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Super-Symbolbilder: „Putin, einsam und verlassen“

16 Nov 14
16. November 2014

Gestern, 20 Uhr, die „Tagesschau“ berichtet vom G20-Gipfel in Brisbane. Der Korrespondent sagt:

„Beim Barbecue am Mittag, wie symbolisch, Putin, einsam und verlassen.“

Und zeigt, Tatsache:

Ein Blick ins Ausgangs-Material von Reuters verrät allerdings, dass Putin gar nicht alleine am Tisch sitzt. Links am Tisch, na sowas: Dilma Rousseff, die Präsidentin Brasiliens.

Dafür sieht es bei Reuters so aus, als ob Shinzō Abe, der japanische Regierungschef, ganz schön einsam und verlassen da vor sich hinsitzen muss.

Und… oh, Obama?

Merke: Man sieht, was man will.

Und: Sie lernen nichts.

[via Moritz Gathmann]

Nachtrag, 17. November. ARD-Chefredakteur Kai Gniffke hat sich zu einer Art Antwort herabgelassen.

Steinmeier beklagt „erstaunliche Homogenität“ und „Konformitätsdruck“ in Medien

15 Nov 14
15. November 2014

Frank-Walter Steinmeier hat auf den Lead-Awards gestern in Hamburg eine Rede über den Zustand des Journalismus in Deutschland und die Glaubwürdigkeitskrise deutscher Medien gehalten, die ich für außerordentlich hellsichtig halte. Der deutsche Außenminister sagte:

(…) Medienbashing ist in diesen Tagen zu einer Art Trendsportart geworden. Wer über verlogene, korrupte oder gemeine Journalisten schimpft, verkauft viele Bücher. Wenn dagegen ein Korrespondent in Krisengebieten falsch recherchiert oder ein Kommentator eine unpopuläre These zuspitzt, kann er sich auf Beschimpfungen und Verschwörungstheorien in den sozialen Medien gefasst machen. (…)

Was sind die Ursachen der Glaubwürdigkeitskrise? Die einfachste Erklärung wäre: Der Leser ist schuld, der ist halt dumm und frech. Der kapiert nicht, wie gut die Zeitungen sind. Aber mit dem Leser ist es wie mit dem Wähler. Man kann sich über ihn ärgern, aber man sollte ihn nicht ignorieren und am besten sehr ernst nehmen.

Die zweite Möglichkeit: Die Umstände sind schuld. Das wäre in diesem Fall mal wieder das Internet. Es hat der Individualisierung unserer Gesellschaft einen zusätzlichen Schub gegeben. Engagierte Leser finden im Netz persönliche Informationskanäle, und sie können selbst Informationen und Meinungen produzieren, ohne Redaktion und Druckerpresse, einfach zu Hause per Computer und W-Lan. Damit hätte das Internet das Entstehen einer „fünften Gewalt“ begünstigt: des Publikums. (…) Die Leser schauen der vierten Gewalt der Medien bei der Arbeit über die Schulter und klopfen ihr manchmal feste auf die Finger.

Es gibt aber auch eine dritte mögliche Ursache für das Misstrauen: Vielleicht waren sich die Journalisten einfach ihres Deutungsmonopols zu sicher. Vielleicht haben sie ihr Herrschaftswissen zu lange vor sich her getragen und nicht gemerkt, welche neue Form von Öffentlichkeit das Internet entstehen ließ. Vielleicht aber auch haben die täglichen Abrechnungen mit dummen, ignoranten Politikern in den Zeitungen das Interesse der Leser an Politik beeinflusst — und am politischen Journalismus. (…)

Vielfalt ist einer der Schlüssel für die Akzeptanz von Medien. Die Leser müssen das Gefühl haben, dass sie nicht einer einzelnen Meinung ausgesetzt sind. Reicht die Vielfalt in Deutschland aus? Wenn ich morgens manchmal durch den Pressespiegel meines Hauses blättere, habe ich das Gefühl: Der Meinungskorridor war schon mal breiter. Es gibt eine erstaunliche Homogenität in deutschen Redaktionen, wenn sie Informationen gewichten und einordnen. Der Konformitätsdruck in den Köpfen der Journalisten scheint mir ziemlich hoch.

Das Meinungsspektrum draußen im Lande ist oft erheblich breiter. Wie viele Redakteure wollen Steuersenkungen, Auslandseinsätze, Sanktionen? Und wie viele Leser? Journalisten müssen nicht dem Leser nach dem Munde schreiben, genauso wenig, wie wir Politiker nur auf Umfragen starren sollten. Aber Politiker und Journalisten gleichermaßen sollten die Bedürfnisse ihrer Leser und Wähler nicht dauerhaft außer Acht lassen. (…)

Die „FAZ“ dokumentiert die Rede heute in ihrer gedruckten Ausgabe und im E-Paper.

Nachtrag, 15:30 Uhr. Die vollständige Rede kann man jetzt auch auf der Seite des Auswärtigen Amts nachlesen.

Programmhinweis (46)

14 Nov 14
14. November 2014

Morgen Vormittag bin ich zu Gast bei der Hörer-Diskussionssendung „Funkhaus Wallrafplatz“ auf WDR 5. „Eine Frage des Vertrauens: Warum stehen die Medien unter Generalverdacht?“, hat die Redaktion das Thema genannt. Als Vertreterin des WDR ist die Hörfunk-Chefredakteurin Angelica Netz dabei.

Ich traue mich angesichts der knapp 400 Kommentare hier kaum zu fragen, aber: Was ist Ihre Antwort? Und was wären Punkte, die speziell den WDR betreffen?

Nachtrag, 15. November. Hier kann man die Sendung nachhören.

Experten erwarten mehr Ebola-Panikfälle in Deutschland (2)

von Boris Rosenkranz
12 Nov 14
12. November 2014

Froben Homburger, der Nachrichtenchef der Deutschen Presse-Agentur (dpa), hat sich gemeldet, weil ich hier kürzlich über dpa geschrieben habe, was Homburger, nun ja: nicht so richtig gut fand. Er findet sogar, dass es sich um eine „mutwillig selektive Darstellung“ handelt, ferner diagnostizierte er eine „fährlässige selektive Wahrnehmung“, was natürlich nicht schön ist, aber auch nicht schlimm. Ich will die Gelegenheit jedenfalls nutzen, ihm hier zu antworten.

In Homburgers Wahrnehmung hat dpa „völlig korrekt“ und „weit von jeder Panikmache entfernt“ berichtet. Als Beleg dienen Homburger dafür Passagen des Nachrichtentextes, aus dem ich ja auch schon zitiert hatte. Dort steht, dass die Ebola-Gefahr hierzulande gering sei, weshalb man Homburger also zustimmen muss: Das ist keine Panikmache. Allerdings ging es darum auch nicht. Es ging um die Überschrift und die Frage, wieso dpa dort nicht reinpackt, dass es „sehr unwahrscheinlich“ ist, dass sich Ebola hierzulande ausbreitet, sondern das hier:

Focus.de Screenshot dpa-Meldung 10.11.20144

Homburger sagt dazu, dass es eben nicht die „Hauptneuigkeit“ gewesen sei, dass „die Experten ‚nach wie vor‘ eine Ausbreitung von Ebola in Deutschland ausschließen“, das täten sie schon seit Monaten, „und das hat dpa auch schon dutzendfach berichtet.“ Das Neue sei gewesen, dass mehr Verdachtsfälle erwartet würden, deshalb habe dpa das gemeldet, und das kann man natürlich so sehen. Doch neu war allenfalls, dass nun auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sagt, dass einzelne Verdachtsfälle möglich sind, was aber ein „sehr seltenes Ereignis“ sein werde, wenn überhaupt. Ganz schön dünn, finde ich. Außerdem war diese Prognose bei der Pressekonferenz eher eine Randnotiz. Und neu ist sie auch nicht. Zwei Tage zuvor hatte dpa schon gemeldet:

Tropen-Mediziner: Ebola-Verdachtsfälle kommen im Dezember

Da stand quasi schon alles drin, sogar konkreter. Nach der vermeintlichen Tatsache in der Überschrift heißt es im Text, nun im Konjunktiv: „Schon in wenigen Wochen“ könnten „mehr Ebola-Verdachtsfälle in Deutschland gemeldet werden als bisher.“ Das hatte der Würzburger Professor August Stich so behauptet und auch gleich, ohne Konjunktiv, angekündigt, wie sich diese Verdachtsfälle auswirken werden:

„Im Dezember wird es losgehen, dass sich die Zahl von Ebola-Verdachtsfällen in der Republik häufen wird. Und damit wird unser ganzes Gesundheitssystem ziemlich angespannt werden.“

Die Meldung lief beachtlich gut, was aber auch kein Wunder ist bei dem Szenario, das sich nicht nach Einzelfällen anhörte, sondern nach einem Haufen, der unser Gesundheitssytem angreift: „Hunderte deutsche Helfer“ würden aus Westafrika heimkehren, sagte Stich. Und er beschrieb via dpa, welche Gefahren das mit sich bringe, und dass jeder Heimkehrer mit erhöhter Temperatur „oder anderen Symptomen“ überprüft werden müsse, was bisher ja schon nicht gut laufe:

„Was ich jetzt erlebt habe, ist wirklich Panik, wenn jemand mit Durchfall aus Afrika zurückkommt.“

In der Tat. Von dieser Panik berichten Helfer oder auch Journalisten, etwa die „Zeit“-Reporterin Amrai Coen. Die Rückkehrer werden gemieden wie Aussätzige, seit sie wieder da sind aus Afrika. Sie sollen den Aufzug meiden, die Toilette desinfizieren, und nicht nur Kollegen, auch Freunde machen aus Angst einen Bogen um sie. Dabei ist die Sorge unbegründet. Ebola ist ansteckend, wenn die Krankheit ausgebrochen ist, vorher nicht. Doch selbst in intellektuellen Kreisen macht man sich hierzulande ins Hemd, wenn es um Ebola geht, und ich fürchte, dass diese Panik durch immer neue konjunktivische Meldungen eher noch schlimmer wird.

Zumal man über den Nachrichtenwert bisweilen streiten kann: Ist es wichtig, dass alle wissen, dass bald möglicherweise einzelne Personen mit Verdacht auf Ebola zum Arzt gehen werden, sie aber lediglich eine Grippe haben? Oder ist das nicht vor allem für Ärzte, Polizisten oder Rettungssanitäter wichtig, die von behördlicher Seite ohnehin vorbereitet werden? Auf der Pressekonferenz der BBK ging es hauptsächlich darum, dass alles gut ist und alles gut vorbereitet. Keine Sorge. Das war die Kernbotschaft. Aber nun bleibt, denke ich, eher hängen, dass da welche nach Deutschland kommen, die möglicherweise dieses Ebola haben.

Es geht nicht darum, dpa in die Nähe der dumpf grölenden Deppen-Panik eines Blattes wie „Bild“ zu rücken. So schlimm ist es nun wirklich nicht. Es geht darum, zu überlegen, was Schlagzeilen bewirken können. Man muss nur mal schauen, was aus der ersten dpa-Meldung zu den vermuteten Verdachtsfällen so geworden ist:

Screenshot T-Online 9.11.2014

Screenshot NWZ Online 10.11.2014

Screenshot Main Post 9.11.2014

Screenshot Foto Stern 8.11.2014

Screenshot N24 8.11.2014

Beim letzten Beispiel aus dem Stefanaustereigniskanal N24 stimmt dann gar nichts mehr: „Neue Ebola-Fälle“ – als hätte es hier je welche gegeben! In Kombination mit der Überschrift und dem Foto muss das zwangsläufig so ankommen, als sollte man sich vielleicht schon mal schutzkleiden. Die Rückkehrer aus Westafrika können sich also auf einen herzlichen Empfang einstellen.

Natürlich ist das abermals selektiv ausgewählt und gemein, weil dpa ja nichts dafür kann, was aus einer Meldung in den Redaktionen gemacht wird. Aber vielleicht ist der Blick darauf trotzdem ganz hilfreich. August Stich jedenfalls, der Professor, ist nicht so begeistert von dem, was aus seinen dpa-Aussagen in anderen Medien wurde. Er sei „nicht korrekt wiedergegeben worden“, sagt er nun. Die verkürzten Überschriften sorgten für „Unruhe und Panik“, wobei man vielleicht richtiger sagen sollte, dass verkürzte Überschriften für noch mehr Panik und noch mehr Unruhe sorgen, denn das Szenario, das Stich via dpa entwirft, ist ja an sich schon ganz knackig. Aber eben unwahrscheinlich.

Und deshalb habe ich das Gefühl, dass von all den „Hauptneuigkeiten“ bloß ein Haufen unbegründeter Angst übrig bleibt.

Nachtrag 13.11.2014. dpa-Nachrichtenchef Homburger widerspricht nochmal.

Nachtrag, 13.11.2014, 20:16 Uhr. Auch hier eine Korrektur: Ich schrieb, das BBK halte „einzelne Verdachtsfälle“ für möglich. Korrekt ist: Das BBK hält es für möglich, dass man es in Deutschland „allenfalls mit Einzelfällen“ von Ebola–Erkrankungen zu tun haben wird. Und dass man sich in den nächsten Monaten auf eine Zunahme von Verdachtsfällen einstellen müsse. Aber nicht schlimm, weil: Alles gut vorbereitet. Eine Ausbreitung hierzulande halten die Behörden für nahezu ausgeschlossen. Über diese Szenarien hat das BBK auf der Pressekonferenz gesprochen, auch gleich zu Beginn. Falsch ist sie also nicht, die Überschrift der dpa-Meldung. Eine andere halte ich trotzdem noch für möglich.

Experten erwarten mehr Ebola-Panikfälle in Deutschland

von Boris Rosenkranz
10 Nov 14
10. November 2014

Beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn bekommen sie in letzter Zeit ständig diese Fragen gestellt. Wie gefährlich das Ebola-Virus denn nun ist. Und wie groß die Gefahr, dass es auch hierzulande auftaucht. „Das Informationsbedürfnis in Deutschland ist nach wie vor hoch“, schreibt das BBK. Und damit er nicht ständig dasselbe predigen muss, hat BBK-Präsident Christoph Unger heute eine Pressekonferenz gegeben, um ein paar Dinge klarzustellen. Laut Nachrichtenagentur dpa sagte er zum Beispiel:

Eine Ausbreitung des gefährlichen Virus hierzulande sei […] nach wie vor sehr unwahrscheinlich.

Und Lars Schaade, der Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts, sagte:

Eine Ausbreitung in Deutschland sei praktisch ausgeschlossen.

Dass Ebola in Deutschland auftritt und sich ausbreitet, kann man also irgendwo zwischen „sehr unwahrscheinlich“ und „praktisch ausgeschlossen“ verorten. Man könnte deshalb über eine entsprechende Nachricht schreiben: „Robert-Koch-Institut: Ebola in Deutschland ‚praktisch ausgeschlossen‘“ Oder: „Keine Panik: Ebola-Gefahr in Deutschland gering“. Oder man macht es wie dpa und schreibt drüber, was nun unter anderem in „Focus“, „Welt“ oder „Main-Post“ steht:

Focus.de Screenshot 10.11.20144

Stimmt. Und klingt doch gleich viel fetziger. Wenn da „mehr Ebola-Verdachtsfälle“ erwartet werden, steigt doch auch die Wahrscheinlichkeit, dass da ein paar drunter sind, die tatsächlich Ebola haben und alle anderen anstecken, nicht wahr?

Dabei hat BBK-Präsident Unger bloß gesagt, dass mehr Verdachtsfälle auftreten könnten, weil bald einige Ebola-Helfer aus Westafrika heimkehren werden und die Grippesaison beginnt. Bekommt zum Beispiel einer der Helfer Fieber, wenn er wieder hier ist, wird er sich untersuchen lassen – sicherheitshalber. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat er eine Grippe; die Anfangssymptome sind ähnlich. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat er demnach also kein Ebola. Aber „Bild“ rüstet sich trotzdem schon mal und macht aus der Entwarnung von BBK und Robert-Koch-Institut heute das:

Bild.de Screenshot 10.11.2014

So ernst wie der Mann im Schutzanzug blickt, sind wir alle fast tot, oder? Und dass die WHO den „Höhepunkt der Seuche“ nicht in Deutschland erwartet, wie man annehmen könnte, sondern in Afrika, wo sie 1976 erstmals auftrat – ach, egal. „Bild“ betont im Text ja auch zwanghaft die deutsche Restwahrscheinlichkeit und warnt:

Das gegenwärtige Risiko einer Einschleppung der Seuche nach Deutschland erachten sie [die „Experten“] dennoch als gering. Ein Import einzelner Fälle ist aber nicht auszuschließen!

Oder:

Die Gefahr, dass Reisende die Krankheit nach Deutschland mitbringen, ist gering – aber möglich!

Die Gefahr ist also möglich. Und zur Sicherheit noch mal in der Bildunterzeile:

Bild.de Screenshot 10.11.2014

Nein, stimmt, ausschließen kann man ja auch nicht, dass morgen die Sonne aufs Berliner Springer-Haus kracht. Mit „weiteren Ebola-Fällen in Deutschland“ meint „Bild“ wohl: die ersten. Bisher wurden drei Menschen, die bereits im Ausland erkrankt waren, in deutsche Kliniken gebracht und dort behandelt. Einer davon starb, einer ist wieder gesund, und ein weiterer noch in Behandlung.

Hier, in Deutschland, hat sich bis dato aber niemand mit Ebola infiziert. Die Verdachtsfälle, die es gab, waren jedes Mal – Verdachtsfälle. Und trotzdem wurden sie vom medialen Panikorchester begleitet. Dabei leiden Fieberpatienten, die aus Westafrika kommen, viel häufiger an etwas anderem, sagt das Robert-Koch-Institut: „In manchen Monaten werden in Deutschland monatlich 40 bis 50 Fälle von Malaria bei Personen diagnostiziert, die aus Westafrika einreisen.“

Ebola bisher, wie gesagt: null.

Das Robert-Koch-Institut erklärte heute auch noch mal, dass Deutschland ohnehin „gut aufgestellt“ sei mit sieben Isolierstationen bundesweit. Steht auch so in „Bild“, teilweise aus einem älteren Artikel rüberkopiert: Da steht, wo die Kliniken sind, und dass man auf die Behandlung von Fieberpatienten „gründlich vorbereitet“ sei. Geringe Gefahr also. Weil aber noch irgendwo etwas Restfurcht übrig war, haben sie das am Anfang des Artikels so zusammengefasst:

Retter befürchten, dass sie im Ernstfall nicht ausreichend vorbereitet sind.

Aber, gut, angesichts der Schlagzeilen der vergangenen Wochen laufen sie bei „Bild“ inzwischen sowieso mit Mundschutz rum. (Und mit Hitze-Schutz, der Sonne wegen.) Anfang August verkündete „Bild“ noch:

Bild Screenshot 7.8.2014

 

Aber dann befiel die Redaktion eine besonders tückische Seuche: das Vergessen.

BILD Screenshot 10.8.2014

BILD Screenshot 20.8.2014

BILD Screenshot 9.10.2014

Bild.de Screenshot 12.10.2014

Bild.de Screenshot 5.11.2014

Bild.de Screenshot 6.11.2014

Na, und wenn zwischendurch noch das Foto eines vermummten Arztes rumliegt, der in Liberia gegen die „Todesseuche“ kämpft, während in Leipzig gerade jemand, der aus Liberia heimgekehrt ist, Fieber und Durchfall hat – why not?

BILD Screenshot 31.8.2014

Nachtrag, 13.11.2014. Wie in den Kommentaren bereits bemerkt: Mein Überschriftenvorschlag „Robert-Koch-Institut: Ebola in Deutschland ‚praktisch ausgeschlossen‘“ ist nicht ganz korrekt. Richtig müsste es heißen, dass das Robert-Koch-Institut praktisch ausschließt, dass sich Ebola hierzulande verbreitet. Die Gefahr, dass Ebola eingeschleppt wird, ist zwar gering, das RKI schließt es aber nicht aus.