Super-Symbolfotos (57)

Erinnern Sie sich an das von deutschen Medien gern genutzte Angebot der Nachrichtenagentur dpa zur Bebilderung des Themas „Kinderpornographie“?

Das hier ist noch besser:

Findet im CD-Regal also gut zwischen „Ramones“ und „Razorlight“ Platz, macht bei einer größeren Musiksammlung aber das Auffinden bestimmter Titel ein bisschen unübersichtlich.

[eingesandt von Thomas Schröder]

52 Replies to “Super-Symbolfotos (57)”

  1. Hihi, sehr lustig! Wer gründet mit mir ´ne Band mit Namen Raubkopie? Das dürfte (einigen kommerziellen Erfolg vorausgesetzt, natürlich) die Fahnder in den Wahnsinn treiben…

    (Aber ist der Begriff „Raubkopie“ nicht eigentlich eh Unsinn, weil doch „Raub“ immer die Anwendung oder Androhung von Gewalt bedeutet?)

  2. Die Formulierung lautet jetzt uebrigens „Eine symbolische Raubkopie: […]“. Ich betrachte das mal als symbolische (und sehr schnelle) Verbesserung.

  3. Und bevor mir das gleich jemand um die Ohren haut: Nach kurzer Google Recherche komme ich zu dem Schluß, dass es eine Band dieses Namens gibt oder zumindest im Herbst ´06 mal gab…

  4. @1 (olly):

    (ich finde, raubkopie ist ein unwort. genau wie mitteldeutschland, schulhofpiraterie, selbstmord und so weiter. aber lassen wir’s in klammern.)

    .~.

  5. Aber dass Spiegel-Online dieses sinnfreie Symbol-Foto auch noch mit „Eine CD mit der Aufschrift ´Raubkopie´“ beschrift, ist echt groß.

    Ein Kommentar von Andreas mit den Sätzen: „Aber dass Spiegel-Online dieses sinnfreie Symbol-Foto auch noch mit ´Eine CD mit der Aufschrift ´Raubkopie´´ beschrift, ist echt groß.“

  6. Wäre eigentlich ein genialer Schachzug seine Band „Raubkopie“, „Porno“ oder „Torrent“ zu nennen. Illegale Downloads findet dann keiner mehr bei einer Google-Suche… Die Band-Homepage allerdings wohl auch nicht ;)

  7. Ich frage mich gerade ob auch etwas auf der legendären Daten- CD in Schönschrift gekrickelt stand, die der BND damals unter stets umstrittenen Umständen ergattert hat und mit denen nicht nur das Fürstentum Liechtenstein plötzlich in aller Munde war. Oder war deren Oberfläche nur langweilig nackig? Mhhm…

  8. Die Platte hab‘ ich. Das Album ist ganz schwach, deren Erstlingswerk „Illegale Downloads“ war besser. Doch nichts geht über das Doppelalbum „Geheim!“ & „Steuerhinterziehung Luxemburg“. Der Scheibe „Pornos“ fehlte die nötige Substanz, die auf „Kinderpornographie“ und „Terrordatei“ das gewisse Etwas ausmachten. Ich freu mich schon auf „Ihre Daten“ und das Unplugged-Album „StudiVZ-Profile“.

  9. Und wie wir alle wissen, ist das abgebildete Siemens S55 auch das bevorzugte Tatwerkzeug für Kinderpornographen. Die kommen bei 101 x 80 Pixeln und 256 Farben ja erst recht zur Geltung (Tatsächlich bin ich aber noch mehr überrascht, dass das Ding damals schon MMS konnte. Kann es tatsächlich).

  10. Meine Pornos hab ich im Bücherschrank auch brav unter T einsortiert. M war mir zu versaut…

    :-D

    Manche Journalisten greifen sich an den Kopf und packen ins Leere…

  11. Man kann es sich so gut vorstellen:

    „Schatz, pack doch noch die CD ein!“
    „Welche denn? Die mit den Raubkopien oder die mit den Kinderpornos?“

    Ein Dialog, wie er ganz bestimmt in vielen deutschen Haushalten stattfindet. Ansonsten wäre der Artikel ja nicht so bebildert worden.

    P.S.: Ach übrigens: Hätte man die letzten Amokläufer nicht vorab daran erkennen können, dass sie immer CDs mit der Aufschrift „Killerspiele“ ins Laufwerk schoben?

  12. Es heißt nicht mehr Killerspiele.
    Der 237. Parteitag der SPDUCS hat entschieden, derartige Tötungstrainigsspiele jetzt als gewalthaltige Spiele zu klassifizieren und umgekehrt.

    Bitte passen Sie ihr Demagogendeutsch zeitnah an.
    Vielen Dank.

  13. Lustig wie zwar immer über „zehntausende Beschlagnahmungen“ und „mehrere tausend Verdächtige“ bei solchen Sachen berichtet wird, aber dann nix mehr von den Verurteilungen zu hören ist – weil es meist gar keine gibt. Die aktuelle c’t hat dazu einen interessanten Bericht.

    In der Statistik tauchen natürlich vornehmlich die Verdächtigen auf, nicht die Verurteilten. Macht sich besser beim Zensurfordern.

  14. Raubkopie? Da findet man doch nix wieder. Besser wäre eine genauere Beschriftung, zb. „Illegale Raubkopie, die mit X Jahren Haft bedroht ist von einem ganz schlimmen Killerspiel“.

  15. @23 „lachflashhab“ habe ich beim Habibi umme Ecke letztens auch bestellt. War aber aus. Kinder, Eure Sprache!

  16. Also Kinders, ich finde sowohl den Artikel als auch die meisten Kommentare sommerlochmässig ! Wurde damit jetzt das Osterloch für Journalisten erfunden und gestopft ?!

  17. @14
    Na ja, es gibt (nicht wenige) Menschen, die sich fragen, wo denn dann Ostdeutschland sein soll, wenn das mit Mitteldeutschland bezeichnete Gebiet tatsächlich die Mitte wäre. Und dem MDR sagen wir einfach gar nichts, sonst werden die noch wach.

  18. @29: Ach, es gibt auch legale Kinderpornografie?

    Und wieso muß man darauf aufmerksam machen? Sollte man die nicht eher verstecken?

    „Nur wo Raubkopie draufsteht, ist auch Raubkopie drin!“

  19. Ich schreibe auf meine, natürlich in der Realität nicht vorhandenen, illegalen Sicherheitskopien auch immer „Raupkopie“. :-D

    Manchmal sollte man sich die Bilder einfach lieber sparen…

  20. Kann man/frau nicht mal ein Wort in gerechter, nicht diskriminierender Sprache für die armen CD-Rohlinge erfinden?

  21. sorry wenn das hier grad etwas OT ist, wüsste nicht wo mans sonst hinposten sollte als unter den letzten beitrag: ich bleibe dabei – hier ist inzwischen zuwenig los. ob das nun eine rein subjektive wahrnehmung oder objektive tatsache ist, so oder so ist die seite auf meiner favoritenliste ziemlich weit nach unten gerutscht, hin zu den vielen anderen nur mittelmässig gepflegten und daher tendenziell etwas gesichtslosen blogs, wo sie eigentlich nicht hingehören sollte. sowas nennt man dann wohl „verwässerung der marke“ oder so…

    mir sind die ganzen einwände klar, geschenkter gaul, keine ansprüche, reader benutzen usw…ich weiss ich weiss. ich sach ja nur. einfach als spontanes „make of it what you will“ leserfeedback. man wird halt das gefühl nicht los dass inzwischen auf sovielen hochzeiten getanzt wird… dass man den stefan kaum noch direkt wahrnimmt.

    obwohl er sich wahrscheinlich momentan total nen wolf bloggt.

  22. @mosley, #35: Sag mal – kannst Du mir erklären, wieso man „make of it what you will” schreibt? Das heißt doch „mach damit was Du willst“ – nur mondäner, urbaner, nicht so provinziell, so 50er-Jahre-mäßig, als hätte es Old Boy Rühmann gesagt oder Kulenkampf (der unkuhle)?

    Solche Perlen wirfst Du hier vor die Säue?

    Wie auch immer, wir werden Dich total vermissen, ne echt Du, ganz ehrlich. Wenn Du was besseres findest sag Bescheid, damit wir Dir folgen können, oder auch nicht – wie es Dir gefällt – um nicht zu sagen ‚as you like it‘.

  23. bleibt noch zu klären ob du mich jetzt eher deswegen mit deinem angefressenen kommentar („ne echt du wir werden dich total vermissen“?) bewirfst weil ich dein ästhetischen empfinden mit einer anglizismus-nachlässigkeit beleidigt habe oder weil ich stefan ein leserfeedback gegeben habe.

  24. lol…ja ein BISCHEN unübersichtlich wird das dann aber nur dann wenn man auch Raubkopien hat ;-)

    So wie die sich anstellen werden die das Raubkopieren eh nie stoppn können. Ist ja geradezu lächerlich XD

  25. @mosley: Die letzten Tage habe ich mir nicht total nen Wolf gebloggt, auch nicht anderswo, sondern frei gemacht. Aber die Zeit und Energie, die ich in dieses Blog stecken kann und will, wird immer schwanken — und im Moment ist, zugegeben, wenig los. Ändert sich aber bestimmt wieder!

    @Stefan W.: Wer ist denn „wir“? Also für mich sprichst Du nicht.

  26. Ich glaub, „make of it what you will” bedeutet „Versteh es, wie du wirst“, was einen unheimlichen Mentalguru Unterton hat und diverse beängstigende Fragen zur Willensfreiheit aufwirft. Tiefgründig!

  27. @stefan (niggemeier): ah, das freut mich ja widerum zu hören, wenn du blau machst :-) denn das spricht ja dafür, dass mein eindruck, dass es sich hier ein bisschen um einen „fehler im system“ handelt (also eben dass dieses von mir sehr geliebte blog etwas auszutrocknen droht auch wenn du dir nen wolf bloggst) falsch ist. niedrigere blog-update-frequenz aufgrund von zelebrierter lebensqualität ist gleich ne gaaanz andere geschichte :-)

    ich hoffe du verstehst mich da auch nicht falsch, ich will ja wirklich nicht meckern. geht wirklich nur ums bewusst impulsive schildern eines eindrucks, ein feedback eben. äh, ich meine natürlich, eine rückkoppelung.

    @40 nylonzahn: da es ja scheinbar mindestens 2 leute interessiert: ich kläre das gerne auf warum ich „make of it what you will“ geschrieben hatte – ich hatte mich davor in einem englischsprachigen forum unterhalten. wenn man auch beruflich eher zweisprachig unterwegs ist färbt das auf dauer halt ein bisschen, da schlampt man dann bisweilen schonmal. also ich zumindest. mea culpa. aber: je ne regrette rien :-)

    und an dieser stelle wäre es mal interessant warum einem ab zwei aufeinanderfolgenden englischen wörtern die befindlichkeitspolizei an den hals springt während affektiertes rumfuchteln mit einer so mausetoten sprache wie latein allgemein als guter stil angesehen wird.

  28. bin gar nicht bei der Befindlichkeitspolizei, stand nur zufällig daneben. Wollte nur einen Witz machen.

  29. @Stefan N.: „Wer ist denn „wir”? Also für mich sprichst Du nicht.“

    Wir, das bin ich, der Befindlichkeitsoberkommissar, und meine Befindlichkeitssergeanten sowie die Befindlichkeitsazubis und Befindlichkeitspraktikanten und Befindlichkeitstrainees. (Ja, alle beide). :)

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