Ein Tag wie jeder andere

27 Nov 06
27. November 2006

Der 26. November 2006 war ein besonderer Tag für Hans-Jürgen Jakobs. Er musste gleich drei Artikel für die heutige Medienseite der SZ schreiben, die er verantwortet.

Ein Artikel handelt von Ulrich Wickert. Jakobs beginnt ihn mit den Worten:

„Der 31. August 2006 war ein besonderer Tag für Ulrich Wickert (…)“

Ein zweiter Artikel handelt von Nina Ruge. Jakobs beginnt ihn so:

„Der 3. Februar 1997 war ein besonderer Tag für Nina Ruge (…)“

Hm.

Als Jakobs letztes Jahr einen Artikel über den Börsengang von Premiere verfasste, begann er ihn mit den Worten:

„Mittwoch war ein besonderer Tag für ARD und ZDF (…)“

Als Arabella Kiesbauer 2004 mit ihrer Talkshow aufhörte, schrieb Jakobs einen Artikel, den er mit den Worten begann:

„Der 6. Juni 1994 war ein besonderer Tag für den Sender Pro Sieben.“

Und als Leo Kirch vor zwei vier Jahren Springer-Chef Döpfner zusetzen wollte, begann Jakobs seinen Text mit den Worten:

„Der 27. Juli 1989 war ein besonderer Tag für den Axel Springer Verlag.“

21 Gedanken
  1. 1
    Diana says:

    Na logo! Jeder Schreiberling braucht doch ein individuelles Erkennungsmerkmal. Etwas, das den Leser SOFORT wissen lässt „Ah! Ein Artikel von Hans-Jürgen Jacobs!“ … Besonders wichtig, wo doch heute jeder austauschbar geworden ist … und wenn man das sogar schon in mit den ersten fünf bis sieben Worten schafft… RESPEKT!

  2. 2
    hewi says:

    Sehr lustig. Sowohl Jakobs‘ „Erkennungsmerkmal“ als auch Stefans Blogeintrag und Dianas Kommentar.

  3. 3
    hewi says:

    Mal ne Frage an Stefan: Wenn du dich beispielsweise auf der After-Show-Party irgendeines Fernsehpreises rumtreibst, müssten dir doch am laufenden Band giftige Blicke von all deinen „Opfern“ zugeworfen werden. Sind ja mittlerweile doch einige. (Wobei die Kritiken natürlich fast immer gerechtfertigt waren.)

    So ein Hans-Jürgen Jakobs ist doch bestimmt auch erstmal drei Tage lange peinlich berührt, wenn er den Beitrag hier liest.

  4. 4
    Stefan says:

    Vielleicht treibe ich mich deshalb so selten auf Branchenpartys rum.

  5. 5
    rrho says:

    Ich habe das vorhin auch bemerkt (man muß ja blind sein oder die Medienseite nicht lesen, um das nicht zu bemerken!) und dann aber abgehakt unter „Wahrscheinlich wollte er witzig sein und die Artikel sollten eigentlich nebeneinander stehen.“

    Vielleicht ist es aber doch einfach nur eine Standardmasche aus dem Werkzeugkasten für Schreiberlinge. Und die Artikel sollten eigentlich nicht am gleichen Tag erscheinen.

  6. 6
    Chat Atkins says:

    Solch leichthin moderierte Einstiege sind meist die Folge einer schweren Nacht …

    ;-)

  7. 7
    Jakob says:

    heißt der Mensch denn nun Jakobs oder Jacobs??

  8. 8
    Stefan says:

    sehr berechtigte Frage. ich hab’s korrigiert.

  9. 9
    h. aus f. says:

    Es gibt da was für Herrn J.: http://www.floskelscanner.de/

  10. 10
    la deutsche vita says:

    Ein Glück, dass Herr Jakobs nicht über den 11. September schreiben musste …

  11. 11
    seite4 says:

    Nachtrag: „Der 29. Juni 2006 ist für die Mitarbeiter im Gütersloher Weltkonzern Bertelsmann ein besonderer Tag“ schrieb jja (?) am 29.10.2005 auf der SZ-Medienseite.

  12. 12
    cb says:

    Nicht, dass ich das jetzt hier unbedingt unterstellen würde, es ist bei besonders angesehenen Zeitungen wohl auch besonders verpönt. Aber rein theoretisch gibt es doch Wiederholung/ Dopplung auch als Stilmittel. Mit dem man zB Sachen oder Personen oder TV-Persönlichkeiten gar nicht soo unelegant in eine Reihe stellen kann…

  13. 13
    Meyke says:

    Immer noch besser als dieser in Lokalausgaben einer Zeitung im Nordosten beliebte Textbeginn:
    „Am Soundsovielten war es so weit.“

  14. 14
    Thomas Mrazek says:

    Obacht, ich hab’s gerade erst erfahren: „Ein Gespenst geht um in Deutschland“. (-;

  15. 15
    Die Oma says:

    Der 30. November war ein besonderer Tag für Oma.
    Ein besonders unterhaltsamer.
    Danke, junger Mann!

  16. 16
    Anonymus says:

    Der 11. Dezember war ein besonderer Tag für Hans-Jürgen. Immerhin ist der gute hjj heute zum Sueddeutsche.de-Chef berufen worden. Vielleicht wurde er ja auch nur weggelobt…

  17. 17
    Ulrich Stock says:

    Vielleicht eine Vorbereitung auf die neue Tätigkeit bei SZ online. So spart man Zeit und ist schneller mit der Meldung als die Konkurrenz. Wir werden uns was einfallen lassen müssen! :)

  18. 18
    fs says:

    „Ein besonderer Tag im Leben der Talkmasterin Anne Will: Am Sonntag wurde ihr Privates öffentlich und abends im TV-Studio ein schwerer Tarifkonflikt – der der Deutschen Bahn – fast gelöst. Von Hans-Jürgen Jakobs“

    http://www.sueddeutsche.de/,tt8m1/wirtschaft/artikel/784/143464/

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  3. […] Und es gibt noch mehr solche Sätze. Das hört sich stark so an, als ob Jakobs gerade das Formulieren lernt. Oder so, wie es “la deutsche vita” auf der Seite von Stefan Niggemeier formulierte: “Ein Glück, dass Herr Jakobs nicht über den 11. September schreiben musste.” […]

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