Warum ist die „Zeit“ nicht besser? (4)

Die „Zeit“ berichtet heute, dass „neulich“ jemand bei Wikipedia dem neuen Wirtschaftsminister einen falschen zusätzlichen Vornamen verpasst habe. Aber dass die Geschichte alt ist, ist ihr kleinstes Problem.

Wenn Wikipedia also die „Heimstatt kollektiven Kurzzeitwissens“ ist — was ist dann die „Zeit“? Der senile Opa der Nation? Der wöchentliche Jahresrückblick?

Oder ist das eine Redensart, die Leute kennen, die auch Wörter wie „Pfiffikus“ noch benutzen (etwa: jmd. einen Heinrich unterjubeln)?

Auf eine Berichtigung ihrer kleinen und größeren Fehler aus ihrem Dossier über ARD und ZDF hat die „Zeit“ übrigens verzichtet. Auf der Leserbriefseite findet sich unter der Überschrift „Beherzte Kritik am Fernsehen“ zwar folgender Text:

Aber derjenige, der da meint, „Ich muss einen Fehler korrigieren“, ist natürlich keiner der beiden Autoren des Artikels. Sondern der ARD-Korrespondent Hubert Seipel. Die „Zeit“ korrigiert ihre Fehler nicht selbst, sondern lässt es von denjenigen übernehmen, über die sie sie verbreitet hat. Man könnte das elegant nennen.

[mit Dank an BILDblog-Leser KH Schneider]

68 Replies to “Warum ist die „Zeit“ nicht besser? (4)”

  1. Oh je, dann hab ich auch keine Ahnung.

    Außer das Ding ist ein Meta-Meta-Witz und spielt auf einer für uns uneinsehbaren Ebene mit der Forderung

    Aber wenn man idiotischerweise schon Artikel macht, die sich ganz oder teilweise mit den vielen Namen des Herrn beschäftigen, wenn also die an sich nebensächliche Vornamensfrage zur Hauptsache wird, dann sollte die Hauptsache vielleicht auch stimmen.

  2. da der autorenname ja auch nur ein witz zu sein scheint, scheidet ja die nahe liegende feudsche erklärung allem anschein nach aus. dass es der zeit wirklich nicht möglich war, den richtigen falschen namen rauszufinden, mag ich mir aber lieber nicht vorstellen.

    wahrscheinlich ist es also nur ein ganz spezieller, notorisch unverstandener humor, in einem artikel über einen falschen namen einen, na klar: falschen namen zu verwenden… und der heinrich dann quasi eine bildungsbürgerliche anspielung auf den faust. oder so.

    (ratlos zurückbleibend…)

  3. Mein Gott, wie lange wollt ihr euch noch damit brüsten Wikipedia verwüstet zu haben? War ja eine echte Heldentat, zumindest weiß ich jetzt wo Bildblog hin gehört – in die Mülltonne!

  4. Mal ein bisschen OT: Bin ich der einzige, der Probleme mit der Darstellung von Seiten des Web-Angebots von zeit.de hat? Auf dem Netbook unter Linux hängt sich der Firefox auf, auf einem Windows Terminal Server genauso, und auf einem Notebook unter XP wird der Explorer schnarchlangsam, bis er nach einigen Klicks den Dienst ebenfalls ganz einstellt („Die Anwendung reagiert nicht. Jetzt beenden?“). Das nun seit einigen Wochen. Ich vermute mal, da läuft im Hintergrund irgendwas in Flash oder Javascript, was, vorsichtig ausgedrückt, nochmal ein bisschen überarbeitet werden sollte.

    Oder hat das damit zu tun, dass der Zeit Verlag eigentlich gar nicht daran interessiert ist, Leser für das Online-Angebot zu gewinnen?

  5. @Militürk: Wir haben Wikipedia weder selbst verwüstet noch verwüsten lassen. (Auch nicht mit treffenderen Formulierungen für „verwüstet“).

  6. Ich überlege ja schon länger, ob ich mein Zeit-Abonnement nicht mal kündigen soll (womöglich zugunsten des Freitag)? Geschichten wie diese bestärken mich darin, wobei ich auf jeden Fall noch Wallraffs Obdachlosen-Reportage im jüngsten Zeit-Magazin lesen muß, bevor ich eine Entscheidung treffe …

  7. Ich finds immer noch schade, dass da niemand einen wirklich lustigen Namen wie zum Beispiel „Dolly“ eingeschmuggelt hatte. Mensch. Das sollte nochmal jemand versuchen. Bei mir läuft die Zeit-Seite übrigens (Linux, Feuerfuchs 2.2.18).

  8. Sixtus, mir graut vor Dir! Hier trappst doch die meta-ironische Heinrichsnachtigall. Sollen wir mal nach unzulässigen Erweiterungen des Namens Stefan Niggemeier suchen?! Ich kenne schon St. Wilhelm N., Stefan Justus N. – sind noch ein paar Epitheta im Angebot?

  9. Die Annahme, dass es sich um einen Fehler der „Zeit” handelt, finde ich schon ziemlich abwegig. Solche Fehler macht auch die „Zeit” nicht. Offensichtlich handelt es sich um irgendeine Anspielung oder schlicht und ergreifend um einen Witz, da es ja offensichtlich vollkommen irrelevant ist, wie der zusätzliche Name lautet. Jetzt nicht sonderlich originell, aber für einen Artikel unter der Überschrift „Warum ist die ‚Zeit‘ nicht besser” ziemlich untauglich.

  10. Na das ist ja eine schnelle Art von PR. Erst Wilhelm dann Heinrich.So und von dem Kuchen will ich auch was abhaben! Ich sage Karl Theodor zu Guttenberg mit 10-11 Namen ,einem Doktortitel und nun Herr Bundesminister,heisst auch Áugustus.Traute sich nur keiner zusagen :-)

    Macht wat aus dem Tag!

  11. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, welchen Gedanken ich beängstigerend finde: Dass das Schlamperei war oder dass es wirklich als Witz gemeint ist?

    Immerhin sind wir mit diesem Artikel in Sachen Gleichberechtigung ein ganzes Stück weiter: Normalerweise werden doch nur PolitikerINNEN auf die Zahl ihrer Kinder und/oder ihre Frisur reduziert… So gesehen ist Peter Alice Dausend doch richtig emanzipiert!

  12. @ 7
    Also bei mir (Linux, Opera, kein Javascript oder Flash, Privoxy) läuft die Seite stabil und schnell. Aber die hat anscheinend ne Menge Javscript (Hauptsächlich vermutlich Werbung, bzw. Marketing auf den ersten Blick), Flashelemente und einige Flashelemente in Javascript. Also wenn die Seite den einen oder anderen Browser killt überrascht mich das nicht.

  13. Die Korinthenkackerei um die richtige Aufzählung der Vornamen eines Politikers wirft weniger ein schlechtes Licht auf Wikipedia und die Medien als auf die versammelte Korinthenkackerschaft. Mein Gott, das ist das Risiko offener Webmedien wie Wikipedia. Und die Vornamen gehen mir schlicht am Allerwertesten vorbei.

  14. „Oder ist das eine Redensart, die Leute kennen, die auch Wörter wie „Pfiffikus” noch benutzen (etwa: jmd. einen Heinrich unterjubeln)?“

    Ich glaube nicht. Zumindest sind die mir bekannten Heinrich Redensarten nicht sehr erhellend:

    Es gibt den „müden Heinrich machen“ und den „flotten Heinrich“:
    http://books.google.com/books?id=SXBPVaH39eAC&pg=PA402&lpg=PA402&dq=%22mueden+heinrich%22&source=bl&ots=zixD34RVlM&sig=IJsBXSG8Jst19_JOoMcCMJUpoXw&hl=en&ei=o9-vSdW6BpmzjAfZ-ITjBQ&sa=X&oi=book_result&resnum=1&ct=result

    Den armen Heinrich gibt es auch noch:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Der_arme_Heinrich_(Begriffskl%C3%A4rung)

  15. Da wollte Herr Tausend dem Ganzen nochmal eins draufsetzen, um die Absurdität des Ganzen aufzuzeigen. Ich kann solchen Humor freilich nicht gutheißen.

  16. Ist das etwa der Dausend, der früher, vor rund fünf, sechs Jahren, die Parlamentskolumne in der „Welt“ schrieb, Seite zwei links oben?

  17. Immer diese Niggeligkeiten gegenüber der Zeit.

    Was noch viel spannender ist – und der investigativen Überprüfung harrt -, ist die Frage, die ein Mann wie unser hochwohlgeborener Herr Wirtschaftsminister wohl amtliche Formulare ausfüllt.

  18. Ein echter Dausendsassa, der Dausend. Wobei ich glaube, dass ist der ganz feine hanseatische Humor. Den verstehen wir hier alle nicht.

  19. Wilhelm und Heinrich. Die habe ich beide in der Liste meiner Vornamen. Kein Witz. Und der Gutti kriegt die nicht.

  20. Warum ist Stefan Niggemeier nicht besser?

    „Für schriftliche Mitteilungen gilt besonders, dass Ironie nur verstanden wird, wenn der Empfänger kritisch mitdenkt und die Umstände (auch die Denkweise des Schreibenden) hinlänglich kennt.“
    (http://de.wikipedia.org/wiki/Ironie)

  21. @Pyramus: Helfen Sie mir. Der Autor schreibt also konsequent und absichtlich „Heinrich“ statt „Wilhelm“, um dadurch deutlich zu machen, dass Namen Schall und Rauch sind? Die Ironie besteht darin, in einem Text über einen falschen Vornamen einen (anderen) falschen Vornamen zu benutzen?

    Wenn es so wäre — woran könnte der „Zeit“-Leser das erkennen, wenn Dausend in seinem Text offenbar nicht einmal die Kenntnis der Wikipedia-Wilhelm-Geschichte an sich voraussetzt?

  22. @Pyramus:
    Dann erklär mir mal, welche Umstände man hier kritisch mitdenken könnte? Was soll hier um Himmels Willen der Witz sein, wenn man Heinrich statt Wilhelm schreibt? Woher soll man wissen, was der Autor gedacht hat? Nein, ich kann hier beim besten Willen keine gelungene Ironie erkennen, so sehr ich mich auch bemühe.

  23. Ich gehe auch davon aus, dass dieser Artikel sowas wie ein Gag sein soll, wenn auch ein sehr, sehr, sehr seltsamer. Ich könnte mir ansonsten nicht vorstellen, wie der Text durch die Schlussredaktion (bzw. das, was beim Spiegel „Dokumentation“ genannt wird) gegangen ist.

  24. @39,40
    Das Wilhelm-Schelmenstück geisterte doch (zu Recht) durch die komplette Medienlandschaft und man darf dem ZEIT-Leser wohl unterstellen, dass er davon Wind bekommen hat.
    Ja, es ist die Selbstreferenzialität, mit der Peter Dausend spielt. Oder glauben Sie wirklich, er möchte den Zeitungen ihre Daseinsberechtigung als vierte Gewalt absprechen? Der „politische Reporter“ Peter Dausend?
    Meiner Meinung nach ist es „Dieser Satz kein Verb.“ auf hohem Niveau. Das muss man nicht lustig finden. Hier einen Fehler zu unterstellen halte ich aber für dreist.

  25. […] 5. “jmd. einen Heinrich unterjubeln” (stefan-niggemeier.de, Stefan Niggemeier) Die Zeit erlaubt sich einen großen Spaß – jedenfalls wird man nachträglich kaum das Gegenteil hören – und verballhornt die Wilhelm-”Staatsaffäre”, indem sie in einem Text über die Namensposse des Wirtschaftsministers Guttenberg den fälschlich verbreiteten Namen Wilhelm konsequent durch Heinrich ersetzt. Das kommt anscheinend nicht überall an – Niggemeier fragt sich, ob die Zeit “der senile Opa der Nation” sei. […]

  26. „Wenn es so wäre“ (also ein Witz) „— woran könnte der „Zeit”-Leser das erkennen,…“
    Zum Beispiel an der Unterschrift unter der Glosse. Und überhaupt.

  27. Könnte es nicht eine Anspielung auf Gottfried Kellers „Grünen Heinrich“ sein – auch, weil Guttenberg ja so unglaublich jung (und damit grün) ist?!?

    Pfiffikusse an die Macht. („Zwicken“ ist auch ein schönes, vergessenes Wort).

  28. Och, nee – es ist doch die gute alte Tante DAISY, die hier das „Zeit“-liche abgesegnet hat – und nicht der senile Opa DAGOBERT, auch wenn er öfter mal einen Tauchversuch im Platitüden-Tresor unternimmt. Zur Kreuzer- und Kulturpflege werden ab und zu jüngere Kampffedern Dausendsassa an die Kolumnen gelassen, die sich selbst für putzmunter halten, weil sie einen ironischen TICK haben, mit dem sie TRICKreich zu verTRACKTEN Glossen greifen. Darüber kann sich doch nur der leicht erregbare Onkel St. DONALD N. alterieren. Ehe er nun mit den Fäusten auf den platten Ironie-Estrich trommelt, sollte er sich daran erinnern, daß nur religiöse Fanatiker (wie Kierkegaard) Ironie als „unendlich leichtes Spiel mit dem Nichts“ geißeln. Selbst der grimmige Nietzsche hat in der Ironie „die heilsame Demütigung des Denkens“ gesehen (alle Zitate nach: Historisches Wörterbuch der Philosophie 4, Sp. 580, H. Weinrich) – und dabei (mit Sokrates) die Selbstherabsetzung des Autors gemeint. Ei der Dausend?!

  29. […] Karl-Theodor … von (und zu) Guttenberg stiftete. Nicht alle fanden das witzig. Medien-Blogger Stefan Niggemeier zeiht die Zeit gar der Opa-Haftigkeit. Aber, aber, Herr Kollege, nicht so streng! Wenn man dem falschen Wilhelm einen falschen Heinrich […]

  30. Wer künftig „Die Zeit“ am Kiosk erstehen will, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Ab dieser Woche schlägt die Wochenzeitung mit 3,60 Euro zu Buche, 20 Cent mehr als bislang. Die letzte Preiserhöhung liegt etwas mehr als ein Jahr zurück.

    (DWDL-Kurzmeldung)

  31. Vielleicht ist Herr Niggemeier nur sauer, weil er – der große Fernsehexperte und unbestechliche Medienkritiker – den Artikel übers öffentlich-rechtliche Fernsehen nicht selbst schreiben durfte bzw. nicht einmal dafür von den Autoren befragt wurde.

    Denn um tatsächlich der Meinung zu sein Herr Dausend wisse nicht, welcher Vorname Herrn Guttenberg untergejubelt wurde, muss man sich diesen Fehler schon sehr herbeiwünschen.

  32. Selbst wenn es kein Fehler ist, halte ich es für unlustig und ironiefrei.

    Ein echter Dutzendsassa, dieser Dausend.

  33. @50 Tja, und genau da liegt das Mißverständnis: Ironie ist nicht gleich Humor und schon gar nicht lustig, sondern u.a. eine rhetorische Stilfigur (s. Quintilian), die genau das Gegenteil meint, was mit den Worten gesagt wird. Das aber trifft in diesem Artikel nur bei „Heinrich“ zu – ob die vielfache Iteration dieses „Grünen H.“ (= grüner Junge) als lustig empfunden wird, kann jeder mit sich ausmachen.

  34. Vielleicht handelt es sich bei dem ZEIT-Bubenstück nur um einen versehentlich abgedruckten Blindtext, der ja nicht nur hier, in den Kommentaren (wie selbstreferenziell, gell!), immer mehr um sich greift?
    Es kann sich aber auch um – trotz der wissenschaftlich anmutenden Erklärungsversuche semi- und vollprofessioneller Germanistikspezialisten weiter oben – um überhöhten oder zu Unrecht so bezeichneten Hamburger Humor handeln, der nur in gewissen, mir unbekannten Kreisen in Hamburg als solcher erkannt wird. Im Rest der Republik leider nicht. Das war schon zu allen ZEITen so.
    ;-)

  35. Ich gehe nicht jede, aber so manche Wette – etwa 5:1, aber nicht 50:1 – daß der Heinrich Absicht ist.

    Sooo irrsinnig komisch ist es nicht, und ich reagiere hier auf das Thema bloß, um den Pfiffikus gegen die Nörds, Giehks und Pronnesse der Jetztzeit zu verteidigen.

  36. @ profkiler #51:

    Damit auch Sie mich verstehen, versuche ich mich Ihrem Intellekt angemessen auszudrücken: Es ist weder ironisch, noch lustig.

    Ich kleiner Dummbeutel habe doch echt geglaubt, dass Ironie nur mit Humor funktioniert, und selbst Zynismus ohne ein Quentchen davon nicht auskäme.

    Aber dank Ihnen und Quintilian muss ich ja nicht dumm sterben.

  37. offtopic-Nachtrag: Bei mir kommt die Zeit mit Firefox unter Linux (xubuntu 8.04) problemlos rüber. Javascript und Cookies und alles erlaubt, außer Popups, und mit Adblock-Pro-Plugin.

  38. @55: Nur keine Vorbehalte gegen Dumm-Sterbende – sie sind wahrscheinlich glücklicher. Doch, der Text ist in einigen Passagen ironisch gemeint – und Sie sind mir zu apodiktisch auf sich selbst bezogen; soll heißen: Ironie wird immer vom Autor her gedacht, aber längst nicht immer verstanden. Das muß keineswegs gegen den Leser sprechen – was aber nicht heißt, daß der Leser hiermit aus dem Schneider ist, etwa nach dem Motto „ich habe es nicht ironisch aufgefaßt, also ist es nicht ironisch“. Selbstverständlich kann Ironie mit Humor funktionieren – tut es aber bei weitem nicht immer. Wenn ein kluger Fachmann hierüber 20 Spalten in einem Philosophischen Wörterbuch verliert, dürfte wohl deutlich sein, daß es viele Spielarten von Ironie und Ironieverständnis gibt. Mir stoßen nur Leute sauer auf, die ihre ureigene Auffassung verabsolutieren.

  39. @ profkiler #57:

    So, jetzt fassen Sie sich kurz an die eigene Nase und dann lesen Sie noch mal meinen Text.

  40. Sehr seltsam. Wenn die Ironie (wie hier offensichtlich) mindestens der Hälfte der Leute glatt über die Köpfe fliegt, hat sie dann überhaupt Sinn? Viewers Are Geniuses in Reinkultur…

  41. Aus der Zeit-redaktion hört man: Der falsche Heinrich war keine Absicht, sondern ein Fehler. Genauso wie der falsche Rüdiger.

    Peinlich, peinlich – liebe Zeit-Kollegen.

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