Drei Sondersendungen gleichzeitig hat die ARD gestern nach der »Tagesschau« zum kalten Wetter ausgestrahlt. Der ARD-»Brennpunkt« schaltete live zur Autobahnraststätte Osterfeld, wo ein Reporter berichtete, dass es keine Probleme gebe:

Das »Hessen Extra« (Video) schaltete live in eine Sauna, wo ein Reporter herausfand, dass es dort viel wärmer sei als draußen:

Und ein »WDR-Extra« schaltete live zu einer Eisbahn, wo eine Reporterin ausprobierte, was es mit diesem Schlittschuhlaufen auf sich hat, von dem man jetzt so viel hört:

(Der RBB schaltete erst, als die anderen fertig waren, in seinem »RBB-Spezial« live zur Friedrichstraße, wo der Reporter meldete, dass die Temperaturen von minus drei auf minus vier Grad gesunken seien, die Bevölkerung auf diese Entwicklung aber erstaunlich gelassen reagiert habe.)

Das muss sie sein, die berühmte Informationskompetenz der ARD: an einem Abend gleich vier Programme kurzfristig ändern, um um die Wette Straßenumfragen zu machen und mit dem Aufwand, der einem Terrorangriff angemessen wäre, zu melden, dass es ein unspektakulärer kalter Tag war in Deutschland.

Die ganze Geschichte habe ich im Fernsehblog auf FAZ.net aufgeschrieben. (Und wo ich schon bei Werbung in eigener Sache bin, würde ich Ihnen da auch noch Peers Beobachtungen, wie die Kälte ins ZDF– und RTL-Programm einzog, ans Herz legen und meine Bildergeschichte über den sympathischen Raben, der sich von Uri Geller nicht verbiegen ließ.)