Programmhinweis

12 Mrz 07
12. März 2007

Frau Borchert (bzw. Lyssa) und ich reden in der „taz“ übers Bloggen und so.

26 Gedanken
  1. 1
    Chris says:

    Mensch, 37 schon!

  2. 5
    Stefan says:

    jaja.

    herr schnitzel, wollten sie noch was sagen?

  3. 6
    MainP says:

    Im gegensatz zum Johnny, jung und frisch. Aber 37?

  4. 7
    poli says:

    37, wow.

  5. 8
    Schnitzel says:

    @ Herr Stefan: Ich finde, „Herr Schnitzel“ hört sich sehr nach Multi-Sterne-Restaurant an. Da gibts dann aber meist keine Pommes. Also statt „schnitzelmitpommes“ dann „herrschnitzelmitkartoffelschnickschnack“?
    hihi an mich selbst.

    Hier sind übrigens selbst die Spamkommentare niveauvoll. Hut ab!

  6. 9
    grey²³ says:

    Mensch, Du bist ja älter als ich. Siehste aber noch ziemlich gut für aus! Was ist Dein Geheimnis?

  7. 10
  8. 11
    grey²³ says:

    LOFL

  9. 12
    pierrot says:

    q/Aber Zeitungen haben zumindest häufig ähnliche Themen auf der Titelseite. Das kann man auch kritisch sehen, manchmal denke ich aber auch, dass das gut ist — einfach weil es bei einer Art gesamtgesellschaftlicher Kommunikation hilft./q

    Das hab ich nicht verstanden, ehrlich gesagt. Wenn ich zu einer Interpretation ansetzen darf, dann heißt das en gros: Massengesellschaften brauchen Gemeinplätze, um überhaupt zu kommunizieren. Und diese Art der Kommunikation ist besser als gar keine. Soweit richtig?

    Was ich nicht verstehe, ist, dass es ausgerechnet diese Gemeinplätze sein müssen, und dass über die Auswahl bestimmter Leitmedien (oder durch Nachrichtenagenturen and so on) nurmehr der Steilvorlage hinterhergesprintet wird.

    Ein zweiter Punkt, den ich nicht verstehe, ist: Für meine Begriffe müssen sich Zeitungen rechnen. Deswegen schaffen es halt auch die Themen auf die Titelseite, die den Verkauf ankurbeln. Dass die Gesellschaft (was auch immer das ist) darüber sprechen wird, hat als direkten Effekt nichts weiter als das die Zeitung nicht eingeht.

    Kannst Du nochmal erklären, was Du genau damit gemeint hast?

    Merci.

  10. 13
    mike says:

    Nette Geschichte (für meinen Geschmack etwas zu lieb), sehr schön die Quadratur, das Problem der „Individualisierung“ (dass das überhaupt mal jemand anschneidet) mit der Zukunft der herkömmlichen Medien zusammenzuführen.

  11. 14
    Stefan says:

    @pierrot: Ich versuch’s an einem Beispiel. Natürlich ist es absurd, wie sich gerade alle Medien auf das Thema Klimaschutz stürzen. Und daran ist auch viel auszusetzen: Die Panikmache, der Populismus, die absehbare Kurzatmigkeit, bevor eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. Und doch hat die Sache etwas Gutes: Tatsächlich reden gerade alle über Klimaschutz. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Politiker sich bemüßig fühlen, etwas dafür zu tun, ist in diesem Moment so groß wie nie. (Ja, auch da mit den nötigen Einschränkungen, dass vieles nur gut aussieht oder übers Ziel hinausschießt oder was weiß ich.)

    Aber was ich meine: Es hilft, dass Massenmedien durch ihren Herdentrieb und ihre Überreaktionen dafür sorgen, dass zumindest für eine sehr begrenzte Zeit alle im Land über ein Thema reden und sich, wie unzulänglich auch immer, darüber verständigen, was zu tun ist. Ich weiß nicht, wie das wird, falls es das einmal nicht mehr geben sollte. Wenn es kein Thema schafft, von großen Mehrheiten gleichzeitig als akut wahrgenommen zu werden.

  12. 15
    pierrot says:

    Hm. Ich versuch’s mal mit einem Gegenbeispiel, weil ich glaube, dass gerade das Thema Klimaschutz als Beispiel nicht taugt: Eben weil es ständig neue Katastrophenmeldungen produzieren wird. So zynisch es klingt, aber so ein Thema ist doch eine eierspendende Wollmilchsau für jeden Zeitungsverleger, ständig neue Meldungen und jeder fühlt sich bedroht (Islamofaschismus fällt in die gleiche Kategorie, finde ich)(d.h. der Begriff, oder was dazu vermittelt wird).

    Also, mein Gegenbeispiel: Ich war ja hocherstaunt, dass es Darfur in die Medien geschafft hat. Und das auch noch ziemlich lange, ganze (gefühlte) drei Wochen. Irgendwann wurde das dann langweilig, weil ständig Morde und Vergewaltigungen und Kriegsverbrechen, wenn man das zu oft bringt, dann kriegste das ja nicht mehr vermittelt. Ich denke, damals war Darfur bestimmt im kollektiven Bewußtsein, gelöst hat es die Situation nicht.

    Was ich glaube: Auch (politische) Lösungen müssen vermittelbar sein, das heißt erstens: es auf die erste Seite schaffen, und zweitens: innerhalb weniger Sätze erklärbar sein. Dass sich Politiker zum Handeln animiert fühlen, glaube ich auch. Ob dieses Handeln dem konkreten Problem entspricht, oder nicht nur ein weiterer Gemeinplatz ist im Versuch, einen Faktor in der Massenkommunikation darzustellen, kann man tatsächlich nur im einzelfall unterscheiden. Aber tendenziell finde ich ein arges Übergewicht Richtung zweiterem.

    Und ich glaube (bin mir aber keineswegs sicher), dass gerade deswegen Zeitungen die gleichen Themen auf den Titelseiten haben, weil 1) dadurch, dass alle darüber berichten, die Berichterstattung einfacher wird, und 2) wichtig ist, was die Medien sagen, und deswegen die Medien wieder sagen, was die Medien sagen, bis es sich totläuft und ein neues Thema hermuss. Ich kenne glaube ich nichts so selbstreferentielles wie Zeitungen (außer Blogs vielleicht).

  13. 16
    pierrot says:

    PS: Ich weiß nicht warum, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es die großen Mehrheiten sind, die ein Thema akut wahrnehmen und dann ändert sich was. Ich glaube eher, dass es häufig kleine Gruppen, Minderheiten sind, die Veränderungen hervorrufen (also nicht Leitartikelvariationen, sondern eher Änderungen der Gesetzestexte, woraufs ja im Endeffekt ankommt). Die Masse, die Mehrheit (und das ist überhaupt nicht wertend gemeint) ist träge. Deswegen kann Massenjournalismus (glaube ich zumindest) auch nicht allzuviel bewegen.

  14. 17
    stefan mit f says:

    Die Fr. Borchert hat „Relevanz“ gesagt und als Beispiel für gemeinschaftliches TV-Erlebnis „Wetten, dass“. Was haben Sie in diesem Augenblick gedacht, aber nicht gesagt, Hr. Niggemeier?
    Übrigens, das mit den 37 Jahren ist ja nicht so schlimm. Angesichts aktueller Zahlen kann man sagen, Sie haben die 1.Hälfte Ihres Lebens schon geschafft. Also quasi den Berg erklummen. Von nun an geht’s bergab. Und zu Ihrem Geburtstag, dem 15.12. kann ich folgendes sagen:
    Der 15. Dezember ist der 349. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 350. in Schaltjahren), somit bleiben 16 Tage bis zum Jahresende. Sie stehen also immer kurz vor dem Ende. Jedes Jahr. Das soll jetzt aber nicht negativ aufgefaßt werden.

  15. 18
    Dr. Frank Huber says:

    Zitat Stefan Niggemeier (taz-Interview):

    „Schon jetzt merke ich, dass ich, seit ich so viel im Internet unterwegs bin, Freunde habe, mit denen es plötzlich wenig gemeinsame Gesprächsthemen gibt, weil sie sich in ganz anderen Welten bewegen.“

    Stimmt — so ein Aquarium ist schon was Schönes …

  16. 19
    paul says:

    Herr Huber, ich glaube nicht, dass Herr Niggemeier Sie damit gemeint hat.

  17. 20
    Stefan says:

    Wobei: Dr. Huber bewegt sich auch in ganz anderen Welten.

  18. 21
  19. 22
    SvenR says:

    Sind das nicht schon andere Sphären?

  20. 23
    paul says:

    Bitte nicht so laut, der Huber vermarktet das bestimmt für sein Blog!

Trackbacks & Pingbacks

  1. Pottblog sagt:

    Die Mission der Blogger: taz-Interview mit Katharina Borchert und Stefan Niggemeier (aktualisiert)…

    In der aktuellen taz findet sich ein Interview mit Katharina Borchert von Lyssas Lounge und WestEins (dem geplanten Internet-Portal der WAZ) und Stefan Niggemeier, der neben seinem eigenen Blog auch für das BILDBlog bekannt ist.
    In dem Interview…

  2. […] taz hat heute mit Katharina Borchert und Stefan Niggemeier zwei sehr erfolgreiche Blogger […]

  3. […] Stefan Niggemeier und Katharina Borchert im Interview bei der taz. Es geht um Kommerzialisierung bei Blogs und um die Zukunft der klassischen Massenmedien. Interessant zu lesen und viel wahres drin. […]

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