Nächste Woche entdeckt er die Europaflagge

18 Aug 08
18. August 2008

Könnte vielleicht jemand Matthias Heine die Drogen wegnehmen? Oder wiedergeben? In seiner Kolumne in der „Berliner Morgenpost“ schrieb er gestern:

Neulich habe ich bei Ebay meinen gelben Stern bekommen. (…) Ein gelber Stern! Ich gehöre nicht zu denen, die bei so was gleich „Antisemitismus“ schreien und die Nummer der Erregungshotline wählen. Aber ein bisschen doof ist das schon.

Andererseits: Was erwarte ich eigentlich von Leuten, die bei Ebay arbeiten? Das ist ja nicht die Sorte Traumberuf, die man anstrebt, wenn man einigermaßen erfolgreich ein Gymnasium besucht und ein Studium abgeschlossen hat. Sondern ein Job für diejenigen, die bei allen anderen Eignungstests rausgeflogen sind, weil sie dachten, es hätte neben der DDR noch eine BDR gegeben, die von einem „demografisch“ gewählten Bundeskaiser Adolf Honecker regiert wurde. Und in der natürlich alles besser war. In welcher? „Das müsste ich erst mal googeln.“ (…)

(Link unter „gelber Stern“ von mir)

[mit Dank an Tom!]

Nachtrag, 28. August. Ebay-Chef Stefan Gross-Selbeck hat die Glosse „mit Bestürzung und Fassungslosigkeit“ aufgenommen.

121 Gedanken
  1. 1
    Thomas Lobig says:

    Der arme hat sich wohl totsymbolisiert. Dabei fehlt dem Stern eine Zacke um überhaupt relevante Vergleiche zu zu lassen. Wie dass dann in Beleidigung von Ebaymitarbeitern umschlägt kann ich nicht nachvollziehen. Kann ich auch was von den Drogen haben? Vielleicht kommt ja dann die Erkenntnis..

  2. 2
    nona says:

    Oder vielleicht die Nationalflaggen von Vietnam oder Kamerun. Aber wahrscheinlich kann der gute Mann einfach nur nicht zählen.

    Aua aua aua.

  3. 3
    Gregor Keuschnig says:

    Könnte vielleicht jemand Matthias Heine die Drogen wegnehmen?
    Gibt es eigentlich Doping auch bei Journalisten? Wer kümmert sich darum? Der DJV? Wann gibt es das Gespräch mit Kerner? Fragen über Fragen…

  4. 4
    rae says:

    Ein bisschen debil schadet nie…

    Ich habe ja schon viele wirklich schlechte Vergleiche gelesen, sogar jede Menge, die unter aller Sau waren, aber selbst diese Kategorie kann ich seit heute unterkellern. Danke Stefan!

  5. 5
    B.Schuss says:

    vielleicht sollte mal jemand Herrn Heine sagen, dass eBay ein weltweit operierendes, sehr erfolgreiches Unternehmen ist, das es sich sehr wohl leisten kann, hoch qualifiezierte Mitarbeiter zu beschäftigen.

    Offenbar mal wieder so ein Fall von einem Journalisten, der sich selbst und seinen Berufsstand für die Krone der Schöpfung hält, und mitleidig von oben herab auf die ganzen armen Schweine schielt, die es nicht geschafft haben, die richtig tollen Jobs als Kolumnenschreiber an Land zu ziehen.

    Bevor er die Mitarbeiter von eBay runter macht, sollte er sich mal lieber fragen, welches Ansehen sein eigener Berufsstand beim Rest der Bevölkerung hat.

    Was für ein A****.

  6. 6
    sb says:

    Vielleicht war es ja dieser Beitrag von Matthias Heine, der Henning Zander zu seinem Artikel inspiriert hat:

    http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article841019/Wenn_der_Kollege_ploetzlich_seltsam_wird.html

  7. 7
    Arnulf says:

    Nun, was erwartet man denn von Leuten, die bei der „Berliner Morgenpost“ arbeiten? Das ist ja nicht die Sorte Traumberuf, die man anstrebt, wenn man einigermaßen erfolgreich eine Hauptschule besucht hat. Sondern ein Job für diejenigen, die bei allen anderen Eignungstests rausgeflogen sind, weil sie nicht bis sechs zählen konnten.

  8. 8
    Christian says:

    Nicht nur in der Symbolik vergriffen, sondern auch noch historisch von jedweder Relevanz entfernt. Aber zum Glück ist er ja niemand, der zu jenen zählt, „… die bei so was gleich “Antisemitismus” schreien und die Nummer der Erregungshotline wählen.“ Und er tut es doch.

    Aber warum diese Anfeindungen gegen Ebay? Weil es vielleicht „in“ ist gegen Ebay zu sein? Man weiß es nicht. Übrigens: Ich würde mich um einen Job bei Ebay reißen.

    Gruß

  9. 9
    Christian says:

    Edit: es muss heißen: der NICHT zu jenen zählt; dann wird es richtig.

  10. 10
    ha|ns says:

    @sb:
    Danke – jetzt muss ich den Monitor wischen (war eh mal wieder fällig)

  11. 11
    Redy says:

    Herr Heine ist einfach zu kurzsichtig. In Wahrheit hat der Stern nix mit Antisemitismus zu tun, sondern ist ein untrügliches Zeichen dafür, das E-Bay von den bösen Zionisten übernommen wurde. Noch ein paar Drogen mehr, und er wäre vielleicht darauf gekommen. ;-)

  12. 12
    SvenR says:

    Oh Gott, mein FireFox 3 zeigt neben dem RSS-Feed-Symbol auch gelbe Sterne an…auch Du mein Sohn, Stefan…?

    </dummbabel>

    Ich beneide meine Kumpels bei Ebay, Google und Microsoft.

  13. 13
    Joern says:

    Nein, nein, nein! So was hat doch kein Journalist einer größeren Zeitung geschrieben!?!? Oder doch? Nein, ich will das nicht glauben! Ich kann das nicht glauben!
    Ich muss mir wohl meine eigene kleine naive Traumwelt basteln – in der gibt es solche Vergleiche definitiv nicht

  14. 14
    choddy says:

    Unabhängig von diesem sehr debilen Sternvergleich finde ich die Anfeindungen gegen ebay-MA aber wirklich unter aller Sau. Hat das irgendeine tiefere Relevanz, die mir verloren gegangen ist oder ist Herr Heine immernoch bockig, dass er bei der letzten Bestellung eine Kiste voller Ziegelsteine statt eines neuen Laptops bekommen hat?

  15. 15
    Twipsy says:

    @14 Meinen Sie, dass er das inzwischen gemerkt hätte?

  16. 16
    karatekater says:

    das kommt davon, wenn man schreiben muss, für manche bestimmt ein lästiger beruf, und einfach keinen guten einfall zur hand hat.

    stefan, und einige seiner bloggenden kollegen, machen mir tagtäglich mein weltbild vom kritischen, sorgfältigen journalismus kaputt. irgendwie bin ich dankbar und dann auch wieder nicht.

    und wenn ich dann einige dieser haarsträubenden geschichten einer auswahl meiner freunde erzähle, dann fragen diese mich doch tatsächlich, ob ich das aus der bild habe. dann möchte ich lachen und weinen.

  17. 17
    G says:

    Wenn ichs nicht besser wüsste, würde ich glatt Satire vermuten…

  18. 18
    Heyko says:

    Mich wundert auch, dass dieser politisch überkorrekte Herr Gelb sofort auch als beleidigung für Chinesen sieht. Darf die Post jetzt auch keine chinesischen Mitbürger mehr beliefern, da sie sich durch die „gelbe Post“ beleidigt fühlen könnten? Wenn das so weiter geht darf man nirgendwo mehr Farben benutzen, da bestimmt jede Farbe irgendwo negativ behaftet ist. Was für ein Tunnelblick.

  19. 19
    Gregor Keuschnig says:

    Gehört nicht direkt hierher – passt aber schön zum Titel: Die Europafahne hat schon jemand anderes entdeckt…

  20. 20
    Stefan says:

    @G: Naja, er ist Satirebeauftragter bei „Welt Online“, womöglich ist es alles irgendwie lustig gemeint.

  21. 21
    Andreas says:

    @ Gegor (19): Das ist (auch) die Flagge des Europarates (hat nix mit EU zu tun), dessen Mitglied Georgien seit 1999 ist.

  22. 22
    Robert says:

    Mein Gott, was wollt ihr? Sommerloch, und der Herr Heine saß an seinem PC, sein Artikel noch komplett leer, und er fragte sich „Was schreib ich denn jetzt? Was schreib ich denn jetzt?“ Ihm ist einfach nichts anderes eingefallen. Dafür muss man doch mal Verständnis haben… ;-)

  23. 23
    Ben says:

    Merke: Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg zieht in Deutschland immer.

  24. 24
    Gregor Keuschnig says:

    @21/Andreas
    Guter Hinweis; danke. Daran hatte ich nicht gedacht.

  25. 25
    critter says:

    Wenn man sich die „ganze“ Kolumne durchliest, also die 3 kleinen Absätze mehr, bleibt man auch recht ratlos zurück. Das hört einfach zwischendrin auf, ne Klammer gibts nicht.
    Diese Chinesenabsätze identifiziere ich eindeutig als Versatzstücke aus dem Ordner „superwitzige Idee – warten, bis man sie irgendwo reinfriemeln kann“. Wie lang der mit den Tattoos wohl schon lag? Und ist der nicht eigentlich von Mike Krüger?

  26. 26
    flxw says:

    Da könnte er sich, wenn er schon mal dabei ist, dann aber auch gleich darüber aufregen, dass er den Namen „Heine“ trägt.
    Von wegen unpassende Vergleiche und so..

  27. 27
    Tom! says:

    Wer ist eigentlich das grössere Rindvieh – eine Tätowierte die das chinesische Zeichen für Glück nicht kennt oder ein Redakteur der nur bis 5 (Zacken) zählen kann?

  28. 28
    dot tilde dot says:

    grandiose prosa. klingt surrealistisch, mit versatzstücken moderner befindlichkeiten. würde kaum jemand drucken, aber junge autoren soll man ja unterstützen.

    vielleicht steckt auch ein kleiner vorgriff auf möglichen arbeitsplatzneid den ebay-mitarbeitern gegenüber in dem text.

    ich glaube, so etwas kann man nur in einer großen firma schreiben. in einer kleineren fällt das auf.

    .~.

  29. 29
    4thmarch says:

    Stefan, willst Du jetzt alle Kollegen reinreiten, oder nur die aus der falschen Ecke?

    Gleich im Doppelpack und ideologisch ausgeglichen: Glaser-Dettweiler

  30. 30
    Markus says:

    Jedes Mal, wenn mir ein vermeintlicher Journalist erklärt: „Das ist jetzt relevanter Content, den ich für dich vorselektiert habe!“ frage ich mich, ob er mich nicht veräppelt und eigentlich meint: „Du bist ein doofer Leser und hast zu lesen, was ich dir vorsetze.“

  31. 31
    Nobilitatis says:

    Satire ist es schon mal nicht. Das schließen die Beleidigungen aus.

    Aua, aua, aua, das ist auf so vielen Ebenen falsch.
    (Und Autobahn geht gar nicht.)

  32. 32
    Nobilitatis says:

    @critter:
    Ist Ihnen auch aufgefallen, dass Chinesisch keine orientalische Sprache ist?

  33. 33
    Mathias S. says:

    Ich bin ernsthaft der Meinung, dass es Satire sein sollte.

    „Funktion: Redakteur Satire/Theater“

  34. 34
    laTobi says:

    ich stimme da mit Matthias überein.

  35. 35
    nona says:

    @Stefan/#20:
    Wenn ich mal paraphrasieren darf – the road to hell is paved with funny intentions.

  36. 36
    Jan says:

    Wow. Was soll man dazu noch sagen. Der mit dem Tattoo hörte sich wahrscheinlich schon vor zehn Jahren in allen Köpfen lustiger an, als er war, die Vergleiche sind so haarsträubend, alles in allem ein sehr hoher „wtf“-Faktor, liegt nah an Hancock.

  37. 37
    Thomas W. says:

    Sowas steht heutzutage tatsächlich in einer Zeitung? Oh mein Gott. Armes Deutschland.

    Gebt dem Mann mehr Drogen! Vielleicht hilft es ja.

    Als ebay-Angestellter würde ich jetzt schon mal einen guten Anwalt suchen. Oder muß man sich so beleidigen lassen?

  38. 38
    Dennis says:

    Och, hatta die Stelle als Pr’ler bei Ebay nicht bekommen ?

  39. 39
    Erik says:

    oh man in welcher Zeit lebst Du denn???

  40. 40
    ulysses says:

    @ 18/Heyko:

    Ich traue mich auch kaum noch, einen gelben Sack vor die Türe zu stellen. Schließlich will ich politisch korrekt sein und auch kein Ausländerfeind.

  41. 41
    ulysses says:

    … leider wurden meine _Satire_-Tags automatisch entfernt … ;-)

  42. 42
    Saarlänner says:

    Ich sags jetzt nicht gern, um euch allen den Spaß am betroffen sein zu schmälern – aber der Herr Heine ist als Satiriker bei der Zeitung angestellt. Er war einfach nur satirisch. Naja, mehr oder weniger. Er wollt nur e Spässje machen!
    Lest euch den Artikel einfach mal komplett durch. Nicht doll, aber zweifelsfrei irgendwie satirisch.

    Hätte man sich nicht nicht drüber aufregen müssen, Herr Niggemeier.
    Nicht darüber.

  43. 43
    Detlef Guertler says:

    @43: Volle Zustimmung. Manchmal schreibt die Welt-/WamS-/Morgenpost-Online-Redaktion über solche Kolumnen „Satire“ drüber, und manchmal eben nicht – geht mir mit meinen Welt-Kolumnen genauso. Ob „Satire“ drübersteht oder „Kolumne“ oder irgendwas ganz anderes, hat dabei offenkundig nichts mit inhaltlichen Wertungen zu tun, sondern nur damit, wer gerade die Print-Texte ins Netz rüberhebt.

  44. 44
    rw says:

    @32: Das ist wirklich der albernste Anglizismus, den ich seit langer Zeit gelesen habe.

  45. 45
    TVJunkie says:

    Da hat sich Hr. Heine aber mächtig vergaloppiert und Äpfel und Birnen vermischt. Abgesehen davon, dass Chinesen bei eBay währscheinlich auch gelbe Sterne als Bewertung bekommen, halte ich (auch eBayer) diese Verquickung von Symbolen. für total abwegig.

    Und nur nachrichtlich: es gibt auch blaue Sterne.

  46. 46
    Stefan says:

    @Saarlänner, Detlef Guertler: Was würde es ändern, wenn „Satire“ drüberstünde, über dem Text?

  47. 47
    kretze says:

    Könnte der sich mal bitte alte Videos mit Verona Feldbusch angucken und lernen, was eine Ueberleitung ist?

  48. 48
    Cornelius says:

    Was der Hein(i)e da geschrieben hat ist einfach nur dämlich. Mit Satire hat das für mich nichts zu tun. Beck als Problem-Bär zu verkleiden und auf die Titelseite eines Magazins zu verfrachten, ist Satire. Darüber kann man Lachen. Über andere Sachen auch.

    Wenn es überhaupt einen Kodex für Satiriker geben sollte, dann dürfte Matthias Heine diese Selbstverpflichtung mit seinem dümmlichen Artikel verletzt haben.

  49. 49
    Xilef says:

    Man merkt doch wohl das es Satire sein soll. Sicherlich nicht so toll gelungen, aber das steht hier doch gar nicht zur Debatte, oder irre ich mich und der Text wird hier wegen des gescheiterten Humors angeprangert? Anscheinend wurde die Textsorte von Herrn Niggemeier mangels Kennzeichnung und schlechtem Stil (ich meine den der Satire) nicht eingeordnet, genauso wie von den meisten Kommentatoren, die diese Textfragmente mangels Eigenrecherche anscheinend auch alle Ernst nehmen.

    In diesem Sinne: „Kommunikation ist unwahrscheinlich“

  50. 50
    Xilef says:

    achja und @ Stefan
    natürlich würde es was ändern, als ich den Auszug hier bei ihnen gelesen habe, dachte ich was ein Volldepp der Heine, so kann man doch in einem eingermaßen seriösen Blatt nicht vom Leder ziehen, jetzt weiß ich, er ist einfach nur überhaupt nicht lustig. Es kam hier einfach so rüber als würd der das wirklich ernst meinn und wenn ich mir einige Kommentare hier anschaue glaube ich bin ich nicht der einzige der das in der verkürzten Form so interpretiert hat.

  51. 51
    Saarlänner says:

    @48 Stefan:
    Na, alles.
    Es macht den zwar Text nicht besser, weder inhaltlich noch stilistisch. Aber man könnte ihm (den Text und dem Autor) mit der nötigen Gelassenheit und Nachsicht begegnen, der meiner Ansicht nach angemessen wäre. Einem Narr sieht man doch alles nach – wenn man nur weiß, dass er ein Narr ist. Das war früher auf´m Dorf nicht anders.

    Und ich seh das doch hier in meiner zweiten Heimat (Köln): die ticken jährlich für gut anderthalb Wochen völlig aus – und geben Dinge von sich, die man ihnen nur wegen ihrer Narrenkappe auf dem Kopf nachsieht. Die Kölner (okay, und die Düsseldorfer, Mainzer etc.) haben aber wenigstens eine sichtbare Narrenkappe auf. Herr Heine hat sie diesmal halt vergessen – und es versäumt, „Satire“ über seinen Text zu schreiben.

    Ich finde, über seinen Text kann man sich nur solange aufregen, bis man des Autors Narrenkappe in der Ecke liegen sieht.

  52. 52
    Saarlänner says:

    @52:
    Yepp. Oder so. Genau. Ganz meiner Meinung. Habs in „53“ nur etwas anders ausgedrückt.

  53. 53
    Stefan says:

    @Saarlänner: Wie Sie schon schreiben: „Es macht den Text nicht besser.“

    (Woraus schließen Sie, dass ich mich „aufgeregt“ habe über den Artikel?)

  54. 54
    Fannie Mac says:

    Wer dem mäßig lustigen Markus Barth als Urlaubsvertretung sein Blog zur Erheiterung seiner Leser überlässt, sollte mäßig lustige Kollegen, die sich als Satiriker verdingen, nicht so maßlos angiften. Oder ist das hier alles nur Satire? Hat Markus Barth heimlich dieses Blog übernommen und der Stefan Niggemeier ist in Wirklichkeit auf Weltreise? Wird er uns demnächst mit einem Buch voller eigener Erlebnisse überraschen?

  55. 55
    Alex says:

    Ohne alle Kommentare gelesen zu haben, ist dieser Artikel meines Erachtens ein sehr guter Beitrag in Bezug auf Satire über Political Correctness. Peinlich für einen Blogger, wenn er eine Satire nicht als solche erkennt, was mir hier so scheint. Gerade, weil es sehr subtil daher kommt, ist diese um so besser (quasi als Vorausgriff auf Godwins Gesetz).

    Gruß

    Alex

  56. 56
    sb says:

    Tut mir leid, wenn ich diese Erklärungs-/Entschuldigungsversuche für diesen Beitrag beim besten Willen nicht nachvollziehen kann. Falls Herr Heine tatsächlich aufgebrochen war, um Political Correctness anzuprangern, hat er sich gleich nach dem Startschuss gehörig verrannt. Ich sehe nach wie vor keinen Grund anzunehmen, sein Gepolter gegen die ebay-Mitarbeiter sei lediglich eine Persiflage auf Idioten, die genau so einen Unsinn verzapfen und Ernst meinen. Dafür fehlt mir der Aufhänger.

    Ist sicher lieb gemeint, dem Mann vor dem Hintergrund einer(!) seiner Tätigkeiten pauschal Ironie zu unterstellen, wenn er Blödsinn verzapft, aber nach allem, was ich bis jetzt von dem von ihm verantworteten „Glasauge“ mitbekommen habe, kann man der Seite einiges nachsagen, aber bestimmt kein Höchstmaß an Subtilität, für das man seine Ironie-Antenne halt nur auf den Nanometer genau ausrichten müsste. Nicht bei einer Seite, über der „Vorsicht: Ironie und Sarkasmus“ steht. Im Gegenteil, unterstützt dieser Warnhinweis vor Satire mMn doch den Eindruck, die Macher neigten zu eben der Dummheit, derer Herr Heine hier bezichtigt wird.

    Manchmal ist eine Zigarre einfach nur eine Zigarre.

  57. 57
    Saarlänner says:

    @stefan (55)
    Hab ich doch gar nicht behauptet. Aber Ihre Rezension implizierte, man möge sich doch bitte ein wenig aufregen. Hab mich zuerst ja auch ein wenig schütteln müssen, als ich die Auschnitte des Artikels las, den Sie zitierten. Und viele, viele der Kommentatoren vor mir haben sich richtig (RICHTIG!) aufgeregt über diese Passagen. Oder?

    Wenn das Zitieren des Textes in den von Ihnen sorgsam ausgewählten Passagen nicht eben jenen Grund hatte, sich ein wenig über den Stil usw. des Autors aufzuregen – was war es dann?
    Was war der Grund dafür?
    Sie legen doch ansonsten ziemlich gekonnt den Finger in die journalistischen Wunden (und machen das richtig, richtig gut – meistens), damit man sich aufrege und nicht alles ungekaut runterschlucke. Richtig? Erst lesen, dann (nötigenfalls) aufregen und das unverdauliche Stück Journalismus wieder ausspucken, auf dass es einem nicht den Magen, den Tag und die Objektivität verderbe.
    Also – wenn dieser Artikel des Herrn Heine für Sie kein Aufreger war, worin lag dann Ihre journalistische Aufklärungsarbeit, Stefan?

  58. 58
    Sonya T. says:

    @Saarlänner, Detlef Guertler: Was würde es ändern, wenn “Satire” drüberstünde, über dem Text?

    Viel, Stefan, viel. Leider. Ich liebe Dich ja grundsätzlich und für alles Mögliche, aber das würde in der Tat sehr viel ändern.

  59. 59
    Elco says:

    @59
    kann man nichtmal was absurd finden und das dann zitieren?
    oder muss alles was man macht im zeichen „journalistischer aufklährungsarbeit“ geschehen?
    ansonsten hätt ich gern nen guten grund warum sie nun schon den xten kommentar unter diesen eintrag setzen.

  60. 60
    Saarlänner says:

    @61: *verblüfft* weil ich´s KANN…?!
    Und weil mir der Betreiber dieses Blogs ne Frage gestellt hat (siehe „55“). Darauf hab ich geantwortet. Das nennt man höfliche Debatte. Schon mal gehört? Ich hoffe, dieses Argument kann vor Ihren strengen Augen bestehen.

    Satire IST absurd. Wär´s sonst Satire? Wenn man aber ein Zitat veröffentlicht, was für sich alleine eine Frechheit oder zumindest ziemlich fragwürdig (oder gar beleidigend) ist – ohne auf den satirischen Hintergrund des Artikels in seiner Gesamtheit hinzuweisen, dann ist das nun mal in meinen Augen durchaus einen kritischen Kommentar (oder auch zwei, drei) wert. Man mag anderer Ansicht sein, aber das ist das Schöne an einer Debatte: man hört sich zu, wägt Argumente ab, kommt zu einem Konsens. Tja, uns so kommen dann halt schon mal drei, vier Beiträge zusammen. Sorry, wenn es Sie stört… hab aber nur auf Ihre Frage geantwortet…

  61. 61
    ruhrpottjunge says:

    Derjenige, der sich (reichlich künstlich) über „Die Fahne hoch!“ echauffiert, geht jetzt einer eher kühl formulierten, zwar keineswegs gelungenen, aber zumindest doch der Ernsthaftigkeit unverdächtigen Satire auf den Leim.

    Ich hatte ihm mehr zugetraut. Vielleicht will er aber auch nur experimentell belegen, dass die hier versammelten Bloggroupies wirklich ALLES nachplappern, was ihnen hier vorgebloggt. wird. Das ist hiermit eindrucksvoll gelungen.

  62. 62
    Nobilitatis says:

    Na, vielleicht wars als „Satire“ auch einfach nur schlecht, schlecht, schlecht. Und es wird hier im Blog zurecht darauf hingewiesen? Auf dass der Verfasser der „Satire“ in sich gehe und zu sich selbst sage ‚Schuster, bleib bei deinen Leisten‘?

    @rw, 45: Versteh ich nicht. Welcher Anglizismus?

  63. 63
    SvenR says:

    @ ruhrpottjunge #63:

    Satire darf alles. Sogar beleidigen. Aber nicht alles, was beleidigt, ist auch Satire.

    Ich finde es selten dumm von einem Status-Icon bei Ebay (welches mit dem Judenstern eigentlich überhaupt nichts zu tun hat) über Antisemitismus Ebay-Mitarbeiter zu bashen (das Unternehmen hätte es vielleicht aus verschiedenen Gründen sogar verdient, manche Manager bestimmt), dann über die Farbe gelb zu Chinesen zu kommen (zum Glück sind olympische Spiele, sonst wär es vielleicht Japan geworden, aber nein, dann würde das tolle Glückssymboltattoofragment ja nicht mehr passen). Satire entdecke ich da keine, sondern nur platte, pseudo-populistische Effekthascherei.

    Wie ich oben schon ausführte, auch FireFox verwendet gelbe Sterne, wie viele andere Computerprogramme auch.

    Hotels verwenden Sterne, und die Kategorie zu kennzeichnen. Viele Hotels, die ich kenne, sogar gelbe. Was für ein tolle Gelegenheit für Satire.

    Übrigens: Chinesische Mauer, Zigeunerschnitzel und Negerkuss. Nicht, dass Sie mir noch politische Korrektheit vorwerfen.

    Sie habe ja schon eine Meinung, Sie brauchen ja keine Argumente mehr. Nichts desto trotz der guten Ordnung halber: Die Aufregung um „Die Fahne hoch!“ konnte ich auch nicht nachvollziehen, da mir nationalsozialistisches Liedgut vollkommen fremd ist. Wenn man’s kennt, ist’s vielleicht anders.

  64. 64
    B.Schuss says:

    also wenn Herr Heine das als Satire verstanden haben will, ist er offensichtlich grandios gescheitert.
    Jetzt kann man sich natürlich fragen, ob diejenigen von uns, die seinen Beitrag nicht als Satire identifiziert haben, nicht einfach beschränkt sind, und vermutlich auch noch bei eBay arbeiten oder ähnlich unattraktive Jobs haben. Kann sein.

    Meine Vermutung ist aber , dass die meisten hier keine Satire sehen, weil es einfach nicht lustig ist.
    Das sind bloss Beleidigungen, und irgendwelche sinnfreien Geschichten, die in keinerlei Zusammenhang stehen.
    Mal abgesehen davon, dass die Tattoo-Sache mit den chinesischen Schriftzeichen so alt ist, da lacht noch nicht mal meine Mutter mehr drüber. Und die ist mit Pferdewagen groß geworden.

    Satire ist was anderes.

  65. 65
    Thomas Lobig says:

    @63/ruhrpottjunge: Richtig, der Text ist dermaßen jeder Ernsthaftigkeit unverdächtig dass er einfach nur noch dämlich ist – war irgendwie die ganze Zeit auch der Kern der Sache.
    Was Hernn Niggemeiers Hang zur Experimentalpsychologie angeht.. äh.. puh.. der ist doch irgendwie hier nur mäßig evident. Alles was Herr Niggemeier als Kommentar zu dem Artikel sagt ist „Könnte vielleicht jemand Matthias Heine die Drogen wegnehmen? Oder wiedergeben?“. Das wars dann schon. Die Kommentatoren hier schreiben über ihre eigene Auffassung des Artikels.
    Aber wahrscheinlich bin ich Ihrer Realsatire auf dem Leim gegangen, Herr ruhrpottjunge – zumal Sie doch zumeißt in einer Weise kommentieren dass ich Sie im Anti-Niggemeier-Fanblock vermuten müsste, aber das ist sicher auch nur Satire.. oder wie?
    Was für eine verwirrende Welt das da draußen doch ist :o)

  66. 67
    rw says:

    @64, Nobilitas: „Das ist auf so vielen Ebenen falsch“ <- sehr, sehr blöder Anglizismus

  67. 68
    twelv says:

    Albern der Typ. Noch so ein pseudointellektueller der es geschaft hat nach 10 Jahren ebay da mal reinzuschnuppern und nun seine ersten zehn Bewertungen hat. Nun ist er schon Insider weiß alles übers Internet und sowieso alles weltweit, ist toll schön sehr sehr schlau und sowieso super. Ich bin begeistert womit Leute in den Medien Geld verdienen können.

  68. 69
    Matt says:

    @69 (rw): Nö, der blödeste Anglizismus steht im „Pille macht Journalisten impotent“-Eintrag in Kommentar #15 (Cyberbrat): „Erzähl mir davon“ kommt von der englischen Wendung „Tell me about it“, die soviel heißt wie „Was du nicht sagst“.

    Zum Thema: Dass der Beitrag Satire sein soll, war mir auch anhand des kurzen Ausschnitts klar. So etwas kann man einfach nicht ernst meinen. Also geht es hier um eine reine Geschmacksfrage: Findet man den Beitrag gelungen oder völlig unwitzig. Der Hausherr (und ich auch) schüttelt über soviel bemühte Lustigkeit nur den Kopf, während andere sich an ihren Deutschunterricht zurückerinnern und in peinlicher Überinterpretation Herrn Heine Intentionen nachsagen, an die er beim Verfassen des Textes vermutlich selbst nicht gedacht hatte.

  69. 70
    SvenR says:

    @ Uwe #68:

    Und es ist nicht einmal eine eins-zu-eins Kopie, sondern mehr so die Maxi-Single. Macht‘ aber auch nicht besser.

    Übrigens scheint Heine nur Blogger und gar kein richtiger Journalist zu sein, sonst hätte er doch schon lange recherchiert, wie „das chinesische Zeichen für ,Glück’“ aussieht, oder?

  70. 71
    Nobilitatis says:

    @rw:
    Dann handelt es sich wohl um einen blöden Germanismus. Ich habe von Textebenen gesprochen. Und nix übersetzt.

  71. 72
    Matthias Heine says:

    An all die Aufgeregten:

    Zur Bedeutung des Begriffs “Gelber Stern” verweise ich auf Inge Deutschkrons Buch “Ich trug den Gelben Stern”, das können Sie sogar bei Ebay kaufen:

    http://shop.ebay.de/items/_W0QQ_nkwZIngeQ20DeutschkronQQ_armrsZ1QQ_fromZR40QQ_mdoZ

  72. 73
    rw says:

    @74: Ach so.

  73. 74
    sb says:

    An all die Unaufgeregten:

    Was will uns Herr Heine damit jetzt wieder sagen?

  74. 75
    rw says:

    @73: Ja nee, is klar.

  75. 76
    B.Schuss says:

    jetzt bin ich endgültig verwirrt. Vielleicht könnte Herr Heine sich ja mal äussern, wie das Ganze jetzt gemeint war. Das wäre mal eine Bereicherung der Debatte… ^^

  76. 77
    TVJunkie says:

    Das mit dem gelben Stern scheint Herrn Heine doch etwas ernster zu sein. Er möchte halt auf unseren geschichtlichen Kontext mit dem „gelben Stern“ hinweisen.

    Ich meine, es ist trotzdem übertrieben, hier gleich auf diese Symbolik aufzusteigen, handelt es sich hier immerhin doch um eine eBay-Bewertung. Ich empfehle diesbezüglich, mit eBay Kontakt aufzunehmen.

  77. 78
    G says:

    War das in #74 gerade der echte Matthias Heine?

    Vielleicht nochmal kurz fürs Protokoll: Der Judenstern hat 6 Zacken und der ebay-Stern hat 5 Zacken.

    Man kann ebay ja auch vieles vorwerfen, aber dass sie ihre Kunden mit Verfolgung und Tod bestrafen glaub ich jetzt eher nicht so.

  78. 79
    Moloq says:

    Ich halte den Artikel insgesamt auch etwas sinnbefreit. Was die Kritik an eBay betrifft, zumindest als Insiderwitz nachvollziehbar, um nicht zu sagen fundiert. Das hat zwei Gründe … zum einen ist hinlänglich bekannt, dass der Kundenservice von eBay/PayPal praktisch nicht existent ist. Mails werden grundsätzlich mit Textbausteinen beantwortet, die nichts mit dem Anliegen zu tun haben. Zum anderen, und das ist wichtiger: Wer sich auskennt weiß, dass sich eBay derzeit in einem massiven Richtungswechsel befindet, der auf Kosten von einer Vielzahl von Verkäufern geht. Um nicht noch mehr Marktanteile an amazon & Co zu verlieren, hat Ebay die verhängnisvolle Entscheidung getroffen ein billiges Outlet-Center für größere Verkäufer zu werden, einhergehend mit einschneidenden Vorgaben für den Verkauf. Es scheint, dass kleinere Verkäufer nicht mehr willkommen sind und rausgemobbt werden. So werden derzeit weltweit Verkäufer in würdeloser Weise mit Handelsbeschränkungen und anderen Nachteilen belegt und schließlich gesperrt. Erfahrungsberichte und dass Verkäufer damit in ihrer Existenz bedroht werden, kann man überall nachlesen. EBay selbst kümmert dies nicht. Der Frust der Verkäufer ist enorm. Die Abwanderungs- und Boykottbewegung, die 2005 begonnen hat, beschleunigt sich seitdem. Es ist allzu verständlich, dass EBay’s Image ruiniert ist und seine Mitarbeiter mit Anfeindungen leben müssen. Wenn einige Poster sich hier einen Job bei Ebay wünsche, wissen diese wirklich nicht wovon sie reden.

  79. 80
    Augusten says:

    @68
    Ah, er hat wohl gemerkt dass es nicht lustig war. Jetzt ist es zwar weniger beleidigend, aber immer noch nicht lustig.

  80. 81
    G says:

    @Moloq

    Wie ich bereits schrieb: „Man kann ebay ja auch vieles vorwerfen, aber…“

    Außerdem: „Autobahn“ und so.

  81. 82
    creezy says:

    Mein (Ver-)Bewunderung geht aber am allermeisten in eine ganze andere Richtung, wie kann man im Jahr 2008 erst seinen ersten ebay-Stern bekommen? ,-)

  82. 83
    Stefan says:

    Über dem Kommentar 74 steht in der Druckversion „Satire“. Vielleicht.

  83. 84
    choddy says:

    @81: Wow. Darf ich auch jeden Telekom-Mitarbeiter beleidigen, weil er persönlich mich ausspioniert hat oder jeden Microsoft-Mitarbeiter weil mir Vista nicht wirklich gefällt?

  84. 85
    karatekater says:

    Ja klar ist es Satire. Das erkennt man schon, wenn man auf den allerersten Link Klickt „Matthias Heine“.

    Aber es ist verdammt schlechte, unlustige und unmotivierte Satire. Das soll es ja auch manchmal geben…und dies ist ein sehr schöner Beweise.

    Satire ist auch kein ultimativer Schutz bei allzu dümmlichen Texten.

  85. 86
    Cornelius says:

    Wenn Matthias Heine hier gepostet haben sollte, was ich absolut begrüße, würde sich der Artikel des Spiegel über die Beta-Blogger („In Deutschland sind die vielen Hände der Amateure ziemlich leer. Blogs bleiben ein Nischenprodukt. Mal lustig, mal interessant. Sehr oft mit nichts als sich selbst beschäftigt. Aber insgesamt ohne große Bedeutung.“) verwässern – eigentlich auch widerlegen.

    Das es so kommen würde, war mir klar, nachdem ich den Artikel des Spiegel fertig gelesen hatte. Der Spiegel unterschätzt die Blogger-Szene gewaltig.

  86. 87
    tobi says:

    mir muss jetzt nur mal jemand erklären, worauf sich die satire denn beziehen soll…

  87. 88
    SvenR says:

    @ Moloq #81:

    Das Ebay seine Unschuld schon lange verloren hat dürfte selbst Herr Guertler wissen, obwohl er kein Webauktionshausfachjournalist ist.

    Es wird aber nicht Ebay kritisiert, sondern es werden pauschal alle Mitarbeiter herabgesetzt. Das ist ein riesengroßer Unterschied.

    Wie viele Menschen kennen Sie denn persönlich, die bei Ebay arbeiten? Ich vermute keine.

    Meine Kumpels bei Ebay, Google und Microsoft, sowohl in Deutschland, England, der Schweiz als auch in den USA haben allesamt spannende Jobs, die ihnen Spaß machen, verdienen damit viel Geld, wohnen auf Dienstreisen in ordentlich Hotels, fliegen nicht nur mit dem billigsten Ramschflieger durch die Welt, haben schöne Büros, interessante Sozialleistungen, soziale Anerkennung.

    Ich bin auf 2/3 von denen neidisch. Und Neid muss man sich hart erarbeiten…

  88. 89
    Detlef Guertler says:

    Ein Unternehmen kann seine Unschuld nicht verlieren, weil es kein unschuldiges Unternehmen gibt. Weiß ich als Wirtschaftsfachjournalist…

  89. 90
    Moloq says:

    @ 86 / 91

    Es tut nichts zur Sache, aber wenn Sie es wissen wollen, ich kenne einen persönlich. Was wichtiger ist, und daher kommt mein persönliches Engagement zur EBay-Kritik, ich habe noch nie kompetenten Kundenservice erlebt.

    Dass man überspitzt und pauschal alle Mitarbeiter über einen Kamm schert, erst recht wenn es sarkastisch ist, halte ich für legitim. Das zeigt Wirkung und damit muss man leben. Wir sind mündige Menschen, die selbst differenzieren können sollten.

    Es geht doch überhaupt nicht um Neid auf offensichtlich überbezahlte Mitarbeiter. Es ist traurig, dass sie sich selbst auf so eine Stufe stellen. Wenn Sie schreiben „soziale Anerkennung“, reden wir tatsächlich am Thema vorbei. Fakt ist das Gegenteil. Als eBay-Mitarbeiter genießt man einen schlechten Ruf und man sollte sich hüten dies offen kundzutun. Wer sich für einen Arbeitgeber entscheidet, der seine Kunden mit Respekt – und Würdelosigkeit behandelt, so wie es auf eBay geschieht, verdient all die Schmach die man dem Arbeitgeber selbst entgegenbringt. Sonst würde sich nie etwas ändern. Der Wind hat sich gedreht. Die eBay-Aktien stürzen ab, Händler laufen davon und zeigen weltweit ihre Antipathie. Der Misserfolg der jährlichen eBay-Versammlung eBay Live! in Chicago 2008, bei der ein gewaltiger Teilnahme-Einbruch zu verzeichnen war, auch wenn dies EBay beschönigt, und bei der Händler offen und lautstark gegen die EBay-Offiziellen angerannt sind, ist ein deutliches Beispiel.

    Das ist aber alles off topic.

  90. 91
    Inga says:

    @Herr Guertler
    Falls das mit dem Wirtschaftsfachjournalisten keine Satire war, erklärt das zumindest Ihre im anderen Eintrag (Pille und so) vertretene Ansicht zum „guten“ Journalismus. Wirtschaftsfachjournalisten sind ja schließlich auch nur da, um PR-Meldungen der Unternehmen ungeprüft wiederzukäuen und damit die Anzeigenkundschaft bei Laune zu halten, gell?! Nicht, dass man sich da noch was durch Recherche (ihhh!) verspielt.

  91. 92
    Christoph Wesemann says:

    Schweifen wir hier gerade ab? Es geht doch allein darum, dass Herr Heine einen Humorbeitrag ohne Humor geschrieben hat, oder? Was ist daran Satire? Er hat einfach aus seinen Einzelgedanken etwas konstruieren wollen und ist gescheitert. Kann passieren, sollte dann aber besser nicht veröffentlicht werden. Will sagen: Irgendjemand bei der Morgenpost hätte schreien müssen: „Halt! Fehlermeldung, Fehlermeldung! Lachmuskel reagiert nicht! Löschen!“

  92. 93
    Boris says:

    „Irgendjemand (…) hätte schreien müssen: “Halt! Fehlermeldung, Fehlermeldung! Lachmuskel reagiert nicht! Löschen!”“

    Lass uns diese Forderung an alle Redaktionen stellen. Dann wären Stefan Raab, Harald Schmidt und Mario Barth schon längst vom Bildschirm verschwunden bzw. nie dort gelandet…

  93. 94
    Christoph Wesemann says:

    @ Boris: Nun ja, Harald Schmidt gelingt in zehn Minuten doch immerhin mal ein Witz, jedenfalls war es immer so. (Hier in Odessa kann ich ihn nicht sehen. Meine Ferndiagnose: Schmidt spielt zu oft mit Waldi, den Umgang also unbedingt verbieten.) Die beiden anderen Herren kenne ich zu wenig. Einigen wir uns darauf, dass unsere Omas, so Ihre auch noch lebt, nach dem ersten Likörchen witziger sind als Herr Heine in dem von Niggemeier ausgewählten Beitrag?

  94. 95
    Modran says:

    In der „Welt“ möchte er nun ein Hakenkreuz für 100 positive Bewertungen. Mhh, die Swastika ist nicht zufällig ein chinesisches Glückssymbol?

  95. 96
    DerOnkel says:

    Wow.
    Diese „Diskussion“ gibt dem Wort Realsatire eine ganz neue Bedeutung…

  96. 97
    Uwe says:

    @98.
    wenn, dann ein orientalisches :-D

  97. 98
    Tim says:

    Ich weiß gar nicht, was Ihr alle habt. Das Lachen vergeht einem auf welt.de doch eher bei Text-/Bild-Scheren wie dieser hier. Schon älter, aber immer noch jämmerlich.

  98. 99
    Markus says:

    [gelöscht.]

  99. 100
    Markus says:

    Oh, war das so hart? Sorry!

  100. 101
    Stefan says:

    @Markus: Ich fand das unnötig persönlich.

  101. 102
    Gregor Keuschnig says:

    Den Heine-Text als Satire zu lesen, DAS ist Satire! Aber vergebliche Liebesmüh: Aus einem Esel kann man kein Rennpferd machen, auch wenn man ihm einen Sattel auflegt.

  102. 103
    SvenR says:

    @ Detlef Guertler #92:

    Ich glaube zu wissen, was Sie meinen, muss Ihnen aber dennoch widersprechen. Junge Unternehmen, die einfach so passieren, sind meiner Erfahrung nach sehr lange sehr unschuldig. Aber, da gebe ich Ihnen recht, nach einigen erfolgreichen Jahren und einer gewissen Unternehmensgröße ist die Unschuld immer dahin – oder das Unternehmen.

  103. 104
    Milituerk says:

    Gerade habe ich aus dem Fenster gesehen, unglaublich da sind überall gelbe – ja wirklich – gelbe Sterne am Himmel.

    Da fällt mir ein, vorige Woche kam der Brief mit meiner neuen Personenkennzahl ähm lebenslangen Steuernummer. Gelber Stern, Nummer – da war doch irgendwas … btw ich brauch noch ein neues Faschingskostüm

  104. 105
    Katzenblogger says:

    Herre„Matthias Heine“ ist jedenfalls kein Bildungswunder. Er geht in seiner, äh, Kolumne davon aus, dass ein einzelnes chinesisches Schriftzeichen auch bedeuten kann:

    Du bist eine doofe rundäugige Kuh, und ich habe dir 100 Euro für diesen Mist abgeknöpft

    Wer sowas glaubt, wer das sogar für hundertausend Leser schreibt, der hat beim Schreiben das unterste Maß an notwendiger Sorgfalt bereits verloren.

    Was ist das für ein Ton? Was ist das für ein Gekeife, ein ständiges Treten nach einem vermuteten Unten (hier: Ebay-Mitarbeiter) von einem, der sich für einen gut informierten Qualitätsjournalisten hält? Herre Matthias Heine ist gemäß seiner Eigenbeschreibung ein:

    Konservativer. Sein Herz schlägt für Dinge, die gerade nicht in Mode sind: Frankreich, Western, Schallplatten, Gedichte, Kinder und Eintracht Braunschweig. Gar nicht mag er dagegen Drahtbügel, Ideologien, Hunde, schlechtes Essen, Sonnenbrillen und Journalisten, die am Schreibtisch anderer Leute Blut vergießen. Er misstraut Typen mit Gel im Haar, und er glaubt an die revolutionäre Kraft des Guten.

    Nunja. Die Gelhaar-Spitze ist zunächst durchaus witzig für jemanden, der bei Springer fest angestellt ist – wie er.

    Auf die Vorwürfe seiner Leser gibt er in Born’s Blog eine gelhaarige Antwort, die kaum noch Zweifel an seiner Blasiertheit – in dieser Angelegenheit – lässt.

    Nachdem ich mehrere seiner Artikel gelesen habe, frage ich mich ernsthaft: Was ist es, muss man über viel „Vitamin B“ verfügen, um bei Springer in auflagestarken Zeitungen derartige Kolumnen verfassen zu dürfen? Ist es das Talent des M. Heine?

    Ich vermute, dass er von seinem Schwerpunkt-Thema Theater deutlich mehr versteht. Vielleicht sollte er dabei bleiben.

  105. 106
    Katzenblogger says:

    Ich verstehe kaum, warum einer wie Matthias Heine es überhaupt wagen kann, (teils) schlecht bezahlte Ebay-Mitarbeiter als eine Art unfähigen Abschaum darzustellen.

    Das ist beschämend. Denn: M. Heine meint es Ernst.

  106. 107
    Stefan says:

    @alle: Für mich war das eine kleine Geschichte, die ich bemerkenswert fand. Ich glaube nicht, dass es angemessen ist, daraus eine 100-teilige, teils sehr persönliche Beschimpfungsorgie zu machen. Und bitte, auf weitere Kommentare dieser Art zu verzichten.

  107. 108
    Xilef says:

    Eins bleibt festzuhalten:

    Wenn die Leser hier zuviel Interpretationsspielraum für ihren Erregungsreflex bekommen, dann kommen teilweise echt verwirrte und agressive Kommentare bei rum.

    Ergo:
    nächstes mal ganz genau ausformulieren worüber du dich aufregst Stefan, damit der gemeine Leser (einschließlich mir) auch weiß worüber man sich aufzuregen hat.^^

  108. 109
    Fannie Mac says:

    Die persönliche Beschimpfungsorgie haben Sie, Herr Niggemeier, eingeleitet mit den Worten „Könnte vielleicht jemand M. H. die Drogen wegnehmen? Oder wiedergeben?“ und dann aus seinem Artikel zitiert. Sie sind der Brandstifter und geben im Kommentar Nr. 112 den Biedermann. Und das alles nur, damit genügend Leute Ihre nervige Visa-Werbung anschauen und anklicken. Aber sich über Klickorgien anderswo erregen. Sie sind unglaubwürdig.
    Und nun sperren Sie bitte meine IP-Adresse, meinen Namen oder meine E-Mail-Adresse, damit ich nie wieder in Ihrem ekelhaft heuchlerischen Blog kommentieren kann, sie selbst ernannter arroganter Oberpresserat.

  109. 110
    Gregor Keuschnig says:

    @114/Fannie Mac
    damit ich nie wieder …kommentieren kann
    Endlich eine gute Nachricht.

  110. 111
    ruhrpottjunge says:

    Niggemeier bindet Fannie Mac-Odysseus an den Mast, auf dass dieses sirenengleiche Blog ihn nicht länger verführe? Schöne Vorstellung ;-)

  111. 112
    Cornelius says:

    Sorry, Fannie Mac, ich sehe von Artikelbeginn bis hin zum 116ten Kommentar nur eine einzige (dezente) Reklame. Anderswo gibt es regelrechte Klickorgien, über die auch ich mich errege, weil es nervt. Richtig beobachtet: Das ist anderswo …

    Ihnen muss wohl „eine ganz dicke Laus über die Leber gelaufen“ sein. Kamillen-Tee soll da prima helfen.

  112. 113
    Ommelbommel says:

    @ruhrpottjunge: Hihi :)

  113. 114
    jens says:

    Sein Artikel in der Welt ist noch „interessanter“
    http://www.welt.de/welt_print/arti2345672/Mein_erster_gelber_Stern.html
    So dumm…

  114. 115
    jolly rogers says:

    Bei den Antideutschen darf man auch Artikel lesen, in denen das Plus-Preisschildchen „0,88€“ als Zeichen des Plus’schen Antisemitismus gewertet wird.

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