„Ebenso lächerlich wie böswillig“: FAZ-Außenpolitikchef weist Ulfkotte-Vorwürfe zurück

23 Okt 14
23. Oktober 2014

Als „falsch“ und „ehrabschneidend“ hat Klaus-Dieter Frankenberger, der Außenpolitikchef der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, den Vorwurf zurückgewiesen, er habe sich vom Sultan von Oman kaufen lassen und Gefälligkeitsberichterstattung betrieben.

Erhoben hat diesen Vorwurf der frühere FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte. Ulfkotte profiliert sich seit einigen Jahren als „Gegner von Qualitätsmedien“ und schreibt Bücher wie „So lügen Journalisten“, „SOS Abendland“, „Vorsicht Bürgerkrieg!“ und „Albtraum Zuwanderung“. Im Kopp-Verlag („UFOs — Generäle, Piloten und Regierungsvertreter brechen ihr Schweigen“) hat er das Buch „Gekaufte Journalisten“ veröffentlicht. Darin enthüllt er, dass es in Deutschland keine Meinungsfreiheit mehr gibt und Pressefreiheit „nur eine gut gespielte Illusion“ ist. Das Werk wird in der kommenden Woche Platz 13 der „Spiegel“-Bestsellerliste erreichen.

Ulfkotte, der sich nach eigenen Aussagen als Journalist von Shell „schmieren“ ließ und als Lobbyist des BND diente, beschreibt darin unter anderem, wie er sich in den neunziger Jahren vom Sultan von Oman korrumpieren ließ: Auf Kosten des autoritären Staatschefs sei er zu Besuchen eingeladen und mit bezahlten Luxus-Angeboten verwöhnt worden. Unter anderem habe der Sultan sogar seine „Ausbildung zum Padi-zertifizierten Rettungstaucher mit Jason Erodottu als privatem Tauchlehrer“ bezahlt. Er habe den kostenlosen Luxus als „Jackpot“ empfunden und entsprechend geschönt über das Land und seinen Diktator berichtet.

Wie er habe sich auch sein damaliger Kollege Frankenberger kaufen lassen, behauptet Ulfkotte, der suggeriert, dass die ganze Branche und insbesondere die FAZ so korrumpierbar und korrupt ist, wie er es war.

Gegenüber dem neuen Online-Magazin „Krautreporter“ widerspricht Frankenberger:

Tauchkurse hat vielleicht Herr Ulfkotte auf Kosten anderer gemacht, ich nicht. Der Vorwurf Herrn Ulfkottes, „wir“ seien korrupt gewesen, trifft jedenfalls für mich nicht zu.

Bei den Reisen nach Oman handelte es sich zum Teil um privatfinanzierte Reisen (z.B. 1995 und 1996), zum Teil um Einladungen des omanischen Informationsministeriums. Der von Herrn Ulfkotte erweckte Eindruck, hierdurch sei eine Gefälligkeitsberichterstattung meinerseits erfolgt, ist nicht nur falsch, sondern auch ehrabschneidend. Ich weise diesen Vorwurf entschieden zurück.

In jener Zeit konnte man als Journalist bestimmte Länder, zum Beispiel Oman, nur bereisen, wenn man von offizieller Seite eingeladen wurde. In den neunziger Jahren gab es in Oman nur ein einziges internationales Hotel, in dem sich Journalisten aufhalten konnten.

Den Eindruck zu erwecken, man könne mich mit einer finanzierten Reise „kaufen“ oder eine positive Berichterstattung erreichen (wie das Herr Ulfkotte in diesem und in anderen Fällen sich zuschreibt), ist ebenso lächerlich wie böswillig. Dies gilt für mich und im Übrigen für alle seriösen Journalisten.

Frankenberger weist auch den Vorwurf zurück, er sei ein „Lobbyist“, weil er Mitglied etwa im Beirat der Trilateralen Kommission, in der Atlantischen Initiative und im Institut für Europäische Politik war oder ist:

Die Mitgliedschaft ermöglicht Zugang zu Inhalten und Informationen, die notwendige Grundlage sind für eine seriöse und umfassende Berichterstattung. Dabei geht es gerade darum, über Dinge zu berichten, die ansonsten nicht den Weg in die Öffentlichkeit finden würden.

Auch hier scheint Herr Ulfkotte ein Verständnis von Journalismus zu haben, aus dem eine merkwürdige Anmaßung spricht und das obendrein den Geist der Verschwörung atmet.

Journalistische Unabhängigkeit ist ein für mich unabdingbarer Grundsatz meiner professionellen Tätigkeit. Weil das so ist, bin ich auch seit vielen Jahren für eine Redaktion tätig, die nach diesen Grundsätzen arbeitet und diese selbstverständlich auch immer wieder anhand von Einzelsituationen kritisch diskutiert und hinterfragt. Wenn das für Einzelne nicht immer gegolten hat, ist es aus meiner Sicht mehr als unlauter und journalistisch nicht besonders seriös, dies zu verallgemeinern, um aus dem daraus erhofften öffentlichen Skandalwert persönlichen Profit zu schlagen.

Ulfkotte sieht mit seinem Buch den „Armaggedon der Leitmedien“ gekommen. Die meisten seiner „Enthüllungen“ im Buch sind entweder bekannt oder falsch. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit einigen seiner Behauptungen erscheint in Kürze ist jetzt auf krautreporter.de zu lesen:

[Offenlegung: Ich schreibe regelmäßig für die FAZ.]

125 Gedanken
  1. 1
    Mela says:

    Wenn man zu schnell liest … ich habe den Tweet zuerst als „Ulfkotte der FAZ-Aussenpolitikchef“ geparst und wollte schon Schnappatmung bekommen. Aber dieser Teil der Welt ist doch noch in Ordnung. Puh.

  2. 2
    Alberto Green says:

    Dass der Herr Ulfkotte noch frei rumläuft so was publizieren kann, ist der beste Beweis für die Pressefreiheit.

  3. 3
    Schmitti says:

    So beim ersten überfliegen überkommt mich der Spruch:
    „Getroffene Hunde bellen“…
    Vielleicht liege ich aber auch komplett falsch…

  4. 4
    Povl says:

    Wenn das die Scoops der Krautreporter sind…

  5. 5
    Robert says:

    „Die Mitgliedschaft ermöglicht Zugang zu Inhalten und Informationen, die notwendige Grundlage sind für eine seriöse und umfassende Berichterstattung. Dabei geht es gerade darum, über Dinge zu berichten, die ansonsten nicht den Weg in die Öffentlichkeit finden würden.“

    Ist das wirklich die Grundlage des Journalismus oder ist das ein individuelles journalistisches Selbstverständnis, welches die Teilnahme an nicht-transparenten und nicht-partizipativen Diskurseliten rechtfertigen soll?

  6. 6
    Twipsy says:

    @5 Ich musste dabei spontan an Josef Joffe denken.

  7. 7
    Flinx says:

    Es gab schon immer „nicht-partizipative Diskurseliten“ und wird sie immer geben. Wenn Journalisten sich von diesen Kreisen bewusst distanzieren, machen Sie sie dadurch nur noch intransparenter. Das bringt niemanden etwas. Daraus die Unterstellung zu konstruieren, dass die Journalisten sich dann mit deren Sache gemein machen, ist ziemlich albern.

  8. 8
    Frank Reichelt says:

    Zwischen „Rettet das Zigeunerschnitzel“ und „Der Crash ist die Lösung“ ist das Werk bestens aufgehoben.
    Übrigens kann man Ulfkotte wegen des Gegenstands seiner Veröffentlichnungen ja durchaus als Medienjournalisten bezeichnen, er ist also ein Kollege von Herrn Niggemeier!

  9. 9
    Gerhard Schumacher says:

    „Die meisten seiner ‚Enthüllungen‘ im Buch sind entweder bekannt oder falsch.“

    Welche sind denn nun falsch? Dass sie bekannt sind, macht sie ja noch lange nicht akzeptabel.

  10. 10
    Lars says:

    „Die Mitgliedschaft ermöglicht Zugang zu Inhalten und Informationen, die notwendige Grundlage sind für eine seriöse und umfassende Berichterstattung. Dabei geht es gerade darum, über Dinge zu berichten, die ansonsten nicht den Weg in die Öffentlichkeit finden würden.“

    Versteh ich nicht.
    Diese Worthülse bringen die Joffes und Co. immer wieder.
    Und ich fühle mich immer noch verschaukelt.

    Wenn jetzt (beispielshalber) die SPD beschlösse, Infos nur noch Mitgliedern zukommen zu lassen, träte dann der Innenpolitikressortchef der FAZ der SPD bei, um dann neutral und unabhängig über die SPD berichten zu können?

    Mitglied eines Vereins wird man, weil man die interessen und Ziele des Vereins teilt – das mag ja gegebenfalls aller Ehren wert sein. Aber mit journalistischer Unabhängigkeit hat das nichts zu tun, nada, niente, nitschewo.

  11. 11
    Floch says:

    Von den Schnipseln die im Internet zu lesen waren, war ich etwas positiv überrascht (angesichts Autor und Verlag, nicht unbedingt Aushängeschilder der Seriosität), weil Ulfkotte im Gegensatz zu früher scheinbar durchaus auch selbstkritisch und ernsthaft von seinen Erfahrungen mit Korruption im Journalismus berichtet. In dieser Rezension werden die Passagen auch als lesenswert eingestuft: http://www.nachdenkseiten.de/?p=23539 , allerdings wird der Rest des Buches überwiegend negativ bewertet („Ansonsten ist das Buch voll von Widersprüchen der skizzierten Art und von sonderbaren Bewertungen“).
    @9: In der verlinkten Rezension wird auch kurz auf die angesprochenen bekannten Sachen eingegangen (u.a. die Untersuchungen des Medienwissenschaftlers Uwe Krüger, die in letzter Zeit debattiert wurden, u.a. im Zusammenhang mit einer Klage von Joffe gegen „die Anstalt“, Infos finden sich weitere im Netz dazu)

  12. 12
    Papadopoulos says:

    Offenlegung: der Niggi gehört auch zu den krautreportern.
    Nur so am Rande.

  13. 13
    Der lustige Astronaut says:

    Offenlegung:

    Ulfkotte macht Urlaub in Neuschwabenland. Und zwar MIT Reptilienmenschen. Verräter.

  14. 14
    jj preston says:

    @Twipsy (#6):
    Den Gedanken hatte ich auch. Die Sendung, in der Max Uthoff äußerte, er würde alles unterstützen, was Josef Joffe dazu bringe, auf seinen Laptop zu kotzen, nannte derartige Vereinigungen ja passenderweise „transatlantische Swingerclubs“. Und die Stellungnahme Frankenbergers macht’s nicht gerade besser.

    @Papadopoulos (#12):
    Wäre eine gute Ergänzung gewesen, ja…

  15. 15
    dan says:

    „In jener Zeit konnte man als Journalist bestimmte Länder, zum Beispiel Oman, nur bereisen, wenn man von offizieller Seite eingeladen wurde. In den neunziger Jahren gab es in Oman nur ein einziges internationales Hotel, in dem sich Journalisten aufhalten konnten.“

    Ich will hier ja weissgott nicht den Ulfkotte verteidigen, aber wer sowas schreibt und als Rechtfertigung verwendet sich Sachen bezahlen zu lassen, der hat scheinbar ein Verständnis von Journalismus, das nicht über embedded missions hinausgeht und Harmonie mit allen Staatsorganen auch ganz unabhängig vom Staat und den Zuständen dort als Arbeitsgrundlage begreift.

    Finde ich jetzt auch ohne die folgende Worthülse zur Lobbyismusvorwurfentkräftung extrem uncool.

  16. 16
    Schorsch says:

    Da ich mir immer schon so doof vorkomme, wenn ich von diversen Prominenten in Talkshows noch nie was gehört habe: Es scheint ja etwas Besonderes zu sein, bei Jason Erodottu Tauchunterricht zu haben. Wer zur Hölle ist Jason Erodottu?

  17. 17
    Stefan Niggemeier says:

    @Schorsch: Lustig, Google scheint „Jason Erodottu“ auch nur aus Ulfkottes Buch zu kennen. Ich habe keine Ahnung, wer das sein soll und ob es den Mann womöglich nur im Kopf von Ulfkotte gibt.

  18. 18
    Frank Reichelt says:

    Vielleicht sollte man mal die Söhne von Diether Krebs fragen, die müßten den Mann ja auch kennen, wenn die beiden bei dem Tauchunterricht hatten.

  19. 19
    wolf says:

    Ulfkotte hin oder her; die Schwierigkeit ist doch, dass Herr Frankenberger seine eigene Beinflussbarkeit nicht bemerkt. Natürlich lassen wir (Menschen) uns durch Geschenke und bezahlte Reisen beeinflussen, das muss auch gar nicht so offensichtlich sein.
    Aus der Medizin ist ja aus Studien bekannt, dass man sich selbst nicht beeinflussbar hält, aber alle anderen. Daraus folgt, dass man sich immer für beeinflussbar halten muss, auch wenn man denkt, das dem nicht so ist.
    Das gleiche sollte also auch für Journalisten gelt. Wenn das Informationsministerium von Omam Flug und Unterkunft bezahlt verfolgt es einen Zweck. Und auf einer unterbewussten Ebene wird es auch die Berichterstattung beeinflussen. Es bleibt die Frage, ob es andere Möglichkeiten gibt.

  20. 20
    Sten Sugarwoman says:

    Ich habe das Buch gelesen. Wenn man die schrottpolemik (absurder Drogenkonsumvorwurf an anfang etc.) mal weglässt sind schon ein paar ganz interessante feststellungen dabei, die Frankemberger mit seiner Erklärung nicht wirklich ausräumt. Was zum beispiel ist mit dem Verhältnis BND/Faz? Geheimdienstler sollen in Ulfkottes Namen Faz-Artikel verfasst haben mit wissen der faz-spitze. Warum erklärt sich da frankenberger nicht zu? Wenn es eine lüge ist, warum verklagt man ulfkotte nicht? Unter dem Strich kommen (selbst wenn nur die hälfte stimmen sollte) Faz, aber auch Sz und co. ziemlich mies dabei weg.

  21. 21
    Tim says:

    Ungeachtet des Inhaltes des Buches/der Bücher (den ich nicht kenne) disqualifizieren sich diese meiner Meinung nach bereits durch die unnötig reißerischen oder aufdrängenden Titel.
    Wer Bücher mit Namen die an Bild-Schlagzeilen erinnern veröffentlicht muss sich nicht wundern, wenn auch der Inhalt mit diesem Blatt verglichen wird.

  22. 22
    Rudolf Horbas says:

    In jener Zeit konnte man als Journalist bestimmte Länder, zum Beispiel Oman, nur bereisen, wenn man von offizieller Seite eingeladen wurde. In den neunziger Jahren gab es in Oman nur ein einziges internationales Hotel, in dem sich Journalisten aufhalten konnten.

    Das ist IMO schlicht falsch. Ich war 1999 im Oman auf Radtour, da war das Land, soweit ich das mitbekommen habe, ohne große Einschränkung bereisbar (und in den Reiseberichten schwärmte man schon länger von seiner Weltoffenheit). Was der Herr vermutlich meint: es gab nur ein Hotel, das seinen gehobenen Ansprüchen genügte.

  23. 23
    Sigur Ros says:

    @Tim(#22): Vollkommene Zustimmung. Schon alleine die Zitate in Niggemeiers Text reichen aus, um zu wissen, wie ernst man das ganze nehmen kann. Wenn ich schon was lese wie, dass „Meinungs-/Pressefreiheit nur eine gut gespielte Illusion“ sei – typische Verschwörungstheoretiker-Rheotorik in Reinkultur. Aber im Kopp-Verlag, wo auch andere von den bösen, gleichgeschalteten Mainstream-Medien Missverstandene wie etwa Frau Herman nach wie vor ihr Unwesen treiben, passt er damit ja perfekt hin. Wenn er was ernsthaftes zu sagen hat, kann er sich gerne eine seriöse Plattform suchen.

  24. 24
    Martin Böttger says:

    Ulfkotte und Frankenberger sind eigentlich beide schon lange abgehakt, für mich. Aber für viele anscheinend nicht, darum muss das wohl sein….
    Und diese widerliche rechte Ranschmeisse an Gesellschafts- und Medienkritik, für die Ulfkotte nur ein Einzelbeispiel ist, ja, kann sein, dass die sogar gefährlich ist.

  25. 25
    Thomas says:

    Na wenn Herr Niggemeier sagt, das Buch ist doof,
    und bei der FAZ ist und war niemand korrupt,
    dann ist ja alles in Ordnung mit der Medienwelt.

    Dann sollten wir das auch so auf sich beruhen lassen.
    Er muss es ja wissen, da er sich für seine unabhängiges Insiderwissen verfügt, und warum sollte er die Unwahrheit behaupten?

    Das alles macht doch keinen Sinn.

    Unsere Medien sind total frei und unabhängig und vor allem ständig der Wahrheit und Objektivität verpflichtet.

    Wem das nicht selbstverständlich ist, der ist nur ein Träumer und total blöder Verschwörungstheoretiker. Nicht ernstnehmen diese Leute.

  26. 26
    polyphem says:

    @ #16, #17:
    „Erodottu“ ist ein Anagramm für „Udo Torte“. Und „Jason“, das ist der, der beim Tauchen vom Wal verschluckt wurde.

  27. 27
    nömix says:

    @ 17: Möglicherweise heißt der Mann Jason Erodotou, er scheint in einigen Suchtreffern im Zusammenhang mit „diving“ auf.

  28. 28
    Eisboer says:

    @Thomas:

    Offensichtlich hast du keine Ahnung was Stefan Niggemeier sonst noch schreibt. Ich kenne keinen zweiten Journalisten (was nicht heißt, dass es die nicht gibt), der so regelmäßig über Fehler von anderen Journalisten schreibt.

    Wie man also aus dem Text liest: „(…) alles in Ordnung mit der Medienwelt.“, musst du mir mal genauer erklären. Mir fehlt da die Fantasie.

  29. 29
    alter Jakob says:

    @Rudolf Horbas #23:
    Ich vermute der Unterschied liegt in den Worten „als Journalist“. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Radtourist keine Probleme mit dem Staat bekommt, ein unabhängiger Berichterstatter aber gleichzeitig größeren Einschränkungen unterliegt. Möglicherweise war das Hotel das einzige, in dem Journalisten wohnen durften, wenn sie denn überhaupt ins Land reingelassen wurden.

  30. 30
    gnaddrig says:

    @ Lars (#10): Mitglied eines Vereins wird man, weil man die interessen und Ziele des Vereins teilt

    Sagen Sie. Vielleicht treten manche ja wirklich nur bei, um an die internen Informationen zu kommen. Ob die Joffes, Frankenbergers usw. das tatsächlich tun, weiß ich natürlich nicht. Aber so abwegig finde ich den Gedanken nicht.

    @ alter Jakob (#30): Dann hätte man als interessierter Journalist vielleicht als Tourist verkleidet einreisen können (ähnlich, wie man einem Verein nur zur Informationsgewinnung beitreten könnte), und hinterher berichten.

    Ob und inwiefern man sich damals in Oman frei bewegen konnte, Zugang zu den interessanten Leuten/Stellen bekommen konnte, und ob man sich durch so eine Undercover-Aktion in Oman zur Persona non grata gemacht hätte, weiß ich natürlich nicht. Totalitäre Regime neigen in der Regel zu einer gewissen Humorlosigkeit was das Ausplaudern von Interna und sensiblen (im Zweifelsfall also allen!) Informationen angeht.

  31. 31
    Jörg Marsilius says:

    Die Art und Weise, wie hier Herr Niggemeier Herrn Ulfkotte angeht, kommt mir schon etwas seltsam vor. Aber gut, er wird seine Gründe haben. Wenn nun Herr Frankenberger seine Sicht der Dinge darlegen darf, so ist das aber noch lange nicht als letztgültige Wahrheit oder Gegenbewies zu nehmen. [Sorry, „Faktencheck“ heißt ja jetzt das Zauberwort der Medienkünstler.] Es steht also Aussage gegen Aussage. Wenn nun alles falsch sein sollte an Ulfkottes Buch, muss man sich die Frage stellen: Was treibt ihn zu diesen Aussagen? Schließlich muss ihm klar sein, dass er es sich mit der deutschen Presse gründlichst verdorben hat. Ob da sein Buch als Kompensation ausreichend ist? Werden seine eventuell maßlos übertriebenen Darstellungen durch ihre Übertreibung grundsätzlich irrelevant – oder lohnt es sich nicht doch, genauer hinzuschauen? Dass auch engagierte Journalisten wie Herr Niggemeier nicht zwangsläufig die Weisheit mit Löffeln gefuttert haben, ist wohl eine Binsenweisheit der Mediensoziologie. Natürlich spielen bei jedem Artikel persönliche Interessen und Überzeugungen eine Rolle, wie auch nicht. Oder hält er sich tatsächlich für so unfehlbar, dass er als der lebende Beweis gegen Luhmann und Co. gelten kann? Verwunderlich wäre es, wenn Ulfkottes Kollegen (auch wenn sie das nicht gerne hören) nicht munter auf ihn einschlagen würden. Das liegt in der Natur der Sache. Aber ich hätte ihm auch den Ratschlag gegeben, sich nicht mit Stefan „Marcel“ Niggemeier anzulegen. Uppss, ich wollte gar nicht auf „abschicken“ klicken …

  32. 32
    Anderer Max says:

    Cahoots als Browserapp sei hier noch mal eben empfohlen!

  33. 33
    Gernot says:

    Wer wissen will, wie Herr Ulfkottes Weltbild aussieht, sollte sich einfach mal auf den Seiten des Kopp Verlages und bei Kopp-Online umsehen. Früher hat er sich mit seinem Ex-Arbeitgeber FAZ gebrüstet. Eine kurze Zeit galt er beim ZDF als Terrorismus-Experte.
    Sein Wikipedia-Eintrag ist auch interessant.

  34. 34
    Wilz says:

    @ gnaddrig 31

    Doch, es ist abwegig. Einfach mal die Texte von z.B. Joffe lesen. Problematisch ist auch nicht so sehr, dass es mal _einen_ Journalisten gibt, der sich in solchen Netzwerken rumtreibt und deren Propaganda verbreitet, sondern dass derlei Journalisten zu Hauf bei vielen großen Medien in herausragenden Positionen arbeiten. Beim Axel Springer Verlag steht die deutsch-sowjetisch…ähm deutsch-amerikanische Freundschaft ja sogar öffentlich in den journalistischen Leitlinien.

    2003, als die Regierung Schröder dem Irak-Krieg ablehnend gegenüberstand, da haben Joffe & Co. öffentlich bekundet, dass sie keine Mühen scheuen werden, die „Freundschaft“ der Bundesrepublik mit den USA zu stärken. Da zeigt sich prima die Grundeinstellung der Transatlantiker: Krieg oder nicht, wir halten zu den USA. Und so jemand soll dann objektiv berichten?

  35. 35
    Eisboer says:

    @Jörg(#32)
    Was sollen die ganzen ad hominem „argumente“? Sie können doch den Faktencheck von Niggemeier überprüfen. Wieso sollte er dafür die „Weisheit mit Löffeln gefuttert haben (…)“?

    Ebenso behauptet Niggemeier nicht, dass „(…) alles falsch sein sollte an Ulfkottes Buch(…)“. Ich empfehle den längeren Artikel auf Krautreporter.de. Einfach mal das Fazit lesen, natürlich stimmt Niggemeier Ulfkottes Kritik teilweise zu.

    Zitat: „Aber bei aller berechtigten Kritik am Zustand des deutschen Journalismus: Ulfkotte ist weder ein verlässlicher Zeuge noch ein brauchbarer Chronist.“

  36. 36
    Flügelschlag says:

    Wieder so ein Buch von so einem „deklassierten“ Mann, das einen Aufstand mobilisieren will, indem es Angst schürt. AfD, PI, Montagsdemos, Verschwörungstheorien usw….: sie alle eint die Angst und das vage Gefühl zunehmender Macht- und Bedeutungslosigkeit, weil es für den weißen, heterosexuellen Mann keine Privilegien mehr geben soll.

  37. 37
    Rainbow says:

    @Flügelschlag
    Die Angst schürt eine Medienlandschaft, die im Gleichschritt marschiert:
    Der Krieg rückt näher – Schuld daran sind immer die anderen – Bundeswehr aufrüsten – wieder „Verantwortung“ übernehmen …..
    Dass jetzt mal aufgeklärt wird über die Nähe von Militärplanung/ Geheimdienst und Journalismus sehe ich als eine Chance.

  38. 38
    Sigur Ros says:

    @Rainbow: Keiner schürt Ängste so geschickt wie Propaganda-Portale von Schlage Kopp und PI. Zum Kopp-Verlag ganz interessant und aufschlussreich ist diese Analyse der 10 meistgelesenen Kopp-News: http://meedia.de/2014/07/10/das-web-erfolgsrezept-der-verschwoerungstheoretiker-vom-kopp-verlag/

  39. 39
    Stefan2 says:

    @ Sigur Ros 24. Oktober 2014 um 19:42
    Komisch nur, das bei ihrem Denunziantenlink zum „Qualitätsmedium meedia“ (in der Hand vom „Qualitätsmedium Handelsblatt“) fast keine Bücher vom Kopp-Verlag dabei sind. Guggst du vielleicht noch mal nach:
    http://meedia.de/2014/07/10/das-web-erfolgsrezept-der-verschwoerungstheoretiker-vom-kopp-verlag/
    Und wer einen Frankenberger als glaubwürdige Quelle hinzaubert, wie ein gewisser stefan – niggemeier ist für mich auch nur noch eine typische Berliner links-grüne durchgegenderte Journalisten-Witzfigur. Also ein guter Krautreporter.

  40. 40
    Stefan Niggemeier says:

    Ich hab den Link #40 jetzt extra aus dem Spamfilter geholt. Wär doch schade, wenn das untergegangen wäre, dass ich eine „typische Berliner links-grüne durchgegenderte Journalisten-Witzfigur“ bin.

    („Durchgegendert“ ist toll. Wie würde man das als Verb verwenden? „Er hat sie nach allen Regeln der Kunst durchgegendert“?)

  41. 41
    Stefan Pannor says:

    So viel Zeit muss sein: „Er hat sie nach allen Regeln der Kunst linksgrün durchgegendert“?)

    Warum da jetzt bei den Büchern aus dem Kopp Verlag keine Bücher aus dem Kopp Verlag dabei sind, verstehe ich nicht.

    Ganz kurz @gnaddrig:

    „Dann hätte man als interessierter Journalist vielleicht als Tourist verkleidet einreisen können (ähnlich, wie man einem Verein nur zur Informationsgewinnung beitreten könnte), und hinterher berichten.“

    Siehe:

    „Bei den Reisen nach Oman handelte es sich zum Teil um privatfinanzierte Reisen (z.B. 1995 und 1996)“

  42. 42
    Rainbow says:

    @Sigur Ros
    Ehrlich gesagt, das Ulfkotte-Buch aus dem Kopp-Verlag hat meine Ängste nicht geschürt.
    Es hat mich oft zum Lachen gebracht.
    Ich lache schon länger über die neuesten „Terrorwarnungen“ der Leitmedien, was da an Panik verbreitet wird.
    Ich will mich aber nicht nur lustig machen über brave Bürger, die alles glauben.
    Die Deutschen haben zwei mal in 100 Jahren ihren Leitmedien geglaubt und sind artig in zwei furchtbare Kriege gezogen.
    Sigur Ros, die Deuztschen wurden belogen. Ja ? … OK.
    Aber – diesmal soll es anders sein ? Glauben Sie das nicht.

    Goebbels soll nach seiner Inhaftierung den Trick verraten haben:
    „Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“

    Ich denke, wir sind „kurz davor“, es kann bald wieder losgehen.
    24 Stunden an 7 Tagen werden Manöver geflogen.
    Sehr viele hoch erfahrene Politiker warnen.
    Von rechts bis links das spielt überhaupt keine Rolle.
    Und die Medien also die Leitmedien berichten nicht.
    Stattdessen: Putin, ISIS, Ebola ..
    Gekaufte Journalisten verkaufen Angst.
    Nur ? Man kauft sie nicht mehr, das beruhigt.

  43. 43
    Nick Smith says:

    Die Frankenberger Artikel zu Oman sind schon merkwürdig positiv. Sicherlich, Oman ist liberaler als Saudi-Arabien, aber wenn man sich allein mal seinen Artikel von 2011, „Nach dem Weckruf“, durchliest [http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/oman-nach-dem-weckruf-11515150.html], und dann die Menschenrechtsberichte gegenliest, können einem schon Zweifel kommen, denn die Diskrepanz ist offenkundig. … Was er Oman durchgehen lässt, wäre für ihn anderswo eine Manifestation des absolut Bösen. … Ich kann nichts zu dem Ulfkotte-Buch sagen, ich habe es nicht gelesen, aber es ist schon so, empirisch belegbar: die Mitglieder dieser Atlantik-Clubs berichten ihrer Mitgliedschaft entsprechend, ob sie es leugnen oder nicht.

  44. 44
    Linus says:

    Ich finde das ja sehr bezeichnend, dass Ulfkotte sich mehrmals nicht entblödet ausgerechnet nun sich selbst als Beleg für seine kruden Thesen anzuführen. Ich war ein bestechlicher Journalist, der anderen nach dem Mund geschrieben und unrecherchiertes Zeug in die Welt geblasen hat? Dann müssen das alle sein, dann seh ich wenigstens nicht allein so armselig aus.

    Das Schlimme an diesen Verschwörungshanseln mit ihrer Angst und ihrem Hass ist nicht das Zeug, dass sie faseln, sondern dass sie damit jedwede Art der berechtigten Medien- und sonstigen Kritik komplett diskreditieren. Die Welt ist schwarz. Und weiß. Und der Feind meines Feindes ist mein Freund. Amis sind doof. Amis finden Putin doof. Also find ich Putin gut.

    Ganz abgesehen davon, dass ich mich wirklich und ehrlich frage, ob den Leuten, die ständig zum Selberdenken und zur Skepsis aufforden und dabei unkommentiert auf irgendwelche obskuren Quellen verweisen, der Widerspruch nicht mal ansatzweise aufgeht. So doof kann man doch eigentlich gar nicht sein.

  45. 45
    Nick Smith says:

    Lassen wir doch dieses verunglückte Vokabular von „Verschwörungshanseln“ einmal weg. Herrn Klaus-Dieter Frankenbergers Reisen in den Oman resultierten soweit in super positiven Reportagen. Jedenfalls im Vergleich. … Herr Niggemeier, ich baue hier auf Ihre Integrität.

  46. 46
    Linus says:

    @Nick Smith

    Doch, Verschwörungshanseln trifft es genau. Demnach kann Frankenberger nicht einfach ein schlechter Journalist sein, der Schülerzeitungsaufsätze über den Oman schreibt, sondern er muss eine korrupte Marionette des Transatlantischen Bündnisses sein.

  47. 47
    Linus says:

    @Rainbow

    Wenn Sie hier schon mit vermeintlichen Lehren aus der Geschichte Ängste vor dem 3. Weltkrieg schüren, sollten sie vielleicht erstmal Ihre Quellen nicht ganz so oberflächlich studieren. Das Zitat ist nicht von Goebbels, sondern von Göring. Und klar, son morphinsüchtiger Phantasieuniformträger ist schon echt eine Instanz in Sachen Volksverdummung.

  48. 49
    DaW says:

    @ Tim, # 22

    [i]“Ungeachtet des Inhaltes des Buches/der Bücher (den ich nicht kenne) disqualifizieren sich diese meiner Meinung nach bereits durch die unnötig reißerischen oder aufdrängenden Titel.“[/i]

    Sehr richtig. Ein Buch, das man gar nicht anzufassen braucht, erkennt man relativ leicht: am (nicht ironischen) Gebrauch des Wortes „Wahrheit“ oder an Fragewörtern („Was nun zu tun ist“, „Wie die da oben uns…“ usw.)

    @ Linus:

    Wie immer gut auf den Punkt gebracht, danke.

  49. 50
    Schorsch says:

    Hmm? … Ah! Links grün gegendert ->

  50. 51
    Thomas says:

    Sorry fürs OT, aber wann gehts denn bei den krautreportern weiter? Also mit weiteren Artikeln meine ich? Weil es ist Wochenende und da hätte man ja gut Zeit zum Lesen …

  51. 52
    meykosoft says:

    @ 43 Rainbow
    ZU:“Goebbels soll nach seiner Inhaftierung den Trick verraten haben:
    „Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“

    Scheint wohl was dran zu sein. Laut einer recht beeindruckenden ZDF-Doku haben die amerikanischen Präsidenten das auch seit einigen Jahren mitbekommen…

    Hier noch einmal der Link zur ZDF-Info-Doku (evtl. als Tatort-Alternative):
    http://bit.ly/1lGQQku (…sie waren in einem alle gleich…)

  52. 53
    Linus says:

    @meykosoft

    Was jetzt amerikanische Präsidenten mit Ulfkotte zu tun haben, wird von Ihnen aber verschwiegen? Oder meinten Sie die Lügen?

  53. 54
    kdm says:

    @45 Linus:
    Alle sind also doof, außer Linus (?)

  54. 55
    kdm says:

    Dass Joffe, Frankenberger, Kornelius, Nonnenmacher, Diekmann et. al. Und doie Blödzeitung, Bunte und SpOn so sind wie sie nun mal leider sind, war schon VOR Ulffkotte sehr bekannt.
    Dass Ulfkotte das nun nochmal (als eigene Erkenntnis oder gar Recherche) auftischt, und dann dazu reichlich Unausgegorenes, gar Falsches dazutut, DARUM geht’s.

  55. 56
    Hendrik says:

    Fände es jetzt nicht so gelungen, wenn das Blog die Anfixe/ „Re-Tweet“/ Werbetrommel für Krautreporter würde. Die Geschichte steht umfassender, aber inkl. der Frankenberger Replik bei KR. Reicht doch.

  56. 57
    meykosoft says:

    @ 54 Linus
    „Was jetzt amerikanische Präsidenten mit Ulfkotte zu tun haben, wird von Ihnen aber verschwiegen? Oder meinten Sie die Lügen?“

    Naja, falls der etwas plakative Sendungsbeginn dieser verlinkten Dokumentation „überstanden“ ist, geht es nach einigen Minuten gezielt um die willfährige und unreflektierte Weiterverbreitung der Regierungsaussagen (Lügen), mittels maßgeblicher Medien. Das besonders in der zweiten Hälfte der Sendung gezeigte Konformitätsverhalten einiger Journalisten ist, gelinde gesagt, peinlich und beschämend. In wieweit dieses „Mitmachverhalten“ auch deutsche Journalisten betrifft, wird in Zukunft, zumindest für interessierte Medienkonsumenten, vermutlich immer noch ein wenig klarer zu erkennen sein…

    Dazu auch:
    Nicht alle Journalisten in einen Topf werfen! Sortierungs-Tool „Cahoots“: http://bit.ly/1rkC0Gs

  57. 58
    evaclaudia says:

    Goebbels soll nach seiner Inhaftierung den Trick verraten haben:
    „Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“

    Soweit ich das überblicke, wurde Goebbels nicht inhaftiert, er hat (zusammen mit seiner Frau) Gift geschluckt, bevor die Russen kamen.

  58. 59
    meykosoft says:

    @ 59 evaclaudia
    „Goebbels nicht inhaftiert…“
    Sehr aufmerksam. Danke. So war wohl angeblich der Verlauf!

    (Wobei, er hat ja bekanntermaßen wohl schon zu Lebzeiten viel erzählt…)
    ;-)

  59. 60
    Linus says:

    @meykosoft

    Nochmal: Das Zitat ist nicht von Goebbels. Sondern, wenn überhaupt, von Göring. Das kann man ganz leicht rausfinden. Wenn man nicht gerade damit beschäftigt ist, Medien mangelnde Recherche und Korruption vorzuwerfen.

  60. 61
    KMMTRX says:

    Ihr müsst lernen, die Personalpronomen korrekt zu verwenden. Korrekt muss es heißen: »SIE hat IHN nach allen Regeln der Kunst linksgrün durchgegendert.«

    Zur Sache: Es ist ziemlich durchschaubar, dass nur Ufo Ulfkotte sich durch die Geschenke, Urlaube, Einladungen und sonstige Vergünstigungen korrumpieren ließ, während alle anderen Journalisten die nur erduldet haben, um eine seriöse und umfassende Berichterstattung zu ermöglichen. Mit dem Buch kassiert er jetzt sogar doppelt ab! Wenn er seriös wäre, würde er das Geld an die Krautreporter spenden.

  61. 62
    Wilz says:

    @ Linus 47

    Du hast vollkommen Recht. Frankenberger ist „einfach nur schlechter Journalist“ und seine seine Mitgliedschaften in einem halben Dutzend ademokratischer und pro-amerikanischer Lobbyvereine sind ebenso Zufall, wie sein Posten als Chef des Außenpolitikressorts bei der FAZ.

    Das hat man ja heutzutage häufig: man schreibt gerade ein paar mistige Artikel über den Oman und schwupps, schon wird einem das Außenpolitikressort einer altehrwürdigen Zeitung angetragen.

    Und da sag noch einer, Ulfkotte würde wunderliche Thesen verbreiten…

  62. 63
    Susanne says:

    Kann es sein, dass manche Journalisten immer noch nicht gecheckt haben, welche Verantwortung sie haben und wie man ihr gerecht wird? Vielleicht ist sich Frankenberger tatsächlich keiner Schuld bewusst…

  63. 64
    Gottloser says:

    Ist doch unnötig zu einem Buch aus dem Kopp-Verlag eine Gegendarstellung zu verfassen. Wer dort Bücher bestellt um sich „weiterzubilden“ und „zu wissen was wirklich passiert“ glaubt dieser eh nicht – und wer das nicht tut, der braucht sie auch nicht.

  64. 65
    Swissli says:

    Endlich beginnt im deutschen Mediendschungel eine ernsthafte Diskussion um Udo Ulfkottes Buch „Gekaufte Journalisten“. Das ist höchste Zeit und Stefan Niggemeier gehört dafür grosses Lob.

    Jedoch geht Niggemeier viel zu unkritisch mit der derzeitigen Praxis der Leitmedien ins Gericht. Natürlich lässt sich an Ulfkotte und an seinem Buch einiges aussetzen, doch wie einseitig die Leitmedien beispielsweise bei der Ukraineberichterstattung waren, lässt sich nunmal nicht wegreden. Es wäre daher auch höchste Zeit einmal der Frage nachzugehen, warum in den meisten wichtigen Fragen unsere Leitmedien immer dieselbe Antwort haben. Das dürfte in einer Demokratie eigentlich nicht passieren.

    Diesbezüglich würde ich die These von Ulfkotte umdrehen. Die Leitmedien schreiben nicht deshalb proamerikanische „Propaganda“, weil sie vom Geheimdienst geschmiert werden, sondern man wird nur Redakteur einer einflussreichen Zeitung, wenn man schon von sich aus die Sichtweise der EU, der NATO und der USA vertritt.

    Dies finde ich jedoch kläglich einseitig. Anders gesagt, werden die Chefposten in den deutschen Leitmedien – so wie ich es als zeitungslesender Mensch beurteilen kann – nur von Leuten besetzt, die die gleiche Meinung vertreten, wie diejenigen, die schon einen Chefposten haben.

    Diese Vorgehensweise untergräbt jedoch einen demokratischen Diskurs, der die Meinung, die nicht Mainstream-tauglich ist, als ebenbürdig gelten lässt. Leute wie Schirrmacher vertraten diese Politik noch ansatzweise. Schade, dass solche Leute heute nicht mehr anzutreffen sind.

    Nicht einmal mehr in der Schweiz findet eine möglist fundierte und objektive Ausland-Berichterstattung statt, in der Schweiz, die ja als eigenständiges und souveränes Land nicht unbedingt alles toll finden müsste, was die NATO, die EU und die USA machen. Aber wichtige Zeitungen wie die NZZ berichten leider auch nur noch pro-NATO (beispielsweise der Auslandchef der NZZ Eric Gujer). Löbliche Ausnahme ist die «Weltwoche». In dieser Zeitung finden noch wirkliche Diskurse und gut recherchierter Journalismus statt (auch wenn die innenpolitische Berichterstattung recht bürgerlich rechtslastig ist). Über diesen einseitigen Journalismus würde ich auf diesem Blog gerne mehr lesen. Auch wenn dadurch der eine oder andere Kollege Niggemeiers sein Fett wegkriegen würde.

  65. 66
    Hannebambel says:

    Meiner Beobachtung nach ist Klaus-Dieter Frankenberger von der FAZ ein besonders strammer Transatlantiker mit einem entsprechenden Sendungsbewusstsein, das einem angeblich unabhängigen Journalisten nicht gut zu Gesicht steht. Frankenberger ist ein Mann der doppelten Standards: Was er Oman, Saudi-Arabien, der Poroschenko-Ukraine und selbst der USA an Menschenrechtsverstößen en passant durchgehen lässt, dichtet er Putin – gern auch ohne Beweise – an und spielt sich dann als Moralapostel auf.
    Udo Ulfkotte kritisiert da wahrlich keinen Falschen.

  66. 67
    Stefan Niggemeier says:

    @Hannebambel: Woher kommt der Schluss von „strammer Transatlantiker“ zu „nicht unabhängig“? Kann Frankenberger nicht einfach ganz unabhängig, unbezahlt, ungekauft zu seinen Überzeugungen gekommen sein, die er entsprechend offensiv vertritt?

    Oder gern auch umgekehrt gefragt. Ich halte Udo Ulfkotte für einen strammen Islamophobiker, und an seinem Sendungsbewusstsein kann ja wohl kein Zweifel bestehen. Warum stellt man seine Unabhängigkeit nicht in Frage?

    Nebenbei: Sie meinen, dass die „Menschenrechtsverstöße“ in den USA mit denen in Russland vergleichbar sind, wenn man dieselben Standards anlegt?

  67. 68
    DaW says:

    @ Swissli:

    Das Handelsblatt (das übrigens im selben Verlag wie „Die Zeit“ erscheint) hat in der Ukraine-Krise die westliche Politik, insbesondere die Sanktionen, überwiegend kritisch kommentiert. Erst letzte Woche war ein doppelseitiges Interview mit Matthias Platzeck prominent platziert. Dabei ist ihm (dem Handelsblatt) das seltene Kunststück gelungen, dabei nicht in pathetischen Putin-Jubel auszubrechen, sondern beide Seiten kritisch zu betrachten. Auf der anderen Seiten gibt es ja dann noch Junge Freiheit & Co, die von Putin gar nicht genug bekommen können.

    Das Problem ist auf beiden Seiten, dass sich wohl die wenigsten Journalisten die Mühe gemacht haben, sich mit der Ukraine näher zu beschäftigen und stattdessen einfach ihre eigenen Weltbild-Brillen aufgesetzt haben, um die Situation zu erklären. Der Maidan war dann – je nach Standpunkt – Ausdruck eines freiheitsliebenden, nach Westen strebenden Volkes oder eine Ansammlung von Faschisten. Dass er einfach zu komplex war, um ihn mit einfachen Schubladen zu erfassen, kam den wenigsten in den Sinn.

    Und so zieht es sich durch die ganze Berichterstattung: entweder die USA sind gut und Russland schlecht, oder Russland ist gut und die USA sind schlecht. Zwischentöne sind unerwünscht, und dass man womöglich sogar beide kritisieren kann, scheint inzwischen für einige außerhalb der eigenen Vorstellungskraft zu liegen. Auch in dieser Hinsicht ist das Handelsblatt sehr positiv aufgefallen; in meinem persönlichen Ansehen ist es in den letzten Monaten sehr gestiegen, obwohl ich wirtschaftspolitisch nicht immer mit ihm übereinstimme.

  68. 69
    Swissli says:

    Das Problem ist ja nicht, dass Frankenberger ein „strammer Transatlantiker“ ist. Das Problem ist, dass von der NZZ, über die Süddeutsche, die FAZ, die Welt, die ZEIT, die taz, der SPIEGEL etc. eigentlich nur noch „stramme Transatlantiker“ in die Tasten hauen. Das dürfte in einer Demokratie, die vom Meinungskampf verschiedener Ansichten lebt, eigentlich nicht passieren.

    Zu sagan, dass all die Journalisten vom Geheimdienst gekauft wurden, ist eine zu vorschnelle Analyse, dass jedoch in den Leitmedien beinahe nur noch Journalisten schreiben, die sich die meisten bei vielen Themen einig sind, ist mehr als offensichtlich.

    Und genau in diesem Punkt spricht Ulfkotte etwas wichtiges an, das man ernst nehmen sollte, auch wenn es aus der Feder des falschen Mannes kommt und beim falschen Verlag publiziert wurde.

    Wenn aus allen Kanälen und bei allen Zeitungen nur noch einstimmig dieselbe Ansicht posaunt wird, besteht die Gefahr, dass eine Ansicht zur vermeintlichen Realität wird. So, wie dies bei der schwarz-weiss Berichterstattung über den Ukrainekonflikt passiert ist, die viele Leute nicht mehr goutieren (ich denke, dass Ulfkottes Buch von diesem Misstrauen gegen die Leitmedien, das während des Ukrainekonflikts exponentiell anwuchs, sehr stark profitiert).

    Von Anfang an war der Schuldige des Konfliktes ausgemacht, nämlich Russland und insbesondere Putin. Auch wenn Putin eine Mitschuld nicht abgesprochen werden kann, würde ich von Qualitätsmedien wie der FAZ erwarten, den Konflikt in der ganzen Breite und Tiefe zu beleuchten. Dies geschah jedoch nicht und gegenteilige Meinungen wurden weder ernst genommen („russische Trolle“) noch abgedruckt. Da musste man während dem letzten halben Jahr auf Internetportale wie dem unabhängigen Schweizer Portal infosperber zurückgreifen. Einen solch erhellenden Artikel wie den folgenden, habe ich leider in keinem deutschsprachigen Leitmedium lesen können:

    http://www.infosperber.ch/Politik/Ukraine-Der-Russe-ist-an-allem-schuld

    Anstatt Fakten zu recherchieren, Konflikte von verschiedenen Seiten zu beleuchten etc. wie man es erwarten dürfte, pflegen Journalisten wie Frankenberger oder Joffe leider eine andere Vorgehensweise. Da sie ja überzeugte Transatlantiker sind, geht es bei ihnen weniger um die Fakten, sondern um ihre persönlichen Überzeugungen, die sie dem Leser mitteilen möchten.

    Das darf bei Kommentaren in Zeitungen geschehen, wenn aber die ganze Zeitung die Berichterstattung so anlegt, dass sie der Überzeugung der Redakteuere enstpricht (vgl. Ukrainekonflikt) und nicht mehr den überprüfbaren Fakten folgt, dann haben wir definitiv ein Problem!

  69. 70
    Swissli says:

    @DaW: Da sprechen Sie mir aus dem Herzen. Die Welt ist komplex und vielfarbig. Sie auf ein schwarz-weiss Schema zu reduzieren, wie dies die Medien im Ukrainekonflikt gemacht haben, ist da definitiv wenig erkenntnisfördernd.

    Jeder, der den Konflikt etwas mehrschichtig sich angeschaut hat, wurde ja in den letzten Monaten entweder als „russischer Troll“, „Putinversteher“ oder sogar „Putinfreund“ verschrien. So weit hätte es aber niemals kommen dürfen. Da haben die Leitmedien leider versagt. Sie haben es von Anfang an unterlassen, eine möglichst objektive und ausgewogene Berichterstattung zum Ukrainekonflikt zu liefern.

    Da war klar, die EU und die USA sind lediglich liebe Demokratiebringer, Russland hingegen ist ein böser Aggressor.

    Dass jedoch auch die EU und die USA durchaus geostrategische Interessen an der Ukraine hatten und haben und Russland vielleicht doch nicht nur der böse Aggressor ist, sondern sich vor der längerfristigen Politik der NATO ängstigt, kam da den wenigsten Redakteuren bei den Leitmedien in den Sinn.

    Ja, das Handelsblatt fiel in diesem Kontext wirklich positiv auf. Gegen die Übermacht von FAZ, Süddeutsche, NZZ, Die ZEIT, der SPIEGEL etc. konnte es jedoch leider nicht viel anrichten.

    Stefan Niggemeier müsste viel mehr auf diesen wunden Punkt im Journalismus seinen Finger legen und seinen Journalistenkollegen den Spiegel vorhalten, damit sie sehen, dass Journalismus mehr ist, als nur seine eigene Meinung unter die Leser zu bringen, sondern viel mit Recherche und Arbeit zu tun hat (da reicht das Übernehmen von vorgefertigten und wenig überprüfbaren Reuters-Artikeln einfach nicht).

  70. 71
    Nick Smith says:

    @47 sorry, der Klaus-Dieter Frankenberger kann ja über den Oman alle schreiben. Wir glauben es ist ein gekaufter Redakteur, und er berichtet falsch- Schade. Was soll

  71. 72
    Rainbow says:

    Ja sorry, das war ein Versehen.
    Göbbels und Göhring – beide beginnen mit Gö ..
    beide Figuren sind uns Spätergeborenen bekannt als Verantwortliche des Nazi-Regimes.
    Und von dem einen, also Hermann Göring ist also dieses „Geheimnis“ überliefert:

    „Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“
    http://de.wikiquote.org/wiki/Hermann_G%C3%B6ring

    Ich meine, das sind Rezepte die auch weiterhin stimmen.
    Lobbyisten aus Rüstung, Energiewirtschaft und Versicherungsgewerbe wünschen den nächsten Krieg herbei.
    Sie sind es ja auch, die die wirklich grossen Anzeigen schalten in den wirklich grossen Zeitungen.
    Also wer treibt die neue Feindbild-Propaganda an ? Die einfachen Bürger wollen keinen Krieg, das ist erwiesen.
    Ganz vorsichtig formulierte Umfragen beweisen: Eigentlich will niemand Krieg, nicht mal militärische „Verantwortung“ übernehmen in allen möglichen Ländern.

    Aber mit einem Mal tönt es – wieder – aus allen möglichen Medien: Lets roll.
    Und natürlich „gegen Terrorismus“ … Obwohl wir die früheren Lügen alle kennen, die Brutkastenlüge, die irakische Massenvernichtungswaffen-Labore-Lüge, die Geschichten über Bin Laden usw …
    Da ist es kein Wunder wenn der Deutsche irgendwann skeptisch wird.

    Der alte Göhring sagte ganz einfach:
    Tisch den Leuten das grosse Feindbild auf bis sie es glauben, dann ziehn sie wieder mal in einen Krieg.
    Drüber nachdenken sollten wir schon mal.
    Sonst fragen unsere Enkelkinder: Warum seid schon wieder drauf reingefallen.

  72. 73
    Linus says:

    @Rainbow

    Wenn man den guten Göring denn nun unbedingt als Instanz herbeiziehen möchte, muss sein Sprüchlein doch bitte aber genauso für Russland und Putin gelten. Oder gibts da keine „Lobbyisten aus Rüstung, Energiewirtschaft und Versicherungsgewerbe“?

  73. 74
    Linus says:

    @Swissli

    Nicht alles, was nicht Ihrer Meinung, Weltanschauung oder Ihrem Horizont entspricht, ist dadurch automatisch undemokratisch oder gar Resultat einer wie auch immer gearteten Medien-Verschwörung.

    Und, bei aller Liebe, ich habe nirgendwo gesehen, dass jemand, der sich dem Ukraine-Konflikt differenziert näherte, als Putintroll oder Russlandversteher bezeichnet wurde. So wurden Leute tituliert, die Putin nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freuind“ als Verteidiger der Menschen-, Völker- und sonstigen Rechte zeichneten oder ihm einfach mal ein Freilos im geostrategischen Risiko angedeihen lassen wollten, weil ja die Kriege der letzten Jahre alle von den Amis losgetreten wurden und er jetzt einen gut hat.

  74. 75
    E.C. says:

    Wer keine Ängste davor hat, sich in die Niederungen des Internet zu begeben, um dort seinen politischen Horizont zu erweitern, wird oftmal mehr über Personen des öffentlichen Interesses erfahren, als aus Qualtitätsmedien. Auf Ulfkotte stieß ich dieser Tage auf der Freundesliste des Kanals „deutsche Lobby“ bei Facebook. Dabei handelt es sich um ein übles Konglomerat aus Verschwörungstheorien (EU/Demokratie ist Volksbetrug), NS-Nostaligikern („Nationalpoltitische Erziehungsanstalt“) und Rassisten („German Defense League“). Auch Ulfkotes eigenes Profil bei FB lässt mehr als tief blicken, wir können davon ausgehen, dass er da ein Umfeld gefunden hat, das ihm ergriffen lauscht und sich geschmeichelt fühlt, ihn zu den ihren zählen zu können.

  75. 76
    meykosoft says:

    @61 Linus
    Sie meinten:“Wenn man nicht gerade damit beschäftigt ist, Medien mangelnde Recherche und Korruption vorzuwerfen.“
    Falls man meinen Beitrag etwas unvoreingenommen lesen würde, könnte man bemerken, dass ich auf einen gelungenen Dokumentarfilm (http://bit.ly/1lGQQku) der Kollegen Loretta Alper und Jeremy Earp hinweise – und mich weniger persönlich rechthaberisch beteilige oder auf mögliche Schwächen oder Fehlverhalten bestimmter Kollegen aufmerksam machen möchte. Obwohl dies eventuell häufiger angebracht wäre…

  76. 77
    Rainbow says:

    @Linus
    Offen gesagt sehe ich die Göhringsche Regel eher in der amerikanischen Politik, besonders nach 9/11.
    Seitdem erklären die USA ja praktisch der ganzen Welt den Krieg, vorrausgesetzt es werden „Terroristen“ erblickt.
    Zitat Bush: „you’re either with us, or against us“

  77. 78
    Uwe says:

    Herr Niggemeier, Ihren persönlichen Feldzug gegen Ulfkotte kann jeder auf mehreren Intenetseiten mitlesen. Einen kleinen Tipp: Jason Erodottu soll Grieche sein. Erst einmal sind nicht jede Tauchkursanbieter im Internet suchbar, schon garnicht dort vor Ort und zu der damaligen Zeit. Internet war früher nicht so verbreitet wie heute. Und zweitens versuchen sie es einmal in Kyrillsches. Immerhin war und soll er Grieche sein. Nicht mit allem bin ich einverstanden, was im Buch von Herrn Udo Ulfkotte steht, aber sein Buch ist etwas was ich auch in den Medien festsettelen muss. Die tägliche Konsumierung aus der Hauptpresse hat mein Lesevorgang verändert. Ich lese die Presse wieder von hinten nach vorne.

  78. 79
    Stefan Niggemeier says:

    @Uwe: Sie nennen es „persönlicher Feldzug“, ich nenne es „Journalismus“.

  79. 80
    Dieter_Wondrazil says:

    @48 Linus 25. Oktober 2014 08:16

    „Und klar, son morphinsüchtiger Phantasieuniformträger ist schon echt eine Instanz in Sachen Volksverdummung.“

    Da wär ich jetzt aber ganz klein mit solchen Wertungen, immerhin haben uns diese Phantasieuniformträger die dunkelsten 1000 Jahre des letzten Jahrhunderts beschert. Und fast alle haben [begeistert] mitgemacht .. so saudumm können die sich also nicht angestellt haben.

  80. 81
    Stefan Niggemeier says:

    Gibt es eigentlich Uniformen, die nicht Phantasie- sind? Woran erkennt man die?

  81. 82
    Linus says:

    @Rainbow

    Das ist eine sehr westliche Sicht der Dinge, weil es genug Kriege auf der Welt gibt, die jetzt nicht unmittelbar von aufgebrachten texanischen Ölbaronen angezettelt werden. Und warum soll etwas, was Sie als Schablone auf Konflikte anlegen möchten, nun ausgerechnet nicht auf den Ukraine-Konflikt von russischer Seite nicht angelegt werden dürfen? Ich kann mich nicht erinnern, dass auf der Krim Amis einmarschiert sind.

  82. 83
    Linus says:

    Da ist ein nicht zuviel. Damn. Ich sollte in den Blog einmarschieren.

  83. 84
    Dieter_Wondrazil says:

    @75 Linus 27. Oktober 2014 um 05:17:

    Im Auskeilen sind Sie ja schon ganz gut. In Sachen Textverständnis haben Sie aber noch Schwächen.
    Sie schreiben:
    „..bei aller Liebe, ich habe nirgendwo gesehen, dass jemand, der sich dem Ukraine-Konflikt differenziert näherte, als Putintroll oder Russlandversteher bezeichnet wurde“
    Das ist nicht richtig. Das stand wort-wörtlich so beispielsweis in der SZ.
    Und das Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ ist immer noch das Lieblingsmotto der USA, sie müssen da etwas verwechselt haben.

  84. 85
    Linus says:

    @85 Dieter_Wondrazil

    In der SZ stand, dass wenn man sich dem Ukraine-Konflikt differenziert nähert, man ein Putin-Troll ist? Würden Sie mir dafür einen link zeigen?

    Und das Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ ist immer noch das Lieblingsmotto der USA,

    Na sehen Sie, da haben AmisausprinzipdooffinderweildiejamitKriegundso ja was mit ihrer Nemesis gemein.

  85. 86
    Rainbow says:

    @Linus
    Es ist offiziell umstritten, ob Russen in der Krim einmarschiert sind.
    Aber es konnte ein Referendum durchgeführt werden, eine geschützte friedliche Volksabstimmnung.
    Dass die Menschen auf der Krim mit grosser Mehrheit für einen Anschluss an Russland votierten ist, glaub ich, beweisbar.
    Ein völlig friedlicher Regime-Change.
    Beispielhaft, bravo !

  86. 87
    Linus says:

    @Rainbow

    Ja stimmt, die waren da auf Urlaub, die Russen. Und in Russland werden Demokratie, Transparenz und Menschenrechte ja sowieso großgeschrieben. Im Gegensatz zu den USA, wo Schwule verprügelt und kritische Journalisten erschossen werden und (fast) die komplette Medienlandschaft unter staatlicher Kontrolle ist.

    Und unter einem friedlichen beispielhaften Regimechange verstehe ich was anderes, als transparente Urnen neben bewaffneten Separatisten, Ja und Jein als einzige Auswahloptionen und Dauerfeuer aus der Angstkanone durch das dort dominierende russischsprachige Fernsehen. Aber was weiß ich denn, Saddam Hussein war ja schliesslich auch ein Unschuldslamm unter dem es den Irakern wenigestens noch gut ging.

  87. 88
    brescia says:

    Nebenbei: Sie meinen, dass die „Menschenrechtsverstöße“ in den USA mit denen in Russland vergleichbar sind, wenn man dieselben Standards anlegt?

    Wo jetzt konkret? Bei der Todesstrafe z. B.?

  88. 89
    DaW says:

    @ Linus, # 75

    „So wurden Leute tituliert, die Putin nach dem Motto ‚Der Feind meines Feindes ist mein Freund‘ als Verteidiger der Menschen-, Völker– und sonstigen Rechte zeichneten oder ihm einfach mal ein Freilos im geostrategischen Risiko angedeihen lassen wollten, weil ja die Kriege der letzten Jahre alle von den Amis losgetreten wurden und er jetzt einen gut hat.“

    Und genau diese Denke, die Rechtfertigung von Unrecht mit Unrecht, finde ich auch ziemlich gefährlich. Wo soll das enden? Wenn die USA sowas machen, darf Russland das auch. Als nächstes geht dann China auf ähnliche Weise mit irgendwelchen strittigen Felsen gegen Japan vor, dann vielleicht Frankreich gegen Deutschland, weil es das Saarland wiederhaben möchte (kleiner Scherz, niemand will das Saarland), und am Ende die Nordpolanrainer gegeneinander. Tolle Aussichten.

    @ Rainbow, # 78

    „Offen gesagt sehe ich die Göhringsche Regel eher in der amerikanischen Politik, besonders nach 9/11.“

    Ja, stimmt. Aber irgendwie vergaßen Sie zu erwähnen, dass es in Russland genauso aussieht. Auch dort werden doch massiv Ängste vor dem Rest der Welt geschürt, die Russland angeblich vernichten will. Nun ist es ja sehr üblich, jenen, die die derzeitige russische Außenpolitik nicht kritiklos betrachten, Double Standards vorzuwerfen. Aber ist es nicht auch ein Double Standard, die USA wegen dieser Politik zu verurteilen, im Falle Russlands die genau gleichen Argumente zu benutzen, um Verständnis für die arme, hilflose russische Regierung einzufordern? Ich finde diese Politik jedenfalls in beiden Fällen ziemlich beängstigend.

    @ Rainbow, # 78

    „Es ist offiziell umstritten, ob Russen in der Krim einmarschiert sind.
    Aber es konnte ein Referendum durchgeführt werden, eine geschützte friedliche Volksabstimmung.“

    Klar, wenn man einfach vorher diejenigen vertreibt oder zumindest einschüchtert, die womöglich dagegen sein könnten, kann man sich so ein Referendum ja leisten.

    In dem Staat, in dem ich geboren wurde, ergaben Wahlen auch stets eine Zustimmung von 90+x % für die aktuelle Politik. Dennoch gibt es diesen Staat heute nicht mehr, weil die angeblich von der Politik so begeisterte Bevölkerung sich letztlich doch gegen ihre Regierung stellte. Ich erlaube mir deshalb eine gewisse Skepsis bei solch eindeutigen Wahlergebnissen.

    „Dass die Menschen auf der Krim mit großer Mehrheit für einen Anschluss an Russland votierten ist, glaub ich, beweisbar.“

    Immerhin zeigen Sie bei der Wahl Ihres Vokabulars („Anschluss“) eine gewisse Einsichtigkeit.

  89. 90
    Uwe says:

    Ein paar Fakten zur Krim, die schon nach dem verfassungswidrigen Sturz in Kiew aus der Geschichte der Ukraine gelöscht wurde. Seit 22.08.1995 war die Kirm wieder autonom mit einem eigenen Parlament. Die Krim war nur Währungstechnisch und Außenpolitisch mit der Ukraine verbunden. Verteidigungstechnisch ebenfalls, aber auch per Vertrag mit Russland. 25000 Soldaten waren und sind immer stationiert auf der Krim. Theoretisch. Praktisch waren es weniger. Russland musste nicht einmarschieren, sie waren schon vor Ort und kamen den Auftrag des Parlament der Krim nach, ein demokratisches Referendum auf der Krim zu sichern, vor den Putschisten und Rechten aus Kiew. Zudem hat der noch damalige gültige Präsident Janukowitsch Russland in der Sache der Krim militärisch um Hilfe gebeten. Der damalige gültige Präsident der Ukraine, das Paralment der Krim und die Bevölkerung auf der Krim wollten letztendlich zu Russland gehören. Welche Werte der Westen vorträgt mit Annektion und Völkerrechtsbruch sind lächerlich und Verdummung der Bevölkerung. Der Westen praktiziert den Völerrechtsbruch jährlich, siehe Südossetien durch Georgien, Irak, Syrien, Libyen, Serbien, etc.

    Norwegen hat zu 98.,5% für die Unabhängigkeit gestimmt. Die Demokraten und Republikaner (nur geringer Unterschied) in den USA holen bis zu 98% der Stimmen,. Die Krim hat sich zu 93,7% entschieden. Deutschland mit seinen Grünen, SPD und CDU (alle vertren sie derzeit amerikaniche Interessen, auch gegen die Bevölkerung und Industrie, siehe Sankrtionen gegen Russland) kommen auf 72%. Falls die Linken oder die AfD erstarken, werden sie in den Medien nicht so behandelt wie die Parteien mit den amerikansichen Interessen. Ist der Wille der Bürger auf der Krim weniger wert als der in Norwegen oder in den USA. Nur bei Bill Clinton hatte ich den Eindruck, der Präsident regiert inm den USA und nicht eine LObby im Hintergrund.

    Das ist ein Teil, was Herr Ulfkotte in seinem Buch anspricht, die hiesigen Medien veröffentlichen nur die halben Wahrheiten und mit unterschiedlichen Artikel. Russland negativ, USA positiv. Das ist mehr als offensichtlich.

    Der Fall 9/11 war erschreckend für unsere Medien. Das Chorlied über das Totschlagsargument Verschwörungstheorie war so etwas von peinlich, dass ich mich fragte, sind unsere Medien wieder im Mittelalter angekommen. Physik, Chemie und die Statik sind wieder Verschwörungstheorie oder Ketzerei im Fall 9/11? Das war peinlich. Ebenso die Auslegung der Begriffdefinition von Verschwörung. Eine Verschwörung kann nie durch eine einzelne Person ausgeheckt werden, sondern von einer Gruppe oder von mehreren Personen. Ansonsten wäre das: Ketzerei.

    Willkommen im Mittelalter.

  90. 91
    Stefan Niggemeier says:

    Ach guck, dem letzten Satz konnte ich dann überraschend doch zustimmen.

  91. 92
    Uwe says:

    @80 Stefan Niggemeier

    Ich nehme mal an, sie nennen es „Journalismus“. Es ist auch ehrenwert, Fehler anderer aufzudecken. Ein Buchautor wird nie die 100%ige Wahrheit schreiben können, weil Umstände oder andere Sichtweisen einer Situation ganz anders dargestellt werden können, mit erfundenen oder belegbaren Beweisen, als das der Buchautor so in seinem Buch darstellt.

    Ich meine, Herr Udo Ulfkotte hat in der Hinsicht des Journalismus in Deutschland im Groben recht. Beim Lesen der Hauotpresse fallen mir schon einige Lügen auf, siehe Fall 9/11, Georgien (2008), Venezuela (2002), Krim (2014) oder Erdbeben in Haiti (US-Soldaten in Haiti). Wenn ich aber vergleichen müsste, wer mehr lügt, Ulfkotte oder die Hauptpresse, kann ich nur auf die Hauptpresse verweisen.

    Wie wurde beispielwiese der Kaukaususkrieg in Europa oder in Südamerika (neutral) beschrieben? Mit welchen Waffen Georgien am 7.8.2008 Russland angriff ist im portugiesischen Wikipedia nachzulesen, nämlic unter anderem mit der Unterstützung von 120 US-Militärs. Das ist ungeheuelich und Georgien hätte sanktioniert werden müssen sowie hätten die USA zur Verabntwortung gezogen werden müssen. Aber was kam aus unserer Presse und von unserer Politik? Der böse Russe lässt sich überfallen und wehrt sich auch noch. Dafür gibt es ein Jahr Sanktionen. Russland kam Abchasien (17 Jahre Krieg mit Georgien) und Südossetien (15 Jahre Krieg mit Georgien) zu Hilfe, ohne das Hochzeitgesellschaften aus der Luft getötet wurden wie im Irak, sondern Russland kämpfte auf dem Boden in nur 5 Tagen gegen die Soldaten in Georgien. Hierzu gibt es reichlich Informationen. Das ist doch ein gefundenes Fressen für einen unabhängigen „Journalist“?

    Ihren „Journalismus“ zeigen sie besonders bei Herrn Udo Ulfkotte, obwohl die Hauptpresse mehr Nahrung für Ihren „Journalismus“ serviert.

  92. 93
    Jan says:

    Falls mich jemand sucht, ich geh jetzt mal in die Uni, mich links-grün durchgendern.

  93. 94
    JUB 68 says:

    @93
    Wenn Sie (mal nur für diesen Blog) folgendes probieren möchten:
    Sie geben im Suchfenster (oben rechts) mal die Begriffe „BILD“, „SPIEGEL“ und „ULFKOTTE“ ein und zählen, welches der Schlagwörter die meisten Beiträge auf sich vereint.
    Auch wenn Herr Niggemeier nicht unbedingt Ihre Wunschthemen bearbeitet, scheint er Ihrem grundsätzlichen Anliegen insoweit zu entsprechen, als dass er BILD und SPIEGEL wohl deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat als Herrn Ulfkotte.
    Ich verstehe es dennoch, dass die Wahrnehmung subjektiver wird, wenn die eigenen Idole kritisiert werden. Das ist menschlich. Größe ist es dann, die subjektive Wahrnehmung zu überwinden. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Ihnen das gelingt.

  94. 95
    Vonfernseher says:

    @JUB 86 #95
    Selbst wenn ich Ihrer Aussage inhaltlich Glauben schenken möchte, ist Ihr Vorschlag natürlich extrem unredlich. Die Rate von Freelancern unter den DAX30 ist übrigens auch aufsehenerregend gering.

  95. 96
    DaW says:

    @ Jub 68, # 95

    „Größe ist es dann, die subjektive Wahrnehmung zu überwinden.“

    Nein. Die Sicht auf die Welt, die Wahr-Nehmung, bleibt immer subjektiv. Größe ist es, sich dessen bewusst zu sein.

  96. 97
    Rainbow says:

    @DaW

    „Auch dort werden doch massiv Ängste vor dem Rest der Welt geschürt, die Russland angeblich vernichten will.“

    Wenn das so ist, warum werden die russischen Ängste dann in den deutschen Medien nicht diskutiert ?
    Hier liest man nur von „Putins Propagandamaschine“. Ängste habe doch Gründe, also sollten diese auch erläutert werden.

    „Klar, wenn man einfach vorher diejenigen vertreibt oder zumindest einschüchtert, die womöglich dagegen sein könnten, kann man sich so ein Referendum ja leisten.“

    Wollen Sie damit auf die vorhergehenden Vorgänge in Kiew anspielen ?

    „Immerhin zeigen Sie bei der Wahl Ihres Vokabulars („Anschluss“) eine gewisse Einsichtigkeit.“

    Auf Deutsch hiess das damals Wiedervereinigung.

  97. 98
    Rainbow says:

    @DaW

    „Die Sicht auf die Welt, die Wahr-Nehmung, bleibt immer subjektiv. Größe ist es, sich dessen bewusst zu sein.“

    Eine ausgewogene Presse wird immer versuchen, ein objektives Gesammtbild zu vermitteln.

    Ganz anders eine auf Vorkriegropaganda getrimmte Presse.
    Die gräbt sich in einen Schützengraben und übt sich im Schiessen.
    Wir sind die Guten – die anderen sind die Bösen.

  98. 99
    Uwe says:

    @ 95, JUB 68

    Natürlich gehe ich Ihren Wünschen nach. Bild, Spiegel und Ulfkotte habe ich zusammen gegoogelt.
    1. Verweis: Deutsches Wikiepdia. Wer ist dort zu finden? Stefan Niggemeier´s Kritik. Albrecht Müllers Kritik über das Buch ist aber fundierter, Pro und Contra sind bei ihm ausgewogener.
    2. Propagandaschau: Das Schweigen der FAZ wird kritisiert und nicht Ulfkotte. Micha Kat wird zittiert.
    3. Stefan Niggemeier: Kennen wir schon.
    4. Propagandaschau: FAZ verbietet Micha Kat´s Interview mit der FAZ.

    Ich weiß nicht, welches Idol sie meinen. Ich habe keins. Aber die ersten 4 Verweise sagen einiges aus.

    Ihr Beitrag ist sehr unverständlich. Im zweiten Teil meinen sie plötzlich, ich soll Nieggemeier und Bild suchen oder Niggemeier und Spiegel und oder Niggemeier und Ulfkotte.

    Dann mache ich das auch einmal:
    Suche Niggemeier und Bild:
    1.Verweis Niggemeier und Ulfkotte
    2. Verweis: Wikipedia
    3. Verweis. Bildhasser sind nicht besser als Homohasser
    4. Verweis: Niggemeyer Bildproduktionen

    Suche Niggemeier und Spiegel:
    Hierzu gibt es gute Berichte von Niggemeier:
    1. Verweis: Das unsägliche Cover des Spiegels im Zusammenhang mit MH17
    2. Verweis: Seelen-Verkäufer
    3. Verweis: Qualitätsansprüchen
    4. Verweis: Spiegel Online: Niggemeier und Ulfkotte.

    Kritisch in den ersten 3 Verweisen in Sachen Spiegel wird nach- und hinterfragt. Was mich aber wurmt, sind die Auslandsberichte der Hauptpresse, die ja Ulfkotte ebenfalls moniert.

    Suche Niggemeier und Ulfkotte:
    Die ersten 11 Verweise Niggemneier´s Kritik über Ulfkotte.

    Resumee: Von den ersten jeweils 4 Verweisen, sprich 12, kümmern sich alleine 6 Verweise über die Kritik von Niggemeier über das Buch von Ulfkotte.

    Sicherlich werden sie sich wundern, warum solche Mühen. Ganz einfach. Ich will wissen, ob das stimmt, was sie sagen. Leider nicht.

    Vor solchen Journalisten wie Paul Thompson ziehe ich den Hut, weil er nicht wie Sie in ihrem Beitrag denken, mit einem begrenzten Wissen andere herablassen etwas erklären zu wollen, was nicht einmal hinhaut.

    Googeln Sie einmal nach dem Journalist Paul Thompson. Ihrer subjektiven Wahrnehmung wird es aber nicht gefallen.

  99. 100
    polyphem says:

    „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“
    Aber die anderen wissen doch noch weniger.

  100. 101
    Stefan Niggemeier says:

    @Uwe: Die Empfehlung war aber gar nicht, diese Begriffe zu googeln. Sondern:

    Sie geben im Suchfenster (oben rechts) mal die Begriffe „BILD“, „SPIEGEL“ und „ULFKOTTE“ ein und zählen, welches der Schlagwörter die meisten Beiträge auf sich vereint.

    Es geht um die Erwähnungen hier im Blog. Sie müssten schon richtig lesen. Kann Ulfkotte aber ja auch nicht.

  101. 102
    DaW says:

    @ Rainbow, # 98

    „Wenn das so ist, warum werden die russischen Ängste dann in den deutschen Medien nicht diskutiert ?“

    Werden sie doch. Erst letzte Woche hat das Handelsblatt ein doppelseitiges Interview mit Matthias Platzeck, dem amtierenden Chef des deutsch-russischen Forums, veröffentlicht, in dem er genau darauf einging. Und das war nicht das erste Mal, dass diese Ängste thematisiert wurden.

    „Hier liest man nur von ‚Putins Propagandamaschine‘. Ängste habe doch Gründe, also sollten diese auch erläutert werden.“

    Auch das werden sie. Für mich sind sowohl russische als auch US-amerikanische Ängste schlicht – Paranoia.

    „Auf Deutsch hiess das damals Wiedervereinigung.“

    Fast. Gehen Sie mal noch ein halbes Jahrhundert weiter zurück… dann werden Sie auf ein Ereignis stoßen, für das der Begriff „Anschluss“ dermaßen üblich war, dass dieses deutsche Wort sogar in anderen Sprachen eben dieses Ereignis beschreibt. Ich bin mir sicher, mit ein wenig Nachdenken werden Sie es finden…

    „Wollen Sie damit auf die vorhergehenden Vorgänge in Kiew anspielen?“

    Diese Suggestivfrage möchte ich mit einem Selbstzitat beantworten (26.10.14, 22.40):

    „Das Problem ist auf beiden Seiten, dass sich wohl die wenigsten Journalisten die Mühe gemacht haben, sich mit der Ukraine näher zu beschäftigen und stattdessen einfach ihre eigenen Weltbild-Brillen aufgesetzt haben, um die Situation zu erklären. Der Maidan war dann — je nach Standpunkt — Ausdruck eines freiheitsliebenden, nach Westen strebenden Volkes oder eine Ansammlung von Faschisten. Dass er einfach zu komplex war, um ihn mit einfachen Schubladen zu erfassen, kam den wenigsten in den Sinn.“

  102. 103
    Rainbow says:

    @DaW

    „Werden sie doch. Erst letzte Woche hat das Handelsblatt ein doppelseitiges Interview mit Matthias Platzeck, dem amtierenden Chef des deutsch-russischen Forums, veröffentlicht, in dem er genau darauf einging.“

    Ich denke, dass russische Journalisten und Politiker in den deutschen Medien kaum zu Wort kommen.
    Wenn, dann oft abgekürzt oder sogar entstellt. So kam es der ARD schon in den Sinn, ein Interview mit dem russischen Präsidenten einfach zu kürzen. Und nicht mal die Ganzfassung als Download bereitzustellen.

    Die deutschen Medien berichten über die USA, als hätten sie dort alle ihren Hauptwohnsitz.
    Die jeweiligen Stellungnahmen des Weissen Hauses werden 1 zu 1 übernommen. Es wird wohlwollend kommentiert.
    Ich behaupte mal, die deutschen Medien sind „embedded“.

    „Für mich sind sowohl russische als auch US-amerikanische Ängste schlicht — Paranoia.“

    Und dann gibts noch die deutsche Paranoia.
    Die Angst, einfach mal unabhängig zu werden vom grossen Bruder.

    „Gehen Sie mal noch ein halbes Jahrhundert weiter zurück… dann werden Sie auf ein Ereignis stoßen, für das der Begriff „Anschluss“ dermaßen üblich war, dass dieses deutsche Wort sogar in anderen Sprachen eben dieses Ereignis beschreibt.“

    Also das war vor einem 3/4 Jahrhundert. Da war ich noch nicht hier.
    Russland und der Krim kann man zu ihrer Wiedervereinigung einen Glückwunsch aussprechen. Die Bewohner der Krim leben in Frieden, ganz im Gegensatz zu den Ostukrainern, die weiterhin von Granaten beschossen werden.

    „Das Problem ist auf beiden Seiten, dass sich wohl die wenigsten Journalisten die Mühe gemacht haben, sich mit der Ukraine näher zu beschäftigen und stattdessen einfach ihre eigenen Weltbild-Brillen aufgesetzt haben, um die Situation zu erklären.“

    Was die westlichen Journalisten betrifft, die bekommen ihre Weltbild-Brille doch gratis vom Ukrainian Crisis Media Center, welches u.a. finanziert wird von „George Soros, der ukrainischen Übergangsregierung und einer ukrainischen Tochtergesellschaft von Weber Shandwick, dem weltweit führenden PR-Unternehmen“.
    https://www.freitag.de/autoren/lapple08m214/zdf-skandal-berichte-im-auftrag-kiews

    Ja, man sollte sich näher mit der Ukraine beschäftigen. Aber noch näher mit den Energie-Konzernen Chevron, Exxon und Co, die schon länger die Ukraine im Plan haben.

    .

  103. 104
    Uwe says:

    @102, @95

    Zitat:“Sie geben im Suchfenster (oben rechts) mal die Begriffe „BILD“, „SPIEGEL“ und „ULFKOTTE“ ein …“

    Oben rechts ist die jeweilige Suchmaschine, in meinem Fall Google oder wie suchen Sie ohne Suchmaschine Begriffe?

    Was sie oder JUB68 aber sicherlich meinen, ist folgendes: „Sie geben im Suchfenster (oben rechts) jeweils die Begriffe „BILD“, „SPIEGEL“ und „ULFKOTTE“ ein …“ Das ist etwas anderes. Deutsche Sprache ist sehr umfassend.

    Die Quantität der Beiträge die auf einen vereint werden, macht aber noch lnge keine Qualität aus, zumal die Begriffe Bild und Spiegel nicht nur journalistisch, sondern auch unter anderem Gegenstandstechnisch verwendet werden.

    Wenn sie auf die Argumente eines Buchautors so eingehen, dann kann ich solche Artikel natürlich verstehen.

  104. 105
    Uwe says:

    @97

    “ … Die Sicht auf die Welt, die Wahr-Nehmung, bleibt immer subjektiv. Größe ist es, sich dessen bewusst zu sein.“

    Sehr gutes Zitat. Gefällt mir.

  105. 106
    Stefan Niggemeier says:

    Schauen Sie mal, Herr Uwe:

    Es ging dem Kommentator darum, dass ich „BILD und SPIEGEL wohl deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt [habe] als Herrn Ulfkotte.“ Das lässt sich u.a. durch die Eingabe dieser Begriffe in das Suchfenster oben überprüfen.

  106. 107
    JUB 68 says:

    @uwe (100,105):
    Es tut mir leid, dass Sie sich soviel Mühe gemacht haben. #107 (SN) hat es mit dem Bild noch Mal schön verdeutlicht, was ich eigentlich meinte:
    Herr Niggemeier hat in diesem Blog sehr viel mehr Kritik an der „Hauptpresse“ geübt, als an Herrn Ulfkotte oder vergleichbaren Zeitgeistern. Deswegen ist Ihr pauschalisierter Vorwurf in #93 nicht zutreffend.

    @DaW (97):
    Ernsthaft? Wenn wir uns der Subjekitivität unserer Wahrnehmung bewusst sind, sollen wir nicht einen Schritt weiter gehen und uns um Objekitivität bemühen? Und wenn doch, ist dieses Bemühen dann in jedem Fall zum Scheitern verurteilt?

  107. 108
    Stefan Pannor says:

    „Wenn ich aber vergleichen müsste, wer mehr lügt, Ulfkotte oder die Hauptpresse, kann ich nur auf die Hauptpresse verweisen. “

    Sie trauen also dem, der weniger lügt. Zugegeben: interessante Einstellung.

    Wenn wir das mal empirisch erheben: Ulfkotte erscheint einer pro Jahr, Zeitungen und Zeitschriften ein paar tausend. Und ich hab ja den Verdacht, wenn Ulfkotte die selbe Menge Text raushauen würde wie die gesamte deutsche Presselandschaft zusammen, hätte er im Bullshit-Race klar die Nase vorn.

  108. 109
    kleinerniemand says:

    Basis Logik: Wenn jemand zwei verschiedene Sachen erzählt, ist eine davon mit Sicherheit gelogen. Nicht zwangsläufig beide. Und: Das alles was die Person von sich gibt nun automatisch falsch ist schließt sich daraus nun wirklich nicht…………………. Das mit dem NSA-Skandal (erinnert sich noch jemand blass?) wollte ja auch keiner glauben… und da liegt der Hund begraben. Bei Dingen die wir nicht wissen wollen, schauen wir auch nicht so genau nach… keine Ahnung was an seinen Storys dran ist – wie bei den meisten Verschwörungstheorien sind seine Behauptungen unwiderlegbar. Man tut sich keinen Gefallen mit Besserwisserei. Dass es in einer angeblich fremdgesteuerten Medienlandschaft, schwer wird über die fremdgesteuerte Medienlandschaft zu schreiben reicht doch als Kommentar.

  109. 110
    Linus says:

    @kleinerniemand

    Das mit dem NSA-Skandal wollte keiner glauben? Wirklich? Und dass im Irak Massenvernichtungswaffen sind, haben Sie auch unbesehen geglaubt? Glückwunsch, aber vielleicht schliessen nicht pauschal Sie von Sich auf andere.

    Und Basis Logik II: Wenn ich ein Buch über eine fremdgesteuerte Medienlandschaft schreibe, muss ich nur behaupten, dass die Medienlandschaft fremd gesteuert ist, um schlechte oder gar keine Kritik zu erklären. Mit Mehrtürer-Effekt gratis obendrauf. Auf die Idee, dass Buch und Autor einfach nicht wert sind, besprochen zu werden, weil sie in der Vergangenheit eine Schote nach der anderen geliefert haben (Muslime spucken Metzgern aufs Schweinefleisch, anyone?), kommt man nicht. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Und wo steht geschrieben, dass man wegen jedes Pupses, den jemand lässt, ne Grundsatzdebatte führen muss?

  110. 111
    DaW says:

    @ Rainbow, # 104

    „Die deutschen Medien berichten über die USA, als hätten sie dort alle ihren Hauptwohnsitz.“

    Das stört mich übrigens auch. Statt jeden Toilettengangs eines US-amerikanischen Hinterbänklers groß zu thematisieren, würde ich eine breitere Berichterstattung aus unseren Nachbarländern begrüßen. Aber Berichte aus Belgien oder Polen gibt es doch überwiegend bei schlechten Nachrichten oder wenn es Deutschland in irgendeiner Weise betrifft. Und so wird Polen dann halt auf Kaczyński und Autodiebstähle reduziert, und Belgien hat – außerhalb des EU-Viertels in Brüssel – gewaltige Probleme mit Kindermördern.

    Selbst in der Inlandsberichterstattung sieht es doch nicht besser aus. Als jemand, der fast sein gesamtes Leben in der früheren DDR verbracht hat, stört mich das in den Medien gemalte Bild davon auch enorm. Ostdeutschland, das sind doch in erster Linie arbeitslose Nazis… das inzwischen seit über 20 Jahren etablierte und aus meiner Sicht großartige Festival des osteuropäischen Films in Cottbus wird jedoch z.B. regelmäßig von den bundesdeutschen Medien ignoriert.

    “ Die Angst, einfach mal unabhängig zu werden vom grossen Bruder. „

    Da hätte ich überhaupt nichts dagegen. Europa sollte sich aber nicht direkt an den nächsten großen Bruder ranschmeißen, der in meinen Augen nicht viel besser ist. Und genau deshalb geht mir die aktuelle Putin-Vergötterung ziemlich auf den Keks.

    „Also das war vor einem 3/4 Jahrhundert.“

    Danke. Deshalb schrieb ich auch, sie sollen ein halbes Jahrhundert WEITER zurückgehen (von der Wiedervereinigung aus). 1/4 + 1/2 = ?

    „Die Bewohner der Krim leben in Frieden, ganz im Gegensatz zu den Ostukrainern, die weiterhin von Granaten beschossen werden.“

    … was natürlich ausschließlich an Kiew liegt, und nicht *auch* an den russischen Soldaten, die dort absolut freiwillig „Urlaub“ machen.

    „Was die westlichen Journalisten betrifft, die bekommen ihre Weltbild-Brille doch gratis…“

    Klar, einige – zu kritisierende – Lobbyorganisationen stellen das Weltbild eines Menschen sofort auf den Kopf. Ja, man kann und muss kritisieren, wenn Informationen ungeprüft übernommen werden. Auch hier sollte man aber beide Seiten betrachten: das russische Propaganda-Geschwafel von Faschisten in Kiew ist auch nicht besser als das, was viele deutsche Medien abliefern. Aber hierzulande gibt es ja zumindest ab und an Selbstreflektion (siehe z.B. vor einiger Zeit die ARD).

    „Ja, man sollte sich näher mit der Ukraine beschäftigen. Aber noch näher mit den Energie-Konzernen Chevron, Exxon und Co, die schon länger die Ukraine im Plan haben.“

    Und deshalb steuern sie gemeinsam mit dem CIA, den Medien, den Illuminaten und natürlich dem Mossad die deutsche Medienlandschaft…

    @ JUB68, # 108

    „Ernsthaft? Wenn wir uns der Subjekitivität unserer Wahrnehmung bewusst sind, sollen wir nicht einen Schritt weiter gehen und uns um Objekitivität bemühen? Und wenn doch, ist dieses Bemühen dann in jedem Fall zum Scheitern verurteilt?“

    Meine Bemerkung war eher eine Anspielung auf die „Wahrheit“-Verkünder. Ich schrieb es ja oben bereits: Bücher jeglicher politischer Couleur, die den Begriff „Wahrheit“ im Titel tragen, kann man getrost vergessen.

    Natürlich sollte sich ein guter Journalist seiner eigenen Subjektivität bewusst sein und entsprechend handeln, also objektiv arbeiten.. Das bedeutet, sich in den anderen hineinzuversetzen und ihn auch zu befragen. Und daran scheitert es leider ihn der Ukraine-Krise, auch hier möchte ich wieder betonen: auf beiden Seiten.

    Wahrscheinlich muss man schlicht zwischen dem Verfasser eines journalistischen Beitrags und seinem Konsumenten unterscheiden: der Verfasser sollte sich um eine objektive Arbeitsweise bemühen, der Konsument sollte sich bewusst sein, dass der Verfasser auch nur ein Mensch ist und seine Texte deshalb stets subjektiv sind.

  111. 112
    Stefan Pannor says:

    „Basis Logik: Wenn jemand zwei verschiedene Sachen erzählt, ist eine davon mit Sicherheit gelogen. Nicht zwangsläufig beide.“

    Nein. Das ist keine „Basislogik“. Basislogik ist: wir haben Aussage A und B. Beide widersprechen einander. Wir wissen nicht, welche stimmt. Wir können aufgrund des Widerspruchs sagen, dass eine von beiden unwahr sein muss. Wir können aber nicht sagen, dass eine von ihnen demnach wahr sein könnte (oder muss).

    Ich sehe allerdings nicht, was das mit der Diskussion zu tun hat. Denn bei Ulfkotte immerhin wissen wir, dass er eher diplomatisch um die Wahrheit herumschifft. Hier liegt kein Problem eines ungeklärten Widerspruchs vor.

  112. 113
    Uwe says:

    @107

    Aha, Oben Rechts auf Ihrer internetseite. Wir haben aneinander kommentiert. Über den Spiegel schreiben Sie kritisch, davon konnte ich mich schon überzeugen. Sicherlich gibt es Bild und Spiegel schon länger und hat eindeutig mehr Themen zu bieten als Ulfkotte.

    Wenigstens weiß ich jetzt was oben rechts hier heißt.

  113. 114
    Uwe says:

    @Jub68 #108

    Ehrlich gesagt, würde ich mich freuen, wenn wir über das Thema diskutieren würden, als auf die quantitätiven Beiträge von Herrn Niggemeier. Das war nicht mein wirkliches Anleigen in #93.

  114. 115
    Linus says:

    @Uwe

    Tun wir doch.

    Ihren „Journalismus“ zeigen sie besonders bei Herrn Udo Ulfkotte, obwohl die Hauptpresse mehr Nahrung für Ihren „Journalismus“ serviert. (#93)

    Das stimmt nicht. Und auf die Idee, sich mit Lügen und Verdrehungen und Einseitigkeiten in den Medien auseinander zu setzen, ohne dabei dem einseitigen Lügner und Verdreher Ulfkotte auf den Leim zu gehen, kommen sie wohl auch nicht.

  115. 116
    Rainbow says:

    @DaW

    „Und deshalb steuern sie gemeinsam mit dem CIA, den Medien, den Illuminaten und natürlich dem Mossad die deutsche Medienlandschaft…“

    Die CIA und ihre Unterabteilung, der BND sagen den Leitmedien, was zu schreiben ist.
    Nicht jeden Tag, aber an Tagen an denen was gesagt werden muss.
    Ein früherer Vizepräsident der OSZE, strammer CDU-ler und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium unter Helmuth Kohl bekennt:

    »Es gibt ein NATO-Netzwerk in den deutschen Medien.
    Ich kann mich sehr gut an ein langes Gespräch mit einem mir seit Jahrzehnten bekannten führenden FAZ-Mitarbeiter erinnern. Der machte deutlich, wenn das State Department noch rechtzeitig vor Drucklegung nachts anruft, dann kommt der gewünschte Artikel am nächsten Morgen in die Zeitung.«

    Man brauch gar nicht zu prüfen, ob der Recht hat.
    Man liest einfach die FAZ und die sonstigen Hauptblätter und … aha .. man sieht, sie schreiben ( vorrauseilend ) genau das, was Washington nicht besser formulieren würde. Vorrausgesetzt, da kann jemand Deutsch.

    „Europa sollte sich aber nicht direkt an den nächsten großen Bruder ranschmeißen, der in meinen Augen nicht viel besser ist. Und genau deshalb geht mir die aktuelle Putin-Vergötterung ziemlich auf den Keks.“

    Also wirklich. Ich kann nicht erkennen wo Putin vergöttert wird.
    In den Medien auf jeden Fall nicht. Eher dass Putin „dämonisiert“ wird.
    Lesen Sie die Presse ?
    Wenn nicht, ein Mensch namens Mirjam Zwingli hat eine Bachelor-Arbeit
    vorgelegt mit dem Titel:
    „Putin vs. Obama“, eine linguisitische Analyse.
    Lesenswert !!

    „… was natürlich ausschließlich an Kiew liegt, und nicht *auch* an den russischen Soldaten, die dort absolut freiwillig „Urlaub“ machen.“

    Es sollen auch Spanier und Italiener Urlaub machen sowie skandinavische Neonazis auf der Seite der Batalione, die für Kiew und eigene Interessen kämpfen. Dann sollen noch Blackwater-Academy Söldner auf Urlaub sein, und amerikanische Militärberater. Auch die CIA macht gerade Urlaub in der Ukraine, oder ?

    „das russische Propaganda-Geschwafel von Faschisten in Kiew ist auch nicht besser als das, was viele deutsche Medien abliefern. Aber hierzulande gibt es ja zumindest ab und an Selbstreflektion (siehe z.B. vor einiger Zeit die ARD).“

    Also diese *schmunzel* Selbstreflektion der ARD, in einer Sendung nach 23:00 also dann wenn Millionen zuhören, die kam ja nur weil Heise Online die Kritik des Programmbeirats zugespielt wurde.
    Der ARD gelang es ganze 3 Monate, die Untersuchung des Programmbeirats zu verschweigen.

    „Selbst in der Inlandsberichterstattung sieht es doch nicht besser aus. Als jemand, der fast sein gesamtes Leben in der früheren DDR verbracht hat, stört mich das in den Medien gemalte Bild davon auch enorm.“

    Ja, ich höre das auch von geborenen Ostdeutschen.
    Die sind mit Einseitigkeit in Schule und Medien aufgewachsen, heute sagen sie:
    Dass der Westen sich genauso entwickelt, hätten wir nie gedacht.

    .

  116. 117
    Lumpy says:

    Zitat „Die Mitgliedschaft ermöglicht Zugang zu Inhalten und Informationen, die notwendige Grundlage sind für eine seriöse und umfassende Berichterstattung.“

    Und wie verhält es mit Medienvertretern bei den Bilderbergern? Von dort gab es jahrelang keinerlei Berichterstattung. Ausnahme: alternative Medien, die sogleich auch als Verschwörungstheoretiker diffamiert wurden.

  117. 118
    Wahlvieh_#1531354 says:

    Herr Niggemeier,
    wenn alles so falsch ist, was in dem Buch steht, dann frage ich mich:
    – wieso ist Ulfkotte bisher nicht rechtlich angeganegen worden?
    – wieso werden keine echten Gegenbeweise geliefert?
    – wieso wird hierzu öffentliches Stillschweigen in den „Leitmedien“ verordnet?

    Das Verhalten im Telefoninterview mit der SZ sagt eigendlich alles (zu hören bei dailymotion (ab 12 min wird interessant), da die FAZ es bei Youtube verbieten lies…):
    http://www.dailymotion.com/video/x27yumm_telefon-interview-mit-der-frankfurter-allgemeine-wegen-udo-ulfkotte_news

    Wenn ich die letzen paar Montaten zurückblicke und die Schalgzeilen der großen Medien sehe und wie das Verhalten der Medien gegenüber kritscher Stimmen umging, dann ist dies ein Beweis dafür das unsere „Leitmedien“ alles andere als ojektive und unabhängig berichten.
    Ich habe diesen Blättern für immer den Rücken gekehrt, denn es ekelt mich davor.

    DIE ;) Zeit – Die Anstalt – Netzwerke – Think Tank – Josef Joffe
    https://www.youtube.com/watch?v=yTnc5oHcE7w

    Respekt, das hätte man dem ZDF nicht zugetraut…
    http://topic.ibnlive.in.com/parliament/videos/die-anstalt-kriegsberichterstattung-der-mainstream-medien-zdf-230914-LSDitudiGR4-1974409.html

  118. 119
    Wahlvieh_#1531354 says:

    Sehr geehrter Herr Niggemeier,
    ich sehe („Dein Kommentar wartet auf Freigabe durch den Moderator“), dass mein Kommentar noch nicht veröffentlicht wurde. Anscheinend sind gewisse Meinungen doch nicht so gern gesehen, was einem wiederum in seiner Meinung zu den Medien bestärkt. .
    Wenn sie schon meinen Kommentar nicht veröffenlichen wollen, dann bitte ich sie wenigenstens zu einer Stellungnahme via E-Mail.
    Vielen Dank und mit freundlichem Gruß,
    Matthias Karmann

  119. 120
    Stefan Pannor says:

    Viele Links erhöhen die Chance, im Spamfilter zu landen. So einfach ist das. Ganz ohne Verschwörung.

  120. 121
    DaW says:

    @ Wahlvieh_#1531354

    „Herr Niggemeier, wenn alles so falsch ist, was in dem Buch steht, dann frage ich mich: […]“

    Ich frage mich hingegen, wieso Sie nicht den verlinkten Text bei den Krautreportern gelesen haben. Weil es kein Video ist?

  121. 122
    Wahlvieh_#1531354 says:

    @ Stefan Panor:
    1) Danke!
    2) Wer spricht hier von Verschwörungstheorie? ;-)

    @ DaW: Doch das habe ich, jedoch sind es für mich nur verzweifelte Versuche etwas zu relativieren bzw. auf etwaige Widersprüche ein ganzes Buch als Lüge oder als Verschwörungstheorie darzustellen. Darauf gebe ich keinen Pfifferling. Zudem fällt mir zu vielen Journalisten nur ein Sprichwort ein: „Beiß nicht in die Hand, die dich füttert.“
    Hinzu kommt noch, dass ich das Vertrauen in den deutschen Journalismus in letzter Zeit weitestgehend verloren habe. Was soll man noch glauben??! Wieso fühlen viele Menschen genauso und haben das Vertrauen in eine unabhängige Medienwelt verloren? Wieso sind die Protestwellen in den Redaktionen derzeit so groß? Die Leitmedien sollten endlich von ihrem hohen Ross absteigen und sich mal wieder an der eigene Nasen packen und bei sich aufräumen.
    So denn bin ich gespannt auf das Resultat der unabhängigen Untersuchung des Buches. Mehrere Universitäten wollen die im Buch genannten Vorwürfe wissenschaftlich nachprüfen.
    Bis dahin ist alles nur hilfloses Geschwätz.

  122. 123
    Linus says:

    Zudem fällt mir zu vielen Journalisten nur ein Sprichwort ein: „Beiß nicht in die Hand, die dich füttert.

    Was war Ulfkotte nochmal von Beruf? Und wovon lebt er?

  123. 124
    Gerd Schirmer says:

    Hallo Herr Niggemeier,
    In Punkto Tauchlehrer im Oman behaupten sie weiter oben, es gäbe keinen Jason Erodotou. Ich habe ihn auf Anhieb bei Google gefunden. Wissen sie denn als FAZ-Schreiber nicht wie man bei Google nach Personen sucht?
    Ausserdem sind momentan 3 deutsche Universitäten damit beschäftigt Ulfkottes Buch wissenschaftlich auf Herz und Nieren zu prüfen. Ich freu mich schon auf deren Resultate und bin auch gespannt auf ihr Feedback dazu. Ist Uwe Krüger ihrer Meinung nach auch nicht ernst zu nehmen?
    Beste Grüsse, Gerd Schirmer

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  1. […] worden. Ich habe das Buch nicht gelesen, aber dafür Stefan Niggemeier. Dazu hat er sich in seinem Blog geäußert und wird es auch noch bei den Krautreportern tun. Ansonsten verweise ich auf die Debatte mit Hardy […]

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