„Come on, you coward! Say the truth!“

Sehen Sie heute in unserer Reihe „Die Kunst der gepflegten Debatte“ Folge 271: Fox-News-Moderator Bill O’Reilly im Gespräch mit Barney Frank, Vorsitzender des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses.

(Transkript hier)

43 Replies to “„Come on, you coward! Say the truth!“”

  1. Hm. Problem an der Sache ist, das Barney Frank einer der „netten“ Konservativen ist. Da wird ein Opferlamm zur Schlachtbank geführt von Herrn O’Reilly und auch wenn’s mir irgendwo Spaß macht, weil ich fast das Gefühl habe, dass er Recht hat, bleibt in mir innerlich der Wunsch, dass der Herr „Journalist“ sich auf die Art mal Sarah Palin vorknöpfen würde. Oder Antonin Scalia. Oder Donald Rumsfeld. Oder Dick Cheney. Oder George W. Bush.

    Oder wen auch immer.

  2. ich finde es ja sehr charmant, wie herr frank zu beginn der schalte genüßlich in seiner zeitung blätter. hat ein bisschen was von: „’schuldigung, wer stört…!?“
    was danach an gekeife und beschimpfungen folgt ist allerdings unter aller kanone, und erinnert mich ein bischen an die interview-techniken von michel friedmann

  3. Aber das ist doch typisch für O’Reilly und FOX. Zu versuchen es abermals den Demokraten in die Schuhe zu schieben ist normal für die. Und das O’Reilly nicht ein einziges Rhetorisches Mittel besitzt das kein herumschreien behinhaltet ist auch bekannt. In diesem Sinne „I’m the dumb guy, you’re the brilliant guy.“

  4. Manchmal liebe ich es ja, wie in den USA interviewt/debattiert wird. Da ist wenig von der deutschen Distanziertheit zu spüren. Aber wenn es nur noch zur Schreiorgie (und das ist ja nicht nur bei Bill der Fall), dann denke ich mir, dass die Distanziertheit ihre guten Gründe haben muss..

    Und Bill: Der Typ versucht jeweils eine These aufzustellen (hier: beide Parteien sind schuld) und brüllt jeden Gast an, der ihr im Leisesten widerspricht. Bekloppt nennt ich sowas..

  5. Mit wem hab ich Frank denn jetzt verwechselt? Irgend ein Gast bei Bill Maher ist es, ich weiß nur nicht, welcher. Vielleicht habe ich Frank auch nur bisher für einen Republikaner gehalten, weil er sich so selten dämlich benimmt die ganze Zeit. Mein Fehler, ich bitte das zu entschuldigen.

    Wie auch immer, ich finde das Gebrülle im Gegensatz zu anderen Beispielen (wie z.B. aus „Outfoxed“ mit dem Sohn eines Opfers aus den Twin Towers) hier ok.

    Ich zitiere hier einmal die New York Times (gefunden über die englische Wikipedia) mit folgenden Worten von Frank: “These two entities — Fannie Mae and Freddie Mac — are not facing any kind of financial crisis,“ said Representative Barney Frank of Massachusetts, the ranking Democrat on the Financial Services Committee. “The more people exaggerate these problems, the more pressure there is on these companies, the less we will see in terms of affordable housing.“

    Nur weil er jetzt Demokrat ist hat er den „Anschiss“ nicht weniger verdient.

    Die Demokraten haben seit 2 Jahren die Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus und sind nicht in der Lage, irgendetwas zu erreichen. Sie haben in diesem Fall ebenso versagt wie die Regierung. Man kann sie ruhig dafür anmaulen.

    Man muss das auch im Kontext sehen, Bill O’Reilly ist so. Der macht das häufiger, und das ist nicht ansatzweise das Schlimmste, was er je gemacht hätte.

    Man sollte sich Fox News einfach nicht anschauen, genau so wie man „Countdown“ nicht sehen sollte. Das ist schlecht für den Blutdruck. In der Daily Show und beim Colbert Report kommt er schon gar nicht mehr vor. Für mich sind er und Heraldo Rivera Witzfiguren.

    Nur: Keith Olbermann speit auf MSNBC genau so Galle über alles, was republikanisch ist. Es ist nur angenehmer, weil man mit ihm mehr überein stimmt. Die Art und Weise, wie er bei Letterman gesessen hat, treibt sicherlich auch jedem Erzkonservativen die Zornesröte ins Gesicht.

    Und im Vergleich zu Rush Limbaugh ist „Papa Bear“ ein Schoßhund.

  6. oh ich finde Herr Frank schlägt sich ganz gut. Er hat eine schlechtere Stimme, die nicht so fernsehtauglich ist, wie die O’Reillys, aber er sagt ihm ja: „you’re not goint to take me down“ „in that quote you didn’t listen to“

    da hält er sich wacker

    Aber diese Rechthaberattidüde von O’Reilly nervt wirklich.

    Und zu KEith Olbermann, wenn der sich mal irrt, gibt er es zu und macht sich auch zu einer der „worst person in the World“

  7. Der Witz ist doch, das Frank zunächst wie ein Depp wirkt. Aber dann gibt er O’Reilly extrem gut kontra. Ich würde gerne mal ein paar deutsche Politiker sehen, die so angeraunzt werden.

    Und wenn ich das richtig verstanden habe, haben die Demokraten etwas gegen den Subprime-Wahn unternommen. Aber 2007 war der Karren schon verflixt tief im Dreck.

    Und O’Reilly ist ein gewichtiges Argument für den totalen Überwachungsstaat, denn der Mann hat garantiert einige kinky Geheimnisse in seinem Schlafzimmerschrank, so geht kein normaler Mensch durchs Leben.

  8. kinky: abartig, abnorm, pervers, schrullig, verdreht, verkorkst.

    Rush Limbaugh ist nachweislich drogensüchtig. Ändert nichts daran, dass er eine ziemlich erfolgreiche Radiosendung hat.

    Die „kinky“-Geheimnisse (ich schrei gleich) würden an „Papa Bear“s Erfolg auch nichts ändern.

  9. Danke für den Link aufs Transskript – wenn ich mir den ansehen würde, käme dieses unschöne Cringe-Gefühl.

    Schon in der Einleitung bin ich über was gestolpert.

    Now „The Factor“ has called on SEC Chairman Christopher Cox to resign, Senate Banking Committee Chairman Christopher Dodd to quit, and House Finance Chief Barney Frank to step down from his position.

    Eine Talkshow fordert Rücktritte? Kein „Ich glaube“, kein „Cox sollte zurücktreten“, sondern The Factor has called“. Ein Brüllaf Pundit spielt sich hier als nationale Institution auf.

    Und das Deprimierende: irgendwie ist er das auch.

  10. Drogen wären eigentlich erwiesenermassen kaum ein Problem, „kinky“ dagegen hat einen deutlichen (um nicht zu sagen ausschliesslichen) sexuellen Unterton, und in der Tat wöge so ziemlich jede Offenlegung von sagen wir mal eher bizarreren Vorlieben weitaus schwerer in der Wahrnehmung seitens der bigot-prüden amerikanischen Öffentlichkeit bzw. Medienlandschaft, insbesondere in der konservativen Ringecke.

    Ich mag ihn einfach nicht als Moderator bezeichnen. Er moderiert eigentlich nicht wirklich, moderat ist er schon garnicht. Der Mann ist hauptberuflich ein Demagoge.

  11. Irgendwie wünschte ich mir, solche inquisitorischen Interviews würde es auch in Deutschland geben. Selbst Plasbergs Versuch einer härteren Gangart ist ja doch eher kuschlig geblieben. Nur die eigene politische Agenda die FOX betreibt möchte ich ganz sicher nicht hier haben.

  12. Der Verdacht liegt irgendwie nahe, dass Bill O’Reilly selber Millionen an der Börse verloren hat. Selbst für seine Verhältnisse war der Wutausbruch dramatisch.

  13. Na ja, na ja, na ja. Zuerst einmal muss man feststellen, dass in den USA deutlich stärker zwischen „reporting“ und „op ed“ unterschieden wird. „O’Reilly Factor“ ist keine Nachrichtensendung, auch keine Talkshow, sondern ein „personality magazine“. Ob der ZUSCHAUER das unterscheiden kann, steht auf einem anderen Blatt – genauso wie die Frage, ob ausreichend Zuschauer noch verstehen, das „Daily Show“ Comedy sein soll. O’Reilly ist ein cholerischer Brüllaffe, wie hier schon richtig erkannt wurde.

    Ich erinnere mich, dass RTL in der Frühzeit sowas mal versucht hat, mit Axel Thorer („A.T.“). Ich glaube aber nicht, dass ich sowas hierzulande sehen möchte. Etwas mehr eigene (fundierte) Meinung seitens der Moderatoren wäre hingegen nicht schlecht.

    Highlights des O’Reilly-Bashing waren sicherlich „O’Reilly gegen Geraldo“, „O’Reilly gegen Letterman“, „O’Reilly gegen Maher“, und „O’Reilly gegen Donahue“ (alle bei YouTube). Es zeigt sich, dass O’Reillys Masche sehr durchsichtig ist – und einfach zu knacken, wenn man sich im Griff hat. Schmerzlich offensichtlich wird das bei einem Interview mit einem 16jährigen, der schlicht genau die Zitate schriftlich vorliegen hat, die O’Reilly die ganze Zeit verzerrt, um Recht zu bekommen.

    Rush Limbaugh WAR pillensüchtig, mehr kann man momentan nicht gesichert sagen. Fair bleiben!

    Um die Sache in den richtigen Kontext zu setzen: http://www.youtube.com/watch?v=-teM03FPUow

    Und nun zum Inhalt des Interviews: Auch hier fasziniert mich die Strategie – Schuld am Debakel sind hauptsächlich die Republikaner, das ist nicht zu bestreiten. Wurden die Grundsteine der Krise unter Clinton gelegt? Die Republikaner hatten acht Jahre Zeit, das zu korrigieren! Haben die Demokraten in den letzten zwei Jahren zu wenig gegen die Krise getan? Wie denn – bei einem Präsidenten, der wie kein anderer durch „executive power“ die demokratischen Abläufe außer Kraft setzt? Trotzdem hätten die Demokraten mehr Druck machen müssen. Barney Frank braucht da gar nicht so indigniert tun.

    O’Reilly ist nicht so dumm, den Demokraten alles in die Schuhe schieben zu wollen – ein Unentschieden reicht ihm, um jede weitere Schuldzuweisung abzublocken („beide Seiten haben Mist gebaut – wir sollten jetzt nach vorne schauen“). Es ist das, was Maher „a wash“ nennt – man labert so lange, bis irgendwie alles ein Brei wird, und am Ende keiner mehr weiß, wer für was verantwortlich ist.

    Interessant ist aber, dass Maher dann als Konsequenz nur die Rücktritte von Demokraten fordert.

  14. @Stefan
    Schön dass du Latein kannst. Landläufig versteht man unter Inquisition aber ganz sicher keine „Erforschung“ oder „Untersuchung“. Die Inquisition wusste auch schon alles vorher, daher passt die Beschreibung seines Interviewstils als inquisitorisch.

  15. Ich weigere mich schon, von einem „Interviewstil“ zu sprechen. Seine Halsschlagader ist geplatzt, und er versucht den Gegner totzubrüllen.

  16. Hm. Bevor hier weiter diskutiert wird, was kinky ist und was nicht, kann ich nur empfehlen, mal „O’Reilly“ und „Falafel“ zu googeln. Man lese und staune.

    Daß O’Reilly einfach mal „so ist“, ist übrigens keine Entschuldigung dafür, ihm für’s „er selbst sein“ auch noch Sendezeit zu gönnen. Im Gegenteil.

    Der Vergleich mit Olbermann hinkt meines Erachtens auch. Dessen Vehemenz ist auch nicht immer richtig und angebracht, er hat nicht immer Recht, aber ich kann mich nicht erinnern, daß er Gesprächspartner so behandelt, wie es O’Reilly routinemässig tut.

  17. Mir fehlt jetzt die Detailkenntnis zum obigen Video deswegen hier nur ein allgemeiner Beitrag von mir… manchmal wünsche ich mir schon das Verantwortliche, die Mist gebaut haben, hart an die Kandarre genommen werden. Moderatoren hierzulande sind alle irgendwie weichgespült, und trauen sich gar nichts. Woran das liegt weiss ich nicht aber wenn Frank Plasberg schon als der härteste Nachfrager gehandelt wird dann ist das eigentlich ein Armutszeugnis. Schaut man sich die Diskussionsrunden im deutschen Fernsehen so an, dann muss man sagen das auf Fragen sogut wie nie direkt geantwortet wird, es wird ausgewichen, herumlaviert oder sogar offensichtlich gelogen. (Es gibt natürlich Ausnahmen, aber das sind wie gesagt: Ausnahmen) Und wäre ich Moderator dann würde mir aber auch die ‚Halsschlagader‘ respektive der Kragen platzen. Irgenwann hat man eben genug von dem ganzen ‚BS‘ den man da zu hören bekommt. Also ich persönlich wünsche mir schon eine härtere Hand. Eine weitere Unsitte, die mir dabei einfällt: Bei besonders kritischen Nachfragen von bekannten Magazinen (Monitor, Panorama, Zapp etc) hört man immer wieder den Satz: „Wir haben natürlich im Ministerium nachgefragt, aber niemand wollte uns ein Interview geben.“ Leute in solchen Institutionen sind meist Beamte, d.h. sie werden von uns bezahlt und arbeiten für uns, das Volk, von daher sind sie meineserachtens Auskunftspflichtig, oder sollten es zumindest sein. Das ist dann regelmässig die Stelle an der ich weiss warum ich Nichtwähler bin. Diese Arroganz der Menschen in verantwortlichen Positionen unterstütze ich nicht, da mache ich mich ja zum Mittäter. Ich finde das in dem Video dieser ganze Frust ganz gut zum Ausdruck kommt, von daher finde ich es im prinzip gut, auch wenn es nicht zum algemeinen Stil werden sollte.

  18. Kleine Frage:

    Ich dachte bisher, der Job von O’Reilly nennt sich „pundit“ – einfach weil ich das Wort bei diversen US-Medien aufgeschnappt hatte. Darunter stellte ich mir den meinungsstarken „Talkmaster“ vor, der für sich und die Zuhörerschaft sich die Welt zurechtbiegt.

    Dict.leo.org meint das Wort hieße „Fachgelehrter“ – trifft also auf O’Reilly gar nicht zu. Was ist O’Reilly nun? „Talkmaster“? Und wer sind die pundits?

  19. @Stefan. Danke.

    Aber das Wort scheint neu deiniert zu werden. Wenn ich mal die Quelle Wikipedia heranziehe:

    In the English-speaking West, pundits write signed articles in print media (blurbs included), and appear on radio, television, or the internet to opine on current events. Television pundits may also be referred to as talking heads.

    Punditry has become a more popular vehicle in nightly newscasts on American cable news networks. A rise of partisanship among popular pundits began with Bill O’Reilly of Fox News Channel. His opinion-oriented format led him to ratings success and has led others, including Lou Dobbs, Keith Olbermann, and Nancy Grace, to express their opinions on matters on their own respective programs.[2]

    Internet authors trying to create a name for themselves by non-traditional means, may refer to themselves as pundits, and in fact can be considered experts of their particular life experiences or observations[3].

    O’Reilly läuft in der Wikipedia unter anderem als „commentator“ und als „media personality“.

  20. Also ich bleibe dabei, Barney Frank ist eine Wurst die die äußeren Kritiken bisweilen vom eigenen Hirn nur noch so gedämpft wahrnimmt, dass die Schreierei gerade ihm überhaupt nichts ausmachen kann. Der shuged das off und gibt Kontra. Da kann Bill O den Brüllaffen geben wie er will. Ich finde das dann auch nicht ansatzweise unsäglich. Bill ist so, darüber ist sich Frank vorher im Klaren, deshalb gibt er auch so Kontra.

    Wirklich unsäglich ist das jetzt mehrfach angesprochene Interview mit dem Sohn des 9/11-Opfers, wo Bill ihm das Wort verbietet, ihm sagt, dass sein Vater sich für ihn schämen würde, was seine Mutter denken würde und dass er kein Patriot sei. Usw. usf. Da ist mir die Galle hochgekocht.

    Und wer sich jetzt hier gerne darüber in Unverständnis tragen mag, dass ich Bill hier verteidige, der darf sich gerne von mir fragen lassen, warum ich im anderen Beitrag mit theo ganz alleine ohne weitere Hilfe von Anderen über den Sinn und Unsinn des Auseinandernehmens von Fox News-Vergleichen diskutieren durfte.

    Ich versteh schon, dass man Mitleid mit dem lieben Barney haben könnte. Nur hab ich ihn für einen Republikaner gehalten ob seiner Auftritte bei TDS und Real Time. Das mag entweder etwas über meine Auffassungsgabe sagen oder über die Art, wie Barney Frank rüber kommt, wenn er spricht.

    Für mich ist das eine politische Knackwurst und genauso merkbefreit wei George W. Bush. Da hilft schreien auch nix. Es ist einfach das falsche Beispiel für die Unsäglichkeit von Papa Bear.

    Das hier ist das absolute Beispiel. Jeremy Glick ist der Sohn des 9/11-Opfers. Bei dem Video sind mir beim ersten Mal anschauen die Tränen gekommen vor Wut. Wie gesagt – kommt auch in „Outfoxed“ vor…

  21. @30 Sebastian: der shrugged das off (und ich schrei auch gleich). Sei doch so lieb ab sofort andere Leute nicht mehr wegen Anglizismen (vermeintliche und echte) zu kritisieren. Sonst beiß ich dir bald ein Ohr ab ;o)

    @26 Herr „Eisenmann“: Ich gratuliere zu dem mutigen und heroischen Schritt ein Nichtwähler zu sein. Was wäre das für eine tolle Welt, wenn wir alle nicht-wählen würden. Dann sollten wir auch gleich uns nicht-interessieren, nicht-waschen, nicht-atmen, nicht-existieren. Ist ja sowieso alles egal. So, böse genug. Was ich aber sagen wollte, nicht-wählen macht die Sache nicht besser. Das ist ohne Frage eine freie Entscheidung, aber keine Heldentat. Wenn man sich wirklich mit Politik auseinandersetzt, dann findet man auch das kleinere Übel – oder besser, man packt selbst an. Wenn dir dein „geringstes-Übel-Partei“-Ortsverband noch zu lasch ist, dann tritt ein und ändere was.

    @thema: Demagogische Meinungshaber, die mit bräsiger Attitüde ihre dämlichen, zu kurz gedachten Platitüden wie Gülle über ihre Zuleser/Zuhöhrer/Zuschauer ausschütten gibt es auch bei uns in D. An -WEN- ich da speziell denke behalte ich jetzt für mich.

    PS: Ich werd jetzt mal wieder runterkommen, auf meinen Blutdruck achten ;o)

  22. @Thomas Lobig: als ob ich das nicht extra machen würde im Moment ^^;

    Ich würd mir wünschen, dass alle enttäuschten Nichtwähler den Politikern ihres Wahlkreises einen Brief schreiben, warum sie nicht zur Wahl gegangen sind.

    Aber das ist eventuell zu anstrengend.

    Wählen gehen ist Bürgerpflicht. Es ist Ausdruck von Demokratie. Diese Staatsform ermöglicht all die Freiheiten, die wir haben (die im Moment ja massiv eingeschränkt werden). Die einzige Alternative ist maximal noch für meinen Geschmack, den Wahlzettel mit einer netten Meinung zu versehen, und damit ungültig zu machen. So wie ich das Wahlsystem verstehe verringert sich damit der prozentuale Anteil der Extremisten am Wahlergebnis im Gegensatz zur Wahlverweigerung. Das ist so ziemlich das Mindeste, wofür man sorgen sollte – dass diejenigen, die ihre Meinung in Extremen äußern, durch die eigene Wahlverdrossenheit nicht an Stärke gewinnen.

    Noch so ein Grund, warum Dubja zwei Mal gewonnen hat. 50% der Wähler bleiben mit ihrem dicken Hintern sitzen und kümmern sich nicht drum, in welche Richtung ihr Land steuert… es ist zum heulen.

  23. @33 Sebastian: „Ach!“ ;o)
    Und besten Dank für dein Plädoyer. Ich schließe mich ganz meiner Meinung an :o)

  24. Nur um den Schein einer Demokratie zu wahren geh ich doch nicht wählen, das ist doch lächerlich! Gut, Verweigerung trifft es vielleicht besser, aber ich gebe mich nicht dafür her einen Haufen inkompetenter Laberköpfe oder sonstige korrupte Nichtskönner auch noch mit meiner Stimme zu unterstützen. Ich habe auch meine Prinzipien! Die wirklich fähigen Leute kommen doch erst gar nicht in die Politik, erstens weil sie nicht gelassen werden und systematisch weggemobbt werden oder, zweitens, weil diese selbst so schlau sind sich gar nicht erst mit der Kaste der Politiker gemein zu machen. Und das ganze wird ja nur noch schlimmer werden, angesichts des demografischen Bevölkerungsstruktur wird es immer schwerer werden wirksame Reformen durchzusetzen. Es wird unweigerlich zum Zusammenbruch des Systems kommen. Was wir heute beobachten ist nur der armselige Versuch der Politik diesen Zusammenbruch auf irgendeine Art und Weise immer wieder herauszuschieben. Die Bankenkriese ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Das dicke Ende kommt erst noch. Man muss sich mal vorstellen was da passiert. Da erzählt man uns von höchster Stelle das unsere Einlagen gesichert sind. Staatlich. Staatlich heisst durch uns alle. Ich sicherere also mein eigenes Sparguthaben durch mein eigens Geld. Was ist das denn? Es gibt doch nichts schlimmeres als inkompetente, gierige, selbstgefällige und dumme Menschen in verantwortlichen Positionen. Doch es gibt etwas schlimmeres: Wenn diese durch die Politik gedeckt werden. Ich kann gar nicht soviel Essen wie ich kotzen möchte. Und ihr erzählt mir hier was von ‚Wählen ist demokratische Bürgerpflicht‘. Drauf geschissen, sag ich. Nicht solange wir alle mit Anlauf in den Arsch getreten werden und uns dafür auch noch bedanken sollen. Ohne mich.

  25. Schein einer Demokratie? Schauen Sie mal in Putinistan vorbei, wählen Sie da mal die Opposition, oder versuchen Sie, eine Partei zu gründen. Dort können Sie sehr schön sehen, was Schein einer Demokratie ist. Ansonsten hat Sebastian um 14:50 schon alles gesagt: Wenn die alle zu lasch sind – in die Partei des geringsten Übels eintreten und selber was machen.

  26. Brüllen habe ich als Mangel im deutschen Qualitätsfernsehen noch nicht ausgemacht.
    Daß Brüllen mit Härte verwechselt werden könnte war aber zu befürchten – wer inhaltlich schwach ist versucht es stimmlich zu kaschieren.

    Eine gute Nachfrage kann und soll sogar leise formuliert werden.

  27. Stimmt, man muss nicht laut werden. Friedrich Küppersbusch hat in ZAK die Leute immer ziemlich hartnäckig in die Enge getrieben, ohne jemals laut zu werden. Ob er dabei den Leuten ihre Worte im Mund umgedreht hat, weiß ich nicht. Er war aber immer so gut vorbereitet, dass er sofort nachhaken konnte, wenn sich jemand selbst widersprochen hat.

  28. So da bin ich nochmal.

    Juden wählen Obama.

    Ok ich hätte das auch neutraler ausdrücken können mit „Sarah Silverman will, dass Du Deine Großeltern in Florida besuchst“ (damit Du sie dazu bringst, Obama zu wählen) aber das würde hier ja niemanden in Deutschland entsetzen :-)

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