Michael Verhoevens Sohn ist arm dran

12 Mrz 12
12. März 2012

„Schuhe gibt’s auch nicht gratis“, steht über dem Artikel des Regisseurs Michael Verhoeven über ACTA im aktuellen „Focus“, und genau genommen könnte man natürlich an dieser Stelle aufhören zu lesen. Es ist die „Ihr seid alle Diebe“-Nummer, und selbst wenn sie nicht falsch wäre, wäre sie alt.

Tatsächlich lohnt es sich aber, den Text trotzdem zu lesen, weil er die Diskussion noch viel weiter zurückwirft, als die Überschrift befürchten lässt.

In der Welt dieses „Focus“-Artikels, in der Welt des Michael Verhoeven gibt es keinen legalen Handel mit digitalen Inhalten im Netz.

Verhoevens Text beginnt so:

Ein Kunde geht in ein Musikgeschäft und entdeckt dort eine tolle CD. Am Ausgang wird er festgehalten. Er hat nämlich etwas vergessen: Er hat nicht bezahlt.

Das Netz ist wie ein Supermarkt. Hier entdeckt der Kunde ebenfalls tolle Musik und lädt sie herunter. Und auch er hat etwas vergessen. Er hat nicht bezahlt — doch niemand hält ihn auf.

Die Möglichkeit, dass der Kunde die tolle Musik im Netz entdeckt, heruntergeladen und bezahlt hat — sie kommt nicht vor.

Verhoeven:

Mein Sohn Simon ist Komponist. Über die Verwertungsgesellschaft GEMA ist er beteiligt, wenn seine Musik (z. B. in dem Film „Männerherzen“) im Kino, im Radio oder Fernsehen aufgeführt wird.

Was aber über das Netz verbreitet wird, wird nicht abgerechnet. Da geht er leer aus, und seine Musiker und alle am Herstellungsprozess Beteiligten sind ebenfalls betrogen.

Das ist strunzfalsch. Was über das Netz verbreitet wird, wird auch abgerechnet. Im Dezember erst hat die GEMA sich mit dem Internetverband Bitkom über Vergütungs-Regeln geeinigt. Und auch im endlosen Streit zwischen GEMA und YouTube geht es um die Frage, wie hoch die Vergütung sein soll — nicht um die Vergütung an sich.

Verhoeven wendet sich dann an die Diebe direkt und versucht es damit, sie als Kindergartenkinder zu behandeln:

Sie verstehen doch, lieber User, dass ein Drehbuchautor, ein Regisseur, ein Produzent, ein Sänger für die Verbreitung seiner Arbeit ein Honorar bekommen muss. Wenn Sie in einen Laden gehen, wissen Sie, dass Sie die Ware bezahlen müssen. Wieso erwarten Sie nicht das Gleiche, wenn Sie im Netz eine Ware beziehen?

Viele erwarten es. Viele tun es.

Eines der Probleme ist, dass sich für viele „Waren“, die Menschen gerne im Internet „beziehen“ würden, gar keine Bezahlmöglichkeiten angeboten werden. Dass quasi die Kassen fehlen.

Lustigerweise hat Verhoeven denselben Gedanken erblickt. Aber er hat leider die falsche Auffahrt genommen und landet dort als Geisterfahrer:

Sie haben ja die Freiheit, das Lied oder den Film herunterzuladen.

Niemand verbietet es Ihnen. Aber bitte nicht, ohne an der Kasse das Geld hinzulegen.
Entsprechende Kassen gibt es, denken Sie an die Schuhe, die Sie im Internet gekauft haben. Aber im Fall von Musik oder Spielfilmen sind die Kassen nicht besetzt. Noch nicht.

Es ist merkwürdig, das im März 2012 noch irgendwohin zu schreiben, aber gut: Doch, es gibt auch im Fall von Musik oder Spielfilmen schon Kassen, die besetzt sind, und in manchen stecken schon gewaltige Einnahmen.

Es kommt aber schlimmer. Verhoeven hält ACTA tatsächlich für ein Kassenaufstellabkommen, nicht für ein Kaufhausdetektivabkommen.

Aber im Fall von Musik oder Spielfilmen sind die Kassen nicht besetzt. Noch nicht. Jetzt, wo das geschehen soll, wird geschrien: „Das ist Zensur!“ Wie bitte? Ist es Zensur, dass Sie die Schuhe bezahlen müssen, die Sie im Internet gekauft haben?

Was fehlt noch? Richtig: Netzsperren. Und Kinderpornographie.

Ich bin gegen Zensur. Aber im Netz bin ich zum Beispiel dafür, dass der Konsument von Kinderpornografie nicht etwa bestraft wird, sondern dass er sich den Dreck gar nicht erst ansehen kann, weil eine „Zensur“ ihn schon herausgefiltert hat. Wenn jemand zu bestrafen wäre, dann der, der diese Dinge ins Netz stellt. Und mitschuldig ist auch der Anbieter, der Provider, der Öffner des Portals, der laut Leutheusser-Schnarrenberger nicht Hilfssheriff spielen soll.

Ich habe nicht die Kraft, all das, was daran falsch und schlimm ist, aufzudröseln. Ich würde mich allerdings Verhoevens nächstem Satz anschließen:

Hier sind viele Fehleinschätzungen im Umlauf.

Ich fürchte, dass dieser Artikel nicht nur etwas über die Ahnungslosigkeit von Michael Verhoeven aussagt, der glaubt, dass man im Internet Filme nur stehlen kann, bis endlich die ACTA-Kassen aufgestellt sind. Ich fürchte, dass das Stück und die Tatsache, dass der „Focus“ das so gedruckt hat, auch etwas darüber aussagt, in welchem Maß die ACTA-Lobby bereit ist, mit Unredlichkeit und Boshaftigkeit für ihre Interessen zu kämpfen. Sie scheint aus ihren Fehlern nur exakt eine Lektion gelernt zu haben: Dass sie die Urheber vorschicken muss.

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89 Gedanken
  1. 1
    Muriel says:

    „Ich bin gegen Zensur, aber…„
    Dafür gibt es anscheinend noch keine Facebook-Gruppe. Will jemand?

  2. 2
    Kinch says:

    „Ich fürchte, dass das Stück und die Tatsache, dass der »Focus« das so gedruckt hat, auch etwas darüber aussagt, in welchem Maß die ACTA-Lobby bereit ist, mit Unredlichkeit und Boshaftigkeit für ihre Interessen zu kämpfen.”

    Andere Erklärung dafür wäre vielleicht auch, dass der Focus erkannt hat, wie hoch das Aufregpotential für solch dumm Texte im Netz ist. Die Masche einen Freiwilligen zu finden, der sich entblödelt um die genervte Aversion der „Netzgemeinde” abzuschröpfen haben sie vom Handelsblatt mit ihrer „Ansgar Heveling”-Nummer geklaut.

  3. 4
    J. S. says:

    Da frage ich mich aber: was ist mit den Künstlern, die ihre Musik oder ihre Filme kostenlos im Netz anbieten?
    Herr Verhoeven schreibt aber, dass ein Künstler für die Verbreitung seiner Werke ein Honorar bekommen MUSS! Er muss eins bekommen.
    Welches Gesetz besagt eigentlich, dass Künstler für ihre Werke Geld bekommen müssen? Kenne ich noch gar nicht.
    Und was sagt das über einen Künstler aus, der Werke erschafft nur um diese zu verkaufen? Der richtige Begriff hier ist nicht Künstler sondern Dienstleister. Und es heißt dann auch nicht Kunstwerk sondern Ware.

  4. 5
    Sebastian says:

    Erst wenn Copyrights nicht mehr ablaufen und Patente ewig gelten dann ja dann ist die Hegemonie der 1% vollkommen.

    Ich meine vielleicht sollte mal jemand den Rechteinhabern erklären was das mit der „V for Vendetta“-Maske so auf sich hat und welche Szenen sich da abspielten in dem Film.

    Letztes Jahr hat London gebrannt. Wenn ich Verhoeven hier lese kommt mir Stephen Fry im Film in den Sinn, der sich auch keines Unrechts bewusst ist, der nicht versteht, was denn so falsch ist, wenn man Ausgangssperren verhängt und es ja nur normal ist, dass man dem von Gott seinen Eltern übertragene Recht auf Einnahmen für geistiges Eigentum pocht.

    Wie pervers ist es denn, dass Verhoevens Sohn gar nicht so arm dran ist weil er noch nach dem Tod seines Vaters 70 Jahre von dessen Leistungen leben können wird? Und dass dessen Sohn noch dafür bezahlt werden wird, was sein Vater geschaffen hat? Und die Enkel? Und Urenkel? Und dass ACTA nicht der letzte Schritt ist, nein, es ist nur ein WEITERER Schritt hin zur „ThoughtCrime“ des Abspeicherns von Inhalten in den Neuronen unserer Gehirne. „Minority Report“ lässt grüßen.

    Disclaimer: sowohl für das Ansehen von „Minority Report“ als auch „V for Vendetta“ habe ich eine Kinokarte gekauft. Entsprechende Belege habe ich vorliegen.

  5. 6
    Daniel Jungblut says:

    Dass nur hier und dort mal ein leises Urheberstimmchen erhoben wird, entlarvt eigentlich die tatsächliche Interessenlage. Wenn es bei ACTA tatsächlich um dem Schutz der Urheber oder um ihre finanzielle Lebensgrundlage ginge, hätten sich längst Batallione an Empörungsaktivisten formiert. Künstler sind nämlich eigentlich ein protestfreudiges Völkchen.

  6. 7
    Tharben says:

    Wenn eine Industrie — nennen wir sie ausgediente Werkmittler — ihre Interessen durchsetzen will, indem sie Urheber einspannt, denen sie sagt, dass es um Künstler und Kreative ginge, es in Wahrheit aber ausschließlich um die Wahrung ihrer überkommenen Geschäftsmodelle geht, dann fehlt dieser Industrie offenbar jedes Argument. Andernfalls würde sie nicht zu diesem schmutzigen Mittel greifen.

    Am schlimmsten an der Debatte finde ich, dass die ausgediente Verteilerindustrie zu solchen Mitteln greift. Offenbar habt sie sehr lange Zeit hervorragend von den Urhebern gelebt. Nun, da das Internet den Platz der alten Distributoren eingenommen hat, sind sie sich nicht zu schade, einen alten Mann, der leider nicht zu wissen scheint, worüber er schreibt, für ihre miesen Machenschaften einzuspannen.

  7. 8
    Maxi says:

    @ Nummero 4:

    Ganz davon ab, dass es im Text wohl wirklich nicht zentral um diejenigen geht, die die Freiheit haben, Ihre Werke zu verschenken, gibt es im Übrigen tatsächlich ein Gesetz, dass vorschreibt, dass der Urheber eines Werkes eine Vergütung bekommen muss:

    § 32 UrhG. § 32 Abs. 1 besagt, dass ein Urheber für die Einräumung von Nutzungsrechten und die Erlaubnis der Werknutzung Anspruch auf eine Vergütung hat. Nach § 32 Abs. 3 Satz 1 UrhG kann dieser Anspruch noch nicht einmal vertraglich abbedungen oder ausgeschlossen werden.

    Das heisst zwar nicht, dass der Urheber auf seine Vergütung nicht auch faktisch verzichten kann. Tatsächlich ist § 32 UrhG aber einseitig zu Gunsten des Urhebers zwingend. Ein etwa im Voraus vereinbarter Verzicht würde den Urheber gegenüber dem Nutzer nicht binden.

    Nach § 32 Abs. 3 S. 3 UrhG (sog. Linux-Klausel) kann der Urheber aber eine Art Opensource Lizenz einräumen, wenn er das Werk von vornherein „für jedermann“ zur allgemeinen Belustigung vergütungsfrei verbreitet.

    Individualvertraglich aber ist ein Verzicht auf Vergütung letztendlich stets „unwirksam“.

    Dass soll sicherstellen, dass Werke von Künstlern, die ihren Lebensunterhalt damit bestreiten müssen, dass sie ihre Werke verkaufen (auch wenn das offenbar irgend etwas über die Künstler aussage, Nr. 4), nicht aufgrund einer strukturellen Unterlegenheit in Vertragsverhandlungen zu einem wirksamen Verzicht gezwungen werden können.

  8. 9
    Maxi says:

    Ganz allgemein finde ich die Anmerkung zu Verhoevens Text übrigens ein bisschen sehr spitzfindig. Es ist ja alles richtig: Es gibt Verkaufssysteme, es gibt auch Käufer, es wird Umsatz gemacht, an manchen Stellen stimmt das Angebot noch nicht, alte Männer haben keine Ahnung vom Internet, der Focus ist eine komische Zeitung,…

    Und dennoch: Dass es Verhoeven nicht um den Teil des Netzes ging, in dem das schon funktioniert ist doch klar. Dieser Teil ist für den Bereich der Problematik den er besprechen will nicht störend, sondern irrelevant. Ich denke eher dass er das deshalb weggelassen hat, zumindest aber auch weglassen durfte.

    Was mich eher stört ist, dass es sich meinen Text handelt, der die Zusammenhänge von einfacher Wahrheit wie

    „Schuhe müssen doch bezahlt werden“

    zu einer komplexen Frage wie

    „Ist ACTA eine geeignete, hinreichende und angemessene Regelung im Hinblick auf die Rechte von Uhrebern und Rechteverwertern sowie auf das Interesse der Gesellschaft, dass Kunst auch wirtschaftlich entstehen kann einerseits und dem Interesse der Internetnutzer auf Privatsphäre, Datenschutz und dem Gewaltmonopol des Staates bzw. der Sorge vor Privatisierung sicherheits– und ordnungsrechtlicher Aufgaben andererseits“

    nicht herzustellen imstande ist. Das hätte den Focus vom Abdruck abhalten sollen.

  9. 10
    Ste says:

    Und vor allem geht es bei ACTA usw. nicht darum dass die armen Künstler, Sänger und Verhoevens Sohn, der Komponist, nichts kriegen, sondern dass die Verwertungsfirmen und Anwaltskanzleien weiterhin kräftig und sicher verdienen. Bezahlsysteme im Netz würden diese ja übergehen und eine Direktzahlung an die Autoren und Künstler ja hervorragend begünstigen.

  10. 11
    Jeff says:

    If you are a pirate this is what you get…
    http://farm5.static.flickr.com/4032/4369403959_fe90464b27_o.jpg

  11. 12
    Stefan Niggemeier says:

    @Tharben: Ich glaube nicht, dass es hilft, jedesmal vor das Wort „Werkmittler“ das Wort „ausgediente“ zu setzen. Insbesondere wenn sie noch nicht ausgedient haben.

    „Das Internet“, das angeblich den Platz der alten Distributoren eingenommen hat, schafft es bislang jedenfalls nur selten, die Reichweiten zu produzieren, die ein Filmverleih, ein Fernsehsender oder viele Verlage ihren Inhalten verschaffen.

    Die Werkmittler haben ihr Monopol verloren. Ausgedient haben sie damit noch nicht.

  12. 13
    Michael Verhoeven « Die Rouladen rollen says:

    […] ich seriöse Presse bevorzuge, denn deshalb entgehen mir auch die schlimmsten Focus-Artikel. Auf Niggemeiers Blog kann man sich einen treffenden Kommentar zu einem ACTA-Bashing-Artikel von Michael Verhoeven […]

  13. 14
    Artist says:

    [wg. fehlender e-mail-adresse gelöscht]

  14. 15
    Ste says:

    @Stefan Niggemeier (13): Ist das denn so? Das wäre ja schön wenn sie das Monopol verlieren würden; momentan hab ich das Gefühl sie wollen es mit dem ACTA-Versuch retten oder festschreiben lassen; jedenfalls gibt es noch unendlich viele Texte und Konzepte die nichts anderes aussagen und ein Denken das auf keine andere Idee kommt, als dass es nur über sie gehen kann und andere Ideen werden als Ideen von Nerds oder Kriminellen abgetan.

  15. 16
    nik says:

    > „Mein Sohn Simon ist Komponist. Über die Verwertungsgesellschaft GEMA ist er beteiligt, wenn seine Musik (z. B. in dem Film »Männerherzen«) im Kino, im Radio oder Fernsehen aufgeführt wird.“

    Stopp. Herr Verhoeven, Sie haben vergssen zu bezahlen! Die Werbung, die hier gerade für Sie kostenlos im Internet plaziert wurde!

  16. 17
    Enrico says:

    Also zu diesem Quark von Herrn Verhoeven fällt wirklich nur noch eins ein: Wie kann man so unglaublich ahnungslos, verblendet, dreist oder schlicht dumm sein!?

  17. 18
    Tharben says:

    @Stefan Niggemeier, #12 Ja, so differenziert habe ich es nicht formuliert, aber es stimmt natürlich. Mir ging es eher darum, den grundsätzlichen Mechanismus kurz zu beschreiben.

    Außerdem sollte man beachten, dass das Publikum einiger Youtuber oder das ihres Kollegen Holger Kreymeier von fernsehkritik.tv mittlerweile größer ist als das von vielen Regionalsendern und –blättern.

  18. 19
    Wilmer says:

    Ob Herr Verhoevens Artikel mangelndes Wissen oder Absicht unterlegt ist, ist doch eigentlich irrelevant. Er ist doch auch nicht mehr als ein willfähriger Erfüllungsgehilfe der Verwertungslobby.

    Interessant finde ich, warum der Focus so etwas abdruckt, denn ich unterstelle mal, dass es dort informierte Menschen gibt. Welche Verzahnung findet dort Ausdruck? Und wenn ich darüber nachdenke, beginne ich eine veritable Paranoia zu entwicklen.

  19. 21
    Matthias says:

    @ Nr. 4:

    Nur weil ein Künstler von seiner Kunst leben möchte, heit das nicht, das er nur noch ein Dienstleister ist. Sie wissen offensichtlich nicht, wieviel Arbeit (und zwar harte Arbeit!) hinter den meisten Kunstwerken steckt und wieviel Aufwand Kreativität erfordert. Die fällt nämlich nur sehr selten vom Himmel…
    Sie können natürlich fordern, das ein Künstler kein Geld mehr bekommen darf, aber ich sage ihnen, das das Ideal des armen Künstlers (welches ohnehin viel zu häufig der Realität entspricht) nur denjenigen romantisch erscheint, die zuviel Geld für Nichtstun in der „freien Wirtschaft“ erhalten. 99,999% der Künstler würden ihnen für ihren Ausspruch sicherlich gerne ein paar deutlichere Takte sagen — und zwar nicht, weil sie Dienstleister sind, sondern weil Sie ihnen gerade die wirtschaftliche Existenzberechtigung abgesprochen haben.

  20. 22
    ACTA als Einladung zur Seelenforschung zum Urheberrecht « Sköne Oke says:

    […] wir dennoch eine Debatte zum Urheberrecht zu. Stefan Niggemeier macht es sich zu einfach, wenn er sie verwirft: Verhoevens Text beginnt so: …Das Netz ist wie ein Supermarkt. Hier entdeckt der Kunde […]

  21. 23
    Sebastian says:

    @21 Matthias

    Wo spricht der Kommentar #4 bitte dem Künstler die Existenzberechtigung ab?

    Er weisst darauf hin, dass ein Künstler NICHT dazu gezwungen ist für seine Werke und deren Verbreitung Honorar zu verlangen.
    Kommentar 8 bekräftigt diese Richtigstellung durch Nennung der entsprechenden Paragraphen. Dort heisst es „Anspruch auf eine Vergütung“. Der Künstler hat einen Anspruch, muss diesen aber nicht wahrnehmen.
    Diese Unterscheidung ist sehr wichtig gerade im Hinblick auf Creative Commons und Bewegungen wie Wikipedia und Linux.

  22. 24
    Matthias says:

    Oh, #4 geht beinahe sogar noch weiter, wenn er/sie behauptet: „Und was sagt das über einen Künstler aus, der Werke erschafft nur um diese zu verkaufen? Der richtige Begriff hier ist nicht Künstler sondern Dienstleister. Und es heißt dann auch nicht Kunstwerk sondern Ware.„
    Er spricht dem Künstler nicht nur die Existenzberechtigung ab, sondern gleich sein Künstlersein als Ganzes. Als Künstler bin ich wie jeder andere auch dazu gezwungen, meine Ware irgendwo an den Mann/ die Frau zu bringen. Ja, ich inszeniere Theaterstücke auch, damit Leute sich die angucken und dafür Geld bezahlen. Tun sie das nicht, bin ich wirtschaftlich ruiniert. Und es soll auch Musiker geben, die darauf angewiesen sind, das irgendwer ihre Platten kauft, weil sie ansonsten doch wieder ins Call-Center müssen.
    Viele, wenn nicht sogar nahezu alle Kunstwerke sind erschaffen worden, weil da jemand seine Brötchen mit verdienen wollte, bzw. zumindest gehofft hat das irgendwie hinzubekommen.
    Natürlich darf jeder seine Kunst umsonst zur Verfügung stellen, wenn er/sie das will. Ich gebe auch gelegentlich Freikarten für meine Inszenierungen heraus. Aber #4 geht hier tatsächlich noch ein paar Schritte weiter, indem er hier mehr oder weniger unterschwellig die Botschaft verbreitet: Willst Du grundsätzlich Geld, bist Du Dienstleister und kein Künstler, und was Du machst in keine Kunst, sondern nur Dienstleistung.

  23. 25
    Petra says:

    Ist der Text nur im gedruckten Focus erschienen? Muss ich mir also eine Heft kaufen, um den Artikel ganz zu lesen? Ist das hier jetzt Werbung für den Focus?

  24. 26
    Stefan Niggemeier says:

    Jawohl. Und für Ihr Blog.

  25. 27
    Frank says:

    @Matthias (#24)
    Im Grunde ist die Sache doch klar und so wie sie schon immer war: Findet ein Künstler genug Menschen, die bereit sind ihm für seine Kunst genug Geld zu geben, dann kann er von seiner Kunst leben. Ob das nun ein Mäzen mit einer großen Summe ist oder eine große Menge Menschen mit Mikrobeträgen. Findet er nicht genug Menschen, muss er einer anderen Arbeit nachgehen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

    Ob das Internet dem durchschnittlichen Künstler eher hilft oder eher schadet weiß ich nicht. Es ist aber nun einmal da und wir alle müssen uns daran anpassen.

    Dass ACTA hilft, bezweifle ich hingegen stark. Besorgt sich jemand eine illegale Kopie eines Werkes, dürfte man in der Regel eine oder beide der folgenden Begründungen hören:
    a) Der geforderte Preis ist mir das Werk nicht wert.
    b) Ich kann es mir nicht leisten den geforderten Preis zu zahlen.
    Vermutlich könnte sich derjenige dieses eine Werk schon leisten, nur eben nicht die Summe aller Werke die er konsumiert. Selbst wenn ACTA also illegale Kopien unterbinden würde (was unwahrscheinlich ist), hielte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass es die Einnahmen auf der Urheberseite erhöhen würde.

  26. 28
    Jeff says:

    @24:
    „Als Künstler bin ich wie jeder andere auch dazu gezwungen, meine Ware irgendwo an den Mann/ die Frau zu bringen.“

    Ein wahrer Künstler macht mit seiner Kunst auch dann weiter, wenn er nichts mit seiner Kunst verdient, weil ihn die Leidenschaft treibt. Wenn er mit seiner Kunst aufhört, weil er nichts mehr damit verdient, ist er niemals Künstler gewesen.

    „Ja, ich inszeniere Theaterstücke auch, damit Leute sich die angucken und dafür Geld bezahlen. Tun sie das nicht, bin ich wirtschaftlich ruiniert.“

    Dann waren Deine Inszenierungen halt zu schlecht oder die Zeit des Theaters ist vorbei.

    „Und es soll auch Musiker geben, die darauf angewiesen sind, das irgendwer ihre Platten kauft, weil sie ansonsten doch wieder ins Call-Center müssen.“

    Musiker, die darauf angewiesen sind, daß man ihre Platten kauft, haben im Musikgeschäft nichts verloren. Ein wahrer Musiker lebt von seinen Live-Auftritten.

    „Viele, wenn nicht sogar nahezu alle Kunstwerke sind erschaffen worden, weil da jemand seine Brötchen mit verdienen wollte, bzw. zumindest gehofft hat das irgendwie hinzubekommen.“

    Der Künstler darf gerne wollen und hoffen, aber einen Anspruch auf Bezahlung hat er nur dann, wenn er zur Erschaffung eines Kunstwerks beauftragt wurde.

  27. 29
    Jeff says:

    @27:
    „Ob das Internet dem durchschnittlichen Künstler eher hilft oder eher schadet weiß ich nicht. Es ist aber nun einmal da und wir alle müssen uns daran anpassen.“

    Gott sei Dank gibt es nicht nur Entwicklungsländer wie Deutschland, in denen sich die Legislative von der Urheberrechtslobby die Gesetze diktieren läßt, sondern auch fortschrittlich denkende Länder, in denen diese Frage bereits untersucht wurde und sich in der Gesetzeslage widerspiegelt.

    In der Schweiz gibt es folglich keine „illegalen Kopien“, dort sind Kopien für den Privatgebrauch legal:
    http://www.ejpd.admin.ch/content/ejpd/de/home/dokumentation/mi/2011/2011–11-30.html

    „Der prozentuale Anteil am verfügbaren Einkommen, der für den Konsum in diesem Bereich ausgegeben wird, bleibt konstant. Allerdings sind innerhalb dieses Budgets Verschiebungen festzustellen. So geben die Konsumentinnen und Konsumenten die Mittel, welche sie durch die Tauschbörsennutzung einsparen, auch im Unterhaltungssektor wieder aus. Der frei werdende Teil wird statt in Musik– oder Filmkonserven in Konzerte, Kinobesuche und Merchandising investiert.

    Von dieser Entwicklung sind vor allem die grossen ausländischen Produktionsfirmen betroffen. Sie müssen sich an das veränderte Konsumentenverhalten anpassen. Die Befürchtungen, die Entwicklung könnte sich nachteilig auf das nationale Kulturschaffen auswirken, bleiben wegen der skizzierten Verschiebungen unbegründet. Aus diesen Gründen kommt der Bundesrat zum Schluss, dass kein gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht.“

  28. 30
    Frank says:

    @Jeff (#29)
    Danke für den Link zu dem Bericht. Bestätigt genau das, was ich immer vermutet habe — und was eben auch plausibel ist.

  29. 31
    Linus says:

    @Jeff

    Ich find das immer toll zu sehen, wenn Blinde von der Farbe reden.

    Oder sagen Sie zum Bäcker, der seine Miete vom Verkauf der Brötchen finanzieren will, auch, die Zeit des Brötchens sei vorbei?

  30. 32
    Linus says:

    @Frank

    Dritte Möglichkeit, warum sich jemand für eine illegale Kopie eines Werkes besorgt, wäre auch, dass es ihm gar nicht erst in den Sinn kommt, dass auch Gebrauchsgegenstände wie Musik fürn Ipod oder ähnliches überhaupt Geld kosten und da jemand für gearbeitet hat.

    Auf die Idee, einfach mal beim Schreiner n Tisch mitgehen zu lassen, kommt schließlich keiner.

  31. 33
    Jeff says:

    @31:
    „Ich find das immer toll zu sehen, wenn Blinde von der Farbe reden.“

    Ich kann gut drauf verzichten.

    „Oder sagen Sie zum Bäcker, der seine Miete vom Verkauf der Brötchen finanzieren will, auch, die Zeit des Brötchens sei vorbei?“

    Das wird er schon selbst merken, wenn die Leute seine Brötchen nicht mehr kaufen, weil sie beschissen schmecken und mehr Luft als Teig enthalten.

    Daß die Zeit des Theaters vorbei ist, ist keine neue Erkenntnis:
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1492485/

    „Allerdings, ohne diese große Erwartung ist das Theater nichtig, wird das Theater leer und uninteressant und ein Getändel, das eigentlich keinen wirklich interessiert.“

  32. 34
    Matthias says:

    @ Jeff

    Das ist doch BlaBlaBla. Erzähle mir bitte nix von „echter Künstler“, davon hast du keine Ahnung.

    „Ein wahrer Künstler macht mit seiner Kunst auch dann weiter, wenn er nichts mit seiner Kunst verdient, weil ihn die Leidenschaft treibt. Wenn er mit seiner Kunst aufhört, weil er nichts mehr damit verdient, ist er niemals Künstler gewesen.“

    Genau. Und der wahre Maler, der sich die Farbe nicht mehr leisten kann vollendet das Werk indem er seinen letzten Tropfen Blut als Farbe verwendet, bevor er tot vor dem Bild zusammenbricht.

    „Dann waren Deine Inszenierungen halt zu schlecht oder die Zeit des Theaters ist vorbei.“

    Ääh… ja genau…

    „Musiker, die darauf angewiesen sind, daß man ihre Platten kauft, haben im Musikgeschäft nichts verloren. Ein wahrer Musiker lebt von seinen Live-Auftritten.“

    Na klar. Und für ihren Auftritt wollen echte Musiker auch nur eine Suppe und einen Schoppen Wein als Lohn.

    „Der Künstler darf gerne wollen und hoffen, aber einen Anspruch auf Bezahlung hat er nur dann, wenn er zur Erschaffung eines Kunstwerks beauftragt wurde.“

    Nein, einen Anspruch auf Bezahlung hat ein Künstler auch dann, wenn er ein Kunstwerk geschaffen hat, das Du unbedingt an Deine Wand hängen oder in Deinen CD-Spieler schieben möchtest und dieser Anspruch ist nur dann hinfällig, wenn der Künstler ausdrücklich darauf verzichtet. Alles andere ist tatsächlich so etwas wie Diebstahl. Aber ich glaube, das verstehen so echte Kunstliebhaber wie Du nicht.

  33. 35
    inga says:

    Genau, Jeff. Deshalb war Michelangelo ja auch kein Künstler, sondern nur ein Dienstleister. Lasst uns die Kunstgeschichte umschreiben!

  34. 36
    Sebastian says:

    Schön wie ihr Euch gegenseitig trollt.

    Dass es darum geht dass der Bäcker sich einen Lobbyisten besorgt der dann in Berlin neue Gesetze schaffen lässt die dafür sorgen dass demnächst keiner mehr nach 22 Uhr auf die Straße gehen darf, weil er sonst mit einer Ecke Brötchen erwischt werden kann, das kann man ja erst einmal außen vor lassen.

    Lieber diskutieren wir darüber, wer weniger Ahnung hat.

    Ihr bringt die Diskussion so richtig voran. Applaus.

  35. 37
    Jeff says:

    @34:
    „Das ist doch BlaBlaBla. Erzähle mir bitte nix von »echter Künstler«, davon hast du keine Ahnung.“

    Muß ich auch nicht, denn die Kunst liegt bekanntermaßen im Auge des Betrachters. Ich entscheide einfach ohne Ahnung, ob mir etwas gefällt oder nicht, ob etwas Kunst ist, oder ob es weg kann und Du kannst nichts dagegen tun.

    „Genau. Und der wahre Maler, der sich die Farbe nicht mehr leisten kann vollendet das Werk indem er seinen letzten Tropfen Blut als Farbe verwendet, bevor er tot vor dem Bild zusammenbricht.“

    Falsch. Er geht arbeiten und betreibt die Malerei solange als Hobby, bis er davon leben kann. Wenn seine Bilder keine Käufer finden, hat er Pech gehabt.

    „Ääh… ja genau…“

    Ja, genau.

    „Na klar. Und für ihren Auftritt wollen echte Musiker auch nur eine Suppe und einen Schoppen Wein als Lohn.“

    Die Höhe der Vergütung hängt üblicherweise vom Bekannt– und Beliebtheitsgrad ab.

    „Nein, einen Anspruch auf Bezahlung hat ein Künstler auch dann, wenn er ein Kunstwerk geschaffen hat, das Du unbedingt an Deine Wand hängen oder in Deinen CD-Spieler schieben möchtest und dieser Anspruch ist nur dann hinfällig, wenn der Künstler ausdrücklich darauf verzichtet.“

    Die Schweizer sehen das anders. Ich auch.

    „Alles andere ist tatsächlich so etwas wie Diebstahl.“

    Es handelt sich weder um Diebstahl, noch um „so etwas wie Diebstahl“, sondern um das genaue Gegenteil. Es wird nichts entwendet, sondern vervielfältigt.

    „Aber ich glaube, das verstehen so echte Kunstliebhaber wie Du nicht.“

    Richtig.

  36. 38
    Frank says:

    @Linus (#31,#32)
    Ich denke, wir können davon ausgehen, dass jedem Konsumenten bewusst ist, dass hinter jedem Musikstück Arbeit steckt. Und selbst wenn dem nicht so wäre, würde das nichts an meiner Argumentation ändern.

    Jeder hat ein bestimmtes Budget, das er bereit ist in Kultur zu investieren. Passt ein Werk nicht mehr in sein Budget, wird er es sich nicht kaufen. Besteht dann die Möglichkeit, sich das Werk anderweitig zu besorgen, wird er es unter Umständen tun. (Abhängig vom Risiko und sicher auch davon, was sein Unrechtsbewusstsein dazu sagt.)

    Man sollte nicht verkennen, dass Menschen gerne für Kultur bezahlen. Weil sie sich bewusst sind, dass Zeit und Geld notwendig sind, um Kultur zu schaffen. Und weil sie mehr davon haben wollen. Warum zeigen denn Studien, dass diejenigen, die Musik, Filme, Bücher und Spiele unter der Hand tauschen, überdurchschnittlich viel für Musik, Filme, Bücher und Spiele ausgeben?

    Und warum gibt es ein gigantisches Überangebot an Musik, Filmen, Büchern und Spielen, wenn angeblich niemand bereit ist dafür zu zahlen?

    Das was hier häufig betrieben wird, ist Kundenbeschimpfung feinster Art. Aber die kommt ja bekanntlich immer super an.

    Und zu dem Bäcker der keine Brötchen mehr verkauft: Verbieten wir deshalb Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt? Und lassen wir die Bergarbeiter weiter nach Kohle buddeln, obwohl wir alle schon mit Windkraft heizen?

  37. 39
    Matthias says:

    „Muß ich auch nicht, denn die Kunst liegt bekanntermaßen im Auge des Betrachters. Ich entscheide einfach ohne Ahnung, ob mir etwas gefällt oder nicht, ob etwas Kunst ist, oder ob es weg kann und Du kannst nichts dagegen tun.“

    Tja, weißt Du, Du hast teilweise Recht: Ob Dir etwas gefällt oder nicht, das bleibt ganz alleine Dir überlassen und ich bin froh darüber, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich Kunst machen möchte, die Dir gefällt. Irren tust Du Dich jedoch darin, wenn Du glaubst zu beurteilen zu können, was Kunst ist (noch dazu wahre Kunst) und was nicht. Dafür fehlt Dir in 99,999999% schlicht und einfach der Einblick in den Schaffensprozess, den kreativen Akt, oder wie immer du es formulieren willst. Glücklicherweise bin ich Deiner Arroganz da doch nicht ganz hilflos ausgeliefert: Ich kann Dich damit schön alleine lassen.

    „Die Höhe der Vergütung hängt üblicherweise vom Bekannt– und Beliebtheitsgrad ab“

    Aber doch nicht für den wahren Künstler! Der Spielt nur Brot, Wein und Weib — oder Kerl, oder wie auch immer.

    „Die Schweizer sehen das anders. Ich auch.“

    Ja, die Schweizer finden auch Minarette verbietenswert und Steuerhinterziehung fördernswert — solange sie im Nachbarland geschieht. ich weiß nicht, wie sieht es denn aus? Haben die Schweizer eine ausgeprägte, erfolgreiche eigene Musikszene? Ich meine außer DJ Bobo? Oder ist es auch hier so, daß man ganz bequem solche Regelungen schaffen kann, weil der eigene Kunst und Kulturbetrieb selber davon einfach nicht betroffen ist?

    „Es handelt sich weder um Diebstahl, noch um »so etwas wie Diebstahl«, sondern um das genaue Gegenteil. Es wird nichts entwendet, sondern vervielfältigt.“

    Nenn es wie Du willst, es ändert nichts daran, das Du den Künstler um seinen Lohn betrügst. Ich kann gut verstehen, das das in gewissem Rahmen unumgänglich sein kann, aber es sollte einem doch wenigstens bewußt sein, was man da tut und das die CD´s, die ich mir nicht kaufe, weil ich zu geizig dazu bin, diejenigen sind, die mir auch meinen nächsten Urlaub finanzieren. Und der einzige Grund, warum Leute wie Du nicht auch noch den Dachdecker, Bäcker oder Arzt um den Lohn betrügen ist der, das das nicht ganz so einfach geht.

    Und versteh mich bitte nicht falsch: Ich steh überhaupt nicht auf Acta, oder ähnlichem Quark. Aber ich finde auch Deine gedankenlose und egoistische Für-mich-sollte-alles-gratis-sein-Mentalität ziemlich daneben.

  38. 40
    Sigmund says:

    @ Petra

    Gehen Sie doch einfach in den nächsten Supermarkt und lesen den Text dort am Zeitschriftenregal. Geht schnell, is ja ein Focus-Beitrag.

    Das habe ich auch mit dem übrigens sehr guten (vor allem der Schluß) Raubkopierer-Text aus dem Spiegel gemacht.

    (Sorry Herr N.)

  39. 41
    Engin says:

    Das ist einfach wieder nur göttlich… Wie jemand wie Verhoeven über die bösen, bösen Downloader meckert… Und ACTA dann noch befürwortet. Klar möchten auch Künstler Geld bekommen für ihre Arbeit. Aber mache Künstler und Labels denken, dass jeder Downloader die Musik dann auch gekauft hätte… Dies Hochrechnungen sind einfach total daneben.

  40. 42
    superglue says:

    @Jeff

    „Die Schweizer sehen das anders. Ich auch.“

    Eindeutig falsch…Schon ein Klick weiter, als der Link, den Du selbst eingestellt hast, hätte Dich eines Besseren Belehren können:

    http://www.ejpd.admin.ch/content/ejpd/de/home/dokumentation/mi/2006/2006–03-10.html

    http://www.ejpd.admin.ch/content/ejpd/de/home/dokumentation/mi/2008/2008–05-21.html

    Du bist ganz anscheinend wirklich niemand, der selbst als Urheber in irgendeiner Weise tätig ist, anders kann ich mir diese geballte respektlose Arroganz und Ansammlung unpassender Platitüden nicht erklären. Ich finde es wirklich erschreckend, mit welcher Naivität und mit welcher Unkenntnis die Diskussion um Urheberrechte hier überwiegend auf digital reproduzierbare Musik-, Film– und Texterzeugnisse reduziert wird. Ich als Architekt und Designer falle zum Beispiel nicht unter diese Kategorien, schaffe aber dennoch urheberrechtlich geschützte Werke, die natürlich in digitaler Form als Zeichnungen oder Bilder vorliegen und somit auch reproduziert und plagiiert werden können. Wer meine Möbel– und Architekturentwürfe und Ausführungszeichnungen hernimmt und ohne mich dafür zu bezahlen, umsetzt, der bedroht selbstverständlich ganz massiv meine Existenz und Einkommensgrundlage. Dabei hängt meine Vergütung übrigens garnicht von meinem Bekannt– oder Beliebtheitsgrad ab, sondern bemisst sich sogar nach einer gesetzlich festgelegten Honorarordnung (HOAI), gegen die weder ich, noch meine Klienten verstoßen dürfen. (Architektenhonorare sind an die Summe der sogenannten anrechenbaren Baukosten gekoppelt und in Deutschland nicht frei verhandelbar.) Außerdem unterliege ich als Architekt zwangsläufig — und ohne dass ich mich dagegen wehren könnte — dem deutschen Werk(!)vertragsrecht, weshalb sich die Frage, ob ich womöglich doch Dienst(!)leister bin, auch schon juristisch erledigt hat. (Es wäre wahrscheinlich für einige Kommentatoren hier mal ganz interessant, den Unterschied zwischen „Werken“ und „Diensten“ zu recherchieren.) Das Urheberrecht unterscheidet auch nicht zwischen den jeweiligen Disziplinen oder Künsten (und Künstlern, die zumindest rein theoretisch ihren zuweilen durchaus mühsam und teuer erlernten Beruf „rein hobbymäßig“ betreiben könnten) und es existiert auch nicht im juristisch luftleeren Raum. So losgelöst und isoliert manche das gerne (aus der Perspektive des kleinen privaten Musik oder Film-Raubkopierers) betrachten möchten, funktioniert das nun mal nicht. (Lustig auch wirklich die Vorstellung, der Maler — übrigens ein Ausbildungsberuf, mit mind. 5 Jahren Lehrzeit und Abschluss an einer Kunsthochschule — solle eben „arbeiten“ gehen, wenn er seine Bilder nicht verkaufen könne. In solchen Äußerungen offenbart sich die ganze spießige Weltsicht des Kleinbürgers und Proletariers, für den „Arbeit“ nur die gute alte Maloche und für die das Erschaffen kultureller Werte letztlich nur eine Art verzichtbarer Luxus ist. Aber man nimmt es halt mit, solange es umsonst ist.)
    Wie naiv oder frech kann man eigentlich sein, wenn man ernsthaft glaubt, es entstünde niemandem ein Schaden, wenn man „nur“ vervielfältige. Wer meine Zeichnungen (also das Ergebnis meiner schöpferischen Anstrengungen ohne mich dafür zu bezahlen, kopiert, weitergibt und nutzt, der beraubt mich ganz eindeutig der Möglichkeit, mit meinem in langen Jahren erlernten Beruf auch ein Auskommen zu erwirtschaften. Die Vorstellung, ich könnte ja so lange auf dem Bau arbeiten und Architektur nur als Hobby betreiben, bis sich mal einer herabließe auch für meine Entwürfe zu bezahlen, ist schon ziemlich blöd.

  41. 43
    Mike says:

    Die andere Seite der Medaille sind solche Leute, die gar nichts zahlen wollen. Weil ist ja keine Kunst, wird aber trotzdem konsumiert.

    Ich finde es daher schwer in dieser Sache zu diskutieren, man hört fast nur die Extreme und sie sind beide grundfalsch. Bloß wie es bei Extremen so ist, sie sind sich ähnlich. Der Künstler bleibt bei beiden auf der Strecke, obwohl er doch derjenige ist, der alles überhaupt möglich macht.

    ACTA ist ja eben auch nur ein Vorwand. Es geht einigen wenigen um Geld und eingigen Politikern um Kontrolle.

  42. 44
    Jeff says:

    „Ob Dir etwas gefällt oder nicht, das bleibt ganz alleine Dir überlassen und ich bin froh darüber, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich Kunst machen möchte, die Dir gefällt.“

    Schön, daß Du Dir den Luxus erlauben kannst, Dir Dein Publikum auszusuchen. Ich darf hoffentlich annehmen, daß Du nur in Häusern inszenierst, die nicht vom Steuerzahler subventioniert werden.

    „Irren tust Du Dich jedoch darin, wenn Du glaubst zu beurteilen zu können, was Kunst ist (noch dazu wahre Kunst) und was nicht. Dafür fehlt Dir in 99,999999% schlicht und einfach der Einblick in den Schaffensprozess, den kreativen Akt, oder wie immer du es formulieren willst.“

    Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Ich muß Jonathan Meese nicht beim Farbtuben-Ausquetschen beobachten, um eine Entscheidung darüber zu treffen, daß ich mir diesen Schund niemals an die Wand hängen würde.
    Ich werde auch nicht dadurch zum Theater-Fan, daß ich Dir und den von Dir dirigierten Schauspielschulrobotern beim Schwitzen zuschaue.

    „Glücklicherweise bin ich Deiner Arroganz da doch nicht ganz hilflos ausgeliefert: Ich kann Dich damit schön alleine lassen.“

    Wir sind nicht alleine. Wir sind viele. Wir fragen uns, warum wir ins Theater gehen sollen, wenn zuhause eine neue Staffel Breaking Bad wartet, bei der selbst die Komparsen mehr Schauspieltalent haben als die meisten Hauptdarsteller auf deutschen Theaterbühnen.

    „Aber doch nicht für den wahren Künstler! Der Spielt nur Brot, Wein und Weib — oder Kerl, oder wie auch immer.“

    Du hast nicht verstanden. Wer ein Konzert spielt, erschafft ein neues Kunstwerk, ein Original und die Konzertbesucher bezahlen für dieses einmalige Konzerterlebnis.

    „Ja, die Schweizer finden auch Minarette verbietenswert und Steuerhinterziehung fördernswert — solange sie im Nachbarland geschieht. ich weiß nicht, wie sieht es denn aus? Haben die Schweizer eine ausgeprägte, erfolgreiche eigene Musikszene? Ich meine außer DJ Bobo?“

    Wie hoch isser denn, der Elfenbeintum, in dem Du hockst?

    „Und der einzige Grund, warum Leute wie Du nicht auch noch den Dachdecker, Bäcker oder Arzt um den Lohn betrügen ist der, das das nicht ganz so einfach geht.“

    Nein, der Grund ist der, daß Dachdecker, Bäcker und Ärzte für ihr Geld arbeiten. Ein Bäcker verkauft jeden Tag neue Brötchen. Ein Kreativer, der Reproduktionen einer einmal geleisteten Arbeit verkauft, bekommt Geld fürs Nichtstun in den Arsch geblasen.

    Das Internet stutzt diesen Irrsinn wieder auf Normalmaß und zwingt die Künstler dazu, wieder verstärkt Dienst am Kunden zu leisten, statt sich selbst und die Kundschaft an Rechteverwerter auszuliefern.

    „Und versteh mich bitte nicht falsch: Ich steh überhaupt nicht auf Acta, oder ähnlichem Quark. Aber ich finde auch Deine gedankenlose und egoistische Für-mich-sollte-alles-gratis-sein-Mentalität ziemlich daneben.“

    Ich find’s ziemlich daneben, daß ein Musiker nur 30 Cent bekommt, wenn sein Album für 15 Euro verkauft wird.
    Ich find’s auch daneben, daß Alben in Deutschland doppelt so teuer sind wie in den USA.
    Besonders daneben finde ich die Abmahngeschäftsmodelle, mit der sich die Contentmafia einen Namen gemacht hat.

  43. 45
    Jeff says:

    @42, superglue:
    „Eindeutig falsch…Schon ein Klick weiter, als der Link, den Du selbst eingestellt hast, hätte Dich eines Besseren Belehren können:“

    Der von mir gepostete Link stammt vom November 2011, dieser Artikel stammt von heute:
    http://www.bzbasel.ch/unterhaltung/musik/wegen-internet-piraterie-musiker-lesen-dem-bundesrat-die-leviten-122607637

    Wie Du ihm entnehmen kannst, existiert in der Schweiz kein Gesetz, daß „illegale Downloads“ verbietet.

    Noch was?

  44. 46
    superglue says:

    Bitte diesen Jeff-Troll nicht füttern.

  45. 47
    fr says:

    Immerhin bemerkenswert, dass dieser skurille Jeff-Troll auf die sonstigen Argumente von superglue nicht eingeht. Er wird seine Gründe haben.

  46. 48
    Superglue says:

    „(..)einen Anspruch auf Bezahlung hat ein Künstler auch dann, wenn er ein Kunstwerk geschaffen hat, das Du unbedingt an Deine Wand hängen oder in Deinen CD-Spieler schieben möchtest und dieser Anspruch ist nur dann hinfällig, wenn der Künstler ausdrücklich darauf verzichtet.“

    Diese Aussage ist erstmal richtig und eben auch die Position der Schweiz. Dass sich diese darüber hinaus aus bestimmten Gründen (und in klar eingegrenzten Fällen) entschlossen hat, das downloaden von Musik und Filmen nicht strafrechtlich zu sanktionieren und zu verfolgen, steht auf einem völlig anderen Blatt. Es ändert aber nichts daran, dass dieser Anspruch auf Vergütung und Kontrolle der Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke (z.B. auch als Patent) grundsätzlich respektiert wird.
    Insofern sieht die Schweiz das nicht anders.

  47. 49
    Jeff says:

    @47:
    „Immerhin bemerkenswert, dass dieser skurille Jeff-Troll auf die sonstigen Argumente von superglue nicht eingeht. Er wird seine Gründe haben.“

    Wer bereits den Anfang seines Postings verbockt, darf nicht erwarten, daß ich mich zum Dank auch noch über einen Bandwurm hermache, in dem kein Absatz zu erkennen ist.

    Andere als „Trolle“ zu beschimpfen, statt es mit Argumenten zu versuchen, ist auch eher billig, aber das kennt man ja von Euch, von daher juckt mich das nicht.

  48. 50
    fr says:

    @frank
    „Und zu dem Bäcker der keine Brötchen mehr verkauft: Verbieten wir deshalb Aufbackbrötchen aus dem Supermarkt? Und lassen wir die Bergarbeiter weiter nach Kohle buddeln, obwohl wir alle schon mit Windkraft heizen?“ Die Vergleiche sind nícht treffend. Bei Raubkopien (!) im Netz verhält es sich wohl doch eher so, dass der Laden des Bäcker gestürmt wird, um ihm seine Brötchen aus der Theke zu reißen und auf der Straße zu verteilen. Und wenn alle mit Windkraft heizen, will Kohle auch keiner mehr geschenkt haben. Nach Kunstwerken scheint aber doch sehr wohl eine rege Nachfrage zu geben. Sonst würden nicht so viele auf aggressive Weise dafür eintreten sie geschenkt zu bekommen, weil es ja nichts Matrielles darstellt. Um auch mal einen Vergleich zu versuchen. Dass ist etwa so, als würde ich mich weigern meinen Handwerker über Materialkosten den Stundenlohn zu bezahlen, da es sich dabei ja nur um eine Vergütung eigentlich wertlose Arbeitszeit handelt. So gesehen könnte bei 80% aller Berufe der Lohn eigentlich entfallen.

  49. 51
    fr says:

    Mit Absatz:
    Wer ist euch?

  50. 52
    Stefan Niggemeier says:

    (Kurzer Einwurf aus dem Off: Ich finde ja, die Diskussion hier ist bei aller Verkorxtheit noch nicht völlig entglitten. Aber es hülfe sehr, die gegenseitigen Anpampungen wegzulassen.)

  51. 53
    Frank says:

    @fr
    Ich habe nicht das Beispiel mit dem Bäcker und seinen Brötchen gebracht, das war Linus. Und mir ist vollkommen bewusst, dass diese Art Vergleiche unpassend, um nicht zu sagen vollkommen unsinnig und destruktiv sind.

    Ich finde es übrigens — um es mit deinen Worten zu sagen — bemerkenswert, dass du mit keinem Wort auf meine eigentlichen, ernsthaften Argumente, den Kern meines Beitrags, eingehst.

  52. 54
    Jan says:

    @fr Wer tritt denn wo/wie „auf aggressive Weise dafür ein, Kunstwerke geschenkt zu bekommen“?

  53. 55
    Petra says:

    @Stefan Niggemeier

    Ich benötige keine Werbung für mein Blog.
    Ich möchte den kompletten Artikel von Herrn Verhoeven lesen und habe nachgefragt, ob dieser Artikel nur im gedruckten Focus erschienen ist.
    Das ist ja die Crux am Medienjournalismus-Ping-Pong, den sie den anderen immer vorwerfen — nicht die Ursprungsquelle zu lesen!

  54. 56
    Petra says:

    Sorry — kleiner Nachtrag
    @40 — Sigmund
    Es widerstrebt mir, Zeitungen im Laden zu lesen. Ohne dafür zu bezahlen.

  55. 57
    E.W.Salz says:

    …ich finde, das ist ein Fall für Dr. Eva Maria Prohacek!

  56. 58
    Links vom 12. März 2012 bis 14. März 2012 | sixumbrellas says:

    […] Michael Verhoevens Sohn ist arm dran « Stefan Niggemeier Stefan Niggemeier nimmt einen Artikel auseinander, der mal wieder alle Netzthemen durcheinander wirft und falsch darstellt. Von Raubkopierer bis ACTA ist alles dabei. Traurig. […]

  57. 59
    fr says:

    @Jan
    z.B. Jeff in diesen Kommentarspalten
    @Frank
    Warum ich mich nicht zu Ihren sonstigen Argumenten geäußert habe? Nun, weil ich weitgehend mit diesen übereinstimme. Ganz gewiss würde mit ACTA kein Künstler auch nur einen Cent mehr verdienen. Ganz gewiss sind die meisten Menschen bereit für Kunst zu zahlen.

    Nur die etwas lapidare Entschuldigung von Raubkopieren, mit dem Argument, denen sei halt das Werk das Geld nicht wert, stößt mir etwas unangenehm auf. Demnach entscheidet also der Kunde selbst, was ein Werk ihm wert ist? Es hat Versuche in dieser Richtung gegeben. Radiohead haben z. B. mal ein Album zum Download angeboten und den Kunden selbst entscheiden lassen, was er zahlen will. Tatsächlich hatten die Downloader eine hohe „Zahlungsmoral“. Allerdings waren Radiohead zu diesem Zeitpunkt schon etabliert. Bin mir nicht sicher, ob dieser auch bei völlig unbekannten Musiker derart funktionieren würde.

    Letztlich bin ich der Meinung, dass ein jeder Künstler von seiner Arbeit leben können sollte, sofern diese rezipiert und konsumiert wird, unabhängig davon, was sie denjenigen, die sie konsumieren, wert ist. Schließlich kann sie denjenigen auch nicht so wertlos sein, opfern sie ihr schließlich ihre Zeit.Die Frage ist natürlich, wer bestimmt die Preise? Was ist ein fairer Preis?

    Im Grunde bin ich sogar der Meinung, dass auch Künstler, der keine hohe Rezeption erfährt, von seiner Arbeit leben können sollte, wenn diese eine hohe Qualität hat. Die ach so bösen profitgeilen Verlage haben dies in der Vergangenheit durch Querfinanzierung bei einigen namhaften Schrifstellern ermöglicht. Der Suhrkamp-Verlag etwa bei Wolfgang Koeppen. Denn Qualität wird nicht durch Erfolg bewiesen. Aber diese Zeiten sind sicherlich unwiederbringlich vorbei.

  58. 60
    sathomaso says:

    @ 50, fr
    „Bei Raubkopien (!) im Netz verhält es sich wohl doch eher so, dass der Laden des Bäcker gestürmt wird, um ihm seine Brötchen aus der Theke zu reißen und auf der Straße zu verteilen.“

    Nein nein, eben gerade nicht. Richtig wäre: Bei einer Raubkopie im Netz verhält es sich so, daß die Brötchen aus dem Laden geklaut werden aber danach immer noch da liegen. Sie werden soz. verdoppelt, es handelt sich nämlich um eine „Kopie“.

    Deswegen sind diese ganzen Vergleiche mit Schuhen, Brötchen usw. letztlich falsch. Und genau das kann man, ja muß man (u.a.) am Focus-Artikel kritisieren.

    @ 54, Jan
    Das würde mich auch mal interessieren.

    Wie war das eigentlich in den 80ern? Da wurde munter mit Hilfe von Videorekordern und Doppelkassettendecks „raubkopiert“. Ich behaupte in ähnlich großem Ausmaß wie heute per Internet, wenn auch in jeweils kleineren Personengruppen. Und? Ist die Musik-/Filmindustrie deswegen pleite gegangen? Konnten deshalb Künstler nicht mit ihrer Kunst überleben? Oder wirtschaftete man doch eher nach der Devise „Die Kassettenüberspieler können / hätten sich sowieso keinen Originaltonträger leisten / gekauft.

    Abgesehen davon gibt es sehr wohl Kunstwerke, die frei und kostenlos zugänglich sind. Schonmal in einer Ausstellung, einer Kunsthalle, Vernissage oder ähnlichem gewesen?

    Die grundsätzliche Frage bei ACTA ist doch nicht, wieviel Geld dem jeweiligen Künstler zusteht, sondern wieviel, wie oft und wie lange (!) Dritte, die in keinster Weise zu dem eigentlichen Kunstwerk beigetragen haben, mitverdienen wollen. Und wie weit man in der Kriminalisierung seiner (potentiellen) Kunden gehen kann bzw. will.

  59. 61
    Jane says:

    Anstatt des verfrühten und teilweise überflüssigen Bashings gegen Teilnehmer der Diskussion, empfehle ich einfach mal kurz ein wenig über ACTA zu lesen. So einfach ist das.

  60. 62
    fr says:

    @sathomaso
    Entscheidend ist aber, dass Sie durch die Kopie den Wert verringern. Nun kann man Kunstwerke von vornherein für wertlos erklären. Dann frage ich mich aber, warum alle Kopien haben wollen. Muss man in Museen nicht meist Eintritt bezahlen? Geht es auf Vernissagen nicht vor allen um den Verkauf von Originalen, deren Wert übrigens in der bildenden Kunst, anders als in der Musik und Literatur, durch Kopien nicht geschmälert wird? Also letztlich auch nur zu dem Zweck veranstaltet Geld zu verdienen?

    @Jane
    Ich glaube niemand hier ist für ACTA. Nur einige gegen die Umsonstmentalität

  61. 63
    Linus says:

    *seufz

    Das Beispiel des Bäckers diente eigentlich nur dazu, zu illustrieren, wofür man beiläufig und völlig alltäglich bereitwillig zahlt, ohne darüber zu philosophieren, ob denn der Bäcker die Unverschämtheit besitzt, für eine Arbeit, die dazu dient, meine Bedürfnisse zu decken, eine Vergütung zu verlangen.

    Und wer kein Bedürfnis nach etwas hat, dass von weitem auch nur wie Kunst aussehen könnte, sollte dann bitte konsequenterweise die Finger davon lassen. Das hieße dann auch, sich Kommentare über Künstler und ihr Einkommen zu verkneifen.

    Dass Vollkoffer wie Verhoeven und die restlichen selbsternannten Lordsiegelverwalter des Urheberrechts im Angesicht des Internetz mit ihren dünnen und dümmlichen Aussagen eher kontraproduktiv wirken, wenn es um die Belange von Kunst und Künstlern geht, muss man ja nicht extra dazusagen.

  62. 64
    Jeff says:

    @59:
    “@Jan
    z.B. Jeff in diesen Kommentarspalten“

    Nein, keineswegs und „aggressiv“ schon gar nicht. Du solltest nochmal lesen, vielleicht kommst Du dann von selbst drauf, wo Dein Denkfehler liegt.

    Dein Beispiel Radiohead ist köstlich, denn diese Band hat ihre Fans beschissen, weil sie das In-Rainbows-Album, das als Download-Only versprochen wurde, nur zwei Monate nach diesem Pseudo-Experiment auch als CD rausgebracht haben, um doppelt zu kassieren. Daß sie anschließend auch noch an den Abmahnungen kräftig verdient haben, die sie ihren Fans für die Verbreitung des Zahl-soviel-Du-willst-also-auch-gerne-gar-nichts-Albums zugestellt haben, versteht sich von selbst.

    Mittlerweile ist diese Masche ja Mode geworden und die „echten Fans“, also die, die man besonders gut bescheißen kann, weil sie ihren Idolen aus der Hand fressen, schmeißen diesen Raffsäcken auch noch die Kröten in den Hals:
    http://www.zeit.de/online/2008/36/download-bloc-party

  63. 65
    sathomaso says:

    @ 62, fr
    „Dann frage ich mich aber, warum alle Kopien haben wollen.„
    Wer sind denn diese „alle“? Das ist mir zu pauschal. Was ist denn die vielbeschworene Umsonstmentalität? Hauptsächlich ein Totschlagargument der Industrie-Lobby. Das Museum habe ich bewußt nicht genannt.

    @ 63, Linus
    „wenn es um die Belange von Kunst und Künstlern geht“

    Genau das ist doch der Punkt bei solchen Maßnahmen wie Acta und anderen. Es geht doch gar nicht um die Belange von Kunst und Künstlern. Ich kenne viele Musiker, Künstler, Fotografen usw. die von ihrer Kunst nicht leben können sondern eben zusätzlich noch „ins Call-Center“ müssen.
    Mit Acta wird sich an der Situation dieser Leute so gut wie nichts ändern. Verdienen tun vermutlich nur die bereits etablierten „Großen“ mitsamt dahinterstehender Industrie und Werkmittlern.

    @ 64, Jeff
    Es war meines Wissens nach von Anfang an klar daß die Songs auch auf physikalischem Tonträger erscheinen. Mir erschließt sich nicht, wie man bei einem kostenlosen Download „doppelt“ kassieren kann? Die, die etwas für den Download bezahlt haben, haben das freiwillig getan. Eine Quelle für die angesprochenen Abmahnungen? Daß man Fans nicht bescheissen soll, sehe ich ganz genauso.

    Strenggenommen hat man mit einer Raubkopie aber nicht den Bäcker, also Künstler bestohlen, sondern denjenigen, der sich das Brötchen (die CD / Kinokarte / DVD usw.) gekauft hat. Bestohlen aber auch nicht, denn derjenige hat das Brötchen ja freiwillig hergegeben, also die Musik / den Film ins Netz eingespeist. …

  64. 66
    sathomaso says:

    @ fr

    Vergessen, sorry. MMn wird der Wert eines Musikstücks oder Films nicht geschmälert, indem sein Bekanntheitsgrad vergößert wird. Allerhöchstens wird sein erwirtschafteter Wert, also der Gewinn, verringert. Ich zweifle daran. Ich behaupte im Gegenteil, daß es auf diese Weise sogar noch den ein oder anderen zahlenden Kunden dazugewinnt. Zumindest wenn ich von mir persönlich ausgehe, lol.

  65. 67
    Jeff says:

    @65, sathomaso:
    „Es war meines Wissens nach von Anfang an klar daß die Songs auch auf physikalischem Tonträger erscheinen.“

    Radiohead hatte zum Zeitpunkt des Experiments keinen Plattendeal. Den haben sie erst geschlossen, nachdem sie abkassiert hatten.

    „Mir erschließt sich nicht, wie man bei einem kostenlosen Download »doppelt« kassieren kann? Die, die etwas für den Download bezahlt haben, haben das freiwillig getan.“

    Richtig, aber sie haben u.a. deshalb „freiwillig“ bezahlt, weil sie geglaubt haben, daß es keine CD geben wird. Warum sollte man freiwillig für den Download eines Albums zahlen, wenn man eh schon weiß, daß man sich zwei Monate die CD kaufen wird?

    „Eine Quelle für die angesprochenen Abmahnungen? Daß man Fans nicht bescheissen soll, sehe ich ganz genauso.“

    http://www.laut.de/Radiohead/Verbaende-mahnen-Blogger-ab/04–08-2010

    „Strenggenommen hat man mit einer Raubkopie“

    Wie bekommt man dieses unsägliche Wort, das Konsumenten als gewaltbereite Straftäter diskreditiert, die anderen ihr Eigentum wegnehmen, bloß wieder aus den Köpfen… Die GVU hat wirklich ganze Arbeit geleistet.

  66. 68
    Linus says:

    @sathomaso

    Acta hat mit Kunst nichts zu tun. Das schrieb ich aber schon.

    Ich habe nur trotzdem wenig Lust, an der Theaterkasse mit Leuten konfrontiert zu werden, die sich wundern, warum das denn auch noch Eintritt kosten soll. Das blöde Hobby Kunst.

    Das sind dann meist dieselben, denen zu Schauspielern auch nur „Wahnsinn, wie man sich soviel Text merken kann“ einfällt. Oder die davon schwadronieren (weil sies halt irgendwo gelesen oder aufgeschnappt haben), dass die Zeit des Theaters ja sowieso vorbei sei.

    Und die so tun, als gäbe es irgendwie ein gottgegebenes Recht, ein neues Radiohead-Album möglichst billig oder besser für umme, aber mit allem Zipp und Zapp und möglichst noch persönlich vom Künstler gewidmet zu Füßen gelegt zu bekommen. Als Dank, dass man sich überhaupt der Kunst erbarmt.

  67. 69
    Linus says:

    @Jeff

    Der Link zum bösen Radiohead-Abmahnwahn ist aber auch zu putzig.

    Wenn die Band das Album als „Zahl, was Du willst“ im Netz anbietet, ist das also das gleiche, wie wenn jemand Wildfremdes das dann gratis offeriert? Aha. Ja dann. Mumpitz.

  68. 70
    Jeff says:

    @68/69:
    Nein, aber Radiohead haben die FAC gegründet, um eben jene Abmahnungen zu unterbinden, außerdem gehören ihnen die Rechte an den verkrüppelten 160kbit-Tracks.

    Lesen scheint nicht Deine Stärke zu sein, kann das sein? Dein Gekläffe über mich in der dritten Person in Beitrag 68 ist unfaßbar albern. Aber hey: Wenn’s schee macht…

  69. 71
    Linus says:

    @Jeff

    Schee machts nicht, aber wem der Schuh passt.

    Und mir hier mangelnde Lesekompetenz zu unterstellen ist auch arg…putzig, eben. Radiohead haben nochmal was? Ach ja, ihren Fans Abmahnungen zugestellt und kräftig dran verdient. Sagst Du in #64. Aha. Und was genau steht jetzt nochmal im Artikel? Dass jemand, der noch nicht einmal die Rechte an den Songs hat, Abmahnungen verschickt. Wogegen u.a. die FAC gegründet würde. Das hat jetzt nochmal was mit Radiohead als Abzockern zu tun?

  70. 72
    superglue says:

    Unfassbar blöde Troll-Pseudo-Diskussion, die sich im Fokus völlig ideologisch verengt, nur auf Musik– oder Filmdownloads kapriziert. Hier sind Totengräber einer sachlichen, kompetenten und vielseitigen Diskussionskultur am Werk. Laaaangweilig…bitte abschalten.

  71. 73
    Ste says:

    an und um den Bäcker und das Brötchen hängen auch mehr Strukturen als nur, dass der Bäcker bäckt und das verkauft. Es gibt Ketten und hierarchisch organisierte Unternehmen, es gibt Pächter und es gibt verschieden frequentierte Straßen, in denen die Läden dieser oder anderer Ketten zu finden sind. Es gibt Rezepte an die sich Bäcker halten müssen, es gibt Kosten-Vorgaben an die sie sich halten müssen.… Nicht die Zeit des Brötchens ist vorbei, sondern die Bäckerläden im Sinne von Tante-Emma-Läden: Eigenproduktion, Familienunternehmen, wneig Auswahl, dafür gute und frische Qualität usw.

    Was schreib ich hier eigentlich?

  72. 74
    Sebastian says:

    @Ste: natürlich ist das noch die andere Seite der Medaille. „Richtige“ Bäcker wie früher gibt es doch sowieso nicht mehr. Es sind mittlerweile alles Ketten und die Brötchen werden vor Ort nur noch aufgebacken weil sie längst in Fabriken hergestellt werden. Die Backstube existiert doch in Bäckereien gar nicht mehr.

    Aber das ist hier wieder nicht der Punkt, sondern dass sich im Hintergrund die Back-Fabriken Lobbyisten engagieren die dann in Berlin dafür sorgen dass in Zukunft niemand mehr eine Mischung aus Mehl, Hefe und Wasser verwenden darf die auch nur annähernd Ähnlichkeit mit den Brötchen einer Backfabrik haben darf, weil er sonst nach Three Strikes den Backofen mit einem Vorhängeschloss versehen bekommt.

    Es geht nicht darum ob jemand Brötchen kaufen will sondern darum dass reguliert wird, dass wenn ich das Brötchen nicht so kaufe, esse und wieder ausscheide wie die Backfabrik es von mir will der Staat anfängt, in mein Leben einzugreifen. Und das massiv.

  73. 75
    Hadron says:

    Bäcker und Kultur — Der Zusammenhang:

    „Vor dem Hintergrund der digitalen Revolution und der globalen Kopiermaschine Internet muss sich die Kulturindustrie einfach daran gewöhnen, kleinere Brötchen zu backen.“

    Einmal ins Mikro pupsen und dann davon reich werden wollen, ist nicht mehr. Und überhaupt: Wenn ich mir die Vita des Sohnemannes anschaue: Wo genau liegt eigentlich das Problem Vater Verhoevens?

  74. 76
    Jan says:

    @73 — Für Musikindustrie und Internet ist es aber genau anders herum: Die Zeit der großen, komplizierten Strukturen ist vorbei — im Internet kann (eher dem Tante-Emma-Laden nahe) direkt die Musik verkauft werden, ohne großen CD-Pressung/Label-Schnickschnack etc.… theoretisch zumindest.

  75. 77
    SvenR says:

    So Unrecht hat Jeff doch gar nicht.

    Der Preis muss angemessen, die „Kunst“ sofort verfügbar und das Handling einfach sein — dann zahlen die Konsumenten gerne. Manches auch doppelt.

    Die meisten Menschen sind Jäger und Sammler. In jungen Jahren mehr Jäger (mein Gott wie viele Commodore-64-Spiele habe ich auf Disketten besessen, aber nie gespielt), älter eher Sammler (drei Viertel meiner DVD-Boxen habe ich mir noch nicht angeschaut, bei Musik ist das Dank iTunes nicht mehr der Fall).

  76. 78
    Jeff says:

    @71:
    „Das hat jetzt nochmal was mit Radiohead als Abzockern zu tun?“

    Wenn man Dich fragen würde, wäre die Antwort wohl die, daß Radiohead ihre Kontoauszüge nicht lesen und von all dem nichts gewußt haben. Im Unterschied zu Jan Delay, der bekanntermaßen ebenfalls nicht bemerkt haben will, daß er über die Jahre ein paar 100.000 Euro durch Abmahnungen verdient hat, schweigen sie zu dieser Angelegenheit allerdings bis heute, weil sie sich an den Mann mit dem Geldkoffer verkauft haben, wie der Herr Bimbeskanzler.

    Vielleicht kapierst Du’s nun.

    Falls nicht, unterhalt Dich doch einfach mit superglue, dann erfährst Du was über die Urheberrechtsprobleme von Architekten und Designern. Probleme, die für Millionen von Menschen alltäglich sind, im Gegensatz zu Problemen mit Musik– und Videoplattformen.

    Wer kennt es nicht, dieses brennende Verlangen, sich mal wieder einen Architekten– oder Designerentwurf aus dem Internet zu raubkopieren, um damit eigene Möbel zu bauen.

    Ich werd‘ schon ganz wuschig.

  77. 79
    Stefan Niggemeier says:

    @Jeff: Mir fehlt die Zeit, das alles nachzuvollziehen, was Sie hier behaupten. Mir wird aber langsam etwas mulmig, weil ich im Zweifel für Ihre Behauptungen mithafte und Sie reihenweise heftige Unterstellungen machen — zum Beispiel, wer alles wie viel an Abmahnungen „verdient“ — und auf Nachfrage jeden Beleg schuldig bleiben.

    Mäßigen Sie sich bitte. Und unterstellen Sie anderen Leuten nicht, was Sie nicht beweisen können.

  78. 80
    Matthias says:

    @ Jeff

    Du würdest Dich wundern, wieviele Leute es gibt, die sich gerne so ein paar Designentwürfe einfach so unter den Nagel reißen würden. Und wenn meine Möbel dann genauso aussehen, wie die von Designer XYZ, der dafürmehrfach ausgezeichnet wurde, dann ist doch alles prima! Und weggenommen wird dem Mann/der Frau ja auch nichts, sie hat ja noch sämtliche Pläne in der Schublade liegen und auch ihre Sessel, Tische, Stühle, Schränke, stehen alle noch im Lager. Schließlich hat sie Möbelbauer F nur kopiert und für viel weniger Geld verkauft. Ist ja auch klar, der braucht ja auch keinen geldgeilen Designer zu bezahlen, der für seine Arbeit auch noch bezahlt werden will.

    Aber das mit dem Bezahlen, der Wertschätzung der Arbeit Anderer, dem Respekt der Leistung Deiner Mitmenschen gegenüber, das hast Du eh noch nicht so verstanden, oder?

  79. 81
    Jeff says:

    @79:
    Jan Delay will das „ekelige kriegsgewinnler geld“ spenden, kann doch jedermann nachlesen:
    https://plus.google.com/115216050683969364926/posts/N9NpqzvgKVa

    „Mir fehlt die Zeit, das alles nachzuvollziehen, was Sie hier behaupten. “

    Mir fehlt die Zeit, mich hier weiter gegen Leute zu verteidigen, die mich permanent als „Troll“ bezeichnen.

    Löschen Sie nach Belieben, nicht, daß Sie noch Ärger mit der Contentmafia bekommen, das war nicht meine Absicht.

    Viel Spaß in Baku.

  80. 82
    Maxe says:

    Hallo Herr N. Eine Frage zu Ziff. 52. Woran erkennt man eigentlich genau, dass eine Diskussion „völlig“ entglitten ist?

    und Hallo Jeff: Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass das Abstreiten des „Trollens“ und das Wort „Contentmafia“ in Ihrer Wortmeldung nur 11 Wörter von einander entfernt stehen?

  81. 83
    Jeff says:

    „und Hallo Jeff: Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass das Abstreiten des »Trollens« und das Wort »Contentmafia« in Ihrer Wortmeldung nur 11 Wörter von einander entfernt stehen?“

    Oops, das tut mir leid. Ich hätte wissen müssen, daß der Mindestabstand bei 12 Wörtern liegt. Sie sind mir aber auch ein Fuchs!

  82. 84
    inga says:

    @SvenR: Ich glaube nicht, dass „Jeff“ hier so viel Kontra bekommen hätte, wenn er sich so ausgedrückt hätte wie Du. Bei der Aggressivität und Respektlosigkeit, die er so an den Tag legt, ertappe ich mich jedenfalls bei dem Gedanken: „Wo bitte kann ich für ACTA unterschreiben?“.

  83. 85
    Jeff says:

    „Bei der Aggressivität und Respektlosigkeit, die er so an den Tag legt, ertappe ich mich jedenfalls bei dem Gedanken: »Wo bitte kann ich für ACTA unterschreiben?«.“

    Es gibt kein richtiges Leben im falschen, werte „inga“.

  84. 86
    Stefan Niggemeier says:

    @Jeff: Und ich hatte gehofft gedacht, Ihr Kommentar #81 wäre so eine Art Abschied gewesen.

  85. 87
    Florian says:

    [idiotenquatsch gelöscht.]

  86. 88
    Florian says:

    [idiotenquatsch gelöscht.]
    Danke:-) Musste aber mal raus.

  87. 89
    Sebastian says:

    Udo Vetter hat eben das hier verlinkt von heise.de

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Belgischer-Rechteverwerter-verlangt-Vorlese-Gebuehren-1470855.html

    Zitat: „Belgische Bibliotheken sollen Urheberrechtsabgaben zahlen, wenn sie Vorlesestunden für Kinder veranstalten“

    Kostenpunkt: 250 Euro im Jahr.

    Ich weiß nicht, was die Maßnahme von ACTA in diesem Fall wäre (gilt ja auch für offline nicht nur für online). Ich glaube Abmahnung mit x-facher Schadenshöhe wäre zu erwarten oder nicht?

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