Die toten Roma-Mädchen von Neapel

28 Jul 08
28. Juli 2008

Es gibt Meldungen, die sind auf eine furchtbare Art perfekt. Die (falsche) Geschichte von dem Jungen, der in Sebnitz von rechtsradikalen Jugendlichen im Schwimmbad ertränkt wurde, war so eine. Sie ließ die beunruhigende Entwicklung neonazistischer Gewalt in Ostdeutschland mediengerecht in einen einzigen Fall kondensieren, der dazu noch die schlimmsten Befürchtungen übertraf, und taugte als Aufhänger für Leitartikel, in denen es nicht um diesen Fall ging, diese Stadt, sondern um das Große und Ganze.

Das Geschehen an einem Strand in Neapel, an dem die Menschen unbeeindruckt von den Leichen zweier Roma-Kinder ihrem Urlaubsvergnügen nachgehen, ist auch so eine Meldung. In einem einzigen Bild scheint die ganze Menschenfeindlichkeit des Umgangs der Italiener mit den Roma geronnen, der alltägliche Hass auf die Fremden, eine Pogrom-Stimmung, teils geschürt, teils ausgenutzt von einer skrupellosen Regierung.

Die beiden Mädchen Cristina und Violetta sollen am Strand von Torregaveta gebettelt oder Tand verkauft haben. Sie gingen ins Wasser, wurden von hohen Wellen erfasst und gegen Felsen gespült. Sie ertranken, obwohl Rettungsschwimmer versuchten, ihnen zu helfen.

Eine Stunde lang lagen ihre Körper, notdürftig mit Handtüchtern bedeckt, im Sand, bevor die Leichen in Särgen abtransportiert wurden. Eine Stunde, in der die Menschen in der Nähe einfach weiter die Sonne genossen.

Es gibt Augenzeugenberichte von der Situation, aber eigentlich scheint ein Foto schon die ganze Geschichte zu erzählen. Es zeigt die beiden zugedeckten Leichen und im Hintergrund, unscharf, ein Ehepaar, das offenbar zum Sonnenbaden gekommen und nicht wieder gegangen ist.

Das Foto war in Medien auf der ganzen Welt zu sehen. Man weiß nicht, ob es Italiener sind, die da im Hintergrund sitzen, und man sieht nicht, ob sie gaffen oder die Stirn runzeln, unbeeindruckt oder schockiert sind. Und trotzdem symbolisiert das Foto perfekt die Verachtung der Italiener für die Roma. Es wirkt, schrieb die „taz“, wie eine Metapher, die das Verhältnis zweier Völker zueinander auf plakative Weise illustriert.

Der Kardinal von Neapel sagte, die Bilder seien für seine Stadt beschämender als jene von den Müllbergen in den Straßen. Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge protestierte. „Herzlos!“, titelte der Kölner „Express“. Der britische „Independent“ überschrieb seinen Artikel mit „The picture that shames Italy“. Und die gleichnamige irische Zeitung fand für ihre Schlagzeile ein gruseliges Wortspiel: „Italian beach culture is usually so body conscious. But not this time…“ („body“ bedeutet im Englischen nicht nur „Körper“, sondern auch „Leiche“).

Die Empörung der Welt ist nicht unberechtigt. Aber sie ist wohlfeil. Eine einzelne Situation am Strand hat plötzlich das Urteil über den Umgang der Italiener mit den Roma ganz einfach gemacht. Selbst die „Daily Mail“, eine britische Tageszeitung, die sonst mit großer Leidenschaft und Ausdauer Vorurteile gegen Zigeuner in Großbritannien schürt und bedient, konnte sich in einem langen Artikel schockiert geben über den Rassismus der Italiener.

Torregaveta ist nicht Sebnitz. Die Menschen, die sich unweit der toten Roma-Mädchen gesonnt haben, hat es tatsächlich gegeben. Aber es lastet plötzlich extrem viel Gewicht an diesem Foto, es wird plötzlich extrem viel Grundsätzliches in diesen Einzelfall projiziert. Manchen Berichten liest man an, wie sie die dürren Fakten, die bekannt sind, zu maximalen Skandalen aufblasen — die Nähe der Urlauber zu den Leichen verkleinern und die Zeit, bis sie abgeholt wurden, vergrößern.

Und der Fotograf, der die Aufnahmen gemacht hat, scheint selbst erschrocken zu sein über ihre Wirkung und die Absolutheit ihrer Interpretation. Und er widerspricht ihr. Die Agentur AFP meldete am Freitag:

Die veröffentlichten Aufnahmen von gleichgültigen Badegästen neben den Leichen zweier ertrunkener Roma-Mädchen am Strand von Neapel geben nach Angaben des Fotografen die Situation nicht angemessen wieder. Er habe mehrere Bilder von dem Vorfall gemacht, nicht auf allen seien nur ungerührte Menschen zu sehen, sagte der Fotograf Alessandro Garofolo der Nachrichtenagentur AFP. Er habe auch Menschen abgelichtet, die offensichtlich bestürzt gewesen seien oder beim Tragen der Särge geholfen hätten. (…)

„Auf dem Foto, das von ausländischen Zeitung[en] ausgewählt wurde, scheinen alle gleichgültig zu sein“, sagte der 30-Jährige, der für die Mailänder Tageszeitung „Il Mattino“ arbeitet. „In der Tat verhielt sich nur etwa die Hälfte der anwesenden Menschen so, als sei nichts passiert, viele halfen oder verließen den Strand nach dem Unfall.“ Auch hätten mehrere Strandgäste versucht, die beiden Mädchen aus dem Wasser zu retten. Zudem wirkten die gleichgültig sonnenbadenden Urlauber durch das verwendete Kameraobjektiv näher an den Leichen, als sie es in Wirklichkeit gewesen seien, sagte Garofolo weiter. (…)

Garofolos Einwände haben natürlich keine große Verbreitung mehr gefunden. Der Medienzirkus ist längst weiter gezogen. Dabei sind sie eine gute Warnung, solchen scheinbar perfekten Meldungen und Bildern nicht zu sehr zu trauen. Gerade weil es so leicht ist, in sie eine allgemeine Wahrheit hineinzulesen, die weit über ihre tatsächliche Aussage hinausreicht, wo schon deren Wahrheit zweifelhaft ist.

Warnende Stimmen, die Bilder nicht überzuinterpretieren, gab es von Anfang an. Aber die kamen natürlich nicht an gegen die Macht der Fotos und ihrer scheinbar schlichten Botschaft. Natürlich kann man darin auch etwas Positives sehen: Dass auf diese Weise die unbestreitbare und erschreckende Eskalation im Umgang mit der Roma-Minderheit in Italien die mediale Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie verdient. Aber der Gedanke, dass das womöglich nur mit solchen medialen Kurzschlüssen gelingt, ist auch kein beruhigender.

PS: Die Leute vom Online-Auftrittes der „Rheinischen Post“ waren übrigens die vermutlich einzigen weltweit, denen das Bild nicht dramatisch genug war. RP-Online zeigt stattdessen einfach einen anderen Strand:

Nachtrag, 29. Juli. RP-Online hat das Foto entfernt und erklärt: „Wir sind nicht wahnsinnig. Wir sind einfach nur unfähig.“ (Okay, nicht wörtlich.)

52 Gedanken
  1. 1
    Marci says:

    Wird der Herr Niggemeier am Ende doch glatt mal über seinen Schwarz/Weiß-Rand hinüber blicken? Ich bin beeindruckt, wenn nicht einfach nur ein Italien-Fan aus ihm spricht.

  2. 2
    Stefan says:

    Ich bin sowas von kein Italien-Fan.

  3. 3
    Marci says:

    Na dann Hut ab, dasselbe zu dem Thema hatte ich mir nämlich auch gedacht.

  4. 4
    Jochen Hoff says:

    Es ist diese unbeschreibliche Kraft die von Fotos ausgeht. Es gibt Bilder die man einfach in seinem Kopf hat. Das nackte fliehende Mädchen, den Soldaten der in den Rücken geschossen wird, oder Leute die das Elend anderer scheinbar nicht rührt.

    Ich kann zum Glück nicht fotografieren und meine Schreibe ist nicht gut genug um solch beeindruckende Bilder als Kopfkino entstehen zu lassen.

    Aber das was der Duce Berlusconi in Italien leichtfertig losgetreten hat, unterstützt diese Bilder. Sie müssen ja mitleidlos sein, weil es andere an anderer Stelle auch waren.

    Wir sind einfach darauf konditioniert nur noch das negative zu sehen. Wir kennen schwarz und weiß und nichts dazwischen. Da schließe ich mich ausdrücklich mit ein. Ich erwische mich ja auch immer wieder.

    Richtig bedrückend wird das dann, wenn dir völlig fremde Menschen schreiben das sie dich bewundern. Da läuft es mir immer noch kalt den Rücken runter, weil ich mir meiner nämlich gar nicht so sicher bin.

    Deshalb hast du mit deiner Medienschelte recht, aber auch unrecht. Wir wurden durch ständige Reizüberflutung und immer stärkere Reize so konditioniert. Vielleicht brauchen wir einen Weg zurück.

  5. 5
    Sash says:

    Eines von vielen bedenklichen Beispielen. Schön, dass sich jemand die Mühe macht, nach der Wahrheit zu suchen. Und es ist immer wieder schade, dass viele das verwechseln mit einer Beschwichtigung oder einem Schönreden von Rassismus.

  6. 6
    Zapp says:

    Ja, das Bild ist scheint wirklich „perfekt“ zu sein und die Auseinandersetzung mit der italienischen Roma-Politik ist zweifelsohne sinnvoll.
    Allerdings wurde ein Aspekt bei der Auseinandersetzung mit dem Geschehen zu wenig thematisiert: Hätten sich Gaffer tatsächlich anders verhalten, wenn es sich nicht um Roma-Kinder gehandelt hätte? Da habe ich irgendwie so meine Zweifel.
    Und schliesslich ist es auch angebracht, mal über sein eigenes Verhalten in so einer Situation nachzudenken, bevor man reflexhaft in den allgemeinen Chor der Empörung einstimmt. Wie hätte *ich* mich verhalten, wenn an einem gut besuchten Strand in einiger Entfernung Wiederbelebungsmassnahmen aufgegeben werden und ich mit der Vorfahrt eines Leichenwagens rechnen muss? Diese Frage war meine erste Reaktion auf das Foto und ehrlicherweise habe ich für mich bislang keine eindeutige Antwort darauf gefunden …
    Mich hätte echt mal die Meinung des abgebildeten Paares zum ganzen Vorgang interessiert.

  7. 7
    Gregor Keuschnig says:

    Ich fürchte, Jochen Hoff hat recht, wenn er von der Konditionierung durch „Reizüberflutung“ spricht. Dabei kommt dann sowas wie bei der „Rheinischen Post“ raus.

  8. 8
    Klopfer says:

    Ich kapier die Aufregung sowieso nicht. Wenn die tot sind, warum soll ich dann vom Strand verschwinden? Die bleiben sowieso tot, egal ob ich mich weiter sonne oder nicht. Viele, die dann gehen, machen das vielleicht nur wegen der Fotografen, damit sie nicht auf irgendwelchen Fotos als herzlose Bastarde erscheinen, und nicht weil sie so betroffen sind, dass ihnen die Lust am Urlaub vergangen ist. Vielleicht guck ich aber auch nur zu viel Dr. House und werde deswegen ein unsensibler Kerl.

  9. 9
    Simon ohne G. says:

    Berichte über tödliche Badeunfälle gibt es jeden Sommer in der lokalen Presse. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals die Leichen abgebildet wurden.
    Warum hat der Fotograf diese Aufnahmen überhaupt gemacht? Und warum hat er sie veröffentlicht?

  10. 10
    Sash says:

    Ich muss hier auch Klopfer und Zapp zustimmen: Was würde man selber machen und was hat eigentlich der Fotograf gemacht?

  11. 11
    Mathias S. says:

    Der öffentliche Tod ist eine Ausnahmesituation auf die wir nicht vorbereitet sind.
    Es gibt keinen Plan, wir haben meist keine Erfahrung damit.
    Unsere Gesellschaft ist auf das Leben ausgerichtet, wer stirbt soll das bitte mit sich selbst ausmachen. Folgerichtig sind wir perplex, wenn wir mit dem Fakt, den die Meisten von uns verdrängen, konfrontiert werden.
    Wie behandelt man eigentlich eine Leiche? Steckt da eine Seele, ein Geist drin, vor dem wir Respekt haben müssen, oder ist das nur noch organischer Abfall?

    Unsere Moral sagt uns das Eine, der Verstand das Andere.

    Unsere Gesellschaft entscheidet sich für die Verdrängung dieses Problems, deshalb finden wir die Leute die den Strand verlassen „okayer“ als die Leute die liegen bleiben.

    Meine These: es ist egal wer dort am Strand stirbt, diese Szene ist an sämtlichen europäischen Stränden „reproduzierbar“.

  12. 12
    ruhrpottjunge says:

    Ich komme nicht umhin, hier anderer Meinung zu sein: Es gibt dieses Foto, und es illustriert die in weiten Teilen der italienischen (und nicht nur der italienischen!) Bevölkerung vorherrschende Einstellung zu empfunden Andersartigen im allgemeinen und „Zigeunern“ im besonderen.

    Es ist das Wesen eines Fotos, nur einen Teilaspekt zu zeigen, interpretierbar zu sein, der Einordnung in größere Zusammenhänge zu bedürfen. Das ist bei jedem Foto so.

    Trotzdem werden Fotos als historische oder zeitgenössische Dokumente geschätzt: Jährlich werden Pressefotos prämiert, GERADE WEIL sie einen Sachverhalt schnell erfassbar skizzieren können: Um zu zeigen, dass Länder wie Indien dicht bevölkert sind, nimmt man ein Foto eines überfüllten Ortes, nicht eines menschenleeren Urwalds. Um zu zeigen, dass in Spanien das Wasser knapp ist, zeigt man einen ausgetrockneten Fluss, keinen gut gefüllten Stausee. Um zu zeigen, dass viele Italiener (noch einmal: auch viele Deutsche!) Roma für so ziemlich das Allerletzte halten, zeigt man tote Roma-Kinder und unbeteiligte Badegäste, und keine Rettungsschwimmer im Einsatz.

    Ich verstehe, warum Herr Niggemeier diese Macht der Bilder anspricht. Einzige Alternative wären aber: gar keine Bilder.

  13. 13
    Olly says:

    „Einzige Alternative wären aber: gar keine Bilder“

    Oh Nein, die Alternative lautet: Gib´ Deinen Lesern (Bilderbetrachtern) alle Informationen, die sie für die korrekte Einschätzung benötigen und produziere keinen Skandal um des Skandals (Auflage) Willen!

  14. 14
    Mathias S. says:

    @13: dann bräuchte ich aber das Bild nur noch als Beweis, dass die Informationen die ich gegeben habe wirklich stimmen. Und dafür sind Bilder wirklich ungeeignet.

  15. 15
    Arnulf says:

    Wenn die Bilder „die Situation nicht angemessen“ wiedergeben, wie der Fotograf nun sagt, warum hat er sie dann gemacht und an die Agenturen verkauft?
    Ihm muss doch im Voraus klar sein, dass solche optisch starken Bilder abgedruckt werden und dass durch die große Brennweite die tatsächlichen Abstände verkürzt werden, wodurch ein möglicherweise falscher Eindruck entsteht.

  16. 16
    Stefan says:

    @ruhrpottjunge: Ich sehe das gar nicht als Widerspruch. Ich bin da einfach zwiespältig, was die Wirkung der Bilder und den Umgang mit ihnen angeht.

  17. 17
    ruhrpottjunge says:

    @Stefan

    Stimmt, ist mir beim Schreiben auch aufgefallen: einen wirklichen Widerspruch gibt es gar nicht. Ein gutes Bild kann mehr sagen als tausend Worte (Achtung, Phrasedrescherei!), aber ein Bild ohne Worte kann eben auch verzerren, verdrehen, verfälschen.

  18. 18
    Olly says:

    @ Mathias S., #14

    Äh… heißt das, dass Bilder nach Möglichkeit so gewählt werden sollen, dass sie möglichst realitätsfern wirken? Und dass man keine Bilder mehr braucht, sobald man diese korrekt interpretieren kann? Ich bin verwirrt…

  19. 19
    Zapp says:

    @ruhrpottjunge:
    Das Bild also als reines Symbolbild für die Situation der Roma, auch wenn es die tatsächliche Lage am Strand nicht umfassend wiedergibt?
    Ich stehe dem ebenfalls ziemlich ambivalent gegenüber: Einerseits ist die angestossene Diskussion (wobei, ist die nach dem empörten Aufschreien nicht schon wieder im Sande verlaufen?) wirklich positiv, andererseits tut man mit der plakativen Stigmatisierung den Italienern, die tatsächlich geholfen haben, und vielleicht sogar dem konkret abgebildeten Paar unrecht. Insoweit schliesse ich mich Stefans Schlussatz über den nicht besonders beruhigenden Gedanken an.

  20. 20
    Mathias S. says:

    @ Olli, „ich bin verwirrt“: ich auch :)

  21. 21
    Nobilitatis says:

    @ruhrpottjunge: Bilder lügen, und das ist ihre Funktion?
    Die Funktion von Symbolbildern kann ich noch nachvollziehen (obwohl da oft weniger mehr wäre), aber uneingeschränkte Manipulation im Interesse des „großen Ganzen“ (Bildes)?
    Ich finde, das ist schon deswegen schlecht, weil hier Menschen mit reingezogen wurden.

  22. 22
    ruhrpottjunge says:

    „@ruhrpottjunge: Bilder lügen, und das ist ihre Funktion?“

    @Nobilitatis: Wo schreibe ich das? Ein Bild ist ein Ausschnitt aus der Wirklichkeit. Ob dieser Ausschnitt die Wirklichkeit „richtig“ wiedergibt, muss in jedem Einzelfall entschieden werden.

    Ein Thema wie der wachsende Antiziganismus in Italien (den ich NICHT selbst bezeugen kann, den ich auch nur aus verschiedenen Medien kenne) kann nie in einem Bild gezeigt werden. Aber ein Bild kann entsprechende Analysen untermalen und vielleicht ein wenig untermauern.

    Man erinnere sich an ein sehr berühmt gewordenes Bild aus dem Vietnam-Krieg: Das Bild und der Fotograf wurden sehr bekannt und vielfach ausgezeichnet. Gab dieses Bild eine komplette Darstellung des Vietnam-Kriegs und seiner Hintergründe? Wohl kaum. Es berührte, es regte Diskussionen an. Auf welchem niveau diese geführt werden, ob die entsprechenden Hintergründe mitgeliefert werden: Das alles ist unabhängig vom Bild.

  23. 23
    Nobilitatis says:

    Nun, in diesem Fall fasst das Bild wohl alles das zusammen, was darauf NICHT zu sehen ist.
    Ansonsten verweise ich auf Ihren Beitrag #12. Und natürlich obigen Artikel.

  24. 24
    theo says:

    Ruhrpottjunge hätte eine so schöne Rede halten können, hätte er sich nicht mit „keine Rettungsschwimmer im Einsatz“ so wunderbar selbst abgeschossen….

  25. 25
    Markus71 says:

    Ich kann mir auch vorstellen, dass es halt Leute gibt, die sich todesmutig ins Wasser stürzen, wenn es darum geht, zwei Kinder vor dem Ertrinken zur retten, aber wenn die leider bereits tot am Strand liegen sich trotzdem weiter sonnen, weil man ja leider nichts mehr machen kann.

    Außerdem wird man bei einem vollen Strand und so einem Vorfall *immer* solche Fotos schießen können, weil mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals wirklich alle Gäste sofort fluchtartig den Strand verlassen.
    Und mit Argumenten die sowieso immer gelten, habe ich generell meine Probleme.

    Und überhaupt sollte man die Ansprüche auch nicht zu hoch hängen.
    Es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn bei Unglücksfällen nicht so viele Leute gaffen und die Rettungarbeiten behindern würden.
    Jetzt aber gleich zu verlangen, dass alle fluchtartig den Badestrand verlassen und am besten noch ne Woche lang in schwarz herumlaufen, … naja …

  26. 26
    Stefan W. says:

    Die zwei Personen schauen ja immerhin herüber – so ungerührt finde ich das schon nicht.
    Und ob sie überhaupt wissen, daß die Toten Roma sind, und ob sie Italiener sind, das sehe ich nicht. Das Photo legt auch nichts nahe.

    @Klopfer: Wenn viele nur der Fotografen wegen gehen, dann müssen sie doch immer noch ein Schamgefühl besitzen, daß ihnen sagt, wie andere das finden werden, wenn sie nicht gehen.
    Jemanden, der trotz Schamgefühls bleibt, will ich nicht verurteilen.
    Wer erst gar keins hat, den begreife ich gar nicht.

  27. 27
    Dirk says:

    Die RP wird mir immer sympatischer.

  28. 28
    mark793 says:

    @28: Hätte man dort nicht wenigstens „Abbildung ähnlich“ oder „Serviervorschlag“ dazu schreiben können?

  29. 29
    Dirk says:

    @29 Demnächst gibt es dann eine Bilderstrecke der Bilder, die bisher noch nicht gezeigt worden sind. „Hier sehen Sie alle 430 Bilder, die der Fotograf am Strand gemacht hat“.

  30. 30
    Stefan Friedrich says:

    Ich lese diese meisten Einträge in diesem Blog mit großem Interesse und großer Zustimmung, aber ich bin bei so manchem Artikel auch nicht ganz sicher gewesen, ob wirklich alles so eindeutig ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Bei allem Repekt, den ich definitiv vor der Arbeit von Stefan Niggemeier habe hoffe ich, dass er sein Urteil so abwägt wie er es in Bezug auf dieses Foto gewünscht hätte. PS: das gilt aber auch (oder erst recht) für einige Kommentatoren hier

  31. 31
    rea.d says:

    Wie sehr Fotos voreilig Klischees bedienen und welche Rolle reißerische, gedankenlose Bildunterschriften spielen können, zeigt auch das Beispiel des World Press Photos 2007, das auf den ersten Blick „Elendstouristen“ im Libanon zeigt, bei dem sich aber später herausstellte, dass es junge Libanesen waren, die die Zerstörung in ihrem eigenen Stadtteil untersuchen wollten:
    http://www.sueddeutsche.de/,tt4m3/leben/artikel/630/103527/
    Das Statement des Fotografen selbst zu diesem Thema spricht Bände – er ist nie lange genug an einem Ort, um überhaupt zu wissen, wen oder was er eigentlich fotografiert:
    http://www.worldpressphoto.org/images/stories/videos/Interviews/index.php?

  32. 32
    Thom says:

    Freilich sollte man sich von Bildern und Artikeln nicht fangen lassen, aber die Pogromstimmung in Italien zu leugnen, halte ich für schwierig, um nicht zu sagen verantwortungslos (falls es so etwas überhaupt noch gibt).

  33. 33
    Stefan says:

    @Thom: Und wer tut das?

  34. 34
    Ludo K. says:

    Mir sind Aussagen wie `die Italiener sind schlechtere Menschen als andere´ grundsätzlich suspekt. Wie können wir wissen, dass ein deutscher Strand nicht ein ähnliches Bild geboten hätte ?

  35. 35
    Alberto Green says:

    @ Ludo: Das Wetter auf dem Bild wäre schlechter. – Aber im Ernst: Wer sagt, daß Italiener schlechter Menschen als andere seien? Es geht hier nicht um den Rassimus in Italien, sondern über die Berichterstattung über die Probleme in diesem Zusammenhang.

  36. 36
    creezy says:

    Da ich grundsätzlich gerne gut von Menschen denke, hätte ich beim Anblick des Fotos gedacht: «Das abgebildete Paar ist zu geschockt, um jetzt überhaupt irgend etwas tun zu können. Also auch einfach aufzustehen, sich anzuziehen und zu gehen.» Wer unmittelbarer Zeuge eines schrecklichen Unfalles ist, geht nicht einfach weiter als wäre nichts geschehen. Aber so oder so: jeder geht anders mit seinem eigenen Schockmoment um. Und hat im übrigen auch das Recht dazu. Als nächstes hätte ich wohl noch vermutet: «Die ermittelnden Beamten haben dieses Paar gebeten als Zeugen auszusagen.»

    Die im Foto implizierte dargestellte Nähe ist technisch gesehen nur eine Frage der verwendeten Brennweite der Optik.Da ich aber zunehmend immer schlechter von Fotografen denke, leider auch in der Reportagefotografie, wäre mir immer noch näher gewesen zu glauben, das Foto ist eine Montage. Medien informieren leider immer weniger, manipulieren immer häufiger. Und das würde ich gar nicht zu einer reinen Berlusconi-Italien-Frage thematisieren wollen.

  37. 37
    Schnuti says:

    Danke Stefan, sehr, sehr gute Geschichte!

  38. 38
    franziska bluhm says:

    Wir haben das Bild nicht benutzt, um die Dramatik zu unterstreichen. Wir haben das falsche Bild aus dem Artikel entfernt.

    Viele Grüße aus der RP-Online-Redaktion

  39. 39
    Thom says:

    „Eine einzelne Situation am Strand hat plötzlich das Urteil über den Umgang der Italiener mit den Roma ganz einfach gemacht.“
    – Ich finde es tatsächlich sehr einfach: Es ist gar nicht so lange her, daß Siedlungen fremder Ethnien in Mitteleuropa brannten. Wenn das wieder geschieht, wenn die Polizei zuguckt, die Feuerwehr nicht löscht und die Regierung schweigt, dann hat es nichts mit prätentiöser Empörung zu tun oder deutschem Alarmismus, wenn man ein ungutes Gefühl bekommt.

    „Aber es lastet plötzlich extrem viel Gewicht an diesem Foto, es wird plötzlich extrem viel Grundsätzliches in diesen Einzelfall projiziert.“
    – Das kann man so sehen. Oder man kann die Geschichte umdrehen: Dadurch, daß dieser „Einzelfall“ in einem ganz bestimmten Kontext steht, gewinnt er sein Gewicht.

    „Natürlich kann man darin auch etwas Positives sehen: Dass auf diese Weise die unbestreitbare und erschreckende Eskalation im Umgang mit der Roma-Minderheit in Italien die mediale Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie verdient.“
    Und das ist, trotz aller Heuchelei und aller Skandalheischerei, die solche Meldungen immer begleitet, der überwiegende Faktor, meiner Meinung nach. Dagegen verschwindet auch der vielleicht berechtigte Einwand:
    „Aber der Gedanke, dass das womöglich nur mit solchen medialen Kurzschlüssen gelingt, ist auch kein beruhigender.“

  40. 40
    Nobilitatis says:

    @Thom: Also plädieren Sie auch für das Lügen mit Bildern im Dienst der guten Sache?

  41. 41
    Sebastian says:

    Naja Nobilitas die Frage ist etwas polemisch, oder nicht?

    Wie fotografiert man am besten Gleichgültigkeit und Ausländerhaß?

    Selbst der Arbeitslose damals in Rostock vor dem Ausländerwohnheim, das sie angezündet haben, in seinem WM 1990 Trikot und mit Urindurchtränkter Hose hat nachher in Interviews gesagt, er hätte ja „gar nicht mitgemacht“ und „nur so“ den Arm zum Hitlergruß erhoben.

    Thom ist das alles hier halt etwas zu relativierend, und ich finde den Einwand kann man so erst einmal hinnehmen.

    @Thom: ich finde nicht, dass Stefan wirklich extrem relativiert. Er prangert eher an, dass hier wieder einmal kein Kontext gesehen wird und Sensationsmache betrieben wird.

    Die Frage ist doch eher, ob Sie ernsthaft glauben, dass die Italiener dort am Strand ALLE mitbekommen haben, dass jemand gestorben ist. Oder noch extremer ausgedrückt: glauben Sie, dass ob des Sinti- und Roma-„Hasses“ (ich lasse das jetzt mal so dahin gestellt ich kenne mich bezüglich des Themas nicht aus aber sie sprachen ja von „Pogromstimmung“) die Badegäste hingegangen sind, gesehen haben, dass es Romakinder sind, die dort ertrinken, und sich dann wieder auf ihre Badedecken begeben haben?

    Wie perfide muss ein Journalist denken, dass er meint, dass dies a) wirklich zutrifft und dass b) mehr als nur der Hass Deutscher gegen Italiener angeschürt wird oder c) sich noch ein paar Nazis über das Verhalten der Italiener da am Strand freuen – durch einen solchen Aufmacher?

    Denn mal im Ernst – was sollen solche Berichte? Unbeteiligte Deutsche mit etwas Hirn fragen sich sofort „Das kann doch so gar nicht passiert sein“. Spanner schütteln kurz den Kopf und sagen „schrecklich“ und schalten dann wieder Vera am Mittag ein. Nazis freuen sich. Und Leute die generell was gegen Italiener haben, freuen sich über ein neues Stammtischthema.

    Dabei bleibt die Problematik der von Ihnen angesprochenen Sinti- und Romafeindlichkeit in Italien meiner Ansicht nach gänzlich auf der Strecke. Diese Fotos bzw. die Verfälschung überzeichnen entweder oder sie werden als verfälschend entlarvt und verwässern damit die Argumentation.

  42. 42
    Nobilitatis says:

    #43: Zugespitzt, ja. Polemisch, nein.
    Wenn Sie die anderen Kommentare lesen, fällt Ihnen sicher auf, dass das nicht der erste Kommentar dieser Art ist, der das eigentlich ganz in Ordnung findet, was da gemacht wurde. Denn es scheint ja irgendwie ein reales Problem aufzugreifen, das angeprangert gehört, oder?
    Da tut es dann nichts zur Sache, dass da so ziemlich das Gegenteil passiert ist, was da angeprangert wurde.
    Das erinnert mich auch etwas an die Berichte über Tibet mit Bildern aus Nepal. Diese Arbeitsweise nennt man „Der Zweck heiligt die Mittel“.
    Warum muss ich Ausländerhass fotografieren, wenn keiner da ist? Und wenn man etwas so perfekt fotografiert, das in der Realität gar nicht vorhanden ist, muss es letztendlich beim Namen genannt werden: Die Bilder lügen.
    Ich hab diese Diskussion auch schon in anderem Kontext geführt: Stichwort Wehrmachtsausstellung (Hannes Heer und ein Herr mit Zigarettennamen). Auch da lautete die Frage, wenn es etwas wirklich gegeben hat, muss man dann trotzdem noch eine Ausstellung schließen, die mit Dokumenten schlampig umgegangen ist? Dient es nicht der guten Sache, Kritiker mundtot zu machen?
    Ja, manchmal geht es nur ums Prinzip.

  43. 43
    Thom says:

    Ums Prinzip geht es nur dem, der in seinem Relativismus sich jedes Wertes entledigt hat und deswegen – an die Leerstelle – das Prinzip setzt. Darin gleicht er dem Existenzialisten, der Gott abschafft, um das bloße Sein an seine Stelle zu setzen.

    Auch ich halte sehr viel davon die handwerklichen Fehler des täglichen Journalismus offenkundig zu machen: das ist der Grund, warum ich diese Seite regelmäßig besuche. Wer aber dabei – und das war mein erster Leseeindruck, der mich vielleicht trog – faschistoide Tendenzen relativiert, der läuft Gefahr bei der guten Sache mit dem Feind zu paktieren, wenn man mir dieses plakative Vokabular verziehen möchte.

  44. 44
    Gregor Keuschnig says:

    @44/Nobilitatis
    Der Zweck sollte nicht die Mittel heiligen, weil dann so etwas wie Glaubwürdigkeit verloren geht. Deshalb wurde die Wehrmachtsausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941–1944“ 1999 überarbeitet und vorzeitig geschlossen. Ein Historiker hatte auf Fehler in der Zuordnung hingewiesen. Reemtsma (warum möchten Sie den Namen nicht erwähnen?) reagierte ziemlich schnell. Es gab rd. 20 falsche Zuordnungen (bei rd. 1400 Fotos). 2001 wurde die Ausstellung neu eröffnet.

    Es mag ja altmodisch klingen, aber man darf auch der „guten Sache“ willen keine falschen Behauptungen aufstellen und sogar Fotos oder Dokumente wissentlich falsch kennzeichnen oder gar fälschen. Es droht immer der „Bumerang“ (die Neonazis hatten an der ersten WA ihre „Freude“).

    Das gilt übrigens auch für Begrifflichkeiten. Italien pauschal eine „Pogromstimmung“ zuzuschreiben, halte ich für überzogen. Damit relativiere ich noch nicht die schändlichen Übergriffe, die es zweifellos in letzter Zeit gehäuft gibt.

  45. 45
    Ille says:

    @ Ruhrpottjunge, 12:
    „Um zu zeigen, dass viele Italiener (noch einmal: auch viele Deutsche!) Roma für so ziemlich das Allerletzte halten, zeigt man tote Roma-Kinder und unbeteiligte Badegäste, und keine Rettungsschwimmer im Einsatz.“

    Und um zu zeigen, dass viele Deutsche ihre türkischstämmigen Mitbürger für das Allerletzte halten, führt man das aus ungeklärten Ursachen ausgebrochene Feuer in einem überwiegend von Migranten bewohnten Mietshaus auf Brandstiftung zurück.
    Und um zu zeigen, dass die chinesische Staatsmacht gerne mit roher Gewalt gegen aufständische Bevölkerungsgruppen vorgeht, fotografiert man nepalesische Soldaten/Polizisten, die Exil-Tibeter traktieren, und lässt den Leser im Glauben, die Szene würde sich in China/Tibet abspielen.
    Ist das Ihre Auffassung von (politisch, deontologisch oder wie auch immer) korrektem Journalismus?

    @ Gregor Keuschnig, 46:
    „Es mag ja altmodisch klingen, aber man darf auch der „guten Sache” willen keine falschen Behauptungen aufstellen und sogar Fotos oder Dokumente wissentlich falsch kennzeichnen oder gar fälschen.“

    Zustimmung, obwohl sich natürlich häufig darüber streiten ließe, was genau die gute Sache ist, aber …

    „Es droht immer der „Bumerang” (die Neonazis hatten an der ersten WA ihre „Freude”).“

    Ist das die einzige oder die hauptsächliche Motivation, warum man Bilder nicht fälschen oder in einem unzutreffenden Zusammenhang präsentieren sollte? Ich finde, man sollte Bilder deshalb nicht fälschen, weil man gemäß einem guten Argumentations-Usus die Theorie den vorliegenden Belegen, aber nicht die Belege der Theorie anpassen sollte.

    Frage an alle: Wie sollen denn die Strandbesucher die beiden Mädchen als Roma identifiziert haben? Auf eine Antwort, die ohne rassistische Klischees auskommt, bin ich gespannt.

  46. 46
    GN says:

    Etwas off-topic:
    Es ist ja auch wichtig, einmal gute Beispiele zu loben: In diesem Fall die Marseiller Tageszeitung La Provence. Diese Zeitung hat mit einer ziemlich eindringlichen Berichterstattung dafür gesorgt, dass ein seit Wochen kursierendes Gerücht über angebliche Kindesentführungen durch Roma entkräftet wurde (soweit dies bei Gerüchten, zumal bei rassistischen, überhaupt möglich ist). Nachdem es Ende Juni zu einer Lynchage von drei Roma durch einen 60-köpfigen Mob gekommen war, nahm die Zeitung kein Blatt vor den Mund und stellte sich auf mehreren Seiten gegen den auch in Frankreich grassierenden Antiziganismus – wohl wissend, dass viele Leser das Gerücht über die kinderraubenden Roma über Tage wacker kolportiert hatten. Das hatte so gar nichts von der instrumentellen Empörung, die sich in deutschen Medien immer wieder nach rechtsextremen Anschlägen beobachten lässt. Es klang schlicht glaubwürdig fassungslos und entsetzt ob des wahnhaften Irrsinns.
    Eine Tageszeitung, die, wenn es nötig ist, ihre Leser in scharfen Worten in die Schranken weist – das gibt vorsichtig Anlass zur Hoffnung. Hier die Reste dazu: http://www.laprovence.com/articles/2008/06/24/496216-A-la-une-Enlevementsd-enfants-lafolle.php.

  47. 47
    hanswurst says:

    also ich finde nichts verwerfliches daran, weiter den tag am strand zu genießen. ich habe selbst erlebt wie ein herr fortgeschrittenen alters am badesee ertrunken ist. natürlich war ich betroffen als seine frau zur identifizierung am unfallort eintraf, allerdings nicht wegen der leiche, sondern der frau für die in diesem moment die welt zusammenbrach. trotzdem habe ich den see nicht verlassen, und mich anschließend auch nicht schlecht gefühlt.

    @symbolfotos: ich sehe auf diesen fotos lediglich zwei leichen – ich sehe nicht das es kleine mädchen sind, ich sehe auch nicht das es roma sind. ich finde es deshlab sehr weit hergeholt, diese als symbol für die diskriminierung zu benutzen. vermutlich wird sich das thema schnell erledigt haben, denn wenn die story an interesse verliert, wird man aus diesen fotos nichts mehr lesen können.

  48. 48
    Thom says:

    Das spricht, ganz entgegen deiner Vermutung, nicht für dich.

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  4. […] so schreibt Stefan Niggemeier in seinem Blog, die sind auf eine furchtbare Art perfekt. […]

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