Die Mär vom Ostblock beim Grand-Prix (3)

13 Mai 07
13. Mai 2007

Ich hör dann auch gleich wieder auf mit dem Thema, aber ich fand es dann doch ganz eindrucksvoll, was dabei herauskommt, wenn man aus dem Ergebnis des gestrigen Abends die bösen Stimmen des Ostens herausrechnet:

Na sowas, dann hätte nicht Serbien gewonnen, sondern, äh: Serbien. Und nicht vor der Ukraine, sondern vor der… na: Ukraine. Und Roger Cicero hätte einen glanzvollen 14. Platz eingefahren. Aber bestimmt hätten die Westeuropäer dann einen anderen Grund gefunden, warum sie nicht selbst Schuld sind an ihrem schlechten Abschneiden.

(via BILDblog)

104 Gedanken
  1. 1
    medienblogger says:

    Hehe, danke, war bei uns heute auch Thema und ich musste an Dein Blog denken ;)

  2. 2
    Frederic Schneider says:

    Ich will ja nicht sagen, dass Serbien schlecht ist. Aber als Gesamtproblem sehe ich Osteuropa schon. Es ist schon auffällig, wie sehr sich die eheml. Ostblock-Staaten und Serben gegenseitig Punkte zuschießen. Ob das jetzt viel am Ergebnis geändert hätte, oder nicht, ist dabei erst einmal zweitrangig.

    Der „Grand Prix“ MUSS reformiert werden, damit er für Menschen westeuropäischer Abstammung (das meine ich nicht nationalistisch, sondern so, wie ich es sage!) wieder interessant wird. Andernfalls sehe ich nur die Chance, den „Grand Prix“ in das NDR-Abendprogramm zu verdammen.

    Ich gebe dir, Stefan, insoweit recht, als dass letztes Jahr zum Beispiel ein westeuropäisches Land gewonnen hat, und dass es auch westliche Länder gibt, die in diesem Jahr vorne sind. Trotz alledem ist hier ein negativer Trend zu Lasten des Westens erkennbar.

    Übrigens: Hast du die Meldung von DWDL gelesen?

  3. 3
    Jens Scholz says:

    HAHAHA!!! Großartig. Viewlen Dank fürs nachrechnen und ich bilde mir jetzt was drauf ein, daß sich das mit genau dem deckt, was ich schon vermutet habe: Die Gefälligkeitspunkte wirken sich im Prinzip nahezu zu Null aus und die fehlende Eindeutigkeit der Votes von gestern spiegelt genau das dar, was an Qualität geboten wurde, nämlich nichts, was sich eindeutig abhob.
    Meine persönlichen 5 Lieblingslieder von gestern kamen auch alle aus dem Osten und ich habe dort mal gar keine Aktien drin.

  4. 4
    Jens Scholz says:

    Frederic: Quatsch. Was reformiert werden muss ist die Qualität der westlichen Beiträge. Warum sollte man die Osteuropäer, die noch mit Herzblut an den Contest rangehen, dafür bestrafen, daß die Westeuropäer nur Schrott produzieren?

  5. 5
    niels | zeineku.de says:

    Der „Grand Prix” MUSS reformiert werden, damit er für Menschen westeuropäischer Abstammung (das meine ich nicht nationalistisch, sondern so, wie ich es sage!) wieder interessant wird. Andernfalls sehe ich nur die Chance, den „Grand Prix” in das NDR-Abendprogramm zu verdammen.

    Kann man natürlich machen – die Regeln so stricken, daß nur noch Teilnehmer gewinnen, die einem genehm sind. Mit „Contest“ hat das dann aber nix mehr zu tun.

  6. 6
    Frederic Schneider says:

    Ich will mir nicht die Regeln solange so gut stricken, bis nur noch der Westen gewinnt. Allerdings ist das „Konzept“ der Seilschaften nicht gerade optimal, anders formuliert: fair.

    Änderungsvorschläge:
    a) Das Halbfinale derartig umbauen, sodass es nicht mehr zu Interessenskonflikten kommen kann
    b) Länder, die nicht mehr im Finale sind, dürfen nicht mehr abstimme – das hätte den positiven Nebeneffekt, dass die Abstimmung nicht mehr eine halbe Ewigkeit dauert.

    Und außerdem sollten, wie Jens Scholz richtig erkannt hat, die Gesangsbeiträge verbessert werden. Es gab wenige, die okay waren – darunter zählt Cicero, Serbien und die Türken gingen auch noch. Bitte, was war mit Großbritannien los? Und was war das seltsame Lied aus der Ukraine?

  7. 7
    Daniel Morawek says:

    Um mal eine ganz andere Sache anzusprechen, die mich irritiert hat – die SPON Berichterstattung.

    Nun, der Siegertitel ist ja ein Liebeslied, nicht wirklich politisch, und hat sich sogar über politische Grenzen hinweg gesetzt, denn (und das wird gerne im Westen übersehen wenn man vom Grand Prix spricht) auch auf dem Balkan sind nicht alle »Freunde«.

    Witzigerweise hat der SPON-Korrespondent heute Nacht in der Meldung zum Ergebnis (http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,482571,00.html) fast nur über die Politik in Serbien geschrieben! Zitat: „Ohne den Eurovisionisten die Laune mit Politik verderben zu wollen: Serbien ist dank Tomislav Nikolics auf keinem guten Weg.“

    Dann etwas später: „Sollte es zu Neuwahlen kommen, könnte sich eine Koalition von Nikolics Radikalen und der Sozialistischen Partei (SPS) des verstorbenen Milosevic bilden- aus europäischer Perspektive mehr als besorgniserregend. Wird Belgrad „Molitva“ als Feigenblatt für antieuropäische Ressentiments missbrauchen?“

    Und so weiter und so fort … Hallo? Es ist doch nur ein Liebeslied!

    Und um noch einmal auf die Politik in Serbien zurückzukommen – in einer Meldung in der Netzeitung von heute Abend (http://www.netzeitung.de/ausland/647891.html) heißt es: „Nach der Einigung auf eine prowestliche Regierungskoalition ist der erst kurz zuvor gewählte serbische Parlamentspräsident Tomislav Nikolic zurückgetreten. Der umstrittene Führer der ultranationalistischen Radikalen (SRS) kam damit einer Ablösung durch das Parlament zuvor, wie sie die parlamentarische Mehrheit des so genannten demokratischen Blocks im Belgrader Abgeordnetenhaus verlangt hatte.“

    Und so weiter und so fort …

  8. 8
    vib says:

    Die Freundschaftsstimmen sind eigentlich nur das Symptom. Das grundsätzliche Problem ist, dass ein Land wie Montenegro genau so viele Punkte abgibt wie Russland, Deutschland oder Frankreich. Das ist es, was das Ergebnis zugunsten des zahlenmäßig den Ländern nach nun einmal überlegenen „Ostblocks“ verzerrt. Wenn das reformiert wird, kann man auch wieder von Contest reden und VIELLEICHT steht dann auch wieder (bessere?) Musik im Vordergrund. Wobei letzteres bei diesem Wettbewerb eigentlich völlig undenkbar ist, denn der Begriff „Musik“ passte meiner Ansicht nach gestern auf kaum etwas.

  9. 9
    Henrik says:

    @6b: Dann würden aus den betroffenen Ländern aus Verägerung vermutlich nicht mehr allzu viele Zuschauer übrig bleiben, die sich das Finale ansehen.

  10. 10
    Boludo Alegre says:

    Was mir aufgefallen ist:

    Für die kleineren Länder insbesondere im Osten ist der GP eben noch eine ernste Sache. Sei es, weil sie noch nicht so lange dabei sind oder weil sie erst seit ein paar Jahren eine starke nationale Identität haben.

    Im Westen ist das ganze eine Spaßveranstaltung, bei dem man sich zum einen über die schrägen Kostüme und die Sangeskünste lustig machen kann. Und die einem zum anderen die Möglichkeit gibt, eine kulturelle Überlegenheit den Ost-Ländern gegenüber zur Schau zu stellen, weil die das ganze so bierernst nehmen und man selbst ja nun gar nicht, denn immerhin hat es ja was mit Nationen und Ländern zu tun.

    Die West-Länder haben eine komische Einstellung: Vorher nicht gewinnen wollen, weil man drüber steht und das sowieso eine peinliche und schlechte Veranstaltung ist. Und hinterher mächtig ärgern, wenn man verloren hat.

    Drum können von mir aus gern immer die gewinnen, für die so ein Sieg auch etwas bedeutet. Gerne aber auch mit besserer Musik.

  11. 11
    vib says:

    Die Sache ist insofern schizophren, weil auch die „Ostblock“-Stars durch ihren Auftritt auf Plattenverkäufe im „Westen“ spekulieren dürften. Dass das aber in 99,9% der Fälle nicht klappt zeigt schon, wie albern die ganze Veranstaltung eigentlich ist.

  12. 12
    Orin says:

    Und wenn wir jetzt noch alle osteuropäischen Beiträge aus der Rechnung rausnehmen hat die Türkei gewonnen und Deutschland ist fünfter. Also noch schnell Griechenland und die Türkei rausnehmen, sind ja auch viel zu weit im Osten von Europa, und schon ist Deutschland auf einem sehr guten 3. Platz. ;)

  13. 13
    Peter says:

    Ich möchte einfach nur dafür danken, dass diese Reihe von Postings mir das Rüstzeug gegeben hat, um die morgen sicher anstehenden Debatten zum Thema mit Bravour zu bestreiten.

  14. 14
    Onkel Peppy says:

    @9: Warum um alles in der Welt reformieren? Was ist so schlimm daran, dass jedes Land gleich viele Punkte verteilen darf? Wie kann man denn so vermessen sein zu glauben, dass die qualitativ hochwertigeren Songs (wie auch immer man das objektiv bewerten will) weiter oben landen, wenn bevölkerungsreichere Länder mehr Punkte verteilen dürften? Bei einem Telefonvoting.
    Wenn allerdings jemand herausfinden sollte, wie man es schafft, dass nur Leute, die vom Thema eine Ahnung haben, wählen gehen, der soll das bitte sagen, könnte man auch auf andere Bereiche anwenden…

  15. 15
    vib says:

    Es geht nicht um das Ergebnis, nur darum, dass Chancengleichheit herrscht – die gibt es nämlich derzeit nicht. Dann sollte man es nicht als Wettbewerb betiteln. Von mir aus hätten gestern ALLE Beträge im Orkus der musikalischen Belanglosigkeit verschwinden können ;)

  16. 16
    jackomo says:

    ihr seid helden!
    die zwölf punkte aus deutschland für die türkei bedeuten also, dass alle deutschen im schnitt das türkische lied am besten fanden, oder?
    und das seit mindestens 5 jahren?
    und genau auf dieser logik basierend rechnet ihr hier ständig das ergebnis schön.
    deutschland gibt der türkei seit jahren immer 12 punkte *weil* hier soviel gastarbeiter oder migranten sind. erna aus bottrop stimmt hier bestimmt nicht ab.
    und da unsere lieben freunde aus ex-jugoslawien in ganz europa verstreut wurden, haben sie (wenigstens hier) einen standortvorteil.

    ich möchte den kennenlernen, für den das serbische lied wirklich das beste lied des abends war. und dann würde ich noch gerne wissen, was derjenige sonst für musik hört…

  17. 17
    Ben says:

    @20: Also ich persönlich fand Georgien und Bulgarien noch besser, aber Serbien war schon in Ordnung. Ansonsten hör ich übrigens alles was gefällt, da reicht die Palette von Tatu und Michelle Branch über Ed Harcourt und Einstürzende Neubauten bis zu The Clash oder Tom Waits. Danke der Nachfrage!

  18. 18
    Christian says:

    Manueller Trackback: http://amendedestages.blogspot.com/2007/05/warschauer-grand-pix-pakt.html

    […]Zur angeblichen Ostblock-Verschwörung beim Eurovision Song Contest: Das Ergebnis ohne die „Ost-Stimmen“:[…]

  19. 19
    ajo says:

    Was ist das mit diesem Ostblock? Die Ostblockstaaten haben nicht deshalb einen Vorteil, weil sie Ostblockstaaten sind und somit alle miteinander „verbrüdert“ oder sowas. Der Faktor spielt eigentlich keine Rolle, die einzig relevante Frage ist: Welches Land hat wie große Minderheiten im Ausland? Deutschland seit Ende des Zweiten Weltkriegs praktisch keine mehr. Das bedeutet auch, dass Deutschland niemals auch nur in die Nähe des ersten Platzes beim Eurovision Song Contests gelangen wird. Zumindest nicht mehr seit der Öffnung des Eisernen Vorhangs. Die Türkei, der Balkan sowie viele osteuropäische Länder dagegen werden für lange Jahre auf hohen Plätzen rangieren, weil deren Landsleute auf dem ganzen Kontinent verteilt sind. Das sind wahrscheinlich so ziemlich die einzigen, die bei diesem Voting überhaupt mitmachen. Prozentual.

  20. 20
    Jens says:

    @20: für mich war der siegertitel schon am donnerstag klar unter den ersten dreien. georgien fand ich allerdings besser.

    @vib: erklär mir doch bitte mal, was daran unfair ist, daß jedes land, das einen titel ins rennen schickt, die gleiche anzahl punkte vergeben darf. das ist doch völlige chancengleichheit.

  21. 21
    einzelfahrt says:

    @20:

    Dann müssen sich die lieben Freunde aus ex-Jugoslawen spontan seit diesem Jahr für den Grand Prix begeistern. Haben Sie den serbisch-montenegrinischen Beitrag 2006 gerade mal auf einen 13 Platz wählen können, der sie in das diesjährige Halbfinale zwang, während der Contest des letzten Jahres von in ganz Europa verstreuten Exil-Finnen entschieden wurde.

    Erstaunlich auch wie sich die in ganz Europa verstreuten Malteser 2005 mobilisieren und den Beitrag Ihres Heimatlandes auf Platz 2 hiefen konnten.

  22. 22
    ajo says:

    @25: Ich könnte mir vorstellen, dass im Normalfall die Gesamtanruferzahl niedriger ist als man denken würde. Deshalb kann man alle Theorien über Bord werfen, wenn beim Contest tatsächlich mal ein Song performt wird, der überraschend, gut oder einfach nur nicht total banane ist.

  23. 23
    corax says:

    Wenn ich mir hier so die Kommentare durchlese,
    und parallel dazu die, über die Bremer Wahl,
    erkenne ich keine signifikanten Unterschiede.

    Das Ergebnis steht schwarz auf weiß fest,

    aber jeder S****** redet es sich zurecht.

    MfG

  24. 24
    Sebastian says:

    „b) Länder, die nicht mehr im Finale sind, dürfen nicht mehr abstimme – das hätte den positiven Nebeneffekt, dass die Abstimmung nicht mehr eine halbe Ewigkeit dauert.“

    Ne, um Gottes Willen… die haben sie eh schon zu sehr gekürzt, die sollen wieder alle Punkte von 1-12 vorlesen, und zwar bei allen Ländern. Das war ja viel zu schnell vorbei.

  25. 25
    ralf says:

    das mit spon sit mir auch aufgefallen. anscheinend sind daniel haas und roger cicero befreundet, er schrieb auch schonmal ein auffallend unkritisches portrait über cicero.

  26. 26
    Christian says:

    Wenn man heute die BILD liest, könnte man denken, man wolle in Osteuropa einmarschieren und die BILD wolle vorher das Volk noch mal so richtig „scharf“ machen. Kann man sich nicht damit abfinden, dass das Lied von Roger Cicero beim Grand Prix (Euorpean Song Contest) ganz einfach SCHLECHT war und DESHALB nicht gepunktet hat? In der Vorentscheidung, die ja nur aus drei Liedern bestand, war ich schon ganz entsetzt, was da zur Abstimmung geboten war… Wer organisiert eigentlich den Vorentscheid und wieso ist es nicht mehr wie früher, dass der Zuschauer aus 8 Liedern aussuchen kann? Hat man dafür keine Sendezeit mehr übrig? Es wird sich immer über Ralf Siegel lustig gemacht, aber immerhin hat ER bereits beim Grand Prix gut gepunktet!

    Der Beitrag von Cicero ist einfallslos und schlecht , der Text könnte auch lauten: „Meine Mutter geht in die Küche, sie kocht dort am Herd, lecker sind die Gerüche, das ist mir viel wert….“ und dazu wird am Klavier bedeutungsschwanger in die Tasten gehauen…

    Wenn man es Jugoslawien nachmachen will, kann sich ja Deutschland in 16 Einzelstaaten aufteilen, die sich dann beim Voting gegenseitig die Punkte zuschieben. Obwohl ich Zweifel habe, dass dann der Freistaat Bayern dem Staat Berlin 12 Punkte geben würde ;-)

    Die ARD als federführende Sendeanstalt sollte sich über ganz andere Dinge mal Gedanken machen: Ist es wirklich so berauschend, dass Moderator Thomas Herrmanns und sein Assistent Georg Uecker bis zu Ihrer Berentung jährlich der Grand-Prix-Party vorstehen sollen? Wäre nicht ein jährlicher Wechsel von Moderatoren und der Sendeanstalt für den Zuschauer abwechslungsreicher?

    Außerdem sollte die ARD bitte bei der viel beschworenen Einigkeit Europas doch so viel Sendezeit opfern, dass man zu Beginn einer Eurovisionssendung wie früher die Eurovisions-Hymne einmal ganz durchspielt und nicht einfach nur die abgehackten letzten Takte ausstrahlt. Da die Sendezeit ja nicht für eine Werbepause geopfert wurde, kann man die paar Sekunden, die für die komplette Eurovisionsmelodie notwendig sind, bei Herrn Herrmanns Moderation abziehen…

    Und bitte, bitte, liebe ARD: Missbraucht nicht weiterhin das Lied „Wunder gibt es immer wieder“ im Rahmen der Herrmann/Uecker-Moderation, das gibt der veranstaltung einen sehr schmalzigen Beigeschmack. Das Lied an sich ist nämlich ganz schön und sollte nicht dafür „herhalten“ müssen.

    Im übrigen: Dass es definitiv KEINE Wunder gibt, sieht man doch an der (zu erwartenden Platzierung) von Roger Cicero!

  27. 27
    Martin Hiegl says:

    Unterhalb der Top-8 verändert sich da schon einiges … besonders Weißrussland, Mazedonien und Slowenien schneiden da erheblich schlechter ab. IMHO trotzdem kein Grund irgendwie Theater zu machen.

  28. 28
    SvenR says:

    „ich möchte den kennenlernen, für den das serbische lied wirklich das beste lied des abends war.“
    Da bin ich. „Volksdeutsch“ in Ihrem Sinne. OK, mein Vater wurde im heutigen Polen geboren, meine Mutter ist Fränkin und ich wurde in Offenbach geboren. Aber immerhin habe ich von Geburt an einen deutschen Pass.

    Dass

    1. Serbien – die zweitbeste Performance des Abends, aber das ESC-igste Lied.

    gewinnen sollte habe ich ja erst zweimal in diesem Blog geschrieben. Konnten Sie ja nicht wissen.

  29. 29
    Stefan says:

    Ich fand auch das serbische Lied deutlich das Beste und habe auch dafür angerufen. Dahinter waren für mich, in keiner bestimmten Reihenfolge Georgien, Bulgarien und Slowenien.

  30. 30
    Thoregon says:

    Ich habe für Schweden gestimmt. Es gibt zwar deutlich bessere Sachen von The Ark als the worrying kind, aber wer die schon mal live erlebt hat, muss eigentlích schon aus Prinzip für die Jungs stimmen!

  31. 31
    Zapp says:

    Länder, die nicht mehr im Finale sind, dürfen nicht mehr abstimmen

    Hmm, dann wären statt 49 nur noch 8 Punkte für Cicero übrig geblieben. Ob er damit wohl auf einem bessern Platz gelandet wäre?

    Wer übrigens meint, dass Deutschland keine Minderheiten im Ausland mehr hat, sollte sich mal in der Schweiz und Österreich umschauen.

  32. 32
    Daniel Morawek says:

    @ 20:

    Ja für mich waren auch Serbien und die Ukraine die besten Lieder. Das Serbien gewinnen wird und Deutschland im hinteren Drittel landet, habe ich bereits vor dem Halbfinale vorrausgesagt.

    Welche Musik ich sonst noch so höre (kleine Auswahl): Maximo Park, Sufjan Stevens, Bloc Party, Johnny Cash, Tocotronic, Daniel Benjamin, Tom Waits, The Strokes etc. und natürlich auch Goran Bregovic. Meine Nationalität ist übrigens deutsch, kein Gastarbeiterkind etc.

    ————-

    SPON haben übrigens immer noch keine Meldung gebracht das der serbische Parlamentspräsident Nikolic zurückgetreten ist. Irgendwie scheint die Sorge um Nikolic im Politik-Ressort nicht so groß zu sein, wie die Sorge beim Grand-Prix-Korrespondenten …

  33. 33
    SvenR says:

    Wie Nikolic ist wegen des ESC-Erfolgs zurückgetreten? Das ist ja – unglaublich!

  34. 34
    Daniel Morawek says:

    Natürlich nicht wegen dem ESC-Efolg … obwohl, die serbische Regierung wird sich wahrscheinlich tatsächlich freuen, an einem Wochenende einen europäischen Contest gewonnen zu haben und ihren nationalistischen Parlamentspräsidenten losgeworden zu sein. Nun können nämlich die Verhandlungen über einen EU-Beitritt weiter geführt werden (wegen dem Rücktritt, nicht wegen dem Liebeslied).

    Also vielleicht hat der Rücktritt tatsächlich was mit dem Gewinn des Song Contest zu tun, wer weiß …

  35. 35
    DanielK says:

    @24 / Jens:

    „@vib: erklär mir doch bitte mal, was daran unfair ist, daß jedes land, das einen titel ins rennen schickt, die gleiche anzahl punkte vergeben darf. das ist doch völlige chancengleichheit.“

    Ist das nicht offensichtlich? Wenn 200 Andorraner und eine Million Russen (ja, die Zahlen habe ich mir ausgedacht) durch ihre Telefonanrufe insgesamt dieselbe Punktzahl vergeben dürfen, zählt die Meinung des Andorraner sehr viel mehr. Das ist unfair.

  36. 36
    Horst says:

    Ich glaube ja, daß da eine ganz alte Angst zum Vorschein kommt. Die Angst vor dem Panslawismus, die Angst, die slawischen Horden könnten sich zusammentun und unser deutsches Bollwerk hinweg fegen. Huuu, da gruselts die deutsche Volksseele und dem Volkskörper läuft ein kalter Schauer über den, na ja, den Volksrücken.

  37. 37
    nrq says:

    Wenn ich da mal eine Frage in den Raum werfen darf: sind eigentlich die Abstimmungsmodalitäten in allen Ländern gleich? Ich schätze mal hier in Deutschland wurden irgendwelche „Mehrwertrufnummern“ verwendet – wie sieht’s denn in den anderen Ländern aus? Könnten sich unterschiede auf das Ergebnis auswirken?

    Eine interessante Information von Wikipedia: „televoting“, also Abstimmung per Telefon/SMS, gibt es überhaupt erst seit 1998, davor wurden die Punkte in jedem Land von einer Jury festgelegt.

  38. 38
    Joerg says:

    Geil, wieviel latenter Rassismus da bei Leuten wie „vib“ zu Tage tritt.
    Das wunderbare am Eurovision Song Contest ist nicht die Musik, ganz im Gegenteil, die ist sogar fast durchgehend unerträglich. Nein, das geile ist dass ganz viele Länder unabhängig von Größe, Geschichte und geographischer Lage innerhalb Europas gleichwertig als Land nebeneinander auftreten. Und was da an Hass und Machtanspruch aufbricht und gepoltert wird, ist erschütternd.

  39. 39
    JanG says:

    @vib, DanielK:
    Wie ich gestern schon zeigte, hätte eine Gewichtung der Wertungen nach Einwohnerzahl keine Auswirkung auf die Dominanz der östlichen Staaten bei den oberen Ränge bzw. auf den Sieger Serbien.

    http://sprblck.com/?p=393

  40. 40
    Jens says:

    @vib:
    dein denkfehler ist, daß du nicht kapierst, daß es im sinne des wettbewerbs „jedes land ein lied, jeder teilnehmer dieselbe stimmmenge“ völlig logisch und richtig ist.
    im gegenteil, würde es so sein wie du es vorschlägst (also nach größe abstimmen) würden die millionen russen eine größere stimmmacht erreichen als die paar hundert malteser. dann wärs wirklich genau so unfair, wie du momentan fälschlicherweise glaubst daß es jetzt sei.

  41. 41
    jrady says:

    Ähemm…
    2 Dinge:
    – Ohne hier den Goebbels (traue keiner Statisitk die du nicht selbst fälscht) werfen zu wollen:
    Die mobilisierung Ostblock-beheimateter in den westländern sollte wohl auch rausgerechnet werden, oder?
    – WANN bitteschön war denn das letzte Mal ein Qualitativ hochwertiges Lied beim ESC Sieger? mir fiele da höchstens 1974 ein, und Waterloo war gewiss nicth Abba´s stärkstes Lied…
    ich guck´s trotzdem, auch nächstes Jahr…
    das witzigste sind doch auch wirklich diejenigen die das ganze Ärnst nehmen…

  42. 42
    Sven Knoch says:

    Der Weg von Lys Assia über Lordi bis zur singenden serbischen Kartoffel hatte von Anfang an nicht die meditative Qualität des Jakobswegs.

  43. 43
    D1ngler says:

    Jetzt verweist auch Spiegel.Online auf dich ;)
    http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,482806,00.html

  44. 44
    Carsten Weidling says:

    Schlager Grand Prix oder Balkanexpress?

    Wenn man sich in diesem Jahr den Schlager-Grand-Prix, oder nennen wir es „Eurovision Song Contest“ oder irgendwie anders, gesehen hat, fragt man sich zu recht, warum wir da überhaupt noch mitträllern. Der großartig swingende Roger Cicero hatte nicht den Hauch einer Chance gegen die osteuropäische Achse der Muse. Nun sagen wir mal so, er hatte noch ein bisschen mehr Chancen als DJ Bobo, der durch die Qualifikation musste und dann dort gegen die musikalische Druschba-Trasse rausflog. Das Ergebnis der Hauptveranstaltung ließ einen dann demzufolge auch nicht mehr staunen. Dünne Liedchen, genährt durch den offensichtlich miserablen Musikgeschmack ewig wiederkäuender Produzenten, schossen an den paar guten Interpreten so schnell und heftig vorbei, dass sich zum Tinitus auch ein Jetlag gesellte. Was ist da los? Hat Osteuropa kollektiv das Handy für sich entdeckt, um sich nun die kleinen slawischen Fingerchen wund zu simsen? Und überhaupt, warum nennt man die Veranstaltung nicht gleich „Der Balkan sucht den Superstar“? Eines allerdings ist irgendwie erfreulich. Schön zu sehen, wie die Bruderländer östlich von Görlitz zusammenhalten und sich gegenseitig auf die vordersten Plätze hieven. Da fragt man sich doch, wieso sich Jugoslawien, die ČSSR und die UdSSR überhaupt auflösen mussten, wenn sie sich doch zumindest in Balalaika-Fragen als jeweils ein Volk betrachten. In Westeuropa (wozu wir Ostdeutschen ja nun durch den Humor der Geschichte plötzlich gehören) funktioniert das nicht so prima. Schon immer haben die Österreicher und auch die Schweizer uns keine Punkte gegeben und so viele Points haben die Alpenländler von uns auch nicht bekommen. Doch nun ist es gänzlich aus dem Ruder gelaufen.
    Doch wie kann man das noch retten? Mit Siegel, Raab, Guildo und Nicole sicher nicht mehr. Wenn überhaupt, dann nur durch Landsleute mit osteuropäischen Migrationshintergrund. Wir dürfen gespannt sein.

  45. 45
    Lukas says:

    Wenn überhaupt, dann nur durch Landsleute mit osteuropäischen Migrationshintergrund.

    Wenn etwas dieses Jahr überhaupt nicht funktioniert hat, dann Anbiederung an den Osten. Dafür waren die ersten drei Plätze von französischen Chansons, Italodisco/Eurobeat und Girl-Power-Pop inspiriert.

    Das finde ich das Großartige am Grand Prix: Fast jede vermeintliche Formel, fast jeder Erklärungsversuch lässt sich gleich wieder aushebeln. Jedes Vorkommnis lässt sich von mindestens zwei Seiten sehen. Das ist sogar spannender als Fußballbundesliga.

  46. 46
    SvenR says:

    Lieber Carsten Weidling, ich glaube, Sie haben gar nichts verstanden.

    Der böse, böse Balkan hat sich also verschworen. Was ist denn eigentlich der Balkan? Also, der Balkan (laut Wikipedia)

    „ist eine geografisch unterschiedlich definierte Region im Südosten Europas. Die Balkanhalbinsel ist die östlichste der drei ins Mittelmeer ragenden südeuropäischen Halbinseln.

    […]

    * Albanien,
    * Bosnien und Herzegowina,
    * Bulgarien,
    * Griechenland (nur Festland),
    * Kroatien (alle Gebiete südlich der Save, gewisse Einteilungen klammern Zentralkroatien und Istrien aus),
    * Mazedonien,
    * Montenegro,
    * Rumänien (Norddobrudscha),
    * Serbien (außer Vojvodina),
    * Slowenien (Westteil) [und die]
    * Türkei (Ost-Thrakien)“

    Hm, da ist ja gar nichts aus der Ex-UdSSR dabei?

    Na gut, dann ist es eben Osteuropa:

    „Im historischen Sinn wird mit Osteuropa die
    * Ukraine
    * der europäische Teil Russlands
    * Weißrussland und
    * Moldawien
    bezeichnet. Oftmals werden auch die kaukasischen Länder
    * Georgien,
    * Armenien und bedingt
    * Aserbaidschan
    als Teil Osteuropas gesehen.“

    Was ist denn mit Polen, Tschechien, der Slowakei, dem Rest von Kroatien, dem aiatieschen Teil Russlands, Griechenland, Estland, Litauen und Lettland? Die sind weder Balkan noch Osteuropa. Denn: Nicht alles, was östlich von mir liegt, ist Osteuropa. Oder gar der Balkan. Klingt komisch, ist aber so.

    Schade, schade, schade, das Ihr toller Spruch von der „osteuropäische[n] Achse der Muse“ sich damit erledigt hat.

    Neben Niggemeier und mir hat der ESC 2007 einigen Leuten sehr viel besser gefallen, als die Veranstaltungen der Vorjahre. Und die haben alle (zufälligerweise) keinen osteuropäischen Migrationshintergrund.

    Wenn Sie das Halbfinale gesehen hätten, wüssten Sie auch, warum DJ Bobo sich nicht qualifizieren konnte.

    Vertane Lebenszeit!

  47. 47
    Steffen says:

    @ 47: Hochwertige Lieder? Hihi. Seit dem Televoting gar nicht mehr. Ohne mich mit dem „Früher“ – Mäntelchen einkleiden zu wollen: Früher konnte man sich wenigstens an die Siegerlieder über kurz oder lang erinnern. In jeder Rückschau des Grand-Prix erklingen jene Lieder, die einem noch heute geläufig sind — selbst wenn man sich diesem Genre eher nicht zugehörig fühlt. Entschuldigung: Aber die Lieder der vergangenen Jahre, seit Menschen per Telefon entscheiden dürfen, sind farbloses Lalala. Eine Freundin von mir sagte: Qualitativ so interessant wie ein Skihütten-Sampler auf dem Krabbeltisch. Da ist im Grunde genommen die Mär vom Ostblock-Grandprix vollkommen egal. Allerdings würde mich noch das Herausrechnen der Stimmen der Länder interessieren, die gar nicht dabei waren oder im HF rausgeflogen sind. Gepaart mit der Quote im Fernsehen des entsprechenden Landes und der Migrantenquote. Ok, ok – ich höre ja schon auf.

  48. 48
    Irene says:

    Eines allerdings ist irgendwie erfreulich. Schön zu sehen, wie die Bruderländer östlich von Görlitz zusammenhalten und sich gegenseitig auf die vordersten Plätze hieven.

    Diese polnische Zuhälter-Nummer ist zurecht nicht im Finale gewesen.

    In Westeuropa (wozu wir Ostdeutschen ja nun durch den Humor der Geschichte plötzlich gehören)

    Ostdeutschland liegt wie Westdeutschland und Süddeutschland und Norddeutschland in Mitteleuropa. Sogar Polen liegt in Mitteleuropa, potzblitz!

    Hat Osteuropa kollektiv das Handy für sich entdeckt, um sich nun die kleinen slawischen Fingerchen wund zu simsen?

    Die Vermessung von angeblichen Rassen ist seit über 60 Jahren etwas aus der Mode, und das ist auch gut so.

    (Meine Fresse, Sie sind ja beim Fernsehen.)

  49. 49
    SvenR says:

    Nur beim MDR. Ich glaube das zählt dann nicht.

  50. 50
    Zapp says:

    Das war bestimmt die nächste SUPERillu-Kolumne. Passt zum Blatt, aber die bisherige Diskussion hier scheint nicht wahrgenommen worden zu sein.

    Wer die „paar guten Interpreten“ gewesen sein sollen, die durch die Osteuropa-Connection angeblich zu kurz gekommen sind, würde mich mal noch interessieren.

  51. 51
    Lukas says:

    Irgendwie hatte ich die Diskussionen nach dem letztjährigen Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM im eigenen Land nicht so erbittert in Erinnerung. Da hat man sich einfach zum „Weltmeister der Herzen“ ernannt, noch ein bisschen gefeiert und dann Ruhe gegeben. So viel dann auch zur Behauptung, der Fußball sei der Deutschen liebstes Kind.

  52. 52
    vib says:

    Hihi, sehr lustig dass einem jetzt hier schon Rassismus vorgeworfen wird, bloß weil man die Abstimmungsmodalitäten, die alles andere als repräsentativ sind, kritisiert.
    Zu Jens: Du scheinst die Geschichte dieses „Wettbewerbs“ nicht zu kennen. Das Prinzip der Abstimmung ist nämlich immer noch das gleiche, wie vor ca. 30 Jahren. Nur haben damals ca. 10 Länder teilgenommen und in den meisten haben Jurys die Titel bewertet, die damals übrigens alle mehr oder weniger aus dem selben Genre kamen. Inzwischen hat sich – das lässt sich wohl kaum leugnen – die Zusammensetzung des Wettbewerbs ein *klein wenig* verändert. Der Modus aber nicht.
    Die Aufregung um das Ergebnis diesen Jahres liegt darin begründet, dass ziemlich große Länder nicht mehr auch nur ansatzweise in diesem Wettbewerb repräsentiert sind. Und das ist übrigens ein Schaden für den „Wettbewerb“, weil Siegertitel sich in den größten „Märkten“ damit nicht mehr verkaufen lassen. Denn darum – und um nichts anderes – geht es inzwischen doch eigentlich. Auch für die „Oststaaten“. Noch vor einigen Jahren (ich erinnere mich da an den türkischen Siegertitel) war das anders.
    Jemand wie Cicero fährt nicht zum Grandprix, wenn da nichts für ihn rausspringt. Deswegen nahmen am deutschen Vorentscheid in diesem Jahr übrigens nur noch drei Künstler teil, was eine mehr als deutliche Sprache spricht. Das gute alte Prinzip des „ein Land, ein Lied (oder auch Leid), eine Stimme“ mag zwar schön und gut sein, wird den Wettbewerb aber über kurz oder lang zerstören, weil die Geldgeber (Deutschland, Frankreich, England, Spanien) sich früher oder später zurückziehen oder nur noch Unsinn hinschicken (siehe England). Und deshalb geht es auch nicht mehr wirklich um Musik, sondern um irgendetwas anderes (siehe die aufgeregten Reaktionen oben).
    So, nun zu Jörg, der gleich ganz schlimme Dinge wittert. Genau so wie Du sehe ich den Grandprix auch: Seltsame Veranstaltung mit grottiger Musik und ganz großem Skandalpotential. Allerdings sind da noch Unterschiede festzustellen, denn viele Oststaaten „glänzen“ (das ist natürlich mein persönlicher Geschmack) durch komplett unoriginelles Zeug, das einem die Gehörgänge verschmonzt. Ausnahmen (Du siehst, ich differenziere da) am Samstag: Georgien, ansatzweise Bulgarien, Moldau und (allerdings ziemlich extrem) die Ukraine, die wenigstens witzig war. Und genau solche Farbtupfer will ich dann auch (gewinnen) sehen – woher die kommen, ist letztlich egal. Serbien gehörte allerdings leider Ü-B-E-R-H-A-U-P-T nicht dazu. So, und wenn Du mir jetzt noch erklärst, was das mit Rassismus und „Machtanspruch“ (als wenn man über einen Musikwettbewerb Macht ausüben könnte, besonders weil wir hier in Deutschland so eine international so dermaßen wirksame Musikszene haben) zu tun hat, dann wäre ich Dir sehr verbunden.

  53. 53
    Lukas says:

    Jemand wie Cicero fährt nicht zum Grandprix, wenn da nichts für ihn rausspringt.

    Das ist das einzige, was mich wirklich stört: Dass Deutschland, das als einziges der big four einen ernstgemeinten Beitrag geschickt hat, damit auch nichts reißen konnte. War wohl gut, aber am Massengeschmack (auch am westeuropäischen) vorbei.

    Deswegen nahmen am deutschen Vorentscheid in diesem Jahr übrigens nur noch drei Künstler teil, was eine mehr als deutliche Sprache spricht.

    Bereits im letzten Jahr hat der NDR nur noch drei Top Acts (wir erinnern uns: Texas Lightning, Vicky Leandros und Thomas Anders) in den Vorentscheid geschickt, weil ihnen das mit zwölf Künstlern wohl zu überladen war und man wohl auch darauf hoffte, dass ein Kandidat, der auf jeden Fall mit mehr als 33% der Stimmen gewählt wird, für mehr Identifikation im Lande sorgt.

  54. 54
    Hanno says:

    Endlich, endlich, endlich nimmt Deutschland seit kurzem den Grand Prix wieder ernst und schickt vernünftige, echte, gute Künstler hin.

    Siegel musste ein Ende haben und auch Raab hat mit seiner Gaga-Strategie am Ende Erfolg gehabt: Jetzt trauen sich endlich deutsche Bands zur Eurovision, die vor und nach dem Grand Prix noch von Bedeutung sind.

    Bis dahin war die Teilnahme am Grand Prix Vorentscheid sowas wie das Todesurteil für die eigene Karriere.

    Texas Lightning und Roger Cicero sind beim Grand Prix zwar erhobenen Hauptes gescheitert, aber es waren wenigstens keine Scheiß-Songs wie in den 90ern mehr.

    Überhaupt: Das Niveau der Teilnehmer-Musik ist insgesamt besser geworden.

    Dass der serbische Beitrag international so abgeräumt hat, kann ich mir zwar nicht erklären – mir persönlich hatten Ungarn, Ukraine, Schweden und Finnland besser gefallen. Aber tja.

    Hauptkritik sehe ich im Televoting. Eine Jury aus regionalen, erfolgreichen Musikern wäre mir sehr viel lieber. Televoting hat immer diesen 9livigen Abzock-Beigeschmack.

  55. 55
    SvenR says:

    Irgendwie bin ich zu dumm für Ihren Kommentar:

    „Jemand wie Cicero fährt nicht zum Grandprix, wenn da nichts für ihn rausspringt.“

    Der Mann hat einen Auftritt vor ich-weiß-nicht-wievielen Menschen im Fernsehen gehabt, er ist der „Sieger der Herzen“, ungerecht durch die „Balkanmafia um den Sieg betrogen worden“. In Deutschland steht er (zurecht) kurz vor der Heiligsprechung – was soll sonst noch für ihn rauspringen?

    Deswegen nahmen am deutschen Vorentscheid in diesem Jahr übrigens nur noch drei Künstler teil, was eine mehr als deutliche Sprache spricht.“

    Weil für Cicero nichts „rausspringt“ haben „in diesem Jahr übrigens nur noch drei Künstler“ am ESC-Vorentscheid teilgenommen? Wie viele waren es denn im letzten Jahr? Moment mal, das waren Texas Lightening, Thomas Anders und nochwer. Bestimmt auch schon, weil für Cicero nicht „rausspringt“. Und was für eine „mehr als deutliche Sprache spricht“ das?

    „Auch für die „Oststaaten”.“

    Ganz schön schlau. Einfach mal „Osteuropa“ und „Balkan“ vermieden und statt dessen „Oststaaten” geschrieben. Macht das alles aber kein bischen besser.

    Mir – und vielen anderen in ganz „Europa“ (ob z. B. Israel wirklich noch zu Europa gehört, kann man lang und breit diskutieren) – hat der serbische Beitrag sehr gut gefallen. Und Ihnen nicht. Punkt. Alles andere ist Geschwurbel.

  56. 56
    Hanno says:

    Der Mann hat einen Auftritt vor ich-weiß-nicht-wievielen Menschen im Fernsehen gehabt

    Und hat sich dabei prima inszeniert (er war, glaube ich, der einzige Künstler, dessen Lightshow praktisch nur aus seinem Namen bestand). Er kann damit hoffen, auch ein paar CDs und Engagements ins Ausland verkaufen zu können. Das ist, was für ihn rausspringt – und ich gönne es ihm.

  57. 57
    SvenR says:

    Das hatte ich mit meinem Beitrag gemeint, ich hatte es nur ein wenig ironisch verbrämt. Ich gönne es ihm auch. Sogar sehr.

  58. 58
    Dirk Hillbrecht says:

    Putzig, wie hier über die Ostverschwörung debattiert wird. Lest ihr eigentlich den Artikel, zu dem ihr Kommentare schreibt? Wenn nur die Westländer abgestimmt hätten, wäre das Ergebnis weitestgehend dasselbe gewesen. Die zwei, drei Ausreißer sind exakt der statistisch zu erwartende Effekt.

    Und ansonsten gilt für Grand-Prix-Musik wie für jede andere: Geschmäcker sind verschieden. Nur dass mir ein Lied besser oder schlechter gefällt, als es das Abstimmungsergebnis widerspiegelt, ist kein Grund, das Regelwerk zu ändern. Also wirklich, das ist einfach kindisch…

  59. 59
    vib says:

    Eben – letztlich geht es nur um den Geschmack. Über den Modus kann man diskutieren – über den Geschmack nicht. Wenn alle den serbischen Beitrag toll finden würden, würde es die Diskussion garantiert nicht geben. Und übrigens SvenR: Wie fasst Du denn die Gruppe der 16 Erstplatzierten zusammen – jetzt aber mal bitte wirklich politisch korrekt, ja? ;))) Und wie viele haben im Jahr vor Texas Lightning am deutschen Vorentscheid teilgenommen, na?

  60. 60
    vib says:

    Ach ja: Und wenn ich hier mal kurz verlinken darf… dieser Artikel fasst es (außergewöhnlicherweise bei SpOn) mal ganz gut zusammen:

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,482806,00.html

  61. 61
    Michael says:

    Es ist sehr interessant, wie einige doch versuchen die Regeln des Votings so sehr gerade zu biegen, dass Deutschland zukünftig eine Chance hat den 1. Platz zu machen.
    Dafür gibt es ein einfacheres Rezept: Einen guten Titel ins rennen schicken.
    Ach ja, falls jemanden meine Favoritenliste vor dem Televoting interessiert (ich hatte ganze sieben)
    1. Serbien
    2. Ukraine
    3. Bulgarien
    4. Finnland
    5. Russland
    6. Moldawien
    7. Türkei

    Gut meine Meinung ist vielleicht nicht repräsentativ, aber immerhin bin ich „Deutscher“ und das ist meine Familie auch, schon seit mehreren Generationen, um es noch genauer zu machen sogar Bayer. Wie auch immer, 6 meiner sieben Favoriten kamen in die Top 10 und damit bin ich mehr als zufrieden, auch wenn ich mir für Finnland mehr erwartet hätte, aber da sind die Geschmäcker dann wohl zu unterschiedlich.

    Im übrigen, was wäre fair daran, die Stimmabgabe an der Bevölkerungsdichte auszurichten? Deutschland wäre stimmgewaltiger, logisch. Aber bekanntlich kann man nicht für sich selbst voten Dafür hätte die Türkei aber um so mehr Stimmen erhalten.

    Stimmenschieberei? Hat nicht Malta den peinlichen Beitrag von Großbritannien mit 12 Punkten belohnt? Denselben Beitrag der sonst kaum Punkte erhielt?

    Mein Fazit daraus: Über Geschmack lässt sich offensichtlich doch streiten. Und um nichts anderes geht es beim Grand Prix – um Musikgeschmack. Dass nicht jeder Swing geil findet dürfte klar sein. Vermessen zu denken ganz Europa swingt nun wegen Roger.

    Sehen wir uns die Gewinner der letzten Jahre an, dürfte auch klar werden, dass der sog. Westen Europas nicht zu kurz kam. Hatten wir doch zuletzt Finnland, Türkei, Griechenland und auch Dänemark als Sieger.

    Und wo liegt nun das Problem? Ich kann keines erkennen. Deutschland hat schlecht abgeschnitten und zeigt sich als schlechter Verlierer. Das Voting System ist in Ordnung so wie es ist.

  62. 62
    Felix Deutsch says:

    Beim deutschen Radio Belgrad hätt’s das nicht gegeben!

  63. 63
    Hukko says:

    Neben der erfreulich vielfältigen Diskussion hier in den Kommentaren möchte ich anmerken, dass nun augenscheinlich endgültig fest steht wer sich hinter „lupo“ verbirgt. ;-)

  64. 64
    jackomo says:

    die brüderschaftshilfe ist doch nur ein teil des eurovisions-problems.

    dazu kommt noch der effekt, dass nationale minderheiten (i.d.r. migranten) just aus diesen ländern im großen rahmen das jeweilige nationale ergebnis beeinflussen. so stimmt deutschland seit einführung des televotings ohne ausnahme jedes jahr für den türkischen beitrag.
    und ich wette mit jedem, dass auch nächstes jahr der türkische beitrag aus deutschland 12 punkte bekommen wird.
    und auch übernächstes jahr.
    wo bleibt da der sinn des wettbewerbs?

    in diesem zusammenhang ist es nicht mehr relevant, ob bildblog das ergebnis bereinigt oder nicht.

  65. 65
    Michael says:

    Also sollten Ihrer Meinung nach nur noch solche abstimmen, die auch die deutsche Staatsangehörigkeit seit mindestens drei Generationen haben?

  66. 66
    Kurt says:

    Und das, lieber Herr Niggemeier, hat natürlich rein gar nichts damit zu tun, dass es in Westeuropa sehr viele osteuropäische Migranten gibt, die für eine gute Bewertung der osteuropäischen Beiträge gesorgt haben könnten, nicht wahr? Dazu passt auch, dass Weißrussland ohne die osteuropäischen Stimmen satte 9 Plätze gefallen wäre, während die Ukraine und Serbien viele Stimmen aus Westeuropa bekamen: Es gibt wenig weißrussische Immigranten im Westen, aber viele aus Serbien und der Ukraine.

    Herr Niggemeier geht leider nicht darauf ein, dass die Türkei wieder mal satt Punkte für einen gelinde gesagt unterirdischen Beitrag aus Deutschland bekommen hat. Aber ich nehme an, dafür waren allein vom türkischen Auftritt begeisterte Deutsche verantwortlich und nicht etwa Deutschtürken, die auch für einen Besenstil abstimmen würden, wenn er für die Türkei aufträte. Oder?

  67. 67
    Raphael says:

    @ 51 („Schlager Grand Prix oder Balkanexpress?“)

    Ein überflüssiger Kommentar, gespickt mit Rassismus, Nationalchauvinismus und Dummheit, aber wohl leider in Einklang mit der (von der Bildzeitung) gefühlten Mehrheit und mit -noch schlimmer- Heinz-Rudolf Kunze. Wenn sich manche Menschen schon bei einem popeligen Schlagerwettbewerb meinen so äußern zu müssen, wundert mich gar nichts mehr. Aber schön, dass man seit der WM wieder unverkrampft mit seinem „Deutschtum“ umgehen kann und sich für solche Kommentare nicht mehr schämen muss.

  68. 68
    Michael says:

    Lieber Kurt, kann es nicht sein, dass sie einfach einen anderen Geschmack haben als die meisten anderen Deutschen?
    Ich hatte die Türkei wie sie weiter oben lesen können auch unter meinen Favoriten und ich habe keinen türkischen familiären Hintergrund.

  69. 69
    Kurt says:

    @70:

    „Stimmenschieberei? Hat nicht Malta den peinlichen Beitrag von Großbritannien mit 12 Punkten belohnt? Denselben Beitrag der sonst kaum Punkte erhielt?“

    Genau! Und jetzt informieren wir uns mal über die Geschichte Maltas und wie sie mit England zusammenhängt (Englisch ist immer noch Amtssprache auf Malta!). Kleine Hilfe:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Malta

    Ja, total vermessen zu glauben, dass es etwas mit der Geschichte Maltas und politischen Präferenzen zu tun haben konnte, dass von dort so viele Stimmen für einen grottenschlechten Beitrag aus England kamen. Übrigens gehören Griechenland und die Türkei nicht zu Westeuropa.

    Was den Abstimmungsmodus betrifft: Wenn etwa im nächsten Jahr Monaco teilnimmt, dann entfällt auf jeden der 33.000 Einwohner Monacos (wenn man voraussetzt, dass prozentual genauso viele Einwohner teilnehmen wie hierzulande) ein 2484mal größeres Stimmgewicht als auf einen Deutschen. Es müssten also 2484 Deutsche für einen Kandidaten stimmen, um das gleiche Stimmgewicht zu erreichen wie ein einziger Monegasse.

    Sollte Monaco tatsächlich teilnehmen, werde ich persönlich den Deutschtürken raten, nach Monaco zu fahren und dort mit Handys abzustimmen. Dann bekäme die Türkei aus Monaco vermutlich 100% der Stimmen, was die Absurdität dieses Nationalitäten-Beliebtheits-Wettbewerbs jedem vor Augen führen würde.

  70. 70
    jackomo says:

    @74

    werter michael, warum unterstellst du mir so eine aussage? ich versuche nur einige aspekte zu beleuchten, die bei der „osteuropa“-diskussion sonst untergehen.
    mein fazit wäre eher, das ganze kasperltheater abzuschaffen und das geld vielleicht in was sinnvolleres zu stecken.

  71. 71
    Kurt says:

    @77:

    Wenn die Türkei _einmal_ von Deutschland viele Punkte bekommen hätte, könnte ich zustimmen. Dass sie aber seit Ewigkeiten anscheinend völlig unabhängig von der Performance der von der Türkei ins Rennen geschickten Sänger gleichbleibend viele Punkte aus Deutschland erzielt, wäre statistisch so gut wie unmöglich, wenn die Teilnehmer der Abstimmung tatsächlich nur die Musik bewerten würden.

    Leider gibt es keine Zahlen darüber, wieviele Stimmen für die Türkei aus Deutschland von türkischstämmigen Immigranten kamen – ich würde auf mindestens 95% schätzen.

    Ich bin übrigens bereit, mit Herrn Niggemeier eine Wette einzugehen, dass die Türkei auch nächstes Jahr wieder satt mit Punkten aus Deutschland bedacht werden wird, ganz egal wer für die Türkei auftritt. Lieber Herr Niggemeier, falls Sie das mitlesen, wie wärs? Ich wette um drei Kästen Bier mit Ihnen, dass die Türkei wieder über acht Punkte aus Deutschland erhalten wird, wenn es beim jetzigen Abstimmungsmodus bleibt. Sind Sie dabei?

  72. 72
    Michael says:

    Letztendlich kam die Türkei nicht auf den ersten Platz, sondern Serbien. Hätte die Türkei keine 12 Punkte von Deutschland bekommen, wäre sie immer noch auf dem 5. Platz und halt nicht mehr auf dem 4. Platz. Hätte die Türkei nicht mitgemacht wären wir immer noch auf dem 18. Platz auch nicht besser. Also was soll die Diskussion?

    Dass die Türkei und Griechenland nicht zu Westeuropa gehören ist mir klar, aber sie gehört zu dem was die Grand Prix Gemeinde zu den westlichen Ländern zählt.

  73. 73
    Joerg says:

    Die Türkei bekommt 12 Punkte aus Deutschland. Ja und, was ist jetzt schlimm daran? Bei uns leben viele türkischstämmige Menschen, und die rufen für ihr Heimatland an, oder das iherer Eltern oder Großeltern. Ja und? Was bitte ist da schlimm dran?
    Und wenn jetzt etwas zur „musikalischen Qualität“ kommt, muss ich laut wiehern. Und dann gleich hinterher wütend werden, da ich es kaum jemandem abnehmen werde dass er sich ernsthaft wegen der musikalischen Qualität mit dem Song Contest auseinander setzt.

  74. 74
    unbelehrbar says:

    Nur mit einem affigen Hut auf der Bühne stehen und mit den Fingern schnippen: Damit kann man noch nicht mal auf der Kleinkunstbühne in Oer-Erkenschwick einen Blumentopf gewinnen.

    Fast alle anderen ESC-Teilnehmer haben mehr Leidenschaft / Show / Bühnenpräsenz / Energie bewiesen. Das Abstimmungsergebnis spiegelt dies wider. Hut ab vor Marija Serifovic.

    Off Topic:
    „Vielleicht ist es kein Zufall, dass das serbische Fernsehen seine Vertreterin im Video meist nur aus großer Entfernung oder gar nicht zeigt.“ Eine unterirdische Bemerkung, die so gar nicht in diesen hervorragenden Blog passt. War leider auch bei einigen ESC-Livebloggern („dicke Trulla“) zu lesen. Schade.

  75. 75
    Kurt says:

    @82

    „Bei uns leben viele türkischstämmige Menschen, und die rufen für ihr Heimatland an, oder das iherer Eltern oder Großeltern. Ja und? Was bitte ist da schlimm dran?“

    Gar nichts, wenn man den ESC als Nationen-Beliebtheitsbarometer auffasst. Sehr viel, wenn man der Illusion erliegt, es ginge bei der ganzen Sache auch nur entfernt um eine Abstimmung über die Qualität von Musik.

    Anders gesagt: Wenn man es nicht schlimm findet, wenn offensichtlich für Länder abgestimmt wird und nicht für Kandidaten bzw. deren Darbietung, dann kann man folgerichtig auch keinen Sinn mehr darin sehen, dass überhaupt Songs präsentiert werden. Also beim nächsten Mal einfach die Musikdarbietungen komplett weglassen und gleich zur Abstimmung übergehen, das wäre ehrlicher. Und zumindest am deutschen Ergebnis für die Türkei würde sich nichts ändern.

  76. 76
    SvenR says:

    Joerg, Michael, Raphael regt Euch nicht auf. Die wollen einfach nicht verstehen. Es wäre für die erst dann gut, wenn erstens Deutschland gewinnt und zweitens die Türkei aus Deutschland keine Punkte bekäme. Drittens sollten Bürgerkriegsflüchtlinge, „osteuropäische“ Einwanderer und Touristen, alle „Balkan“esen, Polacken und sonstiges Geschmeiß ihre Telefonberechtigungskarte während des Wettbewerbs abgeben müssen. Sonst würden sie vorsorglich in Gewahrsam genommen.

    Was für mises Verlierer sind das denn!

    *kopfschüttel*

  77. 77
    Rene says:

    Huch, der NDR ist mal wieder richtig kreativ mit den öffentlich-rechtlichen Mitteln umgegangen und hat die Bildblog Tabelle der fiktiven Gewinner kopiert.

    http://www.ndrtv.de/grandprix/news/20070514_abstimmung_ergebnis_westen.html

    Super!

  78. 78
    Joerg says:

    @84: Folgerichtig wäre es, wenn jeder nur einmal anrufen würde und genau jeder das beschrieben Verhalten aufweisen würde. Dies ist selbstverständlich nicht der Fall. Jeder darf anrufen, so oft er will. Für wen er will. Auch mehrmals. Jeder darf einmal für die Türkei anrufen, dann für Serbien. Mehrmals auch. Oder SMS schicken.
    Alles andere ist nur der deutsche Ordnungswille, dass alle sich so verhalten müssen, wie man es selbst für richtig hält. Ihr sprecht anderen das Recht ab, sich so zu verhalten wie sie wollen, und wie die Regeln es zulassen, zulassen werden und gar nicht anders zulassen können. Das nennt man Freiheit!
    Im übringe: Wenn eh kein herausragendes Lied dabei ist, ist es schietegal, und wenn mal eins richtig heraussticht, dann erdrutschsiegt es auch, wie Lordi.
    Alles passt!

  79. 79
    jackomo says:

    ok, ihr habt mich überzeugt. es war nur eine mär vom ostblock beim grand prix. bin mal gespannt, wen wir nächstes jahr nach serbien schicken? vielleicht sogar mal matlock? meint ihr, der hätte chancen?

  80. 80
    Raphael says:

    Es geht natürlich nicht um die Qualität beim Grand Prix, sondern um die Beliebtheit oder Massenkompatibilität. Dass das nicht das gleiche ist, verdeutlicht ein Blick in die Charts. Das heißt aber auch nicht, das es nicht auch mal Überschneidungen geben kann.
    Die Beliebtheit der Länder kann aber auch nicht entscheidend sein, sonst würde ja jedes Jahr die selbe Nation gewinnen. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo zwischen Qualität, Beliebtheit und Herkunft. Wahrscheinlich mach ich mir aber auch zuviel Gedanken darüber…

  81. 81
    Herschel says:

    danke für diesen beitrag! dieses ganze selbstbemitleiden und rumheulen nach dem grand prix nervt wie die sau.
    wie sind z.b. lordi letztes jahr sieger geworden? wegen der bruderstimmen, oder weil sie gut waren?!!

    r. cicero ist nicht massentauglich genug, das war wohl von vornherein klar. aber anstatt zufrieden zu sein, was niveauvolles geboten zu haben, machen sich die leute reihenweise ins hemd.

  82. 82
    pink says:

    Da wird gejammert wie unfair das ganze von statten geht und wird behauptet, dass die „westlichen“ Länder es nicht so ernst nehmen.
    Ja, die Realität kann manchmal schon verzehrt sein!
    Also, welche Länder haben einen garantierten Finalplatz??? Germany, Spanien, Frankreich und GB! Ach ja, die stecken soviel Geld rein, nur aus Spass.
    Alle 4 Länder hätten diesmal das Halbfinale gar nicht überstanden! Was wollt ihr den noch mehr? Garantierete Top 10 Plätze??? Ja, ja, es geht wirklich unfair zu und her. Diese 4 Länder waren letztes Jahr, wie übrigens auch dieses Jahr, weit hinter den Top 10 und trotzdem sind sie auch nächtses Jahr für in den Final gesetzt!
    Das lustige an der ganzen Sache. Die garantierte Finalteilnahme ändert nicht viel. Wird im Final ein Top 10 Platz erreicht, hätte man den Halbfinal locker überstanden. Mit einen 19 Platz bezw. 49 Punkte hätte man den Halbfinal nie überstanden, wäre übrigens Platz 17!

  83. 83
    kola says:

    Auf faz.net gibts jetzt auch eine Tabelle. Schaut der von bildblog.de irgendwie sehr ähnlich..

  84. 84
    Michael Clemens says:

    Früher hat eine Jury aus jedem Land die Punkte verteilt. Da wurde von Schiebung gesprochen, seither darf das Volk entscheiden, geändert hat sich jedoch nichts. Es müsste aber eine Gleichheit an Ost- und Weststaaten her, damit es wieder ausgeglichener würde. Und ehrlich gesagt sollte auch wieder eine Jury entscheiden und zwar solche die was von Musik verstehen, ansonsten sehe ich für den Grand Prix keine Chance mehr. Wie kann sonst ein „Schwachsinnsbeitrag“ wie aus der Ukraine soweit vorne landen? Nur Elektrogedudel und jemand der weder singen kann noch einen sinnvollen Text beizusteuern hat? Na dann gute Nacht!

  85. 85
    albina holst says:

    Danke Leute! Ich bin Russin (keine Deut. aus Rus.),und zum ersten mal in 12 Jahren so eine Paranoja in Deut. erlebe: Ostmafia! Balkanverschwörung! Dabei habe ich doch selbst für Serbien geschtimt, es ist zwar Ost, aber ich kann immer noch nicht alle Länder dort aufzählen.(kein Ostconection also). Mir hat einfach ihre Stime am besten gefallen. Meine Kinder zuliebe wolte ich, das deutscher Auftritt erfolgreich wird (die Kinder sind Deutsche!). Also Westconektion. Mußte aber nach sein Perfomance sie enteuschen. War klar, das er nicht zu viel Punkte kriegt, nicht mal von Nachbarnländern aus Westen. Und das lag nicht nur an Swing Auswahl. Er war viel zu seher auf sich selbst bezogen, er wolte COOL sein, hat wenig Stimme gezeigt (ich sah in zum erstenmal ). Dabei haben viele andere Künstler sich die Sele auf die Buhne aufgerissen, um auf die erste Stele an die Herzen von Zuschauer ranzukommen, als sich selbst zu presentieren. Sie haben auch bessere Lieder ausgesuch um ihre Gesangsstimen zu zeigen.
    Nicht wie vor 2 Jahren (2006 ESC habe ich nicht gesehen) schämte ich mich diesesmal für den Auftritt von Russen nicht. (meine Prognose zw. 6-3 Platz) 35 Länder haben den Mädhen Punkte vergeben. Und ZDF hat Deutschlandweit ausgestralt, dass das wegen nur ihre hübsche Schuluniform war!? Beleidigung von Künstler und Zuschauer. Was war das? Westliche Boshaftichkeit gegen Ostmafia? So weit kommt es noch. Deswegen bin ich Heute glüklich, dass ich diese Seite gefunden habe, um die Möglichkeit zu haben darüber vernunftig zu unterhalten. Von Ostblock nach Westblock nochmal danke!

  86. 86
    Dominik says:

    DA CAPO Herr Niggemeier! So, und nun alle schön zurück ind Revanchismuskiste zurückgekrochen und geschämt! BRAVO!

    http://www.tv-kritisch.de/2007/05/13/grand-prix-de-la-chanson-2007/

  87. 87
    aziz says:

    toll.was ist denn der unterschied zwischen platz 19 und platz 14.is auch net grad so grandiös.aber was total auffallt ist das russland plötzlich so wenige pkt ht na warum denn wohl:D

  88. 88
    aziz says:

    wäre monrose auf der bühne statt diesem langweiligem roger wärt ihr sicherlich unter den top 5 aber nein ihr wolltet ja unbdingt roger

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