Warum die „Millionärswahl“ blöd war. Und warum es blöd ist, dass sie blöd war.

13 Jan 14
13. Januar 2014


Fotos: Sat.1/ProSieben/Willi Weber

War ja klar. Wenn ich schon mal vorab groß über eine neue Show schreibe, weil ich das Konzept faszinierend finde und mich über den Mut freue, es auszuprobieren, wird es ein Desaster. Mitte Dezember war ich in Köln, um mit Karsten Dusse, dem Erfinder der „Millionärswahl“, zu sprechen. Geredet hat aber vor allem Jörg Grabosch, der Chef der Produktionsfirma Brainpool. Fast zwei Stunden lang sprudelte es aus ihm heraus. Er war so begeistert von dem simplen Konzept, einen Millionär vom Publikum wählen zu lassen, und aufgeregt, wie man daraus eine gute Show machen kann, wenn nicht Redakteure die Teilnehmer und Inhalte bestimmen, sondern eine Community im Internet.

Die beiden haben mir die Tafel gezeigt, auf der sie versucht haben, aus den 49 sehr unterschiedlichen Kandidaten sieben abwechslungsreiche Shows zu komponieren. Sie haben mir die ersten Vorstellungs-Einspielfilme gezeigt, die versuchten, aus den Internet-Videos der Leute professionell wirkende Fernseh-Trailer zu machen. Sie haben mir von der „Convention“ erzählt, zu der sie alle 49 nach Köln eingeladen haben, damit sie dort gefilmt, fotografiert und interviewt werden, weil die Zeit gar nicht ausgereicht hätte, die alle zuhause zu besuchen. Über Weihnachten und Silvester haben die besten Leute bei Brainpool an dieser Show gearbeitet.

Es war leider trotzdem keine gute Show.

Ich glaube, der Hauptfehler war, aus dem Konzept der Millionärswahl eine große Show zu machen, in der Leute live auf der großen Bühne etwas vorführen. Die meisten Kandidaten, die ins Fernsehen gewählt wurden, hatten irgendwelche Talente und konnten etwas ganz gut. Da war eine Frau, die ganz gut mit einem Ball umgehen kann, eine Gruppe junger Männer, die ganz gut turnen kann, ein Motocross-Fahrer, der ganz gut Freestyle-Sprünge kann, ein Sänger und Musiker, der, naja.

Viele dieser Leute waren nicht schlecht. Aber keiner war so gut, dass man sagte: Wow, für die Leistung hätte er eine Million Euro verdient.

Vielleicht hätte man anders geurteilt, wenn man die Leute gekannt hätte. Wenn man mehr über ihre Geschichte und Geschichten erfahren hätte. Wenn man das Besondere an den Persönlichkeiten kennengelernt hätte.

„Wem gönnst du die Million“, lautete die Frage, die die Show stellen wollte und die ich nach wie vor für faszinierend halte. Tatsächlich war sie aber so sehr auf die Performance auf der Bühne ausgelegt, dass es in der Sendung mehr klang nach: „Was muss jemand können oder machen, dass er dafür eine Million verdient hätte.“ Die Antwort lautet dann in den meisten Fällen schnell: Keine Ahnung, aber mehr als das.

Es hätte, anders gesagt, eine Gesprächssendung sein müssen, mit dafür geeigneten Moderatoren und einem passenden Rahmen, ohne das LED-Ufo-Getöse mitten im Raum. Aber das wäre dann vermutlich keine mehrstündige 20-Uhr-15-Show für ProSiebenSat.1 geworden. (Gut, so war sie es, wie sich dann herausstellte, auch nicht.)

Die Nähe in der Inszenierung zu den vielen bekannten Casting- und Dinge-um-die-Wette-Mach-Shows schadete der „Millionärswahl“. Es hätte sehr geholfen, wenn es mehr Kandidaten in die Sendung geschafft hätten, die nicht mit ihrem Talent oder ihrer Persönlichkeit, sondern eine tollen Idee zur Verwendung des Geldes angetreten wären. Die eine genaue Vorstellung hätten, was sie mit dem Gewinn anstellen wollen: Filmstudenten oder Erfinder, zum Beispiel, so dass alle etwas davon haben, wenn einer von ihnen die Million bekommt. Aber die haben sich kaum beworben. Und wenn sie es getan hätten, weiß man auch nicht, ob die Show-Firma Brainpool es geschafft hätte, sie und ihre Ideen in diesem Rahmen ansprechend in Szene zu setzen.

Womöglich wären auch die Reaktionen auf den Überraschungssieger der ersten Sendung nicht so heftig ausgefallen, wenn man mehr ihn über sein Projekt — eine Tanzschule für Kinder — erfahren hätte. Vielleicht hätte sich dadurch erklären lassen, warum die anderen Kandidaten, die ihn kannten, ihm so viele Punkte gaben, dass er gewann, obwohl das Publikum nicht für ihn gestimmt hatte. Die Zuschauer hatten vor allem seine Performance auf der Bühne gesehen, und die war jetzt nicht so spektakulär.

Ach, und das Voting. Es war kein Versehen, dass die Kandidaten in der ersten Show mit ihrem Voting das Feld noch komplett durcheinander würfeln konnten. Dass die Punkte, die sie vergaben, die Entscheidung brachten und dass die im Angesicht der Punkte gefällt wurde, die vorher schon abgegeben worden waren. Grabosch hat mir mehrmals stolz vorgerechnet, wie diese 28 Punkte der Teilnehmer untereinander am Schluss alles noch drehen können.

Das Publikum fand das aber offenkundig nicht aufregend und fasznierend, sondern empörend — angesichts des speziellen zufälligen Verlaufs der Punktevergabe war das sehr nachvollziehbar und führte vermutlich zu der Regeländerung in der zweiten Sendung.

Solche Dinge passieren, wenn man kein fertiges und im Ausland vielfach getestetes Format einkauft, sondern eine eigene Idee hat und daraus eine Show bastelt. Fernsehkritiker fordern die ganze Zeit, dass das deutsche Fernsehen nicht immer auf Nummer sicher gehen und auch einmal etwas wagen soll. Wer viel wagt, kann so richtig spektakulär scheitern.

Die „Millionärswahl“ war keine gute Show, und insofern ist es natürlich in Ordnung, dass das Publikum sie nicht eingeschaltet hat, und konsequent, dass ProSieben und Sat.1 nun mit drastischen Schritten Schadensbegrenzung versuchen. Blöd ist das aber nicht nur für die Möchtegernmillionäre, die sich auf einen großen Auftritt gefreut hatten, der sich für viele auch ohne den Gewinn gelohnt hätte. Blöd ist es auch für das deutsche Fernsehen. Zu fürchten ist nämlich, dass die Sender, und insbesondere die renditefixierte Gruppe ProSiebenSat.1, in Zukunft noch mehr auf Nummer sicher gehen und das Risiko des Neuen, Kreativen, Unerprobten meiden.

45 Gedanken
  1. 1
    Michael says:

    Teilweise war das meiner Meinung nach schon in dieser online-Vorauswahl sichtbar. Das Interesse war doch eher gering. Warum bleibt die Frage? Ich denke zum Teil, weil eben doch viele genug von solchen Shows haben. Ja, die Millionärswahl wäre etwas anderes gewesen. Aber vielleicht zu wenig? Und deshalb haben gerade die Leute, die wirklich außergewöhnliches zu bieten hätten vielleicht gar nicht erst mitgemacht.

  2. 2
    nurmalso says:

    so ein bischen fisch, ein wenig fleisch … das funktioniert halt nicht.
    gleichzeitig etwas neues entwicklen, aber als renditefixiertes unternehmen bei altbewährtem bleiben – das wäre den machern am liebsten. die privaten anstalten, denke ich mal, sind und können auch nicht die innovatoren sein. solange man bei solchen formaten das auf supertalent, x-factor oder sonstwas schielt, kann nur eine zirkusshow herauskommen.

  3. 3
    Uli says:

    “ Zu fürchten ist nämlich, dass die Sender, und insbesondere die renditefixierte Gruppe ProSiebenSat.1, in Zukunft noch mehr auf Nummer sicher gehen und das Risiko des Neuen, Kreativen, Unerprobten meiden. “

    Was machen in dem Zusammenhang eigentlich die Öffentlich-Rechtlichen Sender? Gab es da in der Vergangenheit mal neue, kreative oder unerprobte Show Ideen? Ich kann mich nicht erinnern, dafür staubte man zuletzt „Dalli Dalli“ und Johannes B. Kerner ab und beschäftigt anscheinend eine Heerschar das langsame Ableben von „Wetten dass?!“ zu verzögern.

  4. 4
    John Lenin says:

    Ich bin nicht qualifiziert, weil ich nichts davon gesehen habe – nichts gesehen davon habe ich aber, weil ich gar nicht erkannt habe, dass bei dieser Show etwas anders sein könnte als bei irgend einer anderen Talent-Show. Denn dass das Publikum entscheidet und dass jemand eine Million Euro bekommt und dass dazu etwas auf einer Bühne vorgeführt werden muss, klingt jetzt erstmal nicht so wahnsinnig anders als, weiß nicht, das „Supertalent“ oder „Voice of Germany“ oder so.
    Interessant fand ich, dass Dusse sagte, er sei gedanklich eher von der Lotterie gekommen, der er das Zufällige nehmen wollte. Aber ohne den Zufall ist es halt keine Lotterie mehr, sondern eine Wahl, und für die muss es mindestens ein Wahlprogramm geben – oder halt einen Show-Act, für den man „gewählt“ werden kann. Und dann ist man wieder bei der Talentshow. Was also hätte man zeigen können? Könnte es sein, dass da ein grundlegendes Problem existiert?

  5. 5
    Marcus says:

    Ich will jetzt nicht klugscheißen, tue es aber doch:

    Als ich deinen FAS-Artikel zu der Sendung gelesen habe, hab ich mich gefragt, was die Dir dafür bezahlen mussten. Konnte mir nicht vorstellen, dass das Konzept interessant ist (und zwar weder in der durchgeführten Weise, noch in der von Dir im Text beschriebenen Variante). Das klang alles zu sehr nach „Wetten dass“ und „Deutschland sucht das Supertalent“ usw. Und die von dir beschriebene Variante hört sich ein bißchen an wie Wetten dass zu Frank Elstner’s besten Zeiten: Endlose scheinende Gespräche und am Ende vielleicht mal was spannendes – wenn man Glück hat.

    Jedenfalls zeigt das aktuelle Desaster: Spannung entsteht nicht automatisch, wenn man 1 Mio in Aussicht stellt.

    Und wenn man das alles von Elton moderieren lässt soundso nicht.

  6. 6
    J. S. says:

    Tja, so unterschiedlich sind die Meinungen. Ich konnte schon bei Bekanntgabe dieser Show nichts damit anfangen. Daher habe ich mir diese Show auch nicht angeschaut.
    Millionärswahl? Die Zuschauer entscheiden, wer die Million kriegt? Hat nicht schon die Polit-Talkshow von Raab gezeigt, dass man das Publikum besser nicht entscheiden lassen soll?
    Ich bin natürlich auch für Neues, Kreatives, aber diese Show war nichts davon.

    Man hätte das natürlich so machen können, wie du dir das vorgestellt hast. Was wäre dann dabei rausgekommen? Wer am meisten Mitleid erregen kann, erhält die Million? Nein, die Kreativen in den deutschen Sendern scheinen mittlerweile keinen Saft mehr zu haben. Das einzige, wozu sie noch fähig sind, sind Shows, die von anderen Shows abgekupfert sind.

  7. 7
    Claus says:

    Ich habe die Sendung nicht gesehen, aber die Schlussfolgerung, dass das negative Folgen für andere Fernsehmacher haben könnte, die neue Formate ausprobieren wollen, finde ich abwegig. Im Text steht es doch selbst drin: es war zu nah dran an den üblichen Castingshows. Bekannte Konzepte, die sich fast totgelaufen haben, zu 90 Prozent zu übernehmen und dann zehn Prozent Neues dazustricken – das ist kein Mut.

  8. 8
    FlexDex says:

    Ich kann diesen Artikel nur teilweise nachvollziehen. Zwar würde ich mich ebenfalls über innovative Ideen im deutschen Fernsehen sehr freuen, doch Casting-Shows (ganz egal, wie internet-kompatibel oder interaktiv sie auch sein mögen) sind in keiner für mich vorstellbaren Form die Rettung des hiesigen Privatfernsehens. Wer das behauptet, hat den Schuss noch nicht gehört. Ein nicht unerheblicher Teil der Deutschen greift ja via Smat-TV mit dem heimischen Fernseher schon viel öfter auf Inhalte aus dem Internet zu. Piefige Rummelshowformate finden für die meisten Menschen in meinem Umfeld gar nicht mehr statt. Der Drops ist einfach gelutscht!

  9. 9
    Stefan Niggemeier says:

    @FlexDex: Es ist keine Casting-Show.

    (Und abgesehen davon laufen die Casting-Shows ja immer noch vergleichweise bombig, was auch immer die Menschen in Ihrem Umfeld gucken oder nicht.)

  10. 10
    Matthias says:

    Genau dieses Missverständnis („Das ist doch bloß eine weitere Castingshow“) ist vermutlich ein wesentlicher Grund für den Misserfolg der Show. Ich habe jedenfalls an vielen Stellen im Netz ähnliche Wortmeldungen gelesen. Sollte das wirklich so sein, sagt das natürlich auch etwas über die Zuschauer aus.

  11. 11
    Uli says:

    @FlexDex:
    „Ein nicht unerheblicher Teil der Deutschen greift ja via Smat-TV mit dem heimischen Fernseher schon viel öfter auf Inhalte aus dem Internet zu.“

    Hier wird wieder die eigene Filter Bubble extrapoliert, die allerwenigsten Zuschauer nutzen regelmäßig einen „Smart TV“ um online fern zu sehen:
    http://www.w3b.org/nutzungsverhalten/smart_tvs_kaum_zum_internet-surfen_genutzt.html

    Das lineare TV wurde schon so oft tot gesagt wie die Zeitungsbranche, trotzdem versammeln Tatort und Co. immer noch Millionen Zuschauer vor dem TV und zwar um 20:15 Uhr und nicht irgendwann später in der Mediathek.

  12. 12
    FlexDex says:

    @ Uli: Ihr Beleglink ist ein Jahr alt – gerade was Online-Filmdienste angeht, hat sich 2013 einiges getan.

    Dann eben nicht „Casting-Show“. Dann eben „Die große Show, in der die Zuschauer fast einen Millionär wählen“. Für mich persönlich ist das langweiliger, uninspirierter Nonsens.

  13. 13
    Vetaro says:

    Vom Inhalt mal abgesehen: Diese Art, wie seit ~10 Jahren Bühnen aufgebaut und mit Lampen designt werden (das nennen Fachleute vermutlich Nachthimmel-Stage mit LED-Projektionsflächen oder so) ist für mich schon so grundsätzlich mit langweiligem hinflatsch-Programm assoziiert, dass es mir schon viel zu leicht fällt, bei dem Anblick zu denken „ah danke, ich weiss schon alles, was ich wissen muss“.

    So ähnlich wie man einer Sendung oft in 3 sekunden ansehen kann, ob sie von ZDF, FOX oder BBC gemacht wurde, ist dieser Bühnenstil einfach genug, um mich sofort abzuschrecken. Würde die Sendung wenigstens Visuell, auf Standbildern, nen anderen Eindruck machen, wäre es schwerer, eine Meinung nach wenigen Sekunden zu haben.

  14. 14
    BlueKO says:

    Da bin ich dann ausnahmsweise mal froh diesen Programmtipp nicht mitbekommen zu haben. Sonst sind die ja immer Gold wert und auf den Punkt richtig (siehe Tatortreiniger).

    Der Fehler liegt ganz einfach im System. Als ehemaliger Fernsehjunkie habe ich seit Jahren keine Sendung im Privat-TV mehr gesehen (außer wenn man am letzten Sonntag im Februar wegen der Oscar-Verleihung leider gezwungen ist ProSieben einzuschalten, was aber von Jahr zu Jahr auch immer qualvoller wird). Und der Fehler liegt, wie im Artikel auch beschrieben im System. Wie wir aus vielen Diskussionen rund ums Thema Radio gelernt haben, ist das verlogenste an den Sendern der Claim. Kein Radiosender mit nur 200 Titeln in der Rotation bietet „einfach mehr Abwechslung“. Und ebenso wenig liebt es ProSieben uns zu unterhalten. Am meisten lieben sie es mit den dummen Zuschauern Kohle zu scheffeln.

    Bei allen Privatsendern ist nicht mehr das Hauptziel gute Programme herzustellen, mit denen man dann Geld verdienen kann, sondern um möglichst viel Geld zu verdienen ist man dummerweise gezwungen irgendwas auf den Bildschirm zu bringen und das darf möglichst nichts kosten. Das bedeutet dann auch, dass man keine kreativen Leute mehr bezahlen möchte, keinen Drehtag extra in eine Serienfolge investiert, der durch etwas mehr Detailarbeit ein besseres Endergebnis liefern würde usw.

    Das Medium spart sich gerade selbst kaputt. Und für sämtlichen Mist, den die Privatsender seit Jahren versenden, ist mir meine Zeit einfach zu schade. Meine Erwartungshaltung gegenüber dem Fernsehen ist auf 0 und selbst da werde ich immer noch enttäuscht.

    Ich bewundere ehrlich deine Ausdauer und die deiner Kollegen, die sich immer noch täglich mit diesem Medium auseinandersetzen und sich diesen ganzen Krampf, den die Sender da tagtäglich veranstalten, noch immer ansehen.

  15. 15
    FlexDex says:

    @ Vetaro: Amen! Show-Romantik aus Opas Zeiten!

  16. 16
    Susanne says:

    Da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen. Vielleicht ist die Zeit der Shows wirklich (eventuell nur vorübergehend) vorbei. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass das, was stattdessen gemacht wird, nicht unbedingt besser ist. Mir persönlich ist das alles ein bißchen zu viel Wettkampf. Aber das hat ja schon im alten Rom zur Unterhaltung gut funktioniert. Vielleicht muss es erst wieder um Leben und Tod gehen, damit man einen Hund hinterm Ofen vorlockt…

  17. 17
    Jens says:

    schwache idee + schlechte umsetzung = flop

  18. 18
    Linus says:

    Ich hab vor zehn Jahren meinen Fernseher aus dem Fenster geworfen, weiß also überhaupt nicht, worums gehts, bin aber total empört, dass ich dafür GEZ zahlen muss.

  19. 19
    BlueKO says:

    @Linus: Vom tägliche Grauen, das auf den Bildschirmen stattfindet, bekommt man auch beim Durchzappen einen sehr guten bzw. schlechten Eindruck. Man muss wirklich nicht mehr komplette Sendungen sehen, um zur Erkenntnis zu gelangen, dass es sich einfach nicht mehr lohnt seine Zeit mit Lanz und Konsorten zu verschwenden, dafür reichen auch 30 Sekunden aus. Und meist sind selbst die noch zu viel.

    „Kommentar verpaßt?“ -> Bitte Nr. 15 lesen.

  20. 20
    ST says:

    @20, Linus: Nein, DAFÜR zahlen Sie keine GEZ-Gebühren, ist ja privat. :)

    Ich hatte nur kurz eine Werbung gesehen, in der stand, dass Elton moderiert. Elton bedeutet einfach ein B-Promi in B-Shows mit B-Unterhaltung, seit Jahren. War vermutlich der erste große Fehler der Produzenten… Entsprechend hab ich mich um dieses Format auch nicht weiter gekümmert.
    Und die Quote? Von 1,9 Mio auf unter 1 Mio?! Kein Wunder, nach DEM emotionalen Tiefschlag zum Ende hin…

  21. 21
    DaW says:

    @ BlueKO:

    „Vom tägliche Grauen, das auf den Bildschirmen stattfindet, bekommt man auch beim Durchzappen einen sehr guten bzw. schlechten Eindruck.“

    Ein paar Lichtblicke gibt es aber noch. Ich habe gestern z.B. bei arte gelernt, dass es sowas wie eine Tanzhistorikerin gibt! Ich meine – eine Tanzhistorikerin!
    Ansonsten schaue ich relativ selten fern, nämlich nur dann, wenn ich meine Eltern besuche (ich selbst gehöre auch zu den Fernsehlosen) – und ich kann Ihren Eindruck bestätigen. Was mich besonders nervt:

    1. Irgendwie scheinen sich in den letzten Jahren wacklige Kameras, die Amateure andeuten sollen, auch außerhalb der „Reality“-Shows durchgesetzt zu haben. Oder Profis sind zu teuer.

    2. Der Einheitsbrei, z.B. bei Studiogestaltungen (siehe oben) und Gästen (siehe auch 3.), der mich davon ausgehen lässt, dass bei den meisten Sendungen absolut keiner der Beteiligten Liebe oder Leidenschaft für die Sendung empfindet. Es dominiert die Routine.

    3. „Prominentenspecials“: Ich will diese omnipräsenten Nasen nicht mehr sehen. Wer sind sie? Warum sollte ich sie kennen? Warum komme ich mir beim Zuschauen so vor, als wäre ich Bernd, das Brot in seiner allnächtliche Hölle?
    Vor Weihnachten habe ich z.B. gesehen, dass das Familienduell läuft. Die Freude währte kurz, dann las ich das böse P-Wort. Kann man nicht einfach wieder Verkäufer, Lehrer, Busfahrerinnen usw. mitspielen lassen?

    4. Dokusoaps (die sind wirklich so schlecht, wie alle behaupten).

    5. Sinnlos in die Länge gezogene Shows: ich habe mal 10 min „The Voice“ mitgeschaut (dann habe ich es nicht mehr ausgehalten). Die Show besteht überwiegend aus Redundanzen und könnte auf 20 % der Sendezeit zusammengekürzt werden, ohne auf eine einzige inhaltliche Aussage zu verzichten. Fernsehen scheint wirklich immer mehr zum Nebenbei-Medium zu werden.
    Achja, und die Mimik und Gestik der Jury scheint fester und vertraglich verankerter Bestandteil des international vermarkteten Konzepts zu sein: http://www.youtube.com/watch?v=_LNcX1eS6qA

    6. Hitler.

    7. Insgesamt die Knoppisierung von Dokumentationen, also dass Geschichte immer stärker als Spielfilm dargestellt wird. Oft mäßige Laiendarsteller, die mittelalterliche Könige darstellen und so zu einem Bild beitragen, das in wissenschaftlicher Hinsicht nicht haltbar ist. Gibt es wirklich keine andere Art, Geschichte unterhaltsam rüberzubringen? Es muss doch irgendwas zwischen 70er-Jahre-Lehrfilm und „Gute Nazis, schlechte Nazis“ geben?

    8. zdf-info: ein worst-of meiner Punkte 1, 2, 6 und 7.

    Gut, es gibt Ausnahmen, aber diese Sendungen kann man i.d.R. auch anderweitig verfolgen. Das einzige, was mir ohne Fernseher wirklich fehlt, sind die Simpsons.

    (Tut mir Leid, dass ich vom Ausgangsthema abgewichen bin.)

  22. 22
    Rollo says:

    Ob jetzt Jury und Zuschauer einen Sänger wählen oder Zuschauer und Mitspieler gleich einen zeitlich befristeten Millionär – ich verstehe nicht wirklich, warum sich das jetzt von Casting-Sumpf abheben soll. Und kurzfristiger Erfolg ist kein Garant für das Überleben eines obsoleten Mediums. Da ist es mit herzlich egal, wie viele kleine Mädchen zwei oder drei Jahre ihres Lebens GZSZ, Berlin Tag und Nacht und The Voice gucken. Und dieses Quotengewäsch: Die paar Leute, die bereitwillig diesen Kasten an ihrem TV-Gerät installieren lassen, der ihre Guckgewohnheiten überprüft, sollen der Querschnitt der deutschen Zuschauerschaft sein?? Am Arsch vielleicht!!

  23. 23
    Ste says:

    Ähm, also, nur mal so: Linus macht wieder einen Witz.

  24. 24
    Ste says:

    Achso, vergessen: Mir ist nach dem Lesen dieses Beitrags und Ihres Artikels in der FAZ noch immer nciht ganz klar, was Sie, Herr Niggemeier, so genau an der Idee gut fanden? Nur wegen der umgedrehten Partizipation, die dann wieder umgedreht wurde? Weil ansonsten ist das ja alles ein Brei aus dem was schon seit Jahren läuft.

  25. 25
    Veri says:

    Das Konzept ist in der Tat interessant. Ich glaube aber, dass die Sendung an dem Voting-System gescheitert ist. Es sollte ja eine demokratische Entscheidung sein. Was dort gemacht wurde, war aber nicht demokratisch, da die Kandidaten ja selbst deutlich mehr Stimmgewicht hatten als die Zuschauer und die Wahl manipulieren konnten. Das Wahlsystem der zweiten Show war da deutlich besser aber es kam zu spät.
    Ich glaube nicht, dass ProsiebenSat1 in Zukunft keine neuen Show mehr entwicklen wird. Schließlich war Prosieben bisher defacto der einzige Sender, der gerne mal eigene, neue Shows probiert (Schlag den Raab,…) und auch schon einige Male auf die Nase gefolgen ist(Quizboxen) und trotzdem weiter macht.

  26. 26
    limpr says:

    Treffende Analyse, der ich noch einen Punkt zufügen möchte: Hätte die Sendung die Quotenhürde für eine Fortsetzung geschafft, dann wäre die nächste Staffel sicherlich besser geworden, weil sich bei einem bekannten Konzept mehr und interessantere Menschen melden würden. Bei den ersten Casting-Shows wurde ja noch ganz schlimm gesungen, inzwischen gibt es in jedem Dorf einen Vocal-Coach, und das Niveau ist entsprechend gestiegen.
    Ach ja, hätte, hätte…

  27. 27
    Wolfgang says:

    Frisch aus dem Pro7 Think Tank…
    A: ok, das mit dem User-generated content Dingens zur Primetime war doch eher nur mittelgut. Jemand ne Idee?
    C: Die Menschen waren so unrund…
    B: Tiere!
    C: Kleine Tiere!
    B: Kätzchen!!!
    A: Hab Ich auf Facebook schon mal gesehen. Kommen anscheinend gut an…
    C: Hundewelpen!!
    B: Kätzchen!!!
    C: Hundewelpen!!!!!
    B: Kätzchen!!!!!!!!!!
    A: Hey – Wir machen Beides! Ne Videobattle auf Youtube. 333 Katzenvideos und 333 Hundevideos werden aus dem riesigen Füllhorn aller eingeschickten Clips von der COMMUNITY ausgewählt…
    C: Klasse!
    B: Spektakulär!
    C: Wer moderiert?
    A: Keiner! Keine Redaktion, kein Moderator! Total fresh. Freaky! Wir geben komplett die Kontrolle ab. Niediche Einspieler, fette LED Wände…
    C: …und cooles Sounddesign!!
    B: und alle sitzen so rum auf der Showbühne und spielen mit ihren Tieren..
    C: …und twittern wie Sau!
    A: Yep – das wird ein Renner!
    B: Und? Hat das Kind schon einen Namen?
    C: Cats and Dogs?
    A: Cats vs. Dogs!
    B: Ha! Claim: „Wer bekommt die Mäuse?“
    A: Gebongt!
    C: Ich geh schon mal in die Grafik.
    A: Ich geh jetzt was trinken.
    B: Darf ich mitkommen?

  28. 28
    Lars says:

    Die Idee einer Millionärswahl fand ich schon mal doof. Dazu bin ich zu neidisch, das interessiert mich im Grunde nicht. Das klappt für mich nur (z.B. Wer wird Millionär, Schlag den Raab, …), wenn der Millionärsanwärter etwas leistet, an dem ich teilhaben kann und ich mich dadurch mit ihm identifiziere – dann ist es okay und gut, wenn er 1 Mio oder 2 oder 3 mitnimmt, quasi an meiner Stelle. Es bleibt aber Nebeneffekt, nicht Hauptziel meines Zusehens. Hauptziel für mich ist das Sehen einer guten Show. D.h., es ist gerade wichtig, was passiert und nicht „egal […] Die Kandidaten können auch betteln […]“ wie in Ankündigungen zur Show zu hören war. Das Auswahlkonzept sollte dabei auch einfach und möglichst objektiv sein, nicht subjektiv, keine „Wahl“. Bei Schlag den Raab schalt ich immer erst dann ein, wenn die Kandidatenkür nach ner geschlagenen Stunde vorbei ist, weil langweilig. Hier sollte nun die ganze Sendung nur daraus bestehen. Die Moderatoren fand ich wider Erwarten ganz in Ordnung, aber das rettete die Show auch nicht.

  29. 29
    rgroth says:

    @ #15 BlueKO:
    Da bin ich(ebenfalls ehem. Fernsehjunkie) ganz bei Dir!

    Als ich vor 1,5 Jahren einen BVB-T-Stick installierte, um ZDFneo zu sehen, hab‘ ich erst noch wochenlang experimentiert – aber die TV-Karte bekomme ich nicht parallel zum Laufen :-(
    Und dann hat RTL sich auch noch aus DVB-T zurückgezogen…

    Aber, hey: Ich vermisse fast nichts ;-)

    „Fast“, weil sich ZDFneo hier in München erst ab 21:00 empfangbar ist.

    MMn. könnte zdf-info sofort eingestellt werden – DaW in #24 hat SOO recht (Nr. 6 sollte nur mit Nr.1 getauscht werden).

    Ab vom Thema: Weiß jemand, ob (so etwas wie) das Fernsehblog bald wieder lebt?

  30. 30
    rgroth says:

    @ #32 myself:
    Fussball hat erst einmal nichts mit Fernsehübertragung zu tun – also nicht „BVB-T-Stick“, sondern „DVB-T-Stick“!

    *duck-und-wech*

  31. 31
    Bernadette says:

    (Ich schreibe mir ein Wolf und mir fällt eine wesentlich Frage ein. hehe)

    Bei allen Konzepten, bei denen etwas ganz Dolles gewonnen werden kann (Millionen, Werbe- und Plattenverträge bla blubb), ist doch das Hauptproblem dieses Konzeptes die Frage, was einen dazu „berechtigt/befähigt“ zum Millionär „gewählt“ zu werden?

    In allen anderen Formaten setzt man sich gegen etwas oder jemanden durch: So und soviele Fragen bis zur Million, gewinne mehrere Wettkämpfe gegen deinen Kontrahenten, setze dich mit einer vergleichbaren Disziplin (bsp. singen) gegen Mitbewerber durch etc pp.
    Wo ist da der Wettkampf, bei dieser Millionärswahl?

    Wer jetzt anführt, dass bei „Wetten, dass …“ es doch auch so läuft, liegt da (meiner Meinung nach) nicht ganz richtig. Zum einen geht es hier nicht um einen mords Gewinnbetrag, sondern um die Wette, die Unterhaltung, das Staunen und weniger um einen Wettstreit unter den Teilnehmern.

    Die Show „Millionnärswahl“ hat also nichts mit einer Manege, einem Gladiatorenkampf oder Ähnlichem zu tun.
    Es ist eine reine Sympathie/Mitgefühl-Sendung.

    (Zumindest behaupten andere Formate von sich einen „geeigneten“ Gewinner zu generieren. ->siehe Casting-shows)

  32. 32
    nurmalso says:

    völlig wurscht, ob dieses inzwischen beerdigte format unter „casting-show“ fällt oder nicht. nur weil einige leute versuchen, da krampfhaft ein anderes label draufzupappen ändert das nichts am grundcharakter der show. und da ist halt nichts umwerfendes dabei …
    aber wie soll das auch gehen? wie soll denn die kreativabteilung bei brainpool aus ihrer selbsterschaffenen filterblase ausbrechen? wollen die das überhaupt? wissen die, wie das geht?
    ich glaube nicht.

  33. 33
    Stefan Niggemeier says:

    @nurmalso: Sie meinen, nur weil es keine Casting-Show ist, muss man es nicht nicht Casting-Show nennen?

  34. 34
    nurmalso says:

    wenn es murks ist, können sie das meiner meinung nach dennoch nennen wie sie möchten. es wird aber an der sache nichts ändern.

  35. 35
    Stefan Niggemeier says:

    @nurmalso: Na, dass es Murks war, darüber herrscht ja weitgehend Konsens.

  36. 36
    nurmalso says:

    es schwingt aber immer so eine argumentation mit, dass die show auch deshalb nicht erfolgreich war, weil sie fälschlicherweise mit anderen formaten in eine kategorie gesteckt wurde, wo sie nicht hingehörte – also sagen wir mal mit dem „malus“ supertalent behaftet wurde.
    die wege des tv-zuschauers sind aber nun mal unerfindlich. da hilft vielleicht olli kahns maxime vom „mund abputzen, weitermachen“. das nächste format trifft vielleicht voll ins schwarze. daher glaube ich nicht, dass der flop in diesem fall dazu führt, dass sich „fernsehmacher“ nichts mehr trauen. in diese beengungen haben sie sich schon lange vorher begeben.

  37. 37
    viewer says:

    Der Wahlverlauf der 1. Folge war doch total absehbar, egal wie die Wahlrunden der Zuschauer (online & Telefon) ausgegangen wären. Jeder Kandidat hat seine Punkte einfach nur taktisch vergeben, und zwar: zu 90% an die jeweils Hintenliegenden im Ranking, um sich seine eignen Siegeschancen zu wahren. Man muss kein Hellseher sein, um zu ahnen: wenn alle ihre Punkte so vergeben, dann gibt’s keinen Ausreißer, alle Kandidaten liegen nach 6 Wahlgängen recht nahe beieinander. So nahe, dass – so wie Elten vor dem 7. und entscheidenden Wahlgang (von GIFT) betonte – alle Kandidaten noch gewinnen können! Egal also, wie die Wahlerergebnisse der Zuschauer ausgefallen waren, es war nur logisch, dass in jedem Fall der Kandidat, der als letztes wählen darf, die alleinige Entscheidung trifft!

  38. 38
    Bernadette says:

    @Viewer:
    Das eine konkrete Vorstellung von Demokratie nur beschränkt vorlag ist ja nun mehr als offensichtlich geworden. (Eine Wissenslücke, die man in fast allen Lebensbereichen begegnet)

    @Nurmalso:
    Ich kann nicht abstreiten, dass es klingt, als wolle man das Format verteidigen und von anderen Show-Formaten absetzen. Meine Überlegung aber zielte darauf ab, dass diese „Variante“ schlicht nicht funktionieren konnte.

  39. 39
    Statistiker says:

    Eine Verblödungsshow mehr. Nicht schade drum. Das hab ich nie geschaut, schaue ich nicht und werde ich nicht schauen.

    und natürlich ist es eine Casting-Show.

    Angeblich 49 Kandidaten, 7 dürfen mit ihren kümmerlichen Ergüsse ein unbedarftes Publikum penetrieren, und einer kriegt für dümmliches Gehampel ne Million. Erbärmlich und keinen Artikel eines Qualitätsjournalisten wert.

    Ignorieren, so einen Mist.

  40. 40
    Stefan Niggemeier says:

    @Statistiker: Sie haben’s nicht gesehen. Sie haben nicht einmal das Konzept verstanden. Aber Sie wissen, wie es war.

    Das zu demonstrieren, war Ihnen ein Kommentar wert?

  41. 41
    WallachXX says:

    @Stefan Niggemeier
    Nur weil Ihnen das Konzept der Show als „es ist keine Castingshow“ präsentiert wurde, heisst das noch lange nicht, das es nicht doch eine Castingshow war…oder es sich dem Zuschauer nach aussen hin zumindest so präsentierte.
    Sie sollte auch mal in die Fernsehzeitschriften gucken: In denen wurde das ganze Teilweise direkt, teilweise indirekt als nächste Castingshow verkauft. Das gesamte Konzept der Show (nicht das Konzept auf dem Papier) sah und roch wie Castingshow…..und auch beim gucken schmeckte es wie eine Castingshow.
    Da können Sie 100x sagen „Es war aber keine Castingshow“, es ist egal, wenn es eben alle als Castingshow wahrgenommen haben.
    Auch Sie können irren….sowas ist blöd, kenne ich selbst, aber man muss sowas dann auch mal wie ein Mann schlucken….und (wie schon oben erwähnt) genau wie Olli Kahn „den Mund abwischen und weitermachen“.

  42. 42
    Stefan Niggemeier says:

    Oder wie ich oben schrieb: „Die Nähe in der Inszenierung zu den vielen bekannten Casting- und Dinge-um-die-Wette-Mach-Shows schadete der ‚Millionärswahl‘.“

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] ähnlich hat es auch Medien Experte Stefan Niggemeier in seinem Kommentar ausgedrückt, in dem er auch die Gefahr sieht, dass das die Fernsehmacher noch vorsichtiger machen […]

  2. […] Niggemeier, S. (2014). Warum die “Millionärswahl” blöd war. Und warum es blöd ist, dass sie blöd war. Letzter Zugriff am 13.01.2014 unter http://www.stefan-niggemeier.de/blog/warum-die-millionaerswahl-bloed-war-und-warum-es-bloed-ist-dass…. […]

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