Anatomie eines Schlüsselerlebnisses

06 Jul 07
6. Juli 2007

Am 30. Juni endete nach 16 Jahren der Vertrag von Volker Finke als Trainer beim SC Freiburg, und die letzten Wochen waren einigermaßen turbulent.

Aber das ist hier keine Sport-Geschichte, sondern eine Medien-Geschichte. Sie beginnt, wie so viele, in der „Bild“-Zeitung. Sie berichtet am Dienstag, Finke habe „trotz mehrfacher Aufforderung seine Schlüssel nicht abgegeben“. Der Verein habe deshalb die Schlösser ausgetauscht, schreibt „Bild“ und zitiert den neuen Sportdirektor Dirk Dufner mit dem Satz: „Ja – wir wollten einfach unsere Ruhe und keinen Ärger haben!“

Schöne Geschichte. In einer Meldung des Sport-Informationsdienstes (sid) von 11.45 Uhr am Dienstag liest sie sich dann so:

Finke gibt Schlüssel nicht ab
SC Freiburg tauscht Schlösser aus

Freiburg (sid) (…) Nach SC-Angaben hat Finke (…) trotz mehrfacher Aufforderung seine Schlüssel für den Management-Raum nicht abgegeben.

Aus diesem Grund tauschten die Freiburger in der vergangenen Woche vor der Abreise der SC-Profis in das Trainingslager nach Schruns sicherheitshalber die Schlösser aus. „Wir wollten einfach unsere Ruhe und kein Ärger haben“, sagte Sportdirektor Dirk Dufner der Bild-Zeitung.

Die Formulierung „nach SC-Angaben“ ist interessant. Bedeutet sie, dass der sid beim Verein selbst nachgefragt hat? Oder nur, dass der sid die angeblichen „SC-Angaben“ der „Bild“-Zeitung entnommen hat? Der sid will das auf Nachfrage nicht beantworten. Es könne beides bedeuten, sagt der diensthabende Chef vom Dienst, das gehe niemanden etwas an. Auf die Idee, in jedem Fall auch eine Stellungnahme Volker Finkes zu den Vorwürfen einzuholen, ist der sid jedenfalls nicht gekommen.

Auch nicht die Nachrichtenagentur dpa, wo die Geschichte am Dienstag um kurz nach 12 Uhr auftaucht. Hier scheint wenigstens die Quellenlage eindeutig:

Fußball-Trainer Volker Finke hat nach seinem Abschied vom SC Freiburg seine Schlüssel nicht abgegeben. (…) Der neue SC-Sportdirektor Dirk Dufner ließ daher in der vergangenen Woche die Schlösser zu den Management-Büros austauschen. „Ich habe keine andere Möglichkeit gesehen. Wir wollten ganz sicher gehen“, sagte Dufner am Dienstag und bestätigte einen Bericht der „Bild“-Zeitung.

Es scheint also keinen Grund zu geben, am Wahrheitsgehalt der Geschichte zu zweifeln — bis der Online-Auftritt der „Badischen Zeitung“ am Dienstagnachmittag mit einem Dementi überrascht:

(…) Ex-Trainer Volker Finke soll (…) — und seinen Schlüssel bei Vertragsende am 30. Juni nicht abgegeben haben, trotz mehrmaliger Aufforderung. Doch das ist falsch.

Gegenüber der Badischen Zeitung erklärte SC-Sportdirektor Dirk Dufner, dass Finke seinen Schlüssel sehr wohl abgegeben habe – und das fristgerecht. Warum er von der Nachrichtenagentur dpa im gegenteiligen Sinn zitiert wurde, ist Dufner ein Rätsel. (…)

Der Tausch der Schlösser sei nur eine „präventive Maßnahme“ gewesen. Am Tag darauf in der gedruckten Ausgabe der „Badischen Zeitung“ macht Dufner das „Rätsel“ noch konkreter: „Von denen“, sagt er auf dpa gemünzt, „hat keiner mit mir gesprochen.“

Das ist, wie so vieles in dieser Geschichte, nicht ganz falsch, aber noch lange nicht richtig. Und wir müssen kurz die Chronologie verlassen und zum Freitag vergangener Woche zurückgehen und zu einem Treffen, mit dem das ganze Drama begann. Am Rande des Trainingslagers des SC Freiburg stand Dufner offenbar mit ein paar Journalisten zusammen, ein Mann von dpa war dabei und der Kollege von der „Bild“-Zeitung, und man redete über Volker Finke. Und anscheinend erzählte Dufner bei dieser Gelegenheit auch von möglicherweise fehlenden Schlüsseln und der Schloss-Austauschaktion — vielleicht unter der Maßgabe, die Journalisten sollten darüber nicht berichten, vielleicht nur in der Annahme, sie täten es nicht.

Als „Bild“ dann die vermeintliche Schlüsselaffäre publik machte, erinnerte sich der dpa-Mann, dass er ja dabei war, als Dufner davon erzählt hatte. Er verzichtete deshalb darauf, bei Dufner noch einmal nachzufragen, und lieferte stattdessen ein Zitat Dufners, das er selbst am Freitag vor Ort notiert hatte. Die Agenturmeldung datierte dieses Zitat jedoch auf den Dienstag — und erweckte den falschen Eindruck, Dufner habe den „Bild“-Bericht nach dessen Erscheinen bestätigt. Was besonders verheerend war, denn ob Dufner sich tatsächlich so über Finke geäußert hat, ist die eine Frage; ob er diese Äußerung im Nachhinein „bestätigt“ hätte, eine ganz andere. Gegenüber der „Badischen Zeitung“ (die offenbar beim kleinen Journalistentreffen am Rande des Trainingslagers nicht dabei war), ruderte er jedenfalls heftig zurück.

Zu spät. Am Mittwochmorgen, als in der „Badischen Zeitung“ das Dementi steht, steht die Meldung von Finkes Schlüssel-Affäre in vielen Tageszeitungen, zum Beispiel in „SZ“, „Welt“, „taz“ und „Tagesspiegel“. Erst am Mittwochnachmittag schwenkt dpa, wo man sich intern inzwischen intensiv um eine Aufklärung der Vorgänge bemüht, auf eine offenbar sehr sorgfältig formulierte Version um, auf die sich alle Beteiligten inzwischen verständigt zu haben scheinen:

Freiburgs Ex-Coach Finke wehrt sich: «Habe Schlüssel abgeliefert»

Freiburg (dpa) – Die «Schlüsselaffäre» beim Fußball-Zweitligisten SC Freiburg um Ex-Trainer Volker Finke hat sich in Wohlgefallen aufgelöst. «Ich habe meinen Schlüssel am 29. Juni abgeliefert», teilte der 59-Jährige, dessen Vertrag am 30. Juni ausgelaufen ist, der Deutschen Presseagentur dpa mit. Er reagierte damit auf einen Medienbericht, in dem es unter Berufung auf SC-Sportdirektor Dirk Dufner geheißen hatte, der Sportclub habe die Schlösser ausgetauscht, weil die Schlüssel nicht vollzählig seien.

Dufner hatte zuvor vor Medienvertretern erklärt, dass Schlösser an Gebäuden auf dem Freiburger Trainingsgelände ausgewechselt worden waren. «Vor der Abreise ins Trainingslager wurde vorsorglich das Schloss im Management-Büro ausgetauscht, weil bei einer Bestandsaufnahme festgestellt worden war, dass nicht alle Schlüssel da waren. Dort lagern schließlich wichtige Papiere. Volker Finke hat seinen Schlüssel aber inzwischen fristgerechtigt abgegeben», sagte Dufner am Mittwoch.

Auf Aufforderung, den Schlüssel abzugeben, sei zunächst aber keine Reaktion Finkes erfolgt, hatte unter anderem die dpa aus einem Gespräch mit Dufner berichtet.

Bei dpa hofft man, dass sich mit dieser Meldung auch eine juristische Auseinandersetzung erledigt hat: Der empörte Volker Finke fordert über seinen Anwalt nämlich von dpa Richtigstellung und Widerruf der ursprünglichen Behauptungen. Die „Bild“-Zeitung hat ihre Version bis heute nicht korrigiert; ihr Sprecher will auf Anfrage nicht sagen, ob Finke auch gegen „Bild“ vorgeht, was logisch wäre.

Und beim sid verbittet der Chef vom Dienst alle Fragen nach Quellen, Wahrheitsgehalt und juristischen Folgen seiner Meldungen. Dort ringt man sich erst am Donnerstagnachmittag, 24 Stunden nach dpa, zu einer Korrektur durch — die allerdings auf jede noch so leise Andeutung verzichtet, dass es sich um eine Korrektur einer eigenen Meldung handelt:

Freiburg (sid) Ex-Trainer Volker Finke hat vor Ablauf seines Vertrages am 30. Juni seinen Schlüssel für den Managementraum des Fußball-Zweitligisten SC Freiburg zurückgegeben. Dies bestätigte SC-Manager Dirk Dufner der Badischen Zeitung: „Wir haben — übrigens in sehr angenehmer Atmosphäre — natürlich über dieses Thema gesprochen. Er hat seinen Schlüssel am 29. Juni abgegeben, also vor dem offiziellen Ende seines Vertrages.“ (…)

Das ist die Geschichte von der Schlüsselaffäre des SC Freiburg. Ein Lehrstück über den Umgang mit Quellen und verschiedene Varianten des Stille-Post-Spiels im modernen „Nachrichten“-Journalismus.

Und das letzte Wort soll der „Tagesspiegel“ haben, dessen Mitarbeiter Claus Vetter von der kleinen, irreführenden dpa-Meldung zu einem großen Meisterwerk der Fantasie angeregt wurde:

Mal heimlich nachts in die alte Trainerkabine schleichen und kiebitzen, was der neue Trainer taktisch so vorhat? Oder nach Geschäftsschluss in der Geschäftsstelle einen Gratiskaffee trinken? So muss sich Volker Finke das vorgestellt haben, als er die Schlüssel von seinem alten Arbeitgeber, dem SC Freiburg, eingesteckt und trotz mehrfacher Aufforderung nicht herausgerückt hat. Finke hat wohl gedacht, der Klub lasse ihn schalten und walten wie die 16 Jahre zuvor. (…)

Volker Finke, eine traurige Freiburger Schlüsselfigur? Ja, das ist der 59 Jahre alte Fußballlehrer wohl. (…) Zu Hochzeiten wollte sogar mal der FC Bayern etwas von Finke. Doch der konnte nie loslassen in Freiburg – bis heute. Nun muss er draußen bleiben. Der traurige Trainer, der seinen Klub verloren hat und darüber nicht hinwegkommt.

27 Gedanken
  1. 1
    Lukas says:

    „Wir müssen den Schlüssel in diese Demo tragen!“

  2. 2
    Torsten says:

    1. Warum ist das eigentlich nicht im BILD-Blog gelandet?

    2. Leuten wie mir, die nie den Sport-Teil lesen, geht eine ganze Welt verloren. Es muss sie aber nicht kümmern.

  3. 3
    Theo says:

    Und ich wette nicht einer von dennen kommt auf die Idee sich deswegen zu schaemen.

  4. 4
    c.sydow says:

    wieder ein interessantes beispiel dafür, wie schwer sich die nachrichtenagenturen darin tun, eigene fehler bei der recherche einzugestehen. noch interessanter wäre die frage wie oft derartige schlampereien unerkannt bleiben.

  5. 5
    Stefan says:

    @Torsten: Weil die Geschichte zwar bei „Bild“ ihren Anfang nahm, aber sich letztlich viel mehr um die anderen beteiligten Medien dreht.

  6. 6
    Ommelbommel says:

    @Lukas: Danke, ich habe herzlich gelacht :D

  7. 7
    myhead says:

    „Die „Bild”-Zeitung hat ihre Version bis heute nicht korrigiert; ihr Sprecher will auf Anfrage nicht sagen, ob Finke auch gegen „Bild” vorgeht, was logisch wäre.“

    Nicht umbedingt. Wer die Bild liest will beschissen werden, und weiss uU auch, wie hochwertig die Bildmeldungen sind. Von der dpa erwartet man dagegen allerdings, dass Meldungen geprüft werden bevor sie in den Ticker wandern.

    Der Unterschied ist die Reputation. Oder so ;-)

  8. 8
    Sebastian says:

    Toll, dass man mittlerweile am Kiosk einfach mit verschlossenen Augen in den Zeitungsstapel greifen kann im sicheren Gefühl, dass man dort nichts anderes finden wird als 20 cm weiter rechts oder links.

    Oder man geht einfach entschlossenen Schrittes dran vorbei. Wenn ich mir diese Häme da im Tagesspiegel so durchlese – was treibt Autoren an, so einen Mist zu verfassen? Wie kann man über Menschen, die man offensichtlicherweise nicht gut genug kennt, um sie kurz anzurufen und zu fragen, was denn an der Sache dran ist, so verurteilend schreiben? Lesen so viele Menschen gerne solche Texte? Mich macht solcherlei Geschreibsel sauer.

    Man stelle sich vor, Bildblog würde auf die Art über Bild-Autoren schreiben:

    „Innerlich schon längst mit der Erkenntnis versehen, nie ein richtiger Journalist gewesen zu sein, ergab sich daraufhin Redakteurin Manuela M. in ihr Schicksal und verfasste diese Zeilen voller Niedertracht (beliebigen Bild-Anpranger-Artikel hier einfügen). Ihr war es egal, sie ist eh schon innerlich vor Jahren gestorben und nur noch ein Werkzeug einer Nachrichten-Maschine, ohne Ideale, ohne Hoffnung“.

    Oder so ähnlich. Mir wird bei solchen Texten, ganz ehrlich, schlecht.

  9. 9
    Sebastian (II) says:

    @myhead: Die Maurerbibel ist fuer viele garantiert die einzige „serioese Nachrichtenquelle“, und ich glaube nicht, dass ein Grossteil beim Lesen der Ueberzeugung ist, Bloedsinn zu konsumieren („Bildblog? Wasndas?“).

    Wie mein Namensvetter finde ich die extremen Ueberschneidungen von Medium zu Medium beeindruckend („Volksfront Judaea“ vs. „Judaeische Volksfront“). Ich lese jetzt weiter Wikinews. Da kann ich wenigstens meine eigenen Gegendarstellungen in die Artikel reinkommentieren.

  10. 10
    Niklas says:

    @8: Völlig d’accord.

    Und am besten gehst du jetzt in deinem eigenen Blog mit gutem Beispiel voran und verkneifst dir die Häme, wenn das nächste Mal zwei junge Leute an Autoabgasen ersticken, die du ja wohl auch nicht persönlich gekannt hast.

    Dann muss uns allen auch viel seltener beim Lesen schlecht werden.

  11. 11
    Lothar Bollmann says:

    Wann begreifen die anderen Redaktionen endlich, dass j e d e „BILD“-Meldung unbedingt nachrecherchiert werden muss.
    Geestkaemper

  12. 12
    Peter says:

    Bei der Geschichte stellt sich mir eher die Frage der Relevanz, als die der Recherche. Ehrlich: Mir ist es einfach sowas von wurscht, was Volker Finke mit seinen Schlüsseln macht…

  13. 13
    Rynhard says:

    Der Tagesspiegel im freien Fall auf Bildneveau. Müssen Christoph und Stefan bald noch ein Blog verwalten? Hat sich Claus Vetter bei den Lesern entschuldigt? Bei seinen Kollegen? Und vor allem bei Volker Finke? Ich wünsche Claus Vetter trotzdem, dass niemand, schon gar nicht Wildfremde, einen Kübel Jauche über ihm ausgießt, wenn er mal die Schlüssel abgeben muss.

  14. 14
    Trainer Baade says:

    […] hat aber hier mal wieder eins der beeindruckenderen Beispiele beschrieben. […]

  15. 15
    zaphodia says:

    Braucht wer ein f? Stefan hat ein paar im Angebot:
    Duf(f)ner

    Und hat die dpa wirklich folgendes geschrieben?
    „Volker Finke hat seinen Schlüssel aber inzwischen fristgerechtigt abgegeben“

    Obwohl es hat was von einem Wortspiel aus Frist und Gerechtigkeit…

    Zum Inhalt: Hätte nicht gedacht, dass Dufner ein solcher Anfänger im Umgang mit den Medien ist, wenn er wirklich erst den Anstoss im kleinen Kreis mit den Reportern gegeben hat. Es sei denn, es war Absicht, so als Nachtreten zum Abschied von Finke, um dann später offiziell zu dementieren.
    Aber das spricht natürlich niemanden davon frei, vor der Veröffentlichung ein offizielles Statement einzuholen.

  16. 16
    Stefan says:

    Nix da, ich hab die überschüssigen fs schön wieder eingesammelt!

  17. 17
    SvenR says:

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich lesen würde, dass Volker Finke auch die Bild um eine Berichtigung/Gegendarstellung nachsuchen würde. (wird der Konjunktiv klar?).

    Ich würde mir das nicht gefallen lassen.

    Finanziell unabhängig sollte er nach 16 Jahren Bundesligatrainergehalt eigentlich sein.

  18. 18
    lokalreporter says:

    die geschichte hat wohl einen schlüsselreiz ausgelöst. bei aller liebe zum detail und meiner bewunderung für die präzise sprache, ein paar absätze weniger, hättens auch getan.

  19. 19
    Stadtneurotiker says:

    Die Geschichte ist wirklich ein wenig seltsam. Sie wirft aber nicht nur ein kritisches Licht auf einige Medienvertreter, sondern auch auf Dirk Dufner selbst. Der ist im Umgang mit den Medien nun wirklich kein Profi – und ein gebranntes Kind.
    Während seiner Tätigkeit als Sportdirektor bei 1860 München ließ er sich vom damaligen Vize Zehetmair überrumpeln, der die Entlassung von Trainer Falko Götz verkündete, während Dufner unmittelbar zuvor Gespräche mit dem Trainer ankündigte.

    Das Nicht-Recherchieren von Meldungen ist eine Sache, aber als Manager im Profisport sollte man allerdings auch wissen, was man den Leuten bei lockeren Plausch so erzählt…

  20. 20
    Sven says:

    Mal ehrlich: Bei solch einer Meldung, die auch noch von BILD kommt, müssen doch die Alarmglocken läuten. Und zwar so laut, dass man Ohrenschmerzen bekommt. Ich nehme bei uns im Videotext ja auch gern bunte Sportmeldungen rein, aber die Schlüsselgeschichte habe ich sofort weggeworfen. Ich bin erstaunt, wie viele Tageszeitungen sie übernommen haben.

  21. 21
    Lukas says:

    Bei solch einer Meldung, die auch noch von BILD kommt, müssen doch die Alarmglocken läuten.

    Vor allem: Was ist denn das für eine Meldung?

    Bei der Rostocker Kriegsgeschichte der dpa kann ich ja noch verstehen, dass man sich als Medium darauf stürzt und sowas breit tritt. Das wäre halt wirklich eine Hammerschlagzeile, wenn es nicht flahcs wäre.
    Aber Schlösser austauschen?

    (Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass man Hammerschlagzeilen eher factchecken sollte als banale Schlüsselgeschichten. Dem ist nichts entgegenzusetzen.)

  22. 22
    Harald says:

    Dafür wurde wohl der Begriff „Key Account Manager“ geprägt ;-)

  23. 23
    calvin says:

    kaputte geschichte – wir sind auch drauf reingefallen… :(

  24. 24
    Robert Ide says:

    Danke, dass der Tagesspiegel so ausführlich zitiert wird. Wir haben uns in der Tat in diesem Punkt auf dpa verlassen, schließlich hatte die Agentur den SC-Klubchef zitiert; erst daraufhin und mit Berufung darauf hat unser Mitarbeiter Claus Vetter die Glosse verfasst. Am nächsten Tag haben wir in der Zeitung richtig gestellt, dass Finke nach eigener Aussage die Schlüssel abgegeben hat. Sorry, aber da sind wir einfach einem Fehler aufgesessen, der nicht bei uns lag.

    Beste Grüße aus Berlin,
    Robert Ide
    Sportredaktion Der Tagesspiegel

  25. 25
    Joerg says:

    Aha. Die böse dpa, die den armen Tagesspiegel zwingt, solche hämischen Bemerkungen vom Stapel zu lassen. Das sie sich aber auch gar nicht schämen. Aber nett, dass Ihr den Text als Glosse auffasst. Wie im Fluge vergeht da dieses Gefühl, man hätte nachmal nachtreten wollen.

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