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»Bald schon gibt es Kaffee«

Meilensteine des Journalismus (1):

Annette Bosetti trifft Iris Berben, »Rheinische Post«, 4. Januar 2009.

(…) Ihre Frisur ist für den Festakt schon hochgesteckt. Elegant auch das Make up. Ihre Nägel trägt sie kurz geschnitten und unlackiert. Hübsche Ohrringe, das markante Grübchen und echte Zähne fallen auf – keine Kronen, wie sonst in der Filmbranche üblich. Iris Berben wirkt natürlich. Noch trägt die 1,68 Meter große, mit ihren 57 Kilo recht zierliche Frau schwarzblaue Jeans mit Schlag und einen gemütlichen Pullover in Schwarz. Am Abend wird sie in Gala-Garderobe auftreten. Profi, der sie ist, lässt sie sich auf jede Situation hundertprozentig ein, jetzt eben auf ein Interview.

Bald schon gibt es Kaffee, eine Zigarette („Ja, ich bin ein Suchtmensch“) und ein Gespräch von Frau zu Frau – ein Gespräch, das tief gründelt, spontan ist und lustige Wendungen nimmt, am Ende sehr ernst das Thema Leben behandelt. (…)

 
— 5. Januar 2009, 15:17 — 30 Kommentare

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Kommentare:

  1. Und was ist da jetzt so schlimm dran?

    Sebastian — 5. Januar 2009, 15:25  #
  2. Wieso schlimm?

    Stefan — 5. Januar 2009, 15:26  #
  3. So stelle ich mir den Fortgang vor:

    »Ich, die nicht mehr junge, aber dennoch attraktive Top-Journalistin mit dem 12 Jahre jüngeren Partner, fühle die Seelenverwandtschaft — und Berben fühlt sie auch: wir sind Schwestern, vielleicht mehr.«

    Der Rest ist nicht mehr jugendfrei…

    Torsten — 5. Januar 2009, 15:28  #
  4. Ah, was ist das denn??? Hilfe! Und ich hab gedacht, ich lös mich mal von meiner »Qualität im Journalismus«-Fachlektüre und les mal was nettes, zur Entspannung. Au backe…

    — quali — 5. Januar 2009, 15:31  #
  5. Es gründelt tief?

    Der Postillon — 5. Januar 2009, 15:36  #
  6. »Ist sie es, oder ist sie es nicht? Die zierliche Frau mit drahtigem Jack-Russell-Terrier und athletischem Mann an ihrer Seite bewegt sich in der Hotel-Lobby wie eine Frau von Welt. Aber sie sieht so anders aus als auf der Leinwand oder im Fernsehen. Je näher sie kommt, desto wirklicher wird sie. Weniger gespielt und künstlich – eine ganz normale Frau von 58 Jahren.»
    Finde ich noch viel besser.

    »Als „europäische Heldin“ und Kämpferin gegen Antisemitismus landete sie 2003 auf dem Titelblatt des Time-Magazine.
    Dank ihrer zweiten Seite, der Schokoladenseite, landete sie als Titelmädchen auf einer ganz anderen Publikation: 1978 schmückte sie den „Playboy“,..«

    Also einerseits die Kämpferin gegen Antisemitismus, andererseits die Schokoladenseite, nämlich dass sie hammer aussieht…

    Twipsy — 5. Januar 2009, 15:40  #
  7. Geradezu unwirklich schwebt die kaum wahrnehmbare Endfünfzigerin mit ihren süßen Corgie-Welpen durch den Eingangsbereich der Bahnhofskneipe; ja, sie tänzelt geradezu um die abgestellten Rucksäcke der besoffenen Penner herum. Doch je näher sie einem kommt, umso deutlicher werden ihre Augenringe, ihr schlecht gefärbtes Haar und die abgekauten Nägel. Laut ächzt der Holzschemel unter ihrem Gewicht, als sie sich schon ihre erste Packung Zigaretten anzündet und das, ja, erste Bier des Nachmittags bestellt. Es wird deutlich: diese Frau weiß sich jeder Umgebung anzupassen. Kaum vorstellbar in diesem Moment, dass sie sich heute abend wieder perfekt gestylt in Galagarderobe der gaffenden Paparazzimeute präsentieren wird.

    Twipsy — 5. Januar 2009, 15:50  #
  8. das hat ja schon etwas blieswood-artiges an sich

    — Andreas — 5. Januar 2009, 16:06  #
  9. Bei Blieswood wäre der Auszug oben aber doppelt so lang, weil wir ja noch über die Marken (und Preise) von Ohrringen, Jeans, Pullover, Gala-Garderobe, Kaffee (»Gala«, dann vermutlich) und Zigaretten hätten informiert werden müssen.

    Lukas — 5. Januar 2009, 16:14  #
  10. naja, iris berben benutzt ja eventuell auch keinen gilette-rasierer, da müssen sich die lobeshymnen nur auf das nötigste beschränken.

    oder davids tochter war mal wieder am werk :-D

    — Andreas — 5. Januar 2009, 16:15  #
  11. …schon sexy, die Omi… (oh gott, ich bin aaaaaaaalt!)

    Dom — 5. Januar 2009, 16:28  #
  12. @2/Stefan: Nun, Deine Position zu RP-Online ist zunächst kein Geheimnis. Außerdem trieft aus der Bezeichnung »Meilensteine des Journalismus« ziemlich dickflüssige Ironie… Insofern braucht es zwar keinen wertenden Kommentar zu dem Interviewauszug — was genau daran Dein Interesse weckt, interessiert mich aber schon. (Disclaimer: Ich habe den Rest des Interviews nicht gelesen.)

    Sebastian — 5. Januar 2009, 16:45  #
  13. @10: Sicher?

    — Perry — 5. Januar 2009, 16:57  #
  14. @12/Sebastian:

    Ich verstehe solche Kommentare nicht.
    Was weckt denn dein Interesse diesen Artikel zu kommentieren, wenn Du selbst schon zugibst, nicht mal das Interview gelesen zu haben? Wenn Du ein Medienblog liest und mitdiskutieren willst, dann informier Dich doch einfach worum es geht.

    andreas — 5. Januar 2009, 17:13  #
  15. Bei der Überschrift musste ich sofort an dieses nervenaufreibende Protokol von der Daum entscheidung denken.

    Das sind die Geschichten für die Ewigkeit! ;)

    nilsn — 5. Januar 2009, 19:20  #
  16. […] Niggemeier präsentiert in seinem Blog gerade “Meilensteine des […]

    Talent Copies - Genius Steals » Blog Archiv » Journalismus - die vergessene Kunst — 5. Januar 2009, 21:15  #
  17. Meilensteine des Kommentarismus (295)

    Ich habe zwar den Post nicht gelesen, und das Interview auch nicht, und für Medien interessiere ich mich erst recht nicht, aber ich wollte einfach mal allen Hallo sagen.

    — xdak — 5. Januar 2009, 22:14  #
  18. was für eine frau! beide.

    meistermochi — 5. Januar 2009, 23:40  #
  19. Ich find´s einfach nur herrlich!

    — fred — 6. Januar 2009, 0:38  #
  20. Und ich finds einfach nur süß!

    Könnte so gewesen sein: »So von Frau zu Frau, Iris, tragen sie auch heimlich diese Zauberpanties aus dem RTL-Shop?«

    Sollte ich mal Barack Obama interviewen (idealerweise als Lokalrepoter) werde ich von einem Gespräch von Mann zu Mann reden.

    Thomas — 6. Januar 2009, 0:49  #
  21. Ich hatte mal einen Mathe-Lehrer namens Gründel…

    — Catty146 — 6. Januar 2009, 7:59  #
  22. Hier spricht Gründel…

    Sei allezeit bereit zum Fest, Schlünzchen,
    Mach’s wie die Erfolgreichen.
    In schwarzblauer Jeans mit Schlag
    Zu Alltags Stunden -
    Denk an die Vasallen
    Bei der Gala, und damit
    An den Ernstfall, später am Tag.

    pecas — 6. Januar 2009, 10:21  #
  23. @ 14: Bloß bringt das leider auch nichts. Man fragt sich: Was hat er denn nun schon wieder an etwas auszusetzen, das er nicht mitteilt? Macht sich zur Projektionsfläche und alle geheimnissen unheimlich investigativen Journalismus, gottähnliche Beobachtungs– und Erkenntnisfähigkeiten in ihn hinein. Dabei hat er einfach nur kommentarlos einen nicht gerade aussagekräftigen Schnippsel online gesetzt und gibt sich geheimnisvoll. Das krieg ich zur Not auch noch hin.

    — Thomas (2) — 6. Januar 2009, 13:18  #
  24. also ich muss Sebastian (1) recht geben. ich verstehe diesen blogeintrag auch nicht ganz. es muss ja schließlich einen grund geben, warum genau dieser teil des interviews zur gewinnung eines eindruckes ausgewählt wurde. außer, dass er dahin geschmolzen klingt. und in den kommentaren genauer nachzufragen, um nicht das ganze interview lesen zu müssen, ist ja wohl nicht verwerflich..

    — Alex — 6. Januar 2009, 13:18  #
  25. Hier und da ist es auch mal super schön, an dem einen oder anderen Kaffeeklatsch nicht teilnehmen zu müssen.

    Und wer den Blogeintrag nicht versteht, dem erkläre ich das (als Frau) sehr gerne: das ist so ein fieses dummes Tussi an Tussi-Geschreibsel, das im Grunde keine Frau mit dem IQ über Bananenöffnungkompetenz wirklich lesen möchte. Alternativ: jeder Journalist mit der Erfahrung von maximal zwei Interviews weiß, dass sich kein Profi auf ein Interview zu 100 % einlässt. Wozu auch, wenn maximal 20 Prozent von dem die Leser erreicht, was man im Wortlaut und sinngemäß von sich gegeben hat?

    creezy — 6. Januar 2009, 15:45  #
  26. Ich kann dazu nur sagen, daß Iris Berben ein lekker ding ist — so würde der Holländer das Interview wohl beschreiben :-)

    Anna — 6. Januar 2009, 17:41  #
  27. @creezy

    »Und wer den Blogeintrag nicht versteht, dem erkläre ich das (als Frau) sehr gerne: das ist so ein fieses dummes Tussi an Tussi-Geschreibsel, das im Grunde keine Frau mit dem IQ über Bananenöffnungkompetenz wirklich lesen möchte.«

    Vielen Dank für diesen herrlichen Satz! Das Jahr ist noch jung, folglich werden sicher noch ein paar Sätze hinzukommen, die es auf meine persönliche Kandidaten-Liste für den Satz des Jahres schaffen. Aber der Ihre ist immerhin der erste Kandidat 2009! Schon das Wort Bananenöffnungskompetenz verdient einen gerahmten Ehrenplatz:

    Genial! Ist das eine Eigenkreation?

    Ich hoffe, daß die Formatierung jetzt klappt…

    Peter Viehrig — 6. Januar 2009, 17:45  #
  28. Tja, leider nicht. Bitte eine würdige Einrahmung des Wortes vorstellen.

    Peter Viehrig — 6. Januar 2009, 17:47  #
  29. Aber gerne: Peter, das ist die würdige Einrahmung,
    Würdige Einrahmung, das ist der Peter. ;)

    »Bananenöffnungskompetenz« find ich auch toll.

    — gerrit — 6. Januar 2009, 22:34  #
  30. Wie so oft oberflächliches Sternchengeschwätz.
    Nix über den Lebenabschnittsgefährten von »Deutschlands beliebtester Schauspielerin«, den Ex-Volkspolizisten Heiko K. alias »IM Wilfried«.
    Aus Rücksicht auf das gerichtlich erwirkte »Recht auf Persönlichkeitsschutz« eines Büttels der kommunistischen Diktatur ?
    Die Schauspielerin zu BILD: „Ich kenne die Akte. Ich bin darüber informiert. Ich werde es aushalten.“

    Da erscheint doch Ihr Engagement gegen Antisemitismus, gegen Rechts und für den Staat Israel in völlig neuem Licht.

    — Peter Pan — 8. Januar 2009, 12:53  #

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