40 Replies to “Super-Symbolfotos (48)”

  1. Zweiter Versuch:
    Immerhin steht „Symbolbild“ drunter, nicht etwa „Hier Bildunterschrift zum Symbolbild eingeben.“

  2. Auch bemerkenswert, daß es („ausgerechnet“ möchte man rufen) dem Kärntener ORF so wichtig ist, daß der 18 Jahre alte junge Mann von Beruf tschetschenischer Asylbewerber ist.

  3. @4 Nein, „Asylwerber“ (sic) ist er. In das Lokal ging er mit dem Satz „Wolle Asyl habe?“
    @ORF: „Wolle Tüte Deutsh“?
    Auch mögliches Symbolbild
    Auf dem Bild: links an der Tür das Mädchen (Symbolbild), der Wirt (Symbolbild), in der einen Hand: Insignie des Wirts, in der anderen: das geschah mit dem Tschechenen (symbolisch)

  4. Wenn in Herford vor der Großdisko jemand verprügelt wird, steht auch in Lokalblatt „vermeintlich Täter polnischer Herkunft“. Bei einem Typen, der Spielkasinos ausgenommen hat stand da: „sprach akzentfreies deutsch“. Solche Angaben nicht nur in Österreich Gang und Gebe. Und solange der Täter nicht gefasst wurde, halte ich es für sinnvoll.

  5. @Felix. Zitat aus dem verlinkten Artikel:

    Die Polizei konnte alle fünf Asylwerber aufgreifen. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.

  6. @Stefan:
    Das das war mir wohl bewusst. Im Grunde hätte ich schreiben sollen, dass ich solche Angaben nur dann sinnvoll finde, wenn der Täter nicht gefasst wurde, das wäre genauer gewesen ;)

    In anderen Fällen, wie in dem hier verlinkten Artikel, tragen solche Angaben hauptsächlich zum Schüren von Vorurteilen bei. Worauf ich eigentlich aufmerksam machen wollte, dass es sich keineswegs um ein rein kärntnerisches Phänomen handelt, wie Alberto hier, natürlich mit Anspielung auf die „sehr konservative“ Regierung, die dort an der Macht ist, hervorheben will.

  7. #8

    Bei einem Typen, der Spielkasinos ausgenommen hat stand da: „sprach akzentfreies deutsch”.

    Dann kann’s ja schon mal kein Österreicher gewesen sein.

    Das „Symbolfoto“ ist unsäglich peinlich. Ebenso der Opener mit dem rassistischen Hinweis.

  8. meine Güte, warum soll man es denn nicht schreiben, wo der gute Mann herkommt? Weil es Vorurteile schürt? Klasse Argumentation. Und hätte der gute Mann einen Preis im Alphornweitwurf gewonnen, wäre die Nennung legitim, weil so selten ein Nicht-Österreicher gewinnt. Immer diese Pseudo-Antidiskriminierung, die angeblich vor Diskriminierung schützen soll und doch nur Informationen unterdrückt. Soll doch jeder selber nachdenken und die Meldung interpretieren.

  9. Äh … das kommt darauf an, was sie als das Thema sehen. Die Symbolfotos sind doch immer wieder lustig.

  10. Also ich finde das Symbolfoto ganz schön schwach. Nicht etwa albern oder lachhaft, wie viele der anderen in dieser Serie. Das hat doch nichts mehr mit Illustration zu tun. Da wird ja schon mit dem Foto die Tat trivialisiert. Das ist gleich mal für das Opfer scheiße, für die Zeitung(das Onlineangebot) und für den Leser.

    @Johanna: Ja, solltest Du.

    Cheers, Kuang

  11. @bert, #16:
    Wie oft haben wir zuletzt gelesen, welchen Geschlechts, welcher Nationalität und Hautfarbe die Banker sind, die ums Überleben ihrer Häuser kämpfen?
    Nur so als unschuldige Information?

  12. @ Stefan, 6: Völlig richtig, was Sie da sagen. In österreichischen Texten liest man auch oft z.B. „Anbot“ statt „Angebot“, „Gurtenpflicht“ statt „Gurtpflicht“ oder „Zugsunglück“ statt „Zugunglück“. Das ist korrektes Deutsch – für alle, die es immer noch nicht wissen: Deutsch ist eine plurizentrische Sprache.

    Blodder, 15 weiß das nicht. Das unterstelle ich ihr / ihm jedenfalls, denn dies würde die undifferenzierte Dünkelhaftigkeit erklären, die ihren / seinen kurzen Beitrag so ungenießbar macht.

    Schon seltsam, dass politische Korrektheit nicht jeder Personengruppe (also auch Österreicherinnen und Österreichern) entgegengebracht wird, sondern nur den (vermeintlich oder tatsächlich) Minderprivilegierten. Auch hier erweist sich das ostentative Gutmenschentum (ja, ich sage das einfach mal so, auf die Gefahr hin, hinausgebissen zu werden) als Pharisäertum im neutestamentlichen Sinne.

  13. @ Stefan W

    Dein Vergleich trifft meines Erachtens das Problem nicht. Die meisten Artikel über Banker, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, handelten von der unbestimmten Schar der Banker, auf die die Oeffentlichkeit nicht mehr gut zu sprechen ist. Ab und an kommt auch ein Einzelner vor und ja, ich nahm auch desoefteren wahr, dass Herr Ackermann Schweizer ist. Solche Angaben kann man kritisieren, gehoeren in meinen Augen aber zu einem Beitrag dazu. Denn sonst waere nur noch vom neutralen „Jemand“ die Rede. Deine anderen beiden Punkte halte ich in dem Zusammenhang fuer noch abwegiger: Geschlechtsnennung diskriminiert? Schoen, dann ab sofort alle Personenmeldungen in saechlicher Form. Und Hautfarbe: ist abhaengig vom Beitrag; dass Obama farbig ist, und deshalb in bestimmten Gruppen Vor-/Nachteile hat, stand oft genug in der Presse. Manch einer ging auch an den Rand des moralisch zulaessigen (-> taz & die huette)

    Anderes Beispiel: Ein Deutscher malt in Neuseeland einen Gletscher an. Das steht auch so in der Presse (hier wie da). Diskriminiert die Namensnennung in dem Fall? Ich meine nein, es gehoert zur Information. Haette er die Zugspitze angemalt, wuerde in der hiesigen Medien vermutlich nicht dabei stehen, dass es sich um einen Deutschen handelt. Warum? Weil ein Bub aus Deutschland einen Gletscher in Deutschland angemalt hat. Das ist nachvollziebar. Du merkst, worauf ich hinaus will?

  14. @22:
    Nein, ich wusste nicht, dass Deutsch eine plurazentrische Sprache ist. Ich weiß nicht einmal was eine plurazentrische Sprache ist.
    Vermutlich hängt es mit diesen Ösiworten zusammen .. Zugsunglück, Asylwerber usw. Die sind mir aber auch egal. Die hab i scho verstannn.
    Aber wenn in Österreich jemand akzentfreies Deutsch spricht, dann bestimmt kein Österreicher. :D
    So ist das mit Ausländern. Die einen (Ösis) sprechen kein akzentfreies Deutsch, die anderen (Tschetchies) vergewaltigen deutsche Mädchen. Wieder andere (Türkis) bauen Moscheen.
    Wenn du meinen Ösiwitz schon so ungenießbar findest, wie muss dir dann erst die Galle beim oben zitierten Artikel hochkommen.

  15. @24
    Das sind schlicht Sprachen, die über Landesgrenzen hinaus verbreitet sind. Von daher ist es auch kein Frevel, dass Österreicher und Schweizer ein anderes Deutsch sprechen, als die Deutschen (um es platt zu formulieren, sie sprechen Österreichisch und Schweizisch). Man macht gern mal den Fehler, das als regionale Sonderformen abzutun, aber das ist falsch – es sind schlicht drei unterschiedliche Standardformen der deutschen Sprache. Von daher ist Illes Anmerkung durchaus berechtigt.

    (Anders verhält es sich übrigens bei Deutschen, die kein vernünftiges Deutsch sprechen – da wird das ja gern damit abgetan, dass die Sprache sich ja weiterentwickelt, aber das ist in meinen Augen ein schwaches Argument. Für mich sind die Leute in den Fällen entweder zu doof, zu sehr ans Falsche gewöhnt oder zu borniert, um richtiges Deutsch zu sprechen.)

  16. Ich finde es ja auch ganz schön daneben, eine 18-jährige Frau als „Mädchen“ zu bezeichnen… Und zum Symbolbild: Ist die Bebilderung möglicherweise vollautomatisiert? Sucht da ein Programm nach Schlüsselbegriffen und liefert das entsprechend „passende“ Bild? Man möchte es fast annehmen…

  17. @28: Ok, das ist natürlich auch klasse, wenn die SZ darunter schreibt: Wir wissen, dass dieses Foto nicht zum Artikel passt, zeigen es aber trotzdem, indem wir einen Zusammenhang herbeischreiben… ;-)

  18. @Felix: Oh, danke. Hab ich tatsächlich im Wahn übersehen. Aber auch da spricht niemand akzentfreies Deutsch. Wo spricht man das überhaupt? Was ist das überhaupt?

  19. In OWL sprechen wir sowieso besonders wenig, also weiß man manchmal nicht, wie akzentfrei das ist. Und wenn wir sprechen, dann nuscheln wir eigentlich auch nur. ;-)

  20. Ok wo zum teufel suchen die ihre Bilder aus?, manhätte ja nen WC schild oder ne kabine abbilden können.

    tss vielleicht sind die Bilder mit „Tags“ wie Klo und werden von nem Bot automatisch ausgewählt oder die wirklich so doof.

  21. Ich finde das Symbolbild jetzt nicht so schlimm wie die versuchte Tat selbst. Klar hätte man mit etwas Nachdenken ein besseres Symbolbild finden können, aber wo Menschen arbeiten, da passieren auch Fehler oder Fehleinschätzungen.
    Symbolische Grüße
    vom Eullchen

  22. Jetzt mögen doch bitte mal alle die Hand heben, die das Symbolbild schlimmer finden als die Tat selbst… Mann!
    Gerade bei solchen Themen sollte man doch wohl sensibler sein und sich zumindest Mühe geben, passend zu bebildern. Das ist doch wirklich nicht zu viel verlangt!

  23. Niemand findet das Bild schlimmer als die Tat, auch „versucht“ nicht, das ist doch wohl absolut klar. Gib´ halt zu, dass der erste Satz in Kommentar #35 sehr sehr unglücklich war, und gut is´… (im Übrigen macht ingas Arbeitsplatz ihre Aussagen nicht weniger wahr!)

  24. @ Eullchen,
    ich habe noch nie bei einer Zeitung gearbeitet, aber ich bin der Meinung:
    Es handelte sich um eine Tat und zwar um eine versuchte Vergewaltigung. Das ist das alte Hund-Dackel-Problem…

    +++

    Zur Nennung der Natonalität, bin ich der Meinung, sie gehört zur journalistischen Vollständigkeit – diskriminierend empfinde ich Auskünfte zur Herkunft/Abstammung, also z.B. deutscher Türke oder Russlanddeutscher; genauso beurteile ich die zusammenhanglose Erwähnung Asylbewerber oder Sozialhilfeempfänger oder eben auch Banker

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