Und über die Überschrift reden wir noch!

Vor einiger Zeit bin ich von zwei Schülern der Deutschen Journalistenschule in München (auf der ich auch war) für ihre Abschlusszeitschrift interviewt worden. Und weil ich das Ergebnis so gelungen finde und fürchte, dass kaum jemand das schöne Magazin zum Thema Fehler in die Finger bekommt, veröffentliche ich den Text einfach selbst — mit freundlicher Genehmigung der Autoren.

Bildblog-Gründer Stefan Niggemeier über Wahrheit im Boulevard, das „System Bild“ und seine Freude am Streiten

Interview: Till Haase, Adrian Renner
Foto: Ulf Hanke

Herr Niggemeier, auf Bildblog.de decken Sie seit zweieinhalb Jahren die Fehler der Bild-Zeitung auf, mit 40.000 Lesern täglich sind Sie Deutschlands meistgelesener Blog. Warum hat Ihnen die Bild-Zeitung noch nicht Ihr Bild-Abonnement gekündigt?

Das wäre wohl eine etwas kurzsichtige Strategie. Aber wir hatten die lustige Situation, dass wir bei Bild angefragt haben, ob wir ihr Archiv nicht als kommerzieller Kunde nutzen können. Es hat dann sehr lange gedauert bis wir eine Antwort erhalten haben. Das Ergebnis war: nein, auch gegen Geld nicht.

Der letzte Bildblog-Eintrag ist inzwischen drei Tage alt. Ist das gut oder schlecht für Bildblog?

Schlecht, um ehrlich zu sein. Weil ich glaube, dass Bild in den letzten drei Tagen Fehler gemacht hat, auch gravierende. Wir haben sie nur nicht entdeckt.

Wie entdecken Sie denn Fehler in Bild? Haben Sie eine Fehlersuchstrategie?

Gut die Hälfte der Fehler entdecken wir durch Hinweise unserer Leser. Und dann lohnt es sich immer, bestimmten Signalwörtern nachzugehen. Bei „Geheimplan“ zum Beispiel schauen wir, ob das nicht schon vor einem Monat veröffentlicht wurde, oder bei „sagte zu Bild„, ob das nicht in einer Nachrichtenagentur stand. Und natürlich immer, wenn Bild über Außerirdische schreibt.

Was ist das dann für ein Gefühl, wenn man einen Fehler gefunden hat? Freude?

Nee. Meistens ist das ein Entsetzen. Ich bin immer wieder fassungslos, wenn man anfängt, eine Geschichte nachzurecherchieren, und sieht, was Bild daraus gemacht habt. Amüsieren kann ich mich bei diesen blöden Fehlern, wenn man sich sagt: Mein Gott, die haben das wieder nicht kapiert. Da kommt eine gewisse Schadenfreude auf.

Einen Fehler muss man auch beweisen. Auf welche Quellen verlassen Sie sich denn?

Es hilft, Originaldokumente zu finden, wissenschaftliche Studien zum Beispiel. Es hilft, wenn Nachrichtenagenturen oder andere Zeitungen über ein Thema geschrieben haben, wobei wir da auch vorsichtig sind. Ganz heikel ist es, wenn Aussage gegen Aussage steht. Wir wollen aus Bildblog kein Gegendarstellungsportal machen, nach dem Motto: Bild schreibt etwas und wir geben jedem eine Stimme, der sagt, das habe ich so aber gar nicht gemeint.

Gehen Sie bis zum Beweis der Tat, bis sie augenfällig ist, von einer Unschuldsvermutung aus?

Im Idealfall ja. Aber es ist die Unschuldsvermutung gegenüber einem Serientäter. Wenn einer schon 100 alte Frauen ausgeraubt hat, muss man ihm die 101. neu beweisen. Aber es gibt gute Gründe, ihn für verdächtig zu halten.

Seit Januar dieses Jahres finanziert sich Bildblog neben Spenden und dem Verkauf von Bildblog-Produkten auch über Werbung auf der Seite. Ist der Druck, Fehler zu finden, seitdem gestiegen?

Wir ertappen uns manchmal bei dem Gedanken, denn natürlich haben wir mehr Leser auf der Seite, je mehr wir schreiben, versuchen dem aber nicht nachzugeben. Der eigentliche Druck ist ein anderer. Wir bekommen täglich Dutzende Hinweise von unseren Lesern, und wir versuchen allen nachzugehen und alle nachzurecherchieren. Dieser Druck ist viel stärker als der Werbedruck.

Bildblog ist für den Aufruf, Bild-Chefredakteur Kai Diekmann zu fotografieren und die Bilder an Bildblog zu schicken, stark kritisiert worden. War diese Aktion richtig?

Zunächst war die Aktion im Nachhinein eher enttäuschend, weil wir so wenig Bilder erhalten haben. Was ich bei der Kritik nicht verstanden habe, ist, dass uns vorgeworfen wurde, wir würden uns auf Bild-Niveau begeben. Ich finde es grundsätzlich nicht verwerflich, Leser aufzufordern, Bild spannende Fotos zu schicken. Verwerflich ist, dass bei der Veröffentlichung dieser Fotos das Persönlichkeitsrecht offensichtlich keine Rolle spielt.

Warum macht denn Bild so viele Fehler? Weil sie es will oder weil sie es nicht besser kann?

Beides. Bild macht absichtlich Fehler, Dinge werden falsch dargestellt, weil es dann eine „bessere“ Geschichte wird. Und Fehler entstehen, weil Bild schlampig arbeitet. Wenn man beides zusammenfasst, könnte man sagen, dass vielleicht die Wahrheit bei Bild nicht das Entscheidende ist.

Sondern die Verwertbarkeit?

Ja. Ich glaube, jeder Bild-Mitarbeiter arbeitet unter einem immensen Druck, die bestmögliche Geschichte abzuliefern, und das ist nicht immer die, die am Ende noch zutrifft. Dahinter muss im Einzelfall nicht einmal immer eine böse Absicht stecken. Anders ist es bei Themen, wo Bild eine Agenda hat, bei der Rente zum Beispiel. Für Bild lohnt es sich einfach, jeden Tag aufzuschreiben, dass die Renten nicht sicher sind, selbst wenn sie dafür Argumente erfinden oder Tatsachen verdrehen muss.

Kann es denn eine Bild-Zeitung ohne Fehler überhaupt geben?

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Wallraff hat vor 30 Jahren in seinen Büchern Mechanismen beschrieben, bei denen ich das Gefühl habe, die gelten heute immer noch. Dieses Stille-Post-Spiel zum Beispiel, dass am Ende jemand die Überschriften über den Text macht, der die Ursprungsfassung gar nicht kennt.

Wenn sich über so lange Zeit nichts ändert, ist es dann das System Bild, dass die Fehler hervorruft?

Es ist das Prinzip, auf jeden Mitarbeiter den Druck aufzubauen, die Geschichte zu liefern, die zur größten Schlagzeile taugt. Das führt im besten Fall dazu, dass Bild Sachen herausfindet, die andere nicht herausfinden. Aber oft genug führt es dazu, dass Leute aufschreiben, was sie oder ihre Vorgesetzten für die gute Geschichte halten. Ich weiß nicht, ob Bild ohne dieses Prinzip funktionieren kann, ob man Bild revolutionieren oder reformieren kann.

Sehen Sie sich denn selbst als Chronisten oder als Entertainer?

In diesem Gegensatz zu 100% Chronist, wobei: Chronist klingt mir fast zu unbeteiligt. Was wir machen, hat auch etwas Kämpferisches. Aber mir ist klar, dass uns Leute lesen, weil wir etwas Lustiges über Bild schreiben.

Passt Idealist besser als Chronist?

Ja. Darf ich das nachträglich nehmen?

Angenommen, Sie wären Chef einer großen Tageszeitung. Würden Sie einen Redakteur einstellen, der bei Bild gearbeitet hat?

Das kommt auf den Einzelfall an. Halb im Scherz könnte ich sagen, man muss diesen Menschen ja auch eine Perspektive geben. Ihnen Wege aufzeigen, aus dem Unrechtssystem Bild herauszukommen.

Und Ihre Perspektive? Wenn man böse wäre, könnte man sagen, Sie haben schon fast Ihr ganzes Leben lang genörgelt, was wollen Sie denn als Rentner noch machen?

Vielleicht werde ich dann zum positiven Menschen, weil ich mich so ausgenörgelt habe, und schreibe Rosamunde-Pilcher-Romane. Ich halte das für sehr unwahrscheinlich.

Aus: „Klartext — Das Magazin der Deutschen Journalistenschule“. Nummer 11. Lehrredaktion 45K.

76 Replies to “Und über die Überschrift reden wir noch!”

  1. Die Aussagen in diesem Interview finde ich wesentlich einleuchtender als die zum Thema Lügen anlässlich des BildBlog-Werbespots. Die Erläuterung der Bild-internen Mechanismen hat mir sehr gefallen, so stelle ich mir das auch vor.

  2. Obs ein Gegendarstellungsbegehren gegen den “ Kai Dickmann“ gibt?

    Auf der Kölner Journalistenschule hätte man das nicht durchgehen lassen :-P

  3. Hihi, Fehler gefunden!
    „Es hilft [,] Originaldokumente zu finden, wissenschaftliche Studien zum Beispiel.“

    Aber nur, damit endlich mal jemand _hier_ auf einen Fehler hinweist ;-)

  4. Die Bezeichnung Kai Dickmann werde ich mir trotzdem merken :D
    Eigentlich schade, dass ich nicht schon vorher auf so schöne Kalauer wie „Mann, ist der Diekmann“ etc. gekommen bin.

  5. Ich habe auch inhaltlich etwas zu nörgeln:

    Wenn ich Lesern 500 Euro für sensationelle Fotos in Aussicht stelle, richtet das oft schon mehr Schaden an. Menschen bringen sich und andere in Gefahr, die Öffentlichkeit wird zu einem Spießrutenlauf für Prominente. Die Veröffentlichung ist dann nur das Sahnehäubchen.

    Bestes Indiz: das Geld reichte sogar um den DPA-Chefredakteur(?) zum Leserreporter zu machen. Das Geld senkt die Hemmungen effektiver als 2 Promille.

  6. @Torsten: Es ging mir ja um die Frage, ob wir „Bild-Methoden“ benutzt haben. Bei uns gab’s nichts mit den Fotos zu verdienen.

    Und das mit dem dpa-Chef halte ich für sehr, sehr abwegig. Ich würde tippen, dass da die Eitelkeit deutlich entscheidender war.

  7. Und noch eine kleine Verbesserung:
    „Seit Januar … I[st ]der der Druck, Fehler zu finden, seitdem gestiegen?“
    Um die Frage zu beantworten: Ich empfinde das nicht als Druck.

  8. @ 9: So lustig ist das gar nicht, wenn eine Straße schon zu Lebzeiten nach einem benannt wurde. Vielleicht erleben Sie das auch noch, wenn Ihr Bildblog eines Tages mehr Leser hat als die Bildzeitung.
    Und nun die Frage an die Runde: Was stört Sie an der Überschrift?

  9. @fetter Kater: Ich weiß nicht, ob Sie das noch gesehen haben, aber den Dickmann habe ich mir nicht ausgedacht, sondern der stand so geschrieben vor einer halben Stunde noch hier im Text. Würde ich immer hier kommentieren, wenn mir dumme Wortspielereien einfallen, wäre ich wohl schon als Kommentator gesperrt (falls sowas geht).

  10. Stefan: Ich bezog mich auf den Satz „Ich finde es grundsätzlich nicht verwerflich, Leser aufzufordern, Bild spannende Fotos zu schicken. Verwerflich ist, dass bei der Veröffentlichung dieser Fotos das Persönlichkeitsrecht offensichtlich keine Rolle spielt.“

    Wenn die Aufforderung mit 500 Euro und entsprechenden schlechten Beispielen verbunden ist, dann ist auch der Aufruf IMHO verwerflich.

    Eure Aktion hatte ich ja schon damals auf meinem Blog kommentiert :-P

  11. Immerhin wusste ich bis heute nicht, dass man neben der BamS auch die Bild-Zeitung auch abonnieren kann. Zumindest suggeriert das das Interview – oder ist das ein journalistischer Kunstgriff?

  12. Eine Frage drängt sich auf, weil sie nur *fast* gestellt wurde:

    Sie wissen nicht, ob es eine BILD ohne Fehler geben kann. Halten Sie es denn für denkbar, dass es mal eine Boulevardzeitung gibt, an der Sie nichts auszusetzen haben?

  13. Ich fand bildblog eigentlich mal ganz gut. Ich finde aber schon, dass das in der letzten Zeit mitunter schon nur noch ein reines Rumnörgeln an Fehlern in der BILD war. bildblog-Motto: „Die kleinen Merkwürdigkeiten und das große Schlimme“. Sind es nicht mittlerweile viel zu viele Merkwürdigkeiten und Kleinigkeiten über die geschieben wird? Geht das „große Schlimme“ nicht in der Flut dieser ganzen, sorry, Popelkacke unter?

  14. @10 Uups. Danke, das werde ich mir merken :-)

    Nicht, daß ich die neue Rechtschreibung jemals lernen werde. Ich schaffe es nicht einmal, einen Text in neuer Rechtschreibung geruhsam zu lesen, weil ich bei jedem Neuschreib stocke. Wie fühlte sich wohl Kant heute? ;-)

  15. @MainP: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben den Link wiedergefunden, der in meinem Eintrag unter den ersten drei Wörtern liegt. (Gab aber nix zu gewinnen.)

    @Erwin: Ich glaube, die erste Mail, in der stand, dass wir früher besser waren, haben wir am zweiten Tag bekommen.

    @Bernie: Gibt es eine Fernsehsendung, an der Sie „nichts auszusetzen“ haben? Ein Buch? Eine Internetseite? Ein Restaurant? „Nichts auszusetzen haben“ ist doch keine sinnvolle Kategorie. Ich finde die Frage interessanter, ob es eine Boulevardzeitung geben kann, die nicht willentlich und wissentlich Tatsachen verdreht und Menschen unrecht tut. Ich glaube Ja, kann Ihnen aber keine nennen.

  16. @29 (Stefan): Ja, Boston Legal, Die Vermessung der Welt, „USA Erklärt“ und „Monsieur Vuong“ in Berlin. Aber natürlich haben Sie Recht. Die Frage war nicht präzise gestellt. Gut, dass ich kein Journalistenschüler geworden bin! Danke, dass Sie sie trotzdem beantwortet haben.

  17. Ich habe auch noch ein paar:

    „Wenn sich über so lange Zeit nichts ändert, ist es dann das System Bild, das[S] die Fehler hervorruft?“

    „Wenn man böse wäre[,] könnte man sagen, [S]ie haben schon fast [I]hr ganzes Leben lang genörgelt, was wollen [S]ie denn als Rentner noch machen?“

  18. Wenn „Bild“ über Außerirdische schreibt, wie merkt Ihr dann eigentlich, ob sie dabei Fehler macht? Ich meine, wo alle seriösen Quellen dieses Thema ja immer totschweigen …

  19. @29: Es geht ja nicht darum, ob Bildblog früher besser war, sondern notwendiger. Weil Bild sich im Moment doch vergleichsweise seriös gibt, oder? So eine ganz miese Geschichte wie die um Charlotte Roche oder diese ständige Vermischung von werblichen und redaktionellen Beiträgen gab es zuletzt ja nicht mehr. Vielleicht sogar als Reaktion auf BildBlog (bzw. dessen wachsende Bekanntheit)? Kann es nicht doch sein, dass Bildblog sich mittelfristig selbst überflüssig macht?

  20. @33: Ist das „das(s)“ in diesem Fall nicht ein Relativpronomen? Ich habe mal in der Grundschule gelernt, dass man das „das(s)“ mit einem s schreiben kann, wenn man das „das(s)“ durch „welches“ ersetzen kann. Und das kann man in diesem Fall ja.

    „Wenn sich über so lange Zeit nichts ändert, ist es dann das System Bild, welches die Fehler hervorruft?“

  21. Ja, Knigge war gestern.
    Als Bildblog leserin kann ich dir übrigens exklusiv berichten, dass man als solche beim Lesen der Bild, B.Z. oder dem Kurier bereits bei Worten wie „Beweisfoto“, „enthüllt“ (auch in Kombination mit „jetzt“) oder „Warum“ (in Überschriften) schmunzelnd weiterblättert ;)

    Ach und: da fehlt ein Bolzenschneider auf dem Foto.

  22. Vielen Dank für die Aufklärung!
    (Und natürlich beschämt mich der mit „Gute Fragen“ betitelte, im Artikel verlinkte Blogeintrag, da er belegt, dass meine Frage bereits vor einem halben Jahr beantwortet worden ist. Zum Glück legen die Kommentare hier nahe, dass der Link nicht von Beginn an da war. Muss ich mir selbst dennoch mangelhafte Vorabrecherche vorwerfen? Oder darf ich als Nicht-Journalist sowas fragen? Und was hieß nochmal dieses „füsilieren“? Hihi…)

  23. Schade!

    Eine abschließende Frage in diesem Interview hätte ich mir ja noch gewünscht oder wurde die schon mal gestellt und beantwortet?

    Über was würde „Nörgel-(K)nigge“ die Menschen aufzuklären versuchen, wenn es BILD nicht, bzw. nicht in dieser Hardcore-Form geben würde?

    Ich kenne da eine Kochzeitschrift mit Rezepten zum nachkochen, deren Speisen mit nur kleinwenig veränderten Zutaten, den (eigenen) Geschmack verbessern könnten. Aber die Geschmäcker der Menschen sind bekanntlich so verschieden wie die Menschen selbst.

  24. @36-Stefan:
    Wäre es nicht unter Umständen sinnvoll, das „große Schlimme“ länger bei Bildblog ganz oben stehen zu lassen oder auffälliger zu verlinken und die „kleinen Merkwürdigkeiten“ etwas mehr unterzuorden?

    Zum einen würde das „große Schlimme“ dann länger richtig gestellt. Zum anderen käme vielleicht seltener der Vorwurf Bildblog würde nur an Kleinigkeiten rumnörgeln.

  25. Man könnte auch zwei Kategorien einrichten: Das große Schlimme und Die kleinen Merkwürdigkeiten (und Rest – oder so).

    Oder gibt’s das schon? War ne Weile nicht mehr beim BILDblog.

  26. (Aus unserer Serie Gründe, die Kommentarfunktion zu hassen, Folge 317: Der „Ich weiß zwar nichts und bin auch zu faul, schnell nachzugucken, rotze das aber trotzdem mal hier rein“-Kommentierer.)

  27. Wer sagt eigentlich, daß bildblog nicht lesenswert wäre, wenn es kein „großes Schlimmes“ gäbe, mit dem man sich ernst auseinandersetzen muß?
    Manchmal genügen „kleinen Merkwürdigkeiten“, um mir den Tag zu retten.
    Demokratieabbau. Köstlich.

  28. @Henning
    Hätte man auch schnell nachschauen können, dass es sowas schon gibt.
    @Stefan
    Hätte man auch wie einiges anderes (richtigerweise) durch Ignoranz abstrafen können.

    Ich bin für Harmonie und Contenance. :)

    @31, Frederic:
    Es gibt zumindest eine Yahoo! Gruppe dieser Lehrredaktion, dort kannst du (Yahoo! ID vorausgesetzt) sicher jemanden kontaktieren.
    http://de.groups.yahoo.com/group/fuenfundvierzigKA/

  29. Witzig. Mit einem der Interviewer habe ich zusammen das Abi gemacht. Als wir uns zum 10-jährigen Abi-Treffen trafen hatte er das mit dem Interview auch kurz erwähnt.

  30. Hm, eigentlich eine bedenkliche Einstiegsfrage für zwei Journalisten-Schüler. Oder habe ich was verpasst und die Bild-Zeitung gibt’s neuerdings im Abo?

  31. @Stefan-51:
    Dass es bei Bildblog Kategorien gibt, ist mir bekannt.
    Die Auswahlfunkton dafür ist jedoch recht klein, ganz weit unten und nicht gerade auf Anhieb zu finden. Vielleicht kann man diese ja z. B. weiter hoch machen. Nicht jeder Leser wird die ganze Seite durchstudieren.

    Wenn nämlich die ersten drei Einträge von Bildblog aus Kleinigkeiten bestehen, dann könnte ein neuer Leser vielleicht als ersten Eindruck einen falschen Eindruck erhalten.

    Darum ging es mir. Ich hoffe, das ist halbwegs konstruktive Kritik.

  32. Pot(t)pourri (26)…

    Potpourri, frz.: Allerlei, kunterbunte Mischung
    Pot(t)pourri, dt.: Kurze vermischte Beiträge im Pottblog
    ***
    Nach dem Rüffel droht der Stadt Bochum für die Kampagne Bochum macht jung anscheinend doch noch eine Klage. Und Gewerbesteueraus…

  33. Interessantes Interview, vor allem weil kaum kritische Fragen bezüglich Bildblog gestellt wurden.

    Zum Thema Leserfotos: Auch die BBC veröffentlicht – und das schon seit Jahren! – Fotos, die von ihren Lesern geschossen wurden. Gibt es hier allerdings Kritik? Nein, ganz im Gegenteil. Beispielsweise wurden bei den Londen-Bombenanschlägen im August 2006 die Leserfotos verwendet, in Deutschland übernahm man diese Bilder, ABER kritisiert wurde nichts. Netter Denkanstoß, oder?

    Im Übrigen ist die Idee von Bildblog in Ordnung, aber es gibt zwei Kritikpunkte.
    1. Dass man von Spenden Werbeplätze bei TV-Sendern bucht, ist wirklich ein hammer.
    2. Bin ich der Meinung, dass viele andere Zeitungen auch Fehler machen. Da ist mir Bildblog einfach zu engstirnig.

  34. @Thomas: Leserfotos gibt es seit hundert Jahren. Niemand hat da etwas gegen. Wie kommst Du darauf?

    zu 2. es gibt auch Watchblogs zu anderen Zeitungen. Was ist gegen Spezialisierung einzuwenden?

  35. Ich sehe auch jetzt keine direkte Problematik darin, Werbung durch Spenden zu finanzieren (sofern das überhaupt geschehen ist, da Bildblog ja laut eigenen Angaben eher bescheidene Spendeneinnahmen verbucht).

  36. Was haben Sie gegen uns Alt68er?
    Warum wurde der alte Kommentar auf # 68 gelöscht?
    Wird dieser neue Kommentar # 68 auch entfernt?
    Warum, nur, warum?

  37. Ein schönes Gespräch. Ich hoffe nur, dass an dieser Journalistenschule auch Lektoren arbeiten, die die Orthografie noch mal zurecht gerückt haben, bevor das Ding in Druck ging…

  38. Lieber Stefan,

    was mich interessieren würde: Wie ordnest Du Bild im Verhältnis zu den anderen Medien ein? Machen die nicht genau dasselbe? Ich sehe da keinen Unterschied mehr.

    Würde mich wirklich über eine Antwort freuen.
    Gruß,
    Sonya

  39. @70 das ist eine Frage, die ich mir auch stelle. Allerdings sind die Böcke, die Bild so schießt eindeutig noch eine Zahn schlimmer.
    An anderen Zeitungen kann man dasselbe kritisieren, aber weder so häufig, noch vom Ausmaß her. Viel schlimmer finde ich, dass andere viel zu oft ungeprüft übernehmen, was Bild so verzapft.

  40. Hallo Knorke, hallo Stefan,

    ich bin mir nicht sicher, ob die Böcke wirklich größer sind. Ich glaube, wenn man sich die Mühe machen würde, die anderen genau so zu überprüfen, würde man genau so fündig werden. Und Ausgangspunkt scheint mir die dpa zu sein – ?

    Gruß,
    Sonya

  41. @72 Die dpa – die „dämonische propaganda agentur“? Naja, oft schreiben die schon auch irgendwelchen Blödsinn ungeprüft auf. Das nehmen dann auch alle gerne. Aber was in der Bild so steht? Das kann nicht alles von der dpa kommen. Nee nee. Da ist noch eine gehörige Portion Eigenleistung dabei. Für irgendwas müssen die vielen Mitarbeiter der Bild ja da sein.

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