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	<title>Kommentare zu: Geht sterben (9)</title>
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	<description>Medienjournalist</description>
	<lastBuildDate>Mon, 13 Feb 2012 01:20:17 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Lineares Lesen ohne weitere Ablenkung durch das Medium im Zug &#124; ich-partizipiere</title>
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		<dc:creator>Lineares Lesen ohne weitere Ablenkung durch das Medium im Zug &#124; ich-partizipiere</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 21:50:51 +0000</pubDate>
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		<description>[...] während jener Bahnfahrt auch ein paar Texte von Stefan Niggemeier in Ruhe linear gelesen (bspw. &quot;Geht sterben (9)&quot;). Und immer wieder taucht bei beiden das gegenwärtig ganz heißte Ding Paid Content auf. Ich will [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[…] während jener Bahnfahrt auch ein paar Texte von Stefan Niggemeier in Ruhe linear gelesen (bspw. »Geht sterben (9)«). Und immer wieder taucht bei beiden das gegenwärtig ganz heißte Ding Paid Content auf. Ich will […]</p>
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		<title>Von: journalist</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/geht-sterben-9/#comment-101965</link>
		<dc:creator>journalist</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 08:42:18 +0000</pubDate>
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		<description>@Thomas: Die Lebenswirklichkeit kann vielfältiger sein, als man denkt. Ich habe einmal bei einem Blatt gearbeitet, in dem inoffiziell die mehr als unheimlich klingende Parole galt, &quot;Wir sind der Transmissionsriemen für die positiven Entwicklungen in der Region&quot;. Ich habe meinen Job gemacht, wie ich ihn verstehe - was ausrecherchiert, also wahr ist, kann nicht &quot;negativ&quot; im Sinne der Parole sein, auch wenn es kritisch ist und dem einen oder anderen nicht in den Kram passen mag. Und ich eckte an - aber nur kurz. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Chefs allergisch waren gegen eine bestimmte Art von vorurteils-durchtränktem Journalismus, der die &quot;kritische&quot; Meinung vor die unvoreingenommene Recherche stellt: Sie wollten fundierte Kritik, nicht Genörgel oder Krawalljournalismus, denn auch die Lokalzeitung hat bei aller notwendigen Kritikfähigkeit fair zu bleiben. Es gab nach ersten Irritationen dann auch nicht mehr das geringste Problem für mich. Die tatsächlich provokativ formulierte Ansage war als eine Art Wellenbrecher gedacht für meinungsstarke, aber kenntnisarme Prinzipienreiter in der Redaktion, deren Artikel immer wieder berechtigten Ärger bei interessierten Lesern oder Betroffenen erregten, weil sie Schlagseite hatten, ohne ganz falsch zu sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Thomas: Die Lebenswirklichkeit kann vielfältiger sein, als man denkt. Ich habe einmal bei einem Blatt gearbeitet, in dem inoffiziell die mehr als unheimlich klingende Parole galt, »Wir sind der Transmissionsriemen für die positiven Entwicklungen in der Region«. Ich habe meinen Job gemacht, wie ich ihn verstehe — was ausrecherchiert, also wahr ist, kann nicht »negativ« im Sinne der Parole sein, auch wenn es kritisch ist und dem einen oder anderen nicht in den Kram passen mag. Und ich eckte an — aber nur kurz. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Chefs allergisch waren gegen eine bestimmte Art von vorurteils-durchtränktem Journalismus, der die »kritische« Meinung vor die unvoreingenommene Recherche stellt: Sie wollten fundierte Kritik, nicht Genörgel oder Krawalljournalismus, denn auch die Lokalzeitung hat bei aller notwendigen Kritikfähigkeit fair zu bleiben. Es gab nach ersten Irritationen dann auch nicht mehr das geringste Problem für mich. Die tatsächlich provokativ formulierte Ansage war als eine Art Wellenbrecher gedacht für meinungsstarke, aber kenntnisarme Prinzipienreiter in der Redaktion, deren Artikel immer wieder berechtigten Ärger bei interessierten Lesern oder Betroffenen erregten, weil sie Schlagseite hatten, ohne ganz falsch zu sein.</p>
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		<title>Von: kampfstrampler</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/geht-sterben-9/#comment-101963</link>
		<dc:creator>kampfstrampler</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 08:24:42 +0000</pubDate>
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		<description>@62ff. Sehr lobenswert, das alles - wirklich. Nur eines sähe ich gern korrigiert: Es heißt DAS Berufsethos. Gruß, Klugscheißer vom Dienst</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@62ff. Sehr lobenswert, das alles — wirklich. Nur eines sähe ich gern korrigiert: Es heißt DAS Berufsethos. Gruß, Klugscheißer vom Dienst</p>
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		<title>Von: Thomas</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/geht-sterben-9/#comment-101934</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 00:42:31 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo corax. Ja, wäre schön, wenn jeder diesen Berufsethos hätte. 
Und natürlich rege ich mich auf, wenn Kollegen mit irgendwelchen &quot;Großkopferten&quot; zu sanft umgehen. Aber diesen Berufsthos von jedem zu erwarten, ist eine Illusion. Oder glaubst Du, jeder Arzt, Polizist oder Pfarrer ist ein Heiliger?

Ich habe diesen Beruf mal ergriffen, weil ich neugierig bin. Auf Menschen, Geschichten, Zusammenhänge. Und weil ich mich hin und wieder gerne mit Obrigkeiten anlege. Ich mache das jetzt seit 9 Jahren und hab immer noch einen Heidenspaß daran.

Aber ich erlebe auch genug Kollegen, die anders sind. Die diesen Beruf aus anderen Gründen gewählt haben (Geld, Mitteilungsbedürfnis, schriftstellerische Begabung, ...). Und es gibt Kollegen, die in der Knochenmühle des Redaktionsalltags abstumpfen und ihre alten Ideale aus den Augen verlieren.

Berufsethos? Den versuche ich mir zu bewahren - für meinen kleinen Zuständigkeitsbereich. Und ich möchte nicht bei irgendwelchen Verallgemeinerungen in einen Topf mit anderen geworfen werden.

So wie in Post #29 alle Journalisten und Verlage über einen Kamm zu scheren, ist ungerecht. Wie in jedem Berufszweig gibt es auch im Journalismus engagierte und weniger engagierte Vertreter. Aber die meisten Kollegen, die ich in meinen bisherigen Redaktionen (zwei süddeutschen Regionalzeitungen) erlebt habe, geben sich wirklich Mühe. Das Problem sehe ich eher in den vielen Stellenstreichungen, immer mehr Redaktionsbürokratie, Sparzwang und der stetigen Arbeitsverdichtung.

Aber inhaltliche Vorgaben für meine Reportagen, Interviews etc. - wie in #29 angedeutet - hatte ich nie. Da haben mir alle Ressortleiter und Chefredakteure immer freie Hand gelassen. Und als die mich eingestellt haben, wussten die auch, dass ich kein angepasster Ja-Sager bin. Mag sein, dass das beim Hamburger Abendblatt anders ist. Aber ich hatte bisher nur parteipolitisch neutrale Vorgesetzte, die sich gottseidank an den Sachthemen orientiert haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo corax. Ja, wäre schön, wenn jeder diesen Berufsethos hätte.<br />
Und natürlich rege ich mich auf, wenn Kollegen mit irgendwelchen »Großkopferten« zu sanft umgehen. Aber diesen Berufsthos von jedem zu erwarten, ist eine Illusion. Oder glaubst Du, jeder Arzt, Polizist oder Pfarrer ist ein Heiliger?</p>
<p>Ich habe diesen Beruf mal ergriffen, weil ich neugierig bin. Auf Menschen, Geschichten, Zusammenhänge. Und weil ich mich hin und wieder gerne mit Obrigkeiten anlege. Ich mache das jetzt seit 9 Jahren und hab immer noch einen Heidenspaß daran.</p>
<p>Aber ich erlebe auch genug Kollegen, die anders sind. Die diesen Beruf aus anderen Gründen gewählt haben (Geld, Mitteilungsbedürfnis, schriftstellerische Begabung, …). Und es gibt Kollegen, die in der Knochenmühle des Redaktionsalltags abstumpfen und ihre alten Ideale aus den Augen verlieren.</p>
<p>Berufsethos? Den versuche ich mir zu bewahren — für meinen kleinen Zuständigkeitsbereich. Und ich möchte nicht bei irgendwelchen Verallgemeinerungen in einen Topf mit anderen geworfen werden.</p>
<p>So wie in Post #29 alle Journalisten und Verlage über einen Kamm zu scheren, ist ungerecht. Wie in jedem Berufszweig gibt es auch im Journalismus engagierte und weniger engagierte Vertreter. Aber die meisten Kollegen, die ich in meinen bisherigen Redaktionen (zwei süddeutschen Regionalzeitungen) erlebt habe, geben sich wirklich Mühe. Das Problem sehe ich eher in den vielen Stellenstreichungen, immer mehr Redaktionsbürokratie, Sparzwang und der stetigen Arbeitsverdichtung.</p>
<p>Aber inhaltliche Vorgaben für meine Reportagen, Interviews etc. — wie in #29 angedeutet — hatte ich nie. Da haben mir alle Ressortleiter und Chefredakteure immer freie Hand gelassen. Und als die mich eingestellt haben, wussten die auch, dass ich kein angepasster Ja-Sager bin. Mag sein, dass das beim Hamburger Abendblatt anders ist. Aber ich hatte bisher nur parteipolitisch neutrale Vorgesetzte, die sich gottseidank an den Sachthemen orientiert haben.</p>
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	<item>
		<title>Von: corax</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/geht-sterben-9/#comment-101926</link>
		<dc:creator>corax</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 23:36:22 +0000</pubDate>
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		<description>@Thomas 

&lt;blockquote&gt;Warum sollten Journalisten anders sein als der Rest der Bevölkerung? Einige haben Zivilcourage, andere eben nicht.&lt;/blockquote&gt;

Berufsethos?

Warum sollten Ärzte anders sein als der Rest der Bevölkerung?
Oder Feuerwehrleute, Polizisten ....

Gruß</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Thomas </p>
<blockquote><p>Warum sollten Journalisten anders sein als der Rest der Bevölkerung? Einige haben Zivilcourage, andere eben nicht.</p></blockquote>
<p>Berufsethos?</p>
<p>Warum sollten Ärzte anders sein als der Rest der Bevölkerung?<br />
Oder Feuerwehrleute, Polizisten .…</p>
<p>Gruß</p>
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