A Commentary Lapse of Reason

Ein Gastkommentar von Alberto Green

(Für alle, die in diesem Blog nur die Beiträge und nicht das darunter lesen: Alberto Green ist einer der ausdauerndsten und sympathischsten Kommentierer hier. In den vergangenen gut zweieinhalb Jahren hat er 735 Kommentare abgegeben. Ich fand, es war Zeit, ihn mal nach hier oben zu holen. Dies ist sein Bericht über das Leben in der Kommentarspalte.)

Als Stefan im Dezember sagte: „Mensch Grüni, du bist doch auch so ein lustigen Typen. Schreib doch mal was über dein Leben als lustigen Typen“, sagte ich: „Ach? OK.“ Ich rieb mir die Hände vor Vorfreude, schnappte mein MacBook und legte sofort los.



So der Stand Mitte Januar. Mir fiel nichts ein. Ich wollte unbedingt den Parmesan erfinden und dabei witzig sein. Aber niemand mag witzige Erfinder von Käsesorten, die es schon längst gibt. Also ließ ich den Parmesan weg und beschloss, nichts von den unglaublichen Vorteilen des Internets zu schreiben. Auch die Chancen der gesellschaftlichen Kommunikation und Meinungsbildung ließ ich weg; hat Stefan ja alles schon gemacht.

Also witzig sein. OK.



Einige Tumbleweeds und zirpende Grillen später musste ich mich wohl oder übel von meiner (hustet) Kernkompetenz verabschieden.

Ich wurde auf Stefans Blog aufmerksam, wie man eben auf Blogs aufmerksam wird: Ein Kumpel rief mich an und sagte im Verlauf des Telefonats: „Der Bildblog-Typ hat jetzt einen eigenen Blog.“ Und ich so: „Aha. Heißt das nicht DAS Blog?“

Ich las und fand Stefans Schreibe toll: Man lernte etwas und wurde trotzdem gut unterhalten. Aber im Gegensatz zum Bildblog konnte man hier selbst klug und lustig sein und was drunter schreiben und dem Hausherrn so den Grimme-Preis verschaffen. Also genau mein Ding (zwinkert)! Nach ein paar Artikeln traute ich mich auch mal etwas zu sagen und begab mich auf die Suche nach einem Pseudonym. Tagelang irrte ich umher, um ein passendes oder zumindest lustiges zu finden. Als ich in den Kofferraum meines Autos schaute, sprang es mich förmlich an: „Karl-Heinz Kummerbund, Kofferraummessi 919 eV.“ — Zum Glück fand ich noch in derselben Minute die Spraydose Autolack der Farbe Alberto Grün. Die Geburt eines Blogkommentators! (Hier bitte nicht Richard Strauss‘ „Also sprach Zarathustra“-Gedröhne, sondern den „Sonnenaufgang“ aus seiner Alpensinfonie mitsingen).

„Was ist denn das, ein Blogkommentator? Das klingt wie ein Beruf.“ — Selbstverständlich ist es eine Berufung, die man nur mit viel Hingabe und Fleiß erfüllen kann. Soziale Kontakte sind tabu, eiserne Disziplin dringend erforderlich. Ich habe erwachsene Männer weinen sehen, als sie an der Aufgabe, einen vernünftigen Kommentar zu posten, zerbrochen sind. Wir reden hier nicht über die amerikanischen „First!“, „You look gay!“, „Fake!“-Würstchen. Wir reden von einer Spezialeinheit von echten Typen. Schrot und Korn.



Mitte/Ende Februar: Nach meinem Aufenthalt in der Klinik bin ich so weit, dass ich (wieder) über meinen Alltag sprechen kann: Ich stehe morgens auf, gehe zur Arbeit und dann gucke ich, wer so alles kommentiert hat (Per Hand, das Emailabo treibt mich in den Wahnsinn!). Kommentare lese und schreibe ich nicht überall. Manchmal hinterlasse ich was beim Felix Schwenzel, coffeeandtv oder auf Spreeblick. Aber so richtig wichtig ist mir die Kommentarspalte nur bei Stefan. Ich weiß nicht warum. Ich weiß nicht, warum so viele hier kommentieren. Ist diese nach unten offene Kommentarspalte eine Art frisch gestrichener Uniklowand? Vermutlich ja, denn auf manchen Klos sitze ich sehr gerne, sehr lange und lese … Ach, ich höre, gerade das interessiert gerade nicht. Gut.

Merkwürdigerweise sind mir die Namen wichtig. Ich schaue nicht, was geschrieben wurde, sondern wer etwas geschrieben hat. Einige hier habe ich ins Herz geschlossen. Ich würde gerne alle mit Namen nennen, aber ich habe zu viel Angst jemanden zu vergessen (ok. SvenR, Ommelbommel, Sebastian S., Olly, Thomas L, nona, der großartige polyphem und äh … siehste, jetzt gehen mir schon die Namen aus. Verdammt.) Sehr oft gucke ich auch nach Namen, von denen ich weiß, dass sie etwas geschrieben haben, das mich auf die Palme bringt und das meistens in viel zu langen Beiträgen mit viel zu langen Sätzen tun, die nie ein Ende finden, weil sie viel zu viele Nebensätze, von denen sie nie genug zu bekommen scheinen, enthalten, was ihre Position natürlich schwächt, weil keiner nach „Palme“ weiterliest. Dummerweise führt das dazu, dass man meistens dasselbe nur in anders lange Sätze fasst. Mit der Ausnahme, dass man den Kommentar, den man nicht zu Ende gelesen hat, scharf dafür angreift, dasselbe gesagt zu haben.

Obwohl ich das Gefühl habe (und als mit dem Alter zu kokettieren beginnender Mittdreißiger hat man das Gefühl ständig), dass es nicht mehr wie früher ist, weil kein Dujardin und kein Metigel mehr getrunken, bzw. –gessen wird, glaube ich dennoch, dass diese Kommentarspalte hier etwas Besonderes ist. Natürlich geht mir täglich die Galle hoch und ich schreibe etwas Geiferndes über die Blöd-, Stur-, und Doofheit von Kommentatoren, die irgendwas blödes, stures oder doofes geschrieben haben. 98% meiner Kommentare lösche ich aber vorher, weil sie blöd, stur oder doof sind. Wie oft habe ich schon gebetet, dass Stefan endlich den Quatsch zumacht, weil nur noch Mist reingeschüttet wird! Wie oft habe ich mich über geärgert, als Mob bezeichnet zu werden und mit einem „ihr“ angeredet zu werden, zu dem es kein „wir“ gibt (Herr Gürtler, immer wenn Sie hier einen Kommentar posten, gehören Sie dazu! Ätsch!)!

Und trotzdem: Unabhängig von der Qualität von Stefans Beiträgen, die ich als Claqueur und niggi-Fanboy ja vertraglich hoch schätzen muss, beeinflusst diese nach unten offene Kommentarspalte mein Denken, weitet meinen Horizont, trainiert meine Nerven, baut Aggressionen auf und ab, ja: bereichert mich. Irgendwie. Vermutlich liegt es daran, dass es eben nicht DIE Kommentarspalte gibt (ja gut, rein technisch schon). Es gibt ihn nicht, den Blogkommentator. Es ist kein Beruf oder keine Berufung, wie der Blogger oder der Lastewagenfahrer. Er ist eher so was wie ein Nasebohrer, Broteinkäufer, Inhundescheißetreter: Es gibt nur einen Haufen Individuen, die sich hier auf ein und dieselbe Art verwirklichen wollen und daran eigentlich scheitern. Der einzige Gewinn ist ein: „@ Alberto Green, Full ACK!“ Oder ein „LOL“. Wirklich etwas zu einem Thema beitragen oder die eigene Meinung durchsetzen kann man nur selten. Aber dieses individuelle Scheitern bewirkt etwas, weil der Wert der Kommentarspalte nämlich erst in der Gesamtheit deutlich wird: 340 Deppen sagen etwas jeweils Bescheuertes und keifen sich an, aber am Ende ist man trotzdem klüger. Irgendwie. Und dafür danke ich euch allen!

 

Aufgabe:

1) Lies dir diesen Artikel aufmerksam durch und notiere kurz die Kernthesen.
2) Ordne diese Kernthesen in den dir bekannten Kontext „Die Gesellschaft im Internet“ ein. Mache Vorschläge, warum hier so viele so ausdauernd kommentieren.
3) Wie bewertet der Autor die Partizipationsmöglichkeiten, die durch das Internet und speziell durch das Blog von Stefan Niggemeier geschaffen wurden? Wie ist deine eigene Meinung? Formuliere dabei knapp und präzise, damit deine Mitkommentatoren ebenso knapp und präzise darauf antworten können.
4) Vergiss den Scheiß und reg dich über „MacBook“ und die Politik eines Konzerns auf, der nur doofe Modeprodukte hervorbringt.

121 Replies to “A Commentary Lapse of Reason”

  1. Ich mag mein Mac Book…

    Und um ehrlich zu sein bin ich kein Blog-Kommentator… ich lese und amüsiere mich und manchmal lese ich die Kommentare und amüsiere mich auch. Aber irgendwie schon blöd immer die anderen die Arbeit machen zu lassen. Vielleicht liegt es mir deshalb nicht, weil mir das Repertoire an entsprechend (mehr oder weniger) kreativen Beleidigungen und netzspezifischen Akronymen fehlt.

    Aber mir gefiel dein Beitrag^^

  2. Jetzt lässt der Niggemeier schon Kommentatoren schreiben, weil er keine Zeit mehr für sein Blog hat …

    Aber ansonsten sehr unterhaltsam. Das mit der Kernkompetenz möchte ich unterschreiben und die Entstehung des Namens Alberto Green ist auch supi.

  3. Klugscheiß-Modus ein: Es heißt „Mettigel“, aber als beginnender Mittdreißiger diese 70er-Tradition nicht zu kennen, sei verziehen. Klugscheißmodus aus. Schöner Gastbeitrag!

  4. Ich steh ja auch auf deine treffenden, überwiegend fein- und hintersinnigen Kommentare. Danke Alberto.

    Mein Name wurde übrigens in ähnlicher Situation gefunden – nur war der Kofferraum randvoll ;-)

  5. @Taskaf #6: Und es heißt doch Metigel, wie man leicht in folgenden Artikeln und der sich jeweils darunter befindlichen nach unten offenen Kommentarspalte feststellen kann:

    Metigel und Grillgut für Europa
    Dies ist kein Loriot-Sketch
    Grand-Prix: Dschinghis Khan lebt!
    Das Gerippe des Journalismus
    Schöne Blogs (2): „bullshit science”
    Grand-Prix-Wette 2008: Zwischenstand
    Nachts sind alle Filme mau
    Grand-Prix
    Falschparker auf Eva Hermans Autobahn
    Grand-Prix-Wettkönige 2008
    Springer 1968, im „Spiegel” der Zeit
    „Leider nicht wirklich eine Satire”
    – u.v.m.

    @Alberto: Platz drei in der ewigen Bestenliste von Artikelüberschriften hast Du Dir hiermit gesichert.

  6. Eigentlich will ich wegne den „nach unten offenen Kommentarspalten“ immer nur mit den Augen rollen, aber am Ende muss ich doch über die Wendung lachen. „Nach unten offene Kommentarspalten“… Wie kommt man nur auf so was???

  7. *metakommentarspalte aufmach*

    Scherz beiseite, netter Text. Als Mensch mit 70er Baujahr gefiel mir besonders der subtile Pink Floyd-Bezug. ^^

  8. Nett geschrieben, leider habe ich _noch_ keinen Rechtschreibfehler finden können, aber warte nur sollte es doch einen geben!

    Ne mal im Ernst, kommentatoren machen doch das salz in der Suppe einer Seite aus, sind diese gut und bilden sich insiderwitze so kommt man auch häufiger wieder.
    Verschiedene Kommentatorstile lassen sich auch gut an Funsiten „brainblog.to vs. zensiert.to“, „politically incorrect vs. Zeit Online“ oder „heise vs.der Rest“ sehen.
    Aufgabe:
    1. Finde die Seite die aus dem Rahmen fällt.

    zu den Aufgaben:
    1. —
    2. Guter Stil des Autors, gepaart mit informationen, niedrige Einstiegshürde um mitzumachen.
    3. Aus vielen Meinungen bildet sich eine sehr gute Kernthese raus/aus der summe der einzelteile erwächst etwas sinnvolles.

  9. @ c3p: Naja, es zum Beispiel nicht „Lastewagenfahrer“ ;-)
    @ alle: Herzlichen Dank für die freundlichen Worte; ich hatte erwartet seit Kommentar 2 wimmernd in der Ecke zu sitzen.

  10. @Alberto Green

    Lesenswert, amüsant, einzigartig und für Ihre Verhältnisse ganz außerordentlich lang.

    Vielen Dank dafür.

    Ich hatte übrigens ganz lange Gewöhnungsprobleme mit Ihren Kommentaren, zuweilen hätte die eine oder andere Zeile mehr meinem Verständnis nicht geschadet (Das liegt an mir, Sie wissen…).

    Vielleicht finde ich nach einer so umfassenden Möglichkeit, Ihren Stil zu erleben, künftig besseren Zugang.

  11. @ 21: Vielen Dank für die lieben Worte, Herr Viehrig, aber ich fürchte, es liegt an meinem saumäßigen Stil.

  12. Metigel sin voll geil. Hab isch kennglernt @Eusch. Voll fett krasssss.

    Dieser Blogbeitrag war der zweitbekloppteste Versuch aller Zeiten, auf pink Floyd anzuspielen. Der bekloppteste wird immer dieses US-amerikanische Remake von Ein Elefant irrt sich gewaltig bleiben. Da tarnt sich ein Spiesser beim fremdgehenden Einchecken in einem Hotel unter diesem Pseudonym.

  13. Lieber gut zitiert als schlecht gedichtet:

    („Die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen.“)

    „Wer machte denn der Mitwelt Spaß?
    Den will sie doch und soll ihn haben.
    Die Gegenwart von einem braven Knaben
    Ist, dächt ich, immer auch schon was.
    Wer sich behaglich mitzuteilen weiß,
    Den wird des Volkes Laune nicht erbittern;
    Er wünscht sich einen großen Kreis,
    Um ihn gewisser zu erschüttern.
    Drum seid nur brav und zeigt euch musterhaft,
    Laßt Phantasie, mit allen ihren Chören,
    Vernunft, Verstand, Empfindung, Leidenschaft,
    Doch, merkt euch wohl! nicht ohne Narrheit hören…“
    (J.W.v-G. – Faust I „Lustige Person“.)

    Alberto Green in seiner Traumrolle? Obwohl er ja Erzengel sein möchte.

    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/springer-bleibt-seinen-grundsaetzen-treu/#comment-121409

    @Alberto: Respekt.
    „Aber am Ende ist man trotzdem klüger.“ Klug und weise, wer manche seiner Kommentare vor dem Absenden löscht.

  14. Schade, dass ich als noch aktiver Schüler und Deutsch-LK-Mensch nicht über die Zusatzaufgaben lachen kann. Die sind ja „in echt“ wirklich immer so gestellt. Es ist so traurig. Buhuuu. Heute war Schiller dran. „Über das Erhabene“. [/unwichtig]

  15. 1. Ein bisschen Spass muss sein.
    2. Dito
    3. Ein Hoch auf den Herrn Niggemeier. Dank dem nach unten offenen Kommentarsystem hat er Platz geschaffen für jede Menge Individualität.
    4.
    ## (Platzhalter für beliebigen Artikel) iPad wird wegen seinen Mängeln kein Verkaufserfolg werden.

  16. Mein persönlicher Lieblingskommentator heisst „Kurt“. Kennt evtl. der ein oder andere hier in der Kommentarspalte.

  17. Ich vermisse die übliche Cross-Promotion auf bildblog.de (gerne auch über den subtilen Umweg dieser Rubrik mit dem blauen Balken)! Und für die Meta-Ebene fehlt noch ein Albertoesker Kommentar des Hausherrn.

  18. Exegese + Synthese

    Ritterschlag

    Es frug dereinst der König Blog,
    Niggemeier war sein Name,
    „Herr zu Grün, habt Ihr nicht Bock
    auf etwas Selbstreklame?“

    Bejaend schlug Alberto ein.
    Ein Text über Kommentatoren,
    wie schwer kann es denn sein?
    Die Idee war schon geboren!

    Er packte seinen Griffel
    und er packte den Schiefer
    Der Text würde ein Trüffel,
    die Stirn wolb sich tiefer.

    Leider wollten nicht die Worte,
    gar noch die Sätze fließen
    So prüfte er im Patientenhorte
    jäh das Kapitel zu schließen.

    Frisch gestärkt im Geiste,
    es fiel ab die Last,
    schrub er das meiste
    in der üblichen Hast.

    Es ward am Ende eine Ode,
    an Nasebohrer,an Kommentatoren,
    Broteinkäufer und Produktemode,
    unverblühmt und unverfrohren.

    daher verbeuget sich,
    ritterlich
    Thomas L

  19. @ 33 PG
    Mett-Igel gibt es eigentlich gar nicht. Das Original in den 1960igern war der Käse-Igel. Käsestücke mit einer Weintraube (alternativ Mandarine aus der Dose) aufgespiesst und auf einer runden Frucht drapiert. Dazu gab es Pumpernickel Schichtschnittchen mit Mettwurst oder Schinken. Soweit zur Historie.

  20. kommentare von alberto green sind sonst immer so kurz, manchmal schwierig zu erkennen, wo’s hingeht. dafür kommt jetzt der volle fanboy durch ;)

  21. Selbstverständlich ist es eine Berufung, die man nur mit viel Hingabe und Fleiß erfüllen kann. Soziale Kontakte sind tabu, eiserne Disziplin dringend erforderlich. Ich habe erwachsene Männer weinen sehen, als sie an der Aufgabe, einen vernünftigen Kommentar zu posten, zerbrochen sind.
    Wie wahr, wie wahr.

    Plädiere daher für die Einrichtung eines Kommentators des Monats – zu wählen natürlich streng demokratisch durch die Kommentatoren.

  22. widerlich, wie sich die niggemayer-fans jetzt auch noch an den kommentatorenheerführer heranwanzen (und damit ja letztlich an sich selbst)! pfui und meta-pfui!

    ich bin dabei auch persönlich schwer enttäuscht — per telefon (sic!) auf diese seite gestoßen. worden! und ich dachte, der feine herr alberto g. wäre wenigstens ein echter ureinwohner der allerersten stunde. aber so kommt’s raus: alles fake. pah!

    streng inhaltlich muss ich jedoch in einem punkt zustimmen: früher™ war mehr los. ich sage nur stichwort: scientology und möchte auch noch einmal an den eintrag mit dem unglaublichsten verhältnis von textlänge zu kommentaranzahl in der gesamten (zumindest deutschsprachigen) blogosphäre erinnern. ja, das waren noch zeiten, damals™, da ging es noch um etwas und auch unten drunter hoch her… aber heute: schon bezeichnend, dass die kommentatoren hier jetzt schon die artikel schreiben müssen. ;-)

    (interessant finde ich die ganz am rande aufgeworfene frage, auf wievielen blogs der durchschnittkommentator eigentlich seinen senf hinterlässt — wenn selbst ein hardcore-kommentator beim zählen kaum eine hand voll kriegt. bei mir ist es aber auch ganz ähnlich, aufgrund des fehlenden hardcore-faktors eher noch alles eine nummer kleiner. ich mein, im grunde genommen ist das ja schon relativ wenig — nur von wegen mitmach-web und so…)

  23. bin daboi: ssdsk! für alle analfabeten: stefan sucht den super kommentar(toren)

    hiers meiner:

    „Du bist wie eine Wolke. Wenn du dich verziehst, könnte es noch ein sonniger Tag werden.“

    oia diedär

  24. MacBook — Aufregen?!?! — NIEMALS !!!!!!
    Das iPad, okay darüber können wir reden.

    Ansonsten netten Artikel.

  25. Herrlich, danke an den Hausherrn fürs Möglichmachen und Herrn Grün für die geniale Umsetzung. Mehrfach gelacht, mehrfach zustimmend genickt, weitermachen, bitte…

  26. Es ist ja so, dass ich denke, viele der hier meist nicht anklickbaren Kommentatoren sollten ein eigenes Blog haben. Viel eher noch als ich selber zum Beispiel. Dieses Paradox, warum manche so ausdauernd und viel kommentieren, statt einfach ihr eigenes Blog aufzumachen, wo das alles noch viel mehr wirken würde, hätte ich auch gerne mal erklärt.

  27. was mir das blog von herrn niggemeier so anziehend macht, ist gerade die mischung von artikel und kommentaren. was und wie diskutiert wird, finde ich wirklich klasse. mit mob und ohne, über plüsch und plage und meiner meinung nach wirklich fragend und ergebnisoffen.

    vielen dank an dieser stelle auch von mir. an stefan, an alberto und den rest der mannschaft.

    .~.

    p.s.: frauschaft, ja, ich weiß.

  28. Sehr schöner Gastbeitrag, habe mehrfach geschmunzelt. Apropos Gastbeitrag, wenn jemand so häufig kommentiert, ist dies dann noch ein Gastbeitrag, oder ein Kommentar mit der Nummerierung 0? Apropos „so häufig kommentiert“, ich habe das mal eben überschlagen: Du hast in den letzten gut zweieinhalb Jahren über 36000 Kommentare vor dem Abgeben gelöscht? Respekt! Apropos Respekt: Sehr schöner Gastbeitrag, habe mehrfach ge…

    nach unten offen ;)

  29. Hier ist schon wieder Stimmung wie ESC 2007, das freut mich. Ist das Blog nach unten auch offen, nach oben ist nicht mehr viel Luft, ist ja schon spitze etc. und ich denke auch gerne an z. B. die Scientology-Diskussion zurück, die an Absurdität meines Wissens nach nur von diesem Strang auf dem Fernsehlexikon getoppt wird (seit Jahren schiebe ich den Aufbau eines Commentwatchblogs vor mir her), aber ich bin gleichzeitig dankbar, dass hier kein Kommentar-RSS angeboten wird, man käme ja zu nichts anderem mehr.
    Würde die Soziologie endlich(!) damit beginnen, Milieublasenmodelle verschiedener Kommentarsektionen zu erstellen, das hier wäre jedenfalls ein High Performance Post-Argumentationsmilieu (darüber ist man hier längst hinweg).

    (Und jetzt zwingt er mich noch, auf das „S.“ zurückzufallen, aber das ist okay. Die Dichte an Sebastians hier ist zuweilen verblüffend – aber danke, all diese Namen kämen mir auch zuerst in den Sinn.)

  30. Ob man „Last(e)wagenfahrer“ Beruf nennen kann, bin ich mir nicht sicher. Eine Berufung können wohl nur jene vermuten, die damals in „Auf Achse“ Franz Meersdonk mit ’nem 30-tonner durch den Wüstensand brettern gesehen haben.
    In der Realität ist der „Last(e)wagenfahrer“ nur der Sklave von Chef bzw. Disponent, Empfänger und der Uhr (die Aufzählung lässt sich leicht fortsetzen) in anderen Worten – ein absoluter Scheiss-Job. Ich kenne niemand – und kann mir auch niemand vorstellen – der das als seine Berufung betrachten würde …

  31. Hallo Alberto!
    Sehr schöner Gastkommentar!
    Mir ist klar geworden, dass ich einen der blödesten Namen habe.
    Herzliche Grüße von einer

  32. Das ist wieder so typisch, dass der geifernde Mob sich hier gruppenwichsend hinter seinen Messias Grünemeier stellt und kritisch™ denkende Menschen gnadenlos abstraft!
    Ich erzähle euch mal was: Hier herrscht Zensur! Wacht endlich auf, ihr Schafe!
    Also ich kommentiere hier nie wieder, und wenn doch, dann frühestens gleich.

  33. endlich traut sich mal einer! ich stelle mich hiermit vollsolidarisch gruppenwichsend hinter meinen messias ommelbommel!

  34. Was für ein ausgesprochen schwachsinniger Beitrag! Und in den Kommentaren machen sich auch wieder die ewig gleichen Niggi-Fanboys breit – nur dass sie jetzt ausnahmsweise nicht ihren Grimme-Preistäger-Journalismus-Gott, sondern sich selbst gegenseitig anbeten. Wie erbärmlich… und so leicht vorhersehbar. *abkotz*

    Nicht, dass das oben geschriebene auch nur im entferntesten meine Meinung widerspiegeln würde, aber da in dieser Kommentarspalte neben den, im übrigen auch meines Erachtens durchaus berechtigten, Lobhudeleien bislang noch ein richtig hirnloser Drauflos-Prügel-Kommentar, ohne den sie natürlich keinerlei Anspruch auf Vollwertigkeit erheben kann, fehlt und es bislang auch nicht wirklich den Anschein hat, als würde ein ebensolcher in absehbarer Zeit hier auftauchen, dachte ich, ich springe da jetzt mal in die Bresche, aber natürlich nicht, ohne danach zwecks Vermeidung eventueller Missverständnisse meine Motivation zu eben diesem Kommentar stilecht in einem extra langen Schachtelsatz zu erklären. ;)

  35. Na super – und während ich hier geruhsam und betulich an meinem Schachtelsatz bastel, kommt mir Ommelbommel zuvor. Jetzt macht der Mist, den ich geschrieben habe, natürlich noch weniger Sinn… *schmoll* :D

  36. Ich habe gerade bemerkt, dass der Gastbeitrag ja mit Gastkommentar überschrieben ist, damit ergibt der Großteil meines vorherigen Kommentares überhaupt keinen Sinn. Neuer Versuch:

    In der Kommentarspalte erschien
    eines Tages ein Mann namens Green
    also hinten hieß er so
    und vorne Alberto
    heute durft´ er nach oben umzieh´n

    bitte etwas mit den Betonungen rumspielen, dann klappt´s auch mit dem Versmaß…

  37. Erstaunlich, dass sich gerade unter diesem Blogeintrag soviele Kommentare mit Rechtschreibfehlern befinden. Und ja, ich hab diesen Beitrag mehrfach geprüft.

  38. Sehr schön geschrieben Alberto Green. Ich hatte total vergessen, dass man sich hier auch einen Künstlernamen geben kann – dachte eigentlich, Sie kämen aus Irland, oder so.

    @ Sebastian S.

    Ich habe mir gerade die Kommentarspalte beim Fernsehlexikon durchgelesen: Das ist Kunst, Moderne Lyrik.

  39. Gut zu lesen, danke!

    Womit du die Sache auf den Punkt bringst (Aufgabe 4 oder alle Aufgaben zusammen):
    Es wird nur gelabert. Gemacht wird nix. Es wird gelabert über Macs, Google, Medien, Zeug und Glump und alles schön und gut, aber solange gelabert wird wird nix gemacht und damit bringts auch gar nix mehr.
    Kommentare und Blogs verfallen so der großen Sinnlosigkeit, da damit nichts besser wird. Kein Kommentar ist konstruktiv ausser der großen Traumsphäre der seit Jahrzehnten flammenden Internetdiskussion neue Informationen zuzufügen, die keine sind sondern nur Schall und Rauch.
    Vielen Dank für Nichtigkeit des ganzen und ab in den Müll mit allen anderen und auch diesem Kommentar.

    So machen wir es nicht besser. Kommentiert das und gründet eine Priatenpartei und lasst sie wieder sterben. Der Grabstein ist alles was bleiben wird:

    Niggemeiers Blog, alle Blogs und Internet und Kommentare, that was everything and nothing in internet, RIP.

  40. Also, wenn man den Kommentar vor dem Absenden gelöscht hat, dann sollte man ihn eigentlich gleich ein zweites Mal schreiben. Denn mit dem Zweiten klappt man besser. Oder so. Denn mal Ernst beiseite: In der Summe (Artikel + Kommentare) ist das Ganze durchaus wertvoll, trotz eines einzelnen Kommentars.

    Man könnte auch sagen: „No risk no fun“. Also lieber mal einen Blödsinnskommentar riskieren als gar keinen Spaß. Man gönnt sich ja sonst Nichts.

  41. Heißt das jetzt, Ommelbommel kommentiert nie wieder hier? – NEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNN!

    @69: Was Blogs angeht, wäre ich da nicht so pessimistisch.

    @70: Ich habs von jemanden, der es von Grebe hat. Ich habe nur so getan, als hätte ich den Parmesanerfinder erfunden!

  42. „Wir reden hier nicht über die amerikanischen …“
    Mensch, muss einen denn selbst hier Antiamerikanismus entgegen springen? Die „First“ bzw. „too long didn’t read“-Schreier gibts überall auf der Welt, danke!
    Davon ab ein netter Gastkommentar ;-)

  43. Lieber Herr oder Frau Taskaf, seien Sie mir nicht böse, aber ich lasse mir von Ihnen doch nicht unseren running gag versauen.

    Ich hab‘ dann mal schnell die Wikipedia korrigiert:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mett

    Und hätten Sie einfach mal die Quellen, die ich Ihnen oben schon benannt habe, ordentlich gelesen, dann wüssten Sie längst…

    „…ein Metigel ist eigentlich genau das gleiche wie ein Mettigel, nur mit Met drin, dann spart man sich das Düschadähn-Saufen…“

    Wir waren noch jung (also jedenfalls Alberto, ich nur fast) und brauchten das Geld. Dringend!

  44. @Taskaf: Danke dass Sie sich nicht die Mühe machen die Kommentare aufmerksam zu lesen, so kann ich die Gunst ergreifen und Sie zur Sau machen – danke, danke, danke!

    Der Metigel(sic!) ist eine besondere Abart des Mettigels. Die Frage ob man den noch essen kann beinhaltet auch die Frage ob man den nicht schon eher trinken müsste. Ein Metigel entsteht ähnlich wie ein Maultier (nur ganz anders) und ist selbst nicht fortpflanzungsfähig. Die Zubereitungszeit beträgt einige Monate, wobei man die meiste Zeit eher totschlägt und zwar die ganzen Fliegen. Letztlich handelt es sich beim Metigel um eine Delikatesse, die sich irgenwo zwischen Surströmming und dem madenzerfressenen Fleisch irgendwo in Südamerika(?) einreiht. Der nächste, der sagte es hieße Mett-Igel, muss einen essen.

  45. Alberto und Ommelbommel sind auch für mich Hauptrgrund, die Kommentare zu lesen.

    Bei dem guten Alberto schätzt ich übrigens die pointierte Kürze seiner Kommentare. Ich wünschte ich könnte das auch so gut.

    Darum: Auf viele weitere Metigel!

  46. @ Thomas Television (50):
    „[…]Dieses Paradox, warum manche so ausdauernd und viel kommentieren, statt einfach ihr eigenes Blog aufzumachen, wo das alles noch viel mehr wirken würde, hätte ich auch gerne mal erklärt.“

    So ist es zwangloser, man startet mit einer größeren Leserschaft und wenn man wirklich gut ist kann man immer noch später ein eigenes aufmachen.
    Außerdem ist (auf einen Beitrag zu)reagieren einfacher als agieren.

  47. @ 60 ca-fi:

    „endlich traut sich mal einer! ich stelle mich hiermit vollsolidarisch gruppenwichsend hinter meinen messias ommelbommel!

    Argh, was für ein Bild!

  48. ..äh, ein Osterigel? Hasenersatz?

    Btw: der Refrain des berühmten Igelliedes von Nanny Ogg lautet
    „Der Igel muss immer, der Igel muss immer, der Igel muss immer.. vorsichtig sein!!“

  49. Jeder Blog (-Beitrag) ist ein Kommentar. Jetzt wird ein Blog-Kommentar-Artikel gebloggt? Und das soll man kommentieren?
    Kopfschütteln.
    Kein Kommentar.

  50. Spontane Gegenrede/-frage @Keffster:
    Gibt es nicht auch Blogbeiträge die nicht kommentieren, sondern einen eigenständigen Artikel darstellen? Oder haben Sie nur Angst vor der Metaebene und brauchten eine Ausrede?

  51. @ca-fi (#44): Die Frage ist tatsächlich interessant. Wahrscheinlich gibt es verschiedene Kommentatorentypen, vom Ein-Blog-Kommentator, der seine Zeit mit dem Kommentieren in einem Blog verbringt (dürfte in Reinform eher selten sein), über Leute, die ein oder ein paar Schwerpunktblogs haben und vor allem (oder ausschließlich) dort kommentieren (wie Alberto Green), und die Flächenkommentierer, die immer und überall ihren Senf dazugeben. Es dürfte schwierig sein, das zu erforschen, weil sicher der eine oder andere unter mehr als einem Nick kommentiert. Zum Beispiel weiß ich, dass mancher amerikanische Kommentator auf republikanischen Blogs einen anderen Nick benutzt als auf liberalen, feministischen oder schwulen Blogs (so ähnlich wie man, wenn man in die USA reisen will, den Reisepass mit den libyschen, iranischen oder venezolanischen Visa eher verloren meldet und sich einen neuen besorgt, und umgekehrt – die halten sich jeweils gegenseitig für den Teufel in Person und blasen gleich zur Hexenjagd, wenn sie spitzkriegen, dass man bei „den Bösen“ auch kommentiert).

    @Thomas Television (#50): Naja, mir fällt es in der Regel leichter, zu einer Vorlage klugzuscheißen oder die Macken in Kommentaren anderer zu kommentieren, als selbst ein Thema zu finden und in einer für mich befriedigenden Weise abzuhandeln. Einen Kommentar schreibt man eher mal eben so nebenbei, aus Anlass eines Blogartikels oder eines Kommentars. Einen Artikel nicht, da muss man sich selbst einen Anlass suchen und ein bisschen mehr Zeit investieren. Und die fehlt mir oft. Oder ich will sie nicht damit verbringen, Artikel zu schreiben, auf die die Welt wahrscheinlich nicht unbedingt gewartet hat. Wenn ein Artikel danebengeht, ist das bestimmt auch peinlicher, als wenn man mal einen nicht so tollen Kommentar bringt. Zumal der Kommentar in den meisten Fällen praktisch anonym ist – wer weiß schon, wer sich hinter einem Nick verbirgt? Bei einem Blog hätte man immerhin eine Internetadresse, die Aushängeschildfunktion hat und Zielscheibe werden kann, selbst wenn man als Blogger immer noch anonym ist.

  52. @gnaddrig (#89): Das ist ja ein hochaktueller Kommentar an Thomas Television. Der Verdacht liegt nahe, als würde die FDP dies eine „anstrengungslose Kommentatorenwohlstand“ nennen, eine Art „spätrömische 2.0 dekadenz“ oder so. Gefällt mir (im Unterschied zu WesterTsunami, jedenfalls) ;-)

  53. @ Ottomallee (#90): Ja, und als logische Gegenmaßnahmen böten sich entweder eine neue Steuer oder die Ausweispflicht im Internet an. Beides würde man von der FDP wohl eher nicht erwarten. Heißt das, das Programm der FDP ist in sich völlig unstimmig? Oder nimmt man es mit der Ideologie, ähm, politischen Linie nicht so genau, wenn man ein bisschen poltern kann?

    Ansonsten illustriert der Satz Der Verdacht liegt nahe… sehr schön, was ich nur angedeutet habe: Wie aktuell/relevant/interessant ist das, was man so von sich gibt? Sind jetzt alle gelangweilt/genervt oder gibt das wem was? Lohnt es sich, für sowas ein Blog zu betreiben oder ist es besser, ich beschränke meine Ergüsse auf gelegentliche Kommentare? Fragen über Fragen. Wo ist der Internetphilosoph, der uns hier aufklären könnte? Weiß Herr Lobo hier vielleicht was zu sagen?

  54. Apropos eigenes Blog, wenn ich eins hätte, dann würde ich jetzt ungefähr das reinklugscheißen:

    Gecko mit Dornen:
    Auf ARD läuft „Keine Angst“ – ein Sozialdrama mit allen möglichen Stereotypen und als einstmaliger Echsperte muss ich mal völlig offtopic ein paar Korinten kacken:
    Im Film besucht die Hauptdarstellerin Becky zum ersten Mal Ihren heimlichen Schwarm, der hat zufällig ein Terrarium mit Gecko. So sagt er jedenfalls, außerdem erklärt er zunächst wie Geckos sich an der Wand halten können und dann ergänzt er noch dass er Biologie studieren will. Jetzt das Problem: Er holt den „Gecko“ aus dem Terrarium und setzt ihn auf Beckys Arm und das Tierchen ist eine kleine Version hiervon. Komischer Gecko. Und der Junge hätte als Biostudienanwärter wissen sollen, das gezeigte Tier ist zwar ein Schuppenkriechtier, aber gehört weder der gleichen Familie, sogar nicht einmal der gleichen Unterordnung* an, wie Geckos. So ist das eben mit Bartagamen.
    Ich finde ja dass es die kleinen Dinge sind, die einen Film schlecht machen. Oder liegts daran dass diese Sorte Film nicht ganz mein Geschmack ist?

    (* Eigentlich kommts drauf an, sind ja doch beides Echsen)

  55. hehe.

    @39 (@33, laß dir bloß nix erzählen) die pumpernickel-schichtschnittchen waren in unseren feineren kreisen natürlich mit feiner kalbsleberwurst, nicht mit metwurst bestrichen.

    @62 damit: ;) hast du alles kaputt gemacht.

    @89 ich bin die mischform (weil ich nebenbei auch noch mutterseelenallein mein kleines blögchen schreiben will): breit gestreut auf lieblingsblogs den senf dazugebend.

  56. @95, vera
    Das ist doch völlig egal – da er zu spät kam, war der Kommentar eh eine klassische Totgeburt. Mit der nachgeschobenen #63 war da auch nicht mehr viel zu retten. Belassen wir es also bitte dabei, dass Kommtentar #62 in diesem Strang die nur bedingt wichtige Funktion des klassischen „ist nicht halb so witzig, wie der Verfasser dachte – und höchstens viertel so witzig, wie er hätte werden können, wenn er nicht zu spät gekommen wäre“-Kommentars übernimmt. Also bitte einfach in Frieden ruhen lassen und weitergehen… danke.

  57. @Thomas L (#88)
    Das war ein Scherz (ich fand ihn sogar ziemlich gelungen).
    Nicht aus Angst vor, sondern am Spaß an der Metaebene.
    Ein Blogg ist ein Blogg ist ein Blogg ist ein Kommentar… (?)
    Klar, was ich meinte? War sohl strenger formuliert, als es sich in Meinem Kopf beim Lesen anhörte.

  58. Ach, und ergänzend: „Eigenständiger Artikel“.
    Bloggs befassen sich in der Regel mit Realitäten. Selbst, wenn sie fiktionale Dinge besprechen – sie kommentieren immer. Das ist ja die Seele der Blogwelt. Okay, ich kenne nicht alle Blogs. Aber eine Sammlung von selbstverfassten Kurzgeschichten oder nüchternen Definitionen zum Paarungsverhalten von Delfinen empfinde ich nicht als „Blog“. Das ist außerordentlich subjektiv betrachtet und sicherlich fehlt mir die vielfältige Übersicht im endlosen Netz.
    Ein Blog, in dem steht, dass es heute leicht bewölkt ist, ist für mich eher ein Tweed. Nicht des Umfangs wegen. Nein, ich leg mich jetzt fest: Blogs sind Kommentare.

  59. @101: omg b00n gtfo

    p.s.: so beiträge sind nur echt ohne eigenen satz!
    p.p.s.: verdammt jetzt hab ich mich selbst auch disqualifiziert.

    p.p.p.s.: unter verschienden Nicks kommentieren ist feige, ich kommentiere grundsätzlich immer mit demselben und bin auch in allen boards ect mit demselben vertreten (so er noch frei ist), ich gebe allerdings zu das ich meinen nick mit ~17 einmal gewechselt habe weil mir das was ich davor geschrieben habe dann doch zu peinlich geworden ist.

  60. Nun sollte ich meine Weltbild doch noch einmal überdenken und auch meiner Sucht nachgeben und Blogkommentator werden.

    Danke für den unterhaltenden Wortbeitrag.

  61. Ein gutes Beispiel dafür, dass gute und witzige Kommentar-Schreiber nicht zwingend auch gute und witzige Artikelschreiber sind. Es hat schon seinen Grund, warum Stefan „oben“ und Alberto „unten“ schreibt. Bitte Stefan: Lass es in Zukunft bei dieser Abstufung.

  62. @mehrhits
    Ach quatsch, der Gastkommentar war absolut in Ordnung. Vor allem hab ich mich sowas von wiedergefunden in Master Greens Worten (und ich mein damit nicht die Erwähnung meines Namens). Warum kann ein ganzer Artikel von Adam Green nur gut sein wenn er auch total lustig ist? Sie machen sich nichtmal die Mühe einen halbwegs vernünftigen Nickname zu benutzen und ranzen hier rum, nicht die feine Art! :o)

  63. Naja, immerhin ist #104 der erste „echte“ Nörgelkommentar hier, wenn ich mich nicht irre… das ist doch auch was wert. ;)

  64. Uncool viele #s (wie schreibt man das, wenn Zeichen im Plural stehen? Steht ein Plural-s bei Zeichen? Ich weiß das wirklich nicht. Oder sind das quasi Pluralwörter, die im Singular und Plural gleich sind? So wie Informationen oder Fick. – Moment. Fick? Egal.) und Zahlen hier! Ihr seid doch alle bescheuert! Wir kann man überhaupt Alberto Green heißen, das ist doch alles Beschiss hier.

    @5, 61, 105: ich stimme zu!

  65. @Johannes
    Ich habe keine Ahnung, ob es da überhaupt eine offizielle Regel für gibt. Mein Sprachgefühl rät mir allerdings, einfach das Suffix desjenigen Wortes zu verwenden, welches mit dem Symbol abgekürzt wurde.
    Also $s, €s, §en, #n, etc…

    #s wäre demnach auch zulässig, sofern man von der englischen Schreibweise ausgeht. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass man mit dieser Form der Pluralbildung unter Umständen den Zorn der Wächter-der-deutschen-Sprache™ auf sich zieht, da sie darin durchaus auch einen unnötigen Anglizismus sehen könnten.

  66. Das Ding heißt aber auf Deutsch nicht hash, sondern Raute, jedenfalls in der akustischen Benutzerführung verbreiteter Voice-Mail-Systeme. Sowohl #s als auch #es wären deshalb unnötige Anglizismen. Auf Deutsch muss es #n heißen.

  67. Das heißt aber Doppelkreuz, du Lattenzaun. (Letzteres ist auch ein Alternativname, aber eher umgangssprachlich.) Ergo gilt ebenso #e als Plural. Hash hat übrigens trotzdem längst Einzug in die deutsche Sprache gehalten. Da könnte man direkt übertriebene Vermeidung von Anglizismen monieren. Der Hashwert ist hier besonders hervozuheben – hat übrigens nichts mit Marihuanna zu tun. Wozu geb ich mir eigentlich so eine Mühe, die Fans von Niggemeier sind doch sowieso alle stoned slackers&#153

  68. Hashwert bezieht sich aber nicht auf das Rautezeichen. Außerdem kann aus der Tatsache, dass Hashwert Einzug in das Deutsche gehalten hat, nicht ohne weiteres geschlossen werden, dass Hash dies auch getan hat.

    Lattenzaun? Wie bildet man davon eigentlich den Plural, wenn man auf die Verwendung des Rautenzeichens Wert legt? #e entspräche ja Lattenzaune. Fühlt sich vielleicht ein kompetenter Wächter-der-deutschen-Sprache™ berufen, hier mal ein klärendes Wort zu äußern?

  69. Hash wird als Kurzform von Hashwert benutzt.
    Vorschlag für den Lattenzaunplural: #ë
    Jetzt ist alles im Baukasten zum Plural dabei :o)

  70. Dann ist Hash sicher als Mathematiker-, Statistiker- oder Entwicklerslang zu werten, und da kann es noch ein Weilchen dauern, bis es im Duden steht. Aber wo kämen wir auch hin, wenn jeder einfach so mir nichts dir nichts neue Wörter benutzte oder von sonstwo importierte!

    Für den Plural hätte ich nach einer Möglichkeit gesucht, Umlautpunkte über das Rautenzeichen zu praktizieren, habe das auf die Schnelle aber nicht hingekriegt. Das Problem könnte durch die Schreibung ## elegant umgangen werden.

    Und von einer Null wie O’Reily beschimpft zu werden ist sicher nichts Schlechtes, da ist man in guter Gesellschaft.

  71. Ihr vergesst bei euren Überlegungen, dass die Bedeutung eines Symboles immer kontextabhängig ist, und somit selbstverständlich auch die Pluralbildung. Im gegebenen Kontext würde bei einer Substitution von # mit „Hash“, „Raute“ oder „Lattenzaun“ jeweils nichts sinnvolles bei rauskommen.

    Meines Erachtens muss es im aktuellen Kontext zwingend „Nummer“ oder englisch „number“ heißen – allerdings kann ich das leider nicht mit letzter Sicherheit bestätigen, da eine entsprechende Anfrage (auch bezüglich der korrekten Pluralbildung) bei einem Wächter-der-deutschen-Sprache™ höchst unerfreulich endete. Anstelle einer Antwort kam lediglich die äußerst unhöfliche, wenn auch sprachlich nicht uninteressant formulierte Aufforderung, ich möge doch mit meiner Zunge sein Gesäß berühren. Diese etwas unwirsche Reaktion legt den Schluß nahe, dass die Wächter-der-deutschen-Sprache™ die Verwendung von Symbolen generell missbilligen und in jedem Falle auf die voll ausgeschriebene, deutsche Langform bestehen. Entweder das, oder er hatte gerade ausgesprochen schlechte Laune – was Gerüchten zufolge bei diesem Personenkreis kein allzu seltenes Phänomen ist.

  72. Sehr schön, Squeedly :o)

    Leider ist Nummer nicht der Kontext, „#“ steht hier für Location-Hash. Ergo doch Hash. So‼!

  73. Nach Rückssprache mit einem Informatiker (übrigens wesentlich umgänglichere und auskunftsfreudigere Zeitgenossen!) handelt es sich bei diesen „#“ im aktuellen Kontext nicht um einen Hash, sondern um eine ID. Ein Hash wäre nur bei einer sehr weit streuenden Hashfunktion eindeutig, was allerdings nicht zwangsläufig immer der Fall sei – und im aktuellen Kontext auch reichlich übertrieben. Es lägen bereits eindeutige ID-Schlüssel vor, so dass Hashing überflüssig sei.

    Ich habe von alledem zugegebenermaßen kein einziges Wort verstanden, aber meine konkrete Nachfrage, ob man „#“ in diesem Falle dann eher mit „Nummer“ als mit „Hash“ übersetzen würde, wurde wie folgt beantwortet:

    „Natürlich – bei einer Hausnummer sagt ja auch niemand, er hätte ein Location-Hash-Schild an seiner Hauswand hängen…“

    Diese Erklärung erschien mir auch ohne jegliche Kenntnisse der Materie einleuchtend genug, um jetzt meinerseits zu sagen: SO! :o)

  74. *Der Informatiker schiebt die Brille auf der Nase hoch und guckt angestrengt während er versucht einem DAU etwas zu erklären, was dieser ohnehin nicht verstehen würde*
    1.) ID-Tag, die ID verbirgt sich hinter dem #, aber das # steht für das ID-Tag. Alternativ auch Location-Hash
    2.) Niemand sagt Location-Hash-Schild, weil das ungefähr so falsch ist wie PIN-Nummer. Man hätte also eher ein Location-Hash an der Hauswand.
    3.) „You cannot pass!“
    4.) Ich will nur spielen, is alles nich so wild – auch wenn das wohl selbstverständlich klar ist..

  75. Deine Mutter!

    *Der Informatik-Noob verabschiedet sich mit diesem zugegebenermaßen wenig eleganten Notausstieg aus der Diskussion, da ihm selber keine Argumente mehr einfallen und er in der Vergangenheit schon aus Albträumen schweißgebadet aufgewacht ist, die einen vergleichsweise wesentlich ungruseligeren Inhalt hatten, als den Übermittler in einer nerdigen Ferndiskussion zwischen zwei Informatikern spielen zu müssen, von denen der eine offensichtlich von HTML und der andere von Datenbanken faselt*

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