Paid Content: Was würden Sie für eine gute Umetikettiermaschine zahlen?

30 Jun 13
30. Juni 2013

Es ist ein großer gemeinsamer Mustopf, aus dem die Axel Springer AG ihre zahlreichen Medien mit Inhalten befüllt. Weil der Leser aber immer noch fremdelt mit dem Absender „Gemeinsamer Inhalte-Mustopf der Axel Springer AG“, ist daran eine Umetikettier-Maschine angeschlossen, die den identischen Inhalten unterschiedliche Quellen gibt, je nachdem, auf welchen Plattformen sie ausgespielt werden.

Das scheint automatisch zu passieren und geht nicht immer gut, wie bei diesem Artikel über die Chancen von kostenpflichtigem Journalismus im Netz.

Auf welt.de heißt es darin:

Auf abendblatt.de:

Und auf morgenpost.de natürlich:

(Korrekt ist die „Welt“-Version.)

Es hat eine schöne Ironie, dass dieser schiefgegangene Versuch, denselben Inhalt verschiedenen Marken von Online-Medien zuzuordnen, einen Artikel betrifft, in dem es um die Bedeutung von Marken von Online-Medien geht. Die Axel Springer AG meint offenbar, dass ein großräumiges Copy & Paste, ergänzt durch ein gezieltes Suchen & Ersetzen nicht schadet.

Überhaupt ein interessanter Artikel. Er trägt die Überschrift:

Leser akzeptieren journalistische Abos im Netz

Zeitungsverlage in den USA haben es vor gemacht [sic], in Deutschland folgt die Axel Springer AG mit Bezahlmodellen. Eine Studie zeigt, dass Digital-Abos die Umsonstkultur schneller verdrängen als gedacht.

In der wiederum umverpackten Version für die gedruckte „Welt am Sonntag“ heißt es bündiger:

Qualität darf auch kosten

Digital-Abos verdrängen die Umsonstkultur im Internet schneller als gedacht

Den Beweis für diese Behauptungen bleiben die Artikel schuldig. Er findet sich auch nicht in der Studie des „Reuters Institute for the Study of Journalism“, auf die sie sich beziehen.

Die „Welt am Sonntag“, morgenpost.de, welt.de und abendblatt.de schreiben unter Bezug auf die Untersuchung:

Demnach haben sich speziell junge und internetaffine Nutzer mittlerweile daran gewöhnt, dass Qualitätsinhalte im Netz nicht kostenlos verfügbar sind.

In einer repräsentativen Umfrage in neun verschiedenen Ländern antworteten neun Prozent der Nutzer, dass sie für Nachrichteninhalte im Netz bezahlen. Eine Minderheit zwar, doch eine rasch wachsende: Vor einem Jahr waren nur vier Prozent bereit zu zahlen.

(Kleiner faktischer Fehler: Das sind die Zahlen für Großbritannien.)

Und unter den netzaffinen 25- bis 34-Jährigen hat bereits ein Fünftel der Befragten für digitale Nachrichten bezahlt.

„Digitale Abonnements sind inzwischen keine Neuheit mehr, sondern werden als Teil des digitalen Lebens akzeptiert“, kommentiert Studienautor Nic Newman.

Jaaa, das ist nicht ganz, was Nic Newman sagt. Tatsächlich sagt er:

„Pay-walls“ and apps are no longer regarded as novelties, but are now increasingly part of everyday life for many of those wanting to access news.

Der Autor hat den bei Springer ungeliebten Begriff „Paywall“ (oder Bezahlschranke) einfach mal durch „Digitale Abonnements“ übersetzt und aus der Formulierung, dass solche Bezahlschranken für viele Nachrichtennutzer zunehmend Realität sind, gefolgert, dass sie sie auch „akzeptieren“.

Tatsächlich beschreibt die Studie einen deutlichen Wandel in der Haltung der Internetnutzer. Aber die Ergebnisse kann man auch durchaus ernüchternd finden. So sagen elf Prozent der Deutschen, dass sie im vergangenen Jahr mal für digitale Nachrichteninhalte gezahlt haben. (Die Mehrheit davon übrigens in Form von Einmalzahlungen, nicht als Abonnements, wie die Springer-Medien suggerieren.) Aber nur neun Prozent der befragten Deutschen sagen, dass sie zwar noch nicht gezahlt haben, es sich aber zukünftig vorstellen können.

Vielleicht ist es angesichts dessen doch noch ein bisschen zu früh, zu titeln: „Leser akzeptieren journalistische Abos im Netz“ — jedenfalls wenn man davon ausgeht, dass so ein Artikel die Realität widerspiegeln soll und nicht den Wunsch des Unternehmens, in dessen Medien er steht.

Dafür spricht auch sonst wenig. Später heißt es in dem Stück nämlich noch:

Abomodelle, das belegt die Reuters-Studie ebenfalls, funktionieren, weil die Leser angesichts der Nachrichtenflut im Netz Orientierung und Qualität suchen. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie ihre Nachrichtenquellen bewusst aussuchen. Die Medienmarken der großen Qualitätszeitungen gewinnen angesichts der Flut der Quellen im Netz an Wert, da ihre Leser ihnen vertrauen.

Der letzte Satz, mit dem sich die „Welt“ (bzw. je nachdem die „Morgenpost“, das „Abendblatt“, die „Welt am Sonntag“) scheinbar ihre Zuverlässigkeit und Zukunftstauglichkeit bestätigt, stammt nicht aus der Studie. Dort heißt es deutlich ambivalenter:

Clearly news brands still matter but a strong name and long heritage is no longer enough. Our data show that there still is a yearning — in an ocean of content — for trusted news across a range of subject areas, but newer brands like Yahoo and the Huffington Post are also proving they can fill that role alongside a raft of specialist providers, blogs, and social media too.

Sagen wir so: Ich bin mir nicht sicher, ob es für Springer eine gute Nachricht ist, wenn die Leser angesichts der Nachrichtenflut im Netz verstärkt nach Qualität suchen.

32 Gedanken
  1. 1
    JensE says:

    Axel Springer Qualitätsmedien …

    Hahahahahahahhahahahahahahahahaha … *ichkannnichtmehr*

  2. 2
    Ron Ronsen says:

    @Letzter Absatz: Sehr treffendes Resümee.

  3. 3
    Nobilitatis says:

    Finde ich auch. Der letzte Satz trifft exakt den Kern des Problems.
    Abgesehen davon, dass die Zahlen keinerlei „Akzeptanz“ bei „den Lesern“ hergeben, sondern nur bei Minderheiten.

  4. 4
    Hannah says:

    Die verstärkte Suche der Leser nach Qualität ist kein Problem für Springer – zumindest so lange nicht, bis die Leser Qualität gefunden haben. Was je nach Sucher-Qualität sehr, sehr schnell sein dürfte.

  5. 5
    Sebastian says:

    Ich habe schon bevor ich einen Internet-Anschluss hatte in der Bild nach Qualität gesucht… verzweifelt.

  6. 6
    meykosoft says:

    Die Verlage bemühen sich ja bekanntlich seit längerem und mit entsprechendem Aufwand, ihre bisher als selbstverständlich angenommene Auswahl- und Darstellungshoheit der „veröffentlichen Wirklichkeit“ zu erhalten.

    Im Grunde wird jetzt wieder einmal versucht,die journalistische gewünschte Sicht auf die Welt so häufig und möglichst flächendeckend zu wiederholen, bis sie vielleicht von vielen geglaubt wird und dann irgendwann eine Mehrheitsmeinung darstellt, also Mainstream wird oder bleibt.
    Ziemlich egal ob die Meldungen nun so ganz richtig sind, ob halbwahr oder nicht?

  7. 7
    Ste says:

    liebe/r meykosoft, haben sie den terminus „veröffentlichte wirklichkeit“von irgendwoher (fachbuch, aufsatz, vortrag etc.)? nur aus interesse, danke.

  8. 8
    Henning, Stuttgart says:

    War hier nicht mal ein flattr-Button? Schade, wollte gerade eine (freiwillige) Einmalzahlung dalassen.

    Der letzte Satz toppt alles! :-)

  9. 9
    Stefan Niggemeier says:

    @Henning: Der Flattr-Button verbirgt sich dezent hinter dem Wort „flattrn“ rechts unten am Ende des Eintrags.

  10. 10
    Henning, Stuttgart says:

    Ah, da rechts. Danke!

  11. 11
    meykosoft says:

    @8 Ste
    Naja, dieser terminus »veröffentlichte wirklichkeit» entstand in Anlehnung an eine von Watzlawick (ein österreichischer Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Soziologe, Philosoph und Autor) entwickelte Kommunikationstheorie zu Konstruktion der Wirklichkeit.
    (http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick)

    Besonders bekannt wurde folgendes Beispiel aus der Anleitung zum Unglücklichsein. Darin beschreibt Watzlawick einen Mann, der alle zehn Sekunden in die Hände klatscht. Nach dem Grund für dieses merkwürdige Verhalten befragt, erklärt er: „Um die Elefanten zu verscheuchen.“ Auf den Hinweis, es gebe hier doch gar keine Elefanten, antwortet der Mann: „Na, also! Sehen Sie?“ Damit wollte Watzlawick zeigen, dass der konsequente Versuch, ein Problem zu vermeiden – hier: die Konfrontation mit Elefanten – es in Wirklichkeit verewigt.

  12. 12
    Tobias says:

    Die von Springer dargestellten Umfrageergebnisse entstammen vermutlich einer Onlineumfrage, die hinter der Paywall „versteckt“ war. Damit ist laut der Umfrage die Bereitschaft zu zahlen enorm hoch unter denen, die bereits zahlen. Auch die „Qualität“ von Springer hat deren Abonenten vermutlich gefallen. Die vielzitierte Realität ist sich nur zu fein, bei Springer für Dummfug zu zahlen.

  13. 13
    SILen(e says:

    „Drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie ihre Nachrichtenquellen bewusst aussuchen. “

    Bedeutet doch einfach, dass die Befragten bei Google News einstellen, dass keine Nachrichten von Welt, Morgenpost Online oder gar Bild (wobei ich die eh per hosts-Datei geblockt habe) angezeigt werden.

  14. 14
    Johannes Urban says:

    „Zeitungsverlage in den USA haben es vor gemacht“.
    Diese Schreibweise ist ein Novum für den Axel-Springer-Verlag. Bisher benutzt er für jeden Scheiß den Bindestrich:
    „Zeitungs-Verlage in den USA haben es vor-gemacht“

  15. 15
    Carom says:

    Springer hat in der Vergangenheit öfter schon die Wirklichkeit nach den eigenen Wünschen zurechtzubiegen versucht, nicht selten erfolgreich, siehe zuletzt die Causa Wulff. Das wird im Falle der Paywalls nicht funktionieren, da sind die Gegenspieler (demographischer Wandel, Aufmerksamkeitsspannen, Geldbeutel, Überangebot, eigene „Qualität“ etc.) zu mächtig.

    Der Tanker kratzt über Grund und schlägt leck. Ich finde das spannend zu beobachten.

  16. 16
    Thomas B. says:

    Es ist herrlich, die Paid-Content-Predigten zu lesen und zu hören. Immer wieder von den selben Leuten / Unternehmen. Selbe Tonalität. Wiederholung des Fragwürdigen schafft eben Wahrheit – man muss eben nur fest daran glauben.

  17. 17
    Olive says:

    Da ich das Originaldokument aus technischen Gründen momentan nicht öffnen kann, muss ich spekulieren, dass die Studie für die Zukunftsaussichten von Paid content keine brauchbaren Ergebnisse liefert.

    Wenn ich bei der Frage „Haben Sie im vergangenen Jahr für digitale Nachrichten-Angebote etwas bezahlt?“ als Antwortmöglichkeiten (sinngemäß) „Nein, aber vielleicht bald“ und „Nein, sicher auch bald nicht“ vorgebe, muss ich konsequent sein und auch „Ja, nie wieder“ und „Ja, gerne wieder“ anbieten – nicht nur „Ja“.

    Unseriös!

  18. 18
    netz-tv says:

    Da wird auch am Kern der Sache vorbei geschrieben. Das Problem für Springer und Co. Ist doch gar nicht „Zahlungsbereitschaft“- die ist zweifellos vorhanden im Netz. Für einzelne Texte mit bestimmtem Inhalt. Nicht aber für das Modell „abo“. Ohne Abo verschwindet aber die macht der Verlage Texte zu verkaufen deren Inhalt sie selbst bestimmen. Ohne Abo ist der Verlag nichts.

  19. 19
    Markus Schöberl says:

    bleibt trotzdem die Frage, worauf die (auch in den oben stehenden Kommentaren fast ausschließlich vertretenen) Skeptiker in Sachen Paid Content die Unumstößlichkeit ihrer Überzeugung fußen.

    Ich glaube, das beruht überwiegend auf einem fehlerhaften Analogieschluss und empfehle zur Lektüre meinen kleinen Essay zu diesem Thema:

    http://www.vocer.org/de/artikel/do/detail/id/462/das-analoge-denken-der-paid-content-skeptiker.html

  20. 20
    Moon says:

    Als fehlerhaften Analogieschluss sehe ich da eher den hinkenden Vergleich zum Fussball. Auch erstaunlich, wie spät/zaghaft Springer mit der Paywall kommt, wo man sich doch so sicher ist, dass die funktioniert…

  21. 21
    fdiering says:

    Laut aktueller Umfrage von TNS Infratest „befriedigen die großen klassischen und neuen Medien (Tageszeitung, Zeitschriften, Radio und Fernsehen sowie Internet im jetzt und heute) die individuellen Informationsbedürfnisse besser (…als vor fünf Jahren). Ein größerer positiver Saldo heißt dabei natürlich nicht automatisch eine bessere Informationsqualität insgesamt“, sagt TNS Infratest Geschäftsführer Hartmut Scheffler.

    Berücksichtigt man die jeweilige Ausgangssituation vor fünf Jahren, so haben Medien mit bereits hoher und höchster Informationsqualität es deutlich schwerer noch weiter zuzulegen als solche mit einem niedrigeren Plafond. Befragt wurden speziell die Onliner nach ihrer wahrgenommenen Informationsqualität und ihrer Zahlungsbereitschaft für Online-Content.

    19 Prozent der Onliner gaben an, bereits für das Herunterladen von Artikeln oder ganzen Ausgaben von Zeitungen im Internet bezahlt zu haben. 29 Prozent der Internetnutzer können sich vorstellen, zukünftig Zeitschrifteninhalte im Netz direkt abzurufen und zu bezahlen anstatt eine Printausgabe zu kaufen. (im Abo?!)

    63 Prozent schätzen gut recherchierte Informationen und sind bereit, gedruckt oder digital dafür zu bezahlen. 64 Prozent favorisieren das Internet und suchen kostenlose Informationen statt für Zeitschriften und Zeitungen Geld auszugeben. 
„Dieser scheinbare Widerspruch der beiden letzten Antworten lässt sich sehr einfach auflösen: Wenn gute und wichtige Informationen kostenlos zu erhalten sind, ist dies gerade für entsprechend versierte Onliner wunderbar und wird angenommen. Wenn die gut recherchierte Information demgegenüber Geld kostet, dann besteht auch Zahlungsbereitschaft. Oder anders formuliert: Medien müssen intelligente und akzeptierte Modelle entwickeln, um Zahlungsbereitschaft für gut recherchierte Informationen abzugreifen und umgekehrt verhindern, dass diese gut recherchierten Informationen (auch) kostenlos zur Verfügung stehen. In der Summe schafft die (gegenüber dem Zeitraum vor fünf Jahren gestiegene) Informationsqualität Zahlungsbereitschaft“, so Schefflers Fazit.

    *Wortlaut der Fragestellung:

    

„Jeder Mensch ist ja an vielen ganz unterschiedlichen Informationen interessiert. Einen großen Teil dieser Informationen liefern Tageszeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen, Online. Bitte blicken Sie einmal etwa 5 Jahre zurück: Im Vergleich dazu, wie werden Sie heutzutage von den folgenden Medien über all die Dinge informiert, die Sie persönlich interessieren?“

    Dies sind die zentralen Ergebnisse einer TNS Infratest Befragung* vom 6. und 7. Juni zu der insgesamt 1.003 telefonische Interviews mittels der EMNIDbusse exklusiv für das am 12. Juli erscheinende Magazin für Media-, Markt- und Werbeforschung Research & Results geführt wurden.

  22. 22
    statistiker says:

    „Jeder Mensch ist ja an vielen ganz unterschiedlichen Informationen interessiert. Einen großen Teil dieser Informationen liefern Tageszeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen, Online

    Alles klar, alles reine suggestivfragen…..

    Dass da nicht die BILD-üblichen 110 % erreicht werden, wundert einen schon…..

  23. 23
    JolietJake says:

    Nennt mich phantasielos, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein normaler Mensch für die „Inhalte“ von Welt oder Bild und deren Derivaten bezahlt.

  24. 24
    Relax-Senf, Zürich says:

    BBC hat am 20.06.2013 einen Artikel zur Reuters-Studie gebracht, den ich gelesen habe. War bei meinem Kenntnisstand dann überrascht, wie welt.de den Inhalt interpretierte und übersetzte.

    Tönt wie bei Politikern die selbst bei einer Wahlschlappe immer zu einer Erfolgsinterpretation neigen! Die Statistik im obigen Artikel zeigt bei der Antwort zur Schlüsselfrage nur das theoretische Potenzial möglicher Bezahl-Abonnenten auf und NICHT das tägliche Nutzerpotenzial.

    Komplett ignoriert von welt.de wird die folgende Warnung in der Studie: [..] but warns that social media may be eroding brand recognition […]

    Alle Paywall-Initianten stellen grosszügig die Bezahlinhalte GRATIS in den Sozialen Netzwerken zu Verfügung. Ganz nach dem Motto: Hauptsache wir erhalten viele Klicks, mit denen wir Werbe- und Abo-Preise rechtfertigen können!

    Tatsache ist auch, dass sich Springer-Chef Mathias Döpfner beharrlich weigert, den angeblichen Erfolg mit konkreten Zahlen zu untermauern.

    Die Entwicklung ist offen und wird Leser und Blogger noch lange beschäftigen.

  25. 25
    knödelmitbratensauce says:

    hi

    diese paywall bei welt funzt doch gar nicht.
    wenn sich die artikel nicht durch simples aktualisieren laden lassen – mit diensten wie zB anonymouse geht das auch sofort.

    kann es sein, dass die die extraklicks später als abo-nutzer veröffentlichen?

  26. 26
    knödel2 says:

    also nicht nur aktualisieren, sondern das laden stoppen bevor die paywall hochfährt. isi pisi. klappt immer. und wenn man zu faul ist halt anonymisieren.
    bin ich der einzige, bei dem das springer modell nicht funzt?

  27. 27
    Pierre Cambronne says:

    Qualitätsmedien werden ihre hochwertigen Inhalte über kurz oder lang kostenpflichtig machen müssen (von limitierten freien Appetizern abgesehen). Die Erzeugung dieser Inhalte ist journalistisch/intellektuell sehr aufwendig, kostet viel Geld, und dieser Ausgabe muss eine Einnahme gegenüber stehen. Die Werbemärkte als alleinige Einnahmequelle taugen nicht.

    Faktisch gehören die Onlineangebote der Welt bisher zu den wenigen, die auch betriebswirtschaftlich tatsächlich funktionieren. D.h. der Erfolg gibt Ihnen erstmal recht.

    Wenn man natürlich als Ewig-Gestriger an dem verkalkten Klischee der bösen bösen „Springerpresse“ festhält , für den ist das dann natürlich von vornherein nix mit dem Angebot der WELT.

    Aber ZEIT und Süddeutsche gehen ja glücklicherweise mittlerweile auch diesen Weg … :-P

  28. 28
    Stefan Niggemeier says:

    @Pierre Cambronne:

    Faktisch gehören die Onlineangebote der Welt bisher zu den wenigen, die auch betriebswirtschaftlich tatsächlich funktionieren.

    Haben Sie dafür so etwas wie einen Beleg?

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