Crazy-Talk auch nach Bush gesichert

As to speculation on running in 2012, Governor Palin has shown that we will still have plenty of crazy-homeless person syntax after President Bush leaves office…

„That is based on my philosophy that it’s crazy to close a door before you know what’s even open in front of you,“ she said.

That would be a door, Governor.

(Indecision 2008)

Nachtrag (via Jürgen Kalwa in den Kommentaren): Dick Cavett hat einen weiteren wunderbaren Satz von Palin:

My concern has been the atrocities there in Darfur and the relevance to me with that issue as we spoke about Africa and some of the countries there that were kind of the people succumbing to the dictators and the corruption of some collapsed governments on the continent, the relevance was Alaska’s investment in Darfur with some of our permanent fund dollars.

29 Replies to “Crazy-Talk auch nach Bush gesichert”

  1. Dass nun gerade hier Werbung für die Telekom auf meinem Schirm erscheint…deren Schnüfffeleien (auch gegenüber Medienvertretern) ja nun nicht gerade konsequent angegangen werden *kopfschüttel*

  2. @Der Postillon: Oh, Verzeihung, dann wird anscheinend in einigen Browsern über dem Eintrag nicht die richtige Überschrift eingeblendet, sondern „Das hier ist der größte Kracher von Palin“.

  3. Allen Palintologen sei aktuell empfohlen: Dick Cavett, einst DER Talkshow-Moderator und Fernseh-Interviewer Amerikas (und bei dieser Arbeit drei Ligen besser als Kerner und Co.) hat einen schönen Beitrag in seinem Blog in der New York Times abgeliefert. Überschrift: „Der Wortschmied von Wasilla“ (kann natürlich auf Englisch auch Wortschmiedin heißen). Enthält viele schöne Passagen und Zitate. Und diesen Blattschuss: Palin sei eine Person „who seems to have no first language“.
    http://cavett.blogs.nytimes.com/2008/11/14/the-wild-wordsmith-of-wasilla/

  4. @4: Seit wann hat Werbung etwas mit Moral zu tun? Sowas dürfen wir weder von der freien Wirtschaft noch von freien Journalisten erwarten.

  5. Den Wahlkampf habe ich nicht wirklich verfolgt aber beim Blättern durch diesen Blog fällt mir auf, dass sich der Autor doch durchgehend recht abfällig über die Wortwahl Frau Palins äußert.
    Ist die wirklich so schlimm oder der hier entstandene Eindruck von ihr eher ein Phänomen der (erlaubterweise) einseitigen Berichterstattung auf diesem Blog?

  6. Off Topic: Stefan (du darfst mich Der nennen), wäre die Geller-Ufo-Geschichte von gestern abend nicht auch einmal eine medienjournalistische Diskussion wert? Wie siehst du „Galileo Mistery“ und Konsorten? Die simulieren ja Journalismus/Wissenschaft und es gibt genug einfach gestrickte Menschen, die das glauben.

  7. Wie wär’s mit ’nem Beitrag zur Fake-Ausgabe der NYT ?
    Bin gerade durch mit dem Lesen (pdf via SpOn), großartig. Mir kamen fast Tränen: endlich nur (gewünschte) Wahrheiten.
    Ich hab die Amis wieder lieb.

  8. @18:
    Ist die wirklich so schlimm? Ganz ehrlich, die ist noch viel schlimmer. Sowas kann man nicht erfinden, sowas schreibt nur das Leben. Nicht zuletzt haben selbst Parteigenossen, Wahlkampfmitarbeiter und die konservative Presse die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen (milde formuliert), wohlgemerkt schon während des Wahlkampfs.

  9. Das erstgenannte Beispiel ist lachhaft als Beispiel für Palins schauerliche Fehlleistungen. Der Satz ist syntaktisch okay.

    Und was die Semantik betrifft: Unsinnig wird der Satz nur, wenn man der Wortgruppe „open in front of you“ eine bestimmte Bedeutung zuweist (in etwa „right in front of you“, „in open sight“), die aber offensichtlich nicht beabsichtigt ist. Also kein inkohärentes Bild. Aber das schnallt hier ja keiner, ein linguistisch ignorantes Strebertum ist das, geht mir aus den Augen, geht zu Sick.

  10. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was an der Grundeinstellung, Tür erst zu schließen wenn man weiß, was da offen vor einem liegt, falsch sein soll. Dass sich manch einer anders verhält und Türen zuschlägt bevor er weiß, was dann auf ihn zu kommt, macht den Satz von Palin nicht verkehrt.

    Übrigens ist es ganz normal, dass im mündlichen Sprachgebrauch Sätze geäußert werden, die wörtlich aufgeschrieben und aus dem Kontext isoliert merkwürdig scheinen. Natürlich leben Scharen von mittelmäßigen Komikern davon – aber ein Medienjournalist?

  11. Ach, ich wusste, dass diese kleine Ungenauigkeit nachgefragt würde. Nein, du lebst nicht davon in dem Sinne, dass du dir damit deinen Broterwerb sicherst. Auf der anderen Seite lebt der Meinsch nicht vom Brot allein, er „lebt auch von“ Anerkennung und Beifall. Dahingehend präzisiere ich also: „Natürlich versuchen Scharen von mittelmäßigen Komikern daraus Applaus und Zustimmung zu generieren – aber ein Medienjournalist?“

  12. Och jeee. Ich mag ja, dass mein Blog ernst genommen wird. Aber der Grund, warum ich die Zeilen aus Indecision 2008 hier zitiert habe, ist sehr banal: Ich finde sie lustig. Ich habe sekundenlang gekichert, als ich das gelesen habe. Es ist sozusagen mein Applaus und meine Zustimmung für die Pointe der anderen. Mir muss dafür wirklich niemand mehr applaudieren.

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