Super-Symbolfotos (39)

Vermutlich ist eine erhebliche Betriebsblindheit nötig, um eine Bildergalerie für die angemessene Form zu halten, das Thema „Hinrichtung“ aufzubereiten. Bei n-tv.de kommt natürlich noch Unfähigkeit hinzu:

[entdeckt von Lukas]

22 Replies to “Super-Symbolfotos (39)”

  1. Hey, ich möchte Sie *einmal* sehen, wie Sie die Hinrichtungen kritisieren und nicht nur die Berichterstattung darüber. Oder sind Sie so islamverliebt, dass sie in Ihren Augen als harmlos angesehen werden können?

  2. Shira: Das hier ist ein *Medien*blog. Also wird ueber *Medien* gebloggt. Wer etwas ueber Hinrichtungen lesen will, ist sicherlich bei einem Hinrichtungsblog besser aufgehoben.

    Ob ein Solches aber an einer Ueberschrift der Form „Paul Intolerant. Hinrichtungsjournalist.“ zu erkennen sein wird, weiss ich nicht, in dieser Sorte Blogs treibe ich mich nicht herum.

  3. @ 4/Shira

    Daß Sie dem Autor aus einer (berechtigten) Kritik am Umgang von n-tv mit dem Thema Todesstrafe (heicherisch, die Opfer nach Verurteilung, Vollzug, Ablichtung nach dem Vollzug, durch Veröffentlichung der Ablichtung erneut entwürdigend) einen Strick/Vorwurf drehen, verstehe ich zwar, wenn man selbst gegen die Todestrafe ist, ist man empört, ist aber letztlich in der Sache doch falsch. Denn selbst wenn man nicht gegen die Todestrafe ist, ist eben die thematische Aufbereitung durch n-tv noch immer unter aller Sau. Und das steht hier im Vordergrund: Die Herangehensweise von Journalisten an dieses Thema.

  4. @Anderer Gregor

    Ich weiß nicht, wie man hier Zitate einfügt, also so:

    „Ob ein Solches aber an einer Ueberschrift der Form „Paul Intolerant. Hinrichtungsjournalist.” zu erkennen sein wird, weiss ich nicht, in dieser Sorte Blogs treibe ich mich nicht herum.“

    Ich finde es irritierend, dass Sie sich für einen Hinrichtungsjournalisten den Namen „Paul Intolerant“ ausdenken.

    In diesem Falle bin ich gerne intolerant, denn die Todesstrafe ist nichts, was man tolerieren sollte. Zumindest nicht wie sie in gewissen Ländern gehandhabt wird.

  5. das ist überhaupt kein symbolfoto. vielmehr zeigt es die gesteinigten bei ihrer auffahrt in den himmel.

    @shira: wir sind ja alle todesstrafengegner (hoffentlich). sie können sich beruhigen. übrigens möchte ich todesstrafe auch nicht tolerieren, wenn sie nicht wie in gewissen ländern gehandhabt wird.

  6. Nun, mal abgesehen von dem unpassenden Foto/Bilduntschrift-Gemisch:

    Sollte man derartige Bilder wirklich nicht zeigen? Sicher nicht in der n-tv eigenen (*) Mischung mit was-auch-immer-Bildern für die ganzen Office-Drohnen da draussen, aber dennoch: Die schockierenden Bilder stellen nur eine schockierende Wirklichkeit dar- muss die „geschönt“ bzw ausgespart werden?

    (*) ich glaube mich zu erinnern, dass sie kürzlich eine recht gute Bildergalerie erstaunlicherweise grade zu KZs gegeben haben. Immerhin.

  7. Zitat aus der Bildergalerie:

    „Auf Platz sechs folgt der Irak mit mindestens 33 Hinrichtungen – „mindestens“ bedeutet, dass es möglicherweise mehr waren.“

    Ich glaube, ich gehöre nicht zur Zielgruppe… <_<

  8. Ich denke die Bilder sind an sich sehr grausam aber durch die Beschriftung geht alles an anstand und abschreckung flöten.
    Ich mein „Test nicht bestanden“ … gibts jetzt ne TÜV überprüfung für Ordentliche Hinrichtungen oder was? … Die Texter bei N-TV arbeiten wohl auch bei RTL2….

  9. Als Du anfingst mit Deiner ständigen Rubrik „Super-Symbolfotos“ (wieso eigentlich mit Bindestrich?) war ich erst mal amüsiert. Später war ich entsetzt – nicht nur über die unpassenden, falschen, dummen Fotos, sondern vor allem über die Dummheit und Dreistigkeit der „Bildredakteure“, die diese geschmacklosen, sinnfreien, bezugfreien Fotos einstellen – wie ich auch hier vor lauter Kopfschütteln schon Schwindelanfälle bekommen werde.

    Wobei ich nicht ungerecht sein möchte: In meinem direkten Umfeld arbeiten auch einige Menschen, die genauso ignorant und inkompetent ihren Jobs nachgehen, dafür säckeweise Geld bekommen und ein gesellschaftlich hohes Ansehen genießen. Nein, es hat nichts mit Journalismus oder Medien per se zu tun.

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