Call-TV: „Wir halten alle Regeln ein“

23 Apr 07
23. April 2007

Die Münchner Firma Callactive produziert für die MTV-Gruppe Anrufsendungen mit Methoden, die selbst 9Live als unseriös ablehnt. Andererseits: Wenn ein Hütchenspieler einen anderen anschwärzt, muss dahinter nicht unbedingt die Sorge stecken, dass Passanten übers Ohr gehauen werden.

Im Gegensatz zu 9Live hat Callactive-Geschäftsführer Stephan Mayerbacher auf meine (per E-Mail gestellten) Fragen ausführlich geantwortet. Ich dokumentiere Fragen und Antworten unkommentiert und habe nur nachträglich Links in meine Fragen eingefügt.

Stephan Mayerbacher ist Geschäftsführer der Callactive GmbH, die knapp zur Hälfte ihm und gut zur Hälfte Endemol gehört. Nach eigenen Angaben produziert das Unternehmen im deutschsprachigen täglich über 14 Stunden Anrufsendungen. Dazu gehören „Quiz Zone“ (täglich ca. zwei Stunden vor Mitternacht auf dem Kindersender Nick) und „Money Express“ (täglich drei Stunden nach Mitternacht auf Viva und Comedy Central).

Fühlt sich Callactive an die „Anwendungs- und Auslegungsregeln der Landesmedienanstalten für die Aufsicht über Fernseh-Gewinnspiele“ gebunden?

Absolut. Wir halten alle Regeln ein. Alle Mitarbeiter und Moderatoren kennen die Regeln und erhalten regelmäßige Schulungen. Die Sendungen und unsere internen Standards unterliegen einer strengen Prüfung.

Was erwarten Sie sich von dem Treffen mit den Landesmedienanstalten am 3. Mai? Welches Ergebnis wünschen Sie sich?

Eine einheitliche Regelung und Auslegung für alle Call TV Sender und Produzenten hinsichtlich Jugendschutz, Einhaltung der Mitmachregeln und transparentem und fairem Mitmachfernsehen.

Peter Widlok von der Landesanstalt für Medien NRW sagt: „Die Sender bewegen sich nah an dem, was man Betrug nennen könnte.“ Fühlen Sie sich da angesprochen?

Absolut nicht.

Betrug wird laut Lexikon folgendermaßen definiert (recht​.straf​.bt):

„Betrug ist die Vermögensschädigung eines Dritten durch das Hervorrufen oder Aufrechterhalten eines Irrtums mittels Vorspiegelung falscher oder Entstellung bzw. Unterdrückung wahrer Tatsachen mit Bereicherungsabsicht.“

In unseren Sendungen wird jeder Anrufer über Teilnahmemöglichkeiten, Kosten, Chancen, Schwierigkeitsgrade, Mitmachregeln permanent aufgeklärt. Die Spiele sind fair und transparent und werden von unseren Moderatorinnen anschaulich erklärt. Jeder Mitspieler hat die gleiche Chance, per Zufallsprinzip ausgewählt zu werden und die ausgelobte Gewinnsumme bei richtiger Antwort zu gewinnen.

Glauben Sie, dass es möglich wäre, profitable Call-TV-Sendungen so zu gestalten, dass der Zuschauer nicht über Gewinnchancen, Spieldauer, Spielregeln etc. in die Irre geführt wird? Oder ist diese Form von Täuschung ein notwendiger Bestandteil von Call-TV?

In unseren Sendungen liegt keine Täuschung vor und die Zuschauer werden nicht über die angegebenen Punkte in die Irre geführt. Wir haben in Deutschland insgesamt einen sehr hohen Standard an Transparenz und Fairness. Wir sind aber dennoch bemüht, die Durchführung unserer TV Gewinnspiele fortlaufend zu optimieren und noch transparenter zu gestalten, hierfür dient unter anderem der von Ihnen angesprochene Termin im Mai.

Zu den Besonderheiten der Callactive-Sendungen gehört es, die Zuschauer durch das Versprechen hoher Summen zum Anrufen zu animieren, tatsächlich aber nur deutlich niedrigere Summen auszuspielen. In vielen Callactive-Sendungen werden Anrufer erst dann durchgestellt, nachdem die höhere Gewinnsumme wieder reduziert wurde. Halten Sie es für zulässig, die Anrufer über die Höhe des möglichen Gewinns in dieser Weise zu täuschen? Müssen die Zuschauer nicht zumindest die Chance haben, wie klein auch immer, eine ausgelobte Gewinnsumme auch zu gewinnen?

Dies widerlegen eindeutig unsere täglich ausgespielten Gewinnsummen. Zuschauer werden nicht über den ausgespielten Gewinn getäuscht. Reduzierungen können sich z.B. aus folgenden Gründen ergeben:

  • ein oder mehrere Tipps werden gegeben und die Aufgabe wird somit einfacher, ergo niedrigerer Gewinn
  • anstelle mehrerer Antworten wird nur noch eine (oder weniger als vorher) verlangt
  • es wird eine 50:50 Chance gegeben
  • nach einer falschen Antwort, da sich die weiteren Möglichkeiten entsprechend reduzieren

Die Zuschauer könne auf alle Fälle immer die ausgelobte Gewinnsumme mit einer richtigen Antwort gewinnen, wenn sie per Zufallsmechanismus in diesem Moment ausgewählt wurden

Um die Transparenz weiter zu erhöhen, haben wir in die moderative Nennung der Mitmachregeln, diese erfolgt bei unseren Formaten alle 10 Minuten, folgende Formulierung mit aufgenommen:

„Die DERZEIT ausgelobte Gewinnsumme kann sich verändern!
D.h. sie kann höher oder aber auch niedriger werden. Wenn Sie jedoch im richtigen Moment als Kandidat in unsere Sendung gestellt werden und die richtige Antwort abgeben, haben Sie immer auf die aktuell ausgelobte Gewinnsumme Anspruch“

Diesen Hinweise findet darüber hinaus jeder Zuseher auch in dem unten links laufenden Band, dass während der gesamten Sendungslänge zu sehen ist.

Hierzu auch einmal ein Link zum Forum Call-In-TV, indem unsere Benmühungen um mehr Transparenz auch bereits entsprechend gutiert wurden: http://​www​.call​-in​-tv​.de/​v​i​e​w​t​o​p​i​c​.​p​h​p​?​p​=​7​0​8​5​7​#​7​0​857

Auffallend ist bei den Callactive-Sendungen auch, dass sich der Spielablauf Abend für Abend frappierend ähnelt. Dazu gehört, dass fast alle Anrufer, die bei hohen Gewinnsummen durchgestellt werden, entweder sofort wieder auflegen oder (selbst bei einfachsten Spielen) eine falsche Antwort geben. Erst nachdem die Gewinnsumme reduziert wurde und das Ende der Sendezeit erreicht ist, wird ein Anrufer durchgestellt, der die richtige Antwort weiß. Haben Sie eine Erklärung dafür, dass sich an (geschätzt) 9 von 10 Abenden die gleiche, für Callactive äußerst günstige Abfolge von Auflegern, falschen und richtigen Lösungen ergibt?

Hierauf haben wir keinen Einfluss. Wir stellen aber eine ähnliche Anzahl von Auflegern, richtigen und falschen Antworten während des gesamten Sendungsverlaufes und bei allen Spielearten (schwierig, medium, einfach) fest. Genau vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Initiative der ProSiebenSat.1 Media AG, die Telefonverbindungsdaten sowie die Gewinnerdaten aller Call TV Anbieter an geeigneter Stelle offenzulegen außerordentlich und sind bereit, dies natürlich auch zu tun, sofern die datenschutz- und telekommunikationsrechtlichen Bestimmungen gewährleistet sind.

Welche Bedeutung hat es, wenn bei „Money Express“ oder „Quiz Zone“ ein Countdown heruntergezählt wird?

Bei einem Countdown wird zum Bespiel der Start einer Uhr eingezählt, auf das Sendungsende hingewiesen, ein Spielwechsel kommuniziert, das Ende eines festgesetzten Zeitraumes moderiert.

Bedeutet eine Einblendung wie „Letzte Chance“, dass es sich um die „Letzte Chance“ anzurufen handelt?

Das ergibt sich aus dem jeweiligen Spielzusammenhang. Es kann sich z.B. um den letzten Anrufer für das jeweilige Spiel handeln, aber auch um die letzte Chance für diese Gewinnsumme, Spielmodi ect.pp.

Können Sie sich erklären, warum Ihre Moderatorinnen und Moderatoren immer wieder zu glauben scheinen, die Sendung sei deutlich vor der angegebenen Sendezeit zuende?

Dies konnten wir so noch nicht feststellen.

Informiert Callactive im Hot-Button- oder Leitungs-Modus den Zuschauer von Beginn des Spiels an darüber, in welchem Zeitrahmen eine Durchstellung vorgesehen ist?

Da wir die Gewinnspielregeln der Landesmedienanstalten befolgen, wird auch dieser Punkt von uns erfüllt. Grundsätzlich werden in unseren Sendungen immer mehrere Zuschauer durchgestellt, es gibt in der Regel mindestens einen Gewinner pro Sendung und es gibt keine Spiele, die länger als 3 Stunden dauern.

Stellt Callactive sofort, wenn ein Zuschauer auflegt, der durchgestellt wurde, einen weitern Zuschauer durch?

Auch hier halten wir uns an die Gewinnspielregeln. Hier sind wir natürlich davon abhängig, dass entsprechend ein neuer Anrufer zur Verfügung steht. Sollte in dieser Zeit niemand in der Leitung sein, erfordert dies entsprechend eine Weile.

Inwiefern erhöhen mehrere „geöffnete Leitungen“ die Chance, in die Sendung durchgestellt zu werden? Ich verstehe das Prinzip des Hot Buttons so, dass ein Redakteur zu einem bestimmten Zeitpunkt jemanden, der gerade in der Leitung ist, zufällig auswählt. Die Zahl der durchgestellten Anrufer erhöht sich also nicht durch mehr Leitungen. Sehe ich das falsch?

Natürlich kann auch bei einem Leitungsspiel Modus immer nur ein Zuschauer durchgestellt werden und gewinnen.

Zum allgemeinen Verständnis die auch in unseren Mitmachregeln veröffentlichten Spielregeln des Leitungs-Hot-Button:

Spielmodus „Leitungs-Hot-Button“

Wie im Anrufbeantworter-Modus geht es in diesem Modus darum, die bzw. eine der durch Bildschirmeinblendungen kommunizierte(n) oder von den Moderatoren genannte(n) Gewinnleitung(en) zu erreichen. Im Unterschied zum Anrufbeantworter-Modus ist es allerdings erforderlich, die Leitung genau zu dem Zeitpunkt zu treffen, in dem die jeweilige Gewinnleitung aktiviert wurde. Der erfolgreiche Anrufer wird auch in diesem Fall direkt und unmittelbar in die Sendung gestellt und erhält die Chance auf einen Gewinn.

Für alle Fälle gilt: Anrufer, die nicht zu den ausgewählten Teilnehmern gehören, erhalten eine entsprechende Ansage. Sollte der Anrufer ein Besetzt-Zeichen hören, was in sehr seltenen Fällen vorkommen kann, findet eine Tarifierung des Anrufs nicht statt.

Zuletzt, falls Sie solche Zahlen herausgeben oder wenigstens die Größenordnungen nennen: Wieviel Umsatz macht Callactive mit den Sendungen auf den MTV-Sendern? Wieviele Gewinne schütten Sie an die Zuschauer aus?

Grundsätzlich machen wir keine Angaben zu segmentbezogenen Umsätzen mit unseren Auftraggebern, gerne nennen wir aber unsere Gewinnsummen.

Beispielhaft haben wir den Monat Februar 2007 herangezogen. Callactive hat im Format Money Express pro Stunde durchschnittlich € 2.480 ausgespielt. Zum Vergleich, nach unseren Erhebungen, waren dies bei Call TV Marktführer 9Live € 2.630 pro Stunde
(Berechnung: Gewinnsummen der jeweiligen Sender/Formate durch die Anzahl der Call TV Gesamtstunden).

Alle Blog-Einträge zum Thema Call-TV.

26 Gedanken
  1. 1
    Philipp says:

    Da hätte er auch gar nicht Antworten brauchen, bei dem Stuss, den er schreibt… :)

  2. 2
    leo kirch says:

    deutsch 5, philipp?

    inhaltlich hast du ja recht.

  3. 3
    Zapp says:

    Das sind halt genau die zu erwartenden Antworten. Er kann sich ja kaum hinstellen und sagen, die Regeln der Spiele seines Unternehmens wären intransparent und Moderatoren würden dazu angehalten, die Zuschauer unter Zeitdruck zu stellen.
    Das die Antworten wie Satire klingen („Wir haben in Deutschland insgesamt einen sehr hohen Standard an Transparenz und Fairness.“), steht natürlich auf einem anderen Blatt. So gesehen bin ich dankbar, dass er überhaupt geantwortet hat, ich habe mich gut amüsiert.

  4. 4
    Ommelbommel says:

    Ich habe mich nicht amüsiert. Diese Antworten sind nachweislich gelogen und ich bin erschrocken, dass Herr Mayerbacher es seinen Konkurrenten nicht nachmacht und sich verschämt mit Ausflüchten aus der Affäre zu ziehen versucht. Das wäre für mich eine nachvollziehbare Reaktion im Gegensatz zu diesen Antworten.

  5. 5
    Lukas says:

    Hui, fortgeschrittener Realitätsverlust. Zeit für Herrn Mayerbacher, in die Politik zu wechseln …

  6. 6
    Marc Doehler says:

    Ist klar, das er bei dieser Passage auf besagtes Forum verweist:

    „Hierzu auch einmal ein Link zum Forum Call-In-TV, indem unsere Benmühungen um mehr Transparenz auch bereits entsprechend gutiert wurden: http://​www​.call​-in​-tv​.de/​v​i​e​w​t​o​p​i​c​.​p​h​p​?​p​=​7​0​8​5​7​#​7​0​857

    Aber wie sieht es denn bitte hiermit http://​www​.call​-in​-tv​.de/​v​i​e​w​t​o​p​i​c​.​p​h​p​?​t​=​1​883 oder hiermit http://​www​.call​-in​-tv​.de/​v​i​e​w​t​o​p​i​c​.​p​h​p​?​t​=​1​881 aus?

    Diese Protokolle sprechen doch ganz deutlich eine andere Sprache. Aber davon erwähnt der freundliche Bandansagenverkäufer natürlich kein Wort. Jedoch werden wir auch weiterhin an einer minutiösen Protokollierung dieser beiden Formate festhalten. Da können und werden auch die vielen rechtlichen Schritte nicht daran ändern können!

    Ich habe fertig…

  7. 7
    Sven says:

    Ich warte noch auf den Tag an dem die Callactive Ihre Anrufer verklagt. Schliesslich schaden die Falschantworter doch dem so sauberen Image ;-) Demnach schöne Grüsse an den Spiegelgucker, 2x-Umleger, Wegnehmer und dem „Falsche 7“-Leger :o)

  8. 8
    Jonas says:

    @sven…viel fehlt nicht mehr zur klageeinreichung seitens einer produktionsfimra gegen die zuschauer…
    ich war während einer entsprechenden sendung mal auf toilette.…jetzt habe ich angst, dass eine unterlassungserklärung ins haus flattert, da man vermutlich bei diesem hohen standard an fairness und transparenz keine sekunde der sendungen verpassen darf…

    wie dem auch sei, egal welches spiel gespielt wird, ich schaue mir das protokoll an und muss mich anhand des DATUMS versichern, dass es die gleiche sendung war.…vom schema her gibts keine unterschiede…

    gruß
    jonas

  9. 9
    h. aus f. says:

    Der Herr Mayerbacher hat anscheinend in der Schweiz und in Österreich das „Stahlbad der Praxis“ genommen — siehe diese Meldung von 2006 http://​www​.tvmatrix​.de/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​?​n​e​w​s​i​d​=​6​719
    Jedenfalls sprudelt das PR-Gewäsch nur so aus ihm raus. Wobei man ja fast schon Bewunderung äußern muss, dass sich überhaupt mal jemand von den Call-TV-Produktionsfirmen dazu äußert. Wenn man so offensichtlich auf dem schmalen Grad zwischen Legalität und Betrug und somit am Abgrund balanciert, gehört schon einiges an Mut dazu.
    Oder hat das ganze etwa eine Feigenblattfunktion? „Wir sind ja gesprächsbereit“, „Wir haben nichts zu verbergen“
    Wär mal interessant, ein Live-Streitgespräch zwischen Stefan und Mayerbacher zu hören/sehen.

  10. 10
    schumis2001s says:

    Hallo

    Herr Niggemeier, sie haben in einem Ihrer vorherigen Blog´s (9Live hat Zuschauerschutz schon aktiviert) folgendes geschrieben:

    „Was für eine abwegige Idee, mit diesen Leuten über Transparenz, Fairness und Verbraucherschutz diskutieren zu wollen.“

    Genau das passt auch auf dieses Interview!

    Gruß
    schumis2001

  11. 11
    AgentOrange says:

    Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich von den Aussagen des Herrn M. einen Lachanfall bekommen.

    Beste Grüße
    AgentOrange

  12. 12
    GlowingHeart says:

    Was bitteschön ist das für eine Zielgruppe, die im Hauptspiel, das zum 10. Mal wiederholt gespielt wird, immer wieder die gleichen Falchantworten zwischen den vielen Auflegern abgegeben werden, wie schon @Swen unter Beitrag 7. äußerte.

    Wie kann es sein, das man sogar Vorhersagen zum Ablauf des Hauptspieles treffen kann, obwohl man doch so gar kein Hellseher ist?

    Weil sich die Spielabläufe wie aus einem vorgeschriebenen Drehbuch lesen, die nur den einen Zweck erfüllen sollen, reale Zuschauer den Anschein zu erwecken, das häufig durchgestellt wird, das nur der reale Zuschauer die richtige Antwort kennt und damit zum Anrufen animiert aber nur kostenpflichtige Bandansagen kauft.

    Wie oft ging denn mal eine so hohe Gewinnsumme im Hauptspiel wirklich raus? Der Zuschauer sieht es doch, dass zu 99,9% erst nach Reduzierung der hohen Gewinnsumme und zum Sendeende um 03:04 Uhr ein Anrufer gewinnen darf. Das hat doch nun wirklich nichts mehr mit Zufall zu tun ist doch bewusst gesteuert eben zum Zwecke der eigenen Profitmaximierung.

    Für wie blöd darf man eigentlich als Profitorientierter Call-TV-Betreiber die Zuschauer halten?

    Sind die ständigen Aufleger und Falschantworter mit den immer gleichen Falschantworten zu gleichen Spielen im Hauptspiel, denn darum geht es je hier, das Klientel aus der nahe gelegenen städtischen Irrenanstalt?

    Wenn es wirklich einen Zufall gibt, dann müsste nach dem Zufallsprinzip, 50% der hoch ausgelobten Gewinnsummen auch einmal zum Zeitpunkt ihrer Auslobung rausgehen eben mit einer richtigen Antwort, wenn alles regulär ablaufen würde.

    Aber welcher Profitorientierte Betreiber überlässt sein Geschäft einem realen Zufall und riskiert eine hoch ausgelobte Gewinnsumme, das diese gewonnen wird. Sie ist nun mal nur ein Köder, der zum Anrufen verleiten soll.

    Den Beweis liefern allein schon die vielen, fast Wortgleichen Protokolle über die immer gleich ablaufende Spielverlauf.

    ZUFALL AUSGESCHLOSSEN!

  13. 13
    Rainer says:

    Keine Sau würde noch Lotto Spielen, wenn sich am Sonntag einer von der Lotterie hinstellt und sagt April April, es gibt die angekündigten 10 Mille nicht, sondern nur 5 Mille.
    Das alleine ist doch schon Beschiss auf der ganzen Linie.

    Der Vergleich AB und Leitungsspiel ist ein Witz, mit 20 Anrufen auf den AB zu labern ist kein Problem, 200 bis 500 und mehr sind aber für einmal Leitung sehr oft nicht genug.
    Hab selber lange genug mit Anrufen „geklotzt“ bei Call-In.
    Ist alles nur eine Frage der Steuerung.

    Ebendso ist es Quatsch, das nach einem Aufleger kein anderer in der Leitung ist, man braucht sich doch nur anzuschauen wie schnell bei einer offener Leitung Anrufer reinpurzeln.

    Der Her M. denkt wohl, alle ausser ihm setzen sich den Hut mit dem Hammer auf.

  14. 14
    J. S. says:

    sehen wir es mal so:

    es gibt einen korrupten Politiker, der dies jedoch verheimlicht.
    Nun fragt ein Journalist: „Herr X, sind sie korrupt?“
    Antwort des Politikers: „Wie können Sie solch eine Frage stellen. Natürlich nicht.“

    Genauso ähnlich sehe ich es auch hier: Der werte Herr wird doch nicht wirklich zugeben, was hinter den Kulissen tatsächlich passiert. Aber wir müssen halt das glauben, was er sagt, denn wir haben ja keine Beweise.

    Daher ist dieses Interview total nutzlos. Eher sieht es für mich aus wie Werbung für seine ach so tollen, fairen und transparenten Produkte.

  15. 15
    Felix Kern says:

    …weil es natürlich gerade an diesem Veröffentlichungsort jeder für bare Münze nimmt!?

  16. 16
    istwohlso says:

    Warum hört man immer nur von den Produzenten und TV Sendern, dass die Call-In-Gewinnspiele fair und transparent sind?
    Denn eines hat der Herr Meyerbacher scheinbar ganz vergessen, warum findet die so kurzfristig anberaumte Konferenz denn überhaupt statt?

    Weil der Leitfaden für TV-Gewinnspiele so zufriedenstellend umgesetzt wird?

  17. 17
    K. Ramseier says:

    Auf die Frage „Die Sender bewegen sich nah an dem, was man Betrug nennen könnte“ sagte Herr Mayerbacher

    „Jeder Mitspieler hat die gleiche Chance, per Zufallsprinzip ausgewählt zu werden und die ausgelobte Gewinnsumme bei richtiger Antwort zu gewinnen.“

    Hier mal ein Ansatz aus der Physik zum Zufall: Als zufällig gelten Ereignisse wie eine Augenzahl beim Würfeln oder das Ergebnis eines Münzwurfs. Das gilt aber nur, solange man davon ausgeht, dass die Messgenauigkeit z.B. beim Vermessen des Würfels bzw. der Münze durch Quanten-Effekte soweit beschränkt ist, dass eine Vorhersage durch klassisch-physikalische Ansätze unmöglich ist.

    Umgangssprachlich könnte man auch sagen:

    Man spricht von Zufällen, wenn Ereignisse in der Praxis nicht absehbar, vorhersagbar oder berechenbar sind.

    Da ist es doch sehr bezeichnet, dass auf die Frage: „Haben Sie eine Erklärung dafür, dass sich an (geschätzt) 9 von 10 Abenden die gleiche, für Callactive äußerst günstige Abfolge von Auflegern, falschen und richtigen Lösungen ergibt?“, Herr Mayerbacher in seiner Antwort mit keinem Wort auf dem Umstand einging, dass fast immer erst zum Sendeende ein Anrufer mit der richtigen Lösung durchgestellt wird.

    Sieht wohl so aus, dass das Zufallsprinzip bei Call-In anders funktioniert als im Rest des Universums.

    „Jeder Mitspieler hat die gleiche Chance, per Zufallsprinzip ausgewählt zu werden .….“

    Tja, wenn das nicht Entstellung wahrer Tatsachen ist, was dann.

  18. 18
    creezy says:

    Können Sie sich erklären, warum Ihre Moderatorinnen und Moderatoren immer wieder zu glauben scheinen, die Sendung sei deutlich vor der angegebenen Sendezeit zuende?

    Dies konnten wir so noch nicht feststellen.

    Spätestens jetzt liege ich unterm Tisch vor lachen …

  19. 19
    jovelstefan says:

    Lügen haben kurze Beine — und hochgezogene linke Augenbrauen.

  20. 21
    lachhaft says:

    Da verschmilzt die Realität mit der Wirklichkeit. Aber was habt ihr bei dem IView erwartet?

  21. 22
    pewe says:

    Chuzpe nennt man das Verhalten dieses aalglatten Typen.
    Der wäre was für die FDP oder CDU oder CSU, mittlerweile leider auch für die SPD oder die Grünen oder Die Linke. Nur traurig!

  22. 23
    Detlev says:

    da wir nunmal im hochgelobten Kapitalismus und der sog. freien Marktwirtschaft leben, ist die „Wahrheit“ keine Option, sondern eine unbeliebte Nebenerscheinung, welche gebeugt werden muss.
    Sie muss sich der Gewinnoptimierung unterordnen.
    Dieses Anhäufen von toten Objekten (Aktien, Imobilien usw) wird von einigermassen ordentlich gekleideten Wesen durchgeführt, und von der trägen Masse gedultet.
    Es dient der Bündelung aller Resourcen bei einigen Wenigen, welche sich am besten darstellen und ausdrücken können.
    Ausbildung dient mitlerweile nur noch dazu, andere zu übervorteilen um sich selbst mehr anzueignen.
    Allerdings ist der Gewinn rein materieller Natur, was Mitmenschlich gesehen eine Verarmung ist.
    So gehören die materiell „Reichen“ zu den sozial, human und menschlich gesehen ärmsten Wesen in unserer Gesellschaft.
    Dieser Mangel treibt sie dann immer weiter dazu, noch mehr zu raffen, zu verschleiern und zu lügen.
    Die von uns gewählte Gesellschaftsform dient nur der Vermehrung von toten Objekten oder deren Phantasiewerten (zB Zahlen auf einem Konto) auf Kosten der Mit-Menschlichkeit.
    Den Ausspruch „Letzte werden Erst sein“ könnte man so deuten, das die sogenannten „Reichen“ in Wahrheit arme, soziale Krüppel sind.
    Aber wen interessiert schon die „Wahrheit“ ? (siehe oben), in einer Welt, wo die „Wahrheit“ von den Gebildeten definiert und genutzt wird, um ihr eigenes Loch von sozialer Armut zu stopfen.
    Damit sich etwas ändert, müssten gerade die grossen Abräumer ihre eigentliche Armut erkennen und einsehen, um dann ihre Intelligenz und Kraft FÜR ihre Mitmenschen einzusetzen, anstatt DAGEGEN.
    Solange sie allerdings von der Masse für Ihre Ausbeutung auch noch bejubelt werden, dürfte dies nicht geschehen.
    Anders gesagt: „kein Anrufer, keine call-in-show“.

  23. 24
    serg says:

    Diskusionen sind völig nutzloss

    kla ist es Betrug
    Jeder der sich diese Sendung angesen hat merkt das nur Idioten durchkommen, jedoch würde selbst ein Idiot merken dass,das betrug ist.
    Also ist der Faktor der entscheident ist nicht unser Verstand sondern unsere Gier die Schamloss ausgenutzt wird.

    Diese Sendungen sind zu unmoralisch um sie tagsüber zu zeigen, darum sollte sie auch überhauptnicht gezeigt werden

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