„Akte“ deckt auf: Alle iPads kaputt

04 Aug 11
4. August 2011

Ich mag den Gedanken, dass Mathias Döpfner Schuld daran sein könnte, dass die Menschen massenhaft ihre iPads zurückgeben. Voraussetzung dafür wäre aber, dass die Masse der Menschen sich nur ein iPad kauft, um darauf Bild.de zu lesen, was nicht das einzige Unwahrscheinliche an der folgenden Geschichte ist.

Die Sat.1-Servicejournalisten von „Akte 20.11“ haben am Dienstag einfach mal getestet, ob Verkäufer sich wehren, wenn Kunden auf ihren Rechten bestehen und zum Beispiel das Pfand auf verbeulten Bierdosen zurückfordern, einen drei Jahre alten Parfümerie-Gutschein einlösen wollen oder ihr iPad zurückgeben, weil darauf das kostenlose Online-Angebot der „Bild“-Zeitung nicht läuft.

Das letzte betrifft eine Linda, die sich, wie der Sprecher sagt, vor zwei Monaten ein iPad gekauft hat und jetzt gerne ihre Lieblingsseite Bild.de damit aufrufen würde:

„Doch die Seite ist auf diesem Gerät gesperrt. Stattdessen soll sie ein Zusatzprogramm für 12,99 Euro im Monat kaufen. Auf den Geräten der Konkurrenz ist die gewünschte Seite jedoch problemlos und kostenfrei zu erreichen. Linda ärgert sich über das neue Gerät und will es nun nicht mehr.“

Nun würden mir an dieser Stelle viele Dinge einfallen, die ich dieser Linda sagen würde, aber die „Akte“-Leute haben leider nur einen Anwalt gefragt, der ihr und uns erklärt, dass das ihr gutes Recht sei:

„Juristisch geht es nicht in Ordnung, dass ein Gerät das nicht kann, wofür es verkauft worden ist, zum Beispiel im Internet surfen. Alle anderen Geräte am Markt erlauben es, nur dieses Gerät nicht. Und man ist vorher als Kunde nicht darauf hingewiesen worden. Hier wird etwas kostenpflichtig verkauft, was man vorher nicht wusste.“

Entsprechend ermutigt nimmt der freundliche „Akte“-Reporter Sache und iPad in die Hand und reklamiert das Gerät im Laden mit den schönen Worten:

„Ich hab einen Tablet-PC gekauft und der geht nicht richtig.“

Die Erwiderung der Verkäuferin — „Ist aber nicht ein Fehler von uns.“ — lässt den „Akte“-Mann mit der versteckten Kamera unbeeindruckt: „Aber die Seite geht nicht!“

Es folgt meine Lieblingsstelle im ganzen Beitrag:

Verkäufer: Wenn Sie die App kaufen, geht die Seite wieder.
Kunde: Ich kauf doch nicht ’ne App! Das steht ja auch nicht auf dem Karton.

(Nur falls Sie sich fragen, ob irgendjemand an irgendeiner Stelle in dieser Fernsehsendung erwähnt, dass es nicht der Gerätehersteller Apple, sondern der Lieblingsseitenanbieter Bild.de selbst ist, der auf diesem exklusiven Gerät den sonst überall vorgehaltenen kostenfreien Zugang zum Angebot gesperrt hat: Nein.)

Die Verkäuferin bietet dann tatsächlich an, das unbrauchbare iPad zurückzunehmen, allerdings vermutlich eher aus Kulanz und um nicht unnötig zu testen, wozu Leute noch alles fähig sind, die sich ein iPad kaufen, um darauf kostenlos Bild.de zu lesen.

„Akte“ aber behauptet, dass es sogar einen Rechtsanspruch auf die Rückgabe gab, denn:

(Ein bisschen verwirrend ist, dass sich im nächsten Beispiel im „Akte“-Beitrag herausstellt, dass man einen Mobilfunkvertrag nicht stornieren kann, wenn man in der eigenen Wohnung keinen Empfang hat, denn da hätte man sich schon vorher informieren müssen. Aber das ist vermutlich etwas anderes, bei Mobiltelefonen gibt es ja auch nicht diese Gratiskultur.)

Der „Akte“-Beitrag kommt aus einem Bereich des Blöden, in dem die Beklopptheit so groß ist, dass sie an Genialität grenzt, und der genaue Grenzverlauf unklar ist.

Was für ein toller Gedanke, dass Springer das schöne iPad durch die Sperrung von Bild.de und damit verbundene Zwangsumleitung zur kostenpflichtigen App quasi mutwillig zerstört hat. Nach dieser Logik könnte ich Computer bestimmter Art kaputt machen, indem ich den Zugang von solchen Rechnern auf mein Blog blockiere — technisch ein Klacks. Andererseits müsste Springer nur den freien Bild.de-Zugriff auch auf anderen Tablet-Computern sperren (vermutlich eh nur eine Frage der Zeit), und die ganze Alle-anderen-Geräte-können-das-Argumentation fiele in sich zusammen.

Aber vielleicht könnte man auch den schönen Gedanken „Das steht ja nicht auf dem Karton!“ aufnehmen und iPads in Zukunft ausschließlich mit bunten Bapperln verkaufen: „Garantiert ohne Bild.de im Browser!“. Muss ja nicht verkaufsschädigend sein.

[entdeckt und eingesandt von Andre S.]

141 Gedanken
  1. 1
    christian says:

    Vieleicht traf das Sommerloch die ‚Akte‘ Redaktion dieses Jahr ja ganz besonders hart, wer weiss …

  2. 2
    fk says:

    Jetzt musste ich doch kichern.

  3. 3
    Johannes says:

    Abgesehen davon hätte man auch einen alternativen Browser auf dem iPad installieren können, der sich nicht als Mobile Safari ausgibt und damit stundenlang auf Bild.de surfen können.

  4. 4
    SvenR says:

    Gnihihihahaha! Pruuuust! Du schuldest mir einmal Bildschirmputzen!

  5. 5
    crackpille says:

    Gnaha, das kommt in eine Reihe mit „IPv6 ist gefährlicher als Atomkraft“ xD

  6. 6
    ker0zene says:

    Mal abwarten, wann der Akte-Redaktion auffällt, das auf den meisten Microwellen-Kartons nicht draufsteht, das man keine kleinen Katzenbabys in die Geräte stecken sollte.
    Wird sicher eine interessante Sendung.

    (… ein cooler App-Store Verkäufer hätte natürlich entgegnet, das Bild.de aus humanitären Gründen nicht angezeigt wird.)

  7. 7
    earl says:

    Es gibt noch einen entscheidenden Unterschied: Als was das Gerät sich gegenüber der Seite ausgibt, ist freiwillig. Wenn du deine Seite für mein Gerät sperrst, dann stell ich mein Gerät einfach um, dass es behauptet, ein XP mit Internet Explorer zu sein.

    Auf Apples Gerät geht das nicht. Das ist allein Apples Schuld.

  8. 8
    André says:

    Wenn Springer das iPad kaputt gemacht hat, vielleicht kann man sie dann wegen Sachbeschädigung in mehr als 15 Millionen Fällen drankriegen? Das würde sicher teuer :-).

  9. 9
    J. says:

    „Was für ein toller Gedanke, dass Springer das schöne iPad durch die Sperrung von Bild.de und damit verbundene Zwangsumleitung zur kostenpflichtigen App quasi mutwillig zerstört hat“ – es ist genau so.

  10. 10
    Thomas says:

    „…technisch ein Klacks.“

    – Genauso wie es technisch ein Klacks ist, in jedem modernen Browser den User-Agent manipulieren zu können und Deine Sperre null und nichtig zu machen :)

    (Das es solche Browser scheinbar nicht für iOS-Geräte gibt ist natürlich ein interessantes Detail.)

  11. 11
    Urk says:

    Was für ein Unfug.

    Die Seite geht ja sehr wohl, nur hat Bild eben beschlossen das sie auf ihrer Seite schnüffeln mit welchem Gerät man sie aufgerufen hat und liefern nach gusto einfach anderen Content.

    Wie dumm Internetnutzer sein können.

  12. 12
    Nelvius says:

    Super witzig .. echt Klasse „Bild.de geht nicht iPad kaputt“ .. hehehe

  13. 13
    Ana says:

    Und hier für alle, die via Suchmaschine auf diesen Beitrag gestossen sind, weil sie wirklich auf dem iPad kostenlos bild.de lesen wollen:

    1. Im AppStore den kostenlosen Browser „Terra“ runterladen.

    2. Im Terra-Browser unter Einstellungen bei „Identify As:“ einen anderen Browsertyp, beispielweise Firefox oder Internet Explorer wählen.

    3. bild.de kostenlos ohne App lesen.

    Have fun!

  14. 14
    Fylyp says:

    Wunderschön, musste sehr schmunzeln – Bittere Sache!

  15. 15
    DearDaniella says:

    Finde die Idee mit dem Aufkleber „Garantiert ohne Bild.de im Browser!“ großartig! Wäre ne schöne Guerilla-Aktion – vielleicht kann man Wir Sind Helden dafür gewinnen…

  16. 16
    Maith says:

    Find ich witzig!
    Hoffentlich bringen alle ihre iPads zurück! Dann hat Bild Apple zu Fall gebracht.

    Andererseits fand ich den Beitrag dann doch auch interessant. Gerade, dass die Märkte verbeulte Dosen und Flaschen ohne Etikett zurück nehmen _müssen_!
    Das sollte man einigen Kaufland-Filialleitern mal auf die Stirn tätowieren.

  17. 17
    iMichi says:

    Das Wichtigste ist doch der letzte Satz….

    It’s not a bug…

  18. 18
    Oliver says:

    Stichwort: „…steht nicht auf dem Karton.“

    Wenn bald alle Eventualitäten auf der Verpackung stehen müssen, sehen die tollen Apple Kartons bald aus, wie die von Microsoft…

  19. 19
    Sean says:

    @ Thomas (Nr. 10) Doch, gibt es. Nennt sich z.B. Terra.

  20. 20
    Marcel says:

    Hehe, der Beitrag hat mich doch direkt dazu verleitet, eine Mail an das AKTE-Team zu schicken… sollten noch mehrere machen, vielleicht geben sie sich ja die Blöße und revidieren das schwachsinnige Fazit ;-)

  21. 21
    Julian says:

    Laut Argumentation muss das Internet komplett zugänglich sein, ansonsten ist das Produkt (in diesem Falle das iPad) kaputt. … Da fragt man sich doch ob dann nicht jedes Smartphone, jeder Tabletcomputer und jedes Net- oder Subnotebook kaputt ist, dass kein Flash unterstützt.

  22. 22
    chieff says:

    Toller Artikel :)

    Ich frage mich manchmal wirklich, wieso sich Leute nicht informieren, bevor sie etwas kaufen.

    Das ist so, als wenn ich mir in einem Elektromarkt einen Festplattenreceiver kaufe und zuhause RTL HD aufnehmen will und gesagt bekomme, „dass mach ich nicht.“

    HD+ hat dafür eine Aufnahmesperre und viele merken erst, wenn sie es versuchen und es nicht funktioniert.

    Also was tun? Zurück bringen und sagen, dass der Receiver kaputt ist? Oder RTL anrufen? Oder Akte?

    Heutzutage hat man doch die Möglichkeit sich über alles doppelt und dreifach zu informieren. Wieso das viele nicht tun, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

  23. 23
    Viktor says:

    Das traurige an der Sache ist, dass zahlreiche unerfahrene Kunden von der seriösen Akte-Sendung überzeugt sein werden und dementsprechend eventuelle Gedanken zum Kauf zurückstecken. Zu hoffen bleibt, dass sich solche Beiträge in der Zukunft nicht wiederholen.

  24. 24
    Sebastian says:

    Unglaublich. :)
    Ich wollte das auch erst nicht glauben. Aber da müssen die Akte Redakteure echt nen lustigen Abend gehabt haben, als sie sich diesen Beitrag überlegt haben.

    Man sollte zum Beispiel auch Brot zurückgeben dürfen, weil beim Kauf nicht gesagt wurde, das man im Schwimmbad nichts Essen darf. ;)

  25. 25
    Rod says:

    Apple zensiert hier willkürlich und aus wirtschaftlichem Interesse Webseiten. Mal abgesehen davon, dass ich genau wegen dieser Firmenpolitik grundsätzlich nichts – außer Aktien – von Apple kaufe:

    Ich hätte das Gerät auch zurückgegeben, denn wenn Apple nur 100 Webseiten sperrt die MICH aber interessieren, dann zahl ich doch nicht nochmal 1200€ um diese Seiten aufzurufen.

  26. 26
    Dennis says:

    Coole Idee. Da kann ich ja demnächst mein Auto umtauschen, wenn die Straße vor der Haustür wg. einer Baustelle gesperrt ist. Kann ja nicht mit fahren. Muss wohl am Auto liegen.

  27. 27
    Mioe says:

    @Viktor
    „Zu hoffen bleibt, dass sich solche Beiträge in der Zukunft nicht wiederholen.“

    Die Sendung war bereits eine Wiederholung!

  28. 28
    Christoph says:

    @Rod/26. Hä? Man kann Apple ja vieles vorwerfen, z.B. dass es Dich bevormundet (bzw. das tun möchte), welche Software auf Deinem Gerät läuft, oder dass es sich einen Dreck um die Herstellungsbedingungen in China kümmert oder oder oder…

    Aber in diesem speziellen Fall ist es doch wohl eindeutig bild.de, die sagen: Nö, mit iPad kommst hier net rein.

    Und zu Deinen fragwürdigen Ansichten à la „kann ich zwar nicht leiden, aber aus wirtschaftlichem Interesse möchte ich auch ein Stück vom Kuchen“ sage ich dann mal lieber nix weiter.

  29. 29
    Seppm says:

    Rod – lies mal bevor Du kommentierst.
    NICHT Apple zensiert, sondern BILD zeigt nichts an wenn ein iPad auf die Bild Seite surft …
    Hamma´s nu alle kapiert?
    Tip: KEINESFALLS ein iPad kaufen wenn man nicht weiss warum!
    UND: Freut mich wenn meine 6 Macs, 3 iPads und 5 iPhones Deinen Aktienwert nach oben schrauben.
    Wie ich mir das leisten kann? Lese und kaufe seit 40 Jahren keine Bild und von den gesparten 8.000 Euro und der geschenkten Lebenszeit ist das locker finanzierbar.
    Und nein – ich will das nicht weiter diskutieren :-)

  30. 30
    Beobachter says:

    @Ana (Nr. 13 ): Und du glaubst, daß „Leute…die sich ein iPad kaufen, um darauf kostenlos Bild.de zu lesen“, zu solchen Konfigurationsarbeiten fähig sind?

  31. 31
    Franky says:

    man muss schon sagen, recht seltsame entscheidung der verkaufsperson. Ich hätte argumentiert dass der Internetzugang funktioniert und damit alles was vom hersteller garantiert wird (quasi: wenn seiten dich blocken is das nicht mehr ihr kaffee).

  32. 32
    Seppm says:

    sicher sind die Apple Verkäufer angehalten kulant zu sein und manche Kunden braucht man einfach auch nicht. Finde es gut dass Apple seine Gewinne in einen i.d.R. hervorragenden Service steckt. Die haben in meinen 3.5 Jahre alten MacPro die defekte 500 Euro Grafikkarte für lau getauscht und nicht mal Arbeitszeit berechnet. Und ich hatte keinen Apple Care drauf, der eh schon abgelaufen wäre. Sorry, ist etwas off-topic, aber bringt etwas Kontext ins Thema.

  33. 33
    Max says:

    Und falls jemanden interessiert, woher eigentlich all diese Anwälte kommen, die bei Sat.1 oder RTL Dinge sagen, die ihnen vor Gericht nur so um die Ohren wirbeln würden, der mag vielleicht einmal das Buch „Risiko Rechtsanwalt“ des hervorragenden Juristen und großartigen Autoren Prof. Dr. Uwe Wesel lesen, der leider weiß, wo der Richterhammer hängt.

    Ansonsten: geht es anderen hier auch so, dass es irgendwie schon beinahe körperlich weh tut so etwas zu sehen und zu wissen dass es ausgestrahlt wird, ohne das man etwas dagegen tun kann.

    Es gab mal einen Verfassungsrechtler, der hat vertreten, dass die Pressefreiheit nur für werthaltige Presseveröffentlichungen gilt, die auch tatsächlich auch gewissermaßen der Meinungsbildung in der Demokratie bzw. von Themen mit einem gewissen Wert dienen. Das BVerfG hat sich anders entschieden: Die Pressefreiheit gilt für alle Presseveröffentlichungen ohne Ansehung ihres Wertes.

    Journalisten, die solche Berichte veröffentlichen spielen allerdings mit der Gefahr, dass irgendwann mal wieder jemand diese Ansicht aus der Klamottenkiste kramt.

  34. 34
    Wilz says:

    Meiner Meinung nach ist die Rückgabe gerechtfertigt. Schließlich wirbt Apple damit, dass die Tatschererei auf dem iPad die beste Art ist, das Internet zu „genießen“. Da muss das Internet natürlich auch funktionieren.

    Dass die Nichtfunktionalität der BILD ein Argument pro iPad sein könnte, ist übrigens ein Trugschluss. Die Springer-Angebote sind bei Apple-Kunden sehr beliebt. Siehe die Downloadzahlen der entsprechenden Apps.

  35. 35
    Sascha says:

    Ganz im Gegenteil, das bild.de gesperrt ist wäre für mich ein klares Features des iPads… ;)

  36. 36
    horst says:

    ähm, Wilz… du hast es wahrscheinlich immer noch nicht verstanden… nicht apple ist daran schuld, dass es nicht funktioniert, sondern springer selbst. und dass springer-angebote bei apple-kunden (wahrscheinlich besser als „user“ zu bezeichnen) so beliebt sind, sagt sehr viel über dieselben aus. nichtsdestotrotz ist und bleibt der beitrag ein absoluter witz und stellt die rechtslage in ein völlig falsches licht. problematisch an der sache ist halt eben, dass wer so etwas schaut, meistens auch glaubt, was er da sieht und das ist nunmal quatsch.

    lustig find ich übrigens, dass in demselben video dann gesagt wird, eine wertgutschrift bekommt man bei kulanz, wenn man einen wirklichen rückgabegrund bei etwas hat, kann man auch sein geld zurückfordern. die ladenangestellte, die das ipad zurücknimmt, sagt eine gutschrift zu. die erwähnung seitens des reporters, dass es das geld gibt, und nur noch sozusagen durch die buchhaltung gehen muss, ist insofern also auch nicht wahr, weil die jungs wahrscheinlich einfach nur ne gutschrift bekommen haben.
    wobei ich nicht wirklich verstehen kann, wie kulant man gegenüber dummheit sein soll.

  37. 37
    Thomas M. says:

    Ich werde meinen TV-Receiver zurückgeben müssen- der spielt aus unerfindlichen Gründen die Bundesliga-Live-Konferenz und Sky im Allgemeinen nicht ab!

  38. 38
    Hans Kirchmeyr says:

    Hihi, erinnert mich an diesen Mikrowellentest der „Schnäppchen-Cops“ auf dem selben Sender.

    http://www.youtube.com/watch?v=zXO8FZPZWEo

    Da ham se u.a. eine Konservendose geröstet bis die Funken flogen und dann wegen Sicherheitsbedenken vom Kauf abgeraten – weil das Gerät hätte ja abschalten oder einen Warnton von sich geben müssen. Jemanden, der Funkenflug und Brrrrzzzzz-Geräusche ignoriert, dürfte so ein Warnsignal auch mächtig beeindrucken…

  39. 39
    Helge says:

    Habe beim durchzappen bei Akte neulich auch einen Bericht zu „Man-in-the-middle-Attacken“ gesehen, der mit eine optisch ansehnlichen, sachlich aber total falschen 3D-Animation aufgehübscht war. Und auch Interviewpartner und Off-Sprecher haben alles durcheinander geworfen. Kompetenz scheint in der Redaktion nicht vorhanden zu sein, aber wichtig ist eh nur, dass die Botschaft ankommt: das Internet ist gefährlich. (Hoffentlich wirkt das, und Akte-Zuschauer und Bildleser bleiben draußen, dann nerven sie uns hier nicht!)

  40. 40
    Achim B. says:

    »Lieblingsseite bild.de« – alleine dafür müsste man diese Linda schon schlagen.

  41. 41
    claus` says:

    Ohne großartig trollen zu wollen: den Beitrag gab es (glaube sogar bei Akte selber) bereits vor einiger Zeit in zumindest sehr ähnlicher Form. Ist natürlich fachlich gesehen totaler Blödsinn… aber naja jeder weiß ja, das eine ausreichende Menge an Überzeugung insbesondere in solchen Fällen auch „Wahrheiten“ schaffen kann ;)

  42. 42
    Pascal says:

    Okay, na Mensch dann werde ich mein iPad ja doch noch los ;-) Bin mal gespannt was Apple mir sagt, wenn ich da anrufe und das als Reklamationsgrund angebe

  43. 43
    Frank says:

    Mit derselben bizarren Logik müsste man dann auch sein neues Auto zurückgeben können, weil einem niemanden gesagt hat, das man z.B. in Italien Geld bezahlen muss, wenn man dort die Autobahn benutzen möchte. Als Verkäufer hätte ich den Typen auf Granit beissen lassen.

    P.S.: Will nicht wissen wie viele Läden die aufgesucht haben, bis einer zu der unsinnigen Rücknahme bereit gewesen ist.

  44. 44
    Jens says:

    Heftig, dass die Mitarbeiter im Laden nicht mal den legalen Weg zur Umgehung der bild.de Sperre aufgezeigt haben. Die haben einfach immer noch zu wenig Ahnung..

  45. 45
    tobiasblogt says:

    Als ich den Beitrag gesehen habe, dachte ich mir auch, ob das wirklich alles stimmt. Denn der „Fehler“ leigt ja nicht am iPad, sondern an der mobilen Seite von der Bild für das iPad. Deshalb denke ich auch, dass der Verkäufer das Gerät in diesem Fall nicht zurücknehmen muss.

  46. 46
    Squeedly says:

    „Die Verkäuferin bietet dann tatsächlich an, das unbrauchbare iPad zurückzunehmen, allerdings vermutlich eher aus Kulanz und um nicht unnötig zu testen, wozu Leute noch alles fähig sind, die sich ein iPad kaufen, um darauf kostenlos Bild.de zu lesen.“

    Schon lange nicht mehr so gelacht – made my day! :D

  47. 47
    comicfreak says:

    ..Linda ist ganz sicher nur der Deckname für Schantalle..

  48. 48
    Henry says:

    Grausam. 90% der „Akte“-Zuschauer werden das auch noch glauben. Darf man die Redakteure verklagen? Das ist doch volksverdummend.

  49. 49
    _Josh @ _[°|°]_ says:

    @51. Du kannst Leute, die sowas wie „Akte“ schauen und/ oder „Bild“ lesen, auch nach einer Minute fragen, um was es eben ging. Ausser einem debilen „Wie war noch gleich die Frage?“ wirst Du ohnehin nichts hören.

  50. 50
    MODERN PROPS says:

    Ich bin sprachlos – das Argument mit dem Kleber auf dem Karton ist killer. Damit habe ich quasi die Möglichkeit alles wieder zurückzugeben, das ich nicht haben will – es findet sich schon immer etwas, dass nicht funktioniert und nicht außen drauf steht.

    Da sollte man besser nicht mehr lachen, dass die Amis darauf hinweisen, dass frischer Kaffee heiß sein könnte und man keine katzen in der Mikro trocknen soll – wir sind da selbst wohl näher dran als wir glauben…

    Gruß,
    Sebastian

  51. 51
    Dexter says:

    Naja. Die Schnittmenge der Leute, die BILD lesen, „Akte“ schauen und zudem noch einen Apple-Tablet-PC besitzen lebt halt in einer „seltsamen“ Realität.
    Denen kann man sonstwas erzählen und die fressen das …

  52. 52
    Lukas says:

    Herr Niggemeier, man muss dir dringend eine Fernsehsendung geben (oder irgendsowas)…niemand schafft es, den Irrsinn der deutschen Medienlandschaft so prägnant und lustig zu kommentieren.

    Bei Pro Sieben gibt es z.B. so einen Sendeplatz, wo so ein Raab unmotiviert rumhüpft, willst du das nicht mal übernehmen? (Oder wir schaffen Akte 1911 ab, das wäre auch jetzt nicht der größte Verlust…)

  53. 53
    Henning Gajek says:

    Ich bin zwar kein „Akte“-Fan, aber in diesem Fall haben sie vollkommen Recht. Es wird im Internet schon viel zu viel zugemauert und verbarrikadiert.

    Was den Vergleich mit dem Handyvertrag betrifft, den man nicht kündigen kann, weil daheim keine Netzversorgung besteht: Ich finde das ein Unding.

    Die versprochene Leistung „mobil telefonieren“ geht zu Hause nicht, also muß sowas genauso kündbar sein, wobei die vertelefonierten Minuten zu bezahlen sind. Den Netzbetreibern würde kein Zacken aus der Krone fallen oder sie müßten ihre Netze einfach besser ausbauen. Schade, daß Akte, so etwas nicht mal höchstrichterlich klären läßt.

    Immerhin kann sich ein vorsichtiger Kunde mit einer Prepaid-Karte behelfen, wenn das Guthaben alle ist, muß man nicht mehr aufladen und kann sogar seine Rufnummer mitnehmen (was allerdings einmalige Portierungsgebühr kostet.)

  54. 54
    van haaren says:

    „Schade, daß Akte, so etwas nicht mal höchstrichterlich klären läßt. “

    Interpunktion und Inhalt in selten schöner Symbiose. Sie sind mir einer…

  55. 55
    Torsten says:

    Ihr glaubt nicht, wieviele Menschen felsenfest davon überzeugt sind, dass es in Deutschland ein Umtauschrecht bei Nichtgefallen für Geräte gibt, die im Laden gekauft wurden.

    Diese Urban Legend lässt sich glaub ich nicht mehr ausmerzen und Akte legt noch einen drauf.

    Toller Artikel :)

  56. 56
    nurmalso says:

    nach längerer überlegung gelange ich zu der überzeugung, dass der ganze beitrag (von akte UND dem apple verkaufsteam) ein work war.
    ob da nun alles „richtig“ rübergebracht wurde, interessiert nachträglich bei akte wohl niemanden mehr. der nächste kampf für verbraucherrechte kommt bestimmt.

  57. 57
    Mart says:

    @57 Henning
    Ich glaube Sie sind jetzt schon der vierte hier, der es nicht zu begreifen scheint. Akte liegt bei dem Bericht komplett daneben, Apple kann nichts dafür. Und die meisten „Barrikaden“ (youtube z.b) lassen sich mit etwas Browseridentifizierung oder proxy Spielerein umgehen. Man muss halt mal 5 min Zeit für google investieren. Das sich Bild übrigens selbst zensiert kann einem ja nur recht sein, also was solls.

  58. 58
    Thomas says:

    Was würden wir von einem Fernseher halten, auf dem ein Free-TV-Sender plötzlich Gebühren verursacht? Natürlich hat Bild.de das veranlasst. Aber es ist doch auch heftig, dass auf dem iPad Seiten „gesperrt“ werden können, die auf anderen Geräten – Geräte, mit denen Apple das iPad ja sehr wohl vergleicht – weiterhin kostenlos aufgerufen werden können. Das Argument „wer braucht schon bild.de“ geht da doch völlig am Ärgernis und an der Kundenverarsche von Apple vorbei. Wird es erst dann ein Skandal, wenn google auch auf die Idee kommt, übers iPad nur noch als kostenpflichtige App zu funktionieren? Dass Apple jedem Internetanbieter die Möglichkeit einräumt, kostenlose Internetseiten gebührenpflichtig zu machen, sollte groß als Warnung auf jeder iPad-Verpackung stehen.

  59. 59
    rgroth says:

    @ Stefan: Herzlichen Dank für diesen Hinweis auf eine neue „Switch“-Folge ;-)

    @Ana (#13): YMMN – absoluter Mehrwert! Jetzt müssen wir nur noch irgendwo drei Screenshots unterbringen ;-)

  60. 60
    Helge says:

    Mann, Nr. 63 Thomas (und die anderen hier, die es auch nicht raffen), kapiert bitte, dass es seit der Erfindung des WWW Standard ist, dass sich der Browser des Users beim Server vorstellt: „Hallo, ich bin ein Internet Explorer der auf einem Windows XP läuft. Ich hätte gerne folgende Seite: (…)“. Safari auf dem iPad macht das auch, es sagt „Hallo, Safari hier, auf einem iPad, Kalle, gib mal Zeitung!“. Und während manche andere Server (bspw. Google Mail) diese Info nutzen, um eine an die Bedürfnisse von iPads angepasste Seite auszuliefern (Touch-freundlich, richtige Breite etc.), sagt Bild halt „Safari auf iPad, du kriegst hier nichts!“, damit man sich die Bild-App kauft. Werden andere Tablets mal relevanter, lässt sich das Gleiche auch bei diesen Geräten realisieren. „Chrome auf Android-Tablet? Keine Suppe für Sie! Bitte besuchen Sie den Android Market und kaufen Sie unsere App, um sich dort gegen Geld belügen und verdummen zu lassen!“
    Stefan könnte (vielleicht nicht er selbst, aber sein Webmaster) diese Seite hier auch so einstellen, dass ein Firefox auf Linux nur Flauschcontent zu sehen bekommt, und ein Chrome auf Vista direkt zur FAZ weitergeleitet wird. Macht keinen Sinn, geht aber. Apple hält sich hier an die Regeln, Bild nutzt das aus.

  61. 61
    johndoe says:

    Eigentlich koennte man es so zumindest mal versuchen sein iPad1 loszuwerden(um spaeter z.B. ein iPad2 zu kaufen). Es werden jetzt vielleicht ein paar weitere Verkaeufer mitmachen – Akte hat es ja gezeigt. ;-)
    Aber mir tun irgendwie die Verkaeufer leid, die nicht mitmachen…

  62. 62
    Cryshoot says:

    Ich versteh sowieso nicht weshalb sich Menschen Tablet- Smart-„Computer“ von Apple kaufen auf denen alle Angebote extra kosten und/oder gesperrt sind, nur weil ihnen ein ein offeneres System zu kompliziert oder zu unkomfortabel ist.

  63. 63
    Seppm says:

    DANKE Helge, ich glaub zwar nicht dass Deine Erklärung der geBILDete kapiert aber einen Versuch ist es Wert.
    Und auch für Nr. 68 Cryshoot wird eines Tages hoffentlich das Licht leuchten. 50% der iPad Besitzer, ich kenne etwa 100, sind IT-Verständige, Programmierer oder sonst Technik Begeisterte. Die haben einfach keinen Bock mehr auf stümperhaft programmierte Apps auf vielen Plattformen die sich schlecht bedienen lassen und kein Gesamtkonzept aufweisen. Die anderen 50% freuen sich einfach dass ein Computer so einfach sein kann.
    Und wie ich vorher schon schrieb: Wer nicht weiss was er mit einem iPad machen soll – KEINESFALLS kaufen :-)
    Wie es mich freut dass unsere Gesellschaft einen SOOO weiten Spannungsbogen zwischen Ignoranz, gesunder Lebenseinstellung und Idiotie hin bekommt.
    Und ja, es ist toll dass hier auch JEDER kommentieren darf – übrigens weil ein freundlicher Mensch als Betreiber dieses Blogs KOSTENFREI den Raum dafür schafft. Es amüsiert mich geradezu königlich dass praktisch jeder zweiter hier null Schimmer hat um was es hier geht (IMHO, was das heisst kann man googlen und liest man nicht in der BILD vermute ich).
    Jetzt brauch ich noch was „philosophisches“ zum Schluss:
    Jeder DÜRFTE ein iPad haben wenn er KÖNNTE

  64. 64
    Fotoschubser says:

    Mein Lieblingssatz ist:

    „Der „Akte“-Beitrag kommt aus einem Bereich des Blöden, in dem die Beklopptheit so groß ist, dass sie an Genialität grenzt, und der genaue Grenzverlauf unklar ist.“

    Danke… hat mir den Tag gerettet.

  65. 65
    J.Schiffmann says:

    Als „Flying Hair“ noch bei Akte mitmachte gabs öfters solche Comedyeinlagen… ;-)
    Mit Wehmut erinnere ich mich an eine Sendung aus 1999 zurück, bei der Meyer vor einer Waschmaschine und Kaffeemaschine stand und ernsthaft fragte, ob diese denn noch im Jahre 2000 funktionieren werden… :-)

  66. 66
    Jens says:

    was für ein Schwachsinn!

    „Bild“ geht nicht = iPad kaputt

  67. 67
    Archilbald Hummersworthy says:

    Das ist so mit das Geilste, was ich in diesem Blog in den letzten Jahren gelesen habe.

    (Und es bestätigt meinen Verdacht, dass es einen Zusammenhang zwischen „Bild“-Zeitung-Lesern und „Akte“-/Sat1-Zuschauern gibt. Danke für beides, Stefan.)

  68. 68
    Archilbald Hummersworthy says:

    Das ist so mit das Geilste, was ich in diesem Blog in den letzten Jahren gelesen habe.

    (Und es bestätigt mich in dem Verdacht, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen „Bild“-Zeitung-Lesern und „Akte“-/Sat1-Zuschauern. Danke für beides, Stefan)

  69. 69
    bh says:

    Schlimmer Beitrag, noch schlimmer, dass es dafür Zuschauer gibt/gab und am schlimmsten, dass dann dazu noch ein Blog aufgemacht wird……………

  70. 70
    c0r3nn says:

    Dazu kann ich nur sagen: You made my day ^^

  71. 71
    Jens Sülwald says:

    Was für ein Schwachsinn.

    Demnach müsst ich auch alle anderen Handys/Mobiles zurückgeben können, weil die mobilen Browser immer irgendwas nicht so können wie die normalen Webbrowser.

    „Ich bin zwar kein „Akte“-Fan, aber in diesem Fall haben sie vollkommen Recht. Es wird im Internet schon viel zu viel zugemauert und verbarrikadiert.“ <- das mag sein, aber dafür kann Apple nichts. Dafür verantwortlich ist einzig und allein der Webseitenbetreiber. (Und ich finde das Verhalten von Bild.de an der Stelle für nicht richtig.)

  72. 72
    w.hauser says:

    Hier reiht sich der Herr Niggemeier unauffällig in den ganzen Medien- und Bloggermainstream ein, der sich über die Absurdität der Details lustig macht und keinen Schritt weiter denkt.

    Natürlich ist, rein technisch gesehen, Springer (bild.de) verantwortlich für den App-Quasizwang. Jedoch fördert Apple die Politik des Paid Content und der Benutzergängelung sehr systematisch und ist m.E. als Bündnispartner u.a. der Verlage durchaus mitverantwortlich, daß das iPad nicht unbedingt so funktioniert, wie es ein naiver Käufer erwartet.

    Alternativbrowser und andere Workarounds, wie hier und auch in anderen Diskussionen zum Akte-Beitrag zu finden, lösen das Problem nur scheinbar. Es geht nämlich ganz grundsätzlich um den Umbau des Web zum kostenpflichtigen System. Der beinhaltet nicht nur, daß der Leser/Konsument Geld abdrücken soll, sondern läuft auch auf eine stark reduzierte Medienvielfalt hinaus. Dagegen sollte der mündige Bürger durchaus aufbegehren, und die Reklamation der Hardware wegen Funktionsmängeln ist dabei nicht die allerdoofste Strategie.

  73. 73
    Thomas says:

    Faszinierend. Nicht nur das Lesen von Bild bremst das Denken aus, auch die – völlig berechtigte – Abneigung gegen Bild und Bild.de verhindert die klare Sicht. Lieber amüsiert man sich über den dummen Kunden, der blöd genug ist, sich den überteuerten iPad zu kaufen, um damit auch noch bild.de aufzurufen. Also: Auf zum fröhlichen Suhlen im selbst geschaffenen Ätschibätsch-Niveau.

    Dabei wird aber folgendes ausgeblendet: Apple leitet den bild.de-Surfer ja nicht etwa auf nachdenkseiten.de oder das Stefan-Niggemeier-Blog weiter (da würde Apple auch von mir einen Orden kriegen), sondern auf eine kostenpflichtige App, an der Apple selbst 30 Prozent verdient. Aus diesem Grund hat Apple den eigenen iPad-Standard-Browser so eingerichtet, dass kostenlose Seiten, die auf anderen Browsern weiterhin kostenlos sind, auf Wunsch des Seitenbetreibers plötzlich nicht mehr angezeigt werden und auf ein kostenpflichtiges Apple-Angebot führen.

    Bild.de machte den Anfang, als nächstes folgen dann wohl FAZ, SZ, Spiegel usw.. Und genau deshalb wird genau über diesen eklantanten Nachteil des iPads auch nicht groß berichtet. (Und das, obwohl allen Verlags-Seiten ja kein noch so lächerlich Anlass lächerlich genug war, um das iPad zu bewerben – ich meine natürlich um darüber „sachlich zu berichten“.)

  74. 74
    Jens Sülwald says:

    „Dabei wird aber folgendes ausgeblendet: Apple leitet den bild.de-Surfer ja nicht etwa auf nachdenkseiten.de oder das Stefan-Niggemeier-Blog weiter (da würde Apple auch von mir einen Orden kriegen), sondern auf eine kostenpflichtige App, an der Apple selbst 30 Prozent verdient.“

    An der Stelle müsst ich aber noch dazu sagen, das diese Möglichkeit keine Neuheit ist. Das Webseiten auf unterschiedlichen Browsern unterschiedlich angezeigt werden können, dürfte schon seit mindestens einem Jahrzehnt gehen. Das nun Apple als Buhmann dafür herhalten muss, das Bild.de seine Webseite so entwirft, war klar.

    Soll das dann weiter heissen, das, wenn jemand eine Webseite erstellt, die auf iPads desswegen nicht oder anders angezeigt werden, Apple Schuld hat?

  75. 75
    traumspinner says:

    wenn man bild liest dann muss man ja zwangsläufig so dumm sein und glauben das man solche rechte hat, da kann man ja fasst den umkerschluss machen das die akte leute bild.de lesen, was aber sehr , sehr trauig wäre..

    kommt mir her vor wie eine nette bild de werbesendung die gleichzeitig das ipad schlecht macht.. vermustlich von google bezahlt :D :D (das mit google war ein joke!)

  76. 76
    Lutz says:

    Ich muss unbedingt meine Schuhe umtauschen. Wollte gestern in den Club, hat mich der Türsteher nicht reingelassen. Meinte, nicht mit den Schuhen. Meine Freunde sind mit ihren Schuhen alle reingekommen. Nur ich nicht. Das Stand auch nicht auf dem Schuhkarton.

  77. 77
    Thomas says:

    @w.hauser: Stimme zu, hatte meinen Kommentar geschrieben, bevor ich Ihren las.

    Der in manchen Kommentaren geäußerte Vorschlag, man könne auf dem iPad ja auch einen kostenpflichtigen Ersatz-Browser installieren, entbehrt nicht einer gewissen Komik, weil an diesem kostenpflichtigen Ersatz-Browser ebenfalls Apple mitdient – wie an der Bild-App.

    Ob pauschale Häme über bild.de-Leser nun berechtigt ist oder nicht (vielleicht ist der Kunde ja einfach nur einem Link aus bildblog.de gefolgt), Apple versucht hier ungeniert, ein Medien-Monopol zu errichten. Musik und Videos bei iTunes, Bücher bei iBooks, und kostenlose Verlagsseiten sollen durch zum Teil kostenpflichtige Apps ersetzt werden. Hier bild.de als den einzigen Verursacher hinzustellen, trifft es nicht.

    Wenn Apple den Standard-Browser gezielt so programmiert, dass der Kunde damit nur noch eingeschränkt surfen kann, so ist das ein Mangel bzw. das Fehlen einer zugesichterten Eigenschaft.

  78. 78
    Stefan says:

    Es war ja eine Feriensendung. Also nicht Live. Den Beitrag hab ich auch gesehen. Klar ist in dem Fall der Contentanbieter schuld. Aber mal ehrlich die Argumentationskette für den Verkäufer greift nicht. Wenn ich noch ein Android Tab hab geht´s.

    Wenn man es aber weiter denkt kann ja jeder PC zurückgebracht werden wenn eine bestimmte Website nicht darstellbar ist. Das Pikante daran ist eher das der Browser sich als Safari identifiziert und daraufhin der Contantanbieter den Inhalt blockt.
    Doof das der Browseranbieter auch gleich Hardwareanbieter ist. Dieser müßt dann erstmal sagen es liegt nicht an mir. Die bösen sind die anderen…..

  79. 79
    Jörn says:

    Also manchmal frage ich mich ernsthaft, ob es in diesen Redaktionen heutzutage überhaupt noch sowas wie Fremdschämen gibt?

    Jeder, der sowas verbreitet und sich dann noch Journalist nennt, sollte eigentlich direkt und automatisch in den Volontär-Status zurückgestuft werden.

  80. 80
    Stefan says:

    Es muß kein kostenpflichtiger Ersatz-Browser sein. Schaut mal den Lastpass Browser an.
    Da kann man die Browser ID umstellen und der kostet nichts.

  81. 81
    ben says:

    Safari Starten und diesen Link Bookmarken

    http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://www.bild.de

    dann klappt es auch mit einem iPad[1|2]

    Gruß ben

  82. 82
    lame says:

    Mercury in der kostenlosen Lite-Version beherrscht Agent-Switching ebenfalls. Damit sind die Nörgler von weiter oben jetzt hoffentlich mit genug Alternativen versorgt.

  83. 83
    zaungast says:

    @Thomas. Sie sitzen das einem Irrtum auf: nicht Apple wertet aus, dass es zu der kostenlosene bild.de Seite eine kostenpflichtige App gibt und verweigert den Seitenaufbau, sondern bild.de wertet die – beim Seitenaufruf übertragene – user-agent-Kennung (die die Zeichenkette „iPad“ enthält) aus und verweist dann, statt die Webseite auszuliefern, auf die App.
    So wenig ich Apple leiden kann, aber hier sind die tatsächlich mal unschuldig.

  84. 84
    lame says:

    Und Apples vielbemühtes Monopol ist keins: Ich kann Musik/Bücher/Filme inzwischen in drölfmillionen Onlinestores kaufen. Apple Geräte spielen die auch brav ab, wenn die nicht aus iTunes kommen und nicht vom alternativen Anbieter mit DRM versaut wurden.

    Monopole sehen anders aus. Das Apple seine eigenen Lösungen in den Vordergrund rückt, ist normales Betriebswirtschaften.

    Man muß ja keinen Apple-Rechner kaufen und wenn man einen kauft, muß man noch lange nichts in iTunes kaufen.

  85. 85
    Seppm says:

    @80. 84. Thomas

    da mag ich nochmal was zu sagen:
    „Apple leitet den bild.de-Surfer ja nicht etwa auf nachdenkseiten.de“
    -> Quatsch: NICHT Apple leitet um, sondern Bild leitet um. Das gleiche kann Bild oder jeder andere Anbieter morgen mit jedem anderen beliebigen Browser tun. Das hat nix mit Apple, Android, Nokia, Microsoft zu tun. Wurde hier schon 5x erklärt …

    „Wenn Apple den Standard-Browser gezielt so programmiert,“
    -> nochmal Quatsch: Das ist kein Apple Thema sondern JEDER Browser-Hersteller sollte aus User-Komfortgründen (wurde auch oben schon erklärt) bekanntgeben wie er heisst. Dann kann der Webseiten Betreiber hier optimieren. Dass Bild hier ihre Einahmen optimiert ist erstmal legitim.

    Internet und kostenlos. Ich lach mich tot über soviel Schläue. Angebote die es Wert sind, dafür kann man gerne was bezahlen, mache ich auch gerne. Wer für Mist bezahlt, der ist selbst schuld. Das geschwärzte „BILDungs“-Papier wird ja auch seit 50 Jahren brav jeden Tag bezahlt egal welcher Käse da drin steht. Wer da 10.000 Euro investiert hat, steigt in meiner Achtung enorm :-)

    Danke an Stefan, lame und Ben: kurz und prägnant eine Lösung aufgezeigt. Wird nur nix nutzen weil hier keiner liest sondern nur in die beliebte Apple-Basherei einstimmt.

    Ich wiederhole mich: wer nicht weiss warum er ein Apple Produkt möchte KEINESFALLS kaufen.
    UND ich bin ein Freund von starker Konkurrenz (hatte mal Sony und Treo zu einer Zeit wo die eben gut waren), und macht Euch mal nix vor, sobald sich App Stores von Android etc. etabliert haben, werden die Verlage auch deren Browser auf ihre kostenpflichtigen Apps dort leiten. Mit Apple fangt man logischerweise an weil die bei Tablets 90% Marktanteil haben.

    Macht weiter ihr Internet-Versteher, das amüsiert mich bestimmt noch eine Weile – sogar kostenfrei – auf dem iPad :-D

  86. 86
    Helge says:

    @84 Thomas (und nochmal @alle anderen, die Apple die Schuld hier geben):

    Genau wie oben von mir (Nr. 66) und nochmals von zaungast unter Nr. 90 erklärt, identifiziert sich JEDER Browser bei JEDEM Abruf (also bei Aufruf einer Seite mehrmals – für JEDE Datei, also für alle Bilder, Videos, die zugrundeliegende HTML-Seite selbst etc.) gegenüber JEDEM Server mit verschiedenen Informationen.
    Unter anderem mit seiner Bezeichung, seiner Version, und dem Betriebssystem, auf dem er läuft.
    Safari ist die Bezeichnung für den Browser von Apple. Von diesem Browser gibt es unterschiedliche „Ausgaben“. Eine für Mac OS, eine für Windows, eine für iPhones, eine für iPads (diese jeweils in unterschiedlichen Versionen, so wie es von Internet Explorer auch die Versionen 5, 6, 7, 8…) gibt.
    Wenn der bild.de-Server jetzt von „iPad-Safari“ aufgerufen wird, entscheidet sich der Server von bild.de (auf den Apple wohl keinen Einfluss hat) dafür, nicht die „normale“ bild.de-Seite anzuzeigen, sondern nur Werbung für die bild.de-App auszuliefern.
    So etwas nennt sich Browserweiche, und wird seit langer Zeit eingesetzt. Es gibt im Internet z. B. Seitenbetreiber, die aus irgendwelchen Gründen nicht wollen, dass ihre Seite von einem Internet Explorer aus aufgerufen wird (Microsoft-Hass oder Open-Source-Puristen oder was auch immer). Dann wird einem auf dieser Seite mit einem Internet Exporer nicht das angezeigt, was andere bekommen, sondern eine Message wie „Besorg‘ dir erstmal nen anständigen Browser!“.
    Auch war es schon früher teilweise sinnvoll, unterschiedliche Inhalte an unterschiedliche Browser auszuliefern. Manche Browser interpretierten bspw. Abstandsangaben unterschiedlich – eine Seite sah dann in einem Browser gut aus, im anderen war das Layout verschoben. Also wurde dem anderen Browser eine andere Abstandsangabe geliefert, dass auch da die Seite so aussah, wie vom Betreiber gewünscht. Browserweiche eben.
    Wer mit einem Handy surft, wird bei Aufruf der gleichen Seite oft automatisch auf eine Mobilversion der Seite umgeleitet, optimiert für kleinere Bildschirme und schmalbandigeres Internet. Kleinere oder keine Bilder, einspaltiges Layout. Automatisch. Wie funktioniert das? Mit einer Browserweiche.
    Man kann (wenn man es kann, also weiß, wie es geht) anpassen, wie sich ein Browser beim Server meldet. Manche Browser bieten das in den Einstellungen an, für andere braucht man eine Erweiterung. Dabei kann man auch Unsinn angeben – „Thomas‘ Lieblingsbrowser auf Atari, Version 6.66“ z.B.
    Es ist richtig, dass Safari einem diese Möglichkeit standardmäßig nicht bietet. Es ist aber eben auch keine Standardfunktion. Und es gibt – ob mit oder ohne Jailbreak – Möglichkeiten, dies kostenlos (ohne dass Apple daran verdient) – zu umgehen.
    Dies ist also wirklich kein Apple-Problem, weil Apple sich hier so verhält, wie jeder andere Browserhersteller auch. In diesem Fall nutzt bild.de eine Funktion, die eigentlich zur Unterstützung des Users geschaffen wurde, dazu aus, die User zum Zahlen zu bewegen.
    Wenn es Sie, Thomas, interessiert, was Ihr Browser dem Server meldet, dann rufen Sie doch mal die (von ComputerBILD finanzierte ;-)) Seite „www.wieistmeineip.de“ auf, da bekommen Sie ganz oben angezeigt, womit Sie auf was surfen. Um das anzuzeigen, bedient sich die genannte Seite genau der gleichen Funktion. Ich bekomme da also eine andere Seite zu sehen als Sie (außer Sie nutzen momentan auch Chrome 13 auf Windows 7). Ist mein Browser deshalb jetzt defekt, weil er mir was anderes anzeigt als Ihnen?

  87. 87
    Dan says:

    Es ist zum Heulen.

  88. 88
    BlueKO says:

    Ob der schöne Bericht auch auf den Sender gekommen wäre wenn Springer seinerzeit Sat.1 gekauft hätte?

  89. 89
    Andreas says:

    Die „Top Tipps“ gabs doch sonst nur im ARD Ratgeber Geld, wenn Tagesgeldkonten und so was verglichen wurden.
    Hab ich zwar schon lange nicht mehr gesehen, aber die Stimme des Sprechers erinnerte mich auch daran.
    Deshalb meine Frage an die Medienexperten: Sitzen in der Akte-Redaktion heute Agenten der ARD, mit dem Ziel, den letzten Funken von „Journalismus“ bei den Privaten auszupusten?
    Oder ist das Konzept nur billig abgekupfert worden? Wird schon deswegen geklagt?

    (und warum das nicht Topp Tipps oder Top Tips heißt, verstehe ich bis heute nicht… aber ne andere Geschichte. Zurück zum Thema :)

  90. 90
    Ben says:

    Was beherrscht wen?
    Der Mensch die Technik? Die Technik den Menschen?

  91. 91
    Sigi says:

    Mit Dummheit hat der Beitrag nichts zu tun. Eher mit gelangweilten Redakteuren im Sommerloch. *Gähn.*

  92. 92
    Jens Best says:

    Was hier von allen Besserwissern aus Nerdistan übersehen wird, ist, dass diese Redaktion unfreiwillig auf die künstliche Trennung zwischen Mobil und „Festnetz-internet“ hingewiesen hat.

    Die von den Providern und vorallem überkommenen Contentanbietern propagierte Trennung ist doch einer der Grabsteine des freien Web. Statt also die zugegebenermaßen unüberlegte Reportage zu nutzen, um mehr Aufmerksamkeit auf die gefährliche Propaganda mobile web ist kein festnetzweb zulenken, beömmelt ihr euch und bleibt das, was Nerds am besten zu Gesicht steht: unrelevant.

  93. 93
    Steakhouse says:

    @Jens Best (99):
    Wo hat die Redaktion denn bitte auf eine solche Trennung hingewiesen? Von mir aus auch indirekt, unfreiwillig oder sonstwie? Und inwiefern ist eine solche Trennung „künstlich“? Weswegen ist die Trennung „gefährlich“?

  94. 94
    Seppm says:

    @Bester 99 Jens
    An Dir ist ja ein hoffnungsloser Romantiker verloren gegangen. Wenn Du nicht grad erst noch 15 bist, sollte Dir schon aufgefallen sein dass es nichts umsonst gibt. Jemand zahlt immer dafür, auch fürs Web. Jede einzelne Seite kostet. Google mal, woher denkst Du hat Google die Kohle? Von Spenden? Genau, Du bezahlst mit Deiner Zeit die Werbung die dort positioniert ist und auch Du hast schon auf Werbelinks geklickt, wissentlich oder nicht. Und genau dafür wird Google bezahlt. Und jede Webpräsenz kostet Geld. Vielleicht ja nicht Deines, aber jemand bezahlt dafür.
    Da Du Dich so gut auskennst weisst Du sicher auch dass ab dem nächsten Mobilfunkmasten kein getrenntes Internet mehr existiert, Deine Daten laufen schön mit Deiner dsl Leitung zusammen. Klar weiss man dass die von einem Mobilgerät kommen und ja, manche wollen dafür Geld, denn auch die Infrastruktur war und ist nicht umsonst. Und wenn sie es für Dich sein sollte, dann bezahlt es eben die Allgemeinheit. Jemand bezahlt immer … Und für guten Content und Service hab ich auch kein Problem zu bezahlen. Erwarte ja auch nicht dass mir die Bio-Hähnchen gebraten in den Mund fliegen.
    Freies Web – auch eine dieser Mythen – das stand wohl in der Springer-Schmiere oder an welchem Stammtisch hast das aufgeschnappt ;-) Guten Morgen!

  95. 95
    JJ Preston says:

    Ups… da muss ich doch glatt mein Auto zurückgeben – ich bin kürzlich vor dem Tor einer Bundeswehrkaserne doch glatt abgewiesen worden! Klarer Produktfehler!

  96. 96
    isaak says:

    Die Frage bei solchen Sendungen/Artikeln etc. ist doch immer wieder: Hat da ein Redakteur eine persönliche Fehde laufen oder sind Journalisten hinter solchem Stumpfsinn tatsächlich so dumm?

  97. 97
    Steakhouse says:

    @Seppm (101):

    Ich bin mir nicht so ganz sicher, dass ich den Beitrag von Jens Best richtig gedeutet habe, deswegen meine Nachfrage. Ich verstehe ihn so, dass Jens Best davon ausgeht, dass der Beitrag auf die „künstliche Trennung“ zwischen mobilem surfen und Festnetzinternet dadurch „unfreiwillig aufmerksam“ gemacht hat, indem er die Ungleichbehandlung von iPad und sonstigen Geräten indirekt thematisiert.

    Sollte das so sein, wären seine Fehler noch gravierender als alleine die Annahme, im Netz hätten Angebote kostenlos zu sein. Denn dann hätte er nicht verstanden, dass sich die Trennung nicht nach der Art des online-gehens richtet (mobil vs. Festnetz) sondern eben nach Endgeräten differenziert. Er hätte ferner nicht verstanden, dass diese Differenzierung in weiten Teilen sinnvoll ist – weil ein Handydisplay eben eine andere Navigation als ein Desktop-PC erfordern kann und unterschiedliche Browser mitunter unterschiedliche Anforderungen an das vom Server zu Verfügung gestellte Material stellen.

    Von den unterschiedlichen technischen Unterschieden zwischen mobilem surfen und Festnetzanbindung – die sich beispielsweise zur Zeit noch in Geschwindigkeitsunterschieden zwischen beiden Technologien zeigen – mal ganz zu schweigen.

    Aber wie gesagt: Das ist nur meine Interpretation, leider habe ich wirklich keine Ahnung, was er mit seinem Beitrag mitteilen will.

  98. 98
    Tharben says:

    Wahrscheinlich gibt es eine ganz einfache Erklärung, beispielsweise die: Die Verkäufer im Filmbeitrag haben auch ein iPad. Auf deren iPad läuft das Informationsportal bild.de natürlich auch nicht. Weil „Bild“-Leser bestens informiert sind, sind diejenigen, die „Bild“ nicht lesen, schlecht informiert.

    Weder können diese armen Menschen wissen, dass bild.de den User Agent des Webbrowsers auf dem iPad blockiert, noch können sie wissen, dass man mit einigen Klicks etwas dagegen tun kann. Die „Journalisten“ von Sat1 und deren Berater werden offenbar von Bild auch nicht informiert.

    Damit dieser Schrecken ein Ende hat, ist die einzige logische Konsequenz, eine gebührenfinanzierte „Bild“ einzuführen. Und das kann nur bedeuten, dass wir uns alle hinter Union und FDP stellen und gemeinsam das Leistungsschutzgeld für Pressekonzerne fordern müssen. Ganz eindeutig.

    ;-)

  99. 99
    Anita says:

    Darf man als Mann seine Jogginghose zurueckgeben, wenn man nicht in das Frauen-Fitness-Center gelassen wird?

  100. 100
    Wirtschaftswurm says:

    Tja, die Akte-Leute haben einen Juristen gefragt, wen hat Stefan Niggemeier gefragt? Bevor man sich hier lustig macht, hätte man sich vielleicht auch sachverständig machen sollen.

    Ich weiß nicht, ob die Akte-Argumentation richtig ist, sie ist auf jeden Fall plausibel. Laienhaft ist dagegen, wenn Stefan Niggemeier das Reklamationsrecht des Kunden mit der Frage vermischt, wer „schuld“ daran ist, dass das iPad nicht so funktioniert, wie man es erwartet. Apple muss prinzipiell natürlich die Reklamation auch akzeptieren, wenn ein Dritter „schuld“ ist, z.B. ein Apple-Lieferant. Apple kann dann natürlich Schadenersatz fordern. Aus Verbrauchersicht ist zu wünschen, das der Fall auch hier so liegt: Reklamationsrecht des Kunden, Kosten der Reklamation muss Bild Apple ersetzen.

  101. 101
    Ste says:

    hehe, die apple-oder-bild-schuld-diskussion in den kommentaren ist der knaller!

    manchmal ist lesen das selbe wie denken.

  102. 102
    Rüdiger says:

    @109. Wirtschaftswurm: Denkfehler! Eine Sache ist nicht mangelhaft, wenn sie vom fantasievollen Wunschdenken des Kunden abweicht, sondern wenn die beworbene Beschaffenheit von der tatsächlichen abweicht.
    Das tut sie im vorliegenden Fall nicht. Man kann damit im Internet surfen, sogar auf Bild.de (s.o. 13.).

    Warum wundert man sich darüber, daß im Springer-nahen Fernsehen die Wahrheit unwesentlich ist? Warum sollte das anders sein als im Hetzblatt?

    Grüße

    Rüdiger

  103. 103
    Steakhouse says:

    @Wirtschaftswurm (109):

    Ich bin Jurist. Und was der Jurist in dem Video erzählt, ist im Prinzip richtig. Man darf eine Sache zurückgeben, die sich nicht für die beworbene Sache eignet. Nur hat der Jurist im Video ganz offensichtlich überhaupt keine Ahnung von der Materie und subsumiert vollkommen falsch. Vermutlich geht er davon aus, dass Apple die Kunden von sich aus von Internetseiten aussperrt und den Dienst als Zusatzleistung verkauft. Genau das stimmt aber nicht, die Sperre geht vom Anbieter der Internetseite aus, genauso wie die Vermarktung der Seite via App. Das Gerät eignet sich daher grundsätzlich für das surfen im Internet. In gleichem Maße wie so ziemlich jeder PC und so ziemlich jedes Notebook auch.
    Dass einzelne Inhalteanbieter bestimmte Gruppen nicht kostenfrei auf ihrer Seite sehen wollen, habt die Gebrauchsmöglichkeit des Geräts zum surfen im Internet nicht auf, damit besteht kein Rückgaberecht.

    Diese komische Konstruktion, die du dagegen aufstellst – Apple muss das Gerät zurücknehmen und kann dafür Schadensersatz verlangen – ist dagegen vollkommen realitätsfern. Das würde voraussetzen, dass jeder Seitenbetreiber irgendeine Pflicht hat, seine Seite iPad-Kunden zugänglich zu machen. Eine solche Pflicht existiert nicht.

    Bei der Vielzahl der Seiten im Netz wäre so eine Konstruktion auch für jeden Hardwarehersteller tödlich. Denn jeder Depp kann irgendeine Seite online stellen und die für jeden beliebigen Browser sperren, solange der Browser Standardeinstellungen nutzt. Damit würde das Rückgaberecht für Internetfähige Endgeräte faktisch ins bodenlose ausufern.

  104. 104
    rofl says:

    Ist doch nichts ungewöhnliches,
    viele Apps die auf MacOS (iphone, ipad, iwasweisich) was kosten sind auf Android völlig kostenfrei (auch Topseller)

  105. 105
    Wirtschaftswurm says:

    @Rüdiger,
    die Erwartung der Kunden ist nicht fantasievolles Wunschdenken, sondern die nachvollziehbare Erwartung eines Laien, wenn er ein internetfähiges Gerät kauft. Und die ist juristisch maßgeblich.
    @Steakhouse,
    ja, wahrscheinlich hast du recht. Die Sache ist auf jeden Fall um einiges verzwickter, als Stefan Niggemeier es uns hier weiß machen will.

  106. 106
    Steakhouse says:

    @Wirtschaftswurm (114):

    Stefan Niggemeier liefert in seinem Beitrag keine juristische Argumentation, sondern er bringt eine journalistische Sichtweise in den Fall hinein; und er stellt die Sache vollkommen korrekt dar.
    In vielen Fällen stimmt das rechtliche Ergebnis mit dem gefühlt richtigen Ergebnis überein, von daher sollte selbst Akte vorsichtig werden, wenn plötzlich irgendjemand behauptet, man hätte einen Rückgabeanspruch obwohl irgendeine dritte Partei – mit der der Vertragspartner überhaupt keine Beziehung hat und die ihm gegenüber auch keine Verpflichtungen hat – Schuld am Fehler ist. Die Rechtslage in diesem Fall ist ziemlich eindeutig: Der Kunde hat keinen Anspruch auf Rückgabe, nur weil bild.de auf dem iPad nicht funktioniert. Den Fall, den Akte schildert, kann jeder Student nach dem zweiten Semester lösen. Akte hat mit dem Beitrag ein unterirdisches Niveau präsentiert und bei der Recherche ganz offensichtlich komplett versagt. Von Leuten, die sich „Journalisten“ nennen oder die möglicherweise sogar den Anspruch haben, irgendwie investigativ sein zu wollen, erwarte ich ehrlich gesagt auch, dass das Ergebnis zumindest im Ansatz fundiert ist. Aber so ist der Sendungsbeitrag nur peinlich.

    Übrigens muss man sich wirklich fragen, was den Juristen geritten hat, der dort seinen Rat zum Besten gibt. Ich kann mir das nur so erklären, dass er das iPad bzw. die Mechanismen zur Vermarktung von Inhalten über Apps durch die Seitenbetreiber nicht kennt und sich daher etwas vorschnell geäußert hat. Einen solchen Rat in Kenntnis aller Umstände würde nämlich wohl nicht einmal ein wirklich schlechter Jurist geben.

  107. 107
    lame says:

    @rofl
    Nicht so spannend machen, welche sind’s denn genau?

    @wirtschaftswurm
    Das iPad ist komplett internetfähig. Auch bild.de würde funktionieren, wenn der Springer-Verlag als Serverbetrieber nicht aufgrund der ID des iPad-Browsers die normale Auslieferung der Seite auf ihrem Server blocken würde und stattdessen lieber Werbung für ihre kostenpflichtige App machen. Was kann Apple dafür, wenn jemand Browserweichen setzt? Richtig, nix. Wie oben schon gesagt, auf der Grundlage deiner Argrumente, kann man Online-Geschäfte gleich sein lassen. Kein Arsch zwingt Springer schliesslich, die Seite auzublenden. Wieso soll also Apple dafür geradestehen, wenn Springer sich selber sperrt? Müssen sie ja nicht. Aber sie verachten ihre Leser vermutlich so sehr, dass sie in ihnen nur Melkkühe sehen. Oder der Meinung sind, ihren Provisionskleinkrieg mit Apple auf Lesers Rücken austragen zu müssen.

    Wurde auch schon fünfmal erklärt weiter oben. Sowohl, wer Schuld an der Sache hat, als auch, was man dagegen unternehmen kann. Und warum Akte bekloppte Schlüsse zieht. Aber aus irgendeinem Grund haben die Akte-Redaktion und einige andere anscheinend ein Problem, das zu verstehen. Warum das so ist, kann ich bspw. so wenig verstehen, wie Linda und ihr Unvermögen bild.de anzusurfen.

  108. 108
    lame says:

    Oder vielleicht verständlicher: Mein Auto ist von Toyota. Es fährt, dank seiner vier Räder, auf jeder Strasse. Wenn ich es jetzt zu meinem Vertragshändler bringe, der schraubt mir die Räder dann ab und bietet mir an, für 2000€ meinen Toyota wieder strassenfähig zu machen, hat dann auch Toyota schuld? Bzw. was meinst du, wie lange mein Vertragshändler noch als solcher auftreten darf, wenn das öfter passiert?

    Richtig, das würde mich im Fall Bild auch freuen, wenn die irgendwann aus dem App Store rausfliegen aufgrund ihrer Kundenverarsche.

  109. 109
    Peter says:

    Unglaublich, was für ein Blödsinn im Fernsehen gezeigt wird! Aber diese „Akte“-Sendung ist eh ganz besonders dämlich – Pseudo-Journalimus mit eingebautem Betroffenheits- und Empörungsbeschleuniger.

  110. 110
    lame says:

    Andererseits, was heißt hier Kundenverarsche? Wir haben ja Kapitalismus und jedem Medienunternehmer ist ja selber überlassen, wo er eine Paywall um sein Produkt zieht. Im Prinzip hat der Beitrag nur (wieder mal) gezeigt, das der technische Sachverstand der Akte-Redaktion on par mit dem gehirnamputierter Brülllaffen ist.

    Oder schlimmer, sie haben Ahnung, aber mit Absicht den Blame Train an der falsche Station anhalten lassen.

  111. 111
    Sebastian says:

    Alles nur ein Missverständnis. „Akte“ macht Schleichwerbung für Apple, indem sie behaupten, man könne auf dem iPad Bild.de nicht abrufen. Das ist doch das erste überzeugende Argument für Tablet-PCs, das ich je gehört habe.

  112. 112
    inga says:

    @Peter (#118): Völlig richtig. Der Vollständigkeit halber soll aber hiermit auch auf den patentierten Investigativ-Simulator hingewiesen werden.

  113. 113
    ultrafrettchen says:

    Der Beitrag steht auch juristisch auf schwachen Füßen.
    Gewährleistung gibts nur, wenn das Gerät zur vertragsgemäßen Verwendung nicht geeignet ist.
    Daß tut das Ipad aber, weil man damit ohne weiteres im Internet surfen kann.
    Die einzige mir bekannte gesperrte Seite ist bild.de.
    Also, gewöhnliche vertragsgemäße Verwendung funktioniert, Sperrrung der Seite kommt aus der Spähre des Anbieters bild.de, voila, kein Gewährleistungsanspruch.
    Im übrigen wär ein Anspruch wohl auch nach § 442 BGB ausgeschlossen.
    Mit anderen Worten, der Bericht reiht sich ein in die unendliche Folge der pseudorechtlichen Verbrauchertipp-blabla-Berichten, für die ja gerade sat1 bekannt ist.
    Für Leute, die das Ipad irgendwie affig finden, und einfach mal dumm rumlabern wollen, ein gefundenes Fressen.

  114. 114
    ahstax says:

    Es kann kein Zufall sein, dass „Akte“ und Blöd“ jeweils vier Buchstaben lang sind…

  115. 115
    Darkfire says:

    Mir tun die Verkäufer leid, obwohl so könnte man ja prima mal ganz unverbindlich sechs Monate ein iPad ausprobieren.^^
    Blöd nur, wenn der Verkäufer weiß, dass BILD.DE mit Opera Mini nicht gesperrt ist.

  116. 116
    EsKa says:

    @ultrafrettchen
    „Die einzige mir bekannte gesperrte Seite ist bild.de.“

    Nein. Nein. Nein. Nochmal nein. Bild.de ist nicht gesperrt, nicht mal für das iPad unter Safari. Es wird lediglich ein anderer Inhalt ausgeliefert. Und das ist das (gute) Recht des Anbieters.

    Ich verstehe nicht dass man das nicht versteht.

  117. 117
    ClemensVahuchta says:

    Wenn der Anwalt in dem Sat.1-Video schon sagt: „hier hat man gute Chance“ (Minute 04:37), dann heißt das, dass es ebenso wahrscheinlich ist, dass das Gerät nicht zurückgenommen werden muss. Das weiß der Anwalt auch. Sat.1 weiß das auch. Nur Linda weiß das nicht. Zum Glück könnte Linda (Praktikantin bei Sat.1 Akte 20.11) Prozesskostenhilfe beantragen. Oder Sie wird bei Bild Seite 1 Girl. Bild schenkt Ihr dafür die App und das iPad. Das wäre eine Win-Win-Win-Situation.

  118. 118
    ultrafrettchen says:

    @EsKa

    bild.de ist gesperrt von bild.de, das ist mir schon klar,
    darum gibts auch keine Ansprüche, da das alles nicht in den Verantwortungsbereich von Apple fällt.

  119. 119
    alter Jakob says:

    @128 ultrafrettchen:

    Ich vermute EsKa will darauf hinaus, dass bild.de nicht gesperrt ist (man also bild.de nicht erreicht), sondern dass man vom IPad mit Safari aus nur auf eine andere Seite umgeleitet wird, als andere Besucher. Also eine Definitionssache bezüglich des Begriffs „Sperren“. Bild sperrt nicht, sondern leitet um (so habe ich das zumindest verstanden, bin aber kein IT-Fachmann).

  120. 120
    Steakhouse says:

    @alter Jakob (129):

    So habe ich es auch verstanden, halte die Definition aber für unsinnig. Das würde darauf hinauslaufen, dass eine Sperre nur dann vorliegt, wenn die Anfrage ins Leere läuft, sonst dagegen eine „Umleitung“ vorliegt. Das ist eine ziemlich gekünstelte Unterscheidung. Die „Netzsperren“, die die Bundesregierung noch vor einiger Zeit einführen wollte, wären danach auch keine „Netzsperren“, sondern „Netzumleitungen“.

  121. 121
    Seppm says:

    @Steakhouse
    kurz wiederholt zu den Fakten:

    Apple sperrt oder leitet keine Webseiten um. Allenfalls machen das jene Seiten die man ansurft. Ob die blockieren oder umleiten ist deren Verantwortung und nicht die eines Geräte oder Browser Anbieters.

    Zu Netzsperren:
    Na vielleicht merkt es mal jeder: Genau das ist der Punkt: Diese Netzsperren waren eben genau KEINE Netzsperren, deshalb hat sich die Internet-Community mit Recht aufgeregt über den geplanten Schwachsinn. Die Pornoseiten wären also unbehelligt geblieben und man hätte nur auf ein Stoppschild umgeleitet. Jeder der googlen kann hätte weiterhin die Pornoseiten über die direkte IP-Adresse ansurfen können.
    Also, es waren genau Netzumleitungen geplant und sonst nix. Nur dass es nicht der Pornoseiten-Betreiber initiiert hätte sondern die Carrier.

  122. 122
    ultrafrettchen says:

    Zur Klarstellung:

    Die einzige mir bekannte Seite, die ich mit dem iPad nicht erreichen kann, ist bild.de

    Interessanterweise funzt es aber mit dem iPhone, was ich ein bißchen inkonsequent finde.

    Mir gings aber mehr um den rechtlichen Aspekt, wenn bild.de Ipads bewußt ausschließt, ändert dies nichts an der Funktionsfähigkeit des Geräts und damit an der Erbringung einer vertragsgemäßen Leistung.

    Es ist aber richtig, daß letztendlich jeder Anbieter so vorgehen könnte, in Deutschland wird ja keiner daran gehindert wettbewerblichen Selbstmord zu begehen.

  123. 123
    Steakhouse says:

    @Seppm (131):

    Natürlich waren die Netzsperren Netzsperren. Nur eben keine wirksamen. Den Begriff der „Sperre“ daran festzumachen, ob x-beliebiger Content ausgeliefert wird oder nicht ist lächerlich. Denn letztendlich gibt es zur Vorenthaltung von gewünschten Inhalten nur zwei Möglichkeiten: Entweder ein x-beliebiger angesprochener Server antwortet einfach nicht; ob das jetzt der DNS-Server oder der Server ist, auf dem der konkrete Inhalt liegt, ist im Prinzip unerheblich (mit der Einschränkung, dass die DNS-Sperre wesentlich leichter zu umgehen ist und zudem auch nicht jeden trifft).
    Oder man liefert anderen Content. Das kann Inhalt sein, der den Namen wert ist (zum Beispiel eine an die entsprechende Anfrage angepasste Ausgabe der Seite mit sinnvollerer Navigation); es kann aber auch „nur“ eine unformatierte Textmeldung sein („Die Seite ist gesperrt“). Ganz unabhängig davon, welche konkrete Sperrmethode man wählt.

    Wenn man den Begriff der „Sperre“ wirklich daran festmachen will, ob x-beliebige Inhalte ausgeliefert werden oder nicht, unterwirft man den Begriff einer gewissen Willkür. China? Türkei? Indonesien? Die sperren alle keine Internetseiten. Die leiten nur um.
    Diese Terminologie ist unsinnig, weil der Effekt der selbe ist: Der eigentliche Inhalt der Seite wird vorenthalten.

    Dass dieses Vorgehen von Seiten der Inhalteanbieter durchaus legitim ist – es ist eben eine Vermarktungsstrategie – ändert nichts daran, dass die Seite auch hier erstmal gesperrt wird. Von Springer selbst.

  124. 124
    Flying Circus says:

    @114/Wirtschaftswurm:

    „die Erwartung der Kunden ist nicht fantasievolles Wunschdenken, sondern die nachvollziehbare Erwartung eines Laien, wenn er ein internetfähiges Gerät kauft. Und die ist juristisch maßgeblich.“

    In diesem Falle nicht. Das iPad ist internettauglich, Punkt. Wenn ein Content-Anbieter sich die Freiheit nimmt, bestimmte Browser von der Nutzung auszuschließen, kann dafür nicht der Hersteller des Engerätes verantwortlich gemacht werden. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Der Hersteller kann diese Entscheidung erstmal gar nicht beeinflussen (in diesem konkreten Falle ginge das, wenn man den User Agent ändern könnte, aber dafür gibt’s alternative Browser!).
    Man könnte aber argumentieren, daß der Wunsch des Seitenbetreibers zu respektieren ist. ;-)

    „Die Sache ist auf jeden Fall um einiges verzwickter, als Stefan Niggemeier es uns hier weiß machen will.“

    Genau das hat Steakhouse nicht geschrieben. Die Sache ist sogar ganz, ganz einfach:

    Es steht jedem Seitenbetreiber frei über den User Agent, den die meisten Browser angeben, den Inhalt auszuwählen, den man sehen können soll, wenn man diesen Browser benutzt. Das ist nicht, und ich wiederhole mich gerne, nicht das Problem desjenigen, der den Browser konzipiert hat.
    Safari auf dem iPad(1|2) läßt eine Änderung bewußten User Agents nicht zu; das ist in diesem Falle Pech, aber *ursächlich* für das Problem ist das Verhalten der Macher von Bild.de, nicht der von Safari.

    Kurz zusammengefaßt: Bild.de möchten mit ihren Inhalten Geld verdienen, indem sie denen, die Safari auf dem iPad benutzen, die kostenpflichtige App andienen.
    Das ist das gute Recht der Macher von Bild.de.
    Das bedeutet gerade *nicht*, daß das iPad eine Macke hätte.
    Apple sichert mit Sicherheit nicht zu, daß *jede* Seite *einwandfrei* dargestellt wird. Allein schon deswegen nicht, weil das iPad in beiden Varianten bekanntermaßen kein Flash beherrscht.
    Bei internetfähigen Geräten wird zugesichert, daß man damit im Internet surfen kann. Das geht. Die Nutzbarkeit einzelner Seiten wird nicht zugesichert und ist daher keine zugesicherte Eigenschaft.

  125. 125
    Alfons says:

    Nett gemeint diese Tipps „bild“ umsonst lesen zu können, aber will wirklich jemand diese Seiten lesen, ob umsonst oder gegen Knete?

  126. 126
    Elinor says:

    Also ich bin keine ausgesprochener Apple-Jüngerin, aber diese Rücknahme wirft ein sehr gutes Licht auf Apple und lässt alle anderen Teilnehmer ziemlich beschränkt aussehen.

    Andererseits frage ich mich, wie ich bei der Erstanschaffung eines Handys vorher ausprobieren kann, ob es in meiner Wohnung Empfang hat. Das Problem hatte ich bereits zweimal, wobei ich beim zweiten Mal zunächst nur ein prepaid Angebot im gleichen Netz genutzt habe. Nach der Umstellung auf Laufzeitvertrag musste ich dann feststellen, dass es nur bestimmte Stellen in meiner Wohnung gibt, wo der Empfang ausreichend ist.
    Welche Möglichkeiten hätte ich denn dann noch?

  127. 127
    ThomaS says:

    Gibt es außer bild.de noch eine Seite, auf der dieses „nicht funktionierende Gerät“ ohne App nicht herumsurfen kann? Mich würde nicht wundern, wenn einige Seitenbetreiber dem Beispiel der Bild folgen würden…

  128. 128
    Humencentipad says:

    Also ich hätte dass selbe gemacht! Dass Teil zurück gegeben und mir ein ordentliches Pad eines anderen Herstellers gekauft. Mit Android oder Win 8. IOS ist dreck! Abzocke pur und total abgespeckt. Im Iphone 3 und 4 ist fast nix an Hardware drin und man bekommt für dass selbe Geld viel bessere Pocket PC und Smartphones. Fürs selbe Geld gibt es dann nämlich ein umfangreicheres OS, grösseres HD Display, bessere Cam, besseres Klangbild Boxen/Kopfhöhrer uvm.
    Achso und noch was wenn nur Bild.de so ein Scheiss abzieht werden die nächsten IPad Modelle wahrscheinlich noch teurer in Deutschland obwohl sie eh schon in jedem Nachbarland wesentlich günstiger zu erwerben sind als hier. Was alle Hersteller irgendwie nicht hinbekommen ist mal anständige StereoKopfhöhrer mit Rufanahme dem Gerat beizulegen. Oder mal ein Ladekabel mit einem Stecker der am Gerät einrastet.
    Vielleicht wird ja das Humencentipad von Apple was^^

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  9. […] Das steht ja auch nicht auf dem Karton, dass man zum Drucken auch noch einen Computer braucht. Den tausche ich um. […]

  10. […] Mein Asus Eee Pad Transformer habe ich bereits nach nur einer Woche wieder verkauft – an einen Bekannten, den ich durch mein Blog kennenlernen durfte. Es lag eigentlich nur rum. Vielleicht sollte ich auch mein iPad 2 umtauschen. Das kann man ja so machen, schließlich läuft die BILD! nicht. Klarer Umtauschgrund. Was, echt? Ja, erzählt zumindest Akte von Sat.1. Streamt mal rein, geht ab Minute 4 oder so los – der Stefan Niggemeier hat auch etwas dazu geschrieben. […]

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