Fernsehaufsicht in Deutschland

21 Dez 06
21. Dezember 2006

Am 1. Dezember 2004 schickt „Big Brother“ die Container-Bewohnerin Franziska für zehn Stunden in ein „Bestrafungszimmer“ und spielt ihr immer wieder dasselbe Lied vor.

Am 20. Dezember 2006 entscheidet der Vorstand der Hamburgischen Anstalt für Neue Medien, die Übertragung dieser Aktion im Tagesprogramm des (seit über einem Jahr nicht mehr existierenden) Senders MTV2Pop förmlich zu beantstanden.

Und diesen Witzfiguren ist es nicht einmal zu peinlich, dazu noch eine Pressemitteilung herauszugeben.

Wie gesagt.

(via Popkulturjunkie)

Nachtrag. Gerade erst gesehen: Die arbeiten sich ja in einen richtigen Rausch, bei der Hamburgischen Landesmedienanstalt. Vor gut zwei Wochen erst, am 5. Dezember 2006, rügten sie eine MTV2Pop-Sendung vom September 2004.

13 Gedanken
  1. 1
    h. aus f. says:

    Die haben einfach keine Zeit für sowas, denn sie müssen auf http://www.programmbeschwerde.de („Eine Initiative der Landesmedienanstalten“) im Forum (http://programmbeschwerde.de/front_content.php?idart=443#198) wichtige Fragen beantworten, wie z.B. „Wie und wo kann ich Klassik-Radio im Saarland empfangen?“ und „Wird hier eigentlich auch gearbeitet?“ (Antwort: „Naturlich wird gearbeitet“).

  2. 2
    Andreas says:

    Gremien mit ausgefeilten Strukturen und gremienerfahrenen Menschen aus wichtigen Institutionen arbeiten stets schnel und effektiv.

  3. 3
    Sebastian Mraczny says:

    1. Wurden in Guantanamo nicht Leute mit Musik von Eminem gefoltert?
    2. Welcher song war’s denn?

  4. 4
    niels | zeineku.de says:

    Aber es ist ihnen immerhin so unangenehm, daß sie das Datum der damaligen Sendung in der eigenen Pressemitteilung diskret unterschlagen.

  5. 5
    Gerhard says:

    Ja echt, welcher Titel war es denn? Was von Xavier Naidoo? Dann sollten sich allerdings noch ganz andere Gremien mit dem Fall beschäftigen…

  6. 6
    marcel weiß says:

    Kafka hätte seine Freude dran gehabt.

  7. 7
    Christian says:

    Das war Mana Mana – Dupdu – Dududup – Mana Mana …

    Die Version aus der Sesamstraße.

  8. 8
    Gabriele Sauer says:

    Sehr geehrter Herr Nigermeier,

    ich weiß nicht, ob ich bei Ihnen richtig bin, aber obwohl wir in Dt. Presse- und Informationsfreiheit und auch die EU haben, wird uns in München die Möglichkeit genommen ORF oder ATV zu erhalten. Können Sie mir vielleicht sagen, wer dafür verantwortlich ist, dass wir „kein Signal“ (Digital) erhalten. MfG Gabriele Vogt

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] aufnehmen. Die Beanstandung wäre dann zwar immer noch Sache der teils unwilligen, teils unfähigen Landesmedienanstalten. Aber immerhin stünden ihnen dann überhaupt wirkungsvolle […]

  2. […] der Regel keine Konsequenzen hat. Aber die Bewandtnis der Landesmedienanstalten hat Stefan ja schon hier und da aufschlussreich […]

  3. […] +++ Rechtzeitige Abmahnung: Am 1. Dezember 2004 gesendet, am 20. Dezember 2006 von der Anstalt für Neue Medien bestraft. Das ging fix! Vor allem, weil der Sender nicht einmal mehr existiert. Die ganze Story. [via] […]

  4. […] Nachdem ich einige Jahre selbst in Hamburg gelebt und die Stadt in dieser Zeit hassen gelernt habe, überrascht mich die Meldung bei Stefan Niggemeyer kein bißchen. […]

  5. […] Stefan Niggemeier kann sich da nur aufregen >> […]

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