Hilfe für Helene

29 Jan 09
29. Januar 2009

Auf Wunsch eines Lesers reiche ich gerne diesen Aufruf weiter:

Helene ist die Nichte eines guten Freundes von mir aus Hamburg und wurde am 15. November 2008 geboren. Kurz nach der Geburt wurde bei Ihr eine besonders aggressive Form der Leukämie (ALL) festgestellt. Helene durchläuft gerade ihre zweite Chemotherapie, während der ersten wäre sie bereits beinahe gestorben. Fest steht, dass sie ohne eine Knochenmarksspende bald sterben wird.

Daher finden im Februar in Berlin, Hamburg und Koblenz von der DKMS (Deutsche Knochenmarksspenderdatei) durchgeführte Typisierungsaktionen statt, während derer man kostenlos eine kleine Blutspende abgeben und sich als möglicher Spender registrieren lassen kann. Die Chance, einen passenden Spender zu finden, ist sehr gering, so dass jeder der Erfolg von der Teilnahme möglichst vieler Freiwilliger abhängig ist! Da die Kosten für jede Typisierung ca. 50,- Euro betragen, werden Spenden jeglicher Höhe an die DKMS ebenfalls gerne entgegen genommen.

Mehr unter www.hilfe-fuer-helene.de.

41 Gedanken
  1. 1
    Kunar says:

    Ich habe mich schon vor vielen Jahren typisieren lassen. Die kleine Blutspende ist schnell erledigt (sollte man nicht mit „Blut spenden“ verwechseln). Niemand muss die Kosten für die eigene Typisierung tragen; es wird nur gerne gesehen. Seinerzeit habe ich auch nichts gezahlt.

  2. 2
    jc says:

    Also, nur um das klarzustellen:

    Die Datei, um die es geht, wird fuer alle „Knochenmarksbeduerftigen“ zu Rate gezogen. Wer sich also heute registrieren laesst, kann durchaus in vier Jahren fuer den kleinen Tim oder die Anneliese gefragt werden.

    Nicht dass das irgendwie schlecht waere, im Gegenteil. Aber die hiesige Darstellung koennte den Eindruck enstehen lassen, dass die Typisierungen nur fuer Helene stattfaenden.

    (Es gibt uebrigens Leut, die spekulieren, dass das DKMS kalkuliert besonders emotionale Faelle gezielt sehr fallbezogen einer groesseren Oeffentlichkeit darstellt, weil das mehr potentielle Spender mobilisiert als sonst moeglich waere.)

  3. 3
    Uwe says:

    Habe mich erst vor zwei Wochen im Rahmen einer Aktion für den kleinen Tobias ( http://www.tobias-weigand.de/ ) typisieren lassen und kann auch nur dafür werben.
    Ganz wichtig auch: Wer zu keiner Massen-Typisierungsaktion gehen kann oder will, kann sich ein Typisierungs-Set auch kostenfrei (Spenden natürlich auch hier gern gesehen) nach Hause bestellen. Einfach einen Wangenabstrich per Wattestäbchen nehmen und zurückschicken – nicht mal mehr die Blutabnahme ist dann noch nötig. Infos unter Infos und Registrierung unter http://www.dkms.de

  4. 4
    treets says:

    „weil das mehr potentielle Spender mobilisiert als sonst moeglich waere“
    und deswegen unterscheidet sich das keinen Deut von dem, was andere gute NGOs tun und ist völlig in Ordnung.

    Kann man sich eigentlich überall pieksen lassen? Wollte das schon immer mal tun, war nur zu faul dazu (um ehrlich zu sein).

  5. 5
    Uwe says:

    @jc
    Die großen Typisierungsaktionen werden meistens gar nicht DKMS angeleiert, sondern von Betroffenen oder Freunden der Betroffenen selbst. DKMS leistet lediglich Unterstützung. Natürlich kann ich mit der Darstellung eines Einzelschicksales, das dann natürlich meist auch in den lokalen Medien umfassend aufgegriffen wird, viel mehr Leute mobilisieren als mit einem abstrakten Aufruf – dazu muss man nicht viel spekulieren. Ich kann an diesem Vorgehen aber auch nichts ehrenrühriges finden.

  6. 6
    Matze says:

    Unbedingt machen & Held werden!
    Geht sogar per Wangenabstrich zuhause statt Pieks beim Doktor. Einfach auf http://www.dkms.de als Spender registrieren und sich das Set mit Anleitung, Watte und gutem Gefühl zuschicken lassen.

  7. 7
    SvenR says:

    Wie schätzen die sachkundigen Kommentatoren das Risiko für den Knochenmarkspender ein, wenn es dann tatsächlich zur Spende kommt? Wie sieht der Eingriff aus, was sind die Nebenwirkungen etc. pp.?

    Ich habe mich bereits vor einigen Jahren typisieren lassen, als mein Bruder an einer Autoimmunkrankheit litt. Es ging dann ohne Knochenmarkspende gut.

    Damals habe ich mir keine Gedanken um das Risiko gemacht, es ging ja auch um meinen Bruder. Mittlerweile habe ich drei kleine Kinder, ein Haus und ordentlich Schulden.

  8. 8
    Kunar says:

    „Soundsoviel Leute, die eine Knochenmarkspende benötigen“ ist abstrakt und berührt niemanden. Mit einem konkreten Menschen zu werben bringt mehr. Wenn ich ein schwer krankes Kind hätte, das nur durch eine baldige Spende gerettet werden kann, würde ich genauso an die Öffentlichkeit gehen.

    @treets: Es gibt immer wieder Aktionen vor Ort. In meinem Fall war es ein Tag in der Universität.

    @SvenR: Die Typisierung alleine verpflichtet zu nichts. Ich erinnere mich vage an einen Fall, in dem jemand nicht spenden wollte, nachdem festgestellt worden war, dass er als Spender in Frage käme.

  9. 9
    Cornelius says:

    Ein richtiges Goldstück, die Kleine. Werde auf jeden Fall ein paar Euros überweisen und alle Daumen drücken, dass es gut ausgeht. Grüße an Marisa & Johannes.

  10. 10
    Matze says:

    @Sven (7):
    Es gibt zwei Arten von Spenden. Die eine erfolgt ambulant, die andere unter Vollnarkose mit einer anschließenden Übernachtung im Krankenhaus. Es kostet also ein bisschen Zeit (Kosten übernimmt DKMS) und das ganz normale Risiko einer Vollnarkose.

  11. 11
    Uwe says:

    @SvenR
    Bei der Knochenmarkspende wird Knochenmark aus dem Beckenknochen entnommen. Das ist an sich ungefährlich, da der Eingriff aber unter Vollnarkose durchgeführt wird, besteht immer das Narkoserisiko.
    Als Folge des Eingriffs hat man dann ein paar Tage Schmerzen an der Entnahmestelle und humpelt vielleicht etwas vor sich hin. Nach spätestens einer Woche sollten die aber weg sein. Im Gegenzug hat man dafür ein Leben gerettet…

    Daneben gibt es noch die Möglichkeit der periphären Stammzellenspende, die in der überwiegenden Zahl der Fälle angewendet wird, mit der ich mich allerdings nicht auskenne. Sie funktioniert aber sogar ohne Narkose und Krankenhausaufenthalt. Für beide Arten würde ich mal die FAQ unter dkms.de empfehlen.

    Wie Kunar schon sagte, verpflichtet die Typisierung aber natürlich zu nichts, auch wenn ein passender „Partner“ gefunden wird. Man kann auch danach noch jederzeit „nein“ sagen. Es wird einem übrigens nicht der Name dessen genannt, für den man spenden würde (frühestens 2 Jahre nach der Spende bei beiderseitigem Einverständnis) Eine Beeinflussung durch den potentiellen Empfänger ist also ausgeschlossen.

  12. 12
    SvenR says:

    Danke.

  13. 13
    DINENISO says:

    Wer sich auf der Homepage der DKMS ein wenig umschaut wird bemerken, dass dort eine sehr innovative Methode verfügbar ist: Die Typisierung mit der Speichelprobe. Es kann eine beliebige Anzahl von Testsets bestellt werden, kann zu Hause gemacht werden und ist noch wesentlich einfacher als der Gang zum Zelt in der Stadt und der kleine Stich. Die dazugehörige Werbekampagne dürfte dem ein oder anderen ebenfalls aufgefallen sein.

  14. 14
    Christoph says:

    Ich wusste gar nicht, dass man sich auch zu Hause via Wattestäbchen typisieren lassen kann.
    Ich habe mich jetzt bei DKMS registriert, da ich nicht in der Nähe der o.g. Städte wohne.
    Ich wünsche der Kleinen alle Gute.

  15. 15
    Sebastian S. says:

    Ich wusste gar nicht, dass man sich auch zu Hause via Wattestäbchen typisieren lassen kann.
    Ich habe mich jetzt bei DKMS registriert, da ich nicht in der Nähe der o.g. Städte wohne.
    Ich wünsche der Kleinen alle Gute.

    :-)

  16. 16
    Julius says:

    Vielen Dank für die Weitergabe des Hilfsaufrufs!

    Natürlich fließen die ermittelten Spenderdaten in die gesamten (anonymen!) Datenbestände der DKMS ein, so dass alle Leukämiepatienten potentiell davon profitieren.

    Auf den Seiten der DKMS – http://www.dkms.de – wird der mögliche Knochenmarkspendeprozess noch mal in allen Einzelheiten erklärt.

    @10Matze hat es aber schon genau richtig wiedergegeben!

    Danke an alle die mithelfen!

  17. 17
    anita says:

    *augenverdreh*
    Ich finde diese Aktionen so furchtbar emotionstriefend, auf die Traenendruese drueckend…
    „Kuckt mal, dieses suesse kleine Kind muss gerettet werden…“
    Ich hab mich vor Jahren schon bei einer stinknormalen Blutspende typisieren lassen.
    Ich geb mein Knochenmark auch ’nem haesslichen, alten Menschen :P
    Braucht man wirklich unsagbar-leidende Kinderaugen um die Leute dazu zu bringen, etwas zu tun, was vernuenftig ist?
    Warum muss es immer erst ein Kind sein, damit die Leute bereit sind, sich einzubringen?
    Ist ein Erwachsener es nicht wert, dass man sich fuer ihn typisieren laesst?
    Hey, Leute, selbst wenn ein Spender fuer die suesse, kleine Helene gefunden wird, laufen da draussen immer noch genug Leute rum, die ebenfalls Knochenmark brauchen!

  18. 18
    Matthias says:

    Mach ich! Schlimm genug, dass ich noch immer nicht typisiert bin!
    Die 50€ sind dabei Ehrensache!

    Peinlich genug, das du mich daran erinnert hast

  19. 19
    CRen says:

    Im Rahmen meiner aktuellen Krebserkrankung muss ich Euch warnen:

    Eine Knochenmarkspende ist keine angenehme Angelegenheit! Sicher, sie ist für einen guten Zweck, die Frage ist: In die Spenderkartei zu kommen, ist nur ein kleiner Piekser, die Entnahme der Stammzellen hingegen übel (mir wurden eigene Stammzellen entnommen, um das Knochenmark nach einer Hochdosischemotherapie – die mir hoffentlich erspart bleibt! – wieder aufzubauen):

    – Man wird ggf. mit einem Mittel zur Anzüchtung der Stammzellen „hochgespritzt“, das einen müde und depressiv macht und obendrein üble Knochenschmerzen verursacht.

    – Ist man „reif zur Ernte“, hängt man ca. 2 Stunden über sehr dicke Venenzugänge in beiden Armen an der Dialysemaschine, die das gesamte Blut durchpumpt, zweimal. Dabei gehen wegen der mechanischen Belastung nicht wenige Blutzellen flöten und danach hat man einen Kater für zwei!

    – Waren es nicht genug Stammzellen, wird die Prozedur mehrfach wiederholt.

    In meinem Fall – gut, das Knochemark war von den Chemos schon angegriffen – waren es insgesamt drei Male, die ich an die Maschine „durfte“ :( Ekelhaft!

    Wer das für ein fremdes Kind auf sich nimmt, ist für mich ein Held, kein Witz! Mir war’s ja für mich selbst fast zuviel!

  20. 20
    CRen says:

    Nachtrag: Diese Baby-Nummer finde ich auch ziemlich übel… es gibt genug Leukämiekranke jeden Alters, die Hilfe und Spenden bräuchten und die Krankheit ist wirklich gemein, da kann ich mit meiner Variante fast noch „glücklich“ sein.

    Apropos: Ich habe in der Verwandtschaft jemanden, der genau wie Helene mit Leukämie auf die Welt kam. Das war 1982. Die junge Frau erfreut sich heute bester Gesundheit! :)

  21. 21
    CRen says:

    … und um Missverständnissen vorzubeugen: Nein, Leukämie habe ich nicht, sondern eine hübsch seltene Variante von Hodenkrebs. Bei Leukämie wären Eigenmarkspenden ziemlich sinnfrei :)

  22. 22
    DerOnkel says:

    @ anita: Was ist das denn für eine besch…eidene Logik? Sollen die Eltern also keinen Aufruf starten, weil ihre Tochter nunmal „klein und süß“ ist? Natürlich sollte man grundsätzlich spenden, wenn aber mehr Menschen durch solch eine Aktion für das Thema sensibilisiert werden ist das doch trotzdem positiv.
    Echt abstoßend, dieses zwanghafte Gemäkel, das manche so an den Tag legen…gepaart mit „hey, ich bin sowieso der bessere Mensch, ich hab mich schon vor Jahren typisieren lassen“ wirds dann vollends unerträglich.

  23. 23
    Julius says:

    @18 anita ich habe mich damals ebenfalls ohne konkreten Anlass typisieren lassen.

    Ist es also schlecht, wenn man Bilder der „unsagbar-leidende[n] Kinderaugen“ braucht, um die Menschen zu animieren, sich als mögliche Spender registrieren zu lassen? So sind die Menschen offenbar und vergessen, dass jedes Leben es gleich wert ist, gerettet zu werden. Ich finde dennoch, das zählt, was bei der Sache rauskommt. Und das kann nicht nur ein Spender für Helene sein, sondern auch für einen „haesslichen, alten Menschen“. Daher unterstütze ich die Aktion von ganzem Herzen.

    @CRen wie schon erwähnt gibt es zwei Methoden der Spende. Deine Angstmacherei finde ich daher leider unglücklich, zumal die Chance, einen passenden Spender zu finden, ohnehin nur sehr gering ist. Offenbar hast Du aber selbst gezweifelt, ob Dein eigenes Leben es wert ist, von Dir gerettet zu werden („Mir war’s ja für mich selbst fast zuviel!“ – fällt es Dir daher schwer, Aufopferungsbereitschaft für einen anderen Menschen zu empfinden?

    Zur „Baby-Nummer“ siehe die Anmerkungen zu anita. Ich freue mich für Deine Verwandte, die den Krebs besiegt hat. Ich hoffe auch, dass Du es schaffst und vielleicht sogar von der Spenderdatei der DKMS profitierst. Helene schafft es nicht ohne diese fremde Hilfe.

  24. 24
    Peter says:

    An CREn: Durch diese Typisierungsaktion wird jedem Einzelnen Menschen, ob alt ob jung, geholfen, indem die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei vergrößert wird. Was soll also übel an der Aktion sein?
    Eine derartige Beschreibung der Stammzellentnahme habe ich bis heute noch nicht gelesen. Ich kenne mehrere Menschen, denen Stammzellen entnommen wurden und die damit einem anderen Menschen eine Chance auf ein neues Leben gegeben haben. Bei Ihnen verlief alles ohne Problem.

  25. 25
    Cornelius says:

    @ anita (18) und CRen (21)

    Jetzt macht Euch mal locker. Im aktuellen Aufruf geht es um Hilfe für die kleine Helene. Wer sagt denn, dass die Kommentatoren dieses Blogs nicht weniger hilfsbereit wären, wenn Helene 72 wäre, oder eine 50-jährige Elisabeth? Das ist hier keine „Baby-Nummer“. Nicht für mich …

  26. 26
    OecherJupp says:

    Kleiner Erfahrungsbericht einer Knochenmarkspende:

    http://www.ker0zene.de/blog/?s=knochenmark&x=0&y=0

  27. 27
    Rike says:

    @anita: Sich als Spender registrieren zu lassen ist eine der Sachen, die schnell mal unter „wollte ich immer schonmal machen“ auf der ToDo-Liste des Lebens landen (vgl. auch Organspendeausweis besorgen etc.). Ich war sehr froh als ich in der Mensa eines Tages über eine Typisierungsaktion stolperte, die dafür sorgte, dass ich das endlich gemacht habe.
    Ein konkreter Anlass / eine konkrete Ansprache helfen einfach, das Ziel – möglichst viele potentielle Spender – zu erreichen. Und ob das durch Ansprache in der Fußgängerzone, Plakatkampagnen oder die Vorstellung von Einzelschicksalen passiert, ist doch unerheblich. Aktionen wie für Helene gibt es doch häufig. Auch auf der dkms-Seite findet man dazu Beispiele.
    Und die Tatsache, dass es in diesem Fall ein süßes kleines Mädchen ist, macht die Spendenbereitschaft doch nicht weniger wertvoll. Wenn man sich ein bisschen umschaut stellt man fest, dass sich halbe Dörfer typisieren lassen, weil der Herr Schmidt von nebenan, die Frau Meier aus der Bäckerei oder der Udo aus dem Sportverein erkrankt sind.

  28. 28
    Jens says:

    Der Grund, warum gerne Kinder rangezogen werden bei solchen Fällen ist ja offensichtlich. Als bei uns im Ort ein kleiner Junge an Leukämie erkrankte hat diese 1000-Seelen-Gemeinde und Umgebung doch tatsächlich 40.000€ an Spenden zusammenbekommen. Genau auf sowas hofft die DKMS, und das natürlich bewusst.

    Wer sich kostenlos typisieren lassen kann sollte die Gelegenheit natürlich sofort warnehmen, denn selbst wenn man einmal typisiert ist hat man immer noch die Möglichkeit einer Absage. Meine Blutprobe kam bisher 3 Mal in Betracht und ich habe 3 mal die Fragebögen, Telefongespräche und die ausführlichen Blutproben der DKMS mitgemacht. Wenn es um einen tatsächlichen Einsatz geht werden 9 Röhrchen geringe Blutmenge für alle weiteren Tests entnommen, 3 davon gehen an behandelnde Ärzte, 3 an Tests für Krankheiten und 3 an die DKMS selbst. Man wird jedes Mal gefragt ob man bereit wäre so etwas zu machen (bei der Voruntersuchung schon) mit dem Hinweis, das man, selbst wenn man als Spender in Frage kommt immer noch abbrechen kann. Dabei hat man auch die Möglichkeit eine der beiden Entnahmemöglichkeiten (OP, Entnahme über die Armvenen) auszuschließen. Die Terminabwicklung und alles weitere klärt die DKMS und selbst wenn man dann aus irgendeinem Grund doch nicht in Frage kommt wird man darüber informiert. (Veränderter Gesundheitszustand, passenderer Spender, nicht mehr notwendige Spende)

  29. 29
    Kampfschneckchen says:

    Ich habe mich schon vor längerer Zeit mit dem Gedanken getragen, sowohl einen Organspendeausweis zu beantragen als auch eine Registrierung bei der DKMS voranzutreiben. Vor 5 Jahren hat ein Freund von mir -der sich vor über 10 Jahren bei einer ähnlichen Aktion wie die für die kleine Helene hat registrieren lassen- Knochenmark für einen fremden Menschen gespendet und das hat mich sehr berührt. Letztes Weihnachten (2008) habe ich mich spontan bei einer Aktion der Malteser registrieren lassen, die gerade in der Innenstadt lief. Man weiß nie, ob man nicht selbst einmal auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen ist, daher sollte man seinen inneren Schweinehund als auch seine Trägheit für eine gute Sache überwinden!

    Um es einfach mal ein bisschen pathetischer auszudrücken:

    Ein kleiner Pieks für mich – eine große Hilfe für die Menschheit!

  30. 30
    hvd says:

    Schade: Menschen, die zwischen 1980 und 1996 insgesamt mehr als sechs Monate in Großbritannien verbracht haben (wie z.B. ich), sind wg. von der Bundesärztekammer angenommenen Creutzfeldt-Jakob-Risikos vom Stammzellspenden ausgeschlossen, ebenso wie schon vom Blutspenden. Bleibt natürlich – wenn auch weit weniger sexy – die Möglichkeit der Geldspende.
    (s. DKMS.de>Spender>Registrierung>Voraussetzung>Punkt V.)

  31. 31
    benedikt says:

    tag auch,

    es gibt nicht nur die „baby-nummer“, bei uns in der kleinststadt hier war auch eine person auf eine solche spende angewiesen, die war um die 30. da hats auch ne typisierungsaktion gegeben, wo mords was los war. alle ärzte hatten die praxen dicht und saßen beim pieksen, alle haben zusammengeholfen.
    ich find die praxis schon in ordnung, mit direkt betroffenen zu „werben“.

  32. 32
    Julius says:

    @32 benedikt

    „ich find die praxis schon in ordnung, mit direkt betroffenen zu „werben”.“

    Es ist ja nicht einmal so, dass die DKMS mit dem „Aushängeschild“ Helene werben würde. Die Initiative geht maßgeblich auf die Eltern, Verwandte und Freunde zurück! Dank dieses Engagements konnten auch die Schirmherren Henning Voscherau, Arne Friedrich und Ranga Yogeshwar gewonnen werden. Aber natürlich hilft die DKMS mit Personal und Finanzen bei der Aktion kräftig mit – schließlich profitieren sie ja aus den oben angeführten Gründen von Jedem, der sich in die Datei eintragen lässt.

  33. 33
    Stefan B. says:

    @31 hvd: Interessant wie unterschiedlich das gehandhabt wird. Hier in den USA bin ich als Westeuropaer ebenfalls von der Blutspende ausgeschlossen. Fuer die Knochenmarkspende bin ich aber registriert; der Professor, der dafuer geworben, meinte, wenn ich der am besten geeignete Spender fuer einen anderen Menschen bin, dann geht ihm das letzte bisschen Restrisiko irgendwo vorbei…

  34. 34
    jc says:

    @33: Das ist alles in Ordnung. Wenn es eine legitime Werbung gibt, dann die fuer das DKMS. Man muss sich nur klarmachen, wer da was warum tut.

    @20: Das Verfahren fuer periphaere Stammzellentnahme und fuer Knochenmarkspende ist unterschiedlich.

    Peripher laeuft das wie beschrieben, der Spender erhaelt ca. 5 Tage G-CSF, was das Knochenmark zur Ausschuettung von Stammzellen anregt. Und dann kommt man an die Apherese (der Blutfilter); das ist auch nicht angenehm, aber Leut mit Nierenfehlfunktionen machen etwas recht aehnliches z.T. jeden Monat.

    Typische Nebenwirkung sind, z.T. ausgepraegte, Grippesymptome. Das ist fuer Krebspatienten, welche ja extremen koerperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt sind, natuerlich belastender als fuer gesunde Spender. Wiederholungen sind bei gesunden Spendern eher selten. Erholungszeit 2-7 Tage.

    Die klassische Variante der Knochenmarksentnahme ist es, das Becken anzupieken und kraeftig zu saugen. Dabei wird 1l entnommen. Das klingt viel, ist aber nach 2-3 Wochen wieder da. Wunden sind eher klein, Becken tut halt erstmal weh (ist aber nicht bruechiger als sonst oder sowas).

    Risiken: Bei einer OP hat man die ueblichen OP-Risiken. Bei G-CSF sind bislang (wird seit >10 Jahren grossflaechig angewandt) keine ernsthaften langfristigen Nebenwirkugnen bekannt. Was das 30 Jahre spaeter anrichtet, weiss kein Mensch, aber das ist beim neuesten Grippemittel nicht anders. Weiter werden Venen angepiekt, also hat man die ueblichen Infektrisiken wie bei jedem Pieksen. Meist kann man nach 1 Tag nach Haus.

    Der Trend geht zur periphaeren Entnahme, weil’s keine aufwaendige OP mit Vollnarkose braucht, aber das geht nicht immer.

  35. 35
    sabine says:

    Baby-Nummer?
    Was wäre wenn es dein Kind wäre das kurz nach der Geburt so schwer erkrankt und in Lebensgefahr schwebt? Würdest du als Vater/Mutter nicht alles versuchen um deinem Kind ein Leben zu ermöglichen?
    Ist es nicht schon schlimm genug was die Eltern und die Kleine durchmachne müssen!
    Außerdem, alle Spenden werden in die Kartei aufgenommen und jeder Leukämie erkrankte Mensch kann davon (hoffentlich) profitieren!
    Ich finde es bewundernswert was in der kurzen Zeit alles möglich geworden ist und habe gerade den Glauben an die Menschheit zurückgewonnen.

  36. 36
    ChiefAlex says:

    Ich habe leider weder Zeit noch Geld, zu Berlin, Hamburg oder Koblenz zu reisen (Wohne nahe Bonn, NRW). Wenn diese Aktionen großen Erfolg haben sollen, muss es an mehr Standorten angeboten werden.

  37. 37
    Julius says:

    @37 Alex Du kannst Dich auch in Bonn registrieren lassen, indem Du Dir das Set der DKMS (Wattestäbchen) zuschicken lässt. In Köln gibt es auch eine ständige Einrichtung der DKMS:
    DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei
    Ort: Büro Köln
    Adresse: Scheidtweilerstraße 63-65
    50933 Köln
    Ansprechpartner: –
    Telefon: 0221-940582 0
    Email: post@dkms.de
    Termine: montag bis freitags, 9.00-13.00 Uhr
    oder nach telefonischer Absprache

    Vielleicht schaffst Du es ja dahin? Man kann sich ein Registrierungsset auch zu seinem Hausarzt schicken lassen und sich dann dort die Blutprobe entnehmen lassen.

    Damit bedeutet es nicht viel Aufwand, ein möglicher Lebensspender zu werden!

  38. 38
    Heike says:

    Schön, dass der Aufruf hier veröffentlicht wurde!
    Ich kann kaum in Worte fassen, wie mich das Schicksal der Familie und der Kleinen berührt.

    Heike

  39. 39
    Heike says:

    Nachtrag zu 39.
    Typisiert bin ich schon. Wenn es Helene helfen würde, würde ich mich zweimal typisieren lassen.
    Das Einzelschicksal hat mich zu einer Geldspende gebracht.

    Ich hoffe, viele, viele Menschen raffen sich auf. Für Helene, viele andere Kinder und Erwachsene.

    Heike

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] sondern eher, dass ich kapituliere vor der erdrückenden Anzahl der Hilfsmaßnahmen für Uwe, Helene und unzählige andere, die ich fast schon als Spam empfinde. Solche Sponti-Aktionen sind in der […]

  2. […] [via Stefan Niggemeier] […]

Einen Kommentar hinterlassen

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.