Call-TV-Mimeusen

24 Apr 07
24. April 2007

Wie nennt man den Beruf, den Daniela Aschenbach und andere abends in der Anrufsendung „Quiz-Zone“ auf dem Kindersender Nick ausüben? Sie selbst nennen sich Moderatorinnen, aber das ist angesichts stundenlanger Monologe, mit denen die Zuschauer teils aggressiv zum Anrufen animiert werden, ein bisschen abwegig. „Betrüger“ kann man auch nicht sagen, denn die Art, wie sie systematisch die Zuschauer über Gewinnhöhe, Gewinnchancen und Ablauf des Spiels in die Irre führen, würde man zwar landläufig Betrug nennen, juristisch womöglich auch — aber man müsste es ihnen natürlich erst beweisen.

Was also ist Daniela Aschenbach? Mitglieder des Forums call-in-tv.de hatten eine Idee: Sie nannten sie „Animöse“.

Darüber war Frau Aschenbach nicht glücklich.

Sie schaltete einen Anwalt ein, der für den „Quiz-Zone“-Produzenten Callactive bereits in einer anderen Sache gegen call-in-tv.de und seinen Betreiber Marc Doehler vorgegangen war. Er mahnte Doehler im März wegen „schwerer Persönlichkeitsrechtsverletzungen“ ab: Frau Aschenbach sei durch die Beschreibung im Forum als „AVD – Animöse vom Dienst“ beleidigt und auf übelste Weise herabgewürdigt worden.

Doehler wollte die geforderte Unterlassungserklärung allerdings nicht abgeben. „Selbstverständlich nicht“, wie sein Anwalt schrieb. Er hatte offensichtlich größeres Vergnügen beim Formulieren seiner Antwort:

Mir ist völlig unklar, welcher schmutzigen Phantasie die Annahme entsprungen ist, das Wort „Animöse“ setze sich aus „Animateurin“ und einer abwertenden Bezeichnung für die weibliche Vagina (…) zusammen – ich muss angesichts der im Namen Ihrer Mandantin ausgesprochenen Abmahnung jedoch zu meiner Irritation annehmen, dass diese Phantasie auf den Vorstellungen Ihrer Mandantin beruht. (…)

Sie wollen bitte zur Kenntnis nehmen, dass uns im Rahmen der ungeliebten Rechtschreibreform so manche unerfreuliche „Eindeutschungen“ begegnen, so für die Friseurin, hergeleitet aus dem Französischen statt Friseuse „Frisöse“. Ebenso aus Masseuse abgeleitet „Massöse“. Weitere Beispiele wollen Sie freundlicherweise dem „Duden“ in einer aktuellen Auflage entnehmen. Ich finde diesen Sprachverfall ebenso bedauerlich wie Sie, vermag hieraus jedoch kein abmahnfähiges Verhalten zu entnehmen.

Es folgte eine längere Ausführung, ob es sich bei dem Wort „Animöse“ nicht sogar um eine „intellektuell brillante Wortschöpfung“ aus „Animateurin“ und „Animosität“ halten könne.

Doehler hatte, nachdem Callactive-Geschäftsführer Stefan Mayerbacher das Wort „Animöse“ moniert hatte, im Forum von call-in-tv.de eine Wortsperre eingerichtet. Sein Anwalt erklärte, er habe Doehler sogar dazu geraten, „diese Wortsperre wieder zu entfernen“. Einer „instruktiven Auseinandersetzung mit der semantischen Bedeutung des Wortes ‚Animöse‘ im Rahmen eines Urteils“ sähe er gerne entgegen.

Vor drei Wochen erreichte Marc Doehler eine weitere Abmahnung. Diesmal beklagt „Quiz-Zone“-„Moderatorin“ Anneke Dürkopp „schwere Persönlichkeitsrechtsverletzungen“. Frau Dürkopp sei durch die Beschreibung im Forum als „rätselanimöse“ beleidigt und auf übelste Weise herabgewürdigt worden. Auch ihre Kollegin Miriam Wimmer vom Schwesterprogramm „Money Express“ wehrt sich dagegen, dass ihre Tätigkeit in den Protokollen auf call-in-tv.de „Animöse“ genannt wurde.

Inzwischen haben Dürkopp und Aschenbach beim Landgericht Hamburg einstweilige Verfügungen gegen Doehler erwirkt.

83 Gedanken
  1. 1
    leo kirch says:

    wo kommen wir denn da hin, wenn sich jeder selbst aussuchen kann, wie er genannt wird?

  2. 2
    Armin says:

    Persönlich bezeichne ich die Herren und Damen in diesen Sendungen als „Nervendes Pack die offensichtlich nichts anständiges gelernt haben“.

  3. 3
    Lars says:

    „Friseuse“ oder „Masseuse“ sagt man aber auch nicht mehr, wenn man als politisch korrekt gelten will. Die offizielle Berusbezeichnung von Haareschneiderinnen lautet wohl „Friseurin“.

    Deshalb heißt es jetzt auch „Friteurin“.

    Und „Mörin“.

  4. 4
    G says:

    Stefan, weiter so!
    Deine Einträge sind immer sehr erheiternd. :-)

  5. 5
    Marc Doehler says:

    Ich bitte, diesen Blogeintrag nicht mit Satire zu verwechseln. Den schrieb das wahre Leben…

    Wenn ich die Sache nicht am eigenen Leibe erfahren müsste, könnte ich dem Ganzen aber auch ein Lächeln abgewinnen ;-)

  6. 6
    h. aus f. says:

    So weit scheint es mit dem Frau Aschenbachs Selbstbewusstsein (nennt sie selbst als erste ihrer „Stärken“) nicht her zu sein, wenn Sie diese geniale Bezeichnung Anim*** nicht aushält.
    Vielleicht sollte sie unter „Schwächen“ noch Humorlosigkeit ergänzen…

    Was ist denn bitte dieses 1-2-3-TV, für das Frau Aschenbach auch arbeitet?

  7. 7
    Chris says:

    Meine dunkle Seite hofft gerade inständig, dass Stefans Pagerank ausreicht, um bei Google eines Tages bei der Suche nach Daniela Aschenbach diesen Artikel an erster Stelle zu finden.

  8. 8
    Rainer says:

    Zitat:
    „Im deutschsprachigen Raum gibt es ein sehr großes Wachstumspotenzial für Call TV, insbesondere als Programmteppiche in Vollprogrammen“, so die Prognose von Stephan Mayerbacher, die Free-trade-TV-Sender auf Grund von Werbung unabhängiger Einnahmen sicherlich freuen wird, die Zuschauer aber möglicherweise zunehmend verärgern könnte.
    Quelle: loogie.net/news/20041206/de0_mayerbacher.html

    „die Zuschauer aber möglicherweise zunehmend verärgern könnte“….
    Ist schon lustig, er hat es 2004 schon „vorhergesehen“ und kann nun gegen jeden und alles mit der großen Abmahnklatsche bei Fuss stehen.
    War das planlos oder eher zukunftsorientiert?

  9. 9
    Stefan mit f says:

    Interessant ist ja auch die Internetpräsenz der Dame. Sie hat eine Rubrik „a bis z“, wobei sie allerdings x und y ausgelassen hat. Gut, das kann ich verstehen. Wem fällt schon was zu x und y ein?
    Bei R beispielsweise „R wie Realist (schon eher)“. Dann bei U folgendes „U wie Ungerechtigkeit (bringt mich auf die Palme)“. Also eigentlich verbringt sie dann ihre „Sendungen“ allesamt auf einer Palme sitzend.
    Meine Hoffnungen ruhen auf Marc Doehler und seinem Anwalt, auf dass sie einen kleinen Achtungserfolg gegen die ganze Bande erzielen.

  10. 10
    Chris says:

    Als Ergänzung zur Internetpräsenz der Dame: Kann es sein, dass die junge Frau immer sagt: „Schön, dass Du eingeschalten hast?“
    Dagegen klage ich, Frechheit!

    Ansonsten: Herr Doeler, ich wünsche ebenfalls viel Erfolg, auf dass die andere Partei bald nichts mehr zu mo(e)sern hat!

  11. 11
    karlo says:

    Die Aschenbach hat bei Neunlive nichts getaugt, das wird wo anders genauso sein egal wo sie zu sehen ist, und das Betrifft auch die anderen herrschaften dieser art.

  12. 12
    Jochen says:

    Groß!
    Frank Zappa kriegte mal ähnlichen Ärger, als er vor Gericht einem Richter sagte: „You can sit on my face“, was ja per se, Wort für Wort, erst mal nichts unanständiges ist. Es folgten sehr schöne Wortklaubereien.

  13. 13
    Eddy says:

    Ich verfolge diese durchaus interessanten und gut recherchierten Call-TV-Einträge jetzt ja schon länger, aber so langsam nimmt dieses einst unterhaltsame Thema doch ungeahnt ernste Züge an.

    Da ich in meiner „journalistischen Ausbildung“ noch vergleichsweise am Anfang stehe, kann ich hier nur aus meinem Studienalltag berichten. In unserem Seminar „Medienrecht“ behandeln wir des Öfteren Persönlichkeitsrechtsverletzungen und deren Folgen. Dass ein so harmloser und nachweislich nicht bösartig abgeleiteter Begriff wie „Animöse“ nun Abmahnungen mit genanntem Wortlaut zur Folge hat, würde an dieser Stelle wohl sogar meiner Rechts-Professorin ein Schmunzeln entlocken.

    Was das Call-TV an sich betrifft, kann ich nur den Kopf schütteln. Oder man hält es wie ein berühmter Entertainer, der „9Live“ und Konsorten humoristisch mit Exkrementen in Exponentialdarstellung zu beschreiben versuchte. Aber besser ist immer noch: Einfach wegschalten!

  14. 14
    Lukas says:

    Was Menschen halt so tun, wenn sie nichts besseres zu tun haben und nichts anständiges[1] gelernt haben …

    [1] Oder ist das schon eine justizable Unterstellung?

  15. 15
    Dominik says:

    Das deutsche Justizsystem gemahnend, rate ich Marc schonmal ordentlich Geld beiseite zu sparen, deutsche Gerichte neigen dazu, jemandem Recht zu geben, der sich beleidigt fühlt, da er sich offensichtlich so beleidigt fühlt, dass er sogar vor Gericht zu ziehen bereit war, dass muss reichen. Wenn nicht, addiert sich die Humorlosigkeit des durchschnittlichen deutschen Vorsitzenden zur Abscheu vor amüsierten, haarspaltenden Rechtsanwälten mit Affinität zur kreativen Verwendung der deutschen Sprache hinzu.

    Einziger Ausweg: Beleidige sie richtig, dann hast Du wenigstens etwas für Dein Geld.

    (z.B.: Animatrice, Wortspielgespielin, Quotenkonkubine, Bildschirmtelefonadaptöse, Vernunftsedativum…) – obwohl ich Animeuse in der alten Schreibweise viel chiquer finde.

  16. 16
    malte says:

    gegen frau aschenbach ist nichts zu sagen. mit ihr kann man mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit pferde stehlen. und vieles mehr.

  17. 17
    Will Kür says:

    „… beim Landgericht Hamburg einstweilige Verfügungen gegen Doehler erwirkt“

    Zufällig wie immer bei dem deutschlandweit beliebtesten Meinungsfreiheitsbeendigungsgerichtshof mit dem ungemein geschätzten Verrichter Buske.

    Siehe auch http://www.buskeimus.de

  18. 18
    Will Kür says:

    Korrekt natürlich: http://www.buskeismus.de/

  19. 19
    Steffen says:

    Wenn du mit Pferde stehlen indirekt reiten meinst: Vermutlich.

    Scheinen auch so die sich selber verewigenden XY-Chromosomenträger in den entsprechenden Gästebüchern der betroffenden Damen zu sehen.

    Darüberhinaus würde ich eh Animörser bevorzugen… im Sinne von Animateurin mit mörserähnlich wirkender Dummlabergeschosswirkung. Psychische Kolleteralschäden sind, wenn nicht schon vorher beim Zuschauer und insbesondere Anrufer vorhanden, zu erwarten.

    Mit einer derartigen Bezeichnung wäre das ganze auch Fall für die Genfer Konvention. Ein erweitertes Zusatzprotokoll zum Grundprinzip „Verbot von Angriffen gegen die Zivilbevölkerung“ ist dann nicht mehr weit entfernt.

    In diesem Sinne: Schönen Nachmittag noch ;-)

    Bestes,
    Steffen

  20. 20
    Steffen says:

    Natürlich müsste es korrekt heißen: „das Ganze auch ein Fall..“

    Sorry.

  21. 21
    Rolf Schälike says:

    Wer kann mir die Aktenzeichen der Einstweiligen Verfügungen zumailen?

  22. 22
    Rolf Schälike says:

    „Flunkerfürst“ wurde ebenfalls mal von der Pressekammer Hamburg verboten. Ein viel diskutiertes Urteil.

  23. 23
    Jemand says:

    Wie finanziert Marc Doehler denn seinen Anwalt? Hat er genug Geld odere durch Spenden?

  24. 24
    Simon Columbus says:

    Die Worte „Hamburg“ und „Gericht“ zusammen in einem Artikel lassen einen aber auch immer nur Unangenehmes erfahren…

    Schade, dass es in Deutschland kein Gesetz gegen öffentliche Dummheit und geistige Beschränktheit gibt – damit könnte man gewissen Personen sicher schnell einen ordentlichen Dämpfer verpassen.

    Tut mir Leid für Marc, aber anscheinend leben wir einfach in einem Staat, in dem Meinungsfreiheit nichts mehr gilt. Allein schon das man auf die Idee kommen kann, in einem solchen Prozess ein Wort verbieten zu können, ist ein peinliches Armutszeugnis für unser Justizsystem.

  25. 25
    sven says:

    Wenn es nicht so ernst wäre, wäre es ganz wunderbar.

    Animöse klingt doch ganz nett, geht auch Animoese oder Animeurin?

    Den Abgemahnten viel Glück und so.

  26. 26
    Steffen says:

    Da fällt mir doch auch glatt der folgende Witz ein, mit dem ich von der siebenten bis zur achten Klasse ordentlich punkten konnte:

    Unterhältet sich ein Typ mit einer Blondinen in der Disco. Nach den ersten zwanzig Minuten des Flirts fragt der Typ: „Du entschuldige, ich bin leicht vergeßlich. Wie war Dein Name doch noch gleich?“ Sie schaut verschmitzt lächelend in Richtung ihres Genitalbereich und flüstert ihm dann ins Ohr: „So wie das kleine Süsse hier unten bei mir, dass du vielleicht heute noch kennenlernen wirst, bloss ohne den ersten Buchstaben.“ Der Typ macht daraufhin verzweifelt große Augen und brüllt: „Otze??? Du heißt Otze???“

    In diesem Sinne,
    Dr. House

  27. 27
    Rita K. says:

    Na klasse, meine Kollegen nennen mich schon seit langen Zeiten, schon vor der Rechtschreibdeform „unsere Redaktöse“.

    Wieviel kann man da nochmal erklagen? Dann kann ich mal ein paar Monate Urlaub machen.

  28. 28
    Martina says:

    Okay okay.. ;) Animöse, ein schon leicht irritierendes Wörtchen. Da ist einmal „Ani“. Das könnte die Genetivdeklination von Anus (m) sein. Und dann „möse“… tzzz…

    Meines Wissens heißt es doch nicht mehr „die Frisöse“, sondern nur noch „die Friseurin“. Allerdings wundert mich die Empfindsamkeit der Damen schon. Wirken sie doch nicht unmaßgeblich an einer Zuseher-Verarsche mit.

  29. 29
    Daniel Große says:

    Der Anneke scheint es peinlich zu sein, was sie da so treibt. Auf ihrer Website steht unter „Aktuelles“ beispielsweise „Nickelodeon 21h bis 24h“ – was kompletter Blödsinn ist, da der Sender nunmal Nick heißt. Und mit Nick hat das nichts zu tun, was diese Moderatöse da treibt.

  30. 30
    Metzing says:

    Tja, wenn es für Marc nicht so ein großes finanzielles will Risiko wäre, die Fahne der Meinungsfreiheit hochzuhalten, könnte man über die Aufgeregtheit der Brötchengeberin der drei – hmm, wie nennt man sie nun? – Privatfernsehdamen nur schmunzeln.

    Wenn man sich, wie der Geschäftsführer der Brötchengeberin in seinem Interview hier im Blog glauben machen will, so regelkonform und vorbildlich verhält, warum meint man dann, als Fernseh-Goliath einen Foren-David bekämpfen zu müssen?

  31. 31
    Daniel says:

    Mir gefällt die Wortschöpfung.

    Schließlich ist es ja kene normale ANIMation was die Damen da treiben, sondern regelrechtes getÖSE. ;-)

    So denn, vel Glück.

  32. 32
    lokalreporter says:

    anni möse, deutsche meisterin im elongieren!

  33. 33
    lokalreporter says:

    übrigens dr house, der witz geht so. die totalversiefte braut sagt zu dem total versieften typ: ich heiß wie meine muschi, aber ohne m. sagt er: hää, otze?

  34. 34
    2_Ekelpakete_für_Sie! says:

    Mal abseits der juristischen Auslegung des Wortes „Animöse“:

    Wenn Leute Scheiße produzieren, warum können sie dann nicht einfach einsehen, daß andere Leute diese Scheiße erkennen und diesen Scheiß scheiße finden? Zumal die Animateurinnen genau wissen, was sie da tun, aber das viele Geld, das es im florierenden Call-TV-Markt zu holen gibt, blendet das wohl problemlos aus.

    Mit großem Bedauern über die Wortwahl, aber bei diesem Thema kann ich nicht anders.

  35. 35
    2_Ekelpakete_für_Sie! says:

    Nachtrag: Wenn ich mich als Hütchenspieler auf die Straße stelle und es den starken Anschein hat, daß ich Passanten bzw. Mitspieler täusche und betrüge (z.B. durch einen schier unmöglich erreichbaren ausgelobten Gewinn oder durch Fake-Mitspieler) dann brauche ich mich doch auch nicht zu wundern, wenn mir die Leute nicht gerade ins Ohr hauchen, was für ein toller Mensch ich bin – sondern es ist in diesem Fall einfach der Preis für die erbeuteten Tantiemen, daß es ein paar Beobachter nicht so gut finden, was ich mache.

  36. 36
    SalvatoreG says:

    Ich erinnere:
    Semantik – Lehre von Sinn und Bedeutung.

    Als ich das Wort Animöse bei Google zum ersten mal gelesen habe, musste ich an 9Live und Konsorten denken. Unabhängig davon, was vorher vorgefallen ist. :)

  37. 37
    Stefan says:

    Interessante auch, dass die Dürrköpfige Anneke in Ihrer Vita mit keinem Wort von der tollen Anstellung bei Callactive berichtet.

    http://www.dieanneke.de/vita.htm

    animösitäre Beschäftigungen scheinen sich in der CV nicht so gut zu machen

  38. 38
    hewi says:

    @39: Sie nennt stattdessen die Sender, bei denen sie moderiert (hat). Das ist nicht ungewöhnlich. Oliver Geissen wird ja auch nicht als „Norddeich-TV-Moderator“ bezeichnet, sondern als RTL-Moderator.

  39. 39
    GlowingHeart says:

    Ob die Tanten beim DSF es als Persönlichkeitsverletzung ansehen, wenn ein zahlender Anrufer sabbernd in die Muschel röhrt:

    „Na mein kleines Animöschen
    ohne BH nur noch im Höschen,
    besäuselst mich mit deinem Bla-Bla
    sag ich Dir die Automarke „LILA“

    Schon sehr verwirrend diese Doppelmoral bekommt man doch im sexuellen Leibesspiel zur gegenseitigen Anregung viel derbere Wortschöpfungen ins Ohr gehaucht, aber fühlt sich plötzlich wegen eines simplen Wortspiel in der eigenen Persönlichkeit verletzt.

    Meine Meinung:
    Den Moderatorinen wurde angeraten, sich plötzlich und ganz schwer in ihrer Persönlichkeit „verletzt“ zu fühlen um einen Grund für eine Abmahnung zu haben, Kritiker des kapitalistischen Geldbeschaffungsformat „Call-in“ Mundtot zu machen!

    Es lebe die deutsche Demokratie und ihre, im Grundgesetz verankerte Meinungsfreiheit.

    Wie wäre es mit einer Massenabmahnung des Call-in Betreibers CA in Bezug auf die gröbste Persönlichkeitsverletzung der Zuschauer in einem als P 18 ausgegebenen Programms, den Zuschauer aber auf respektloser Weise „DUzt“, als wäre er ein dummer kleiner Junge, der aber schon telefonieren kann.

  40. 40
    DerFriese says:

    wird eine moderatorin böse meist,
    sie im forum animöse heisst….

    so ging doch der spruch, oder verwechsele ich da gerade etwas….

    gruß
    der friese

  41. 41
    krueger says:

    Naja, laut Wikipedia kommt das Wort Moderator/in aus dem Lateinischen. Moderare bedeutet also „mäßigen“, „steuern“ und „lenken“…. Bis auf „mäßigen“ könnte man die Tätigkeit des CI-Animierpersonals durchaus als Moderation bezeichnen. Obwohl…im Wort Moderator steckt ja auch der Tor, zu dem ebenfalls Wikipedia Folgendes zu sagen hat: Der Tor als Person handelt also aus Beschränktheit töricht („… aufsässig, frech, unbelehrbar, aggressiv, unreif …“).
    So gesehen könnte auch der Begriff ModeraTOR „beleidigend und auf übelste Weise herabwürdigend“ ausgelegt werden.

  42. 42
    icke says:

    verlinkt doch mal alle daniela aschenbach auf diese seite, ein bischen spass muss sein.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Google-Bombe

  43. 43
    Wer ist Stephan Mayerbacher? says:

    @ No. 46: Ganz genau, schon die Berichterstattung an sich sollte verboten werden…

  44. 44
    Grimp says:

    Interessant dürfte auch sein, das der Webmaster von Anneke Dürkopp auf seiner offiziellen Seite http://www.rimmrodt.com/ einen Trojaner-Downloader hat (Trojan-Downloader.VBS.Small.cw).

    Bei Miriam Wimmer ist wohl die Impressumspflicht für deutsche Web-Seiten vergessen worden.

    Wer da wohl im Glashaus sitzt und mit Steinen wirft.

    Bin gespannt wer den Spiess umdreht.

    Gruß Grimp

  45. 45
    Christian says:

    Manueller Trackback: http://amendedestages.blogspot.com/2007/05/animierte-sen.html

    […] Wie dem auch sei: Endlich mal jemand, der zeigt, mit welchen Methoden 9Live, DSF und Konsorten arbeiten. Und die Bezeichnung für die „Moderatorinnen“, die ich hier aus rechtlichen Gründen nicht nenne, ist eine erste schöne Rache. Weiter so, Herr Niggemeier. […]

  46. 46
    Rolf Schälkike says:

    Heute (20.07.07) hat Miriam Wimmer vor dem Landgericht Hamburg (324 O 339/07) im Widersprichsverfahren gegen die Einstweilige Verfügung obsiegt. Die Einstweilige Verfügung wurde bestätigt.
    Stolpe musste helfen.
    Richte Buske, Dr.Korte und Richterin Frau Käfer hatten kein Verständnis für Humor. Sie machten einen verklemmten Eindruck.
    Die Klägerin und der Beklagte waren natürlich nicht anwesend,

  47. 47
    patrick says:

    Mal ehrlich, wer guckt sich den so’n gestörten Mist im tv an? Die Quasselstrippen – egal in welchem sender – kann man sich doch nicht wirklich reinziehen wollen!

  48. 48
    jan says:

    wer sich sowas ansieht?
    die leute die vorher in spielhöllen 10-cent weise ihre existenz in vorprogrammierten automaten verjubelt haben.
    die müssen nicht mehr in der öffenltichkeit ihrer sucht nachkommen und sich den peinlichen blicken des spielhöllenpersonals aussetzen.
    die können jetzt komfortabel anonym von zuhause ihrer spielsucht nachgehen. per telefon.

  49. 49
    kohli2703 says:

    Was passiert, wenn das mit den Abmahnungen Schule macht, zeigt folgendes Beispiel.

    Ich habe mich heute morgen in dem im Beitrag „In eigener Sache 2“ verlinkten Blog F!XBR an der Diskussion beteiligt. Obwohl Autor Chris die derzeitige Abmahnwelle nach eigenem bekunden „schnuppe“ ist, hat er besser mal eine „Prüfung vor Veröffentlichung“ vorgeschaltet.

    Mein erste Beitrag ging noch durch. Im zweiten habe ich den ignoranten und selbstherrlichen Umgang der Blogbetreiber mit Kommentatoren beklagt. Guess what? Dieser Eintrag fiel der vorherigen „Prüfung“ zum Opfer und wurde nicht veröffentlicht.

    Auch hier wird leider und aus verständlichen Gründen die Kommentarfunktion immer öfter geschlossen. Diese Tendenz macht mir Angst.

  50. 50
    GlowingHeart says:

    @61. […]Diese Tendenz macht mir Angst.[…]

    ….und diese bewusst geschürte Angst ist das Ziel!

    Ängstliche Menschen geben schneller klein bei. Und hat sich das einmal ins Bewusstsein eingebrand, wirkt sich das auch auf viele andere Bereiche aus, an die man z.Z. noch gar nicht denk.

    Und in 5 Jahren fragst du dich vielleicht, warum du so und nicht anders handelst ohne an deinen heutigen Kommentar zu denken. Und dann wird sich hingestellt und gesagt, jeder wäre für sein Handeln selbst verantwrtlich und das in einer Gesellschaft, wo man massiven direkten und suggestiven indirekten Einflüssen unterliegt.

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