doch alles ein bißchen aufgesetzt. Also auf einer langen Busfahrt hätte ich sie nicht gerne neben mir sitzen. Für den ESC ist sie möglicherweise die Idealbesetzung.

  40. 40
    Martin says:

    Lena ist berechnend und kalkulierend, auch wenn sie das nie zugeben würde. Jede spontane Regung ist bis auf die Knochen durchgerechnet.

  41. 41
    Goldstone says:

    @Martin: Woher wissen Sie das?

  42. 42
    H.M.Voynich says:

    Wieviel kann man eigentlich gewinnen, wenn man auf Island setzt?

  43. 43
    theo says:

    Einen Haufen Asche.

  44. 44
    polyphem says:

    @H.M.Voynich:
    „Mein Freund, Du wirst für deine Sinnen
    In dieser Stunde mehr gewinnen,
    Als in des Jahres Einerlei…“

    (Goethe, Faust I –
    wobei der ESC ja wohl länger als eine Stunde dauert.)

  45. 45
    Martin says:

    @Goldstone: Ich finde sie hat keine natürliche Ausstrahlung. Für mich hat das etwas gezwungenes. Aber ja mei, sie ist 19 und und macht das schon sehr gut.

  46. 46
    theo says:

    Martin,

    die Frage war, woher Sie das wissen, was Sie in #42 postulieren.

  47. 47
    Martin says:

    Ihre zur Schau getragene Unbeschwertheit und Natürlichkeit ist zunächst mal eher ein Mittel um im Mittelpunkt zu stehen als eine tatsächliche Lebenhaltung. Sie macht das sicher auch nicht bewußt, aber ich finde ihr Drang im Mittelpunkt zu stehen hat eher etwas aggressives als fröhliches oder unbeschwertes.

    In anderen Lebenslagen würde ein ähnlicher Charakter zur Waffe greifen und Amok laufen.

    Gut, dass sind schon ein paar wilde Thesen, aber es gibt Menschen die mich durch ihre natürliche Art faszinieren und betören, Lena ist für mich eher das Gegenteil. Sie kann grossartig performen, aber es ist eben eine Performance, das sollte man wissen.

  48. 48
    Stefan Niggemeier says:

    Holla, das sind mal steile Thesen. Menschen, die an Casting-Shows teilnehmen, stehen gerne im Mittelpunkt. Performer performen. Alle Achtung.

  49. 49
    Jan says:

    :D

  50. 50
    Alberto Green says:

    @ 49: Antwortet immer noch nicht auf die Frage, woher Sie dass wissen, wenn Sie nicht Meyer-Landrut heißen und ein abgeschlossenes Psychologie-Studium mit Nebenfach Hellseherei in der Tasche haben.

  51. 51
    Jan says:

    (Verdammt, macht mich mein durch smiley ausgerücktes Amusement über die Kommentarfolge 49-50 zu einem der berüchtigten in-baum-ritzenden Claqeure? Schreibt man [Klacköre] so?)

  52. 52
    Martin says:

    Es sind natürlich Spekulationen meinerseits. Aber mal ganz ehrlich: Ein bißchen seid ihr doch auch meiner Meinung, nech?

    Sie wirkt doch manchmal ein bißchen über – überdreht.

  53. 53
    Alberto Green says:

    @53: Ja. Nein.

  54. 54
    von Haberstein says:

    Nun ja, ich begegnete Lena einst intensiver als ich es mir nach derlei Begegnung hätte lieb sein können. Daher vermag ich durchaus ein wenig zu beurteilen was mit der Dame hier und da ein wenig komisch läuft. Vielleicht springt aus mir auch nur der unbändige Neid der Erfolg- und Geldlosigkeit und ich schreibe hier im Niggemeier-Fanblock meinen Frust auf- und nieder.

  55. 55
    Martin says:

    @von Haberstein:
    Mußten sie auf einer langen Busfahrt neben ihr sitzen?
    Das wäre mein Untergang.

  56. 57
    theo says:

    von Haberstein: siehe #33

    („Wer`s mag, der mags. Wer`s nicht mag: Lässt`s“)

  57. 58
    Flow says:

    Die Frage lautet, wann Herr Niggemeier endlich Lena Meyer-Landrut heiratet. Vielleicht ergäbe sich dann die Chance, dieses früher einmal hervorragende Blog lesen zu können, ohne von der gekünselten „Künstlerin“ und der Steuerverschwendungsorgie „Eurovision Song Contest“ belästigt zu werden. Leider ist dieser Blog mehr und mehr zu einem Fanforum des Herrn Niggemeier verkommen. Sehr bedauerlich, denn er war früher wirklich einer der wenigen seriösen Medienkritiker. Nun steht er mit seinem Teeniegekreische auf der anderen Seite der Medienwelt. Hab ich zumindest so das Gefühl.

  58. 59
    Tells It Like It Is says:

    Dann trügt Sie halt das Gefühl – sowas soll ja vorkommen. Meine Güte, sowas Unentspanntes… :(

    Zum ersten Satz übrigens lautet die Antwort: Nie!
    Das würde er Lukas doch niemals antun. ;)

  59. 60
    Labello says:

    Es gibt wohl nichts, dass Herrn Niggemeiers Begeisterung für diese verzogene Zicke schmälern könnte.

    Außer ner schwulenfeindlichen Äußerung natürlich. Es besteht also Hoffnung:-)

  60. 61
    Martin says:

    Nach dem letzten duslog-Eintrag muss ich da doch etwas zurück rudern. Da hat mir Lena gut gefallen.

  61. 62
    Bill_stgt says:

    Aber auch diese zickigen kleinen Kanninchen mit ihrem von der Evolution perfide durchkalkulierten flauschigen Fell! Oder diese kleinen verzogenen Neugeborenen mit ihrem aufgesetzten sozialen Widerlächeln… Dabei passieren doch so viele grimmepreiswürdig zu bearbeitende Dinge auf dieser Welt… Alles nicht mehr das, was es früher, als ich hier ganz allein gelesen habe… blablablabla… seriös… blablabla… keinen Ton treffend… blablabla… Steuerverschwendung… blablabla… schwul… blablabla… In anderen Lebenslagen würde ein ähnlicher Charakter zur Waffe greifen und Amok laufen… ja, ne, is klar…

    War das schön ruhig als Leserkommentare noch Porto gekostet haben…

  62. 63
    Martin says:

    apropos Aggressivität bei Lena: http://www.youtube.com/watch?v=ckO595Z2vkM

    Sorry guys, but this is what I´m talking about. Ist das nicht schon ein bißchen ätzend?

  63. 64
    Stefan Niggemeier says:

    @Martin: Dass da jemand moderiert, der unsensibel, unvorbereitet und ahnungslos ist? Ja, das ist schon ein bisschen ätzend.

  64. 65
    theo says:

    Stefan, ich stimme zu, was ihre Einschätzung von Frank Elsner betrifft. Dennoch kann man die Art und Weise, wie Lena darauf reagiert hat, durchaus kritisieren. Ich mag Lena, aber als ich das gestern zum ersten Mal gesehen habe, empfand ich ihr Verhalten als sehr unangenehm.

  65. 66
    Stefan Niggemeier says:

    Natürlich kann man Lenas Art kritisieren. Man muss sie auch nicht mögen. Ich mag aber, dass sie aus der Rolle fällt. Das Fernsehen ist voll von Leuten, die sich alle Zumutungen dieses Mediums gefallen lassen, die mitspielen, versuchen geschmeidig zu sein, nicht zu stören. Lena stört. Ich finde das wohltuende Lebendigkeit in einem weitestgehend toten Medium und nehme dafür gerne in Kauf, dass man manchmal mit aufgerollten Fußnägeln dasitzt.

  66. 67
    theo says:

    Das ist und bleibt dann wohl, wie so vieles im Leben, Ansichtssache. Für mich hat sie sich wie eine unhöfliche rechthaberische Zicke aufgeführt, für Sie ist das wohltuend.
    Wenn das Interview mit Elstner eine kaum zu tolerierende „Zumutung“ gewesen sein soll, legen Sie die Latte aber ziemlich tief.

  67. 68
    Stefan Niggemeier says:

    Von „kaum zu tolerierend“ war gar nicht die Rede, aber: Ja. Ich finde, es war eine Zumutung.

  68. 69
    theo says:

    Ich hätte Lena gefragt, ob sie in ihrem Leben immer alle Leute korrigiert, bei denen etwas (und seien es auch noch so kleine Kleinigkeiten) zu korrigieren wäre…

    Ich kenne eine ganze Reihe von Moderatoren, die oft schlecht auf ihre Gäste vorbereitet sind. Stefan Raab gehört dazu.

    Eine Zumutung wäre es gewesen, wenn Elstner tatsächlich gravierende Fehler begangen hätte. Die „Korrekturen“ durch Lena sind aber meist alberne Nebensächlichkeiten.

    Meiner Meinung nach kann Lena froh sein, dass sie dieses Spielchen nicht mit einem durchgezogen hat, der weniger nett gewesen wäre als Elstner. Der Mann ist nicht dumm, der hat die Watschn sicher bemerkt, bewusst kommentarlos eingesteckt und sich selbst zurückgenommen.

    Ich glaube auch, dass Lena nie derart bissig geworen wäre, hätte sie frühzeitig im Gespräch ein Contra bekommen. So aber hatte sie die Gewissheit, relativ ungestraft austeilen zu können – bis hin zum versteckten Nachäffen. Ein durchweg pubertäres Verhalten, vielleicht bedingt durch zu starkes Hofieren im Umfeld.
    Ein Moderator, der ihre Besserwisserei thematisiert hätte, wäre aber sicher nicht für ARD oder Pro7 tragbar gewesen.

    Lieber Stefan Niggemeier, was Sie und Lena betrifft, so bin ich mir nicht ganz sicher, ob durch große Nähe ein schärferer Blick entsteht. (Ganz ehrlich: ich glaube es nicht.)

  69. 70
    Alberto Green says:

    theo, Lukas ist der, der für Lena schwärmt.

    und ehrlich: die frage, ob sie in ihrem Leben immer alle Leute korrigiert, hätte ich mit: „Ja, immer wenn jemand die show zu einer Veranstaltung moderiert, deren Namen er nicht kennt.“ Davon mal ab, dass jeder, der 3029480293409234mal am Tag dieselben Fragen gestellt bekommt, ein Recht auf schlechte Laune hat, war Lena in dieser Situation seeeeehr höflich.

  70. 71
    Alberto Green says:

    Ach verdammt, hätte ich etwas gewartet, wäre mein Kommentar kürzer und prägnanter ausgefallen: Was der Peer sagt.

  71. 72
    Martin says:

    Die Stimmung war ja schon zu Beginn des Interviews auf dem Nullpunkt, als Elstner fragt, ob er nun die richtige Jacke anhat. Es scheint demnach schon vorher zum Schlagabtausch gekommen zu sein. Die Vorgeschichte kennen wir nicht.
    Für mich ist „nicht geschmeidig“ nicht gleichzusetzen mit respektlos. der Auftritt war einfach nicht in Ordnung, dann lieber mit Kopfschmerzen absagen, wenn die Nerven etwas blank liegen.

    Ich glaube sie ist derzeit erwas überreizt und von der Rolle und das wird derzeit noch mit schlechter Presse befeuert, was ich auch nicht gut finde. Mich als Wankelmütigen läßt das fast schon wieder zum Lena-Fan werden.

  72. 73
    Gregor Keuschnig says:

    @69/Stefan Niggemeier
    Das Fernsehen ist voll von Leuten, die sich alle Zumutungen dieses Mediums gefallen lassen, die mitspielen, versuchen geschmeidig zu sein, nicht zu stören. […] Ich finde das wohltuende Lebendigkeit in einem weitestgehend toten Medium und nehme dafür gerne in Kauf, dass man manchmal mit aufgerollten Fußnägeln dasitzt.
    Komisch, das könnte man über Serdar Somuncu auch sagen.

  73. 74
    theo says:

    Alberto,
    auch wenn man tausend Mal am Tag die gleichen Fragen gestellt bekommt, kann man Contenance wahren. Lena ist ja nicht mit vorgehaltener Waffe zur Teilnahme an diesem Medienhype gezungen worden.

    Warum eigentlich lassen sich im Fall Lena so viele erwachsene Leute polarisieren? Ich vermisse „hüben wie drüben“, bei den Fans ebenso wie bei den Kritikastern, eine etwas nüchterne Haltung.

    (Ich habe übrigens nicht von „Schwärmen“ gesprochen.)

  74. 75
    JO says:

    Oh – mein – Gott: Slkandal!? Die kecke Désirée Nosbusch fällt Blacky Fuchsberger Lena fällt Frank Elsner ins Wort und für ihn war es als alter Profi noch nicht mal´s schlimm… Jungs, ist diese Diskussion nicht schon lange durch oder ist das hier ein Rückfall in das bemühte Spießertum der 80ger? Früher war nicht alles besser und so eine Diskussion hat schon damals genervt.

  75. 76
    Sven says:

    Naja, bei Raab gestern Abend sah man einen Einspieler, zeitlich vor dem besagten Intwerview gelegen, bei dem Elstner ein wenig mit Lena plauderte… Da war Sie ähnlich „freundlich“, es lag also weniger an den zugegeben merkwürdigen Fragen oder dem Halbwissen Elstners, da schein eher eine ausgeprägte Anthipathie zu wirken…

  76. 77
    Martin says:

    Ich denke das ist die Vorgeschichte: http://www.youtube.com/watch?v=SPFPAE-ZC4Q

    Das war evtl. ein Schritt zuweit von Elstner.

  77. 78
    SvenR says:

    @Gregor Keuschnig #76: Nein, kann man nicht. Ich verstehe nicht, wieso bei Lena selbst so schlaue Menschen wie Sie aberwitzige Vergleiche anstellen, unfassbare Superlative verwenden und vor Missgunst zerbersten drohen. Das muss was hormonelles sein.

    Ich persönlich fand, dass sie die Kurve gerade so noch bekommen hat. Natürlich war das nicht so professionell, wie wir das gewöhnt sind, sondern echt, ehrlich, authentisch.

    Ich würde mir wünschen, dass ich nicht in Konvetionen gefangen wäre, und viel zu häufig professionell reagieren müsste, und ignorante und inkompetente Gesprächspartner vor den Kopf stossen könnte. Da ich aber noch fast jung bin und das Geld brauche…und das neide ich Lena, wobei wir ja alle wissen, dass man sich Neid hart erarbeiten muss.

  78. 79
    Martin says:

    @SvenR: Das ist aber eben nicht unkonventionell sondern geschmacklos. Nicht zur Oscar-Verleihung zu gehen, wenn man einen gewonnen hat (Sean Penn), das hat Stil, bei Frank Elstner auf freches Girlie zu machen in dieser Weise hat keinen Stil.

    Man kann herzlich gerne einem System, einer Organisation in die Suppe spucken, aber nicht einem Menschen ins Gesicht.
    Wenn sie (Lena) vor dem Gespräch gesagt hätte : „Frank, ich mag Dich nicht, weil …. , und deswegen wil ich dieses Interview nicht machen“, dann verdient das Respekt.

  79. 80
    theo says:

    SvenR,

    ich bin kein großer Fan von Elstner, nicht mal ein kleiner, aber wenn man sich seine „Ignoranz und Inkompetenz“ in diesem besagten Fall einmal genauer anschaut… also, wenn man zur Regel machte, schon bei solchen Kleinigkeiten seine Gesprächspartner vor den Kopf zu stoßen: befände man sich da nicht im Dauerclinch mit einem Großteil seiner Umgebung?

    Mal abgesehen davon, dass ich mich weigern würde, bei einer solchen Antipathie noch mein Gegenüber mit Küsschen, Küsschen zu begrüßen.

    Ich finde das Verhalten von Lena nicht okay, aber sehe ihr Verhalten (ähnlich wie JO in #78) nicht als Skandal. Was mich mehr stört, ist das postulierte Beharren darauf, dass sie zu Recht so gehandelt habe. So mancher Lena-Fan scheint bemüßigt, sich bei jedem kleinen Anlass für seinen Darling in die Schlacht zu stürzen. Das mag daran liegen, dass manche Zeitgenossen bei jedem kleinen Anlass über Lena herziehen – wirkt aber etwas mädchenhaft.

    Ich drücke ihr jedenfalls heute Abend die Daumen.

  80. 81
    Gregor Keuschnig says:

    @81/SvenR
    Nein, ich habe Somuncu nicht mit Lena verglichen. Das machen Sie, weil es in Ihre Argumentation passt. Ich habe lediglich gefragt, ob Nonkonformismus per se schlechtes Benehmen rechtfertigt. Im einen Fall wird dies bejaht – im anderen Fall nicht.

    Ist es nicht interessant, wie primitive Umgangsformen inzwischen zur fast religiösen Vergötzung einer angeblichen Authentizität aufgehübscht werden. Es übrigens auch sehr authentisch sich in der Supermarktkasse vorzudrängeln, anderen Leuten in der U-Bahn auf die Füße zu treten oder das neueste Lippgloss im Drogeriemarkt mitgehen zu lassen. Schließlich hat der Rentner im Supermarkt ja genug Zeit, der Fahrgast in der U-Bahn gute Schuhe an und der kapitalistische Drogeriemarkt genug Geld.

    Dieter Bohlen ist auch enorm authentisch, wenn er jemandem mit einem ****fleck in der Hose entsprechend anmacht. Das ist doch so herrlich unkonventionell, nicht? Sich nicht von den Medien so verbiegen lassen und so.

    Ja, SvenR, Sie haben recht. Die Vergötterung einer nervigen Göre, die allenfalls mittelmäßig singen kann, hat tatsächlich etwas Hormonelles – wie übrigens jedes Fantum per se irrational ist. Dagegen ist nichts einzuwenden. Jeder mag seine Wände mit seinen Idolen tapezieren, wie er/sie es möchte. Ich finde allerdings die Art und Weise wie Niggemeier in seinem Medienblog sein Groupie-Dasein auslebt ziemlich peinlich. Da wird jeder gleich zum Spielverderber abgestempelt.

    Und bevor das Argument aller Musikantenstadl-Anhänger kommt („Du brauchst es ja nicht anzuschauen“): Ja, ich brauch‘ das nicht lesen. Ja, es ist der Blog des Hausherrn. Alles richtig. Dieser These folgend wäre übrigens auch ein BILDblog überflüssig und alle Feuilletons sämtlicher Zeitungen. Theater-, Musik-, Literatur- und Medienkritik – sinnlos geworden, weil Omas Diktum zählt.

  81. 82
    DerOnkel says:

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