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	<title>Kommentare zu: Bundestagswahl 2009 gelaufen</title>
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	<description>Medienjournalist</description>
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		<title>Von: Sebastian</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/bundestagswahl-2009-gelaufen/#comment-32126</link>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 08:31:44 +0000</pubDate>
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		<description>@md, 36: So einfach ist das aber dann doch nicht. Es ist legitim, zu fragen, aus welcher Ecke der kritisierte &quot;schlimme Umgang mit der Wahrheit&quot; kommt, wem er schadet und wem er zum Vorteil gereicht. Ich kann auf 100prozentig seriöse Weise das Buch von Guido Westerwelle kritisieren und dabei einen Grund haben, und es ist naheliegend, sich als Leser auch mal zu fragen, warum ich das Buch von Guido Westerwelle kritisiere und nicht das von Gregor Gysi. Meine Kritik kann unabhängig vom jeweiligen politischen Standpunkt gültig sein - etwa, wenn Westerwelles Buch  die Tatsachen verfälschte -, und zugleich könnte es mit meinem politischen Standpunkt zusammenhängen, dass ich sie überhaupt führe. Solange meine inhaltliche Arbeit solide und gewissenhaft wäre, sähe ich auch gar nichts Falsches daran.

Wobei ich Niggemeier nichts unterstelle. Ich finde es fruchtbarer, sich mit den Texten zu befassen als mit etwas schattenzuboxen, das ich als dahinterstehend konstruieren mag.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@md, 36: So einfach ist das aber dann doch nicht. Es ist legitim, zu fragen, aus welcher Ecke der kritisierte »schlimme Umgang mit der Wahrheit« kommt, wem er schadet und wem er zum Vorteil gereicht. Ich kann auf 100prozentig seriöse Weise das Buch von Guido Westerwelle kritisieren und dabei einen Grund haben, und es ist naheliegend, sich als Leser auch mal zu fragen, warum ich das Buch von Guido Westerwelle kritisiere und nicht das von Gregor Gysi. Meine Kritik kann unabhängig vom jeweiligen politischen Standpunkt gültig sein — etwa, wenn Westerwelles Buch  die Tatsachen verfälschte -, und zugleich könnte es mit meinem politischen Standpunkt zusammenhängen, dass ich sie überhaupt führe. Solange meine inhaltliche Arbeit solide und gewissenhaft wäre, sähe ich auch gar nichts Falsches daran.</p>
<p>Wobei ich Niggemeier nichts unterstelle. Ich finde es fruchtbarer, sich mit den Texten zu befassen als mit etwas schattenzuboxen, das ich als dahinterstehend konstruieren mag.</p>
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		<title>Von: John Myers</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/bundestagswahl-2009-gelaufen/#comment-32155</link>
		<dc:creator>John Myers</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 08:23:58 +0000</pubDate>
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		<description>Nun - WISSEN tu ich es selbstverständlich nicht. Ich weiß einfach, wie die Usanzen zwischen Hauptstadtjournalisten und Regierung sind. Und ich weiß auch, dass der Spiegel es sich nicht leisten kann, Steinbrück so eine schwerwiegende Meinung zu unterstellen, ohne mit ihm gesprochen zu haben. Außerdem ist das fehlende Dementi von Steinbrück in der Tat ein ziemlich guter Hinweis darauf, dass er nichts dagegen hat, so dargestellt zu werden.
WISSEN aber kann man es nie, wenn ein Medium sich auf Informationen, auf anonyme Quellen stützt - letztlich läuft am Ende alles auf die Frage hinaus: Hält man das Medium für vertrauenswürdig oder nicht? Glaubt man ihm oder nicht?
Da die Medien in den letzten Jahren allgemein eine gewisse Vertrauenskrise erlebt haben, ist es schon möglich, dass der Gebrauch von anonymen Quellen von den Lesern weniger gut angenommen wird. Die Frage ist nur: Was ist die Alternative? Soll man über diese Dinge einfach gar nicht mehr berichten? Das ist es doch auch nicht, was man von der Presse erwartet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun — WISSEN tu ich es selbstverständlich nicht. Ich weiß einfach, wie die Usanzen zwischen Hauptstadtjournalisten und Regierung sind. Und ich weiß auch, dass der Spiegel es sich nicht leisten kann, Steinbrück so eine schwerwiegende Meinung zu unterstellen, ohne mit ihm gesprochen zu haben. Außerdem ist das fehlende Dementi von Steinbrück in der Tat ein ziemlich guter Hinweis darauf, dass er nichts dagegen hat, so dargestellt zu werden.<br />
WISSEN aber kann man es nie, wenn ein Medium sich auf Informationen, auf anonyme Quellen stützt — letztlich läuft am Ende alles auf die Frage hinaus: Hält man das Medium für vertrauenswürdig oder nicht? Glaubt man ihm oder nicht?<br />
Da die Medien in den letzten Jahren allgemein eine gewisse Vertrauenskrise erlebt haben, ist es schon möglich, dass der Gebrauch von anonymen Quellen von den Lesern weniger gut angenommen wird. Die Frage ist nur: Was ist die Alternative? Soll man über diese Dinge einfach gar nicht mehr berichten? Das ist es doch auch nicht, was man von der Presse erwartet.</p>
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	<item>
		<title>Von: Gregor Keuschnig</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/bundestagswahl-2009-gelaufen/#comment-32134</link>
		<dc:creator>Gregor Keuschnig</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 07:32:40 +0000</pubDate>
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		<description>@37/John Myers
Naja, lesen kann ich. Ich fasse zusammen: Sie sagen, Steinbrück hat gesagt, dass die BTW 09 verloren ist, obwohl er das nicht &lt;i&gt;direkt&lt;/i&gt; gesagt haben will, sondern nur im intimen Gespräch mit dem Journalisten, richtig? Sie sagen, die Tatsache, dass ein &quot;Spiegel&quot;-Redakteur das schreibt, was er schreibt, zeigt auf, dass Steinbrück ihm gesagt hat, die BTW ist verloren, aber er soll das bitte nicht &lt;i&gt;so&lt;/i&gt; sagen, sondern metaphorisch.

Ich möchte einfach nur wissen, woher sie ihren Schluss tatsächlich gründen.

In Wirklichkeit stecken in Ihren Ausführungen nur Vermutungen über Vermutungen (Hervorhebungen von mir): &quot;mit Steinbrück &lt;b&gt;offenbar&lt;/b&gt; ausführlich gesprochen hat&quot; und &quot;bedeutet das &lt;b&gt;ziemlich&lt;/b&gt; sicher&quot;.

Fast schon beleidigt schreiben Sie dann, dass Sie nicht gesagt haben, dass man aus dem Zitat etwas eindeutiges herauslesen kann, aber dennoch glauben Sie ableiten zu können, dass Steinbrück die BTW 09 verloren gibt und das - &quot;unter 2&quot; - so gesagt hat. Das leuchtet mir nicht ein, und wenn Sie noch hundertmal die journalistischen Usancen Revue passieren lassen.

Im übrigen erschliesst sich mir der wesentliche Unterschied nicht darin, etwas nicht &quot;direkt zu zitieren&quot; (&quot;unter 2&quot;), sondern stattdessen zu schreiben: &quot;Steinbrück gibt Wahl verloren&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@37/John Myers<br />
Naja, lesen kann ich. Ich fasse zusammen: Sie sagen, Steinbrück hat gesagt, dass die BTW 09 verloren ist, obwohl er das nicht <i>direkt</i> gesagt haben will, sondern nur im intimen Gespräch mit dem Journalisten, richtig? Sie sagen, die Tatsache, dass ein »Spiegel«-Redakteur das schreibt, was er schreibt, zeigt auf, dass Steinbrück ihm gesagt hat, die BTW ist verloren, aber er soll das bitte nicht <i>so</i> sagen, sondern metaphorisch.</p>
<p>Ich möchte einfach nur wissen, woher sie ihren Schluss tatsächlich gründen.</p>
<p>In Wirklichkeit stecken in Ihren Ausführungen nur Vermutungen über Vermutungen (Hervorhebungen von mir): »mit Steinbrück <b>offenbar</b> ausführlich gesprochen hat« und »bedeutet das <b>ziemlich</b> sicher«.</p>
<p>Fast schon beleidigt schreiben Sie dann, dass Sie nicht gesagt haben, dass man aus dem Zitat etwas eindeutiges herauslesen kann, aber dennoch glauben Sie ableiten zu können, dass Steinbrück die BTW 09 verloren gibt und das — »unter 2″ — so gesagt hat. Das leuchtet mir nicht ein, und wenn Sie noch hundertmal die journalistischen Usancen Revue passieren lassen.</p>
<p>Im übrigen erschliesst sich mir der wesentliche Unterschied nicht darin, etwas nicht »direkt zu zitieren« (»unter 2″), sondern stattdessen zu schreiben: »Steinbrück gibt Wahl verloren«.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: John Myers</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/bundestagswahl-2009-gelaufen/#comment-32127</link>
		<dc:creator>John Myers</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 06:52:15 +0000</pubDate>
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		<description>@32/Keuschnig:
Lesen Sie doch noch einmal genau, was ich geschrieben habe. Wenn ich ihre Antwort lese, habe ich nicht den Eindruck, dass Sie sich auf meinen Beitrag beziehen. Ich habe nicht behauptet, man könne aus dem Zitat etwas eindeutiges lesen, ich habe vielmehr erklärt, dass Steinbrück die Sache mit der Bundestagswahl ziemlich sicher gesagt hat, dass der Journalist es aber aufgrund einer Vereinbarung nicht direkt zitieren durfte und deshalb - wie es in solchen Fällen üblich ist - die Aussage Steinbrück einfach zuschreibt (&quot;die gibt er verloren&quot;) - eine Sache, die Steinbrück durchaus zugute kommt, weil er damit seine Meinung in die Öffentlichkeit bringen kann, ohne sie auszusprechen. Ich habe weiter ausgeführt, dass das im Rahmen dieses Textes zulässig ist, dass das Problem aber bei Spiegel Online liegt - man kann daraus keine solche Headline machen, weil man es härter haben und direkter sagen können müsste, um daraus News zu machen. Aber wie gesagt: Oben steht es noch einmal genauer.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@32/Keuschnig:<br />
Lesen Sie doch noch einmal genau, was ich geschrieben habe. Wenn ich ihre Antwort lese, habe ich nicht den Eindruck, dass Sie sich auf meinen Beitrag beziehen. Ich habe nicht behauptet, man könne aus dem Zitat etwas eindeutiges lesen, ich habe vielmehr erklärt, dass Steinbrück die Sache mit der Bundestagswahl ziemlich sicher gesagt hat, dass der Journalist es aber aufgrund einer Vereinbarung nicht direkt zitieren durfte und deshalb — wie es in solchen Fällen üblich ist — die Aussage Steinbrück einfach zuschreibt (»die gibt er verloren«) — eine Sache, die Steinbrück durchaus zugute kommt, weil er damit seine Meinung in die Öffentlichkeit bringen kann, ohne sie auszusprechen. Ich habe weiter ausgeführt, dass das im Rahmen dieses Textes zulässig ist, dass das Problem aber bei Spiegel Online liegt — man kann daraus keine solche Headline machen, weil man es härter haben und direkter sagen können müsste, um daraus News zu machen. Aber wie gesagt: Oben steht es noch einmal genauer.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: md</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/bundestagswahl-2009-gelaufen/#comment-32154</link>
		<dc:creator>md</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 23:07:58 +0000</pubDate>
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		<description>@34, @6: Niggemeier gegen #3 mit der Entgegnung zu verteidigen, auch der Niggemeier habe ein Recht auf eine politische Meinung und natürlich sei er linksliberal, das verfehlt einfach das Thema des Blogeintrags da oben. Der Blogeintrag hat nichts mit politischen Vorlieben zu tun; unserer drüben sowieso nicht. Es geht schlicht um einen schlimmen Umgang mit der Wahrheit in Deutschlands wichtigstes Nachrichtenportal.

Wenn es so wäre, wie Kommentator #3 nahelegt - dass bei Niggemeier politisch diskutable Ansichten die Kritik des journalistisch Indiskutablen verwässern - dann wäre das schade. Ich habe so eine Verwässerungstendenz in Niggemeiers Privatblog bislang nicht feststellen können, und es ist mir schleierhaft, wie Kommentator #3 drauf kommt, gerade der Blogeintrag zum SPON-Titel sei ein Beispiel dafür. Mein Eintrag wäre im Falle der CDU, mutatis mutandis, exakt identisch gewesen, und Niggemeiers Eintrag könnte es problemlos ebenfalls sein.

(Im übrigen muss ich die Erklärung in #25 korrigieren. Ein Serverupdate war schuld, nicht der Niggemeier-Link. Diese Nacht müsste das dummyblog wohl endlich wieder stehen.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@34, @6: Niggemeier gegen #3 mit der Entgegnung zu verteidigen, auch der Niggemeier habe ein Recht auf eine politische Meinung und natürlich sei er linksliberal, das verfehlt einfach das Thema des Blogeintrags da oben. Der Blogeintrag hat nichts mit politischen Vorlieben zu tun; unserer drüben sowieso nicht. Es geht schlicht um einen schlimmen Umgang mit der Wahrheit in Deutschlands wichtigstes Nachrichtenportal.</p>
<p>Wenn es so wäre, wie Kommentator #3 nahelegt — dass bei Niggemeier politisch diskutable Ansichten die Kritik des journalistisch Indiskutablen verwässern — dann wäre das schade. Ich habe so eine Verwässerungstendenz in Niggemeiers Privatblog bislang nicht feststellen können, und es ist mir schleierhaft, wie Kommentator #3 drauf kommt, gerade der Blogeintrag zum SPON-Titel sei ein Beispiel dafür. Mein Eintrag wäre im Falle der CDU, mutatis mutandis, exakt identisch gewesen, und Niggemeiers Eintrag könnte es problemlos ebenfalls sein.</p>
<p>(Im übrigen muss ich die Erklärung in #25 korrigieren. Ein Serverupdate war schuld, nicht der Niggemeier-Link. Diese Nacht müsste das dummyblog wohl endlich wieder stehen.)</p>
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