Zaubern mit dem Riesen-iPhone

Sie ist der feuchte Traum nicht nur jedes Statistik-Fetischisten (wie ich es bin), sondern vermutlich auch der meisten iPhone-Besitzer: Die Wunderwand von CNN, die Umfragewerte und Wahlergebnisse in Karten und Diagrammen anzeigt, die sich durch Drücken auswählen und manipulieren lassen. Die Magie dieser Wand lässt sich schwer beschreiben. Man muss John King, den Meister dieses Gerätes, an einem Wahlabend gesehen haben, wie er virtuos Staaten antippt, mit der typischen iPhone-Spreizgeste an einzelne Bezirke heranzoomt, entscheidende Gegenden in verschiedenen Leuchtfarben einkringelt.

Dies ist ein typischer Ausschnitt aus der CNN-Berichterstattung vom Super Tuesday:

Die über zwei Quadratmeter große Wand heißt eigentlich „Multi Touch Screen“ und ist von der Firma Perceptive Pixel. Während Peter Kloeppel an Wahlabenden verloren in seinem virtuellen Studio zwischen den Säulen herumwandert, gibt sie John King tatsächlich etwas zum Anfassen — und macht die komplizierten Rechnungen auch für die Zuschauer greifbar.

Und warum schreibe ich das alles? Weil die legendäre (und in diesem Wahljahr besonders lebendige) amerikanische Comedyshow „Saturday Night Live“ in dieser Woche in einer perfekten Parodie ihre eigene magische Wand präsentierte (ab ca. 5:30):

(Mehr über John King und seine Wunderwand im „Austin American-Statesman“. Und CNN zeigt, wie „Saturday Night Live“ sich über CNN lustig macht.)

[via rivva, engadget]