Post von Jo Groebel

Heute schreibt mir Professor Groebel in dieser Angelegenheit:

Nochmal zu Groebel-Niggemeier-Popstars

Es gibt das Phänomen der negativen Bindung, in der Stereotypenforschung das des „Mirror Image“. Danach verhalten sich Antagonisten strukturell ähnlich. Hier Stefan Niggemeier und BILD. Er steht selbst für das, was er an BILD bekämpft, in seinen Jo Groebel-Kommentaren durfte ich es gerade erfahren, nämlich

– Selektive Faktenwahl
– Aussagenverdrehung
– Simples Gut-Böse-Weltbild

Selektive Faktenauswahl: Genüßlich breitet er in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung nur meine Boulevard-Aussagen aus. Der große Rest aus der so genannten Qualitätspresse und der Fachliteratur wird komplett ausgeblendet. Wie kann man sich aber auch unterstehen, überhaupt was im Boulevard zu sagen oder dort keine vermeintlich differenzierten Analysen im Niggemeier-Duktus zu liefern . Lektion: Groebel hat den Pakt mit dem Teufel geschlossen, weil er sich überhaupt im Boulevard äußert.

Aussagenverdrehung: Ich kritisiere den Einbau der (nämlich der gezeigten), nicht einer Sequenz, weise sogar explizit auf ein alternatives „Wie“, nämlich „karge Text- oder Off-Information“ hin. Meine vielleicht durch zuviel Boulevard schon vernebelten Aussage zum Nicht-Zeigen von Victoria ins Gegenteil zu verkehren, ist schon böswillig; aus dem Kontext heraus dürfte ja wohl klar geworden sein, dass ich die visuelle Ausbeutung ablehne, lieber Herr Oberlehrer. Lektion: Versuche gar nicht erst, ernsthafte Argumente zu bringen. Sie werden Dir eh im Munde verdreht.:

Gut-Böse-Weltbild: Böse natürlich sind BILD und alle die, die dort was sagen. Gut sind alle die, die von BILD attackiert werden, auch, ich bleibe dabei, wenn sie realen Tod spekulativ in die Unterhaltung einbauen . Lektion, na klar: Lass Dich bloß nicht mit BILD ein, sonst holt Dich der Niggemeier.

Wie schön für Stefan Niggemeier, wenn die Welt ihm genau so einfach ist, wie er es seinem Gegner unterstellt. .

93 Replies to “Post von Jo Groebel”

  1. Beleidigt?
    Ich find das eine erbärmliche Verteidigung. Liegt wahrscheinlich daran, dass er auf der bösen Seite steht…

    Woher kommt der Text? Irgendwo veröffentlicht? Oder als E-mail o.ä. an Sie, Herr Niggemeier? Und wenn ja, warum redet er von Ihnen in der dritten Person?

  2. @Michael W.: Als E-Mail an mich. Vielleicht redet er von mir in der dritten Person, weil er die „Replik“ auch an andere geschickt hat, aber das müssten Sie ihn selbst fragen.

  3. Irgendwie entlarvend, wenn ein „Medienexperte“ noch nicht mitbekommen hat, wie „Bild“ arbeitet.
    Mehr als lautes Schreien und sich-auf-den-Boden-werfen war das jetzt nicht. Da erwartet man von einem Professor doch anderes…

  4. „Meine […] Aussage zum Nicht-Zeigen von Victoria ins Gegenteil zu verkehren, ist schon böswillig“

    Wo er Recht hat, hat er Recht.

  5. „Lass Dich bloß nicht mit BILD ein, sonst holt Dich der Niggemeier“

    sehr selbstbewusst klingt das aber nicht. wahrscheinlich ist ihm der laden selbst irgendwie peinlich…

  6. ich hab stark den eindruck, dass der groebel seine 8jährige tochter diese Replik hat schreiben lassen…

    schon mal nachgeschaut, ob sie auch bei rpo veröffentlicht wurde?

  7. Holla! Viel Feind, viel Ehr! – Großartig zu sehen, wie sich der Herr Prof. genötigt fühlt, sich, wild-um-sich-schlagend, zu verteidigen.

    Und, hey: Wer hat denn schon was gegen eine ordentlich Auseinandersetzung zu diesem Thema. Ich zumindest verfolge das ganze mit großem Interesse und steigendem Vergnügen. Bin gespannt, wann es in andere Medien überschwappt.

  8. Stefan, so geht das aber nicht. Du kannst nicht einfach nur die platten Sprueche einer Email veroeffentlichen und die ganzen Punkte auslassen, in denen er auf deine Kritik eingeht.

    …bitte sag, dass du sie rausgelassen hast, das kann nicht alles sein.

  9. Die Wahrheit hat weder Waffen nötig, um sich zu verteidigen, noch Gewalttätigkeit, um die Menschen zu zwingen, an sie zu glauben. Sie hat nur zu erscheinen, und sobald ihr Licht die Wolken, die sie verbergen, verscheucht hat, ist ihr Sieg gesichert.

    Friedrich, der Große hat nicht nur durch seinem Beinamen mehr Größe als der Herr Professor…
    Nochmal herzlichen Dank für die letzten Einträge, Herr Oberlehrer.

  10. Ich komm aber doch so langsam ins Groebeln: die Ausschlachtung einer höchst intimen und verdammt traurigen Angelegenheit wie der Tod einer/s nahen Angehörigen gehört in keine Unterhaltungsshow. Eigentlich in keine Show. Auch nicht mittels gefilmter Reaktionen der Showteilnehmer noch durch andere Filmsequenzen. Dieser Aussage des Herrn Groebel kann ich eigentlich nur zustimmen. Dass er seine Meinung der BILD zukommen lässt – so what. Die BILD macht daraus das, was sie in solchen Fällen immer macht und was man von ihr kennt.

    Wo genau also ist nun das eigentliche Problem? Hab ich den Schuss nicht gehört?

  11. vielleicht ist herr groebel einer der menschen, die ob ihrer verquasten satzschachteln am schicksal tragen, von aller welt nur stark verkürzt wiedergegeben, oder, wenn ihre äußerungen komplett abgedruckt werden, nur ausschnitthaft gelesen zu werden. wenn ja, tut er mir leid – allein schon angesichts der emotion hinter der zornigen prosa.

    .~.

  12. Hat er sinngemäß/wörtlich gesagt: „(i) Man darf meine Boulevardstatements nicht mit den anderen Statements messen. Und (ii) es ist gemein, meine ohnehin schon umnebelten Aussagen zu verdrehen.“

    ?!

    Und dann das mit dem Weltbild … Haben wir Los Wochos für zornige, alte Männer? was mich auf die frage bringt, ob helmut schmidt endlich mal wieder bei beckmann raucht …

  13. Es gibt da einen Garfield-Strip, in dem der Kater Jon den Salzstreuer halb aufschraubt und dann das ganze Salz auf dem Essen landet. Jon meint dann „Garfield, das ist nicht nett“. Und Garfield antwortet:

    „Nicht nett… aber komisch“

    ^^;

  14. Man man man. Der Herr Groebel. Das ist ja schon ein Schlawiner. Da schreibt er Ihnen tatsächlich eine Mail.
    Klar ist er rethorisch unterlegen. Er schreibt ja auch nicht jeden Tag Blog. Doch obwohl sie nur halbwegs so unwissenschaftlich, sarkastisch und zynisch ist wie Ihre eigenen Beiträge wird das hier von sämtlichen Kommentatoren sofort wieder aufgegriffen. Aber klar. Als Prof. darf der sowas natürlich nicht!

    So sehr ich Ihren Blog und Ihre Kommentare zur Medienlandschaft schätze, in dieser Diskussion kann ich Ihnen nicht zustimmen.

    Klar ist die Groebelei öfter mal richtig nervig, aber da haben Sie sich den falschen Fall zur Kritik rausgesucht.

  15. In der Sache muss man Groebel durchaus Recht geben. Es ist ja nicht das erste Mal gewesen, dass bei Popstars der Tod eines Elternteils eine Rolle spielte, gleichwohl diesmal etwas behutsamer damit umgegangen wurde. Es ist eben so, dass die „Ausschlachtung“, selbst wenns nur eine kleine ist, Teil des Konzepts dieser und vergleichbarer Sendungen ist.
    Ich sehe Groebel hier vor allem als Moralist: und die Ansicht eines Moralisten kann anhand der Konditionierung auf medial verwertbare, authentische wie konstruierte Emotionen eben auch mal befremdlich, altmodisch oder realitätsfern wirken.
    Es ist übrigens egal, wieviel Popstars nun zeigte. Das es ein Thema ist, reicht aus.

    Jede in kommerzielen Programmen zur Schau gestellte Emotion, jedes vorgeführte Schicksal ist grundsätzlich zu hinterfragen. In professionellen und klug gemachten Formaten wird aber heutzutage lediglich eine Grenze überschritten, die man durchaus überschreiten darf.

  16. @Thomas: Ah, und als „Moralist“ spricht er natürlich mit der „Bild“-Zeitung und hat kein Problem damit, dass sie sein Statement zu einer Sendung, die er nicht gesehen hat, als Teil einer Lügengeschichte verkauft?

  17. „Ah, und als „Moralist” spricht er natürlich mit der „Bild”-Zeitung“

    Da die Bild-Zeitung die Geschichte selbst (und viel mehr) als Popstars „ausschlachtet“ hat das natürlich eine gewisse Ironie. Jedoch sollte man Botschaft und Sender (und auch den Kanal, hier die Bild) nicht in einen Topf werfen, wenn es um Bewertung der Richtigkeit der Botschaft geht. Groebel könnte sogar selbst die Sendung produzieren und danach sagen: „Das geht absolut nicht!“ Er hat dann trotzdem weiterhin Recht bzw. es ändert nichts an seiner Botschaft ;)

    „und hat kein Problem damit, dass sie sein Statement zu einer Sendung, die er nicht gesehen hat, als Teil einer Lügengeschichte verkauft?“

    Ja, das mit dem nicht gesehen ist ein Totschlag-Argument. Das ist geschenkt.
    Und unter Lügengeschichte verstehe ich was anders, als die Tatsache, dass das Mädchen dann nicht direkt gezeigt wurde. Zumindest in diesem Zusammenhang, da es grundsätzlich um die Frage geht, wie man mit sowas umgeht. Ich finde es wie gesagt auch ok, wie das ProSieben gemacht hat, aber ich verstehe was Groebel meint.

    Mann könnte Groebels Motivation natürlich auch hinterfragen, wie es in Deinem FAZ-Artikel angedeutet wurde, nämlich das seine Reputation hauptsächlich darauf beruht, dass er in den Medien häufig vorkommt und das Teil seines Geschäfts ist. Aber das ist bei Dir nicht anders – und trotzdem giltst Du auch bei denen die das wissen als ebenfalls moralische Instanz. Nicht anders sehe ich persönlich Groebel. (Ich hoffe, das ist jetzt keine Beleidigung ;) )

  18. Was wurde von Pro 7 vorab der Presse gezeigt bzw. mitgeteilt? Ist das identisch mit dem, das dann gesendet wurde?

  19. Dazu fällt mir ein Zitat aus dem wunderbaren kleinen Buch Belles Lettres ein: „Wenn ein Magazin mit einer Auflage von 1000 den Chefredakteur eines Magazins mit einer Auflage von 100.000 als Arschloch bezichtigt, dann wehrt sich nur ein Arschloch gegen diese Behauptung.“

  20. @ Stefan (25). Und vor allem (Vermutlich wurde das hier schon gesagt): Der „Moralist“ hat durch seine Statements nicht schlecht am Tod der Mutter verdient.

  21. @Poomerang: Sagt das Büchlein auch etwas darüber wie es sich verhält, wenn ein Magazin mit einer Auflage von 100.000 den Chefradakteur eines Magazins mit einer Auflage von 1000 als Arschloch bezeichnet?

    Unabhängig von der Frage, ob nun Herr Groebel recht hatte oder nicht, würde mich auch noch interessieren, ob es notwendig war, Herrn Groebel in einer derart verachtenden, ins Perönliche hineinreichenden, herabsetzenden Art verbal hinzurichten.

    Welche Möglichkeit hat denn Herr Groebel sich zu wehren?

  22. Verstehe ich die Aussage im 4. Absatz eigentlich richtig?

    [..] breitet er [..] nur meine Boulevard-Aussagen aus.
    Der große Rest aus der so genannten Qualitätspresse und der Fachliteratur wird komplett ausgeblendet.

    Wenn man den Kommentar in der „Bild“ verstehen und bewerten will, sollte man noch die „Qualitätspresse“ und Fachliteratur lesen? Wissen das eigentlich die „Bild“-Leser?

    (Herr Groebel darf natürlich diese Meinung haben, aber schätzt er da nicht die „Bild“/-Leser/-Weiterverbreiter etwas falsch ein?)

  23. @ rw:

    „Unabhängig von der Frage, ob nun Herr Groebel recht hatte oder nicht, würde mich auch noch interessieren, ob es notwendig war, Herrn Groebel in einer derart verachtenden, ins Perönliche hineinreichenden, herabsetzenden Art verbal hinzurichten.“

    Ich verstehe nicht ganz, ob die verbale Hinrichtung jetzt in Poomerangs Beitrag geschieht, deiner Meinung nach, oder im Veröffentlichen der Gröbel-Mail seitens Stefan Niggemeier?

    In beiden Fällen sehe ich nämlich weit und breit nichts Derartiges. Stefan zitiert bloss, mehr macht er nicht, und Poomerangs Beitrag läuft darauf hinaus: Ein Bernhardiner, dem ein Dackel ans Bein pisst, muss nicht zurückpissen. Er hat es nicht nötig. Wo ist also die Hinrichtung? Möglicherweise in einem der anderen Beiträge, könnt ich mir denken, aber da musst du schon genauer sein und belegen, worauf du dich beziehst.

    Das gilt auch für Beitrag # 16, der keine Arggumente bringt, und auch wenn ich mich nicht immer auf Hörrn Niggemeiers Seite wiederfinde, kann ich hier kein Falsch an seinem Handeln entdecken: er sagt, was Gröbel unter dem Titel des Medienexperten sagt (bzw. was von Gröbels Gesagtem in der Bild erscheint), kann Hinz und Kunz auch sagen. Und damit hat er ja Recht. (Bis auf Skandalon natürlich…)

  24. @Poomerang: Und Cornflakes? Steht da auch was ueber Cornflakes drin?

    @Thomas: Das „Nicht gesehen“ ist kein Totschlagargument, auch kein geschenktes, sondern ein Argument. Den Rest, den Sie schreiben, verstehe ich nicht.

    Ich weiss, ich hoere ja schon auf, ich kriege von sowas nur schlechte Laune.

  25. @34: Ja, das war mißverständlich. Mit der verbalen Hinrichtung meinte ich den Artikel in der FAS. Wenn Du da wirklich nichts erkennen kannst, was in Richtung einer verbalen Hinrichtung geht, sondern lediglich Zitate, brauchen wir das hier nicht weiter zu vertiefen. Dann lass uns einfach darauf einigen, daß wir das komplett anders bewerten.

    Was den Betrag von Poomerang angeht, wollte ich (Deine Abwandlung aufgreifend) nru die Frage stellen, wer hier der Bernhardiner ist und wer der Dackel.

  26. @rw: ok dann klärt sich das Bild. Deine Frage, ob es notwendig war, Gröbel „in einer derart verachtenden, ins Perönliche hineinreichenden, herabsetzenden Art verbal hinzurichten“, ist aber trotzdem hinfällig, denn seit wann hat Polemmik notwendig zu sein? In dieser Hinsicht wiederum hat Gröbel Recht, wenn er Niggemeier Einseitigkeit oder Selektivität entgegenhält, denn das ist nunmal ein Charakteristikum von Polemik. Wir würden aber alle einschlafen hier, wenn der Hausherr bei allen Themen immer alle Seiten ohne subjektive Meinungsäusserung ausgeglichen beleuchten würde (vorausgesetzt, so was ist überhaupt möglich), denn: wo bleibt da der Spass? Es geht beim Blog doch um die Sicht eines Menschen zu einer bestimmten Sache, und beim Zeitungsartikel genauso. Ohne verbale Hinrichtungen im Stile eines Max Goldt oder Wiglaf Droste z.B. könnte ich gar nicht, ich habe Spass an sowas, weil es überhaupt erst Würze in die Sache bringt. Falsch ist sie selbstverständlich dann, wenn sie auf wehrlose Opfer trofft, auf unmündige Personen, die das Rüstzeug zum Wehren nicht besitzen. Gröbel ist jedoch nicht so einer, ein arrivierter Professor kann ja wohl mal Schelte vertragen, daher ist eher er der Bernhardiner hier.

  27. Ich unterstelle, viele, die schon mit Groebel im Verhältnis Journalist – Experte zu tun hatten, kennen die Plattheiten, die er abliefert. Bei mir ist es jedenfalls so. Insofern haut mich das Gelesene nicht um, aber sicher haben viele beim lesen von Stefans Kommentar genickt. Die Inszenierung mit dem Digital-Institut (was machen die überhaupt?) ist jedenfalls so ungenial nicht, das muss man ihm lassen.

  28. Eine Frage, Stefan: Hat er unrecht? Nein, ich ziehe die Frage zurück zugunsten dieser Frage: Ist das wirklich wichtig?

  29. @37: Zur Frage von Bernhardiner und Dackel wollte ich nur darauf hinweisen, daß der Artikel in der FAS erschienen ist und nicht nur hier in diesem Blog. Welche Mittel Groebel hat, sich dagegen zu wehren, erschließt sich mir nicht. Wäre aber wichtig, wenn man bedenkt, daß Stefan ja nicht bloß zitiert, sondern festellt, was Gröbel eigentlich meint und was seine Meinung in der Konsequenz bedeutet – selbst wenn Gröbel das Gegenteil behauptet (wenngleich das auch das Gesagte widersprüchlich erscheinen mag).

    Ich habe weder etwas gegen Polemik, noch gegen einen rein subjektiven und einseitigen Kommentar – mich stört dieses Verachtende, Herablassende. Ist mir – bei aller berechtigten Kritik in der Sache – einfach zuwider.

    Der Vergleich mit Max Goldt zeigt, daß wir hier nicht zueinander kommen. Max Goldt hat nicht eine einzige Zeile veröffentlicht, in der er eine identifizierbare Person des (halb)öffentlichen Lebens derart persönlich niedermacht.

  30. Ist ja interessant, dass das hier solche Wellen schlägt. Gut, dann muss ich auch mal ran. In medias res:

    Also, die Medienlandschaft wimmelt doch nur so vor exhibitionistischen Heuchlern. Und die Medienkritik wimmelt nur so vor hypokritischen Heuchlern. Beide ergänzen sich, laben sich an derselben Quelle.
    Echte Medienkritik – die mit der verdienstvollen Geschichte – à la N. Postman, M. Foucault etc. ist eigentlich immer pädagogisch orientiert, sie verurteilt Medien-Attribute wie den Voyeurismus oder den Solipsimus oder auch einfach die Huldigung des Schwachsinns.
    Echte Medienkritik kennt ihr Objekt.
    Echte Medienkritik verzichtet auch auf eigenen Voyeurismus.
    Echte Medienkritiker sind zu schlau, sich nicht auf Nebenkriegsschauplätze locken zu lassen.

    All diese Punkte berechtigen zu Kritik an dieser einen (sic!) Medienkritik von Herrn Prof. Groebel. 1.) Er kennt sein Untersuchungsobjekt offenbar nur unzureichend. 2.) Er bedient via BILD wissentlich selbst den Voyeurismus. 3.) Er ließ sich auf einen Nebenkriegsschauplatz locken.

    Zu 3.) Die Sendung „Popstars“ ist doch nicht durch diese eine Folge plötzlich voyeuristisch geworden! Das zu behaupten ist heuchlerisch und hypokritisch. Was war denn so abstoßend? Doch wohl nicht die verwirrte Nebendarstellerin Victoria oder das Mitleid ihrer Leidensgenossinnen. Abstoßend ist schon eher die Selbstinszenierung des Boot-Camp-Seargents Detlef D. Soost (o.s.ä.) mit den hedonistischen Sprüchen und den (echten?) Tränen – das ist wahrer Exhibitionismus und vollendeter Schwachsinn.
    Die Sendung an sich ist voyeuristisch und schwachsinnig. Das heißt noch lange nicht, dass Pro7 sie nicht senden und ruhmsehnende 13jährige sie nicht gucken dürfen.

    Wenn ein (falscher?) Medienkritiker eine offenbare Nebensächlichkeit und ein solches Schein-Tabu zum Anlass nimmt, auf solch Marketing-freundliche Weise seine Kritik loszuwerden, dann muss man das kritisieren dürfen.
    Finde ich.

  31. @ rw:

    Goldt hab ich nur der Polemik willen herangezogen, von Verachtung hab ich nie was gesagt.

    „mich stört dieses Verachtende, Herablassende.“ Wo kommt das denn vor?

    Vielleicht ist e ja nur eine Geschcmacksfrage, was du als herablassend empfindest seh ich womöglich nict so. Womöglich auch eine stilistische Frage…

  32. Also ich habe mal wieder nicht begriffen, was der Gehenkte in diesem Fall genau Schlimmes getan hat, außer seine Meinung zu äußern. Okay, sie beruht auf Unwissen, mag opportunistisch und platt sein, aber warum ist sie auch nur eins dieser Pranger-Postings wert? Die Medienlandschaft besteht zu einem großen Teil aus Leuten wie Groebel: Experten, die schnell bei der Hand sind und einfach nur den von Redaktionen konstruierten Quatsch abnicken und sich nette Zitate dazu ausdenken. Wo ist also das Problem?
    Und mal was ganz anderes: Selbstverständlich kann man die Meinung vertreten, dass der Tod eines Menschen in einer Unterhaltungsshow mit Detlef D! Soost nichts verloren hat! Hallo?

  33. @42: Genau das meinte ich schon unter #36 vorgeschlagen zu haben. Mir hat die Art und Weise nicht gefallen, Dir schon – sei’s drum.

  34. @ajo: Ach so, und Sie schreiben:

    Die Medienlandschaft besteht zu einem großen Teil aus Leuten wie Groebel: Experten, die schnell bei der Hand sind und einfach nur den von Redaktionen konstruierten Quatsch abnicken und sich nette Zitate dazu ausdenken. Wo ist also das Problem?

    Genau da?

  35. Naja, aber die E-Mail bleibt ja nicht unkommentiert. Das Prinzip vom Pranger ist ja, dass das Volk die Drecksarbeit übernimmt :-)

  36. Aber das gab es doch schon immer? Groebel hat doch nur gemacht, was er immer macht: Sagen, was alle sagen. Also mir fehlt da irgendwie die Story.

  37. @ajo:
    Der Witz an Experten ist eigentlich, dass sie Expertenwissen vermitteln sollten, also dem Laien eher unbekannte Fakten und Erkenntnisse – nicht dass sie redaktionskonstruierte Volkspolemik durch ihre vermeintliche/suggerierte Autorität willig und unkritisch adeln. Das *ist* die Story. Dass es das „schon immer gab“ macht es doch nicht besser.

  38. Nun mich würden ja jetzt wirklich mal Zitate von Joe Groebel aus den Qualitätsmedien interessieren. Google gibt da irgendwie nicht so viel her, da findet man in erster Linie Zeugs über sein Popstars-Zitat.

    Dann hab ich noch was von einem Goethe-Institut gefunden:
    http://www.goethe.de/wis/med/thm/de1380406.htm
    Da ist die Aussage aber auch eher platt, wenn auch zugegeben nicht wie Stefan in seinem Ursprungsartikel geschrieben hat, eine Meinung die „der grundlos erregte Mann auf der Straße auch sagen würde“

    Dann habe ich noch ein Interview mit Joe Groebel gefunden in der neuen Luzerner Zeitung (da weiß ich nur nicht, in wie fern das ganze zu den Qualitätsmedien gehört).
    http://zisch.neue-lz.ch/news/artikel.jsp?ref=30264654
    Da finde ich jetzt meiner Meinung nach auch nicht so den Tiefgang, aber auch in diesem Fall durchaus eine andere Meinung, als der Mann von der Straße.

    Aber man erkennt schon einen qualitativen Unterschied seiner Aussagen gegenüber Boulevard-Presse und „Qualitätspresse“. Wobei das dann allerdings auch schon wieder den Eindruck macht, als erzähle er den Leuten nur das was sie hören wollen. Die Boulevardpresse ist halt mit den von Stefan genannten Plattheiten zufrieden. Die Qualitätspresse verlangt dann schon nach einer etwas außergewöhnlicheren Meinung, also gibt er Ihnen diese.

    Von daher lösen sich für mich zumindest nicht alle Kritikpunkte von Stefan auf, wenn ich mir auch die Qualitätsmedien ansehe, wobei ich eben zugeben muss, dass ich da auf die Schnelle auch nicht viel gefunden habe. Von daher wäre es interessant, wenn noch jemand etwas mehr auftreiben könnte.

  39. Telefon klingelt bei Groebel:
    Bild: „Hallo Jo, heut abend bei Popstars, da will ProSieben zeigen, wie die Verena vom Tode ihrer Mutter erfährt! Das geht doch nicht, oder?“ Groebel: „Nee, das geht nicht.“ Bild: „Da geht das Fernsehen doch zu weit, ne?“ Gröbel: „Jau, da gehen die zu weit. Das geht nicht. Das grenzt ja an Ausbeuten eines privaten Lebensfalles.“ Bild: „Danke Jo, da stricken wa jetzt mal ne schöne Geschichte draus.“
    Jede Wette, das es so oder ähnlich abgelaufen ist und das ganze Gespräch keine drei Minuten gedauert hat. Mal angenommen, die Bild hat gegeüber Groebel wirklich suggeriert, das die Todesnachricht gezeigt wird, hat er dann nicht richtig geantwortet? Unabhängig davon, das er wissen müsste, mit wem er spricht und was dabei an Schlagzeilen rauskommen kann?

  40. „Wissenschaftler“, die sich der Bild-„Zeitung“ willig zur Verfügung stellen, nimmt in der Fachwelt ohnehin niemand mehr ernst. Also einfach ignorieren.

  41. ich finde es lustig, dass sich Herr Groebel überhaupt veranlasst fühlte, auf Stefans Artikel in dieser Art zu antworten. Für einen veritablen Professor und Medienexperten schon recht dünnhäutig.

    Groebels Kritik an der Sendung macht Sinn, wenn er das, was BILD ihm dazu gesagt hat, ungeprüft geglaubt hat.
    Aber welcher seriöse Medienexperte und Wissenschaftler hätte das getan ? Er hat über eine Sendung geurteilt, die er noch nicht mal gesehen hatte, auf Basis von Informationen, die er von der BILD bekommen hatte. Und das ist nun wirklich fahrlässig.

    Das man kaum als anständiger Medienkritiker rüber kommen kann, wenn man sich – ausgerechnet – in der BILD äussert, kommt dann noch dazu. Ein Medienkritiker, der in der BILD Voyeurismus anprangert, schiesst sich ja quasi selbst in den Fuss.

  42. @50:

    Also, ich fand das hier schon ganz aufschlussreich. Vom Januar ´08, es ging um DSDS und Dschungelcamp. Er sagt darin:
    „Durch den Flankenschutz der Presse, in erster Linie der Boulevardpresse, in der Einzelheiten über die persönlichen Lebensumstände der Kandidaten ausgebreitet werden, aber auch durch unser Gespräch jetzt hier, ist eine Sendung wie DSDS ein Format, das eigentlich gar nicht schief gehen kann.“
    Alles klar, oder?

    Aber am besten fand ich:
    „Fast könnte man dem „Dschungel“ attestieren, eine Lanze für bislang als eklig bezeichnete Tiere gebrochen zu haben, hätten nicht viele von ihnen durch Verzehr ihr Leben gelassen. Aber nach drei Staffeln hat der letzte Zuschauer gemerkt, dass Ratten auch freundlich sein können, und dass man an Kakerlaken nicht stirbt, selbst wenn man sie essen muss. Das ist ja irgendwie auch eine Botschaft.“

    Was für eine Botschaft! Was für eine Expertise! Was für ein Experte!

  43. Alles Antagonisten.

    – Selektive Faktenwahl
    – Aussagenverdrehung
    – Simples Gut-Böse-Weltbild

    Hüben wie drüben.

    Und hier in den Kommentaren zu fast allen Themen fast ausschließlich Mitläufer.

  44. …was natürlich nur unter Vorbehalt als Qualitätsmedium gilt… Läuft bei meinen Bookmarks unter Ablage B: Zur Bewährung…

  45. Hallo.
    1. zur Mäkelei an Herrn Groebels Fähigkeiten:
    In dem untenstehenden Link gibt Herr Groebel ein Statement über Mediengewalt, das ist aber holla, ganz schön gut und differenziert:

    http://www.stmas.bayern.de/familie/pk020517a.htm

    Nur weil ein Wissenschaftler im Boulevard platte Statements gibt, bedeutet das nicht, dass er kein richtiger Wissenschaftler ist. Um die Frage geht es überhaupt nicht. Die Politiker, die in Bild schreiben, sind ja trotzdem richtige Politiker. Das ist ja das Schlimme.

    2. Zur Frage, ob und wie Tod in Unterhaltung auftauchen sollte: In fiktionaler Unterhaltung selbstverständlich. In nicht-fiktionaler sehe ich nicht den Grund, selbst wenn es einfühlsame, emotional aufrichtige nicht-fiktionale Unterhaltung wäre. Und wenn doch müsste man sich schon sehr viel erzählerische Mühe geben. Ein Austritt aus den normalen Skripten durch einen Programmänderungsverweis oder eine trockene Mitteilung schien mir geeigneter, Respekt zu zeigen und die Beteiligten zu schützen. Das Thema Tod an einem aktuellen Fall in einer nicht-fiktionalen Unterhaltungssendung zu behandeln, die darauf beruht, alle schönen und schrecklichen Emotionen in perversen double-bind Beziehungen zu dehnen und hysterisch zu schrauben und in denen Detlef D. ein Akteur ist, ist auf keinen Fall richtig. (oh Gott, ich bemerke gerade, ich mache den gleichen Fehler: ich hab popstars schon so lange nicht mehr gesehen. Ich tippe von meinen Erfahrungen mit Popstars und allen anderen Castingshows darauf, aber ich schiebe hiermit meine Unsicherheit hinterher. kann ja trotzdem ne anregung sein.)

    3. Medienkritik in Bild geht nicht, weil stets ein performativer Widerspruch entsteht.

    4. Ich muss Herrn Niggemeier fast immer begeistert zujubeln, weil er so oft eine Meinung formuliert, die in mir nur unbestimmt waberte. Manchmal teile ich die Meinung nicht. Big deal.
    Diese ständige: „Und die Jünger hier jubeln natürlich mal wieder zu“ ist sowas von lahm. Natürlich sind die meisten Leser zum großen Teil seiner Meinung, sonst würden sie nicht fleißig lesen und kommentieren. Und ich finde gut, wenn ehrliche Bewunderung oder Lob ausgesprochen wird. Es gibt einige wenige, die ebenso fleißig lesen und kommentieren, aber fast immer mäkeln. auch gut. Aber eine dieser Positionen als Führerkult oder Neid oder sonstwas herabzuwürdigen ist einfach unter aller Sau, arrogant und kacke. Geht einfach davon aus, dass die Kommentatoren eine eigene Meinung gebildet haben und entweder mit Herrn Niggemeier übereinstimmen oder nicht. Also bitte mit oben genanntem aufhören.

  46. @57:

    das ist natürlich so ein Fall in Reinkultur, keine Substanz, nur sich mal schön einen darauf abgewedelt, übrlegener Individualist zu sein. Scheinbar.

  47. Hm…
    Wenn selbst jemand dieser Art Professor werden darf, schaffe ich es bestimmt auch an den ICC.

    Ich bin ja der Meinung, dass das Mädchen durch den riesen Skandal, den Bild da drum gemacht hat nur mehr geschädigt wurde.

    [EDIT: rest des kommentars gelöscht]

  48. @ 46: Hehe, ja, genau da!
    @ 52: Falsch, denn sich äußerlich panzern und weggucken ist Zynismus pur und Kritik? Nein danke, kein Bedarf! oder was? Die Fachwelt wird immer kleiner oder verformt sich zu einer Flachwelt. Schluß mit der Bescheidenheit!

  49. pwnd! würde ich da sagen. Wenn Antipoden immer gleich strukturiert sind und Herr Niggemeier ein Gegenstück zur Bild ist, dann ist es auch der Herr Proffessor, den er ist ja ein Antipode zu Herrn Niggemeier.

  50. @Mathis, #59:

    warum sollte der Tod nicht in nicht-fiktionalen Unterhaltungsformaten vorkommen ? Diese Formate spiegeln doch das wahre Leben wider, oder geben zumindest vor, es zu tun.

    Wenn man bewusst bestimmte Aspekte des Lebens aus der Berichterstattung entfernt, tut man weder den Zuschauern noch dem Format einen Gefallen, finde ich. Das ist eine künstliche Tabuisierung.
    Mir ist schon klar, dass es Gründe geben kann ( hauptsächlich wirtschaftliche ) negative besetzte Themen wie den Tod aus kommerziellem Fernsehen weitestgehend heraus zu halten, aber notwendig ist es nicht unbedingt, denke ich.

  51. Zur Debatte „Soll der Tod in nicht-fiktionalen Unterhaltsformen vorkommen“:

    Ich denke wie Mathis #59: eher nein. Letztlich gibt es da natürlich kein richtig und kein falsch, jeder kann seine persönliche Meinung vertreten. Der Tod kommt aber ja im Leben von Menschen regelmäßig vor, und gehört zum schwierigsten, was man als Mensch bewältigen muss. Deshalb lehne ich mediale Darstellung in so einer Reality-Show generell ab. Ob nun mit dem weinenden Gesicht der Betroffenen oder ohne. Eine simple Texteinblendung oder ganz rausschneiden hätte es auch getan.

    Argumentationen wie „Reality Shows bilden doch die Realität ab warum dann nicht auch diese“ gehen dabei meiner Meinung nach völlig am Thema vorbei. Im Marmorkuchen ist kein Marmor, und Reality Shows sind keine Realität, sondern wenn dann nur ein willkürlicher Ausschnitt der Realität. Überspitzt: Angenommen, Detlef D! Soost hat einen hartnäckigen Fußpilz, so einer von der hartnäckigen Sorte. Auch das ist Realität, der Fußpilz gehört zu Detlef D!. Wird der deshalb thematisiert? Eben. Auch wenn eine Großaufnahme von Detlefs Füßen sicher auch ein paar Emotionen wecken würde.

    Solche Shows zeigen also einen Ausschnitt der Realität. Vieles wird ausgeblendet. Ich würde auch den Tod ausblenden.

    Man kann aber auch ganz anderer Meinung sein.

  52. Natürlich ist die „Realität“, die man uns in diversen Reality Formaten im Fernsehen präsentiert, künstlich, gescriptet, vorausgeplant, inszeniert, von der Kamera beeinflusst, etc.

    Und natürlich kriegen wir nur den Teil der „Realität“ zu sehen, der nach Ansicht der Produzenten für den Zuschauer von Interesse ist, also Quote bringt.
    Der Tod der Mutter einer der Protagonistinnen gehört wohl dazu, Detlef „D!“ Soosts Fusspilz wohl kaum. Um bei deinem Beispiel zu bleiben.

    Die Teilnehmer in solchen Shows haben sich ja sowieso bereit erklärt, ihre Privatsphäre aufzugeben, und offenbaren einen großen Teil ihrer Persönlichkeit dem Fernsehpublikum.
    Die Grenze bestimmen im Grunde sie selbst, über ihr Verhalten. Denn das die Kameras laufen, wissen sie ja.
    Hat P7 in diesem Fall eine Grenze überschritten ?
    Denke ich nicht. Wenn ich die P7-Sprecherin richtig verstanden habe, hat das Mädchen der Ausstrahlung ja sogar zugestimmt.
    Man könnte sogar argumentieren, dass P7 diese Sache für Privatfernsehen-Verhältnisse noch relativ sauber gelöst hat.

  53. @59: Danke, der Artikel zeigt wirklich was Herr Groebel als positive Beispiele gemeint haben könnte, die im Originalposting von Stefan fehlten.

    Das entkräftet nicht alle Kritik von Stefan, aber bringt das ganze doch, zumindest für mich, auf ein anderes Niveau, wo Herr Groebel nicht generell als jemand ohne jede Ahnung von Medien dasteht.

    Umso unbegreiflicher ist es dadurch aber auch, dass er sich für solche Plattheiten in bspw. Bild nicht zu schade ist.

    Bis auf Punkt 2 sind wir auch einer Meinung. Bei Punkt 2 sehe ich den Kritikpunkt eigentlich früher, beim Sendeformat an sich. Wenn man dieses Format akzeptiert, dann muss man meiner Meinung nach auch eine solche Berichterstattung zulassen. Das Format baut darauf auf, dass der Zuschauer mit den Kandidaten durch Höhen und Tiefen geht, mitfiebert und mitleidet. Warum dann also nicht auch noch am Leid einer Kandidatin teilhaben, die ihre Mutter verliert, besonders wenn dies in einer Form geschieht die zumindest den Respekt vor den Gefühlen dieser Kandidatin erkennen läßt und mit der Einverständnis dieser Kandidatin geschieht.

  54. Sorry, aber ich muss dem Jo in gewisser Weise recht geben. Im Kontext war zu erkennen, was der gute Mann meinte. Natürlich sollte er wissen was passiert, wenn man sich mit der BILD einlässt.

    Aber auf alles einzutreten, was sich mit Bild einlässt, ist etwas zu einfach. Ich finde die alltägliche Kritik an der Bild gut, richtig und notwendig. Aber hier hast du, lieber Stefan, ein bisschen zu viel in die Aussage hineininterpretiert, dir die Aussage so hingelegt, wie du sie haben wolltest und dann bei der Ausschlachtung ein bisschen zu sehr über die Stränge geschlagen.

  55. Kaum jemand, der an Argumentationen interessiert ist. Fast nur vorgefasste Meinungen und einfache Weltbilder, die sich natürlich durch jede differenzierende, nicht ganz simpel-polarisierende Darstellung nicht irritieren lassen, sondern nur bestätigt sehen.

    Es ist so langweilig, und traurig. Aber so erreicht man (und hält man) ein großes Publikum. Das wusste auch schon weiland Herr Springer.

  56. @68: Das hat mit den Sendeformaten zu tun. Ich bezweifele dass man, wenn während der Drehzeit von „Die Auswanderer“ oder „das große Promi-Pilgern“ oder sonstwas ein Beteiligter oder ein naher Angehöriger eines Beteilgten verstirbt, dem Thema und den Betroffenen gerecht werden kann. Und auch nicht in einer Castingshow, weil der Emotionalisierungsgrad so hoch ist, dass echte, tiefe Emotionen da irgendwie beschmutzt werden. Dies ist jedenfalls immer wieder mein Gefühl. Wenn man „colorblind“ und die slomo schon immer spielt, wenn einer mal einen depri schiebt, weil er das Casting nicht gewonnen hat, was macht man dann noch, wenn eine Mutter gestorben ist? platt gesagt.

    Und wenn die Gefahr groß ist, dass man es nicht schafft, sollte man es lieber lassen, ist doch kein Problem. Auf der anderen Seite steht doch nur der Verlust einer Möglichkeit, Sendezeit mit einer anderen hochgejazzten Emo-story zu verbringen. Ist ja nicht so, dass die Macher daran interessiert wären, ein facettenreiches Bild der Trauernden zu zeichnen oder uns interessante Aspekte des Themas Trauer zu zeigen. Daher würde ich diese Daumenregel formulieren: In nicht-fiktionaler Unterhaltung kann dem Thema und den Betroffenen am ehesten durch nicht-in-Szene-setzen gerecht werden
    Wenn solch ein wichtiges und für die Betroffenen heikles Thema, dann in einer langen einfühlsamen Reportage.

    @70: nur weil mich jemand bittet, ihm zu schaden, entweder weil er die situation nicht überblickt oder weil er Wünsche hat, die ich nicht nachvollziehen kann, bedeutet dies nicht, dass ich ihm bedenkenlos schaden sollte. Egal, was die Fernsehmacher machen, sie können sich nie auf „aber wir haben doch jemanden gefunden, der damit einverstanden war“ zurückziehen. Es ist immer ihre Entscheidung und Verantwortung.

    @68 und @73: Ich bin es nicht gewohnt, so viel Reaktion auf meine Kommentare zu bekommen, sonst neigen sie eher zum verhallen. Und ich glaube in Kommentar 62 bin ich zum ersten Mal in meinem Leben im Internet beschimpft worden. Ich bin gerührt, jetzt steht einer Karriere als Profi-Kommentator nichts mehr im wege.

  57. apropos @62: Ich weiß nicht, was sie geschrieben haben, aber seien sie versichert, ich wollte sie nicht beleidigen. mit dem abwedeln meinte ich nur, dass ich keinen inhaltlichen Beitrag in ihrem Kommentar sah und ich hatte mich vorher in Rage geschrieben über genau solche Kommentare, die anderen niedere Herden-motive unterstellen und sich selbst als alleinige mahnende Stimme stilisieren. Ohne ihren Kommentar vorher gelesen zu haben. Also nehmen sie es mir bitte nicht übel, ich hab dann auch niedere Motive unterstellt. Aber ich hatte nicht vor, jemanden zu beleidigen. Nichts für ungut.

  58. Immerhin ist nicht ganz von der Hand zu weisen, daß es zumindest den Anschein haben kann, daß Herr N. indem er die Kritik des Falschen kritisiert, mit eben jenem sich einläßt. Das schließt zwar oft zu kurz, aber bei der Italien-Zigeuner-Geschichte war mir auch teils nicht klar, ob nur die Machart des Skandals desavouiert werden soll oder der aufkeimende Rassismus geleugnet wird.

  59. @#70 B. Schuss:

    Natürlich ist das Konzept dieser Sendungen, Emotionen darzustellen, weil das uns Menschen nunmal unterhält. Aber ebenfalls entscheidend ist doch, daß diese Emotionen über ein künstlichen Wertesystem erzeugt werden, so daß ich mich als Zuschauer davon jederzeit wieder distanzieren kann. Denn praktisch jedem Zuschauer ist ja bewusst oder unbewusst klar, dass das Lebensglück dieser Menschen mit Sicherheit nicht davon abhängt, eine künstlich aufgebaute Hürde (das Casting) zu bewältigen. Es ist aber natürlich unterhaltsam, Menschen beim bewältigen oder scheitern an solchen Hürden zuzuschauen.

    Nochmal um es deutlich zu machen, hier wieder überspitzt: Man stelle sich folgende Szenenfolge in einer Sendung vor:

    Szene 1: 17-jährige bekommt Heulkrampf, weil sie nicht so singen kann wie Whitney Houston

    Szene 2: 19-jähriger bekomt Heulkrampf, weil gerade seine beiden Eltern bei einem Autounfall im Auto verbrannt sind

    Szene 3: 16-jährige bekommt Nervenzusammenbruch, weil sie ihren Text vergessen hat bei der Performance vor Herrn Detlef D! Soost

    Wo ist der Unterschied zwischen Szene 1+3 und 2? Bei Szene 1+3 kann ich jederzeit emotional einsteigen, und wieder aussteigen, wenn ich mir klarmache, daß es für das Lebensglück von Kandidatin 1 sowieso besser wäre, wenn sie erstmal die Schule fertigmachen würde. Und Kandidatin 3 wäre schon einen großen Schritt weiter, wenn sie die ganzen Piercings aus ihrem Gesicht herausfummeln würde.

    Szene 2 ist was ganz anderes. Da kann ich mich nicht distanzieren (höchstens in dem ich mir klar mache, dass es ja nicht meine Eltern sind, aber das ist nun mal zynisch). Vorallem: man braucht sie nicht wirklich für so eine Sendung. Die ganze Kulisse eines Castings wird doch genau deshalb aufgebaut, um ständig Schicksalsschläge ohne Schicksalsschläge zeigen zu können. Warum dann noch nen echten zeigen? Der wird letztlich entwertet, und das halte ich für unwürdig.

    Das Argument „Die Kandidaten haben aber doch unterschrieben, ihr Privatleben öffentlich zu machen“, finde ich grenzwertig, denn meinetwegen kann man Menschen nicht immer vor sich selbst schützen, aber mit diesen Schicksalsschlägen kann ja nun wirklich niemand vorher rechnen.

  60. @Mathis, #76:

    wer sagt denn, dass die Art, wie ProSieben ( I hear you, Iago ) mit der Situation umgegangen ist, dem armen Mädchen geschadet hat ? Menschen gehen unterschiedlich mit diesen Dingen um. Keiner von uns kennt das Mädel wirklich, auch nicht Jo Groebel.
    Vielleicht war die Tatsache, dass nach der Sendung das gesammelte Mitgefühl der Fernsehnation über sie hereingebrochen ist, ja sogar hilfreich ? Vermutlich erfährt sie jetzt sogar mehr Trost als andere Menschen in vergleichbaren Situationen.
    Ich finde, die „Experten“ machen es sich zu leicht ( und handeln vielleicht sogar unseriös ), wenn sie von aussen irgenwelche platten Phrasen dreschen und Urteile fällen, ohne die Person, die es betrifft, überhaupt zu kennen.
    Menschen trauern unterschiedlich, gehen unterschiedlich mit dem Verlust eines geliebten Menschen um. „Medienexperte“ hin oder her, Jo Groebel ist da nicht der Maßstab.
    Mir ist natürlich klar, dass ProSieben nicht ganz uneigennützig gehandelt hat, aber wenn das Mädchen mit der Art der Darstellung und der Ausstrahlung einverstanden war, wo ist dann das Problem ?
    Und wie gesagt, wenn ich mir vorstelle, wie der Sender das Ganze hätte ausschlachten können, lief es eigentlich sehr zivilisiert ab.

  61. Matthias, ich will ja nicht schon wieder auf den Standardzuschauer von Soaps und Reality-Formaten im Privatfernsehen einprügeln, aber bist du sicher, das diese Leute das von dir angesprochene Konzept des künstlichen Wertesystems verstehen ?
    Ich glaube nicht, dass viele von denen einen Unterschied machen zwischen einem Schicksalsschlag, der künstlich von der Show aufgebaut wird, und der im „wahren“ Leben keine Bedeutung hat, und einem „echten“ Schicksalsschlag, der im „wahren“ Leben Bedeutung hat.
    Ich wage mal zu behaupten, dass für alle Teilnehmer dieser Show, genau so wie für die Mehrzahl der ihrer Zuschauer, diese Show ihre „wahre“ Realität ist. Die abstrahieren nicht, und denken sich „naja, ist ja bloss ne blöde Fernsehshow, das Leben geht weiter, geh ich halt zurück an die Uni und studier weiter Jura“.

    Ich stimme dir zu, dass es einen Unterschied gibt, zwischen einem Schicksalsschlag wie dem Tod eines geliebten Menschen im richtigen Leben, und dem Urteil einer Jury in einer künstlichen Fernsehshow.
    Aber ich bin nicht sicher, ob alle Zuschauer und Teilnehmer der Sendung das so deutlich trennen ( können ).
    Nicht jeder hat diese Fähigkeit. Emotionen und der Umgang mit ihnen sind eine komplexe Sache.

  62. Das Ärgerliche an der ganzen Sache ist doch nicht, dass sich wer auch immer dazu äußert, wie Pro7 mit dem Tod der Mutter in einer Reality-Show umgegangen ist. Die Debatte darüber wird doch hier gar nicht kritisiert, eher gefordert. Dass man dazu möglicherweise keine (noch) allgemeingültige Antwort hat, macht die Diskussion doch erst interessant. Aber wenn ein Blatt, das davon lebt, alles zu skandalisieren, was sich dazu scheinbar eignet, vom Unglück anderer lebt und es wenn es sein muss (also wenn es möglicherweise Auflage bringen könnte) auch noch vergrößert, sich über eine Ausschlachtung des Tods empört und dafür auch noch die Tatsachen verdreht, und wenn ein „Medienexperte“ hier freiwillig mitmacht und sich dazu hergibt, diese verdrehten Tatsachen zu kommentieren, dann dient das allem, nur nicht der eigentlichen Diskussion. Und wenn dieser „Medienexperte“ sich dann nicht etwa darüber ereifert, dass „Bild“ ihm die Sachverhalte falsch dargestellt hat, sondern darüber, dass jemand ihm diesen blinden Glauben vorwirft, dann lässt das schon tief blicken.
    Zustimmen muss ich Groebel allerdings zu seinem Absatzes bzgl. „Aussagenverdrehung“. Es ist auch in meine Augen vollkommen daneben, die Trauernde sozusagen in einer Symbolszene zu zeigen. Deshalb fände ich eine Verwendung der tatsächlichen Szene aber immer noch verwerflich.

  63. @75 Jörg Friedrich: Alles schön und gut, aber Ihre Argumentation ist jetzt auch nicht sofort ersichtlich, außer daß Sie offentsichtlich noch schlechtere Laune als sonst zu haben scheinen.

  64. Genauso sehe ich das auch, Inga. Nur zur „Aussagenverdrehung“:

    Ich glaube, Stefan bezieht sich mit seiner Aussage „… und meint, dass es weniger schlimm gewesen wäre, wenn Pro Sieben tatsächlich gezeigt hätte, wie die Kandidatin vom Tod ihrer Mutter erfährt, wie „Bild” behauptet hatte“ auf diesen Satz von Groebel: „Spätestens seit Hitchcock wissen wir, dass die Vorahnung des Schrecklichen in Bildern, hier sehr wohl gezeigt, viel wirksamer ist als das Faktum selbst.“

    Wenn Pro7 „das Faktum selbst“, die Mitteilung der Nachricht per Telefon, gezeigt hätte, wäre es also viel weniger „wirksam“ bzw. „schlimm“ wie Stefan schrieb. Was auch immer Groebel eigentlich mit Wirksamkeit meint – ich glaube, er vermischt da absichtlich oder unabsichtlich Voyerismus (Todesnachricht) mit Angst/Schrecken (Hitchcock-Film), um einen Stich zu machen.

    So habe ich zumindest Stefans Anmerkung verstanden, ohne ihm jetzt was in den Mund legen zu wollen. (Sorry, falls es nicht so gemeint war.) Es wäre deutlicher geworden, wenn man ein „scheinbar“ oder ein „wohl“ mit in den Satz eingebaut hätte.

    An Herrn Groebel, falls er hier mitliest: Die Schlagzeile in der Print-Ausgabe lautete: „…wie Victoria vom Tod ihrer Mutter erfährt“. Laut BILD sagten Sie über die Ausstrahlung „solch persönlicher Szenen“ (dem Erfahren vom Tod der Mutter) „das geht absolut nicht“.

    Sorry, aber wieso wenden Sie sich nicht an die Herrschaften von der Bild, wenn der Eindruck, der dort erzeugt wird, nicht der ist, den sie erzeugen wollten? Finden Sie wirklich nicht, dass die Berichterstattung über die Popstars-Folge übertrieben ist und die Darstellung von Pro7 so sensationsgierig und voyeristisch gar nicht ist, wie es von der BILD dargestellt wurde? Haben Sie denn wenigstens jetzt die Sendung selbst gesehen? Mich würde wirklich interessieren, ob Sie an Ihrer Kritik in der Form festhalten, nachdem Sie die Sendung selbst gesehen haben.

  65. Betrachten wir die Kernfrage: Warum äussert Jo G. so dünne Sprüche wie die, die von Stefan Niggemeier kritisiert werden? Nun, ich sehe da vor allem den folgenden Grund: Ein Wissenschaftler möchte in seinem Feld etwas Grundlegendes bewegen. Bedeutende wissenschaftliche Erkenntnis gibt es nur, wenn der Forscher sehr gut ist. Ist das Feld gross, beliebt oder komplex, so fällt diese Aufgabe entsprechend schwer. Aber er kann Meilensteine erreichen, die suggerieren, dass er super ist: eine glänzende Promotion, eine schicke Forscherstelle, eine Professur, Peer Reviews, Fördergelder, Auslandsaufenthalte, etc. Nun kommt aber in den meisten Fällen irgendwann der Zeitpunkt, an dem eingesehen werden muss, dass der Wissenschaftler zwar „besser“ (bzw. erfolgreicher, kompetenter – ganz nach Sichtweise) ist in seinem Tun als der grösste Teil der arbeitenden Bevälkerung (und vielleicht auch der Kolleginnen und Kollegen) – er ist etwas „Besonderes“ -, aber ein Genie ist er trotz alledem dann doch nicht. Jo G. ist weder Freud noch McLuhan noch irgendein anderer Medientheoretiker oder -analytiker dieses Formats. Was bleibt also? Auf irgendeiner langweiligen Professur auf die Rente warten? Nein: Als Medienkenner kennt er die Spielregeln und Tricks und nutzt sie geschickt für seine Zwecke. (Auch wenn das, wie im Falle seines Europäischen Instituts, nicht immer gutgeht.) Wenn die eigene Genialität so genial nicht war, dass die Kolleginnen und Kollegen ihm huldigen und ihn in den Forscherolymp hieven, so reicht es vielleicht ja noch für einen Expertenstatus in der breiten Öffentlichkeit. Die Flucht in die Masse verschafft dem enttäuschten Wissenschaftler dann Autogrammwünsche, Fernsehauftritte, Interviews – kurz: Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ein hohes Gut in der Medienwelt. Jo G. hat irgendwann bemerkt, dass seine Vorhaben zwar durchaus honorig gewesen sein mögen, der ultimative Durchbruch jedoch versagt blieb. Man kann dies beispielsweise an der etwas aufdringlichen Art und Weise der CV-Gestaltung erkennen. Wer in Academia seit Jahren einen exzellenten Ruf hat, der kann sich jegliche Prahlerei schenken – er wird rezipiert und respektiert. Jo G. hingegen möchte tagtäglich die Konsumenten von seinem Können überzeugen. Für den Medientheoretiker-Olymp hat es nicht gereicht – auf dem Gebiet der Selbstdarstellung mit dem Ziel der Aufmerksamkeitsgenerierung setzt er jedoch zweifellos Massstäbe. Ist doch auch etwas – oder?

  66. Oh, war mein Vergleich zu krass?
    Dann versuche ich das mal anders auszudrücken.

    Wer sich an etwas ethisch schechtem beteiligt, macht sich an dessen Schlechtigkeit mitschuldig.

  67. Naja, das ist doch nix neues, dass Herr Niggemeier an einer tödlichen Krankheit leidet: Zuviel Zeit. Und einem Internetanschluß.

  68. @ 88, wie so einige, die ihre kostbare Zeit damit verschwenden, auf ihrer Meinung nach völlig überflüssigen Blogs völlig überflüssige Kommentare zu verfassen.

  69. @89
    Es kann sich natürlich jeder Chris nennen, auch wenn derjenige gar nicht so heißt.

    Aber wenn es der Chris ist, den ich dahinter vermute, überrascht das peinliche Rumgeätze nicht weiter. Der kann sonst nichts. Und die fehlende Angabe seiner Blog-URL verwundert dann auch nicht weiter.

  70. Spannend bleibt ja auch die Frage, wieviel Substanz da wirklich ist:
    – Nachdem Groebel das einstmals gutgehende Europäische Medieninstitut in Düsseldorf abgemanagt und rund 30 Leute entlassen hatte (nicht ohne dass sich – ich glaube der Aufsichtsrat – über die unmässigen Reisekosten von Prof. G vorher kritisch geäussert hatte) darf er nun das Deutsche Digital Institut vertreten.

    – Das angeblich unabhängige DD-Institut ist ja branchengerüchtehalber von SES Astra finanziert. Über Forschung kommt das Geld wohl dort nicht rein. Das nenn ich einen unabhängigen Medienexperten.

    – Und hat irgendjemand mal gecheckt, ob der angeblich Professor dies WIRKLICH (noch) ist. Zumindest in Deutschland braucht man normalerweise dafür eine Stelle an einer Uni, nicht einen vermutlichen Job als verdeckter PR-Mann für Astra…
    – Oder zählt seine alte Zeit in Amsterdam immer noch als Professur heute?

  71. Noch ein Nachtrag: mir kommt es vor, dass die diversen (wissenschaftlichen) Veröffentlichungen zwar seinen (Herausgeber-)namen tragen, aber ob da auch wirklich immer Groebel drin steckt, wo es drauf steht… darueber kann man trefflich „groebeln“…

  72. „lieber Herr Oberlehrer“
    Ja tut mir leid, aber wer solche Formulierungen in eine sinnvoll sein wollende Argumentation einbauen will hat schon verloren. Was ist das denn für ein beleidigtes Kind?
    Der ist doch nicht echt Prof. Dr., oder?

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