Die NPD in der „Torgauer Zeitung“

24 Aug 08
24. August 2008

Der Axel-Springer-Verlag hat bekanntlich vor der letzten Bundestagswahl beschlossen, dass keine seiner Zeitungen oder Zeitschriften Anzeigen der „Linken“ abdruckt. Es gebe Zweifel an der „Verfassungskonformität“, begründete der Verlag seinen Boykott, der „ein sachlicher Vorgang und nicht politisch motiviert“ sei.

Und damit zu einem ganz anderen Thema.

Am vergangenen Mittwoch gab der NPD-Landesverband Sachsen eine Pressemitteilung heraus, in dem der Kreisverband Nordsachsen die „Selbstbedienung“ der von der NPD so genannten „Systemparteien“ kritisierte. Und wie gingen die Journalisten der „Torgauer Zeitung“, einer Lokalausgabe der „Leipziger Volkszeitung“, die von der Axel-Springer-AG gemeinsam mit dem Madsack-Verlag herausgegeben wird, mit dieser Pressemitteilung um?

Sie veröffentlichten sie ungekürzt und im Wortlaut.

[via NPD-Blog, Stralau-Blog]

Klarstellung, 27. August: Die „Torgauer Zeitung“ ist eine Regionalausgabe der „Leipziger Volkszeitung“, gehört ihr aber nur zu 24,9 Prozent.

50 Gedanken
  1. 1
    steffenh says:

    In Torgau ist man eben auf einem Auge blöd.

  2. 2
    Peter Viehrig says:

    Ich will nicht voreilig die „Berliner Chefstube“ von Springer verteidigen, aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß diese von dem Vorgang tatsächlich nichts weiß.

    Ich halte den praktisch unkommentierten Abdruck der NPD-Pressemitteilung vielmehr für einen Ausdruck der besonders in „dieser Region“ anzutreffenden Blindheit gegenüber den ebenfalls in „dieser Region“ besonders verbreiteten braunen Auswüchsen. Die Lokalredakteure repräsentieren insoweit tatsächlich die lokale Bevölkerung, die dortigen NPD-Wahlergebnisse kommen ja nicht von ungefähr.

    Und wenn ich mir das alles durch den Kopf gehen lasse, dann finde ich das noch viel schlimmer.

  3. 3
    Joe says:

    Stimmt, vgl.:
    http://www.torgauerzeitung.de/newsdetails.asp?id=35611

    „Im Vorfeld der Kommunalwahlen räumt die Torgauer Zeitung den demokratischen Parteien die Möglichkeit ein, ihre Wahlprogramme für die nächsten Jahre vorzustellen. In der Folge ist es die Deutsche Soziale Union (DSU), die einen Einblick in ihr Wahlprogramm vermittelt.“

  4. 4
    Thilo says:

    So mit Anzeigen gefällt mir der Niggemeier nicht mehr. Sorry … Ich blätter ja echt nur selten rein in die ganzen Blogs, aber jetzt, wo ich das mal versuche – doof.

  5. 5
    Thilo says:

    Sorry, ein wenig Erläuterung wäre noch sinnvoll.

    Hey, ich meine, die Inhalte sind ok, aber … hm. Animierte Anzeigen mit bewegten Hunden – nein, danke. Selbst die Postbank hat einen nervigen Film nach drei Tagen wieder von ihrer Banking-Seite genommen, die haben wohl kapiert, dass das nervt.

    Und eine VISA-Karte, für die Stefan Niggemeier jetzt wirbt, habe ich schon. Unlängst haben Betrüger in San Francisco meine VISA-Daten kopiert und waren für mehr als 500 Euro in Brasilien tanken, die sie meiner VISA-Karte belastet haben. Ich meine, okay: Der Sicherheitsdienst meiner Hausbank hat mir den Schotter erstattet, okay. Aber jetzt sehe ich Werbung für VISA bei Stefan Niggemeier. Hm. Ein seltsames Gefühl für mich. Einer der bislang für mich wichtigsten Medienkonsumentenschützer wirbt für eine Kreditkartenfirma. Ebenso könnte ich als Anbieter eines Nichtraucherseminars rauchen.

    Nee, sorry, ich werde glaube ich den Niggemeier-RSS-Feed nun löschen, bei allem Respekt, den Stefan mit seinem Bildblog verdient hat. Aber ich mag es nun mal nicht, beim Lesen schöner und guter Dinge mit Marketing-Mist belästigt zu werden. Werde ab sofort nur noch sporadisch reinschauen. Was vermutlich nichts ausmacht, da ich zu einer verschwindend geringen marketingfeindlichen Minderheit von Verarschungsablehnern gehöre.

  6. 6
    dsi says:

    oh mit adblock steht genau vor der Pressemitteilung dier der Zeitungsseite nur „Anzeige“.
    Irgendwie passend

  7. 7
    Thilo says:

    Und weil es mich gerade so nervt, hier noch ein URL:

    http://www.thilo-baum.de/lounge/verbraucherschutz/visa-hilft-betrogenen/

    Gute Nacht. T*

  8. 8
    Thilo says:

    Hm. Und gibt es mal Ladehemmung bei Herrn Niggemeier, dann heißt es bei Firefox unten in der Zeile „Warten auf anzeigenlieferant.de“. Nach einem Blick ins Telefonbuch sieht man, dass dieser Anzeigenlieferant Herrn Haeussler und Spreeblick gehört. Sicher hat darüber schon jemand geschrieben, was ich nicht verfolgt habe, aber befremdlich finde ich es allemal. Es ist halt doch nur das gute alte Medien-Business, da sind die Neuen nicht besser als die Alten.

  9. 9
    Linus says:

    @Thilo

    Was genau noch mal hat das jetzt mit der NPD und der Thorgauer Zeitung zu tun?

  10. 10
    Daniel A. says:

    Faszinierend… da scheint sich der kritische Journalismus darin zu erschöpfen, dass man eine Anzeige davor schaltet und per Einleitungsabsatz den Absender kenntlich macht – wenigstens das.

    Weiß man eigentlich, ob dieses Pamphlet auch in der Printausgabe so ausführlich nachzulesen war? Und ist der Artikel, auf den Bezug genommen wird („Demokratie kostet Geld“) irgendwo nachzulesen?

  11. 11
    Muckelchen (8 Jahre) says:

    @1,2: Klar, das Problem beschränkt sich auf den Ostzone unserer schönen gemütlichen Republik und dort natürlich nur auf die (besonders „starke“) Unterschicht. genau das will der Herr Niggemeier bestimmt auch mit seinem 1. Absatz sagen. Ist schon lustig, wie selektiv manche Leute hier lesen.

    @Thilo: Ich frag mich, wie man als Mitglied einer „marketingfeindlichen Minderheit von Verarschungsablehnern“ noch ohne Adblock(plus) im Netz unterwegs sein kann?!

  12. 12
    Gerd says:

    @Thilo: Adblock ist nicht einmal nötig, probier’s einfach mit NoScript. Bis ich deinen Kommentar gelesen habe, war mir nicht mal klar, daß hier überhaupt Anzeigen erscheinen könnten, selbst wenn man denn Javascript zuließe. ;)

  13. 13
    Torgauer says:

    Hallo,

    ich komme aus Torgau und finde diese unreflektierte Darstellung von Parteipropaganda fragwürdig. Die Unfähigkeit der lokalen Zeitungsredaktion ist hinlänglich und in weiten Kreisen der Bevölkerung (und Leserschaft) bekannt. Sie ist jedoch die einzige lokale Tageszeitung im Torgauer Raum und wird deshalb von allen gelesen.

    Ich bitte jedoch darum, nicht von „besonders verbreiteten braunen Auswüchsen“ in „dieser Region“ zu sprechen. Auf unserem Marktplatz marschieren keine Neonazis auf. Im Gegenteil, Torgau hat eine lebendige linke Szene (Brückenkopf). Erst in diesem Monat fand hier eines der größten Punkfestivals Deutschlands statt (http://www.end-less-summer.de).

    Bevor man sich über Unreflektiertheit aufregt, bitte selbst reflektieren.

    Grüße aus Torgau

  14. 14
    Sonya T. says:

    Lieber Stefan,

    es sind doch zwei ganz unterschiedliche Dinge, ob man eine Anzeige abdruckt, oder eine Pressemitteilung bei seinen Lesern zur öffentlichen Diskussion stellt. (Und es sind ja auch einige Leserbriefe dazu eingegangen) Zwar glaube ich auch nicht, dass ein Verlag, der rechte Politiker als Trauzeugen hat, gerne links herum druckt, aber man kann es doch nicht vergleichen.

    Und was mir schon seit Wochen durch den Kopf geht: Ich finde, dein Ton wird immer denjenigen ähnlicher, die ich zynisch und beleidigend finde (und dabei nicht sachlich). Außerdem finde ich, dass ihr die Dinge auch nicht immer ganz zuende denkt und mitunter genauso beliebig argumentiert wie die Kritisierten. Wo ist denn zum Beispiel die große Nachricht in der Reaktion von Gniffke? Oder geht es um seine Darstellung, wie die Bild-Tucke agiert haben soll? Darf sie nicht irgendwo anrufen und nachfragen? Tut Ihr das nicht auch? Natürlich ist es vermessen, auf der Grundlage „Wir machen Deutschland“ pikiert zu verstehen zu geben, dass man nicht hinehmen will, dass sich ein Medium weigert, in den Kanon einzustimmen und die eigene Macht zu untermauern. Aber diese Interpretation ist doch eine Mutmaßung, auch wenn sie absolut plausibel erscheint, oder? Das ist doch „gefühlte Wahrheit“. Genauso kann doch auch die Bild eine haben und dann ist es bei ihr aber nicht okay? Ich glaube, wenn sich jemand mal die Mühe machen würde, Deine Praxis gegen Deine Aussagen zu schneiden, käme da genauso ein Gefälle zustande. Und das macht mich zutiefst unglücklich!

    Außerdem habe ich mich genauso wie Thilo auch schon oft an der Werbung gestört. Mich stört, dass sie so unruhig ist. Andererseits wünsche ich Dir/Euch natürlich Einnahmequellen, aber ginge es vielleicht, statische Sachen zu nehmen?

    Jetzt hast Du in diesem Thread ordentlich auf die Mütze bekommen. Was mich betrifft, ist es Zufall, dass es sich an die anderen Keulenschläge reiht.

    Trotzdem halte ich Dich nachwievor für einen der wichtigsten Zeitgenossen. Aber ich wünsche mir wirklich, dass Ihr irgendwas runter- oder hochschraubt.

    Herzliche Grüße,
    Sonya

  15. 15
    Gregor Keuschnig says:

    @14/Sonya T.
    Natürlich ist es ein Unterschied, ob man eine Anzeige druckt oder im redaktionellen Teil eine Partei zu Wort kommen lässt. Wer jedoch (aus welchen Gründen auch immer) Anzeigen von einer von ihm als nicht verfassungskonform eingestuften Partei ablehnt, dann aber Presseerklärung einer anderen Partei wörtlich und kommentarlos abdruckt, sagt damit mehreres aus:

    1. Die NPD ist verfassungskonform. Die PDS war es damals nicht.
    2. Man öffnet die Redaktion für die NPD, in dem man (wie oben bereits beschrieben) wörtlich und kommentarlos deren Meinung verbreitet.
    3. Dem Gelegenheitsleser ist eine spätere Aufbereitung des NPD-Textes u. U. nicht möglich. Er nimmt dies erst einmal für unwidersprochen und wahr.
    4. Da es sich nicht um eine Gegendarstellung handelt, bestand keine Pflicht zum Abdruck des gesamten Textes (noch einmal: wörtlich und kommentarlos).

    Ich stimme Peter Viehrig zu, dass das Springer-HQ davon wohl nichts gewusst hat. Aber darum geht es nur am Rande: Hier macht sich eine Lokalredaktion zum Sprachrohr einer Partei. Einer Partei, die viele übrigens ebenfalls als nicht verfassungskonform einstufen – und das nicht grundlos.

    Ich kann nicht erkennen, was an Niggemeiers Darstellung undifferenziert sein soll. Das, was da geschehen ist, ist allerdings nur deshalb so skandalös, weil es (1.) tatsächlich ein Wortlaut ist und (2.) von der NPD. Ähnliches wird in sehr vielen Lokalredaktionen praktiziert – allerdings wesentlich professioneller.

    Man kann jetzt sagen, der Redakteur hat das nur deshalb so abgedruckt, um rechtlichen Sanktionen im Vorfeld schon aus dem Weg zu gehen. Etwa nach dem Motto: Wenn ich’s nur als Zitat kennzeichne, weiss schon jeder, was und wie das zu verstehen ist. Könnte man tatsächlich so sehen. Dennoch ist ja Journalismus was anderes als das Abdrucken von Pressemitteilungen oder Agenturmeldungen. Das ist mindestens mein Anspruch; da mag die Redaktion noch so klein und noch so unterbezahlt sein.

    Statt einer Textebarbeitung, die auch die Problematik hinterfragt gibt es nur noch Vorgekautes. DAS ist das Elend, was sich hinter diesem Vorgang verbirgt.

    Noch am Rande: Ich bin ausdrücklich nicht für ein Verbot der NPD – aus vielen Gründen. Eine Demokratie muss Extremisten aushalten – auch Extremisten, die sie politisch bekämpft. Alles andere würde nur noch mehr Verschwörungstheorien im Untergrund produzieren. Eine Partei wie die NPD kann man nur politisch bekämpfen. Mit so was wie Argumenten. Nicht mit vorauseilendem Abscheu oder wohlfeilen Entfernungsstrategien.

    Hierin liegt aber ein meines Erachtens grosses Problem – insbesondere linker und liberaler Kräfte, und zwar sowohl in Politik als auch in den Medien: In dem die Partei mit „bäh“ und „buh“ zum Underdog deklariert wird und eine sachlich-fachliche Auseinandersetzung mit deren Thesen nicht oder nur unzureichend erfolgt, verschafft man ihr im Protestwählerbereich ein Publikum. Es genügt nicht, sich gegenseitigem Abscheu zu versichern und auf die Schulter zu klopfen. Da muss man mehr machen. Dass Journalisten dieser Provinzzeitung dies offensichtlich nicht können oder sich nicht zutrauen – das ist das Erschreckende daran.

    PS – Zur Werbung: Ja, der dicke Mann, der da herumgehoppst ist und sogar noch den Spagat schaffte, stört(e) mich auch. Aber beim Runterscrollen isser ja weg. Und er ist auch nicht immer da. Also was soll dieses Gejammer?

  16. 16
    G says:

    Vermutlich hat Herr Baum rausgefunden, dass Stefan und „ix“ befreundet sind und desshalb mag er die Werbung (und Stefan) nicht (mehr).
    http://wirres.net/article/articleview/4894/1/6

  17. 17
    Max says:

    dem springerverlag kann man in diesem zusammenhang nur keinen vorwurf machen. den aus kartellrechtlichen gründen hat springer keinerlei redaktionellen einfluss…

  18. 18
    Sonya T. says:

    Dort steht:

    „Nordsachsen (TZ). Unter der Überschrift „Demokratie kostet Geld“ erschien am Dienstag ein Beitrag in der Torgauer Zeitung, der sich mit den geplanten Kosten für den nordsächsischen Kreistag beschäftigte. Darauf reagiert nun der NPD-Kreisverband Nordsachsen mit folgender Pressemitteilung, die die TZ per E-Mail erreichte:“

    Das ist eine Anmoderation. Unter dem Artikel befinden sich zwei Links, über deren Betätigung die Leser Ihre Meinung mitteilen können. Das haben etliche getan.
    http://www.torgauerzeitung.com/ReadComments.asp?ID=36834
    Ich kann also nicht erkennen, dass es gänzlich unkommentiert in den Raum gestellt und dort so gelassen wurde. Nun kann man argumentieren, dass Leser nicht die Aufgabe der Redaktion zu übernehmen haben. Aber – siehe oben – die Anmoderation ist erfolgt. Und eine Anzeige ist im Verhältnis dazu etwas gänzlich anderes. Zumal SPon ja auch schrieb: „Mit der Ablehnung der PDS-Anzeigen setzt der Verlag die Partei mit den rechten Gruppierungen der DVU und der Republikaner gleich. Die dürfen ebenfalls nicht in Springer-Blättern für sich werben.“

    Ich persönlich wäre mit der Sache ganz sicher ganz anders umgegangen. Aber ich finde der Vorwurf reicht zu weit.

  19. 19
    Thomas says:

    @Gregor:

    „wörtlich und kommentarlos abdruckt“

    Bist Du sicher, dass der Beitrag auch in der LVZ/Torgauer Zeitung erschienen ist? Möglicherweise steht er nur im Internet und da, wie auch Sonya schreibt keinesfalls kommentarlos.

  20. 20
    Stefan says:

    @Thomas: Der Artikel ist am 21. August 2008 auf Seite 18 der „Leipziger Volkszeitung“, Ausgabe „Torgauer Zeitung“ erschienen.

    Was immer das an der Sache ändert.

  21. 21
    Sonya T. says:

    Als Artikel (Meinung der Redaktion)?
    Als kenntlich gemachte Pressemitteilung?
    Mit oder ohne Moderation?

  22. 22
    Stefan says:

    „Meinung der Redaktion“? „Moderation“??

    Nein, exakt so wie online. Im Wortlaut, ungekürzt, unkommentiert. Laut Genios-Archiv im Ressort „Torgau“.

  23. 23
    Sonya T. says:

    Irgendwie verstehe ich Dich an dieser Stelle nicht. Eine Moderation kommentiert doch. Sagt etwas aus. (Und das sind doch übliche Formulierungen – wieso fragst Du nach ??)

    „Ungekürzt“ und „im O-Ton“ – okay, das ist zu hinterfragen. Einerseits. Andererseits würde es die Sache doch nicht besser machen, wenn man kürzen und nicht im O-Ton wiedergeben würde. Pressemitteilung ist Pressemitteilung, eine Anzeige gibt man ja auch nicht indirekt wieder. Würde man kürzen und darüber schreiben (nicht o-Ton), wäre es ein Artikel (Meinung der Redaktion) oder ein Zitat innerhalb eines Artikels (ggfs. nicht Meinung der Redaktion, bzw. nicht Beweisführungs-Mittel).

    Übrigens ist es mir wirklich wichtig, dass Du weißt, dass ich einer Deiner größten Fans bin. Und ich hoffe, dass Du meine Gedanken vom ersten Kommentar nicht einfach vom Tisch wischst. Denn ich möchte, dass Du alle Preise abräumen kannst, die man nur abräumen kann. Und ich sehe da doch hin und wieder Gefährdungspotenzial und nicht nur ich alleine sehe das so.
    Fang damit an, was Du damit anfangen willst…

  24. 24
    Sonya T. says:

    Oder kann es sein, dass Du meinst, man hätte es redaktionell einordnen müssen? Vielleicht noch mit Kastentext: „Wer ist die NPD? Eine Partei, die in gefährlicher Weise….“ und weil das nicht erfolgt ist, schlussfolgerst Du, man würde die Inhalte gut heißen?
    Dann verstehe ich nicht, wieso Du „ungekürzt“ und „im Wortlaut“ anführst. Es klingt, als seist Du der Ansicht, man hätte kürzen und nicht im Wortlaut wiedergeben sollen.

  25. 25
    Thomas says:

    @22: thx

    „Was immer das an der Sache ändert.“

    Naja, in der Zeitung gibts keine Kommentarfunktion und weniger Speicherplatz, weshalb man sich dann wundern kann, warum die NPD soviel Platz bekommt.

    Aber wenn sich der Blog-Artikel ausschließlich/im Kern auf den Anzeigenboykott gegenüber der „Linken“ bezieht, macht es keinen Unterschied – es sei denn man nimmt den folgenden Satz wörtlich: „dass keine seiner Zeitungen oder Zeitschriften Anzeigen der „Linken” abdruckt.“

  26. 26
    Linus says:

    Was wird denn hier für eine Wortklauberei betrieben, die völlig an der Sache vorbeigeht?

    Erstaunlich ist doch, dass die „Torgauer Zeitung“ sich bemüßigt fühlt, eine Pressemitteilung der NPD einfach so im Wortlaut zu veröffentlichen.

    Seit wann ist es denn die Aufgabe der Presse, einfach ungefiltert irgendwelchen Kram „zur Diskussion zu stellen“. Ob das jetzt Kaninchenzüchter oder sonstwer sind.

    Noch dazu, wenn nicht mal ansatzweise erkennbar gemacht wird seitens der Redaktion, dass hier etwas „zur Diskussion gestellt wird“. Die PM war, wenn ich das richtig sehe, eine Reaktion auf einen Artikel in der Thorgauer Zeitung, erscheint aber keinesfalls in den Leserbriefen.

    Dass diese Zeitung dann auch noch mit Springer verbandelt ist, ist da doch eigentlich nur eine nette Randnotiz.

  27. 27
    Linus says:

    @Sonya T.

    Gar nicht veröffentlichen wäre schon mal ein guter Ansatz. In der Form ist das einfach unbezahlte (und nicht als solche kenntlich gemachte) Werbung. Das an sich ist ja schon relativ bedenklich. Das der Text auch noch von der NPD kommt, macht die Sache dann nicht besser.

    Um den Witz dann vollständig zu übersetzen: Von der Linken nehmen wir kein Geld an, das könnte ja schmutzig sein, der NPD bieten dafür freiwillig (und kostenfrei) ein Forum.

  28. 28
    Thomas says:

    „Gar nicht veröffentlichen wäre schon mal ein guter Ansatz.“

    Nein, nein. Mit welchem Recht sollte eine Tageszeitung ein in diesem Fall möglicherweise relevantes Statement einer zugelassenen Partei unterschlagen. Das wäre ja auch eine Stellung nahme. Soll sich die Torgauer Zeitung dann noch „Wir kämpfen gegen Rechts“ neben den Titel kleben? Eine Journalist, eine Zeitung macht sich nicht gemein, auch nicht mit einer (im Falle der NPD-Ausgrenzung sicher beinah unumstritten) guten Sache.

    Und bevor man der PM der NPD sogar noch gesellschaftliche Relevanz zumisst indem man aus ihr eine (kürzere) Nachricht macht – stellt man sie lieber ins Blatt. So nach dem Motto: Mit den Brauen haben wir nichts am Hut, aber hier ist, was sie zu sagen haben (und wir haben sie damit erstmal ne Weile vom Hals).

    Das hat sich – hoffentlich – die Torgauer Zeitung gedacht.

    Stefan gehts aber wohl eher um die (unfreiwillige) Doppelzüngigkeit des ASV (denk ich inzwischen).

  29. 29
    Linus says:

    Was für die Torgauer Zeitung relevant ist und was nicht, entscheidet nicht die NPD. Hoffe ich zumindest.

    (Man könnte ja auch auf die Idee kommen, dass der NPD per se jegliche Relevanz abgeht, egal ob zugelassen oder nicht. Aber das ist eine andere Diskussion.)

    Eine Tageszeitung ist keine Plattform für Parteienverlautbarungen. Nicht ungefiltert. Und schon gar nicht von der NPD. Wenn das Thema an sich relevant sein sollte, gerne berichten, aber bitte warum sich die Themen von Parteien vorgeben lassen?

    Dass Journalisten, in allen Bereichen und aus was für Beweggründen auch immer, gerne Pressemitteilungen komplett übernehmen, um ihr Blatt zu füllen, heißt noch lange nicht, dass das eine prima Idee sein muss.

    Tolle Idee, in der Theorie, Unsinn komplett abzudrucken, um ihn als solchen zu entlarven. Die Kommentare unter dem Artikel zeugen jedenfalls davon, dass das nicht wirklich funktioniert hat.

    Nochmal: Niemand zwingt die Torgauer Zeitung, diese PM abzudrucken. Weder vollständig, noch auszugsweise, noch sonstwie.

  30. 30
    Gregor Keuschnig says:

    @30/Thomas.
    Nein, es geht nicht darum, dass hier die üblichen Abwehrreflexe fehlen und nicht dreimal „bäh“ gesagt wurde. Es geht darum, dass sich eine Zeitungsredaktion zum Verlautbarungsorgan einer Partei macht, die auch noch Zweifel an ihrer Verfassungskonformität aufgibt.

    Ich finde es gelinde gesagt schockierend, dass der „Fall“ bei einigen Kommentatoren gar nicht in seiner Dimension wahrgenommen wird. Hier scheint ein Bild zu existieren, dass eine Zeitung nur aus unterschiedlichsten Presse- und Agenturmeldungen besteht, die von einer Redaktion nur noch sortiert werden müssen. (Zweites Attribut für den „neuen“ Journalisten: Sortierer.)

    Das, was die TZ dort mit der NPD und deren Pressemitteilung macht, machen viele andere Lokalzeitungen mit Pressemitteilungen anderer Parteien – nur ein bisschen „cleverer“. Die Tatsache, dass es sich hier um die NPD handelt und das man sich derartig offensichtlich zum Büttel gemacht hat, macht es zum Skandalon. Wenn man das in diesem Fall nicht bemerkt, dann fehlt es – mit Verlaub – in erheblichem Maße an Sensorik. Das macht mir fast Angst.

  31. 31
    Sonya T. says:

    Es ist keine unbezahlte Werbung, es geht nicht ums reine Sortieren. Es gibt gewisse journalistische Grundsätze und die bestehen nicht grundlos. Genau diese führen Stefan und der Rest an, wenn sie „Fehler“ bei den Medien entdecken.

    Und dies hier ist ein gutes Beispiel für den Nachbesserungsbedarf. Man kann Stefan für genial halten, was er sicher irgendwie ist. Man kann ihn und den Rest aber auch mal an den eigenen Maßstäben messen bzw auch einfach mal Fragen stellen, wie:
    Erklärt sich der Inhalt von selbst?
    Welche Pflicht wurde hier genau verletzt?
    Wurde etwas richtig eingeordnet?

    Darüber hinaus verstehe ich die innere Logik von NPD nicht verbieten, aber sie nicht zu Wort kommen lassen überhaupt nicht. Entweder stelle ich das Monster ins Licht oder ich sperre es in den Keller. Entweder traue ich den Menschen was zu oder nicht.

    Wünschenswert und als notwenig empfinde ich hierbei, das man den Menschen genügend Material mit auf den Weg gibt, das sie die Dinge einordnen lässt. Aber. mit Verlaub, die taz tut das auch nicht immer. Also, wo sind die Grenzen nach links und rechts? Damit komme ich zurück auf journalistische Grundsätze.

  32. 32
    Sonya T. says:

    @ 29:

    „Um den Witz dann vollständig zu übersetzen:“

    Vielleicht ist er ja so nett, uns den Witz doch noch zu erklären. Und offensichtlich kommt das öfter mal vor, dass seine Leser genauso rätselnd vor seiner Lektüre hocken, wie er vor der der anderen. Selbstverständlich sind die anderen in beiden Fällen doof und man selbst schätzt immer alles richtig ein, oder? Klar. Das denkt sich der Döpfner auch, wenn er mit Kritik konfrontiert wird. Immer schön locker bleiben und nicht vergessen, dass die anderen Deppen sind.

  33. 33
    Andre says:

    @32, Gergor: Danke! Sie haben alles gesagt, was mir am Herzen liegt. Das Lesen dieser Diskussion macht in der Tat Angst. Angst vor dem Presseverständnis und der fehlenden ideologischen Empfindsamkeit einiger Kommentatoren

    @33, Sonya T: Die Torgauer Zeitung stellt das Monster weder ins Licht, noch sperrt sie es in den Keller. Für sie – und das ist der Witz, den Sie nicht verstehen – ist die NPD kein Monster.

    @30, Thomas: Sie haben ein bemitleidenswertes Presseverständnis, das die von Journalisten zurecht geforderte Objektivität ad absurdum führt. Natürlich darf sich ein Journalist mit einer guten Sache gemein machen. Und zwar immer dann, wenn eine Sache objektiv „gut“ ist. Hier liegt das von Journalisten zu beachtende Objektivitätsgebot!
    Klar, bleibt die Frage, wann ein Journalist im beruflichen Alltag eine Sache getrost als objektiv „gut“ bezeichnen darf. Diese Frage stellt sich in unserem objektiv „bösen“ Fall jedoch eben nicht.

    Und nochmal @30, Thomas, zweiter Absatz: Es ist aberwitzig der Torgauer Zeitung zu unterstellen, sie habe ausgerechnet mit der Veröffentlichung der NPD-Pressemitteilung der Partei ihre „gesellschaftliche Relevanz“ abgesprochen. Das Gegenteil ist der Fall.

    Kurzum: Das Pressemitteilung gar nicht zu veröffentlichen ist der einzig akzeptable Ansatz, das Monster in den Keller zu stellen. Das Thema journalistisch aufarbeiten, bei der NPD kritische Nachfragen stellen, bei anderen Parteien und neutralen Experten Stimmen einholen und zudem auf die verfassungsfeindliche Gesinnung der NPD zu verweisen, das ist der einzig akzeptable Ansatz, das Monster ins Licht zu stellen.

  34. 34
    Rudi says:

    @Gregor
    In Leipzig und Umgebung werden quasi nur Tageszeitungen gelesen die dem Springerverlag gehören (LVZ&BILD).

    Und zu Deiner Beruhigung. Im Allgemeinen finden sich dort keine Meinungen von Politikern der Linken oder der NPD. Zumindest in den Ausgaben die ich gelesen habe.

    Aber ein kluger Kopf wie Du wird sicherlich nicht von einer einzigen Pressemitteilung auf den Schluss kommen, dass es sich bei den „Bütteln“ der Torgauer Zeitung um ein „Verlautbarungsorgan“ der NPD handelt. Das wäre ja sonst total übergeigt. ;-)

    Ich weiß, dass man im Westen eine andere Perspektive auf diese „Extremisten“ hat. Aber von hier betrachtet frage ich mich: Wenn ein gutes Drittel der Wähler diese Parteien wählt, sollten dann nicht Tageszeitungen ab und zu auch mal eine ihrer Pressemitteilungen abdrucken?

    Nein! Skandalon!

    Wirr wird die Haltung dann mit der Forderung nach einer „sachlich-fachlichen Auseinandersetzung mit deren Thesen“. Nicht abdrucken – aber inhaltlich drauf reagieren? Worauf denn? Und wieso?

    Vor Lafontaine traf der mediale Filter die PDS. Keine Pressemitteilung, keine Forderung schaffte es in die Massenmedien. Vielleicht wollte man dort nicht als „Büttel der Kommunisten“ gegeißelt werden.
    Erst seitdem der ehemalige Parteivorsitzende der SPD mediale Aufmerksamkeit geschaffen hat, werden linke Themen wie der Mindestlohn diskutiert.

    Es ist illusorisch zu glauben, man könnte den Protagonisten Auftrittsverbot erteilen und sich trotzdem mit Ihren Positionen auseinandersetzen.

    Und ganz nebenbei. Was wäre es für eine Demokratie, wenn die Presse der Opposition keine Stimme leiht?

  35. 35
    Gregor Keuschnig says:

    @37/Rudi
    Sie haben mich nicht richtig verstanden (was an mir liegen wird). Ich habe nichts dagegen, sich argumentativ mit Thesen von extremistischen Paretien auseinanderzusetzen – ich finde, dass man das sogar muss. Ich plädiere auch nicht für Auftrittsverbote. Man muss natürlich die Thesen, mit denen man sich argumentativ auseinandersetzt, erst einmal vorstellen. Aber es gibt einen Unterschied, ob ich dies innerhalb eines journalistisch aufbereiteten Artikels tue oder quote/unquote den Text abspule.

    Was mich am meisten überrascht ist die Tatsache, dass ein solches Verfahren offensichtlich inzwischen „normal“ zu sein scheint und als demokratisch-emanzipatorischer Akt verklärt wird. Das ist meines Erachtens ein perverses Verständnis von Pressefreiheit. Die NPD hat alle Möglichkeiten, im Rahmen rechtsstaatlicher Gesetze ihre Meinung zu veröffentlichen. Deshalb muss aber eine Lokalzeitung nicht deren Pressemitteilungen übernehmen.

  36. 36
    Bozo says:

    @ alle: Sagtemal, ist es denn schon so weit mit dem Ansehen der Presse, dass es niemand grundsätzlich merkwürdig findet, wenn eine Tageszeitung im redaktionellen Teil Pressemitteilungen (erstmal) egal welcher Parteien abdruckt? Was bitte halten den Abonennten davon, die doch Geld für die Leistung einer Redaktion bezahlen, die nicht im („anmoderierten“, ja schönen Dank auch) Abdrucken einer Pressemitteilung besteht, sondern im recherchieren, denken, einordnen, lesbar schreiben? Was würden wir denn davon halten, wenn sagenwir Panorama künftig so läuft: „Zu unserem Bericht „XYZ“ vom letzten Mal erreicht uns eine Stellungnahme von Kurt Beck, die wir jetzt ungekürzt und ungeschnitten zehn Minuten lang zeigen.“ Oder gleich Werbespots, ist auch nichts anderes.

    3000 Anschläge hat die (mitterweile aus dem Netz getilgte) NPD-Pressemitteilung, das ist ganz schön saftig. Hätte man viel Zeilenhonorar ausgeben müssen für, was, Herr Chefredakteur Stöber? Aber Sie waren ja gerade in Urlaub, wie Sie der FR sagten. Klar, dass dann die NPD von „Systemparteien“ schwafeln darf, einem Nazi-Kampfbegriff. Und verstehe ich Ihre Einlassung, Ihre Leserschaft sei halt eine andere als die der FR, richtig: Sie biedern sich auf dem Umweg der Pressemitteilung an? Pfui bäh.

    Übrigens: An der Torgauer-Mutter Leipziger Volkszeitung hält der Madsack-Konzern die Hälfte. An dem wiederum hat die SPD-Medienholding DDVG Anteile. Wie die das wohl so finden?

  37. 37
    Linus says:

    @ Bozo

    Wenn Sie die Kommentare nochmal durchlesen, werden Sie feststellen, dass es einige eben doch „merkwürdig“ fanden…also besteht noch Hoffnung…theoretisch zumindest

  38. 38
    Rudi says:

    Und ich dachte, Pressemitteilungen werden herausgegeben, damit Redaktionen sie übernehmen können. Aber das ist wohl das gleiche Missverständnis wie mit Nachrichtenagenturen.

    Bei Google News kann man gut beobachten, wie weit Pressemitteilungen und Agenturmeldungen redaktionell bearbeitet werden. Da heißt es dann „und 137 ähnliche Artikel“. Und ähnlich meint i.d.R. identisch.

    Leider ist es eine Wunschvorstellung, dass Redaktionen recherchieren, denken, einordnen.

  39. 39
    Rudi says:

    Heute kam die Meldung, dass Geringverdiener deutlich weniger verdienen als 1995 und Gutverdiener ca. 4% mehr.

    Von Journalisten einer Wirtschaftsredaktion hätte man erwarten können, dass sie bemerken, dass das BIP in der Zwischenzeit um 25% gestiegen ist. Und dann hätte man erläutern können, wo der hübsche Zuwachs abgeblieben ist.

    Aber das ist alles graue Theorie. Vielleicht habe ich mich einfach schon so oft über diesen copy&paste-Journalismus geärgert, dass ich ihn akzeptiert habe.

  40. 40
    Stefan says:

    @Rudi: Ja, Pressemitteilungen werden herausgegeben, damit Journalisten sie übernehmen. Aber Journalisten werden dafür bezahlt, dass sie sie nicht übernehmen.

  41. 41
    Claudio 33 says:

    Guten Tag!
    Schlechte Recherche. Die TZ ist eine eigenständige Zeitung, die lediglich den Mantelteil von der LVZ bezieht. Springer ist lediglich zu einem gewissen Anteil an dem Verlag beteiligt und hat keine redaktionelle Vollmacht.

    Obwohl die böse Zeitung Mitteilungen der NPD veröffentlicht hat, stammt kein einziger der 4 Kandidaten im Parlament aus dem Altkreis Torgau.

  42. 42
    Peter says:

    Die Aussage zu den Beteiligungsverhältnissen von Claudio (Kommentar 44) ist vermutlich richtig: Die taz schreibt, die LVZ (Madsack & Springer) habe knapp ein Viertel Anteile an der TZ – das ist also ein Minderheitengesellschafter. Die FR schrieb in ihrer ersten Meldung, die TZ sei ein Ableger der LVZ – das ist dann falsch.

    Damit ist der Verweis auf Springer in dieser Meldung – auch wenn er so gut ins Bild passen mag – meiner Meinung nach irreführend. Das Sagen im Hause „TZ“ haben offensichtlich andere, die „TZ“ ist kein Lokalableger der „LVZ“, sondern übernimmt nur den Mantel.

    Klappt in dem Fall wohl nicht mit der Sippenhaft.

  43. 43
    Stefan says:

    @Peter: Die „Torgauer Zeitung“ ist laut „Leipziger Volkszeitung“ eine Regionalausgabe der „Leipziger Volkszeitung“: http://www.lvz-online.de/download/lvdg/infomappe.pdf

    Laut der Übersicht von Horst Röper (der diese Daten seit vielen Jahren sammelt), ist der Leipziger Verlag aber tatsächlich nur mit 24,9 Prozent an der „Torgauer Zeitung“ beteiligt: http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/05-2006_Roeper.pdf

    Ich glaube, dass angesichts dieser beiden Tatsachen meine Formulierung oben im Eintrag stimmt, mache aber gleich noch eine Klarstellung.

  44. 44
    Sarah says:

    Mag sein, dass es im Umfeld von Torgau, vor allem auf umliegenden Dörfern, zu viele Menschen mit rechter Gesinnung gibt, allerdings muss ich Torgau selbst da verteidigen: Hier gibt es noch Einige aus dem anderen Lager, die sich nach wie vor wehren. Meiner Meinung nach ist die „lokale Bevölkerung“, zu der ich mich auch zähle, so dass ich weiß wovon ich rede, nicht insgesamt braun verseucht und schon gar nicht nur auf der Grundlage eines Zeitungsartikels. Damit kann ich mich nicht identifizieren.

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  1. […] ist es allerdings – weil ersteres ja leider nicht zum ersten Mal vorkommt – wenn eine Lokalzeitung Pressemitteilungen der NPD unkommentiert abdruckt. Ist das Sommerloch wirklich so groß, dass man die Zeitung mit einem solchen Schrott füllen muss? […]

  2. […] beteiligt sei, es handelt sich also um eine Minderheitenbeteiligung – damit ist der knappe Verweis auf Springer und Madsack (den wir auch übernommen hatten) als Gesellschafter der LVZ irreführend. […]

  3. […] inklusive Links gibt es wieder mal nicht bei den klassischen Printmedien, sondern nur in Blogs. Stefan Niggemeier beginnt mit: “Der Axel-Springer-Verlag hat bekanntlich vor der letzten Bundestagswahl […]

  4. […] äußert sich die „Torgauer Zeitung” zu der Frage, warum sein Blatt (wie berichtet) eine Pressemitteilung der NPD unkommentiert, in voller, erstaunlicher Länge und inklusive des […]

  5. […] Die NPD in der Torgauer Zeitung Der Axel-Springer-Verlag hat bekanntlich vor der letzten Bundestagswahl beschlossen, dass keine seiner Zeitungen oder Zeitschriften Anzeigen der “Linken” abdruckt. Es gebe Zweifel an der “Verfassungskonformität”, begründete der Verlag seinen Boykott, der “ein sachlicher Vorgang und nicht politisch motiviert” sei. Und damit zu einem ganz anderen Thema… […]

  6. […] Nachtrag:Die “Torgauer Zeitung” ist eine Lokalausgabe der „Leipziger Volkszeitung”, die von der Axel-Springer-AG gemeinsam mit dem Madsack-Verlag herausgegeben wird (via: stefan-niggemeier.de). […]

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