Always believe in your soul

11 Okt 12
11. Oktober 2012

Heute neu am Kiosk:

So sieht’s aus: Wer Verstand hat, kauft Gold, wer nicht, bloß „Focus Money“.

Die Zeitschrift aus dem Hause Burda ist das Fachblatt für Hysteriker mit Alzheimer. Wie ein hilfsbereiter Nachbar mit Zwangsstörung gibt „Focus Money“ seinen Lesern immer wieder dieselben Empfehlungen, die die dann entweder sofort vergessen oder ignorieren oder längst befolgt haben, in jedem Fall aber anscheinend immer wieder gerne lesen.

Der „Focus Money“-Leser lebt in einem interessanten Paralleluniversum, das man als eine Art apokalyptische Glückswelt beschreiben kann: Während um ihn herum die Welt im Chaos versinkt, wird er, dank der praktischen Tipps seiner superseriösen Fachzeitschrift, zum Millionär („ohne Zockerei“).

Sein größter Gegner — außer der eigenen Vergesslichkeit — ist die Geldentwertung, die ihm alles wegnehmen will (außer dem Gold natürlich), bald, gleich, jede Sekunde, spätestens jetzt.

Sie steht sicher längst vor der Tür, die Inflation, und streitet sich mit dem Euro-Crash, dem Staatsbankrott und der Weltwirtschaftskrise darüber, wer als erstes apokalyptisch reinreiten darf.

Noch sicherer als der Untergang und die Rendite ist nur der Verkaufserfolg von „Focus Money“. Denn für die Leser dieser Illustrierten ist ein Zeitschriftentitel wie ein alter Freund, den man gerne wieder sieht und sich dann freut, wenn er sich nicht allzusehr verändert hat.

PS: „Meedia“ hatte heute auch ein Déjà vu, allerdings beim „Spiegel“.

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98 Gedanken
  1. 1
    NinaundderHund says:

    Juhu, Erste! Lieber Herr Niggemeier, auch wenn es nur nebensächlich ist: ich finde die Formulierung „wie ein hilfsbereiter Nachbar mit Zwangsstörung“ einfach herrlich. Schon mal über eine Late-Night-Sendung nachgedacht ;-)?

  2. 2
    Uwe says:

    Habe den Link gleich mal meiner Mama geschickt, die auch immer wieder mal „den Focus“ zitiert und sich in Panik versetzen lässt, die Arme!

  3. 3
    Jens says:

    Ein toller Artikel (wie eigentlich immer), aber eine Bitte hätte ich dazu: könntest du vielleicht angeben, aus welchen Zeiträumen die Ausgaben stammen (oder natürlich am Besten, welche Nummern die einzelnen Titel haben)? Das würde mir bei der Einordnung der ewigen Wiederholungen durchaus helfen (Es macht ja einen Unterschied, ob der selbe Titel alle 2 oder alle 20 Ausgaben erscheint).

  4. 4
    Stefan Niggemeier says:

    @Jens: Ich glaube, die sind alle aus den letzten vier Jahren. (Ich fürchte, ich hab nicht den Nerv, noch die genauen Ausgaben rauszusuchen. Hier sind sie alle: http://www.focus.de/finanzen/money-magazin/archiv/ )

  5. 5
    Thomas says:

    Großartiger, kurzer und knackiger Artikel!

    Einzeln gesehen fallen diese Magazincover am Kiosk ja gar nicht auf. Aber so nebeneinander gereiht verursachen Sie Angst und Schrecken bei mir, wie es um die Magazinjournaille aus dem Hause Burda bestellt ist.

  6. 6
    Iris F says:

    Interessant wäre auch, ob das auch immer genau die selben Artikel sind, oder ob sie im Wortlaut zumindest etwas variieren… Hab aber auch nicht die Muse, das zu überprüfen…

    Und warum eigentlich immer „Wie lege ich 50.000 Euro richtig an“? Warum nicht 40.000? Oder 100.000? Oder entgeht mir da was ganz super Finanzmarkt-technisch wichtiges? Muß ich am Ende Focus Money lesen, um das herauszufinden?

  7. 7
    Markus says:

    …das erinnert mich irgendwie an diese „Waschbrettbauch in 6 Wochen“- Titel!

  8. 8
    Axel F. says:

    Schon mal jemandem aufgefallen, dass Medien-Bloggern nix mehr einfällt, außer ständig anderen Medienschaffenden vorzuwerfen, dass denen nix einfällt ;-)

  9. 9
    Lothar says:

    Jedes Magazin hat da seinen Titelfüller, wenn einem sonst nichts einfällt. Beim Spiegel hätte ich da aber neben Euro noch „Religion“ und „Hitler“ im Angebot.

  10. 10
    basti says:

    „…in jedem Fall aber anscheinend immer wieder gerne lesen“ Naja, die Auflage von Focus Money besteht zur Zeit aus ungefähr 50% Bordexemplaren, was sonst nicht mal Welt und FTD schaffen. http://daten.ivw.eu/index.php?menuid=1&u=&p=&20122=ON&20121=ON&detail=true&titelnrliste=5197;&alle=%5BDetails%5D

  11. 11
    Gernot says:

    In mir keimt der Verdacht, dass Focus Money vom Kopp-Verlag herausgegeben wird. :-)

  12. 12
    S. Schwarzmeister says:

    Erinnert an: SKANDAL! MEINUNGSMACHE! WIEDER RECHTSCHREIBFEHLER IN DER BILD ENTDECKT!

  13. 13
    Jens K. says:

    Treffende Zusammenstellung. Aber auch der „Spiegel“ ist in dieser Hinsicht nicht wirklich besser: http://meedia.de/print/gelduntergang-der-spiegel-und-die-vielen-euro-tode/2012/10/11.html

  14. 15
    hANNES wURST says:

    Medienjournalismus in Höchstform, vielen Dank!

  15. 16
    Peer S. says:

    Der recht amüsante Beitrag zeigt leider die erschreckende Distanz von Journalisten zum Thema Wirtschaft. Und hier meine ich nicht die Redakteure von Focus Money.
    Wie oft hat sich das Blatt dem Thema Gold gewidmet? 9 mal? Müsste die Frage nicht lauten, wie oft sie damit falsch lag? Achso, Gold ist in dem Zeitraum nahezu kontinuierlich gestiegen!? Dann ist die Geschichte ja nur noch halb so lustig. Und zum Thema Währungsstabilität brauche ich wohl nichts sagen. 2-jährige Bundesanleihen werfen 0,04 Prozent Zinsen ab. Die Inflationsrate liegt bei 2,4 Prozent. Die Rechnung kann jeder für sich selbst machen… Richtig lustig wird es allerdings wenn man sich das aktuelle Spiegel-Cover anschaut. Stichwort Inflation! Der Hinweis mit der Boardauflage zeigt übrigens auch, dass es sich bei der Leserschaft von Focus Money nicht um demenzkranke Abonnenten handelt (wenig Abos) — sondern um Wechsel-Leser — und Flugbegleiter ;-)

  16. 17
    Detlef Guertler says:

    Stelle mir gerade die Cover-Diskussion vor, die dazu führte, dass statt „Wie lege ich 50.000 Euro richtig an?“ einmal „So legen Sie 50.000 Euro richtig an!“ getitelt wurde.
    Nach allem, was ich bei Wolf Schneider gelernt habe, müsste Letzteres eigentlich besser verkaufen: Fragen auf dem Cover sind die Pest, und die direkte Ansprache des Lesers („Sie“) doch eigentlich auch besser als diese merkwürdige „Ich“, das nichts anderes als ein verkleidetes „man“ ist.
    Aber da es bei Ich? gegen Sie! 8 zu 1 steht, könnte es sich hier um einen empirischen Beweis dafür handeln, dass Wolf Schneider nicht recht hat…

  17. 18
    Stefan Niggemeier says:

    @Jens K.: Toller Link, den Sie übrigens auch am Ende meines Eintrags schon hätten lesen können. (Im übrigen sehe ich dann doch einen klitzekleinen Unterschied in der Qualität der Wiederholungen, der Panikmache und des Werbens.)

  18. 19
    Martin says:

    Großartige Zusammenstellung der Burda-Blättchen. Wer je einen Abend in einem Kreis verängstigter Mittelschichtler und unterer Oberschichtler verbringen mußte, weiß um die Goldhysterie. Meist ist diese Paranoia mit üblen Halbwissen und Ankedoten über Europa, Brüssel (ganz wichtig!) und den „faulen Schweinen im Süden“ verbunden.
    Diese Hysterie wird auf Veranstaltungen in üblen Business-Hotels von ehemaligen Investmentbankern weiter geschürt. Hat was skurril-apokalyptisches…

  19. 20
    Nabowi says:

    Das erinnert mich an einen Eintrag den es doch hier auch mal gab. Und zwar besagte der dass 70–90% (bin ich mir unsicher) des Focus/Stern (ich glaub eines von beiden) abgeschriebene Agenturmeldungen waren. Leider finde ich den Link dazu nicht mehr, hat den zufällig noch jemand?

  20. 22
    Twipsy says:

    Wieso 50.000 Euro? Vielleicht ist das die Summe, die die 65jährige Zielgruppe gerade von der Lebensversicherung augezahlt bekommt. Kriegt man ca. 1 kg Gold für.

  21. 23
    Hasi says:

    Hervorragender Artikel, super beobachtet und auf den Punkt gebracht, vielen Dank! Musste lachen und weinen.

    Andererseits, wenn ich nochmal drüber nachdenke… ist das evtl. „typisch Ratgeberzeitschrift“? So schützen Sie Ihren Computer vor Viren? Die besten Rezepte zu Weihnachten? Die ideale Diät vor dem Sommerurlaub? Täglich 15 Minuten für Ihre Fitness?

    Dann hätte es weniger mit Focus Money zu tun als mit dem Format an sich.

    (

  22. 24
    Bernd says:

    @11: es gibt da gewisse personelle Verknüpfungen/Überschneidungen. Locus Money, KOPP und Partei der „Vernunft“ bilden ein regelrechtes Bermudadreieck für realitätsbasierte Politik/Meinungsmache.

  23. 25
    Olly says:

    Vollkorn ist nichts für Schreihälse. Das sieht ja furchtbar aus…

  24. 26
    Stefan Niggemeier says:

    @Olly: Die Nummer 12 oder was?

  25. 27
    Olly says:

    Genau. Diese vertikal versetzten Buchstaben gefallen mir nicht. Absicht? Das wird aber doch niemanden abhalten?

  26. 28
    Stefan Niggemeier says:

    Nö, keine Absicht. Aber mit dem richtigen Betriebssystem sieht es auch gut aus:

  27. 29
    Olly says:

    Hm… Vista/Chrome. Bei mir sind „E“, „F“ und „T“ höher als die anderen Buchstaben. Sieht sehr… infantil aus. Unabhängig vom Inhalt…

  28. 30
    Sigmund says:

    Warum 50.000 €:

    Das ist wahrscheinlich das durchschnittliche Vortragshonorar von Peer Steinbrück.

  29. 31
    Sebastian says:

    Hat hier noch jemand gerade Shirley Bassey im Ohr?

    He loves goooooooold …

  30. 32
    Loomer says:

    Interessant ist es auch wie der Standard-Focus es schafft fast jede zweite Titelstory so zu gestalten, dass man irgendwie mal wieder Titten oder möglichst viel Haut aufs Cover bringen kann. Und ja, ich hätte auch „Brüste“ statt Titten schreiben können — aber aufgrund der Art und Weise ist es nur schäbig und so billig, dass man es auch entsprechend formulieren muss. Einfach ein primitives Magazin … wie viele andere auch … und es wird immer mehr.

  31. 33
    theo says:

    @Peer, #16:

    Sie sind mir aber auch ein goldisch Kerlsche. Es geht aber hier gar nicht um richtig oder falsch, sondern einzig allein um Redundanz.

  32. 34
    Hannah says:

    Ich glaube, an der Theorie, dass es sich um ein ratgeberzeitschrifttypisches Phänomen handelt, (#23) ist was dran — wer ab und zu an einem beliebigen Wochentag im Zeitschriftenladen stand, wird festgestellt haben, dass sich bei den einschlägigen Postillen nicht nur nach einer gewissen Zeit zeitschriftenintern, sondern immer vor allem –übergreifend erschreckende Parallelen finden.

  33. 35
    DaW says:

    Besonders schön:

    „Flucht in Sachwerte? INFLATION? So treffen Sie ohne Panik die richtige Entscheidung“

  34. 36
    Klaus Jarchow says:

    Wer Wirtschaftsredaktionen ‚Sch..ße‘ findet, gebraucht ein zu mildes Wort.

  35. 37
    Jan says:

    @Olly, SN (25–29) — bei mir, mit Firefox unter Windows 7, tritt der tanzende-E-F-und-T-Effekt nur in der Standard-Vergrößerung auf. Bei einmal Ran– oder rauszoomen durch STRG+Mausrad sind auf einmal alle Versalien gleich groß. Sonderbar…

  36. 38
    vib says:

    Ich finde die Politik sollte mal den ökologischen Aspekt dieser Papierverschwendung thematisieren.

  37. 39
    Frank Reichelt says:

    Es ist wirklich bewundernswert, mit welch investigativer Energie und nie nachlassendem Eifer Herr Niggemeier die Medienskandale unserer Zeit schonungslos aufdeckt.
    Der nutzen für die Gesellschaft ist gar nicht hoch genug einzuschätzen!

    @ 8, Axel F.
    Ja, mir.

  38. 40
    theo says:

    @39:

    Frankemann, geh du voran.

  39. 41
    rog says:

    Jetzt wird mir das Lied von Spandau Ballet wohl den ganzen Tag durch den Kopf spuken. Oh je.

  40. 42
    Vincent says:

    You’ve got the power to know

  41. 43
    rog says:

    @Vincent: Da musste ich jetzt laut lachen.

  42. 44
    Rocco says:

    Hallo,

    mal eine allgemeine Frage: gibt es einen bestimmten Grund, warum einige Artikel in Gänze in der Übersicht zu lesen sind und andere — wie dieser hier — mittels Link (weiterlesen) aufgeklappt werden müssen?

    Bisher habe ich nicht den Eindruck, dass es an dem Umfang eines jeweiligen Beitrages liegt.

    Gruß

  43. 45
    Peer S. says:

    @ theo, #33: Leider völlig falsch! Die Erklärung ist simpel: Habe ich noch kein Gold gekauft, möchte ich wissen warum ich das machen sollte. Habe ich schon Gold gekauft, möchte ich wissen, ob der Trend noch intakt ist. Interessiere ich mich nicht für Geldanlage, mag mir die Wiederholung von Titeln a la „Wie soll ich 50.000 Euro investieren“ redundant vorkommen. Wenn ich aber heute vor der Aufgabe stehe Geld anlegen zu müssen, bringt mir das nichts, dass vor 3 Monaten schon einmal ein Magazin zu dem selben Thema am Kiosk lag. Und wenn mich das Thema nicht interessiert (das scheint hier bei vielen Blog-Lesern der Fall zu sein), dann kaufe ich das Heft nicht — ganz einfach. Das Letzte, was ich aber machen würde, ist allerdings dann diese Systematik an den Pranger zu stellen und mich darüber lustig zu machen. Zitat: Wer Verstand hat, kauft Gold, wer nicht, bloß »Focus Money«. Während der Medienjpurnalist sich auch regelmäßig genötigt sieht über die jüngste Wetten-dass-Sendung zu schreiben, „essen+trinken“ garantiert auch diesen Winter mit Weihnachtsgebäck-Rezepten um die Ecke biegen wird und die Mode-Zeitschriften mitunter jeder Woche über Mode schreiben (wie redundant!), kann ich nichts dämliches daran entdecken, wenn ein Wirtschaftsmagazin über Geldanlage berichtet.

  44. 46
    Thomas says:

    Wer braucht schon Redaktionskonferenzen, wenn es eine Wiedervorlage gibt — Großartigste Pflichtlektüre für alle Journalistenschüler!

  45. 47
    der Herr Karl says:

    Focus agiert in Sachen Gold klar tendenziös und reisserisch.
    Trotzdem: 10 bis 20% in Gold ist sicher nicht verkehrt.

  46. 48
    Iris says:

    Und da hören Leute auf zu bloggen, weil sie das Gefühl haben, immer wieder über dasselbe zu lamentieren. Jemand sollte ihnen sagen, dass das ein Zeichen von Professionalität ist.

  47. 49
    Iris says:

    vib @38 hat hier einen sehr sehr wichtigen Kommentar hinterlassen:

    „Ich finde die Politik sollte mal den ökologischen Aspekt dieser Papierverschwendung thematisieren.“

    Genau Ressourcenverschwendung, denkt da mal drüber nach — lange … länger … noch länger … noch viiiiiieeeel länger. Wenn Ihr lange genug darüber nachgedacht habt, steht nichts weniger als die Lösung zur Weltrettung glasklar vor Eurem inneren Auge.

  48. 50
    S.C.Berberich says:

    Den Hinweis, dass es der eigene Arbeitgeber (SPIEGEL ) genauso macht, hätte man allerdings etwas prominenter platzieren können.

    Also nochmal: http://meedia.de/print/gelduntergang-der-spiegel-und-die-vielen-euro-tode/2012/10/11.html

  49. 52
    DaW says:

    @ Peer S.

    Wie wäre es, wenn Sie statt Ihres Lieblingsbeispiels (Gold) sich mal die Focus-Money-Panikmache zum angeblich unmittelbar bevorstehenden wirtschaftlichen Absturz vornähmen? Wie ernst kann man ein Magazin nehmen, das regelmäßig behauptet, die Apokalypse stünde unmittelbar bevor (nun aber wirklich)? (Nun ja, man könnte natürlich auch sagen, dass sie beim 6. Mai — nach dem der Untergang kommt — bewusst das Jahr weggelassen ist…)

    Dass jemand, der die Zukunft voraussagt (oder „rät“), dabei auch mal richtig liegt, ist nicht auf seine Kompetenz, sondern auf schlichte Wahrscheinlichkeitsrechnung zurückzuführen.

  50. 53
    Frank Reichelt says:

    @ S.C.Berberich

    Also ihre Kritik verstehe ich jetzt ehrlich gesagt nicht! Herr Niggemeier hat unter seinen Artikel mit einem PS den Link zu Meedia gesetzt, wie prominent wollen sie es denn noch?

  51. 55
    Peer S. says:

    @ DaW, # 52

    Deutlich besserer Punkt, ja. Wobei ich mir hier keine Diskussionen über die Kompetenz der Redaktion anmaßen wollte. Ich sehe die Gold-Cover, die Euro-Krisen-Titel, und wundere mich, wie man angesichts der aktuellen Kapitalmarktlage daraus einen Magazin– und Leser-Verriss konstrukieren kann. Das gelingt vielleicht besser wenn das eigene Universum aus Fernseh-Kritiken besteht und weniger aus Future-Kurven etc.

    Stichwort Weltuntergang: Wenn ich jetzt den Advocaten des Heftes spielen möchte, würde ich sagen, eine Arbeitslosenquote von 25 Prozent in Spanien oder eine Jugendarbeitslosigkeit von > 40 Prozent (Griechenland) empfinden manche Menschen sehr wohl als Weltuntergang. Der jetzige Zeitpunkt ist wirklich kein guter um ewigen Kassandra-Rufern wie Focus Money Vorwürfe zu machen. Viele der Prognosen sind (leider) aufgegangen. Der Vorwurf der schreierischen Aufmachung verblasst in dem Kontext, auch wenn wir alle wissen, dass die Wortwahl auf dem Cover wohl eher dem Kioskverkauf als einer aufklärerischen Mission geschuldet sein dürfte.

    Was ich erstaunlich finde: Der Vorwurf lautete hier „schaut mal, die Trottel, kommen immer mit den gleichen Themen — und die Leser sind so doof und kaufen das Heft“. Stattdessen hätte man sich nicht die themengleichen Hefte schnappen müssen, sondern die konträren. Diese Woche: „Die Welt geht unter“, nächste Woche: „Riesen Rally steht bevor! Das kaufen die Experten“. Hier müsste ich doch angreifen, wenn ich die Leserbindung hinterfragen möchte, oder?

  52. 56
    gnaddrig says:

    Man könnte fast den Eindruck kriegen, Focus Money sei eine Art Einstiegsdroge für Esoteriker. Die ständige Untergangsunkerei ist sicher eine gute Einstimmung für den echten Weltuntergang, sei er dem Maya-Kalender geschuldet, dem Planeten X oder einer bedauerlichen Fehlentsscheidung der Galaktischen Föderation des Lichts…

  53. 57
    Lucie says:

    @Peer S.

    Fragt sich nur, inwiefern es nach dem Weltuntergang hilft, wenn man vorher Gold gebunkert hat.

    Oder weniger apokalyptisch gefragt: wenn die gesamt Ökonomie kollabiert, kann ich Gold dann essen? Die Kriegsgeneration stirbt ja langsam aus. Die haben ihren Kindern berichtet, dass die Leute ihren Goldschmuck bei Hamsterfahrten aufs Land getauscht haben, gegen Essbares. Vielleicht sollte man besser einen Bauernhof kaufen. ;-(

    Nebenbei bemerkt: früher(™) waren es mal die „Linken“, die den Zusammenbruch des Kapitalismus prognostiziert haben. Heute werden sie von den Konservativen übertrumpft.

  54. 58
    Peer S. says:

    @ Lucie

    Sicher, lieber Gold oder lieber Essen? Nächste Frage: Lieber Essen oder lieber eine geladene Waffe? Es gibt nicht wenige die sagen, wer bei der Apokalypse Gold oder Essen besitzt, ist der erste Verlierer, da er von denen mit Waffen sofort rasiert wird. In solchen Extremszenarien denken aber selbst die Unken-Rufer von Money nicht (glaube ich). Einigen wir uns darauf: Wir hätten wahrscheinlich alle gerne vor 10 Jahren Gold zu unter 400 Dollar gekauft (wie von Focus Money damals und etliche Male danach empfohlen), und könnten jetzt die Feinunze, weil wir ja alle nicht an das nahende Ende glauben, für mehr als 1700 Dollar verkaufen. Um daran Freude zu haben bräuchte ich jetzt keinen kompletten Zusammenbruch der Ökonomie!?

    Ich halte es ab sofort mit vib@38 und schone meine Ressourcen (zeitlich). Ich wollte hier im Blog nur klarmachen, dass es (vor allem für die Zielgruppe von Focus Money) nicht annähernd so albern ist in kürzeren Abständen über das gleiche Thema zu berichten, wie es der Beitrag hier wohl suggerieren wollte. Ich hoffe ein Teil der Leser konnte mir folgen.

  55. 59
    Freudian_Slip says:

    Wenn in einem massentauglichen Medium (hier zumindest fraglich, aber könnte eventuell genügen) nur ausreichend propagiert wird Gold sei DIE Anlage der Wahl , steigt der Goldwert aufgrund der daraus folgenden Nachfragesteigerung automatisch. Sozusagen eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Focus Money versucht den Goldwert zu „manipulieren“ um immer wieder berichten zu können. Mindestens.

  56. 60
    Hanna H. says:

    @Peer S.

    Sie haben nicht gemerkt, dass FOCUS über Sicherheit schreibt und Sie über Spekulationschancen philosophieren.

    Anfang der 80er hatte Gold auch mal einen Preis von über 800 Mark und ein paar Jahre später nur noch 300 Mark.

    – Wer für Ende der 70er für 300 Mark gekauft hat und bei 800 verkauft hat, der konnte sich freuen.

    – Wer für 800 gekauft hat und bei 300 verkauft hat, der hat es weniger gut getroffen.

    – Wer sein Ende der 70er gekauftes Gold 30 Jahre behalten hat, der ist mit plus/minus Null dabei gewesen.

    So läuft das halt mit dem Spekulieren. Hinterher sind alle schlauer, manche ärmer, manche reicher. Schlaumeier wie Sie sind sich natürlich sicher, dass Sie zu denen gehören, die schon vorher schau waren. Aber erzählen Sie uns doch bitte nichts von Sicherheit.

  57. 61
    f says:

    Ich bin entsetzt darüber, auf wie viele verschiedene Arten die Überschrift funktioniert.

  58. 62
    inga says:

    @Peer S.: Wer in Aktien investiert, spekuliert mit Unternehmenswerten. Wer in Staatsanleihen investiert, spekuliert mit der Wirtschaftskraft eines Landes. Wer in Rohstoffe investiert, spekuliert mit deren Bedeutung für die Industrie (z.B.). D.h. in jedem dieser Fälle stehen hinter dem Gut, in das investiert wird, tatsächliche Werte. Natürlich können Firmen oder Staaten pleite gehen und der Bedarf an einem bestimmten Rohstoff zusammenbrechen. Trotzdem geht es aber um einen Wert an sich. Beim Gold geht es dagegen nahezu ausschließlich um einen fiktiven Wert (sein Wert als Rohstoff ist nur sehr gering). Nur solange alle glauben, dass alle glauben, dass Gold wertvoll ist, wird es wertvoll bleiben. Natürlich hat jemand, der vor zehn Jahren Gold gekauft und heute verkauft hat, ein super Geschäft gemacht. Das macht aber aus Gold noch längst keine sichere Anlageform. Es soll auch Leute geben, die mit der dotcom-Blase viel Geld erspekuliert haben. Die Titel von Focus Money zum Thema Gold sind vollkommen unseriös.

  59. 63
    Peer S. says:

    @ Hanna

    Lustig :-) Was hat Ihr Statement noch mit dem Blog und der anschließenden Diskussion zu tun?

    1) Ich philosophiere nicht
    2) Danke für den „Schlaumeier“. Ich habe ja Eindruck bei Ihnen hinterlassen.
    3) An welcher Stelle spreche ich von SICHERHEIT?
    4) Wie Sie anhand der Goldpreisentwicklung selber deutlich machen, darf Focus Money in Zukunft zumindest alle zehn Jahre darüber schreiben. Anscheinend ändern sich volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen tatsächlich zuweilen!

    So, ich muss jetzt schnell das kommende Heft vollschreiben. Mein nächster Titel: Kommt der große Gold-Crash? So verbrenne ich noch vor dem 6. Mai schnell 50.000 Euro! (Die Themen Endzeit und Gold wurden vom Schlaumeier geschickt verknüpft. Dazu eine Frage gestellt und „ich“ statt „Sie“ benutzt, damit auch Wolf Schneider seine Einwände gelten machen könnte).

  60. 64
    farmer says:

    zwischendurch wären noch ein paar Titelseiten zum Thema Goldcrash/Gold — Spekulationsblase ganz witzig …

  61. 65
    Peer S. says:

    @ Inga

    Das stimmt, es darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass Gold sicher ist. Das habe ich zumindest auch nicht behauptet. Was nicht stimmt ist Ihre Auflistung von Sachwerten/reale Werte. Hinter jeder Form von Anleihen (Staatsanleihen, Unternehmensanleihen) steht ein Rückzahlungsversprechen. Anleihen sind nominale Assets, die sich im übrigen unabhängig von der Geldwertstabilität entwickeln.

  62. 66
    dfIas says:

    Ja klar: „DIE GOLD“ (Titelbild 9/9) …

  63. 67
    Hanna H. says:

    @Peer S.

    ad 2.) aber nicht den besten… — wer Schlaumeier für ein Kompliment hält, vergessen Sie’s.

    ad 3.) schreib ich doch: Focus redet davon, wie man sein Vermögen in Sicherheit bringen kann, Sie über Spekulationsgewinne, ich darüber, dass der Preis genauso zusammenbrechen kann wie Anfang der 80er schon mal.

    Hätte es Anfang der 80er schon Focus gegeben, wäre garantiert bei 800 Mark schon das Ziel von 1500 Mark verkündet worden.

  64. 68
    inga says:

    @Peer S.: Und wovon hängt es ab, ob das Rückzahlungsversprechen eingehalten wird? Eben, von der Wirtschaftskraft.

  65. 69
    Peer S. says:

    Ok, seid mein Gast! Ich gebe auf…

  66. 70
    nona says:

    Helmut Markwort hätte bei seinem „Fakten! Fakten! Fakten!“ den lieben Kollegen vielleicht besser unmissverständlich mit auf den Weg geben müssen, dass damit immer neue Fakten gemeint sind, und nicht ständig dieselben.

  67. 71
    gnaddrig says:

    @ nona (#70): Naja, wenn man alte Fakten wiederholt, weiß man wenigstens, was man hat. Da macht man dann immerhin keine Fehler, jedenfalls keine neuen, über die die Blogosphäre dann doch nur wieder ablästern würde.

    So kann man sich auf die Position der verfolgten Unschuld zurückziehen — wenn Gold tatsächlich gut ist, macht man sich lieber durch Wiederholung dieser Wahrheit lächerlich als dadurch, dass man irgendwelchen ungesicherten Mist schreibt. Oder so ähnlich. Und 50.000 Euro sicher, gut, gewinnbringend usw. anzulegen ist doch eine feine Sache, wer wollte das nicht. (Wer 50.000 Euro für mich zum Anlegen hat, bitte melden!)

  68. 72
    Thomas K. says:

    Nunja, an der Intelligenz der Leser darf man schon zweifeln, wenn sie einem Blatt vertrauen, das in der Vergangenheit gerne mal Kurse manipuliert hat.

  69. 73
    41/2012 – Webgedöns | Ach komm, geh wech! says:

    […] Stefan Niggemeier vergleicht mal die Focus Money-Cover. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. […]

  70. 74
    anandandram says:

    Das ist doch aber bei jedem Fachmagazin das gleiche.
    Deshalb lese ich keine PC-Magazine mehr, weil dort alle x Monate gezeigt wird, wie man alles kopiert und wo man alles umsonst findet, mitsamt immer wiederkehrenden Windows-Geheimtipps, die man unbedingt kennen muss.
    Bei Foto-Zeitschriften kriegt man auch regelmäßig die ultimativen Tipps, wie man Akt mit Blitz verwacklungsfrei auf Reisen in Landschaften mit seinem Systemvergleich am besten ablichtet.

    So geballt aufgeführt sieht’s natürlich albern aus, aber genau das ist dieser Artikel eigentlich auch n bisschen. Der erste, den ich wirklich etwas schwach finde, hier aufm Blog.

    Es wird wohl kaum so sein, dass jedes Gold-Heft von den gleichen Leuten immer wieder gelesen wird oder auch nur gelesen werden soll.
    In der Finanzwelt gibt es eben gewisse Themen, und diese kommen dann eben immer wieder. Ich hab z.B. noch nix mit Gold gelesen und auch noch nicht ein Focus-Money-Heft. Hätte ich plötzlich nen Batzen Geld geerbt, dann würd ich mir gern so ein Heft kaufen und mal lesen, was die dazu zu sagen haben.

    Als regelmäßiger Abonnent wär ich natürlich bald keiner mehr, weil 1x 50.000 Euro anlegen sollte reichen. Dann weiß ich wo der Hase langlaufen sollte, und brauch das nicht nochmal.

    Somit also vordergründig recht witzig, der Artikel hier, aber letztendlich doch nur plumpes Bashing.
    Schade.

  71. 75
    kingkenny7 says:

    Leider habe ich gerade keine Zeit für einen längeren Kommentar, aber ein Lob für die schöne Überschrift muss einfach sein!

  72. 76
    theo says:

    Peer, #45:

    Die Beweggründe der Zeitschriften-Macher sind mir schon klar. Was an der Redundanz-Feststellung aber „völlig falsch“ sein soll, könnten Sie bei Gelegenheit noch hinterherschieben.

    By the way: wenn Sie geeignete Anlagen suchen, würden Sie sich tatsächlich an Focus Money orientieren? Respekt, das ist mutig.

  73. 77
    Salomon says:

    Ich habe mal die Ausgaben zu den einzelnen Themen herausgesucht:

    GOLD
    2012/09, 2011/49, 2011/35, 2011/25, 2010/39, 2010/21, 2009/50, 2009/43, 2009/10

    50000
    2012/04, 2011/37, 2011/03, 2010/27, 2010/07, 2009/45, 2009/04, 2008/32, 2008/08
    (übersehen wurde 2009/28)

    Vermögen
    (oben) 2011/09, 2010/33, 2009/42
    (mitte) 2012/12, 2011/20, 2010/40
    (unten) 2012/35, 2012/21, 2012/08

    Inflation
    2012/11, 2011/22, 2011/07, 2011/04, 2010/22, 2009/16
    (2010/32 war Risiko Deflation)

    Crash
    (Z1) 2012/32, 2012/19, 2010/08
    (Z2) 2011/45, 2011/30, 2011/23
    (Z3) 2012/25, 2012/10, 2010/03
    (Z4) 2012/05, 2010/23, 2010/19
    (Z5) 2011/39, 2011/11, 2011/47
    (Z6) 2011/36, 2010/38, 2009/08

    Abgeltungssteuer
    2010/35, 2010/04, 2008/50, 2008/35, 2008/13, 2008/03
    (2008/30 wurde übersehen)

    Also 57 Cover aus etwa 4 3/4 Jahren.

  74. 78
    Bonsta says:

    @74 Wenn du mit deinem Geld spekulieren willst — und nichts anderes tust du, wenn du in Gold investierst! — wäre ich vorsichtig mit den Tipps von Focus Money. Eine „Fach“-Zeitschrift, die dir erklären will, dein Geld in Gold anzulegen, weil ja bald der Euro zusammenbricht, ist zumindest als Anlagetipp-Geber nicht mehr ernst zu nehmen.

    Als Indikator für lukrative Spekulationen, ist Focus Money allerdings durchaus interessant. Nur solltest du wissen, auf was es ankommt. Auf was es ankommt, wirst du allerdings DEFINITIV nicht in Focus Money erfahren.

    Dieses Geschäft ist etwas für Profis, nicht für Leute, die mal eben 50 000 Euro anlegen wollen. Die Profis, da kannst du sicher sein, wollen nur deine 50 000 Euro. Die werden sie auch bekommen, wenn du nicht weißt, was du tust. Und ich versichere dir, DU weißt nicht was du tust!

    Mein bester Anlagetipp für dich: Kümmere dich darum, dass es allen gut geht, die beste Versicherung, dass es auch dir gut. Die kleinen Möchtegern-Ober/Mittelschichtler kapieren das heute nur nicht mehr. Sie bilden sich ein, nur weil sie ein paar Groschen zu viel haben, könnten sie im großen Monopoli mitspielen, dabei sind sie nichts weiter als Fische, wie man im Poker so schön sagt. Es gibt kaum eine treffendere Beschreibung dafür, höchstes noch „Schwarm“-fisch, das trifft dann ins Schwarze… ;)

  75. 79
    C.K. says:

    Das Blättchen und seine Kreativität sowie seine Leser vermag ich nicht zu beurteilen (wohl aber die ausgedünnte Personaldecke), man muss dem Blättchen aber zugutehalten, dass Finanzthemen immer gleich strukturiert sind.
    Bitte nicht mit SpOn verwechseln, das ständig neue Nachrichten aus X Ressorts verarbeiten muss.
    Bei Finanzfragen geht es immer um Vermögensaufbau, Liquidität, Steueroptimierung, Rente, Inflation, Vermögensanlagen und Risik-Chance-Relationen.
    Da kann einem dann schon mal weniger einfallen.

  76. 80
    zeugs am samstag « blubberfisch says:

    […] faceplants compilation (youtube) auch der mindestens erhellende kaum-zu-glauben-aber-wahr-artikel always believe in your soul von stefan niggemeier - und natürlich wie immer der ganze rest […]

  77. 81
    Gabor Paal says:

    Wie damals bei Yps — immer dieselben Gimmicks. Demnächst wieder!

  78. 83
    Twipsy says:

    Ist das hier eigentlich die aktuelle Fit For Fun oder die Men´s Health von 2005?

  79. 84
    Hinweise des Tages  | NachDenkSeiten – Die kritische Website says:

    […] Die Gold-Hysterie im FOCUS Quelle: Stefan Niggemeiers Blog […]

  80. 85
    MiKl says:

    damit schafft Burda eine neue Form des Boulevardjournalismus und erschließt sich die Zielgruppe „sensationsgeil, möchte mich aber nicht outen“.

  81. 86
    Eike Lange says:

    Solch eine Coverstatistik lässt sich doch beliebig mit fast allen Magazinen reproduzieren. Nun gibt es aber zwei Ansätze:

    1. Die Redaktion ist verblödet und es fällt ihr nichts mehr ein.

    2. Die Redaktion ist schlau und weiß, welche Themen auf dem Titel sichere Verkäufer sind.

    Um das aber abschließend bewerten zu können, bräuchten wir folgende Informationen:

    1. Die Auflagezahlen der jeweiligen Hefte
    2. Die Auflagezahlen des Vorheftes — evtl. wurde „eine sichere Bank“ eingeschoben
    3. Quartalszeitpunkt, um noch was an den Zahlen „zu kurbeln„
    4. Die Ergebnisse der Focus Money Leserbefragungen
    5. Damit auch alle Informationen zum Stammleser, nennen wir ihn „Karl“

    Zumindest mit Hilfe dieser fünf Punkte könnte man schnell ersehen, ob die Chefredaktion von Focus Money ihren Job gut macht — und zwar völlig unabhängig von der Wiederholungszahl der Titelgeschichten, oder ob sie ihn so macht, wie Herr Niggemeier es hier unterstellt: Einfallslos.

    Aber mit zu viel Fakten wird aus einer tollen Story für das Medienblog vielleicht doch nur eine langweilige Geschichte über den marktwirtschaftlichen Sinn oder Unsinn gewisser Titelgeschichten.

    Zumindest halb so spannend.

    In diesem Sinne: Alle Macht den Ahnungslosen.

  82. 87
    Peter says:

    Nur so aus Interesse, kennen sie diesen Artikel von Titanic über die unzähligen „Hitler“-Cover des Spiegels? ;-)
    http://blogs.taz.de/hitlerblog/2007/06/12/der-hitlerspiegel/

    Sicher kann man bei den meisten Zeitschriften ein solches Thema finden, wenn man lange genug sucht.

  83. 88
    BlueKO says:

    - Wer Verstand hat, kauft Gold, wer nicht, bloß »Focus Money«. -

    Verkauft denn irgendein netter Schalterbeamter eine gewisse Menge Goldes für nur 3,50 EUR? Muß sich der Möchtegern-Kapitalist bei diesem Preis nicht zwangsläufig mit der wertvollen Druckfarbe auf dem Cover begnügen?

  84. 89
    Hans says:

    Vielleicht ist es mit der Geldanlage so wie mit dem Heiraten. In Hochzeitsmagazinen werden auch zyklisch genau die gleichen Themen behandelt.

    Es kommen nämlich immer wieder Menschen in das anlagefähige Alter.

  85. 90
    inga says:

    Es geht ja nicht nur um die Wiederholung der Themen sondern auch um die einfallslose, jegliches Gefühl für Ästhetik beleidigende graphische Umsetzung, teilweise sogar mit den identischen blödsinnigen Symbolbildern (was genau hat noch mal eine geballte Faust mit der Abgeltungssteuer zu tun?).

  86. 91
    gnnnaaaarf says:

    wen wunderts… oliver janich(PdV. und stammgast bei infokrieg und co.) durfte in focus money auch seine 9/11 verschwörungstheorien veröffentlichen… *seufz*

  87. 92
    creezy says:

    Schön. Sehr schön.

    Nur bin ich jetzt blind.

  88. 93
    Bernd says:

    Und wer warnt uns jetzt vor einer Gold-Blase? Ratespiel

  89. 94
    HerrVorragend says:

    Lieber Herr Niggemeier,

    der Satz mit dem Nachbarn mit Zwangsstörung ist so unpassend wie falsch!

    Den hätten sie sich gerne sparen dürfen!

    Gruß, von einem Mitmenschen der von einer Zwangsstörung betroffen ist.

  90. 95
    Twipsy says:

    Geht alles noch ne Nummer schlimmer: Die Finanzwelt-Herausgeberin hat sich anscheinend von S&K schmieren lassen.
    Die Staatsanwaltschaft geht von der Annahme aus, dass Schöneich ihre Zeitschrift zum Zwecke der persönlichen Bereicherung als Werbebroschüre von der S&K-Gruppe missbrauchen ließ. So habe sie sie für die Unterstützung der Hauptbeschuldigten Schäfer und Köller allein 6000 Euro monatlich als „Beraterhonorar“ erhalten.
    Geht sterben!

  91. 97
    “Gold: Über jeden Zweifel erhaben” « Stefan Niggemeier says:

    […] uner­war­tet, aber für nie­man­den so sehr wie für die Käu­fer von »Focus Money«. Die lesen seit Jah­ren, dass auf nichts in der Poli­tik, der Wirt­schaft, ach was, der Welt Ver­lass ist, außer […]

  92. 98
    Eröffne ein Content-Konto – noch heute! - Lousy Pennies says:

    […] verkaufen – man brachte sogar im Jahresturnus den gleichen Stoff leicht aufgemotzt wieder (einige Print-Kollegen machen das ja auch heute noch sehr ausdauernd). Und dann noch das Zweitverwertungshonorar: Für Artikel, die von Verlagen in weiteren […]

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