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	<title>Stefan Niggemeier &#187; artikel</title>
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	<description>Medienjournalist</description>
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		<title>Nothelle &amp; Singelnstein</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 11:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Niggemeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Er gibt sich keine Mühe, seine Geringschätzung zu verbergen. Es ist ja schon Zumutung genug, dass er sich als Regierender, ach was: Natürlicher Bürgermeister von Berlin zwei Fernsehduellen mit irgendwelchen Herausforderern stellen muss. Dann könnte er die Sache wenigstens selber moderieren. Das Schlimme ist, dass man Klaus Wowereit tatsächlich sofort die Leitung der Sendung übergeben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er gibt sich keine Mühe, seine Geringschätzung zu verbergen. Es ist ja schon Zumutung genug, dass er sich als Regierender, ach was: Natürlicher Bürgermeister von Berlin zwei Fernsehduellen mit irgendwelchen Herausforderern stellen muss. Dann könnte er die Sache wenigstens selber moderieren. </p>
<p>Das Schlimme ist, dass man Klaus Wowereit tatsächlich sofort die Leitung der Sendung übergeben möchte oder, alternativ, irgendjemandem. Stattdessen wird das »Berlin-Duell« moderiert von der Programmdirektorin und dem Chefredakteur des RBB, Claudia Nothelle und Christoph Singelnstein. Als gutes Argument für die Regel, Fernsehsendungen von Moderatoren moderieren zu lassen und nicht vom Führungspersonal, hat die ARD eigentlich schon HR-Chefredakteur Alois Theisen, aber diese beiden stellen sogar ihn in den Schatten. Sie wirken, als hätte man sie gerade in einem vergessenen Kellerraum des Sender Freies Berlin entdeckt und sicherheitshalber nicht aufgeweckt. Immerhin können sie es aber vor der Kamera fast mit der Lebendigkeit der Polizeikommissare in alten »Aktenzeichen XY«-Folgen aufnehmen. </p>
<p>Sie beginnen die Sendung ernsthaft damit, Renate Künast zu fragen, was ihr »durch den Kopf ging«, als sie am Vormittag hörte, dass zwei Männer festgenommen wurden, die womöglich einen Bombenanschlag geplant hatten, und schließen den Themenblock im Kindergärtnerinnentonfall ab: »Auch wir haben einen großen Schreck bekommen und sind natürlich froh, dass nichts passiert ist.« Singelnstein sucht wie ein Fünftklässler beim Gedichtaufsagen an der Decke nach den richtigen Wortern, während Nothelle flüssig Fragen formuliert, die frei von Inhalt sind. »Was raten Sie Bewohnern, die ihren Stadtteil wieder voranbringen wollen?« Die Abschlussfrage an Wowereit lautet: »Welche Erfahrung (in der Zeit als Regierender Bürgermeister) hat Sie besonders geprägt, und welche nehmen Sie mit, um vielleicht auch das ein oder andere anders zu machen?« </p>
<p>Aus irgendeinem Grund waren beide wild entschlossen, nur Künast, aber nicht Wowereit zu fragen, mit wem sie koalieren wollten, und als Künast Wowereit zu einer Antwort aufforderte, ging Singelnstein mehrmals mutig dazwischen: »Wir fragen Sie jetzt nicht nach den möglichen Koalitionen, sondern am 18. September, aber wenn Sie antworten wollen, dann gerne.« </p>
<p>Am Ende bitten die Moderatoren die Berliner Zuschauer, am nächsten Sonntag zur Wahl zu gehen. Wer es geschafft hat, wach zu bleiben, sieht keinen Grund, ihnen den Gefallen zu tun. </p>
<div class="kenkel">
<ul>
<li><a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8145130">Das Duell Wowereit — Künast in der ARD-Mediathek</a></li>
<li><a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8122302">Das Duell Henkel — Wowereit in der ARD-Mediathek</a></li>
</ul>
</div>
 <p><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=11980&amp;md5=4f22249bda592c75f0feb33388974c26" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Shitstorm</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/shitstorm/</link>
		<comments>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/shitstorm/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 21:52:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Niggemeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gamescom]]></category>
		<category><![CDATA[RTL]]></category>

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		<description><![CDATA[In der vergangenen Woche sind mehrere erstaunliche Dinge passiert. RTL hat sich für einen Bericht in seinem Knallmagazin »Explosiv« entschuldigt. »Die Verallgemeinerung und Überzeichnung des Beitrags war ein Fehler«, sagte ein Moderator. »Wenn wir damit Gefühle verletzt haben sollten, entschuldigen wir uns ausdrücklich dafür.« Die Sätze könnte der Sender natürlich in jeder seiner Magazinsendungen ausstrahlen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der vergangenen Woche sind mehrere erstaunliche Dinge passiert. RTL hat sich für einen Bericht in seinem Knallmagazin »Explosiv« entschuldigt. »Die Verallgemeinerung und Überzeichnung des Beitrags war ein Fehler«, sagte ein Moderator. »Wenn wir damit Gefühle verletzt haben sollten, entschuldigen wir uns ausdrücklich dafür.« Die Sätze könnte der Sender natürlich in jeder seiner Magazinsendungen ausstrahlen, ohne dass es unpassend wäre, tut es aber sonst nicht.</p>
<p>Dann schaffte es die für RTL zuständige Niedersächsische Landesmedienanstalt, innerhalb von nur einem Tag festzustellen, dass der Beitrag zwar »ärgerlich, aber keinesfalls rechtswidrig« war. Normalerweise sind nach diesem Zeitraum bei den deutschen Medienaufsichtsbehörden noch nicht einmal die Leute geweckt, die die Leute wecken sollen, die sich darum kümmern, Leute zu finden, die wissen, wie man an diese Fernsehbeiträge rankommt, über die die Menschen sich beschweren.</p>
<p>Und das alles, weil RTL sich mit den Falschen angelegt hatte. In einem womöglich lustig, ganz sicher aber gehässig und grotesk überheblich gemeinten Bericht über die Spielemesse Gamescom hatte »Explosiv« Computerspieler als ungeliebte, ungepflegte, übelriechende Sonderlinge dargestellt. Nun ist es aber so, dass solche Jungs die Zeit, die sie beim Duschen einsparen, gerne dafür investieren, etwas zu organisieren, was man im Internet einen gepflegten »Shitstorm« nennt. Sie sind es ohnehin gewohnt, von den Medien als Quasi-Terroristen in Ausbildung dargestellt zu werden. Echte Empörung mischte sich mit viel Tagesfreizeit, Selbstgerechtigkeit und Unterhaltungswillen, und so wehrten sie sich mit Tausenden Protestschreiben, mit Videos, Blog– und Foreneinträgen, mit dem Hacken von rtl.de, einem Flashmob und der ominösen Drohung weiterer Angriffe und schafften eine Aufmerksamkeit, von der andere Gruppen nur träumen können.</p>
<p>Das ist als Machtdemonstration eindrucksvoll, und so wird es sich der Sender in Zukunft sicher zweimal überlegen, bevor er Gamer bloßstellt und erniedrigt, und das lieber weiter mit wehrloseren Opfern tun.</p>
 <p><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=12022&amp;md5=803a5fa4bdc8469ab7048828ff7b4618" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Christoph Lütgert</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/christoph-lutgert/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 12:31:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Niggemeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jahresende 1999 verbrachte Stefan Raab damit, Heiner Bremer aufzulauern. Er wollte sich über dessen Moderationsversuche im RTL-»Nachtjournal« lustig machen. Bremer sagte, er habe »aus guten Gründen was gegen Überfall-Kommandos«. Für Raab war das perfekt. Wochenlang füllte er seine Show mit dem vergeblichen Versuch, Bremer zu erreichen und ihm ein »Raabigramm« zu singen. Der NDR-Reporter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahresende 1999 verbrachte Stefan Raab damit, Heiner Bremer aufzulauern. Er wollte sich über dessen Moderationsversuche im RTL-»Nachtjournal« lustig machen. Bremer sagte, er habe »aus guten Gründen was gegen Überfall-Kommandos«. Für Raab war das perfekt. <a href="http://tvtotal.prosieben.de/tvtotal/videos/player/?contentId=14373">Wochenlang füllte er seine Show</a> mit dem vergeblichen Versuch, Bremer zu erreichen und ihm ein »Raabigramm« zu singen.</p>
<p>Der NDR-Reporter Christoph Lütgert betreibt eine Art Stefan-Raab-Journalismus. Er macht aus Filmen über brisante Themen Filme über sich selbst, wie er versucht, Verantwortliche dazu zu bringen, mit ihm zu reden. Das ist — trotz klassischer Einstellungen wie dem Hinterherlaufen mit der Kamera und spektakulär plumper Ausweichversuche der Betroffenen — , nicht ganz so unterhaltsam wie bei Raab. Vor allem aber geht es in einem Film wie »Rot-Grün macht Kasse«, den das Erste in dieser Woche zeigte, dann nicht mehr um das eigentliche Ärgernis, die Hemmungslosigkeit und Gier ehemaliger Regierungspolitiker, sondern bloß um das für jeden außer Lütgert ungleich kleinere Ärgernis, dass sie sich gegenüber Lütgert nicht erklären wollen.</p>
<p>Es ist natürlich eine fantastische Unverschämtheit, wenn der Öl-Förderer Gerhard Schröder ihm ein Interview mit dem Satz verweigert: »Das ist kein politisches, sondern ein ästhetisches Problem.« Es fällt nur so schwer, ihm zu widersprechen, wenn man gerade fast dreißig Minuten lang fast ununterbrochen das Gesicht Christoph Lütgerts gesehen hat, das kein Fernsehgesicht ist (immerhin ist Lütgerts Kameraleuten inzwischen der Trick eingefallen, teilweise von hinten über seine Schulter durch seine Brille zu filmen, so dass es möglich ist, gelegentlich noch etwas anderes im Bild zu zeigen als ausschließlich den Reporter). Wenn man gesehen hat, wie er einen Rechercheur darstellt, indem er im Flugzeug in einem Werbeprospekt wichtig auf das Wort »Safety« tippt, oder einen knallharten Hund, indem er bei einer BMW-Pressekonferenz fragt, ob die neuen umweltfreundlichen Autos von Joschka Fischer selbst entwickelt wurden. Und wenn man gesehen hat, in welchem Maße bei Lütgert Empörung Argumente ersetzt. Über Marianne Tritz, die sich von Kollegen (aber nicht von ihm) durchaus kritisch befragen lässt, sagt er: »Von der grünen Kämpferin gegen den Atomtod zur obersten Lobbyistin für die todbringende Zigarettenindustrie. Ein wahrhaft atemberaubender Wechsel.«</p>
<p>Sein stärkster Beleg, dass er im Recht ist, ist die Weigerung der Betroffenen, mit ihm zu reden. Tun sie es doch, ist er erstaunlich hilflos. Raab hatte dann immerhin noch seine Ukulele.</p>
<div class="kenkel">
<ul>
<li><a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=7943466">»Rot-Grün macht Kasse« in der Mediathek des Ersten</a></li>
</ul>
</div>
 <p><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=11882&amp;md5=cf6d148c5b8f7f6b671fc465fe2c343f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ernie &amp; Bert</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 21:59:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Niggemeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Bert]]></category>
		<category><![CDATA[Ernie]]></category>
		<category><![CDATA[schwul]]></category>
		<category><![CDATA[Sesamstraße]]></category>

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		<description><![CDATA[Die dümmste Antwort kommt ausgerechnet von Steve Whitmire, der nach dem Tod von Jim Henson Kermit den Frosch und Ernie spielte. Auf die Frage, ob Ernie und Bert schwul seien, sagte er: »Es sind Puppen. Sie existieren nicht unterhalb der Hüfte.« Als ob sexuelle Identität eine Frage des Unterleibs wäre. Früher war es die fundamentalistische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die dümmste Antwort kommt ausgerechnet von Steve Whitmire, der nach dem Tod von Jim Henson Kermit den Frosch und Ernie spielte. Auf die Frage, ob Ernie und Bert schwul seien, <a href="http://muppet.wikia.com/wiki/Are_Ernie_and_Bert_gay%3F">sagte er</a>: »Es sind Puppen. Sie existieren nicht unterhalb der Hüfte.« Als ob sexuelle Identität eine Frage des Unterleibs wäre. </p>
<p>Früher war es die fundamentalistische Rechte, wie der amerikanische Pfarer Joseph Chambers, der in den beiden »Sesamstraßen«-Figuren subversive Propaganda für homosexuelle Lebensgemeinschaften sah. Aktuell ist es die Linke, die fordert, dass Ernie und Bert endlich ihr Coming Out haben und heiraten müssten. Die Antwort der Macher ist seit Jahren dieselbe: Ernie und Bert existierten bloß, um Vorschülern zu verdeutlichen, dass auch sehr unterschiedliche Charaktere Freunde sein könnten. Muppets hätten keine Sexualität.</p>
<p>Dabei gibt es durchaus vereinzelte, offen heterosexuelle Muppet-Paare: Oskar und Graf Zahl zum Beispiel haben — selten gesehene — Freundinnen. (Und in einem legendären »Sesamstraßen«-Special <a href="http://www.youtube.com/watch?v=j6CrfMl0WRw&#038;t=1m30s">verspeist das Krümelmonster eine höchst aufreizende Julie Andrews</a> — oder jedenfalls ihren Schmuck und ihre Schuhe.) Die Frage ist nicht ganz abwegig, ob die »Sesamstraßen«-Welt wirklich eine Welt ohne Sexualität ist — oder nicht doch eine nur ohne Homosexualität. Ist das Verhältnis von Ernie und Bert womöglich Ausdruck der »Don’t Ask Don’t Tell«-Ideologie — dass Schwulsein okay ist, solange man nicht darüber redet? Und würden zwei männliche (oder weibliche) Puppen, die einfach ganz selbstverständlich ein Paar sind, nicht Normalität reflektieren und demonstrieren?</p>
<p>Es geht eigentlich um zwei verschiedene Fragen: Dürfen Ernie und Bert schwul sein? Und: Müssen Ernie und Bert schwul sein? Die liberale amerikanische Journalistin Alyssa Rosenberg <a href="http://thinkprogress.org/alyssa/2011/08/05/288521/bert-and-ernie-shouldnt-get-married/">argumentiert zu recht</a>, dass der Gedanke, dass ein Mann, der mit einem Mann zusammenlebt oder eine enge Freundschaft führt, schwul sein müsse, weder für schwule noch für heterosexuelle Männer hilfreich ist.</p>
<p>In der zweiten Folge der »Muppet Show« vom 28. Februar 1976 gibt es übrigens einen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=np_aQ6a-Zis">großen romantischen Auftritt</a> von Bert mit der Schauspielerin Connie Stevens, mit der er »Some Enchanted Evening« in einer Weise singt, die alle Zweifel an seiner Heterosexualität beseitigen sollte. Das nette schwule »Sesamstraßen«-Paar müssten also dann doch andere sein als die Gay Icons Ernie und Bert.</p>
 <p><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=12025&amp;md5=7228ab19ebd8c0d1fc415d3f04932c9b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Thomas Gottschalk</title>
		<link>http://www.stefan-niggemeier.de/blog/thomas-gottschalk-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 22:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Niggemeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[artikel]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Gottschalk]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Gute für ihn ist: Er kann immer wieder zurückgehen. Wäre ja nicht das erste Mal, dass er sich groß verabschiedet von »Wetten, dass«, um dann nach kurzer Zeit einfach wieder zurückzukommen, fragen Sie mal Wolfgang Lippert. Ab einer bestimmten Liga wirkt das nicht unentschlossen oder unsouverän, sondern als Beweis echter Größe. Hans-Joachim Kulenkampff hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Gute für ihn ist: Er kann immer wieder zurückgehen. Wäre ja nicht das erste Mal, dass er sich groß verabschiedet von »Wetten, dass«, um dann nach kurzer Zeit einfach wieder zurückzukommen, fragen Sie mal Wolfgang Lippert. Ab einer bestimmten Liga wirkt das nicht unentschlossen oder unsouverän, sondern als Beweis echter Größe. Hans-Joachim Kulenkampff hat sich schon 1966 zum ersten Mal von »Einer wird gewinnen« verabschiedet. Vielleicht könnte man sogar eine jährliche Gottschalk-Verabschiedungs– und Rückkehr-Routine daraus machen, quasi eine Meta-Show, mit den Berichterstattern als Kandidaten, die erraten müssen, zu welchem Sender er das nächste Mal geht, wohin er dafür seinen Wohnsitz verlegt und ob Michelle Hunziker ihn begleiten wird.</p>
<p>Vorerst aber zerbrechen sich die Medienprofis und –laien im Land rührend den Kopf, wie genau die ARD denn Platz finden soll für eine fast-werktägliche halbstündige Gottschalk-Show vor der »Tagesschau«, wo diese Strecke doch zugerümpelt ist mit Programmhinweisen, Werbung, einem Miniwissensmagazin, Werbung, einem Minibörsenmagazin, Werbung und dem Wetterbericht. Dabei ist das leicht: Das wird einfach alles Teil der neuen Show.</p>
<p>Gottschalk sitzt also auf dem Sofa und begrüßt die Zuschauer zuhause und die Moni aus Pirmasens, die per Facebook zugeschaltet ist und über deren knappes Kleid er ein paar anzügliche Witze macht, die Kamera zieht auf, man sieht, dass Steffi zu Guttenberg schon neben Gottschalk sitzt, er bietet ihr auf die Frage, wie es so war in Amerika, drei Antwortmöglichkeiten und erkundigt sich, ob sie sich auch schon mal gefragt hat, wie ein Fahrstuhl funktioniert, aha, soso, na dann soll uns das der Ranga mal erklären; es folgt ein Einspielfilm über eine Familie aus der Pfalz, die kleine Nougat-Guttenberge verkauft, ein Quiz, bei dem Moni gegen irgendeinen Twitter-Typ um einen Audi spielt, eine Schalte zur Börse, der Lustige-YouTube-Clip des Tages, die Nachfrage bei Moni, wie denn das Wetter in Pirmasens ist, Überleitung zu Claudia Kleinert, die Moni sagt, dass sie die Grillparty am Wochenende knicken kann, Verabschiedung Steffi zu Guttenberg, morgen auf dem Sofa: Fritz Wepper!</p>
 <p><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/?flattrss_redirect&amp;id=12028&amp;md5=f3d68c18de988a302b3812e86e1be20c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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