Wer erklärt mir den Raab?

Ähm…

…nachdem mir Michael auch nicht weiterhelfen kann, muss ich jetzt doch mal in die Runde fragen: Kann mir jemand erklären, was daran beleidigend war?

Stefan Raab sagte bei der Bambi-Verleihung: „Ich möchte mich heute Abend mal bei einer Frau bedanken, ohne die ich nicht hier oben stünde. Bei Uschi Glas. Danke Mama!“

Ich verstehe, ehrlich gesagt, schon den Witz daran nicht, aber wo ist die Beleidigung? Uschi Glas ist 22 Jahre älter als Stefan Raab, sie könnte rein rechnerisch seine Mutter sein — ein Alterswitz ist es also nicht. Was sonst? Die „Bild“-Mitarbeiter Dominik Hug und Annette Pawlu sprechen von einer „Verbal-Attacke“ und nennen es „einen fiesen verbalen Seitenhieb“ — auf was?

Die Frage ist nicht rhetorisch gemeint: Hä?

[Ausriss: off the record]

84 Replies to “Wer erklärt mir den Raab?”

  1. Hab vorhin beim einkaufen ebenfalls, die Schlagzeile gesehen. Aber BILD-typisch natürlich nur ein Möchtegern-Eklat. Haben wohl immer noch den MRR im Kopf und haben auf so etwas ähnliches gehofft.

    Naja, ich mach mich dann mal fürs Bad fertig. Die Schlagzeile muss dann diesmal mein Spielzeug sein. ;(

  2. Könnte man – wenn man bösartig ist – als Seitenhieb auf Uschi Glas‘ Sohn Ben Tewaag interpretieren und darauf, dass der es eben nicht zu einem Bambi, sondern nur ins Kittchen geschafft hat. Aber da muss man wirklich sehr frei interpretieren…

  3. Alternativ könnte man einen Skandal draus machen, wenn man es wortwörtlich nimmt und es dann so dreht, dass Raab der Frau Glas einen Seitensprung unterstellt hat. Dann hätte er allerdings auch seinem eigenen Vater einen Seitensprung unterstellt…

  4. Ist doch ganz einfach: Stefan Raab behauptet in der Öffentlichkeit ein (unehelicher!) Sohn von Uschi Glas zu sein. Das ist eine Beleidigung – wenn es nicht wahr ist. Oder ist es doch…?

  5. vielleicht hat sie ihm auch in einem privaten Moment gesagt, er soll nciht wieder so viel trinken wie bei den letzten Preisverleihungen auf denen er war.

  6. …vielleicht weil der Raab jede zweite Sendung einen Witz über die Glas macht??? Das wäre schon dann einen riessen Skandal…

  7. Da gabs aber verhöhnendere Momente. Wenn Schmidt z.B. die Fußfessel vorführt und DANN Pooths/Glas eingeblendet werden. Oder wenn von Kollegen, die ausnahmsweise trocken sind, die Rede ist und Jan Fedder groß im Bild(!) ist. Ich fand Raabs Rede klasse, seinen seitenhieb auf Zumwinkel etc.
    Zu Glas und allen anderen: Wer glaubt, sich ständig in der Bussi-Gesellschaft einnisten zu können, verdient mal eins in die Fresse – natürlich nur rhetorisch.

  8. Google hilft da weiter:
    http://www.google.de/search?hl=de&q=Stefan+Raab+site%3ABild.de&btnG=Suche&meta=

    Die Methode „Gib uns Infos sonst gibt es negative Presse“ ist nichts neues und wenn ich mir anschaue was BILD so über Stefan Raab schreibt….. dazugerechnet das über Stefan Raabs Privat-Leben selten was bekannt wird…. man kann es sich denken.

    Dazu noch eine tolle Info aus Wikipedia:
    „1983 beteiligt sich Burda an der Axel-Springer-Gesellschaft für Publizistik, die alle Aktien der Axel Springer Verlag AG hält.“

    Burda Media verleiht den Bambi und was Stefan Raab von dem Wert des Bambis hält hat er ja auch gut zum Ausdruck gebracht in seiner „Dankesrede“ ;)

  9. Vielleicht die Andeutung, eine so vollendete Dame wie die Glas könnte die Mutter eines solchen Flegels sein? Denn die Kinder von „unserem Schätzchen“ sind doch sicher viel besser erzog…nee, das kann es auch nicht sein.

    Ich fand es witzig. Weil einige ECHT dachten, von Raab kommt jetzt eine Dankesrede, wie es sich gehört. Mit Träne im Knopfloch und Dank an Mutter, Gott und die Fußpflegerin.

  10. der gag beruht darauf, dass ihr sohn am selben tag in den knast musste. ich fand ihn grandios und hätte eine solche bemerkung eigentlich von schmidt erwartet, nicht raab.

  11. @9: So wirds sein. Ich freue mich auf Seitenhiebe heute beim Stock Car Event („Die Autos sehen aus, als hätte man sie mit Uschi Glas Hautcreme behandelt“)

  12. Könnte mir auch vorstellen, dass Raab natürlich eine Provokation beabsichtigte (oft genug zieht er über Uschi Glas her, über ihre Kosmetika (da gabs ja auch mal Probleme mit) und ihre seinen Aussagen nach wohl recht „ledrige“ Haut und Schauspielkünste). Aber man kann seinen Satz auch so verstehen: „Danke Mama, ohne dich stünde ich heute nicht hier oben bei Uschi Glas!“ (denn die saß ja wohl im Publikum – ob sie auch einen Auftritt hatte, entzieht sich meiner Kenntnis).

  13. Das ist jetzt ein bisschen blöd, weil ich neulich schon auf Max Goldt verwiesen habe, aber er nun mal auch dazu etwas passendes geschrieben. Nämlich die Beobachtung, dass das Publikum an den blödesten Stellen klatscht. Unter anderem, wenn er einfach den Namen Uschi Glas erwähnt, in einem ernsten Zusammenhang, nämlich ihrer Hospiz-Arbeit. Uschi Glas löst offenbar Lachreize aus.

    Raab bringt seit geraumer Zeit (leider) nichts originär Lustiges mehr fertig, er muss sich wohl auf solche „Trigger“ verlassen. Und Glas ist da halt eine, naja, sichere Bank. Dass ihr Sohn am gleichen Tag ins Gefängnis kam, kam ihm zu Gute.

    Da fällt mir auf, dass ja garnicht nach Raabs Beweggrund gefragt wurde, sondern dem der BILD. Mist… Aber darauf habe ich keine Antwort.

  14. Ich versteh‘ den Witz.
    Aber erklären kann ich ihn nicht. Witze soll man nicht erklären; zumindest DAS sollte doch bekannt sein?!

  15. Och, kooooommt! Irgendwie musste doch über die Veranstaltung berichtet werden …“KEINE VORKOMMNISSE! ALLE HABEN SICH LIEB!“ ! Das wäre doch keine BILD-Schlagzeile gewesen. Ein Eklat musste her! Und sei er noch so weit hergeholt. Ist doch nichts neues. Habt doch ein Herz für die BILD ;-). Ich finde den dazugehörigen BILD.de-Artikel mit der unverholenen Reklame für diese unseligen Leserreportekameras viel fragwürdiger.

  16. Die Themen Uschi Glas/Hautcreme/Ben Tewaag sind/waren ja Running Gags in seinen Shows/Events. Sie haben ihn (wenn man es etwas großzügig interpretiert) erst groß rausgebracht und waren so (wenn man es noch großzügiger interpretiert) eine der Grundlagen dafür, dass er diesen güldenen Hirsch bekommen hat. Das würde zumindest den ersten Teil erklären. Und vielleicht (wenn man es wild spekulierend interpretiert) hat ihn Glas als Witzvorlage (ähnlich einer Mutter) erst zu dem gemacht, was er heute ist.
    Witz-Exegese kann (im Falle Raab) jedenfalls ganz schön kompliziert sein.

  17. Er bedankt sich nicht bei Uschi Glas, Stefan, sondern bei seiner Mutter. Es war mir auch nicht gleich klar. Aber die Aussage ist:

    „..bei einer Frau bedanken, ohne die ich heute nicht hier oben stehen würde bei Uschi Glas. Danke Mama.“

    Klarer und besser wäre wohl:

    „…bei einer Frau bedanken, ohne die ich heute nicht hier oben bei Uschi Glas stehen würde. Danke Mama.“

    Der „Skandal“ ist, dass er sich bei der Preisverleihung über Glas‘ Mutterqualitäten lustig macht. Und das ist eigentlich auch der Witz.

    Alles klar? :-)

  18. Heute ist alles verbale Attacke, was den selbstherrlichen und derart hippokraten Regeln der Bussi-Bussi-Gesellschaft widerstrebt.. Raab ist da quasi ein Abo-Schwarzschaf. Klar hat er mal über Uschi Glas hergezogen, aber hey.. wer nicht? Ich erkenn da auch nix, es sei denn, man impliziert und interpretiert gern und vor allem sehr frei (hallo Springerverlag.. Eure Boulevardformate leben davon!).. in meinen Augen erklärt das alles.

    Solang die dummdeutsche Bevölkerung sowas trägt, degenerieren wir immer weiter zum Konsumlamm der 50er Jahre – fressen, schlafen, einkaufen. Schaut Euch mal um.. Wortwitz und Anspruch (ich rede nur von sitcom – und muss gestehen, dass ich Raab diesbezüglich doch SEHR schätze!) sind selten geworden und wir sind mittlerweile so sensibel, dass Du (übertrieben übertragen) für jeden Blick in Puttchen Brammels Auslage direkt eine Anzeige wg. ungebührlichen Verhaltens rsp. neudeutsch versuchter Vergewaltigung kassierst. Offen und fortschrittlich kann ich das nicht nennen.. im Gegenteil, wir entsprechen immer mehr der PISA-Studie.

    KAMPF DER DUMMHEIT (schließt überkandideltes Gefasel bzgl längst versandeter Ex-B-promis wie Frau G. aus M. mit ein.. kauft sowas bloß nicht am Kiosk)!

  19. Ich weiß, warum BILD einen Eklat daraus macht. :)
    Man lese mal den Schluss des Berichts in der Online-Ausgabe:

    „P.S. BILD-Chefredakteur Kai Diekmann filmte bei der Bambi-Gala mit der neuen „BILD.de Leserreporter-Kamera“ (ab 4. Dezember für 69,99 Euro in 3000 Lidl-Filialen). Sehen Sie hier seinen Video-Blog…“

    Werbung ist eben alles…

  20. Es handelt sich um eine Bild-Schlagzeile. Die Frage nach dem Sinn ist im Grundsatz verfehlt: die Bild informiert nicht, sondern unterhält seine Leser. (Heißt also: mich zwar nicht, dafür aber bspw. unseren Gasgerd, vormals der Bundesschröder.)

  21. Er spielt mit der zweideutigen Satzteilung bzw. Zeichensetzung, „…hier oben stünde, bei Uschi Glas: danke Mama.“ vs. „…hier oben stünde. Bei Uschi Glas: danke Mama.“ Ob das völlig absichtlich so rüberkommt, oder ob er sich angesichts des Publikums mal kurz an ein paar Skrupeln verschluckt hat, sei dahingestellt.

    Beleidigend oder verhöhnend ist daran in jedem Fall natürlich genau garnix. Furchtbar lustig ist es allerdings auch nicht, aber so ist Raab halt.

  22. Ich finde, es IST lustig — weil er halt auch mit den Erwartungen dort spielt, dass er sich jetzt bei jemandem aus dem Promi-Zirkel bedankt,d ann sogar Uschi Glas und das dann 2 Sekunden später — nachdem die Gedanken in den Köpfen losgerast sind –wieder mit zwei Worten zurücknimmt. Fast genial. Und wie schön er die Erwartungen enttäuscht ….

  23. Stefan Raab arbeitet doch traditionell überhaupt nicht mit BILD zusammen, oder? Das dürfte Erklärung genug sein…

  24. versuche schon seit gestern zu verstehen, was die Beleidigung sein soll: ich tendiere am ehesten dazu, dass er ihr damit sagen wollte, dass Leute wie sie, die sich über ihn aufregen, ihn in die Schlagzeilen bringen und damit groß machen!! Also dass Uschi sozusagen die Mutter seines Erfolgs ist oder sowas….

  25. Der Witz daran ist … Stefan macht in seiner Show immer Witze auf Kosten von Uschi Glas (Hautcreme). Da einige (Jung)Stars bei solchen Veranstaltungen meist ihrer Mutter oder Eltern danken, ohne die sie nicht das wären was sie sind, hat er das eben gut kombiniert und das kam dann dabei heraus! ;)

    Also das nehme ich jetzt mal so an. so, weiter im „Bild“ …

  26. Vielleicht ja auch so: Stefan Raab spielt auf das allgemeine Verhalten des Bedankens bei den Eltern an, wie sich gute Kinder halt so benehmen, wenn sie einen Preis bekommen.
    Da Glas‘ Sohn irgendwie nicht in diese schöne Kategorie des Scheins fällt, hat Stefan Raab eben freundlicherweise so getan, als sei er ihr Sohn, damit ihr wenigstens einer mal in der Öffentlichkeit „danke“ sagt, denn dass Glas auf solche Etikette prinzipiell viel gibt, davon kann man wohl ausgehen.

    Dann wäre es ziemlich verletzend und also passend zu einem Humor, den Raab doch scheinbar vor einigen Jahren abgelegt hat (aber warum nicht mal ein Rückfall?).

  27. Ich bin nun wirklich kein Raab-Fan, aber seine Dankesrede trifft absolut ins Mark dieser lächerlichen bürgerlich-spiessigen Springer-Burda-Selbstbeweihreucherungsfestivität. Das beste kam vor dem eigentlichen Eklat, deshalb sollte man sich die Dankesrede zumindest einmal komplett anschauen.

    http://de.youtube.com/watch?v=lBPIZIY7ZcI

  28. Wenn ich das richtig verstehe, dann spielt er einfach mit der Ambiguität der Sätze. So wie die Rettungshundestaffel Augsburg besser rieche als die Frauenfussballnationalmanschaft (Können besser riechen, verstehen Sie mich nicht falsch!), so spielt er mit den Bedeutungen:

    „Möchte ich mich bei einer Frau bedanken, ohne die ich nicht hier oben bei Uschi Glas stünde: Danke Mama“
    beziehungsweise
    „Möchte ich mich bei einer Frau bedanken, ohne die ich nicht hier oben stünde: Uschi Glas – Danke Mama.

    Kein Eklat. Keine Unverfrorenheit (Die Formulierung „Frau von Franjo Pooth“ hätte da mehr Potential gehabt – allerdings mit der Wichtigkeit einer Schülerzeitungs-Schlagzeile.). Einfach nur ein ziemlich billiger Witz, der dann von BILD als ebenso billiges Mittel zur Auflagensteigerung und von Raab zur Festigung seines Rufs als unberechenbares Enfant Terrible genutzt wurde.

  29. Nein, alles gaaanz falsch….Also es war so: Harald Schmidt hatte zu Anfang der Show verschiedene Gäste aus dem Publikum begrüßt, die dann artig aufstanden und sich ihren Applaus abholten. Bei Uschi Glas mache er aber nur ein kurzes ‚Komma‘ und machte direkt weiter mit der Begrüßung. Das hatte zur Folge, dass Frau Glas aufstand, aber keiner klatschte und sie sich schnell wieder setzen mußte. Ende der Ouvertüre, für Glas war der Abend damit schon gelaufen, bevor es vorbei war. Endlose Minuten, Stunden im Bewusstsein: „Mein Auftritt…zerschmettert…mein schöner Auftritt“ Und dann kam Raab und „schenkte“ ihr den zweiten Auftritt. Zack! Boing! Versenkt. So war es! Jawoll!! Der weitaus größere Skandal des Abends war allerdings in meinen Augen der Sendeton, der es nicht mal durch die technische Abnahme eines Bürgerfunks gebracht hätte…

  30. Noch nie bestraft und dann 3 Monate Knast für einen Schlag auf die Nase ?
    Andere prügeln einen Passanten grundlos ins Koma und kommen nicht ins Gefängnis.

  31. Nach dem Fernsehpreis haben sie wohl gemerkt, dass diese spießigen Veranstaltungen mit einem kleinen Skandal gleich viel interessanter sind. Vielleicht nur ein verzweifelter Rettungsversuch all der Preisverleihungen, die da noch kommen werden?
    Anyway, viel geiler fand ich, wie Raab sagte: „Ich möchte, dass diese Leute mit mir in einem Atemzug genannt werden.“ und nicht etwa „Ich möchte mit diesen Leuten in einem Atemzug genannt werden.“ Wen interessiert schon Uschi Glas… Pfff.

  32. Vermutlich sollte die Rede eine Anspielung auf den Sohn von Uschi Glas, Ben Tewag sein. Der muss ja nun eine Haftstrafe antreten. Wenn ich mich richtig erinnere, hat Teewag einmal geäußert, es stünde nur vor Gericht, weil er der Sohn von Uschi Glas sei. Aber so wirklich den Eklat erkennen, kann ich auch nicht.

  33. Der eigentliche Skandal findet in anschließenden Interviews und O-Tönen zum „EKLAT“ statt!
    Wie kann zum Beispiel dieser Herausgeber eines Möchtegern-Nachrichtenmagazins Raab als Unterschichten-Komiker bezeichnen?
    Man kann von dem Metzger ja halten was man will (oder nicht?), aber scheinbar ist er der einzige der in der deutschen TV-Landschaft, obwohl bei Sat1Pro7 beschäftigt, noch etwas bewegt, sich was traut,…

    Deutscher Humor ist, wenn man trotzdem nicht lacht!

  34. Also in dieser Woche hat Raab in seiner Show gesagt, er habe nichts gegen Schwule, er sei tolerant. Früher sei er selbst mal schwul gewesen. – Bis die Ärzte ihm geholfen hätten. Das fand ich wirklich daneben.

    Aber Raab macht ab und an eben geschmacklose Witze.

  35. Raab hat nur das ausgesprochen, was sich die Uschi gern von ihrem Sohn einmal erhofft/erträumt/gewünscht hätte.

  36. PS: Der eigentliche Eklat ist, dass Diekmann’s würdefreier Ghettoblaster, kurz: BILD, straffrei verbreitet werden darf.

  37. Witzig fand ich das zwar auch nicht, aber beleidigend erst recht nicht.

    Doch müsste der Eintrag nicht eigentlich „Wer erklärt mir Uschi Glas?“ oder „Wer erklärt mir BILD?“ heißen.

  38. „Uschi Glas ist 22 Jahre älter als Stefan Raab, sie könnte rein rechnerisch seine Mutter sein – ein Alterswitz ist es also nicht.“

    Vemutlich ist es das doch. Und daß Sie hier ihren Altersvorsprung zu Raab nochmal dezidiert nennen, dürfte ein Teil des Witzes von Raab sein.

    Raab belustigt sich einmal mehr auf Kosten anderer, hält das für Humor und wird wahrscheinlich auch diesmal die plätschernden Wellen, die das verursacht, noch weiterverwursten, beispielsweise mit erneuten Anspielungen auf ihre Crèmes.

    Davon abgesehen, man kann ja nicht umhin, festzustellen, daß Glas unter anderem auch damit Beiträge dazu geleistet hat, daß sie sich immer mehr für Verballhornungen eignet, was die Qualität der Raabschen Entäußerungen aber auch nicht bessert.

  39. @55 Thomas
    Also den find ich deutlich besser, als den Witz (?) über Frau Glas. Wer darüber nicht zumindest schmunzeln kann, sollte vielleicht mal hinten nachsehen, ob er nicht den Besenstiel dringelassen hat.

    @60 Peter Viehrig

    Witze gehen immer auf Kosten irgendjemandes, sonst wären es keine Witze. Politische Korrektheit kann nur durch die Abwesenheit jeglichen Humors hergestellt werden.

  40. Hat sich mal jemand dieses Video-Filmchen von Kai Diekmann unten auf der bild.de-Seite angesehen? Sagt er da am Anfang wirklich: „Jetzt wird zurückgefilmt“? Eklatfreunde könnten schnell das Gefühl bekommen, daß damit 55 Mio. Weltkriegstote verhöhnt werden.

  41. ein simpler Wortwitz. Das BILD daraus einen „Eklat“ macht, zeigt bloss, dass gerade nix interessanteres im News-Angebot war, woraus die BILD eine größere Schlagzeile hätte basteln können.

    Wie Andreas in #42 schon sagt, man muss sich die ganze Dankesrede von Raab anschauen. Guter Seitenhieb auf die schon oft genannte Bussi-Bussi-Gesellschaft, die sich auf solchen „Preisverleihungen“ gerne selbst feiert.

  42. @63 Peter Viehrig
    Yep. Genau da.
    Und wenn Sie ihn gefunden und entfernt haben, bloggen Sie doch einfach – ganz befreit – über Ihre Erfahrungen dabei.

    (Eigentlich hat sich das mit dem Besenstiel auf Thomas bezogen, aber wenn auch Ihnen damit geholfen wird, freut mich das natürlich sehr.)

  43. @67 Naswin

    Hm…also, ich hab meinen Besenstiel auf jeden Fall gefunden. Nun ja, da gehört er ja wohl hin, denn ich finde so gammelige laue Witze wie den über Raabs Heilung vom Schwulsein auch nicht witzig.

    Dass Political Correctness nur über die komplette Abwesenheit von Humor erreichbar ist, finde ich sehr gewagt. Humor ist ja nicht absolut. Es macht ja einen großen Unterschied, ob ich einen Schwulenwitz zuhause im Wohnzimmer einem Freund erzähle, der weiß, wie ich tatsächlich darüber denke, oder ob ich das einem Millionenpublikum vorsetze, die sich dann aussuchen können, ob es ein harmloser Witz ist, oder eben eine schlecht maskierter Ausdruck von Homophobie.

    Ich mag Raab eigentlich. Trotzdem kann ich so einen doofen Kommentar nur als Homophobie deuten und das disqualifiziert ihn.

    Witzig wär’s gewesen, wenn er das „Ich war selber mal schwul“ einfach so hätte stehen lassen.

  44. Raab hat (als ich seine Sendung noch geschaut habe zumindest) immer viele Witze über Glas gemacht, ich interpretiere das deswegen so, dass Raab sich bei ihr für seinen Erfolg bedankt, für die vielen Vorlagen. Frei nach dem Motto „danke das du so schrecklich bist, sonst hätte ich keine Witze machen können“.

  45. Ich hab auch nach einigem Nachdenken an Uschi Glas‘ Sohn denken müssen, hatte da allerding nur im Hinterkopf iiirgendwann mal iiirgendwas sonstwo über den gehört zu haben. Würde jedenfalls zum gelernten Dingsbumsfachverkäufer passen.
    Vllt wars ja auch nen insider ;)
    INeedMoney

  46. War ja klar, alle zu faul zum recherchieren … Wenn’s jemand getan hätte, wäre er vielleicht (wie zuvor Stefan Raab) darüber gestolpert, dass Uschi Glas selbst zwei Mal den „Bambi“ gewonnen hat, 1969 und 1990. ^^

    Raab sagt also (quasi als Höhepunkt seiner Aufzählung von bisherigen Preisträgern, mit denen er gern in einem Atemzug genannt werden will) „[…] eine Frau ohne die ich nicht hier oben stünde, bei Uschi Glas. Danke Mama.“

    Um den ersten Teil des „Gags“ zu verstehen, muss man nun zunächst wissen, dass es sich bei UG um eine frühere Preisträgerin handelt. Der Zweite ist (bzw. soll sein), dass man nach Raabs Kunstpause zuerst denkt, er bedankt sich tatsächlich bei seiner Lieblings-Faltenfachfrau und später realisiert, er tut’s in Wirklichkeit für seine schlechte Kinderstube. Das Timing ist aber insgesamt ziemlich mies, daher vermutlich auch die verpuffte Pointe, gefolgt von Missverständnissen und Eklatisierung (oder heißt das Eklatisation?) durch Dingsbums, naja, das Lügenblatt eben. Nicht, dass die für eine durchschnittliche Schlag- und Tretzeile auch noch ein Missverständnis bräuchten … aber den Raab-Humor versteh‘ ich wenigstens halbwegs, den Diekmann leider nimmer.

    Hmm …

    Obwohl, mit seeehr viel bösem Willen könnte man natürlich behaupten, Stefan spiele ganz nebenher auf Uschis eigenes Söhnchen bzw. ihre mageren Mutterfertigkeiten an. Ihm aber auch noch bewusste Missverständlichkeit oder Medien-Manipulation zu unterstellen ginge doch vermutlich etwas zu weit, oder?

  47. tatsächlich bezog der witz sich auf den sohn von uschi glas ( auch wenn ein vorredner meinte „es wäre stefan raab zu gute gekommen“ was natürlich quatsch ist schließlich war der spruch so geplant mit bezug auf den sohn) und es war auch tatsächlich ein witz gemeint…alle die die verleihung live geguckt haben werden das wohl auch verstanden haben da das mit dem sohn gerade aktuell war….darum, wenn man jetzt das video guckt, versteht man das oft nicht…. seine dankesrede war einfach klasse mit zahlreichen qualitativen seitenhieben. und das, was die unbekannten kerle( bis auf den fokus chef) da sagen, ist quatsch
    RAAB FOR LIFE

  48. ich hab´die Sendung leider nicht gesehen und nur mit dem Video und den Komentaren kann ich leider auch keinerlei Witz erkennen. Aber ist nicht gerade das in Szene setzen und komentieren von Bruchstücken was die BILD auszeichnet, weil sie nur damit echten Diskusionsstoff schafft?

  49. Sorry, aber der Raab is doch die größte Pfeife die das Fernsehen je gesehen hat, da sind selbst die Wildecker Herzbuben sogar besser :-)

    Gruß Sascha

  50. Muss mich köstlich darüber amüsieren, was ich hier zu lesen bekomme ^^

    Raab 4 President ( Ach nee, das ist er ja längst schon ^^ )

  51. Also wenn man eines Herrn Raab nicht unterstellen kann, dass er eine Pfeife ist. Der Mann kennt sein Geschäft und es gibt nur wenige neben ihm die es geschafft haben diese Präsenz/Erfolg in den letzten Jahren zu haben.

  52. Wenn ich so jemanden wie Raab im schwarzen Anzug sehe, muss ich immer an einen Schimpansen mit Sonnenbrille denken. Eben keine Kleidung, sondern Verkleidung.

Comments are closed.