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Stefan Niggemeier | Udo Ulfkottes Recht auf Sex nach dem Tod im Islam

Udo Ulfkottes Recht auf Sex nach dem Tod im Islam

25 Jul 12
25. Juli 2012

„Alptraum Zuwanderung“ heißt das neue Buch von Udo Ulfkotte. Es trägt den Untertitel „Lügen, Wortbruch, Volksverdummung“, und mit sowas kennt sich der frühere FAZ-Journalist aus.

Ende April meldete er Ungeheuerliches:

Im schönen Ägypten setzen Muslime angeblich gerade ihr Recht auf Geschlechtsverkehr mit Toten per Gesetz durch. (…)

Innerhalb von sechs Stunden nach dem Tod einer Frau dürfen Männer mit ihr Geschlechtsverkehr haben. So will es angeblich das islamische Recht, behauptete schon im Mai 2011 der marokkanische Scharia-Gelehrte Zamzami Abdul Bari. Und so soll es künftig in Ägypten offizielles Recht sein.

Für Ulfkotte kam das nicht überraschend. Er habe das schon beim Sturz des Diktators Husni Mubarak vorhergesagt, schreibt er. Und nun sagt er voraus: „Die abscheuliche Entwicklung wird nicht vor unseren Grenzen stoppen“.

Verantwortlich sei das „von unseren Medien hochgejubelte Gesindel der Muslimbruderschaft“, schreibt Ulfkotte weiter und stellt fest: „Unsere politisch korrekten Medien schauen brav weg.“ Über das geplante Gesetz, das das „Recht der Männer auf Sex mit toten Frauen“ verankert, hätten in den letzten Tagen arabische und britische Medien sowie russische Agenturen berichtet — „nur die deutschen Qualitätsjournalisten schwiegen dazu“.

Das gehört zum Mythos, der Leute wie Ulfkotte in der islam- und ausländerfeindlichen Szene so groß macht: Dass sie sagen, was die klassischen Medien sich nicht zu sagen trauen.

Selbst wenn es nicht stimmt.

Die Geschichte vom Gesetz, das in Ägypten den Geschlechtsverkehr mit toten Ehefrauen legalisiert, ist falsch. Es gibt kein solches Gesetz, es gab keinen Gesetzesentwurf, ein solcher Vorschlag hat das ägyptische Parlament nie erreicht.

Der „Christian Science Monitor“ hat schon Ende April aufgeschrieben, wie die Ente entstand. Ursprung war die staatliche ägyptische Zeitung, Al Ahram, die wegen einer Fotomontage kurzzeitig Weltruhm erlangte und nach Ansicht des „Christian Science Monitor“ auch heute noch journalistische Erwägungen den Interessen der jeweils Herrschenden unterordnet. Al Arabia, das die Al-Ahram-Geschichte ursprünglich verbreitet hat, sprach später davon, dass die Nachricht nach Ansicht von Beobachtern ein Hoax war, den Mubarak-Anhänger in die Welt gesetzt hätten, um die ägyptischen Islamisten zu verleumden.

Über die arabischen Medien fand die Falschmeldung den Weg unter anderem in die zuverlässig unzuverlässige rechte britische Boulevardzeitung „Daily Mail“, die sie noch weiter zuspitzte. In Deutschland wurde sie begierig von Gesindel wie Ulfkotte und Karl-Michael Merkle („Michael Mannheimer“), dem Hetzportal „Politically Incorrect“ und der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ aufgegriffen und weiter verbreitet.

Ach, und von Bild.de.

Der entsprechende Artikel enthält zwar erhebliche Zweifel und mehrere Angeblichs und beginnt mit den relativierenden Worten: „Wenn es stimmt …“. Er trägt aber die Überschrift „Ehemänner dürfen Sex mit Leichen ihrer Frauen haben“. (Überhaupt eine interessante Art von Journalismus: eine drastische diffamierende Nachricht über ein Land und eine Religion zu bringen, von der man nicht weiß, ob sie überhaupt stimmt.)

Die „Daily Mail“ hat ihren Artikel inzwischen nach Beschwerden und dem Einschalten des britischen Presserates korrigiert und sich bei ihren Lesern entschuldigt. Die Artikel aus Russland und Indien, auf die Udo Ulfkotte in Ermangelung von Berichten deutscher „Qualitätsjournalisten“ verlinkt hat, sind inzwischen gelöscht.

Aber sein Artikel steht unbeeindruckt auf den Seiten des Kopp-Verlages, der für sich wirbt mit den Worten: „Erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!“

[via Tabloid Watch]

80 Gedanken
  1. 1
    meykosoft says:

    Au weia! Auch die Fliege sieht schon sehr tot aus. Naja, vermutlich zu viel Sex mit `ner Leiche…
    ;-)

    (Ich kann sowas nur „beblödeln“, sorry.)

  2. 2
    Wortvogel says:

    Mag jemand eine Wette abschließen, dass Herr Ulfkotte auch angesichts der Fakten keinen Rückzieher machen wird? Ich setze auf eine Argumentation in dieser Richtung: „Nun mag die Meldung sich in dieser Form als nicht korrekt heraus gestellt haben – aber es sagt doch einiges über die Muslimbruderschaft aus, dass wir alle uns VORSTELLEN konnten, dass sie stimmt“. Da wird das Vorurteil einfach zur Weitsicht umdeklariert.

  3. 3
    DaW says:

    Und die BILD wird sich sicher bei nächster Gelegenheit auf „den etablierten früheren FAZ-Journalisten Udo Ulfkotte“ berufen, um die Ente nochmal zu verbreiten.

    Mir wird schlecht.

    (Abgesehen davon, dass hier auch mal wieder die Legende von der angeblich unterdrückten Meinung zum Tragen kommt, während das Internetportal der größten deutschen Zeitung darüber berichtet.)

  4. 4
    Karsten says:

    Auweia.. der Kopp Verlag. Wie hält der sich überhaupt? Im ADAC Werbeblättchen (oh tschuldigung.. ich meine das „Kunden Magazin“) sehe ich immer nur Werbung für merkwürdige Verschwörungstheorienbücher von Erich von Däniken. ^^ Wird das tatsächlich gekauft? Quasi ein „Politically Incorrect“ auf totem Holz??

  5. 5
    ulf_der_freak says:

    Die Leichen selbst dürfte das ganze ohnehin nicht mehr stören. Ob Ente oder Vögeln.

  6. 6
    kingkenny7 says:

    Gerade die anti-islamische Hetze wird immer schlimmer, was ich (als Agnostiker wohlgemerkt) für das Zusammenleben in diesem Land als ziemlich problematisch ansehe. Der Buchtitel „Albtraum Zuwanderung: Lügen, Wortbruch, Volksverdummung“ verrät außerdem mehr als genug über Ulfkotte. Lesen muss man den Schund sicher nicht mehr. Die negativen Kommentare am Wochenende über die Demo gegen Abschiebungen am Düsseldorfer Flughafen (http://ziegenhodensuppe.wordpress.com/2012/07/22/demonstration-gegen-abschiebungen-am-dusseldorfer-flughafen/) in der Rheinischen Post waren für mich schon traurig genug.

  7. 7
    Falk Grimm says:

    Ich schaue mir unregelmäßig die –Info- Seite des Kopp Verlages an. Nach dem legendären Fäkal – Dschihad Artikel schaue ich mir diesen Kram gerne an um zu sehen wie sehr die Fantasie einiger Autoren wieder mal durchgeht. Es ist immer wieder unglaublich. Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir, von dem ich dachte er verfüge über die nötige Lebenserfahrung um so etwas richtig einordnen zu können, nimmt diesen Schrott tatsächlich ernst. Leider fehlt mir wohl die nötige Fantasie, das nötige Unrechtsbewusstsein und die nötige Schamlosigkeit um mein Geld mit so etwas zu verdienen. Offenbar ist das beim guten ULF anders.

    Und die Fliege auf dem Bild hält nur dank des SekundenkleberPlugins von PhotoShop!

  8. 8
    Jens says:

    Wo liegt eigentlich die Grenze zwischen Meinungsfreiheit und Volksverhetzung? Solcher Schreibdurchfall bringt mich immer in die Zwickmühle, dass ich einerseits die Meinungsfreiheit für ein wichtiges und sehr hohes Gute ansehe, andererseits aber auch besorgt feststelle, dass solche Bücher immer extremer in ihren Aussagen wird. Und es geht ja leider nicht darum, nur ein Buch zu schreiben um eine Debatte zu provozieren, bei diesem und anderen Büchern geht es letztlich darum eine rassistische Ideologie zu vermitteln und verbreiten.

    Zum Thema Kopp-Verlag gab es doch vor gar nicht allzu langer Zeit einen sehr interessanten Bericht bei Zapp darüber, was für Leuten dieser Verlag eine Plattform bietet. Zu finden hier: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/internet/koppverlag101.html

  9. 9
    Max Silbermann says:

    Das neue Buch gibt es seit September 2011.

  10. 10
    Juli says:

    Verflixt, jetzt geht mir bestimmt den ganzen Tag der „Daily Mail Song“ nicht mehr aus dem Kopf:

    http://www.youtube.com/watch?v=5eBT6OSr1TI

  11. 11
    theo says:

    Eine traurige Figur, dieser Ulfkotte.

  12. 12
    Gregor Keuschnig says:

    Mit etwas Recherche hätte Herr U. festgestellt, dass Nekrophilie vor allem in der sogenannten westlichen Kultur durchaus „ein Thema“ ist. Aber das hätte nicht zur These gepasst.

  13. 13
    H. Motor says:

    Moment, es gibt in Großbritannien einen Presserat, dessen Einschreiten tatsächlich Konsequenzen hat?
    Ich bin entsetzt. Was muss das für ein Land sein!

  14. 14
    Stefan Niggemeier says:

    @H. Motor: Das täuscht. (Wirklich.)

  15. 15
    Frank Reichelt says:

    Nachdem es mir eigentlich recht erfolgreich gelungen war, den Kopp-Verlag und seine prominenten Protagonisten Udo Ulfkotte, Rainer Holbe und Erich von Däniken aus meinem Bewußtsein zu verdrängen, kommt der Herr Niggemeier daher und hämmert diese Verschwörungstheoretiker wieder in mein Gehirn.
    Schönen Dank auch!

  16. 16
    dermax says:

    Yo, mehr gibts da eigentlich nicht zu sagen: Gesindel! Danke für den Beitrag!

  17. 17
    amfenster says:

    Was sublimiert dieses Pack eigentlich mit seinen islamophoben Zwangsvorstellungen?
    Ich meine, mit so abendlandgefährdenden Ideen wie der vom Sex mit toten Ehefrauen muss man sich doch auch erstmal beschäftigen wollen

  18. 18
    Martin says:

    Ach, denkt man, der übliche irrlichternde Dreck unter bürgerlich-rechten Fingernägeln. Kein Kommentar wert. Und ja, es steht im Drecksblatt BILD geschrieben. Aber verkehrt man in bürgerlichen Kreisen (ohne Stahlhelm) merkt man, wie sehr das PI-Gift, das Ulfkotte-Gesabber und der ganze andere gequirlte Mist dort schon längst Denkstandard („Das wird man doch wohl sagen dürfen“) ist. Wäre egal. Ist es aber nicht. Denn dort sitzen Entscheider, Meinungsmacher. Islam-Phobie ist mittlerweile Setting in diesen Kreisen. Da ist die Leichenlüge nur ein weiterer Baustein zum kommenden Breivig in Deutschland.

  19. 19
    Stromer says:

    Ich kann diese verblasene Verbohrtheit Ulfkottes, den ich in den 80/90ern in der FAZ kennenlernte, nur seiner damals schweren Krankheit anlasten. Ein nicht unvernünftiger Mensch. Spätestens seit 9/11 dreht er jedoch schwer am Rad. Er würde wohl auch einen guten Creationisten abgeben. Bemitleidenswert halt. Gibt es irgendwo Zahlen über seine Verkäufe?

  20. 20
    Strabo says:

    @amfenster: Bei div. Themen, die sich mit den Perversitäten die angeblich verachtete Volksgruppen und/oder Religionsgruppen hinter verschlossenen Türen treiben hat sich immer schon ein geiferndes, sich erregendes Volk gefunden. Einfach mal die Theorien, die durch einschlägige Medien in den 1920ern bis 1940ern über die Juden, Sinti, Roma, Slaven und deren angeblich so perversen Sexual- und Religionspraktiken. Und über die Parallelen mit den heutigen Mythen und Legenden über Muslime schaudern.

  21. 21
    Twipsy says:

    Sex, Tod, Islam und Ulfkotte in einer Überschrift. Respekt!

  22. 22
    kneipensascha says:

    Da geht dem Ulfi seine (erotische?) Phantasie mit ihm durch. Wer nix zu tun hat, kommt halt auf dumme Gedanken.
    Ist doch immer so beim Gesinde(l)

  23. 23
    DaW says:

    Immer wieder lese ich hier den Begriff „Gesindel“ als Beschreibung für Ulfkotte & Konsorten. Auch wenn ich ihre Ideologie ablehne und ihre Paranoia als sehr gefährlich empfinde, so finde ich es doch falsch, sie mit solchen Begriffen zu belegen.

    Es sollte das gerade das sein, was ihre Gegner auszeichnet und sie von den Hetzern abhebt: Menschen als Menschen zu betrachten, egal, wie gefährlich und paranoid sie sind. Das schließt sachlichen Widerspruch keinesfalls aus, er ist sogar notwendig!

  24. 24
    Stefan Niggemeier says:

    @DaW: Das Wort „Gesindel“ stammt von Ulfkotte selbst. Ich würde es sonst auch nicht benutzen.

  25. 25
    dermax says:

    @DaW: „Gesindel“ sind keine Menschen? Sehe ich anders…. natürlich kann man immer drüber diskutieren, wie nahe man sich niveautechnisch an solche Leute annähert.

  26. 26
    DaW says:

    @ Stefan Niggemeier:

    Klar, als Zitat ist es auch legitim, allein um zu zeigen, auf welchem Niveau Ulfkotte „argumentiert“. Das rechtfertigt m.E. aber nicht, den Spieß einfach umzudrehen und Ulfkotte & Konsorten ihrerseits als „Gesindel“ zu bezeichnen, weil man sich damit auf ihr sprachliches und argumentatives Niveau herablässt.

  27. 27
    DaW says:

    @ dermax:

    Im historischen Sinne nicht, aber heute ist es ja eher negativ konnotiert.

    (Vielleicht wäre es auch spannend, sich mit dem Begriff auseinanderzusetzen dann darüber zu philosophieren, welche Bedeutung Ulfkottes Aussage noch haben könnte? Da habe ich jetzt aber keine Lust drauf.)

  28. 28
    starkstromliesel says:

    @ Herr Niggemeier

    klingt alles plausibel und richtig, was Sie schreiben. Allerdings, wenn ich ihre Zeile: „Überhaupt eine interessante Art von Journalismus: eine drastische diffamierende Nachricht über ein Land und eine Religion zu bringen, von der man nicht weiß, ob sie überhaupt stimmt“ mal kurz umschreibe in: „Überhaupt eine interessante Art von Journalismus: eine drastische diffamierende Nachricht über die sexuelle Ausrichtung eines Politikers zu bringen, von der man nicht weiß, ob sie überhaupt stimmt“, dann ziehen Sie zumindest auf der Ebene mit Herrn Ulfkotte gleich.

  29. 29
    Stefan Niggemeier says:

    @starkstromliesel: (Mal abgesehen davon, dass es bei Altmaier allein darum ging, seine eigenen Aussagen über sein Leben interpretieren zu dürfen:) Es ist drastisch diffamierend, über jemanden zu sagen, dass er schwul ist?

  30. 30
    starkstromliesel says:

    @ Herr Niggemeier,

    bitte bei der Wahrheit bleiben und nicht versuchen, einem die Worte im Munde rumzudrehen. Es ist nicht drastisch diffamierend, über jemanden zu sagen, dass er schwul ist, wenn dieser jemand es von sich selbst auch sagt. Das hat aber Herr Altmaier nie getan. Er sprach davon, dass: Ich bin ein sehr geselliger und kommunikativer Mensch. Doch der liebe Gott hat es so gefügt, dass ich unverheiratet und allein durchs Leben gehe. Deshalb kann in den Archiven auch nichts über eine Beziehung stehen. Ich hadere nicht mit meinem Schicksal. Wenn es anders wäre, wäre ich längst verheiratet oder in einer festen Beziehung. Aber ich hatte und habe immer eine kleine Zahl guter Freunde, mit denen ich über alles reden kann.«

    Wenn Sie oder ein Taz-Redakteur daraus schließen, dass Herr Altmaier schwul ist und das in die Welt hinausposaunen, ja dann diffamieren Sie eine Person. Und das hat mit schwul oder nicht schwul gar nichts zu tun. Die Diffamierung wäre auch bei jedem anderen Thema gegeben, bei dem der Betroffene Aussagen macht, die Sie durch ihre ureigenste Interpretation zu einer Wahrheit ummünzen, die durch nichts zu beweisen ist. Womit wir wieder bei Ulfkotte wären…

  31. 31
    dermax says:

    @starkstromliesel: Vielleicht nochmal im Duden nachschlagen, was diffamieren bedeutet, da scheint nämlich Ihr Problem zu liegen…

  32. 32
    inga says:

    @starkstromliesel:
    Sie meinen wahrscheinlich, ungefähr in der Art und Weise diffamierend, wie wenn man jemandem unterstellt, seine Haare zu färben, obwohl er das vehement abstreitet? Haben Sie sich damals für Schröder und die böse Verläumdung auch so ins Zeug gelegt? Wenn Schwulsein kein Problem ist und die sexuelle Ausrichtung von Politikern so egal, warum wird es dann zum Tabuthema stilisiert, auch nur laut drüber nachzudenken, dass jemand schwul sein könnte?

  33. 33
    theo says:

    Ich teile die Ansicht der starkstromliesel, dass die Altmaier-Berichterstattung in diesem Blog sehr unglücklich war. Die Leitlinien eines Interessenverbandes der Schwulen als Maßstäbe für journalistisch korrektes Verhalten heran zu ziehen, war m.E. ein gewaltiger Fauxpas.

    Ich bin allerdings der Meinung, dass man dies nicht mit der Ulfkotte-Sache vergleichen oder gar gleichstellen sollte. Ulfkotte, diese traurige Gestalt, ist schon ein Fall für sich.

  34. 34
    Stefan Niggemeier says:

    @theo: Weil Sie das jetzt schon zum zweiten Mal schreiben: Was ist das für ein „Interessenverband der Schwulen“? Bin ich da automatisch Mitglied geworden oder versehentlich oder absichtlich eingetreten? Und wo sind dessen Leitlinien veröffentlicht?

  35. 36
    Joerg Kachelmann says:

    Der Kopp-Verlag und seine sogenannten Nachrichten (als blondes Fraeuleinwunder mit langsam schlechter sitzendem Tagesschau-Menschenkostuem zu sehen: Eva Herman) gehoeren zu den furchtbarsten Dingen, die das moderne Deutschland hervorgebracht hat. Aber Erich von Daeniken ist ein Guter, auch wenn er dort schreibt.

  36. 37
    Maximillionen says:

    Dreht der Liesel doch nicht die Wort im Mund herum. Es kommt nicht darauf an, ob es eine Diffamierung im Dudensinne darstellt über jemanden zu sagen er sei schwul.

    Es geht der Liesel verständlicher Weise darum, dass mittels einer gewissen, sagen wir: unsorgfältigen Art und Weise des Journalismus über eine Person oder Personengruppe Tatsachen verbreitet werden, die womöglich nicht stimmen. Das kann man schon mal grob vergleichen.

    Dabei geht es nicht um Schmähung oder Diffamierung durch Berichterstattung, sondern es geht schlicht um die Verbreitung von womöglich falschen, nur vermuteten und nicht geprüften Tatsachen.

    Und so sieht es auch das Recht: Falsche Tatsachen braucht niemand über sich gelten zu lassen, unabhängig davon, ob sie schmähend, diffamierend oder sogar schmeichelnd sind.

    Deshalb humpelt der Vergleich nur ein wenig. Aber er rappelt sich gerade auf, um weiter zu laufen wie einst Emil „die Lokomotive“ Zapotek.

  37. 38
    nothing says:

    Zu starkstromliesel: So ist es. Natürlich wäre es beispielsweise auch diffamierend und unpassend, Altmeier ein Verhältnis mit Frau Bundeskanzlerin Merkel zu unterstellen. Das würde nicht bedeuten, dass es allgemein diffamierend ist, jemandem (z.B. Herrn Sauer) ein sexuelles Verhältnis mit Frau Bundeskanzlerin Merkel zu unterstellen oder dass ein solches Verhältnis ehrenrührig wäre. Aber anlasslose Spekulationen bezüglich des Sexualverhaltens von Prominenten verbieten sich einfach. Das hat überhaupt nichts mit der Einstellung zu Homosexualität zu tun. Ich muss zugeben, dass mir diese alte Geschichte bei dem Lesen dieses Beitrags ebenfalls eingefallen ist. Eine Geschichte ohne jede Grundlage, das Sexualleben betreffend, und die Verbreitung einer Nachricht, die keine ist. Ich finde, wer so oft (und meist zurecht) andere kritisiert wie Herr Niggemeier, muss auch berechtigte Kritik aushalten können, zumal der beanstandete Artikel über Altmeier ja noch online ist. Ich wäre für eine transparente Löschung mit Entschuldigung.

  38. 39
    inga says:

    @Maximillionen: Das stimmt schon, aber laut drüber nachzudenken, ob jemand schwul ist, ist keine Tatsachenbehauptung. Und in Altmaiers Fall hat sich ja gar nicht mal er selbst beschwert. Und inwiefern das auch nur ansatzweise vergleichbar ist mit der Verbreitung von Lügen über ganze Menschengruppen, will mir echt nicht eingehen.

  39. 40
    inga says:

    @nothing: Neinneinnein! Auch wenn bei der Aussage „Der und der ist schwul“ anscheinend bei etlichen (latent) homophoben Zeitgenossen der Zwang besteht, sich die entsprechende Person sofort beim Sex vorzustellen, die sexuelle Orientierung ist nicht vergleichbar intim wie es die Information über eine Liebesbeziehung ist. Lernt doch bitte endlich mal den Unterschied zwischen sexueller Orientierung und Sexualverhalten. (Und jetzt höre ich auch auf, hier ein Thema weiterzuspinnen, das woanders bereits aus nachvollziehbaren Gründen unterbunden wurde, versprochen).

  40. 41
    DaW says:

    @ dermax, #25

    Nachdem ich nochmal drüber geschlafen habe, würde ich meine Aussage in # 23 in „Menschen als gleichwertige Menschen zu betrachten“ ändern.

  41. 42
    Gunnar says:

    Mindestens seit 2006 (!) kann man Ulfkotte nicht mehr ernst nehmen. Eine Künstlergruppe schreibt einen Brief an den österreichischen Alpenverein und Ulfkotte wertet das vermutlich noch heute als Beleg für die schleichende Islamisierung:
    http://www.fr-online.de/literatur/ein-pudel-heult-den-halbmond-an,1472266,3144996.html

    Und überhaupt: Selbst dass er seine Bücher im Kopp-Verlag veröffentlicht, sagt ja schon einiges über ihn aus und disqualifiziert ihn vollends.
    Dass dort auch Antisemiten und Revisionisten ihren Schund veröffentlichen weiß vermutlich auch die ‚Bild‘ und zeigt mal wieder wunderschön ihre Heuchelei.

  42. 43
    theo says:

    @Stefan, #34:

    Du hast geschrieben: „2001 veröffentlichte der »Bund lesbischer & schwuler Journalisten« (BLSJ) einen »Kölner Appell«, in dem er zu einem »neuen Umgang der Medien mit sexueller Orientierung und Privatleben von Personen des öffentlichen Lebens« aufrief.“

    Und genau diesen „Leitlinien“ bist du ja gefolgt.

  43. 44
    Moritz Meyer says:

    Das Problem bei diesen ganzen Verleumdungs- und Verschwörungsgeschichten ist, dass nie das Dementi, sondern immer nur das Gerücht haften bleibt. Leg 100 Menschen diesen Text von Niggemeier vor und frag sie nach zehn Minuten, ob sie glauben, dass Muslime Sex mit Toten haben. Die Resultate wären, glaube ich, überraschend. Mach die Umfrage einen Tag später und die Resultate wären erschreckend. Leider ist es auch so, dass sich die Präsenz eines solchen Gerüchts mit jeder weiteren Berichterstattung darüber verstärkt, egal, wie viel Dementi es enthält. Soll heißen: Jemand, der Ulfkotte ohnehin schon glaubt, wird durch einen Bericht von Stefan Niggemeier nicht bekehrt, sondern sogar noch in seiner Haltung bestärkt. Insofern ist es immer zweischneidig, sowas zum Thema zu machen. In diesem Fall geht es halt darum, einen Mann vorzuführen, der ohnehin unmöglich ist, was ja viele Kommentare hier auch bestätigen. Deshalb ist die Frage, ob es diesen Bericht überhaupt braucht.

  44. 45
    Ste says:

    @38: Nochmal, es ging und geht nicht um „Sexualverhalten“ oder „sexuelles Verhältniss“, sondern um Sexualität. Ein Artikel von einer Ayleen Saskia Habersfeld auf heise.de scheint mir auch nicht verstanden haben worum es geht und beginnt ihren Artikel bereits mit der falschen Frage: „Was macht der denn überhaupt sexuell?“

    So ein Schmarrn!

    @44: Das versteh ich nicht, weil der Aufklärungs- und/oder Bekehrungsgrad niedrig ist, soll man nicht über schlechten und menschenverachtenden Journalismus sprechen dürfen/sollen/müssen/können?!

  45. 46
    theo says:

    @Ste, #45:

    („Nochmal, es ging und geht nicht um »Sexualverhalten« oder »sexuelles Verhältniss«, sondern um Sexualität“).

    Es ging um „sexuelle Orientierung“, und dazu schrieb Stefan Niggemeier:

    „Die »taz« soll nicht fragen dürfen, was der Umweltminister meinte, als er es als sein von Gott gewolltes Schicksal bezeichnete, unverheiratet bleiben zu müssen? Das halte ich für falsch. Ebenso wie die Behauptung, die sexuelle Orientierung eines Menschen sei Privatsache.“

    Das ist nun aber – in einem Kommentarstrang zu Ulfkotte – offtopic (wenngleich ich die Diskussion darüber für wichtig halte und das Schließen des Threads bedauere – aus meiner Sicht geht es dabei um elementare journalistische Prinzipien).

  46. 47
    Ste says:

    @46: Eben, und „sexuelle Orientierung“ heißt eben nicht Pimmelspiele, Analverkehr, Nekrophilie oder sonst was; komischerweise stellen das immer diejenigen aufs Tableau, die sich so gern über journalistische Prinzipien darauf berufen, dass Sexualität Privatsache zu sein habe.

    Der Unterschied zwischen das Altmeier-Thema und das Ulfkotte-Problem ist genau der Unterschied, auf den Neiggemeier meiner Meinung nach hinweist, Sexualität und irgendwelche perversen oder nicht-perversen Sexualpraktiken.

  47. 48
    Moritz Meyer says:

    @Ste Grundsätzlich finde ich es natürlich richtig, über unseriösen Journalismus zu berichten. Aber es ist eben immer die Gefahr, dass man damit einem Autor und einem Thema eine Bedeutung beimisst, die es nicht hat. Wer dieses Blog hier verfolgt, weiß, dass Stefan Niggemeier diese Abwägung oft genug trifft. Ich würde schätzen, dass der Großteil der Themen, die er machen könnte, genau aus diesem Grund hier gar nicht erst erscheint. Weil es einen Autor, ein Medium, einen Text größer macht, als es eigentlich ist. In diesem Fall ist es eine Gratwanderung. Das Thema Islam rechtfertigt einen Bericht schon, weil es eben gerade da besonders viel Aufklärung bedarf. Der Autor hingegen scheint mir jemand zu sein, dem man besser null Beachtung schenkt, weil er sich mit Sicherheit auch noch dran aufgeilen wird. Ich würde auch nie eine generelle Regel draus machen, sondern immer von Fall zu Fall abwägen.

  48. 49
    theo says:

    @Ste:

    „Komischerweise“ halte ich es auch für Privatsache, ob Frau mit Mann oder Frau mit Frau oder Mann mit Trans oder kreuz und quer. Ich muss weder wissen, ob ein Minister Pimmelspiele betreibt noch ob er Frauen und/oder Männern zugeneigt ist. Es ist seine Entscheidung, es mich wissen zu lassen.

    Eine Ausnahme würde ich nur dort sehen, wo jemand in herausragender Art Politik in Fragen der sexuellen Orientierung betreibt. Beispiel: jemand verdammt Homosexualität und ist selbst schwul. Oder jemand predigt öffentlich Asexualität und pflegt seine Fisternöllchen.

    Der Begriff „sexuelle Orientierung“ ist überdies keineswegs so klar definiert. Wenn du dir nur mal im wiki-Artikel dazu die Kategorisierungen zur Bisexualität anschaust, sind Teilbereiche sexuellen Verhaltens für manche Experten auch Unterscheidungsmerkmale sexueller Orientierung.

    Der Unterschied zwischen dem Altmeier-Beitrag und dem Ulfkotte-Thema liegt aus meiner Sicht vor allem darin, dass Ulfkotte mittels Falschmeldungen ausländerfeindliche Propaganda betreibt. Es geht nicht um sexuelle Präferenzen, sondern um Hetze eines Serientäters.

  49. 50
    Ste says:

    @48: Danke für die Erweiterungen.

    @49: Letzter Absatz zeigt genau an was Sexualität ist: Kein einzelnes Etwas, sondern steht im Verbund mit Macht, Verhalten, Denkweise, politische Sichtweise, Selbstverhältnis und -erkenntnis usw. und dessen Linien reichen in pragmatischer Hinsicht hinaus auf das was ein Bürger ist, wie er sich begreift in Abhängigkeit von anderen. Sehen Sie da nicht den Kern dessen, worum es bei Ulfkotte und überhaupt geht? Das ist DAS Problem: Wir tun nichts anderes als mit vorgehaltener Hand über Sexualität zu sprechen. Und zu sagen es ist Privatsache, ist die Verlängerung der Geschichte vom wuchernden Diskurs um die so genannte Sexualität seit dem Mittelalter.

    Es geht aber nun nicht um eine Befreiung a la 1968er, sondern es zu entstigmatisieren, zu entmystifizieren, ihr die Macht ÜBER uns auf sie zurück zu biegen.

  50. 51
    Ste says:

    Nachtrag: Und ich lese ungern WIkipedia, sondern lieber Bücher. Ich kann immer nur Judith Butler und Michel Foucault empfehlen.

  51. 52
    Sebastian says:

    Wen sowas interessiert: Bezüglich der Verbreitung von Ulfkottes Büchern oder generell denen des Kopp-Verlages gibt es eine Diskussion unter Bibliothekaren. Von hier ausgehend kann man sich ja mal von hinten nach vorne durchlesen.

  52. 53
    theo says:

    @Ste:

    Das heißt mit anderen Worten, wenn ich – gegen deinen Willen – aller Welt deine sexuelle Orientierung verkünde, dann darf ich das schon alleine deswegen, weil ich damit „entstigmatisiere“? Ich reiße also jemandem die Kleider vom Leib, um seine Natürlichkeit herauszustellen?

    Und warum bezieht sich das dann nur auf Sexualität und nicht auf weitere Teile dessen, was man Privatheit nennt? Und ab welcher Stufe kann man die Ideologie, die das Anrecht auf Privatheit negiert, „totalitär“ nennen?

  53. 54
    ChristianAnders says:

    Kann mir kurz jemand erklären, wie man von dem Ulfkotte-Beitrag den Bogen über die Altmaier-Debatte bis zu einer eher generellen Diskussion über die Definition von Sexualität schlagen kann?

    Die Behauptung, ägyptische Moslems dürften legal Nekrophilie mit ihren toten Ehefrauen vollziehen und die Spekulation, ob ein Politiker evtl. schwul ist, sind auf welcher Ebene nochmal vergleichbar?

  54. 55
    inga says:

    @theo: Es ging in diesem Fall doch überhaupt nicht um Outing. Es ging um die Spekulation über schwurbelige Aussagen Altmaiers. Die Frage ist also nicht: „Darf ich jemanden gegen seinen Willen outen?“, sondern, „darf ich laut darüber nachdenken, dass jemand schwul ist, weil er sich meiner Meinung nach schwurbelig geäußert hat?“. Wenn ich diese Frage verneine, dann doch nur dann, wenn ich daran irgendetwas Anrüchiges finde. Die Frage „Darf ich laut darüber nachdenken, dass sich Schröder die Haare gefärbt hat?“ würde ich ja auch bejahen, obwohl jeder weiß, dass Schröder etwas dagegen hat. Dass einerseits alle betonen, wie egal ihnen die sexuelle Orientierung von Politikern ist, andererseits dieselben Leute aber darauf bestehen, dass es die Privatsphäre verletzt, darüber zu spekulieren, finde ich schon bezeichnend. Es macht deutlich, wie unentspannt auch angeblich aufgeklärte, tolerante Leute mit dem Thema umgehen. (Versprechen gebrochen, naja…).

  55. 56
    S. Schwarzmeister says:

    Hier ist das spekulieren wohl in Ordnung – normalerweise ist das genau eben das ekelhafte Klatschgehabe das hier so immer wieder an der Bild/ Bunte-Cover kritisiert wird.

  56. 57
    Wen interessiert die Wahrheit says:

    Im Islam wie im Christentum gilt die Ehe mit dem ersten Geschlechtsakt als vollzogen. Bei einem Attentat auf eine islamische Hochzeitfeier kam die Braut direkt nach der Zermonie zu Tode. Der junge Bräutigam war verunsichert, ob er ohne den Vollzug der Ehe, darauf hoffen durfte, dass seine Frau auch im Paradies seine Frau sein würde. Die letzte Ehre die man im Islam einer Leiche gewähren kann, ist, sie so schnell wie möglich in Würde zu beerdigen. Was also sollte er tun? Der örtliche Scheich besprach die Situation mit der Familie und dem jungen Ehemann und man kam überein, dass es ihm in diesem besonderen Fall gestattet sein soll, innerhalb einer sehr begrenzter Anzahl Stunden, die Ehe noch zu vollziehen um den „Status“ der jungen Frau im Paradies klar zu kennzeichnen.
    Wer will, kann später alle Begebenheiten verändern und sich rauspicken, was seiner Gesinnung und Absicht entspricht.

  57. 58
    theo says:

    @inga:

    („Dass einerseits alle betonen, wie egal ihnen die sexuelle Orientierung von Politikern ist, andererseits dieselben Leute aber darauf bestehen, dass es die Privatsphäre verletzt, darüber zu spekulieren, finde ich schon bezeichnend.“)

    Ich sehe darin keinen Widerspruch. Es kann mir egal sein und ich kann sein Recht auf Privatheit akzeptieren. „Spekulieren“ ist aus meiner Sicht keine ernst zu nehmende journalistische Tätigkeit. Dies dann noch damit zu begründen, dass der Politiker selbst nicht für Aufklärung in eigener Sache sorgt, ist für einen seriösen Journalisten geradezu absurd.

  58. 59
    rog says:

    @Jörg Kachelmann: Warum ist von Däniken denn ein Guter? Seine Theorien sind ja mitunter recht abgefahren, weshalb ich einfach mal annehme, dass Sie ihn eher für einen grundsympathischen Kerl halten. Ist das richtig?
    Nix für ungut, aber Ihr kleiner Eintrag hat mich neugierig gemacht. Ich kenne den Alienforscher ja, wie die meisten Menschen, nicht persönlich.

  59. 60
    Stefan W. says:

    a) Ich bedaure die Schließung der Altmeierdiskussion aber beuge mich widerwillig dem Druck des Blogbetreibers. Sonst würde ich da jetzt auch noch gerne Sachen zu schreiben.

    b) @Stefan Niggemeier #25:

    Das Wort »Gesindel« stammt von Ulfkotte selbst.

    Das Wort stammt aus älteren Zeiten und bedeute einst Dienerschaft, Hausleute (Butler, Gärtner, Koch, Zofe, …) aber auch Berggesindel=Bergknappschaft oder Landstreicher, Bettler, Diebe – jedenfalls in allen Bedeutungen: Menschen.

    c) Gerade bei solch einprägsamen Legenden – siehe auch tote Babies auf den kalten Fliesen eines Iraker Krankenhauses oder Sparschweintabu – ist es eminent wichtig gegenzurecherchieren, und denen, die falscher Hetze entgegentreten wollen, Munition zu verschaffen. Beispielsweise vom Sparschweintabu das eine Ente war weiß ich von hier oder vom Bildblog, und der Name Broder fällt mir dazu wieder ein. Wieso sollten andere nicht in der Lage sein sich zu merken, ob das nun wahr war oder nicht?

    Ulfkotte und Kopp-Verlag sind m.E. – zusammen mit Eva Hermanns und Däniken oberhalb einer wie auch immer willkürlich definierten Wahrnehmbarkeitsschwelle.

    Ich sehe auch die Aufgabe von Journalisten nicht darin möglichst viele Sachverhalte, die ich falsch erinnern könnte, unter Verschluss zu halten.

  60. 61
    Jens says:

    Jaja, das »Gesindel«. Ich glaube, selbiges hat auch schon häufig geschrieben, wie die totalitätre Gesellschaftsform Islam mit Homosexuellen verfährt. Ausnahmslos, überall auf der Welt. Könnte man mal hinterfragen, nicht wahr Herr Niggemeier ;-)?

  61. 62
    Jan says:

    @Jens, 61: Und das legitimiert dann, dass besagtes „Gesindel“ auch beliebigen Quatsch/Mist über den Islam schreibt?

    Thema verfehlt…

  62. 63
    Jens says:

    Heiligt der Zweck (Erhalt unserer freiheitlich demoratischen Grundordnung) nicht vielleicht doch die Mittel?

  63. 64
    DaW says:

    @ Jens:

    Der Islam ist erstmal keine Gesellschaftsform, sondern eine Religion. In Deutschland gilt die Religionsfreiheit, die übrigens ebenso Bestandteil der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist.

    Ich möchte gegenfragen: Wissen Sie eigentlich, wie es in erzkatholischen Gesellschaften in Afrika um Homosexuelle bestellt ist? Dass das in Deutschland nicht mehr so ist, hat nichts mit einer positiven Entwicklung der katholischen Kirche zu tun, sondern mit einer wachsenden Bedeutungslosigkeit in der Gesellschaft. Und wie freiheitlich-demokratisch der Vatikan organisiert ist (auch in Bezug auf Frauenrechte), braucht man sicher niemandem mehr zu sagen. Heißt all das nun, dass wir „den Katholizismus“ verurteilen und seine Vertreter denunzieren (ernstgemeint, nicht durch den Titel einer Satire-Zeitschrift)? Behaupten wir nun, ALLE Katholiken lebten gedanklich im Mittelalter wie der Papst selbst?

    Und denken wir wegen Martin Luthers antisemitischer Ausfälle am Ende seines Lebens, Protestanten (und zwar alle!) seien antisemitisch?

    Nein, und das zu Recht. Aber beim Islam und seinen Gläubigen ist eine solche „Denk“-Weise weit verbreitet.

  64. 65
    inga says:

    @Jens (#63): Nein.

  65. 66
    theo says:

    @Jens (#63): Schon ihre Frage zeigt, dass Sie das Prinzip der FDGO nicht verstanden haben.

  66. 67
    DaW says:

    @ theo, #66:

    Wieso? Nach hinlänglich bekannter Lesart der ganzen Sarrazinbroderulfkottes dieser Welt heißt FDGO schlicht „Für mich und die, die meiner Meinung sind, gelten bestimmte Freiheiten. Wer mir in der Sache widerspricht oder gar einer anderen Religion oder Ethnie angehört, ist gegen die FDGO!“

    Und Jens scheint in dieser Hinsicht nicht anders zu sein.

  67. 68
    dermax says:

    @61: Schön, es gibt also Dinge, die man nicht erfunden hat, um es für seine Zwecke einzusetzen? Inwiefern verharmlost das den anderen Müll, den man so von diesen Leuten liest?

  68. 69
    Dazza says:

    Jens,

    > Jaja, das »Gesindel«. Ich glaube, selbiges hat auch schon häufig
    > geschrieben, wie die totalitätre Gesellschaftsform Islam mit
    > Homosexuellen verfährt.

    Hat es mit Sicherheit – häufiges Herumpöbeln gehört schließlich zum Business. Für das Gesindel ist nämlich, wie Sie schreiben (und natürlich auch finden), der Islam keine Religion, sondern eine „Gesellschaftsform“. Das ist zwar Unsinn und davon versteht das Gesindel auch nichts, aber zum Auskotzen reicht’s.

    > Ausnahmslos, überall auf der Welt. Könnte man mal
    > hinterfragen, nicht wahr Herr Niggemeier ;-)?

    Ausnahmslos und überall, klar. Ebenso wie Deutsche ausnahmslos und überall Nazis sind – nicht wahr, Jens?

  69. 70
    amfenster says:

    In meiner Eigenschaft als schwuler Mann wünsche ich nicht, ständig als Kampfargument gegen den pöhsen Islam vorgeschoben zu werden – noch dazu von Leuten, denen ich intuitiv erstmal kein gesteigertes Interesse an unserem Wohlergehen unterstellen würde.

  70. 71
    Robert G. says:

    @ theo:

    Sie sind doch auch ein Mensch, oder ?
    Sind Sie jetzt homo- oder heterosexuell ?
    Das ist ja keine Privatsache !
    Wir wollen das jetzt aber schleunigst alle wissen !
    (*kopfschüttelnd*)

  71. 72
    schott says:

    Der Islam ist nicht nur eine Religion sondern eben eine Gesellschaftsform.

  72. 73
    DaW says:

    @ schott

    Glückwunsch. Sie haben eine Aussage gefunden, der sowohl radikale Muslime als auch Nazis zustimmen würden. (Ebenso wie die Radikalen jeder Religion ihre Religion als Gesellschaftsform betrachten.)

  73. 74
    lieber nicht, da journalistische verfolgung in deutschland says:

    oh gott, tut das gut … :‘)

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-08/aegypten-sexuelle-gewalt-frauen

    viel spaß damit mister niggemeier.
    im übrigen, ist es doch sehr bezeichnend wie wenig sie gegen ulfkotte aufbringen können in relation zu dem wie sehr sie ihn hassen.

    hahahaha

  74. 75
    theo says:

    @74:

    Was das nun mit dem Ulfkotteschen Märchen vom Geschlechtsverkehr mit toten Frauen zu tun hat, bleibt dann wohl eine exklusive Erleuchtung ihrerseits.

    Also wenn schon trollen, dann bitte mit etwas mehr Anspruch.

  75. 76
    Hammelsprung says:

    Der verehrte Herr Niggemeier ist auch nicht mehr der, den man mal gekannt hat .-)

  76. 77
    DaW says:

    @ 74:

    Kann man aus Ihrer Verlinkung und Ihrer Verallgemeinerung schließen, dass Sie auch alle Katholiken für pädophil halten?

  77. 78
    DaW says:

    @ 74, Teil II:

    Darüber hinaus finde ich es widerlich, Vergewaltigungsopfer für billige Hetze gegen ihren eigenen Glauben zu instrumentalisieren.

  78. 79
    Manuel says:

    Ich habe gerade einen Post auf meiner FB-Seite veröffentlicht, an dem man schön sieht, wie verdreht, gelogen und dummdreist reagiert wird, wenn es darum geht, Hetze gegen Menschen, die aus Not zu uns kommen, zu verbreiten. Ob es nun um Sex mit Leichen, um den „Nachweis“ von Ausländerkriminaltät oder „Asylschmarotzertum“ geht – Die XY-GIDAs, braunen Parteien und rechtsgesinnte Hetzseiten gehen genau so mit „Fakten“ um, bis sie eben passen. Da wird nach „Meinungsfreiheit“ geschrien, aber wenn man dort einen Kommentar postet, der darauf hinweist, dass die Originalquelle eine ganz andere, das Gegenteil behauptende, ist, wird der Kommentar ganz schnell gelöscht und man selbst gesperrt.

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=149552752047734&set=a.133004410369235.1073741833.100009790301678&type=1

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