„die aktuelle“-Bingo (6)

18 Feb 13
18. Februar 2013

Das ist natürlich für Bingo–Kenner eine zu leichte Aufgabe, zu erraten, was hinter diesem Liebesdrama im Leben der Kanzlerin steckt:

„Verlassen“ wurde Angela Merkel natürlich — auch wenn sich „die aktuelle“ alle Mühe gibt, das zu verschleiern — bloß von Bundesbildungsministerin Annette Schavan.

Das Titelfoto ist zwar am 29. Januar 2013 auf einer Gala des Bundesverbandes der Deutschen Industrie entstanden und kann schon deshalb nicht Merkels Reaktion auf Schavans Rücktritt zeigen, weil die damals noch nicht zurückgetreten war und sogar noch ihren Doktortitel hatte. Aber das sind für den Journalismus, wie ihn die aktuelle Illustrierte aus dem Haus der WAZ pflegt, bloß läppische Details.

Im Inneren stöhnt „die aktuelle“ dann: „So einsam war unsere Kanzlerin noch nie!“ und fabuliert:

Es geschah vor einer Woche. Da musste Angela Merkel erkennen, dass sie niemanden mehr hat, dem sie wirklich vertrauen kann. Sie verlor den letzten Menschen, der bedingungslos hinter ihr stand und absolut aufrichtig zu ihr war.

Annette Schavan.

Es ist wie ein Fluch:

„die aktuelle“ belässt es aber nicht bei dieser lustigen Erzählung von Politik als Schicksalsroman, sondern zielt dann noch auf das Privatleben der Kanzlerin. Es werde „schon länger über die Ehe der Kanzlerin gemunkelt“, behauptet die Volontärin der Zeitschrift, die den Text verfasst hat. Selbst im Urlaub wirke Merkel an der Seite ihres Mannes „nicht glücklich“, wie neulich im St. Moritz. Und so schließt sich der Kreis:

Wahrscheinlich hat Angela Merkel auch ihre privaten Sorgen da noch mit ihrer Freundin Annette Schavan geteilt.

Wie skrupellos „die aktuelle“ bei ihren Lügengeschichten ist, demonstrierte sie besonders eindrucksvoll vor vier Wochen. Gezeigt wurden Karl-Theodor zu Guttenberg und seine Frau. Die Frage: „Was hat er damit zu tun?“ bezieht sich auf einen tragischen Unfall, bei dem der Rektor der Bayreuther Hochschule ums Leben kam, als er beim Joggen von einer Straßenbahn erfasst wurde. Es ist die Hochschule, die Guttenberg den Doktortitel aberkannte. Was „die aktuelle“ daraus machte, fasste Jörg Thomann in seinen „Herzblatt-Geschichten“ in der FAS so zusammen:

„Der rätselhafte Tod seines größten Feindes“ sei „spannender als jeder Krimi“ und ein „Unfall, der die Phantasie anheizt, der Raum für viele Spekulationen lässt“. Und wenn auch Guttenberg dem Verunglückten nicht den Tod gewünscht habe, „klingt diese Tragödie nach Rache, nach Vergeltung“. Nein, Aktuelle, es klingt alles nur nach ganz miesem Journalismus, und wir sind froh, dass wir deine angeheizte, dreckige Phantasie nicht teilen müssen. Keine Pointe.

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69 Gedanken
  1. 1
    kasuppke says:

    O.K., ethische Maßstäbe scheinen in den Redaktionen dieser Blätter keine Rolle zu spielen: find ich zwar nicht gut, überrascht mich aber auch nicht.

    Aber was mich überrascht: Es gibt also einen Leserstamm für diese Blätter, der nach der die Leser bewusst in die Irre führenden Ankündigung auf der Titelseite und der dann folgenden Nicht-Story das Blatt nicht nimmt, in die Ecke schmeißt und sich vornimmt, es nie, nie, nie wieder zu kaufen? Traurig.

  2. 2
    Schreiberling says:

    Schön, dass in diesem Land eine Volontärin über die Kanzlerin herziehen kann, und die Polizei geht nicht dagegen vor.

    Schade, dass sich auch kein Chefredakteur oder eine Geschäftsführerin findet,die etwas dagegen hat.

  3. 3
    Lothar says:

    > Es gibt also einen Leserstamm für diese Blätter

    Klar. Das dürften die gleichen Leute sein, die sich Telenovelas ansehen. Da ist man diese Art Cliffhanger gewöhnt, bei der hochdramatisch eine Folge beendet wird und die Auflösung dann in der nächsten Folge — wenn überhaupt — in den ersten 30 Sekunden abgefrühstückt wird.

    Der Unterschied zur Telenovela ist nur, dass man für die (Nicht)auflösung keine 24 Stunden/7 Tage warten muss.

    Rein inhaltlich scheint sich „die aktuelle“ auch nicht wirklich von einer Telenovela zu unterscheiden, nur mit dem Unterschied, dass man reale Personen als „Cast“ und deren Erlebnisse für den „Plot“ verwendet.

  4. 4
    nothing says:

    In der Tat, irgendwann müsste doch jeder Zufallskäufer gemerkt haben, dass die vermeintliche Exklusiv-Meldung nicht eingelöst wird. Vermutlich deshalb in den Beispielen die Tendenz, die fälschlicherweise suggerierte Story dadurch einzulösen, dass im Text so getan wird, als könnte nicht vollkommen ausgeschlossen werden, dass etwas daran sein könnte (obwohl nichts darauf hindeutet). Erinnert ein wenig an freies Assoziieren mit nachfolgender Autosuggestion. Es ist bekannt, dass durch eine solche Techniken sehr löschungsresistente falsche Erinnerungen erzeugt werden können, die als subjektiv wahr erlebt werden.

    Kleine Randbemerkung: Ist das oben rechts in der Ecke nicht Herzogin Kate, die letztens im Bildblog in mühevoller Kleinarbeit unkenntlich gemacht wurde?

    http://www.bildblog.de/46099/ein-klarer-bruch-der-privatsphaere/

    Oder handelt es sich lediglich um eine Frau, die der schwangeren Herzogin Kate entfernt ähnlich sieht und es sich vorstellen kann, vielleicht in Zukunft in Betracht zu ziehen, schwanger werden zu können?

  5. 5
    hw says:

    Zum Ausgangsposting: Ihren Doktortitel hat Frau Dr. Schavan immer noch, nach allem, was bekannt ist — da läuft ja noch die juristische Prüfung. Und dann wären da wohl eh auch noch Ehrendoktortitel.

  6. 6
    Dexter says:

    @kasuppke:
    Vielleicht sind die Aktuelle/Bingo/…-Leser ja die selben Leute, die Dschungelcamp schauen oder ESC. Wer weiß das schon?

    Der Dudeldödel-Bullshitfaktor der genannten Medienprodukte ist ab einer kritischen Entfernung gar nicht mehr soooo weit voneinander entfernt.

    Immerhin: Schön, dass man diese Entfernung heutzutage immernoch erreichen kann.

  7. 7
    kasuppke says:

    @Dexter

    Dann können Sie ja stolz auf sich und die Entfernung zu den Dingen sein. Vielleicht entbindet Sie diese Entfernung gar von der Pflicht, über diese eh alle gleich aussehenden Dinge eine Meinung zu haben?

    Wie man allen Ernstes eine Parallele aus einer harmlosen Gesangswettbewerb und bewusster Verleumdung sehen kann, ist mir schleierhaft. Ihnen wahrscheinlich auch, aber Sie haben das für Ihr Ego gebraucht, schätze ich.

  8. 8
    Alberto Green says:

    Heute ohne Rätselteil?

  9. 9
    Twipsy says:

    @4
    „Exkusiv-Fotos“…So gemeint: Wir sind die einzigen im deutschen Sprachraum, die sich nicht zu blöd sind, sie zu drucken.
    @3
    „Das dürften die gleichen Leute sein, die sich Telenovelas ansehen.„
    Ich vermute, die Kunden dieser Art gedruckten Mülls (das Wort mit J verkneife ich mir) sind 20 Jahre älter als die Telenovela-Zuschauer. Rentenalter bis Exitus schätze ich mal. Sind treue Print-Leser, leider.

  10. 10
    Stefan Niggemeier says:

    @Alberto Green: Ja. Bzw., ich hab das halt gleich aufgelöst. Verzeihung.

  11. 11
    Dexter says:

    @kasuppke:
    Die wesentliche Parallele besteht doch darin, dass dies alles als billige Massen-Unterhaltung ohne jeglichen Anspruch irgendeiner Form der Aufklärung gedacht ist. Der Konsument gibt sich dem hin, um dadurch „abschalten“ zu können.

    Wenn sie das für sich also in Anspruch nehmen wollen, so sei es ihnen doch gegönnt. Kein Problem.

    In meinem Hirn gibt es bei der Sichtung des DC wohl einfach einen ähnlichen Aufschrei wie in ihrem bei der Lektüre der „Aktuellen“.

    P.S. Der „harmlose Gesangswettbewerb“ hat durchaus auch eine politische Dimension. Wie jede harmlose Olympiade oder WM auch.

  12. 12
    VolkerK says:

    ALso ich finde die „Verlassen!“-Schlagzeile für diese Zeitung schon ungewohnt ironisch bis satirisch.
    Vermutlich war der Redakteur nicht ganz auf der Höhe.

  13. 13
    Deali says:

    was ist denn so schlimm an der Sache?
    In den Zeitungen die von den Freundinnen der Kanzlerin verbreitet werden finden sich noch viel mehr Ungereimtheiten. Und es wird zensiert auf Teufel komm raus.
    Ich habe schon öfters versucht diesen http://vimeo.com/23674530 kurzen Clip bei Spiegel im Forum einzustellen, es wurde jedes mal weg zensiert.
    Na und wenn die Bild sich mal verbeißt, au weia! Und zum Nachtreten haben die dann immer noch den Wagner.

  14. 14
    SvenR says:

    Ich finde das nicht in Ordnung, dass immer so gegen Volontäre gehetzt wird. Ich war auch mal Praktikant, Aushilfe, Auszubildender und Werkstudent. So einen Scheißdreck hätte ich nie verzapfen können oder wollen.

    Ich denke, dass das „Redakteure“ sind, die planvoll vorgehen. Ist halt ein dreistdummer Scheißplan. Entschuldigung.

    (Wollte ich schon lange mal sagen!)

  15. 15
    Stefan Niggemeier says:

    @SvenR: In diesem Fall entspricht das Kürzel unter dem Artikel aber tatsächlich dem Namen der Volontärin im Impressum.

  16. 16
    gnaddrig says:

    @ Deali (#13): Wenn Sie mit einer als Video verpackten Version von „Die Juden sind unser Unglück“ und „Das internationale Finanzjudentum hat überall seine dreckigen Finger im Spiel“ hausieren gehen, müssen Sie sich nicht wundern, dass das nicht so gut aufgenommen wird.

    Natürlich will sich der Spiegel nicht so eine Laus in den Pelz setzen lassen. Das hat allerdings mit Zensur nichts zu tun. Der Spiegel ist ja nun wahrhaftig kein Sprachrohr der Regierung oder gar eine Staatszeitung. Der Spiegel will bloß nicht das Sprachrohr für jeden Scheiß abgeben, den irgendwelche Wirrköpfe ihm unterschieben.

  17. 17
    Thomas K. says:

    „Spannende und seriöse Reportagen über Showstars, VIPs und Königshäuser, ohne Sensationslust, sondern mit viel Gefühl, bestimmen das redaktionelle Angebot und prägen den „People-Magazin“ — Charakter. “

    http://www.waz-zeitschriften.de/titel-kombinationen/die-aktuelle

    So beschreibt die WAZ-Gruppe dieses hochwertige Produkt.

  18. 18
    Xaerdys says:

    Das ist nun wirklich moralisch nieeeeeeeeeederstes Niveau.

  19. 19
    Thomas Levermann says:

    Ich weiß wirklich nicht, mit wem ich mehr Mitleid haben soll: mit den Menschen, die so etwas aus finanzieller Not schreiben (lassen) ‚wollenmüssen‘ oder den knapp 390.000 Menschen, die so etwas aus emotionaler Not heraus lesen ‚müssenwollen‘.

  20. 20
    Frank Kemper says:

    Bei der Yellowpress handelt es sich um Presseerzeugnisse, bei denen die Leserschaft in meinen Augen mehr oder weniger billigend in Kauf nimmt, dass es sich dabei um Scripted Reality handelt. Vermutlich realisiert die Leserschaft nicht, dass zum Beispiel eine Schauspielerin nur eine Schauspielerin ist und nicht wirklich in den Bergdoktor verknallt. Zumindest verdrängt sie es erfolgreich. Yellow Press wird zur kurzweiligen Unterhaltung gelesen, nicht zur Information. Nun ja, es gibt ja auch Männer, die lesen mit großem Enthusiasmus Zeitungen über Autos oder Modelleisenbahnen — das ist vor dem Auge des Universums vermutlich ein ähnlich großer Grad an Realitätsverweigerung.
    Und eins muss man auch mal sagen: Man gehe in die Innenstadt einer beliebigen deutschen Großstadt und befrage 50 Passanten über die Eckpunkte der Schavanschen Bildungspolitik. Wie viele haben davon einen Plan? Zwei? Oder nur einer?

  21. 21
    Linus says:

    @Thomas Levermann

    Wieso herrscht eigentlich der Glaube, dieser Unfug könnte nicht auch mit völliger Absicht entstanden sein? Wieso müssen da immer Leute zu gezwungen worden sein aus was für einer Not auch immer? Und da hielte sich mein Mitleid arg in Grenzen.

  22. 22
    Nachtwächter-Blah » Immer wieder hübsch, so am Rande mitzubekommen,… says:

    […] wieder hübsch, so am Rande mitzubekommen, was für ein toller »Qualitätsjournalismus« eigens für die »Zielgruppe« Fr.… Hilft sehr dabei, Mitmenschin besser zu verstehen, und trifft zumindest dabei gar nicht so weit […]

  23. 23
    claudia says:

    Die aktuelle ist billig — geschenkt!

    Aber fragt sich nicht jede oder jeder zweite Deutsche, ob das nicht die Fake-Ehe des Jahrzehnts ist?

  24. 24
    Linus says:

    @claudia

    Ach, das fragt sich jede(e) zweite? Dann muss ich zu den ersten gehören.

  25. 26
    nona says:

    Ich wüsste nicht, warum das eine „Fake-Ehe“ sein sollte, noch warum das grundsätzlich relevant wäre, noch was das mich oder irgendjemanden sonst überhaupt anginge.

  26. 27
    Grosser Bruder says:

    Gibt es Statistiken, wie groß bei diesen Illustrierten der Anteil ist, der in Lesezirkeln verbreitet wird?

    Merkwürdigerweise findet man in den Wartezimmern fast jeder Praxis und fast jeder Klinik-Ambulanz, genauso wie in vielen Cafes, Altentagesstätten, Fußpflegen etc. überwiegend diese Schmierenblätter. Und das obwohl man stets beobachten muß, dass das keineswegs die beliebtesten Journale sind: Spiegel, Stern, Geo und meinetwegen auch noch Focus und „Auto, Motor & Sport“ sind stets schon in irgendeines Wartenden Hand, während die „aktuelle“ und ihre Geistesschwestern noch auf den Tischchen herumliegen und höchstens dann mal durchgeblättert werden, wenn die Wartezeit doch gar zu lang wird.

    Ist es möglich, daß diese Dinger überhaupt (fast) niemand wirklich lesen will, und sie ihre traurige Existenz nur der gedankelosen Mitführung in den Standard-Sortimenten der Lesezirkel verdanken?

  27. 28
    Dexter says:

    Zu den privaten partnerschaftlichen Verhältnissen unserer Großmächtigen: Bei den aktuellen ersten Männern im Staate und auch den anderen Kanzlern war das doch schon ein Thema. Ich finde es schon denkwürdig, warum die Massenmedien bei Frau Kanzler da eine Ausnahme machen und das aussen vor lassen. (auch wenn DAS eigentlich normal sein sollte ist diese unterschiedliche Behandlung schon eklatant)

    Gibt es dazu schon Betrachtungen?
    Vielleicht irgendwelche Beiträge von Medienjournalisten, bevor sich in ferner Zukunft Historiker der Sache annehmen werden …

  28. 29
    claudia says:

    @nona:
    Ich werd halt so ungern hinters Licht geführt und ich hab das Gefühl, dass ich das werde.
    Und im übrigen könnte es ja sein, dass die aktuelle eine Fährte gelegt hat.
    Ich weiß, dass ist hochspekulativ, aber .….ich glaube es.

    Leute wie Altmaier und Schavan spielen uns nix vor und sagen, wir sind Single und das ist Privatsache. Das finde ich dann auch.
    Aber wenn man extra in die Südtiroler Berge Fotografen bestellt, um sichim Eheglück ablichten zu lassen und nachher stellt sich raus, das Glück gab es nicht, das wäre Täuschung.
    Da wäre ich sauer.
    (Haha)
    Und mein Bauch sagt mir, das ist so.
    Wir werden sehen.

    Kein großes Thema für mich, beschäftigt mich nur immer wenn ich die „Merkels“ zusammen sehe.

  29. 30
    Stefan Niggemeier says:

    @claudia: Die „aktuelle“ ist ein olles Lügenblatt. Wenn Sie deren Fährte folgen, sind Sie verloren. Ich empfehle als kleine Einstimmung in die menschlichen und journalistischen Abgründe dies zur Lektüre: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-lugen-drama-drama-der-aktuellen/

  30. 31
    SvenR says:

    Trotzdem!

  31. 32
    Deali says:

    @gnaddrig #16
    Eigentlich sprechen die Bilder in dem Video ja für sich. Aber lernen sie doch mal ein wenig Englisch dann würden auch sie verstehen um was es dort geht.
    „Der Spiegel ist ja nun wahrhaftig kein Sprachrohr der Regierung oder gar eine Staatszeitung.“ Wer hat ihnen denn das untergejubelt? Sie glauben aber wohl alles — so es in ihre eingeschränkte Welt passt.
    Der Nachteil einer Demokratie ist es das Leute die für sich denken lassen müssen trotzdem zur Wahl gehen dürfen.

  32. 33
    theo says:

    @1:
    „Es gibt also einen Leserstamm für diese Blätter“

    Ja. Es sind fast ausnahmslos erwachsene Frauen. Ohne deren Zuspruch würde es eine ganze Menge weniger medialen Dreck geben.

  33. 34
    Dexter says:

    @Stefan Niggemeier:
    Danke erstmal, dass du dieses Thema so leidenschaftlich verfolgst. Ich frage mich nur immer, ob du diese Schundblättchen regelmäßig durcharbeitest? Wenn ja, dann muss das doch schmerzen!

  34. 35
    gnaddrig says:

    prust

  35. 36
    gnaddrig says:

    ging an Deali (#32)

  36. 37
    Stefan Niggemeier says:

    @Dexter: Nö, nicht systematisch. Immer mal wieder.

  37. 38
    J says:

    Vielen Dank für die Aufklärung.;)
    Als ich vorhin im Supermarkt die „aktuelle“ sah, war ich für eine Sekunde ernsthaft verunsichert, ob es sich nicht um die neueste Ausgabe der Titanic handelt. Beim googeln wurde ich dann hierher geleitet. Blöderweise habe ich einigen Leuten schon von der Trennung erzählt. Der Kommentar meiner Mutter: „Echt, der Sauer???!!!.…Naja, die sehen sich ja sowieso nie.“

  38. 39
    Olly says:

    @ Stefan
    Nur mal so aus Neugier, es gibt doch bestimmt ein Dutzend oder mehr von diesen Zeitschriften, die eine ähnliche Zielgruppe/ein ähnliches Themenspektrum haben. Hast Du mal geschaut, ob »die aktuelle« im Vergleich besonders schlimm ist oder bist Du für die Serie einfach bei der einen Zeitschrift geblieben, bei der Du zufällig das erste Mal auf solch einen hanebüchenen Unsinn gestoßen bist?

  39. 40
    Linus says:

    @claudia

    Merkel ist verheiratet und der Rest ist Privatsache. Ihr Gefühl, mit Verlaub, ist von keinerlei Relevanz. Genausowenig wie es der Zustand der Ehe von Frau Merkel ist.

  40. 41
    Thomas Levermann says:

    @Linus
    Aggree! Aber ich will mir nicht vorstellen können, warum eine Volontärin so was freiwillig und mit hoher intrinsischer Motivation schreibt? Und extrinsisch fällt mir halt aus finanziellen Gründen nicht viel ein. Oder war’s das lob vom Chefredakteure?

  41. 42
    Dexter says:

    @Linus:
    Claudia darf sich doch aber dafür interessieren. Es ist halt nur die Frage, wovon dieses Interesse zeugt.
    Übrigens: Wenn nur genügend Leute auch dieses Interesse haben, und dazu noch ein ähnliches „Gefühl“, dann wird die Sache übrigens (leider) durchaus relevant. Aber noch ist diese Abgrund glücklicherweise nicht erreicht.

    @Claudia:
    Ich finds schön, dass du den Weg hierher gefunden hast!

  42. 43
    Deali says:

    @linus #40
    „Genausowenig wie es der Zustand der Ehe von Frau Merkel ist.“

    Das stimmt nicht ganz. Wenn es dort Turbulenzen gibt dann schickt sie vor Wut vielleicht die Bundeswehr nach Mali.

  43. 44
    Daniel says:

    Zustimmung in fast allen Punkten. Was mich stört, ist die Betonung des Umstands, dass eine Volontärin den Artikel verfasst hat. In dem Zusammenhang klingt das so, als wäre dies ein (weiteres) Indiz für die mangelnde Aufrichtigkeit des Artikels. Nur weil Volontäre im Regelfall weniger Berufserfahrung haben, macht es sie ja nicht aufgrund ihrer Position zu weniger guten Autoren, oder?

  44. 45
    Linus says:

    @Dexter

    Wenn nur genügend Leute auch dieses Interesse haben, und dazu noch ein ähnliches »Gefühl«, dann wird die Sache übrigens (leider) durchaus relevant.

    Ähm, nein? Merkels Ehe geht niemanden was an. Punkt.

    @Deali

    Und ich dachte naiverweise, Merkel marschiert nur deshalb irgendwo ein, weil die Juden sie dazu zwingen können?

  45. 46
    nothing says:

    Den Zustand der Ehe von Frau Merkel finde ich ungefähr gerade so uninteressant wie die Ehelosigkeit von Herrn Altmaier.

  46. 47
    Deali says:

    @linus #45
    Israel bekommt von Merkel nur U-Boote! Den weißen Phosphor liefert ihr Freund Obama: http://www.hrw.org/de/news/2009/03/25/israel-einsatz-von-wei-em-phosphor-eindeutig-kriegsverbrechen

  47. 48
    nothing says:

    Gibt es irgendeine Gesetzmäßigkeit ähnlich zu Godwin’s Law, dass sofort eine Diskussion über Israel angefangen wird, sobald jemand „Bullshit-Bingo“ sagt?

  48. 49
    Frank Reichelt says:

    @ nothing
    Es scheint aber auch eine Gesetzmäßigkeit zu sein, dass sich immer irgendwer bemüßigt fühlt den Verschwörungstheoretikern die diesen Blog für ihre abstrusen Ideen mißbrauchen zu antworten, anstatt sie am langen Arm verhungern zu lassen. Dadurch kommt ja die von ihnen beklagte „Diskussion“ erst in Gang.
    Bevor ein besserer Name gefunden wird, nenne ich dieses Phänomen vorläufig „Niggi´s Law“.

  49. 50
    Lutz says:

    Das dürfte im speziellen nichts mit Bullshit-Bingo zu tun haben. Man kann davon ausgegen, dass Deali und Konsorten bei jedem x-beliebigen Blogthema eine freie Assoziation zu Isreal/Juden herstellen können. Das ist vermutlich pathologisch.

  50. 51
    Dexter says:

    @Linus #45
    Ähm, nein? Merkels Ehe geht niemanden was an. Punkt.
    Du hörst dich an wie Erich Honecker.
    Du hast mich aber leider nicht verstanden. Wir leben in einer Gesellschaft, die Vorgängen allein aus hinreichendem öffentlichen Interesse heraus Relevanz verleiht. Ob du das als einzelner Moralapostel nun schön findest oder nicht ist dabei völlig irrelevant. Punkt.

    Und das Übel von „die Aktuelle“ (DC, ESC ..) besteht nunmal genau darin, das diese Dingen Relevanz geben, die für das Volkswohl eigentlich irrelevant sind. Ich nenne das Verblendung und Ablenkung von _wirklich_ relevanten Informationen.
    Statt Aufklärung wird den Leuten eine Scheinwelt präsentiert.
    Daraus entsteht nichts Gutes …

  51. 52
    Dexter says:

    @Lutz:
    „Isreal“ wäre tatsächlich ein prima Name für einen jüdischen Staat. Zumindest für englischsprachige Zeitgenossen.

  52. 53
    mokoko says:

    Nun ja, es gibt ja auch Männer, die lesen mit großem Enthusiasmus Zeitungen über Autos oder Modelleisenbahnen — das ist vor dem Auge des Universums vermutlich ein ähnlich großer Grad an Realitätsverweigerung.

    Versteh ich nicht. „Auge des Universums“? Bitte erörtern.

  53. 54
    Hallodri says:

    @46: Altmaiers Privatleben wurde ja in diesem Blog schon einmal als „natürlich relevant“ bezeichnet, da er sich möglicherweise beruflich mit Themen befasste, die ihn auch privat betrafen. Warum sollte das bei Merkel anders sein?

  54. 55
    Linus says:

    Wir leben in einer Gesellschaft, die Vorgängen allein aus hinreichendem öffentlichen Interesse heraus Relevanz verleiht.

    Nein. Das Nichtverstehen beruht anscheinend auf Gegenseitigkeit. Der Zustand von Merkels Ehe ist nicht relevant, egal wie viele Leute den Drang verspüren mögen, bei ihr an der Bettdecke schnüffeln zu wollen. Das hat auch weniger mit Moralapostelei als mit einer gewissen Hygiene zu tun.

  55. 56
    Stillwater says:

    @ Linus #55

    Ich glaube, Dexter und du, ihr seid gar nicht voneineinander entfernt in euren Argumenten.
    Dexter habe ich so verstanden, dass er einen Zustand beschreibt, den er nicht toll findet (genauso wenig wie ich oder die meisten anderen Menschen), den er aber als im Moment gegeben ansieht.

    Das was du schreibst, gehört da genau so zu, denn natürlich sollte der Zustand der Ehe von Frau Merkel nicht relevant sein. Dennoch gibt es Leute, Redakteure, Leser, die dies für relevant halten. Daraus resultieren dann die Schmierenblättchen und ihre Leser.
    Deutlicher geworden?

  56. 57
    Dexter says:

    Nochmal „in einfach“:
    – In einer Diktatur ist relevant was der führende Moralapostel (auch „Diktator“ genannt) für relevant hält.
    – in einer „freien Gesellschaft“ ist relevant, was das Volk als relevant erachtet. Und das wäre ja auch ganz easy, gäbe es folgende Nebenbedingung nicht:Das Volk darf zwar machen was will, aber es darf nicht wollen was es will. (frei nach A.S.)
    Die Determination dessen, „was es wollen will“ erfolgt über die — ach so freien — Medien. Zum Beispiel „die Aktuelle“ oder die BILD.

  57. 58
    Linus says:

    Ich glaube, ich möchte doch lieber wieder ganz weit entfernt sein.

  58. 59
    Sinan A. says:

    [gelöscht]

  59. 60
    Robby says:

    Stefan, du hast ja Recht. Schlimm ist das Ganze schon. Eigentlich. Uneigentlich muss man sich, glaube ich, an diesem Genre des „Journalismus“ nicht mehr abarbeiten. Ich kenne diese Magazine nur durch dein Blog hier, aber ich denke, wer diese regelmäßig aufgrund der Titelgeschichten kauft, und dann glaubt, was darin steht, dem kann nicht wirklich geholfen werden. Es ist vielleicht ganz gut, diese armen Seelen mit erfundenen Geschichten zu unterhalten, bevor sie sich in die Esoterik ergeben. So schaden Sie sich wenigstens nicht.
    Bezüglich der BILD oder seriöser Medien mit großer Auflage gilt das natürlich nicht. Wer in der Lage ist, desinformative Kampagnen zu fahren, kann einer Gesellschaft gefährlich werden. Aber „die aktuelle“…?

  60. 61
    Deali says:

    wer wirklich zu blöd ist um zu wissen wie diese Blätter funktionieren der ist selber Schuld.
    Viel schlimmer sind die Publikationen denen vertraut wird. Wer etwas Licht in der Birne hat soll sich doch mal die Hatz auf Gysi im Spiegel anschauen. Aber es fühlt sich ja so gut an geführt zu werden

  61. 62
    Andreas says:

    Deali, Sie überschätzen sich.

  62. 63
    strawberry says:

    Das Foto von Stefan Niggemeier auf Spiegel-online („Verwählt: Stefan Niggemeier über…“) ist wirklich beeindruckend. Was so eine frische Rasur, neue Brille und Krawatte doch ausmachen…

  63. 64
    Dexter says:

    @Andreas:
    Inwiefern?

    @Deali:
    Da adressieren sie den Richtigen: Der Blogbetreiber wird seit einiger Zeit vom Spiegel bezahlt :P

  64. 65
    Dexter says:

    @strawberry:
    Ich bin zu blöde das zu finden. Haben sie freundlicherweise einen Link?

  65. 67
    Dexter says:

    Was ist nur aus dem gemütlichen Niggi-Bären geworden? Nee, dieht für mich ganz klar nach einer Tarnidentität aus!

    BTW: Jetzt im neuen Spiegel:
    Gysi, Kampusch, Hitler. Yeah!

  66. 68
    Robin says:

    Was für eine rührige Geschichte über unsere Kanzlerin. Ich habe gerade ein bisschen geweint.

  67. 69
    Starkstromliesel says:

    Da ich gerade ihr Konterfei und die darunter stehende Zeile betrachte Herr Niggemeier … Wie zufrieden sind Sie eigentlich mit der Entwicklung des spiegelblogs?

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