Ausmitteilung

Eine kurze Durchsage in eigener Sache: Ende des Monats verlasse ich den „Spiegel“.

Das hat, um einem naheliegenden Missverständnis vorzubeugen, nichts mit dem Wechsel in der Chefredaktion zu tun. Es hat einfach nicht richtig gepasst.

Was ich dann stattdessen mache, kann ich noch nicht verraten. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass ich auch in Zukunft gelegentlich frei für den „Spiegel“ schreibe. Die Titelgeschichte „Flausch – Die unterschätzte Weltmacht“ steht ja auch noch aus.

55 Replies to “Ausmitteilung”

  1. Die hinzugewonnene Zeit lädt ja quasi dazu ein, noch mehr spannende Blog-Beiträge zu schreiben ;-) Und selbst wenn nicht – ich bin gespannt was jetzt kommt… Alles Gute dabei.

  2. Huch, wohin treibt es Dich?

    – zurück zur SZ/SZ-Mag?
    – zurück zur FAZ/FAS/FR?
    – zurück zur Taz?
    – zu Zeit/Zeit-Online
    – zu Focus/HuffPo?
    – zur WELT? (WO, WamS, WO, HA, BM…)
    – zum Freitag?
    – zu epd-Medien?
    – zu NDR-Zapp?
    – zum radioeins-MeMa?
    – gründest Du ein Startup (mit Paywall)?
    – wirst Du Uniprofessor?
    – wirst Du der nächste Springer-Außenminister?
    – wirst Du nächster VDZ-, BDZV- und/oder VPRT-Vorsitzender?
    – Chefredakteur von Freizeit-Woche, Das goldene Blatt oder Adel heute?

    ich bin gespannt.

  3. @ Philipp/#1: Der Hausblog ist was? Etabliert? Ich nehme an, Sie scherzen? Über die Startseite findet man ihn nicht mal. Und passieren tut dort erst recht nichts.

    „Es hat einfach nicht richtig gepasst“ – wie der SPIEGEL mit dem Blog umgeht, manifestiert dieses Gefühl von Niggemeier.

  4. Ich würde an Ihrer Stelle ja eine Art Franchise-Unternehmen gründen, das irgendwo zwischen McDonalds und Jakobinerklubs angesiedelt ist, um das politische Bewusstsein der Masse zu wecken. :D

  5. @Stefan: In den einschlägigen Agenturen wirst du noch als „Herausgeber des Bildblog“ geführt. Stimmt das eigentlich noch?

    „…betonte der Herausgeber des mehrfach ausgezeichneten
    «Bildblog»“

  6. Selbstkritik gehört sicher nicht zu den Haupttugenden der Spiegel-Redaktion. Der Versuch, dies zu ändern, darf ab heute als gescheitert gelten. Schade. Respekt für diesen Schritt, Stefan.

  7. @11: Das kann in so großen Häusern doch manchmal auch ganz schnell gehen und der eigentlich Betroffene erfährt es als Letzter… ;-)

    Dieser Ausflug ins Zentrum der Macht war bestimmt nur zur Recherche. Das Enthüllungsbuch folgt wohl demnächst. Der Titel „Ganz unten“ ist aber leider schon vergeben.

  8. Ach Gott, hier wird ja so getan, als ob Niggemeiers Texte in den jeweiligen Ausgaben besonders heraus stachen und der Verlust für den Spiegel deshalb besonders groß sei. Die Entscheidung ist wohl für beide Seiten verkraftbar.

  9. Hat sich beim Lesen ehrlich gesagt auch nie so angefühlt, als würde es seht gut passen. Das, was Niggemeier ausmacht, kam im Spiegel nie so rüber bzw. hatte nie die Relevanz, die beispielsweise dieser Blog hat. Die Zukunft ist mit Dir.

  10. Das Wunschprojekt rückt wohl in weite Ferne: Flausch-Titelgeschichten dürfen nur Leute schreiben, die mit dem Spiegel auf Kuschelkurs gehen.

  11. Der Jauch-Artikel im Spiegel war groß, die Kolumnen haben meinen Geschmack irgendwie nie so richtig getroffen.

    Einen echten Grund für das Ausscheiden hier zu nennen, wäre nur fair, sonst blühen Spekulationen. Meine: Der Spiegel hat ja den Ruf, dass die meisten dort nur für die Tonne schreiben, kaum etwas schafft es ins Blatt.

  12. Ja, nä, is klar. Weil das jetzt nach vorne geht, sprich nach oben, nimmt sich die Edelfeder eine persönliche Krise, iss klar. Alles erdenklich Gute! Ihr geneigter Leser KK

  13. @ Dirk/#10: Immerhin Platz 7 der Blogcharts im April. Durch die Hausmeldungen bestimmt begünstigt, aber scheinbar auch so wahrgenommen.

  14. Sogar eine Meldung in der sueddeutschen ist das wert…
    Wenn Medien darüber berichten, was ein Medienjournalist gerade so beruflich macht, ist das dann Meta-Meta-Kommunikation?

    Alles Gute Stefan!

  15. Was hat denn nicht gepasst °stöhn° ? Es ist immer wieder dasselbe: schnöde Eitelkeiten. Und die im Vordergrund.

  16. Eine Frage hätt ich: Bedeutet das auch das Aus für den Spiegelblog?
    Ansonsten, viel Glück auf freiem Fuß…

  17. @47: Dass laut dem Herausgeber Meedia sich dadurch auszeichne, „im Internetzeitalter viele schnelle Meldungen zu bringen und die Homepage mehrmals am Tag zu aktualisieren“, sagt eigentlich schon alles, was man darüber wissen muss.

  18. „Ich denke, die Verlagsgruppe Handelsblatt mit der breit aufgestellten Wirtschaftskompetenz ist die mit Abstand beste Adresse, MEEDIA fortzuführen.“

    Herr Manthey, man soll auf Beerdigungen keine Scherze reißen!

  19. Die Ausmitteilung war jedenfalls schneller als die Hausmitteilung in Sachen Chefredakteure.

    Beim Spiegel passt anscheinend manches nicht

  20. Es war auch recht wenig von Dir drin (soweit ich’s verfolgte). Lese ja SPIEGEL kaum, zu boulevardesk.
    Wohl dem, der es sich leisten kann, einfach zu gehen. Wohl dem, der etwas hat, von dem er gehen kann.

    Best!

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