Über­ra­schung!

schreibt Dome­nika Ahl­richs, die Chef­re­dak­teu­rin der »Net­zei­tung«, die auch für den Online-Auftritt der »Ber­li­ner Zei­tung« zustän­dig ist. Der sieht seit heute ganz anders aus, wes­halb sich Ahl­richs an die »lie­ben Lese­rin­nen und Leser« wen­det und am Ende fragt:

Wie gefällt Ihnen dies alles? Wo kön­nen wir noch nach­bes­sern? Was hat sich zum Vor­teil ver­än­dert? Kom­men­tie­ren Sie den neuen Online-Auftritt im Kom­men­tar­feld am Ende die­ses Arti­kels. Wir möch­ten mit Ihnen ins Gespräch kom­men, denn wir arbei­ten kon­ti­nu­ier­lich an wei­te­ren Ver­bes­se­run­gen — dies tun wir für Sie, des­halb auch gern mit Ihnen.

Sie meint das nicht so.

Unter Ihrer Ein­la­dung zum Gespräch ste­hen aktu­ell 73 Kom­men­tare. Sie sind oft ver­nich­tend, manch­mal ehr­lich besorgt, die meis­ten, weil sie schlicht die Res­sorts nicht wie­der­fin­den. Dut­zende Leser fra­gen kon­kret, wo das Feuille­ton geblie­ben ist, viele fürch­ten, die Brandenburg-Seiten seien abge­schafft, man­che suchen ver­geb­lich nach der Seite 3, den Kom­men­ta­ren, der Karikatur.

Seit fünf Stun­den füllt Leser um Leser, wie gewünscht, sei­nen Frust und seine Fra­gen in das Kom­men­tar­feld am Ende des Arti­kels. Seit fünf Stun­den gibt es keine Reak­tion von Frau Ahl­richs. Kein Hin­weis, wie man die ver­damm­ten Res­sorts im neuen Alp­traum von Online-Auftritt fin­det. Nicht ein­mal ein ver­trös­ten­der Kom­men­tar eines Prak­ti­kan­ten im Sinne von: »Oh, da hakt es wohl noch, haben Sie ein biss­chen Geduld.«

Sie wer­den es nie lernen.