Ördschent Fjutscher Kwestschens

13 Feb 07
13. Februar 2007

Aus dem Manuskript der Rede, die Kulturstaatsminister Bernd Neumann heute anlässlich der „Berlinale Keynotes“ über die „drängenden Zukunftsfragen der Film- und Medienindustrie“ hielt, in der Fassung, die die Pressestelle seines Ministeriums verschickte:

26 Gedanken
  1. 1
    soeren onez says:

    Lübke ik hör dir trabsen

  2. 2
    SvenR says:

    Der denkt jetzt bestimmt „einmal nur mit Profis arbeiten…“

  3. 4
    Alex says:

    Nicht nur beim Englisch sollten Tipps gegeben werden. Nein, auch das Deutsch ist fragwürdig „…dienen den Austausch…“

  4. 5
    xion says:

    Wotzefack?

  5. 6
    joerg says:

    Ju tjub? Ich Depp sage immer „ju tub“. Gleich mal mein Referenten anrufen.

  6. 7
    Chris says:

    Erinnert an die Computerbild bei ihren Anfängen. Keine Ahnung ob das heute noch genauso ist, aber Joysticks hießen Spieletastaturen, was nicht abenteuerlich übersetzt werden konnte, wurde oft nicht weniger exotisch belautmalt.

  7. 8
    niels | zeineku.de says:

    Und dann das betuliche „Minifilme für Handys sollen der neueste Renner sein.“

    Entweder man ist gut informiert; dann weiß man, was ein Renner ist und was nicht oder man hält dazu lieber den Mund.

  8. 9
    Yetused says:

    Fehlen noch:

    Akteur [aktör]

    Web-Sites [wep seits]

    Online [onlein]

    Handys [händis]

    Aja, und die Bindestriche bei „Online Filmemacher“ und „Online DJ“ hat man wohl absichtlich wegen englischer Standardisierung und so weggelassen, ne.

  9. 10
    Lukas says:

    Ich hab aus dem Umgang mit näitiff spiekas und dem Hören von Feindfunk amerikanischen took räidio steeschens auch „ju tuub“ gelernt. Behalte ich auch gerne bei, irgendwo muss man ja individuell sein.

  10. 12
    Chat Atkins says:

    Was meinst du, weshalb alle leidgeprüften Bremer froh sind, dass dieser Mann sich jetzt meistens in Berlin rumtreibt!

  11. 13
    stefan mit f says:

    Vielleicht sollte das Kulturstaatsministerium ihr Vertragshältnis mit der für diesen Beitrag verantwortlichen Beraterfirma überdenken. Oder aber es handelt sich um eine Rede aus dem anglo-amerikanischen (ich habe den Bindestrich als Trennzeichen verwendet!) Wirkungskreis, das von einem Programm automatisch übersetzt wurde? An den besonders kniffligen Stellen hat der Praktikant wissenschaftliche Mitarbeiter nachgeholfen. Handelt es sich bei der namentlichen Nennung der Firma „You tube“ nicht um Schleichwerbung?

  12. 14
    arbeiterdichter says:

    @Bernd Neumann [Noimann]
    So lange der eigene Name nicht transskribiert werden muss vergebe ich alles.

  13. 15
    Martin says:

    @ 6 und 10: [tju:b] ist Standard British English, [tu:b] Standard American English. Der Doppelpunkt zeigt an, dass es ein langer Vokal ist.

  14. 16
    Haarbueschel says:

    Immerhin ist nirgendwo von Röhren die Rede.

  15. 17
    Dirk says:

    Haarbueschel, doch, [tu:b]s sind doch Röhren :)

  16. 19
    Armin says:

    Und ich dachte immer das heisst YouTube, in einem Wort und mit grossem T.

    Von website (oder auch web site) anstelle von Web-Site mal ganz abgesehen. Wenn schon Standardisierung dann richtig…

  17. 20
    grey²³ says:

    @ZAF
    Danke für den Link zur Rede. Sie ist natürlich einfallslos, aber auch amüsant.
    Zum Beispiel das hier: ‚Die digitale Kopie ist von einer solchen technischen Qualität, dass viele sich ihr Kino im Wohnzimmer einrichten und das Kino gar nicht mehr aufsuchen. Dafür nehmen sie auch in Kauf, dass sie einen Film erst Monate nach dem Neustart sehen können.‘

    Nach dem hä, was? Neustart?

  18. 21
    xion says:

    @grey²³: Damit ist folgendes gemeint: Wenn das Heimkino auf Basis der „Microsoft Windows Media Center Edition“ schon wieder abgestürzt ist, dauert es Monate, bis man den Film nach der Systemwiederherstellung endlich betrachten kann. Es ist also völlig korrekt beschrieben. ;)

  19. 22
    massenpublikum says:

    That’s great [Sätz grejt]

  20. 23
    G.K. says:

    Wer sich aus derlei sprachlichen Untiefen bedient, gehört eigentlich auf die web site des DUDEN. Und zwar an den Onlinepranger. Den gibt es da tatsächlich. Genau wie das Besserwisserspiel. Da könnten Politiker sicher auch an Erfahrung im Umgang mit der deutschen Sprache gewinnen.

  21. 24
    massenpublikum says:

    Bestimmt nicht nur Politiker.

  22. 25
    Eedge Schoss says:

    Ich finde das gut, dass so einer dazu was sagt. Denn es braucht ganz viel Mut oder eben soviel Dummheit, über etwas zu reden, von was man nullkommanix Ahnung hat. Ich finde das tapfer von dem Hirni. Außerdem bekommt er dafür ja auch recht viel Geld reingestopft in sich.

  23. 26
    paulina says:

    heh werden wir für dumm verkauft?

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