Re: Re: Re: Re: Standing Still

Ich bin einer der lausigsten E-Mail-Beantworter der Welt. Die Zahl der Menschen, denen ich noch Antworten schulde (und Entschuldigungen) ist bestürzend groß.

Aber im Vergleich mit den Leuten bei der Plattenfirma Universal Music komme ich mir wie ein blutiger Amateur vor.

 

Von: Stefan Niggemeier
An: F., Universal Music
28. Februar 2012, 12:25 Uhr.

Standing Still – Instrumental?

Hallo F.,

Katja Plüm von Brainpool hat mich an Dich verwiesen. Es geht um „Standing Still“ von Roman Lob – kannst Du mir sagen, ob es dazu eine Instrumental-Version gibt oder geben wird?

Herzliche Grüße
Stefan

 

Von: F., Universal
An: Stefan Niggemeier

28. Februar 2012, 22:31 Uhr.

AW: Standing Still – Instrumental?

Hallo Stefan, vor welchem Hintergrund denn, kommerziell? LG, F.
Gesendet mit Blackberry von Vodafone

 

Von: Stefan Niggemeier
An: F., Universal Music

28. Februar 2012, 23:13 Uhr.

Re: Standing Still – Instrumental?

Ich mache wieder ein Videoblog zum Eurovision Song Contest (bakublog.tv). Wir durften freundlicherweise in Oslo und Düsseldorf, als wir das schon mal gemacht haben (oslog.tv, duslog.tv), einen kurzen Schnipsel aus dem jeweiligen deutschen Song für den Vorspann verwenden. „Standing Still“ eignet sich dafür zwar nicht ganz so gut, aber vielleicht ließe sich mit der Instrumentalversion etwas machen.

Das heißt, wir wissen noch gar nicht, ob wir überhaupt einen kurzen Ausschnitt daraus verwenden würden, die Frage ist erstmal: Gibt es eine Fassung und gäbe es eine Möglichkeit, sie zu hören, bzw. bietet ihr sie eh evtl. bei iTunes o.ä. an.

Viele Grüße
Stefan

 

Von: Stefan Niggemeier
An: F., Universal Music

6. März 2012, 17:54 Uhr

Re: Standing Still – Instrumental?

Hallo,

kannst Du mir schon was sagen?

Danke und viele Grüße
Stefan Niggemeier

 

Von: Stefan Niggemeier
An: F., Universal Music

23. März 2012, 23:01 Uhr.

Re: Standing Still – Instrumental?

Hallo F.,

ich wollte nochmal nachfragen (s.u.) – ich würde mich über ein Antwort freuen!

Beste Grüße
Stefan Niggemeier

 

Von: Stefan Niggemeier
An: F., Universal Music

9. April 2012, 21:01 Uhr.

Re: Standing Still – Instrumental?

Hallo F.,

und noch ein Versuch von mir. Kannst Du uns weiterhelfen? Kennst Du jemand anderes, der uns weiterhelfen könnte? Ich bräuchte dringend eine Antwort von Dir.

Vielen Dank,
mit besten Grüßen
Stefan Niggemeier

 

Von: F., Universal Music
An: Stefan Niggemeier

10. April 2012, 06:37 Uhr.

AW: Re: Standing Still – Instrumental?

Hallo Stefan, entschuldige die späte Antwort, aber auf Deine Frage: ja, es gibt natürlich eine HPB-Version, sprich Instrumental, des Songs, gibt es aber nicht käuflich zu erwerben. LG, F.
Gesendet mit Blackberry von Vodafone

 

Von: Stefan Niggemeier
An: F., Universal Music

10. April 2012, 8:37 Uhr.

Re: Re: Standing Still – Instrumental?

Hallo F.,

wir wollen es ja eigentlich auch nicht kaufen. Wir würden eventuell gerne einen etwa achtsekündigen Schnipsel daraus für den Vorspann unseres Videoblogs verwenden. Ist da gar nichts zu machen?

Viele Grüße
Stefan

 

Von: F., Universal Music
An: Stefan Niggemeier

10. April 2012, 15:37 Uhr.

AW: Re: Re: Standing Still – Instrumental?

Ach so, dann haben wir uns komplett falsch verstanden….checke ich mit unserer Onlineabteilung….
Gesendet mit Blackberry von Vodafone

 

Von: Stefan Niggemeier
An: F., Universal Music

13. April 2012, 9:38 Uhr.

Re: Re: Re: Standing Still – Instrumental?

Hallo F.,

ich nochmal. Hast Du schon was rausgekriegt?

Danke und viele Grüße
Stefan

 

Von: Stefan Niggemeier
An: F., Universal Music

13. April 2012, 20:07 Uhr.

Re: Re: Re: Standing Still – Instrumental?

Hallo F.,

ich habe auch nach jetzt acht Mails und eineinhalb Monaten die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Gibt es irgendetwas, das ich tun kann, um diesen Prozess zu beschleunigen? Jemand anderes fragen? Irgendwo anrufen? Vorbeikommen? Geschenke schicken?

Es grüßt
zunehmend erschöpft:
Stefan

 

Von: F., Universal Music
An: Stefan Niggemeier

14. April 2012, 15:42 Uhr.

AW: Re: Re: Re: Standing Still – Instrumental?

Kann Deine Erschöpfung verstehen, ich bin am Montag wieder im Büro, gehe direkt dann zu den Onlinekollegen ins Büro….
Gesendet mit Blackberry von Vodafone

 

Von: Stefan Niggemeier
An: F., Universal Music

16. April 2012, 18:14 Uhr.

Re: Re: Re: Re: Standing Still – Instrumental?

Hallo F.,

gibt es schon was Neues?

Viele Grüße
Stefan

 

Von: F., Universal Music
An: Stefan Niggemeier

16. April 2012, 18:30 Uhr.

AW: Re: Re: Re: Standing Still – Instrumental?

Hallo Stefan,

ich habe meinen Onlinekollegen auf die Füsse getreten, sollen sich heute eigentlich bei Dir melden, aber warum könnt ihr nicht die „normale“ Version verwenden, denn das Instrumental gibt es nicht käuflich zu erweben.

LG,

F.

 

Von: Stefan Niggemeier
An: F., Universal Music

16. April 2012, 18:53 Uhr.

Re: Re: Re: Re: Standing Still – Instrumental?

Hallo F.,

ich bin mir fast sicher, dass ich das vor vier, fünf, sechs Mails schon mal erklärt hatte.

Also nochmal: Wir suchen ein paar Sekunden für den Vorspann für unser Videoblog, der in den vergangenen Jahren aus kurzen Ausschnitten aus den jeweiligen deutschen Beiträgen bestand. Eigentlich eignet sich „Standing Still“ nicht so richtig für einen Vorspann. Unsere Hoffnung ist aber, dass der markante Schlagzeugrhythmus an einer Stelle
trotzdem taugen könnte.

Ich würde das so gerne einfach mal hören. Die Stelle. Instrumental. Ich will das Stück nicht kaufen. Wir würden, wenn sich die Stelle eignet, freundlich bei Euch nachfragen, ob wir diesen Schnipsel verwenden könnten, ähnlich wie in den beiden letzten Jahren.

Ich hatte wirklich nicht gedacht, dass dieses Anliegen mit solch scheinbar übermenschlichen Anstrengungen und unüberwindlichen Hindernissen im Hause Universal verbunden sein würde. Ganz im Ernst: Wenn es jemand anderes gibt, den ich fragen kann, mache ich das gerne. Ich nehme dafür auch gerne in Kauf, alles nochmal wieder von vorne zu erklären, das wäre ja kein Unterschied zu bisher.

Es grüßt
Stefan

 

Von: T., Universal Music
An: Stefan Niggemeier

17. April 2012, 10:31 Uhr.

WG: Standing Still – Instrumental?

Hallo Stefan, 8 Sekunden aus dem aktuellen Song kannst Du gerne verwenden. Ich denke so bei ca. 2 Minuten die Hook eignetet sich. Was habt ihr inhaltlich vor, vielleicht können wir Euch auf Universal-music.de featuren. Viele Grüsse, T.

–––––Ursprüngliche Nachricht–––––

Von: F., Universal Music
An: T., Universal Music; U., Universal Music

16. April 2012, 18:31 Uhr

AW: Standing Still – Instrumental?

Antwortet ihr ihm bitte, da er mir schon wieder geschrieben hat….

–––––Ursprüngliche Nachricht–––––

Von: F., Universal Music
An: T., Universal Music; U., Universal Music

16. April 2012, 09:46 Uhr.

AW: Standing Still – Instrumental?

Wichtigkeit: Hoch

Hallo T.,

könnt ihr Stefan bitte schnell weiterhelfen, der ist ein wichtiger Kontakt und auch eng mit Brainpool, könnt ihr Euch dem bitte schnell annehmen.

Siehe unten,

lg,

F.

 

Von: Stefan Niggemeier
An: T., Universal Music

17. April 2012, 10:45 Uhr.

Re: WG: Standing Still – Instrumental?

Hallo T.,

Danke für die Mail, aber wir würden ja gerne einen Ausschnitt aus der Instrumental-Version nehmen. Die haben wir aber nicht. Könntet ihr mir die schicken? Wir wurden damit naturlich nichts anderes machen.

Danke und schöne Grüße
Stefan

Von meinem iPhone gesendet

 

Von: Stefan Niggemeier
An: T., Universal Music

18. April 2012, 10:13 Uhr.

Re: WG: Standing Still – Instrumental?

Hallo T.,

kann ich noch irgendetwas tun?

Ich versuche einfach noch einmal zu erklären, was wir gerne hätten: Die Instrumental-Version (F. nannte sie die HPB-Version) von „Standing Still“. Um sie einmal hören zu können und dann entscheiden zu können, ob sich daraus ein kleiner Acht-Sekunden-Schnipsel für unseren Vorspann eignen könnte.

Seit knapp zwei Monaten versuche ich nichts anderes als das: Die Instrumental-Version von „Standing Still“ zu bekommen. Was muss ich tun? Oder ist es unmöglich?

Mit besten Grüßen
Stefan

 

Von: Stefan Niggemeier
An: T., Universal Music

18. April 2012, 17:34 Uhr.

Re: WG: Standing Still – Instrumental?

Ist da noch jemand?

 

Von: T., Universal Music
An: Stefan Niggemeier

18. April 2012, 18:29 Uhr.

AW: WG: Standing Still – Instrumental?

Hallo stefan, wir können kein Instrumental zur Verfügung stellen, ich verstehe nicht ganz warum der von mir unten vorgeschlagene Inhalt nicht geeignet sein soll. Lieben Gruss, T.

 

Nachtrag, 21. April. Gestern Abend habe ich von Universal eine Instrumentalversion von „Standing Still“ bekommen.

150 Replies to “Re: Re: Re: Re: Standing Still”

  1. Ich denke mal, du bist sehr gefrustet, aber ich hab mich hier gerade kaputt gelacht! Alter Schwede, da hat sich der Aufwand ja mal gelohnt…

  2. Das ist der Beweis: Auch Blackberry hat jetzt „Siri“.
    Besser Du fragst, ob Du in Hongkong einen Regenschirm brauchst!

  3. Hihi. Standing Still: Nomen est Omen. „Nur nicht bewegen, vielleicht geht er ja dann wieder.“

    Ist das ein modernes Marketing-Problem, daß man niemandem mehr eine eindeutig negative Antwort schicken will (hier also: „Nein, das Instrumental geben wir Dir nicht.“) und stattdessen lieber stumm bleibt und hofft, daß niemand mehr nachfragt. Und nochmal nachfragt. Und nochmal.

    Aber was macht dann schlußendlich den negativeren Eindruck?

  4. Die Frage ist ja, wieso die überhaupt keine Instrumental-Version rausrücken wollen… nicht mal eine auf ach Sekunden gekürzte Version. Komischer Laden.

  5. Ich habe gehört, die Instrumentalversion kann man nicht kaufen. Aber was hast du denn eigentlich vor, geht da nicht die normale?

  6. Ach, Menno. Jetzt wollte ich schreiben:

    Was erwartest du auch bei einem Titel der „Standing Still“ heißt, der wird da jetzt gelebt.

    Aber dann kam mir yeda zuvor.

    Nehmt doch einfach „Facebook, uh oh oh“ oder vielleicht könnte Herr Heinser den Instrumentalteil auf seiner Gitarre einspielen…
    Ach so, über Alternativen habt ihr euch sicher schon Gedanken gemacht, da hattet ihr ja jetzt genug Zeit zu … ;-)

  7. Stefan – Lektion des Tages: Bei Musikunternehmen ist niemand für nichts zuständig! Die Zeit die ich schon mit ins Leere verhallenden Gesprächen verbracht habe, kann man in Tagen bemessen. Und Instrumentals scheinen ein ganz besonders gefährliches Ding zu sein – die bekommt man praktisch nie, außer es wird auf ner Single veröffentlicht.

  8. „Ist das ein modernes Marketing-Problem, daß man niemandem mehr eine eindeutig negative Antwort schicken will “
    Das kommt mir auch bekannt vor, statt einem klaren Ja oder Nein kommt erst mal die Frage was man denn eigentlich machen will und ob man nicht auf xyz ausweichen kann.
    Besonders viel wird rumgeeiert wenn der Ansprechpartner sich nicht wirklich auskennt oder nichts entscheiden darf oder beides.

  9. Ich kann mich irren, aber ich glaube ich habe neulich die Instrumental-Version in einem Fahrstuhl gehört.
    Aber mal im Ernst: Ich würds lassen. Selbst wenn sie Dir den Ausschnitt schicken, hast Du 2 Tage später eine Abmahnung. Bei deren Kommunikation.

  10. Freu mich wie Bolle auf den Vorspann.
    Koennte nich einer von euch das Lied pfeifen, summen, aufm Kamm blasen?

    Frag doch mal nach, ob das erlaubt ist!

  11. Klingt nach ganz normaler PR-Kommunikation. „Da muss ich mal … fragen.“, „Fragen Sie doch mal…“, „Kann Ihnen vielleicht … weiterhelfen?“

    Aber warum nimmst du denn nicht die normale Version? ;-)

    Uuund, weil ich das schon mal erwähnte, hier sieht man bei diesem Beitrag wieder einen Grund, weshalb verkürzte Artikeldarstellungen auf der Startseite schwer ins Auge gehen können…
    <div style=»border-top:1px #333

  12. …. fragt doch mal in aserbaidschan nach, viell. haben die ja lust auf kostenlose werbung fuer ihren teilnehmer *kopfschuettel*

    lg

    – via h&y

  13. Wenn es nicht so traurig wäre, zum Lachen ist es schon.
    Fazit für mich ist:
    Das iPhone kommt gegen Blackberry von Vodafone nicht an

  14. Schon wieder so ein instant satisfaction Suchender! Wie die mich aufregen!
    /sarkasmus

    Am meisten musste ich an der Stelle lachen, als enthüllt wurde, dass Du im Rahmen dieses Vorgangs als „wichtiger Kontakt“ eingestuft wurdest. Stimmt wahrscheinlich sogar, ein unwichtiger Kontakt würde überhaupt keine Antwort bekommen.

    Schön aber, dass es eine Version gibt und die sorgfältig unter Verschluss gehalten wird. Es dringt heute noch viel zu viel Kultur an die Öffentlichkeit. Das nährt ein Anspruchsdenken, das am Ende alles aus dem Ruder laufen lässt.

    Entspricht so ziemlich meinen Erfahrungen, wenn man Rechte bzw. eine Erlaubnis für irgendwas erbittet – die Gegenseite ist überfragt und dieser Zustand hält erstmal ein paar Monate an.

  15. Nehmt doch einfach irgend ein Instrumental. Bei diesem langweiligen, beliebigen „standing Dingens“ merkt das doch sowieso niemand…

  16. Du könntest auch irgendein Lied von Jamie Cullum nehmen, das würde nicht wirklich auffallen. In seinen Liedern gibt es genügend Instrumentalmomente.

    Vielleicht solltest du mal für so ein Lied eine Anfrage schicken. Wobei du dort auch wieder bei Universal landest… ein Teufelskreis!

  17. Mir gehts – vor allem bei o.g. Unternehmen – so, dass ich mich schon über Absagen für Anfragen freue, weil in der Regel einfach gar nichts passiert und Deadlines niemanden zu interessieren scheinen. Allgemein glauben viele Menschen heutzutage, dass man auf geschäftliche Emails einfach nicht zu antworten braucht. „Da kommen ja jeden Tag so viele.“ „Sorry, bin seit drei Wochen im Stress und habs vorher nicht geschafft.“ Wie war denn das mit Briefen früher nochmal?

  18. In der Zeit hättest du locker lernen können die 4 Akkorde selber auf der Gitarre zu spielen. Also nicht in den Monaten die Universal dich hingehalten hat sondern allein schon in den Minuten die dich das lesen und schreiben der Mails gekostet hat.
    http://www.youtube.com/watch?v=tqfFTvPGYTk

    und wenn du selbst komplett unmusikalisch bist frag mal Klaus Kauker http://www.youtube.com/watch?v=gECrqB3cUVI&feature=watch_response_rev oder irgendeinen Musiker ob der dir schnell mal den Teil einspielt was du willst.

  19. „Ich bin mächtig. Und ich bin nur der unterste Email-Beantworter. Von Mal zu Mal stehn aber Email-Beantworter, einer mächtiger als der andere. Schon den Anblick des dritten kann nicht einmal ich mehr ertragen.“

    Ähm…statt Email-Schreiben oder anrfen, einfach mal direkt hingehen und „Einlass verlangen“:
    Stralauer Allee 1
    10245 Berlin

  20. (Aus deiner furchtbar komplizierten und oft wiederholten Frage glaube ich entnehmen zu können, dass du irendwie weniger Interesse an Worten als an den Hintergrundgeräuschen hast – das was ich also zu sagen hätte zu diesem eMail-Verkehr sende ich dir als Instrumentalversion (die Tippgeräusche):

    … … .. …. … …… :::::: … … .. ……. … !!! … … .. … ……
    !

  21. @40 Na ja, bei mir wars wohl nicht so deutlich (#35)

    „..erlauben wir ihnen für den unerlaubten Abdruck* unseres geistigen Eigentums zu berechnen: XXXX Deutschmarkt“

    *Hihi

  22. So sind Universal und dieser Fr. auch letztes Jahr bei Lena mit den meisten Medienvertretern umgesprungen, die nicht zu ARD oder ProSiebenSat1 gehörten.

  23. Da kommen einige Naturgesetze zusammen, weil der Laden hierarchisch organisiert ist und eine bestimmte kritische Masse überschritten hat.

    Den größten Anteil hat das Peter-Prinzip, http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip
    Kurz gesagt: Alle, die Erfolg haben, sind irgendwann so weit aufgestiegen, dass ihre Tätigkeiten ihrer maximalen Inkompetenz entsprechen.
    Deshalb versuchen sie, Entscheidungen exakt nicht zu treffen (so macht man keine Fehler).
    Entweder sitzen wir sie aus oder wir lassen jemand anders entscheiden. Schließlich sitzen über uns Leute, die noch einen Grad inkompetenter sind und noch mehr Angst um ihren Hals haben, wenn sie (oder wir, die wir ihnen untergeordnet sind) Fehler machen.

    Was zum Kuckuck hat die Internetabteilung des Labels mit der Halbplayback (HPB)-Version des Songs zu tun? Ungefähr gar nichts, denn die Version wird bei Auftritten, wo zwar keine Band spielen aber live gesungen werden soll, benutzt. Die Internet-Abteilung wurde nur deshalb involviert, weil F das Problem nicht in der gesangsfreien Version, sondern im „Internet“ gesehen hat.
    Oder unbedingt im „Internet“ sehen wollte – keep the customer busy ist auch so ein Ding. Antworte mit Textkonserven voller Rückfragen, für deren Beantwortung der Kunde 2-3 Tage baucht, oder leite es in eine noch unzuständigere Abteilung weiter, die sich zwar genauso bemüht, aber erst recht nicht helfen kann.
    „Internet macht bei uns Abteilung T, da hab ich keine Kompetenzen“.

    Womit wir bei den Parkinsonschen Gesetzen angekommen sind: http://de.wikipedia.org/wiki/Parkinsonsche_Gesetze

    F wendet daher überaus geschickt das Parkinsonsche Trägheitsgesetz an: Verzögerung ist die tödlichste Form der Ablehnung.

  24. Falls noch jemand wissen will, was HPB heisst: Halbplayback (also ohne Lead-Vocals, in der Regel aber mit Background-Vocals)…

  25. Ich find das nicht lustig. Was sind das für begriffsstutzige Leute? Ich mein, ernsthaft. Das muss man sich mal überlegen …

  26. Ich kann gut verstehen, warum so etwas schriftlich per E-Mail und nicht telefonisch angegangen wird. Jeder, der jemals im Kundendienst gearbeitet hat, wird verstehen können, warum.)
    Warum in der betreffenden Content-Verwahrungsanstalt niemand die Gelegenheit zu kostenloser Werbung für das eigene Produkt wahr nimmt, fällt wohl weiterhin unter deren Betriebsgeheinmnis.

  27. @Kawa: Naja, kostenlose Werbung… Ich glaube nicht, dass Roman Lob davon direkt oder indirekt profitiert, wenn wir uns was Nettes aus seinem Song basteln können. Es wäre halt nett gewesen, uns den Gefallen zu tun.

  28. Ich bin mir fast sicher, dass Stefan eine Abmahnung innerhalb von 48 Stunden bekommen haette, wenn er die 8 Sekunden ohne vorherige Einwilligung benutzt haette. Dazu Universal: ‚Es ist uns unverstaendlich, wieso Herr Niggemeier das Urheberrecht verletzt und unsere Inhalte stielt…eine einfache Nachfrage bei F. oder T. haette gereicht, um das Problem zu loesen‘ ;)

  29. @VolkerK; danke, wieder was gelernt. Da wird man jeden Tag mit der Kombination aus Peter-Prinzip und Parkinsonschem Trägheitsgesetz konfrontiert und weiss noch nicht mal, dass es einen Namen dafür gibt…

  30. Der ganze E-Mail-Verkehr hätte ja gar nicht stattgefunden, wenn Herr Heinser und Herr Niggemeier nicht auf die absurde Idee gekommen wären, einen Videoblog (bakublog.TV) zum ESC zu machen.
    Insofern sind Die Herren F. und T. völlig unschuldig! Die Verantwortung liegt allein bei Herrn Niggemeier, denn Quatsch gebiert immer nur noch mehr Quatsch, das ist doch allgemein bekannt!

  31. Ich hätte mich an Stefan Raab oder Thomas D. gewendet. Dei hätten dort einmal angerufen und die Sache wäre sofort erledigt gewesen.

    Aber so war es unterhaltsamer.

    PS: Freu mich schon sehr auf euren Baku-Log. Wobei es dieses Jahr denke ich mal nicht ganz so unbeschwert werden könnte.

  32. @LeMonsieurD #52

    Vielleicht nur nicht gesucht weil:

    Von: F., Universal Music
    An: Stefan Niggemeier
    16. April 2012, 18:30 Uhr.

    …aber warum könnt ihr nicht die »normale« Version verwenden, denn das Instrumental gibt es nicht käuflich zu erweben.

  33. 8 Sekunden als Zitat? Aber nur in Notenform! :-)

    Die fortwährende Verwendung der Schlußformel „liebe Grüße“ wirkt bei dem ganzen Vorgang besonders schal und formelhaft.

  34. Universal ist in vielerlei Hinsicht in inkompetenter Haufen. und hier sieht mans mal wieder sehr eindrucksvoll.

  35. Das interessiert mich wirklich: Muss man sich einen 8-Sekunden-Musik-Schnippsel, der in redaktionellem, nicht-werblichem Kontext verwendet wird, tatsächlich genehmigen lassen?

  36. LEUTE – LANGWEILIG!!
    gibt es so eine hysterie auch bei warteschleifencallcenterthemen der telekom oder sonstigen daily dingen? ich hab 300 genauso langweilige blogthemen und würde mich freuen, wenn sich ebenso viel resonanz hervorrufen… gähn.

  37. @LeMonsieurD: Ich kann das auch nicht beantworten, aber es ist ja nicht wirklich ein redaktioneller Kontext im Sinne eines Zitates, wenn wir den Ausschnitt quasi als unsere Titelmusik benutzen.

  38. Wer ist eigentlich dieser Roman Lob? Und muss man den Song kennen? Nehmt doch was von BAP. Die sind bei der EMI.

  39. @boom: Reichen Sie doch Klage ein, vielleicht teilen Ihnen die Gerichte dann mehr Leser zu. Nach dem Staat zu rufen, wenn einem das Publikum wegläuft, liegt gerade voll im Trend.

    (P.S.: Warteschleifencallcenterthemen bekommen noch lange nicht die Hysterie ab, die sie verdienen.)

  40. @LeMonsiuerD:

    Grundsätzlich kommt es erstmal bei der Frage des Urheberrechts auf die Länge gar nicht an. Sobald ein Werkteil identifizierbar ist, wird es vergütungspflichtig.

    Das geht trotzdem noch relativ unkompliziert, wenn man beispielsweise eine eigene CD-Produktion damit machen will oder das ganze als Hintergrundmusik auf Webseiten benutzt (sofern der Urheber GEMA-Mitglied ist). Dann kann man sich das mit einem der entsprechenden Standard-Tarife bei der GEMA lizensieren lassen.

    Für alles was Video und Film angeht, ist die GEMA aber meines Wissens nicht mehr zuständig. Da muss man direkt an die Urheber bzw. Verlag/Label ran.

  41. Nun, daß man statt dem Instrumental auch einfach die normale Version verwenden könnte, ist ja offensichtlich.

    Warum kommen aber weder Universal noch irgendeiner der hier anwesenden Leser auf diese einfache Idee? Muß man denn alles selbst machen?

  42. @78: Das stimmt meines Wissens nach so nicht. Als Urheber eines Werkes muss ich es laut URG (http://dejure.org/gesetze/UrhG/51.html) akzeptieren, dass jemand aus meinem Werk zitiert, ohne dafür Geld zu bezahlen. Dafür gibt es Voraussetzungen, unter anderem die Länge.

    (Der Streit „Perlentaucher gegen diverse Verlage“ währte 5 Jahre und drehte sich exakt darum. Aber das nur am Rande. http://de.wikipedia.org/wiki/Perlentaucher)

    Zulässig ist dies beispielsweise „wenn einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.“

    Ob der Trailer einer Webshow als selbständiges Werk gilt, ist vermutlich Ermessenssache eines Richters. Ich würde sagen: ja. Und in diesem Fall würde gelten: Stefan muss niemanden um Erlaubnis fragen.

    Dass damit das Problem der Habhaftigkeit einer Instrumentalversion nicht behoben ist, steht auf einem anderen Blatt (bzw. in einer anderen E-Mail).

  43. @ sebastian
    ich hab doch nur die themen, NICHT DIE BLOGS – also läuft da auch niemand weg.
    staat? draussen iss frühling. guck mal raus.

  44. Für ein Zitat muss man nach § 51 UrhG an gar niemanden ran. Die Frage ist nur, ob das hier eins wäre. Und das ist hier, wie schon von Stefan gesagt, wohl eher nicht der Fall.

  45. Das Musikzitat ist ein Spezialfall mit rechtlich ganz engen Grenzen, das ist nicht dasselbe, was man sich laienhaft darunter vorstellt. Im Beispiel des Trailers scheitert es schon daran, dass das zitierte Werk zur Basis des neuen gemacht wird. Das Musikzitat im Sinne des Urheberrechts muss einen „Sinnbezug“ haben. Es ist KEIN Musikzitat, wenn das Werk um seiner selbst willen wiedergegeben wird.

    Du könnstet einen eigenen ESC-Song schreiben und nach jeder Strophe ein Musikzitat von einem anderen deutschen Teilnehmer der letzten Jahre einbauen. Aber ein Roman-Lob-Instrumental alleinstehend als Trailer – das ist nie im Leben ein Musikzitat.

    Aber ich glaub wir schweifen ab. ^^

  46. @Alex, 86: Ich sehe das auch so, dass das Zitatrecht als Grundlage hier wackelig wäre – aber ein Sinnbezug wäre doch da, wenn es der ESC-Song ist und die Show sich mit dem ESC beschäftigt. Mir ist das bei Musik überhaupt unklar, wie man da Kriterien dafür aufstellen soll, was ein Sinnbezug ist. Wenn ein Ausschnitt im Rahmen einer (sprachlichen) Rezension gespielt wird, ist der Sinnbezug natürlich klar, das ist ja klassisches Zitieren. Aber wenn ein Stück Musik in einem anderen Stück Musik vorkommt? Hat „All you need is love“ einen Sinnbezug zur Marseillaise?

    Wäre es im Fall Bakublog vielleicht eher ein Zitat, wenn man Titel und Interpreten textlich einblenden würde (abgesehen davon, dass das keinen Spaß mehr machen würde)?

  47. Ach was sind wir alle wieder schlau hier und wissen alles, aber wirklich alles besser. Das nächste Mal fragst du einfach gleich hier im Blog. ;)

  48. Kommt mir bekannt vor…
    Stehe seit Ende Januar mit Tape.tv in E-Mail Kontakt, wegen einer Player Einbindung in meinem Blog.
    Die haben mich angeschrieben, weil ich sie im Netz kritisiert habe und seitdem kommt immer mal wieder eine Mail, auf die ich noch am selben Tag antworte. Meist ist die Antwort dann wieder ne Woche später da und wieder geht das Spiel von vorne los.

    Schlußpunkt ist bisher der 13.4 mit folgender Aussage: „top, leg ich die tage an. bitte gerne noch mal bis ende der nächsten woche reminden.“…

    Morgen werd ich dann wohl also noch einmal zurückschreiben ;)

    Schon toll, wie schnell, man durch dieses E-Mail Ding kommunizieren kann…..

  49. Der Head of Press im Bereich deutscher Pop heißt bei Universal übrigens Friedrich Krämer. Wahrscheinlich nur Zufall.

  50. Ich kaufe ein „A“ – und löse mit „hahahahahaha“.
    Merke: Man muss keine Musik kaufen, um sich von diesem Unternehmen unterhalten zu fühlen.
    (Kleinanzeige: Tausche „Konzern“ gegen „Kafka“, biete als Dreingabe „Angestelltenverhältnis“.)

  51. Meine Fresse. Jetzt weiss ich warum die Umsätze bei den den Plattenfirmen wegbrechen :D
    Wer solch ein Personal sein eigen nennt, der braucht keine Konkurrenz!
    Nächtliche Grüße

  52. @VolkerK Die Online Abteilung wurde von Fr. ins Spiel gebracht weil bakublog.tv eine Internetseite ist und somit vom Online Team bei den Universellen betreut wird oder werden sollte.

  53. Na ja, mal schauen, was da eigentlich passiert ist. Meine Interpretation:

    F erhält eine Anfrage, um die er sich eigentlich gar nicht kümmern will. Er hat in seinen Augen wesentlich Wichtigeres zu tun, als sich um ein Instrumental für ein 8 Sekunden Schnipsel irgendeines Bloggers zu kümmern. Egal ob der über irgendeinen Brainpoolkontakt aufschlägt oder nicht. Ja, im Gegensatz zu diesem Blog, ist in der großen weiten Medienwelt ein Niggemeier nicht Derjenige, für den man springt, wenn er Hopp ruft.

    F hat seine Mails nicht im Kopf und liest sie auch nicht jedes Mal neu durch. Schon gar nicht, wenn immer eine lange Zeit zwischen den Schreiben liegt. Schon gar nicht, wenn er eh keine Lust hatte, die Anfrage zu bearbeiten. Daher auch immer wieder seine komisch anmutenden Fragen, obwohl Niggemeier das mehrmals erklärt hat.

    Jetzt gibt es ein Problem. Niggemeier lässt nicht locker. Obwohl F versucht hat, das Ganze durch Ignorieren auszusitzen, meldet der Niggemier sich penetrant immer wieder. Und wer weiß, denkt sich F, nicht dass er doch irgendwelche Brainpoolkontakte hat, die F irgendwann wieder Probleme bereiten können.

    Also macht F, was jeder in einem größeren Konzern an seiner Stelle tun würde. Er delegiert sein Problem einfach an eine andere Abteilung weiter. Und weil F clever ist – nur diese Art Mensch bringt es in den Konzernen weiter – übt er gleich noch einmal Druck auf die Online-Jungs aus. Nach dem Motto „Wichtiger Kontakt, ganz eng mit Brainpool“. Heißt nichts Anderes als: „Ihr seid schuld, wenn es versaut wird. Ihr seid schuld, wenn es evtl. mal Ärger mit Brainpool deshalb gibt.“ Gleichzeitig versucht er sich Niggemeier gewogen zu halten. „Hey, Du bist ein wichtiger Kontakt, eng mit Brainpool, schau mal, für was ich dich halte, schau mal, wie ich meine Jungs für dich antreibe etc.

    Die Öffentlichmachung des internen Mailverkehrs war also bewusst gewählt und ein cleverer Schachzug von F. Er ist aus der Nummer raus, hat Niggemeier gezeigt, das er was unternommen hat und ihn angeblich für wichtig hält und der anderen Abteilung die Verantwortung zugeschoben. Gar nicht so doof, wie manche in diesem Blog behaupten.

    Jetzt kommt T ins Spiel. Der ärgert sich schon mal, was für einen Scheiß er da von F wieder aufs Auge gedrückt bekommen hat. Vielleicht ist er Programmierer und muss noch ein paar Kommentare zum Urheberrecht abgeben und ein paar Künstlern ein Bezahlmodell erklären. Deshalb versucht er es mit einer Standard-Schnell-Schuss-Variante, um Niggemeier abzubügeln. Der lässt wieder nicht locker.

    T klärt deshalb an einer anderen Stelle ab, ob er ein Instrumental rausgeben darf und ob dieser Niggemeier echt so wichtig ist. Die andere Stelle entscheidet zwei mal nein und gut iss. Vielleicht wäre eben diese andere Stelle schon von Anfang der eigentlich richtige und kompetente Ansprechpartner gewesen. Der hätte gleich nein gesagt.

    Vielleicht hat F auch zu T nein gesagt, aber um den Schein bei Niggemeier zu wahren, erst noch mal einen auf Aktionitis gemacht und die Schleife bei T gedreht. Das kann ich mir auch vorstellen, so wie ich Verhalten und Strukturen in solchen Betrieben kenne.

  54. @Jones:
    Ganz genau so wird es gewesen sein. Aber die Online-Abteilung kann ja nicht helfen, weil Stefan keine Frage zu einem Online-Thema hat.
    Wenn mein Dachdecker für seinen Transporter ein Autoradio haben will, wird er sinnvollerweise in die Autoradioabteilung geschickt. Wenn er sich stattdessen im Verkauf Nutzfahrzeugeabteilung wiederfindet, „wird er nicht geholfen“.

  55. @VolkerK Kurz gesagt: Doch genau diese Abteilung sollte ihm eigentlich weiter helfen können. Stefan Niggermeier betreit einen Blog und möchte aus einem Lied einen Ausschnitt dort in einem Video verwenden, also ist Online zuständig. Ob das Team intern noch die Rechtsfrage darob der Verwendung eines geschützten Werkes klären muss spielt dabei keine Rolle. Bei Plattenfirmen wird in der Zuständigkeit immer nach Medium unterschieden sprich TV, Print, Radio oder eben Online. Auf einem anderen Blatt steht natürlich die Zuverlässigkeit der Rückmeldung seitens Universal in diesem Fall.

  56. Das erinnert mich an schöne Stunden mit Kabel Deutschland….
    „wichtiger Kontakt“? Dann will ich gar nicht wissen…

  57. Warum hat sich eigentlich noch niemand mit der Rolle der zwielichtigen Katja Plüm von Brainpool beschäftigt? Schließlich hat sie ja Herrn Niggemeier an den offenbar nicht zuständigen F. verwiesen.

    Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass es sich bei der Angelegenheit um eine groß angelegte Verschwörung handelt, um zu verhindern, dass bakublog.tv einen wie auch immer gearteten Ausschnitt aus dem Lied verwenden kann.

    Vielleicht sollte sich der Verfassungsschutz einmal intensiv mit dieser Sache beschäftigen!

  58. @Jones: Genau das ist das Problem.
    Wenn die Unterscheidung so strikt ist, dann müssten SPIEGEL & Co ihre Pressebilder für Print und Online aus unterschiedlichen Quellen kriegen.
    Ist aber sicher nicht so.
    Vielleicht hat F durch diese Zergliederung der Zuständigkeiten auch niemanden erkennen können, der die Freigabe des Tracks hätte legitimieren können. Allein der denkbare Missbrauch, denn „die im Internet“ machen ja nur sowas:
    – Wer weiss, ob Stefan den nicht gleich in alle Tauschbörsen einstellt und ab morgen auf 10.000.000 Karaoke-Parties der original-Halbplayback-Track zu schiefem Gesang läuft?
    – Wer weiss, ob nicht nach dem grandiosen Versägen des Songs beim ESC aus dem Soundtrack eine Spottversion gemacht wird? Oder gar sowas furchtbares wir „Schland – Oh – Schland“?
    OMG!!!111einself
    Hier wird eine Entscheidung gefordert, für die ich keine Vorlage habe! Hülfe!
    Wahlweise kann man das (wie ich es schon oben tat) dann durch Parkinsons Trägheitsgesetz erklären (sie initiiert ein Pingpong, das bis zum ESC zu keinem Ergebnis führen wird) oder sie hat das von Douglas Adams erfundene SEP-Field (Sombeody Else’s Problem Field) real werden lassen: Oh, da steht „Online“, also bin ich ja gar nicht zuständig. Weiterleiten. War was? Niggemeier? Nie gehört. Wie kann ich Ihnen helfen?

  59. E-Mail-Verkehr ist viel bequemer. Den kopiert man einfach in sein Blog, um den nicht Willfährigen anzuprangern. Ob das rechtlich und moralisch in Ordnung ist, schert einen Niggemeier nicht. Wir erinnern uns an die „Verlorene Ehre des Stefan Niggemeier“ im Falle Konstantin Neven DuMont.

  60. Die sollten das Unternehmen umbenennen: Statt „Universal“ wäre „Onedimensional“ viiiel passender.

    @Peter Hoenisch (#113 und #116):
    Es geht hier um einen journalistischen Kontext… Nicht begriffen?

    Aber das scheint wohl die Quittung zu sein, lieber Stefan. Anderen Journalisten können die garantiert nicht schnell genug in den Hintern kriechen. Du müsstest nur Deine Kritikfähigkeit aufgeben und statt dessen kräftig gegen die ganzen Raubschänder, Kinderkopierer, Kostenloskulturisten und ihren politischen Arm – vulgo: die böse, böse Piratenpartei – wettern, und dann, ja dann hättest Du den Ausschnitt schon am 27. Februar gehabt – da hätte schon der Gedanke daran gereicht. So aber sind sie leider nicht imstande, sich für Dich Zeit zu nehmen, weil sie vollauf damit beschäftigt sind, ihre ganzen Mietschreiber zu füttern…

  61. Bis wann ging es denn noch um die Sache, ab wann nur noch darum Material für diesen (sorry) dämlichen Blogpost zu sammeln?

    Sollte ich mit der Annahme oben falsch liegen, stellt sich folgende Frage: Wer hat sich inkompetenter in seiner Rolle verhalten? Ich bin der Meinung, dämlicher als der Autor kann man sich kaum anstellen, ich würde mich nicht monatelang vertrösten und hinhalten lassen. Nach der dritten eMail hätte ich spätestens über einen Strategiewechsel nachgedacht.

    Hilfreich wäre sicher auch gewesen, den Kontakt mal zu üblichen Bürozeiten zu suchen – und nicht regelmässig nach 18:00 Uhr, 20:00 Uhr und teilweise gar nach 22:00 Uhr. Welche Qualität erwartet man von Antworten, die zwischen Salat und Pasta verfasst wurden?

  62. @Ole Sörennsen

    Die Herren/Damen Universal hätten ja auch mit ihrer Antwort bis 9:00 Uhr warten können… ;)

    Wer mal Anfragen an größere Unternehmen gestellt hat, wird wissen, dass gerade die einfachsten Fragen dort unglaubliche Schwierigkeiten bereiten (im Normalfall: keine Antwort).

  63. @ TKEDM

    Das ist richtig, theoretisch. Aber sobald der Blackberry vibriert ist es vorbei mit dem entspannten Feierabend. F. ist weiblich, noch deutlich unter 30, und hat noch nicht gelernt was wichtig ist im Leben. Ich wette darauf, F. selbst ist mir natürlich unbekannt – nur das Muster ist bekannt.

    Solchen Mädels darf man eigentlich keinen Blackberry zumuten, unbeantworte eMails im Posteinganz sind für sie wie schmutziges Geschirr oder ein Haufen Bügelwäsche für meine Mutter. Kennt wohl Jeder der in halbwegs geordneten Verhältnissen aufgewachsen ist: Bevor die Küche nicht sauber ist kann Mutti nicht entspannen und auch der Start in den Wochenendausflug beginnt erst nachdem das letzte Hemd gebügelt im Schrank hängt.

    Muss man darauf Rücksicht nehmen? Ein guter Vorgesetzter tut es. Und als Kunde, insbesondere mit Status „wichtig“, weil eng mit Brainpool (ich würde mich übrigens schämen wenn das Jemand über mich schreiben könnte), ist man auf der Ebene des Vorgesetzten, wenn nicht gar noch eine darüber.

    Es ist halt auch immer die Frage welche Intention man wirklich hat, will man ein Ziel erreichen, geht’s also ums Ergebnis, oder nur noch ums Prinzip?

  64. @Ole Sörennsen

    Einverstanden. Aber dieses „Schmutziges-Geschirr“-Prinzip hat m.M.n. nichts mit männlich oder weiblich zu tun. Das scheint leider mittlerweile schon Standart zu sein. Mich würde aber mal interessieren, ob die Angestellten um solche Uhrzeiten (sofern sie dann Feierabend haben) noch antworten müssen?!

    Ich empfange auf meinem Smartphone zwar auch dienstliche Mails (weil ich auch während der Arbeitszeit unterwegs bin), aber ich werde einen Teufel tun, auf Mails nach dem Motto: „Ich bin doch wichtiger Kontakt!“ nach Feierabend zu antworten. Wird aber zum Glück von Arbeitgeberseite auch nicht verlangt. Für sowas gibt es ’nen Chef.

  65. Und ich dachte schon, dass ich es persönlich nehmen müsste, dass ich seit der letzten Mail von Universal nix mehr gehört habe.

    Ich glaube ich lasse meine Anfrage an die mal fallen, da handelt es sich nämlich um eine ganze Scheibe….

  66. Kaum ist man mal zwei Tage nicht da, ist mal wieder der Teufel beim Niggemeier los!
    @Ole Sörennsen
    Wer nicht nur BEI, sondern mal ÜBER Stefan Niggemeier liest, erinnert sich an ein Interview im Berliner Tagesspiegel, in dem er von sich behauptet „faul“ zu sein. „Faulsein“ kann man dann auch mit dem Weg des geringsten Aufwands übersetzen. Eine Mail ist schnell geschrieben, eine schriftliche Anfrage per Post als Einschreiben mit Rückschein kostet schon mehr Mühe.
    @Starkstromliesel
    Made my day. Du hast in Deinem Kommentar genau erfasst, wie es in aufgeblähten Großkonzernen zugeht. Genau diese Vorgänge mit „Weiterschieben und Abwimmeln“ sind globalisiertes Geschäftsgebaren!

  67. @Ole Sörennsen 121

    >> F. ist weiblich, noch deutlich unter 30, und hat noch nicht gelernt was wichtig ist im Leben. Ich wette darauf, F. selbst ist mir natürlich unbekannt — nur das Muster ist bekannt.

    Ole, vielleicht solltest Du mal Dein Frauenbild überprüfen. F. ist männlich und deutlich über 30, und er weiß durchaus, was wichtig ist im Leben.

    >> Ich wette darauf, F. selbst ist mir natürlich unbekannt

    Eben. Mir aber nicht. Frag Dich mal, was Dich veranlasst hat, solche Vermutungen aufzustellen. Nichts für ungut.

  68. *lol* Diese Konversation hat so was südafrikanisches. Immer wenn ich Südafrikanern Mails schicke, kriege ich entweder keine Antwort oder was total Verwirrendes, nichts auf den Kontext eingehendes.

    Ach ja, und Kabel Deutschland. Die können das auch gut.

  69. Ich bin ja nicht mit dem Kommunikationsverhalten in der Medienbranche vertraut, aber vielleicht hätte eine etwas „formeller“ formulierte Anfrage mehr erfolgt gehabt.

    Also in etwa so (natürlich ausformuliert):

    Sehr geehrter Herr Sowieso,

    bin Journalist; schreibe für große deutsche Zeitungen, plane Grand-Prix journalistisch mit Videobeiträgen auf meiner Internetseite zu begleiten; habe das auch schon in Oslo und Ddorf gemacht; hohe Zugriffszahlen; würde Videos gerne mit einem Ausschnitt der Instrumental-Version unterlegen; können Sie mir eine solche Version zur Verfügung stellen (…)

    Und wenn keine entsprechende Antwort kommt einfach anrufen, anstatt wochenlang in E-Mails aneinander vorbei zu reden.

    Obiger E-Mail Wechsel wirkt auf mich so, als würde jemand gerne seine lustigen Youtube-Filmchen mit dem Song unterlegen. Und dass sich da in der Presseabteilung eines internationalen Unternehmens keiner ein Bein für ausreißt, kann ich verstehen. Obwohl „Kundenfreundlichkeit“ natürlich etwas anderes ist …

  70. Zum Nachtrag: Glückwunsch. Da sag‘ noch einer, dass Beharrlichkeit sich nicht ausszahlt. Gut, Ole hat es gesagt, aber Ole sagt viel, wenn die Nacht lang ist…

  71. Nach dem ersten „Gesendet mit Blackberry von Vodafone“ war eigentlich schon klar, was da los ist und wie das weitergeht ;)

  72. Schon traurig, dass es erst einer Veröffentlichung bedarf, damit anständig und schnell reagiert wird.
    Schon schön, dass es nun ein anständiges Intro für bakublog.tv gibt.

  73. @L. Hutz

    So ein Quark, die beiden kennen sich doch schon lange. Fr. hat letztes Jahr Lena in Düsseldorf intensiv betreut, und Stefan hat dort seinen Blog gemacht… Warum sollte er da plötzlich Siezen und sich als Journalist vorstellen?

  74. Zum Nachtrag: fies, Dir das Unvermögen zur Übermittlung des gesuchten Songs derart unter die Nase zu reiben, indem man dir eine Instrumentalversion eines anderen Liedes zukommen lässt!

  75. @frem: Tut mir Leid, dann ist’s natürlich etwas anderes. Wobei der betreffende Gesprächspartner ja nicht unbedingt zu wissen schien, was Herr Niggemeier macht…

    Naja hat ja auch so geklappt …

  76. F. ist männlich und deutlich über 30? Aua. Ich will’s mal glauben – Wette verloren. Ich kenne das Muster eben von Mädels deutlich vor ihrer Familienplanungsphase.

    Letztlich wollte ich auch nur ein wenig zum Nachdenken anregen, war doch die überwiegende Mehrheit der Kommentare bis dato einfach nur schleimig zustimmend – völlig ohne Nährwert. Auch sollten alle Beteiligten etwas daraus lernen, der eine vielleicht einfach nur, dass man Telefone auch anrufen kann.

  77. Das sind eben die Schattenseiten, wenn man in einer Branche arbeitet, die davon lebt, die „Leistungen“ anderer zu verwerten und bewerten.
    Da es nicht um die Transplantation eines Spenderorgans ging, stellt sich wie immer die Frage: wer hatte hier mehr Zeit, die totgeschlagen werden musste.

  78. @135 Sie scheinen nicht wirklich viele Geschäftskontakte zu haben. Ich tippe mal, Sie sind Mitte 40, alleinstehend und haben einen Beruf, in dem eMailverkehr nicht zur hauptsächlichen geschäftlichen Kommunikation gehört.

  79. Ich finde am allerbesten die interne Weiterleitung.

    „Der hat mir schon wieder geschrieben“

    Made my day :-) Thx

  80. Der arme Universal-Mann: völlig überfordert mit einer Fachfrage! Und er verweist auf die Online-Abteilung… das war ein guter Lacher. Nur Fachleute unterwegs…
    Fürs nächste Mal: es gibt praktisch immer eine Playback- oder Halbplayback-Version. Die wird zur Aufnahme des Leadsängers benötigt. Über diese Version wacht aber der Produzent bzw. das Studio oder das Management.
    Interessant ist, daß der Universal-Mensch das nicht wußte.

  81. Das ist einfach der Oberburner.
    Sowas kenne ich ansonsten nur vom Schriftverkehr mit Behörden.

    Fun Fact: Universal Music hat eine Onlineabteilung.

  82. @starkstromliesel (102)
    „Die Öffentlichmachung des internen Mailverkehrs war also bewusst gewählt und ein cleverer Schachzug von F. “

    Die internen Mails von F. hat aber T. in seiner Antwort an Stefan stehengelassen:

    [quote]
    Von: T., Universal Music
    An: Stefan Niggemeier
    17. April 2012, 10:31 Uhr.
    [/quote]
    und in der Folge
    [quote]
    –––––Ursprüngliche Nachricht–––––
    [quote]

    Nur dank T. wissen wir jetzt, dass Stefan eng mit Brainpool ist.

    F. weiß jetzt immerhin, dass er T. gegenüber keinen informellen Ton mehr anschlagen und keine internen Einschätzungen mehr zukommen lassen darf, weil dies unter Umständen 1:1 an den externen Kontakt durchgereicht wird…

  83. Jedenfalls bin ich beruhigt, zu sehen, dass ich offensichtlich nicht als einziger den Spleen habe, die „AW:“s aus der Betreffzeile „aufzuräumen“ und nur mit „Re:“ zu arbeiten. Oder macht Dein Mailer das automatisch? ;-)

  84. Heute erst gelesen, sehr amüsant.
    Ich hörte neulich einen Vortrag über Lobbyismus in Brüssel, da hieß es: E-Mails zu schicken sei absolut out, die gingen so schnell unter … dort schreibe man sich wieder Briefe oder rufe eben an.
    Apropos: Ich hatte Dir, Stefan, am 23.5.2011 eine E-Mail geschrieben und ein Thema angeregt, es ging um Verantwortung von Journalisten. Darauf kam bis heute – nichts. Nicht mal ein „Nö, finde ich unspannend.“

  85. Amüsant. Man könnte aber auch argumentieren, dass das ein klassischer Fall von missglückter Medienwahl ist. Warum nicht einfach mal anrufen? ;)

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