Ende des Kongress-Hypes?

Ende des Blogger-Hypes?

Fragt die Fachzeitschrift werben&verkaufen (w&v) in ihrer aktuellen Ausgabe. Der zugehörige Artikel beantwortet die Frage mit einem klaren Ja, lässt aber leider offen, ob das bedeutet, dass damit nun die Phase des richtigen, post-hypesken Bloggens beginnt, oder sich das Thema einfach insgesamt erledigt hat.

Das Beste aber ist der Vorspann:

Mit der Forschung zu und in neuen Medien befasste sich der Kongress General Online Research. Fazit: Blogs, das Mitmach-Web und Co. bleiben weiter ein Rätsel

Um das Problem mal von der Grammatik her aufzuziehen: Da fehlt ein Dativ-Objekt im letzten Satz.

31 Replies to “Ende des Kongress-Hypes?”

  1. Das lustige ist doch: was auch immer nach dem „Blog-Hype“ kommen möge, es wird nur noch schneller, unverständlicher und rätselhafter sein.

  2. Ich blogge jetzt aktiv erst seit einem Jahr, aber in diesem Jahr habe ich schon mindestens 30 oder 40 Mal gelesen, dass der Blog-Hype am Ende ist. Und alle 2 Monate beweisen Statistiken wieder das Gegenteil.
    Hat den Autoren noch niemand gesagt, dass sich nicht ALLES totreden lässt? ;)

  3. Bitte, was ist ein „Mitmach-Web“?

    Content-Provider aller Art nutzen verschiedene Technologien um Inhalte über das Internet Anderen zur Verfügung zu stellen.

    Und ob das jetzt Blogger, PR-Agenturen oder Research-Institute sind ist doch vollkommen irrelevant.

  4. Och, ich finde ja, der Satz ergibt auch ohne das Dativ-Objekt einen Sinn.

    Ist halt immer die Frage, ob man „Rätsel“ als „spannend“, „im Fluss“, „Gefahr!“ oder „mirzuhoch“ wahrnimmt…

  5. Es wäre ja auch für einige Leute zu schön, wenn zwischen werben, verkaufen und verlegen wieder alles ganz kuschelig old school würde.

    Aber glaubt da wirklich jemand ernsthaft dran?

  6. Ich finde „Mitmach-Web und Co. bleiben weiterhin ein Rätsel“, denn das bringt so manches auf den Punkt.

    „Freie Rede bleibt weiterhin ein Rätsel“

    „Meinungsfreiheit bleibt weiterhin ein Rätsel“

    „Frei Schnauze bleibt weiterhin ein Rätsel“

    Die sind einfach sooo einfach.

  7. w&v lebt von zu Ausrufezeichen stilisierten Leerzeichen (wie die meisten anderen Medienmagazine auch). Darf man ernsthaft anderes erwarten als das Totsagen von Medienformen, die Leerzeichen Leerzeichen nennen?

  8. Es wäre ja schön, wenn der ‚Blogger-Hype‘ in der werbetreibenden Wirtschaft tatsächlich endete. Dann hätten wir hier wieder unsere Ruhe vor den Bullshitties à la w&v. Doch die Chance dafür ist eher gering, die sind hartnäckig wie Fußpilz …

  9. Ich Glaube die Blogs sind noch im kommen. w&v schrieb das auch die Corporate Blogs es kaum über 1000 Besuchern im Monat schaft. Wir machen mit unseren Blog eine ganz andere Erfahrung. Unser Blog wächst und wächst seit den letzten 2 Monaten. Letzten Monat hatten wir über 2000 Besucher und diesen Monat werden wir die 3000er Marke knacken. Also es wird noch interessant…

  10. Vielleicht war ja das Ende des Blog-Hype-Hypes gemeint. ;)

    Mir ist es gleich, was andere schreiben, ob Hype oder Sturm im Wasserglas. Ich blogge trotzdem weiter.

    Grüße,

    René
    ProBloggerWorld

  11. hoert sich fuer mich immer an wie „bitte gehen sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen“.

    die leute, die so was schreiben, würden doch alle fliegen, wenn sie gegenteiliges aeusserten. oder keine kunden mehr haben. „ja, feine sache, aber ich verstehe nichts davon und kann ihnen damit nicht weiterhelfen. doch doch, sehr erfolgreich, immer groessere reichweiten, hmm. nein, wir bieten so was nicht an. bedenken sie, dass wir in unserer zielgruppe folgende alleinstellungsmerkmale haben, bla bla. […] welches anzeigenmodell wollen sie denn nun bestellen?“

    das muss erst richtig weh tun, eh auf rattenlosen schiffen jemand mit prokura am ruder zupft.

    .~.

  12. Stellt sich die Frage, ob es nötig ist, jedes beleidigte aufmucken eines um seinen Job fürchtenden Normalo-Redakteurs mit einem Blogeintrag zu würdigen, und wenn es nur ist, um ihm das Gegenteil zu beweisen…

  13. Die Formulierung „Mitmach-Web“ ist wirklich köstlich. Keine einzige Website funktioniert ohne die Interaktion des Users.

    Was mich aber doch schon stark wundert sind die teils derben Töne die ich hier in den Kommentaren über den Job eines Redakteurs lese. Ich hoffe, dass niemand allen Ernstes glaubt, das Blogs die klassischen Medien ablösen werden.

    Ohnehin: Wieso wird immer wieder diese „Entweder oder“-Frage aufgeworfen? Das ist so ermüdend wie die Frage, ob das Internet an sich andere Medien verdrängt.

    Und noch etwas. Eine generelle Tatsache erschreckt mich sehr: Wenn nicht mehr wichtig ist, was geschrieben wird, sondern wo bzw. in welcher Form es geschrieben wird.

  14. @ Nr. 23 (westernworld): Ich bin glaube ich noch dümmer verwirrter mitleidserregender als dussel. Ich habe den Wikipedia-Artikel mehrmals gelesen, ihn – glaube ich – auch verstanden, sehe aber immer noch nicht, wo da ein Dativobjekt fehlen soll.

    Stefan, übernehemn Sie und schreiben Sie bitte den Satz so hin, wie er Ihrer Meinung nach richtig wäre. Sonst kann ich eine weieter Nacht nicht schlafen…

  15. Also „Blogs, Mitmach-Web und Co. bleiben dem Publikum weiterhin ein Rätsel“?

    Bin halt kein a-bloggender Journalist. Tschuldigung.

  16. Danke. Ist mir nicht aufgefallen, selbst nachdem ich ja mit der Nase darauf gestoßen wurde,

    Ich hab‘ ja noch nicht mal ein Blog. *schnief*

  17. muss darauf hinweisen, dass das dativ-objekt in diesem fall nicht obligatorisch, sondern fakultativ ist.

    „Etwas ist (und bleibt) ein Rätsel“ ist richtig.
    „Etwas ist (und bleibt) jemandem ein Rätsel“ ist auch richtig.

    was man verwendet, hängt davon ab, ob das objekt relevant ist oder nicht. der satz ohne objekt suggeriert auch eine universalität im sinne von
    „Blogs, das Mitmach-Web & Co. bleiben (ALLEN) ein Rätsel“

    genug kluggeschissen.

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