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Michael Wendler

— 3. Januar 2010


Foto: Sat.1

Für Adeline, die siebenjährige Tochter des Schlagersängers Michael Wendler, ist so eine Doku-Soap über ihre Familie eine feine Sache. Sie wird sich in zwanzig Jahren viele Analysestunden sparen können, indem sie ihrem Therapeuten einfach die Videos zeigt. Die Szene zum Beispiel, in der sie in der eher zum Putzen als zum Kochen genutzten Küche einen Becher Kakao verschüttet, und ihre Mutter reagiert, als seien dem Kind auf dem Weg zur Schule drei Uranbrennstäbe aus dem Tornister gefallen. Dann kommt die Großmutter hinzu, markiert mit spitzen Fingern alle drei kleinen Kakao-Pfützen und ruft eine ganze „Wie konnte DAS denn passieren?”-Frage der Mutter lang „Iiiieh”. Dass die Mutter sogar noch ein zweites Küchentuch zum Wegwischen braucht, veranlasst Oma zu der Bemerkung, dass sie, solange sie ein Kind habe, nie zur Ruhe kommen werde. Adeline stellt nun die durchaus angemessen erscheinende Frage, warum ihre Mama sie überhaupt zur Welt gebracht habe, wenn sie sie gar nicht wolle, und Oma gibt sich ein bisschen zu viel Mühe, ihr beim Über-die-Haare-Streicheln zu erklären, sie sei doch ein „Wunschkind” gewesen.

Das ist das Aufregendste, das in den ersten 45 Minuten der sechsteiligen Serie „Der Wendler-Clan” passiert, die Sat.1 ab heute sonntags um 19 Uhr zeigt. Das Zweitaufregendste ist, wie sich Wendler darüber ärgert, dass ein Kollege ihn auf offener Bühne in Bottrop gefragt hat, ob er mit dem Hubschrauber, dem Lamborghini oder dem 600er Mercedes angereist sei – aus bloßem Neid, wie Wendler meint. (Könnte natürlich auch etwas damit zu tun haben, dass das eine, das Wendler noch mehr mag als den Disco-Fox und sich selbst, das Rumprotzen mit Reichtümern ist. In Oberlohberg, dem unsympathischen Teil Dinslakens, steht ein Baustellenschild: „Hier baut Michael Wendler, der König des Popschlagers, sein Märchenschloss.”)

Er ist ein Phänomen, vor allem in seiner ungebrochenen Begeisterung für sich selbst, die gleichzeitig so befremdlich und beneidenswert ist, dass man sie ihm nicht einmal richtig übel nehmen kann (solange er nicht singt). Als niedliche Figur aus einem Gruselkabinett hat er dem Fernsehen sogar schon unerwartete (und teils unfreiwillige) Glanzminuten beschert, im „perfekten Promi-Dinner” etwa und bei Ina Müller. Aber von dieser biederen und sehr gespielt wirkenden Doku-Soap bleibt bestenfalls eine Redensart: In Dinslaken ist ein Becher Kakao umgefallen.

(c) Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

81 Kommentare

· · ·



Kommentare:

  1. [...] Niggemeier hat die erste Folge von “Der Wendler-Clan” schon gesehen und bremst ein wenig meine Euphorie. Allerdings kommt er ja auch nur aus Osnabrück [...]

    Coffee And TV: » TV-Tipp: Der Wendler-Clan — 3. Januar 2010, 13:15  #
  2. der ralf möller der schlagerfuzzis!
    ganz schön peinlich; wenns nicht so lustig wäre!!!

    — guido grinsenille — 3. Januar 2010, 13:51  #
  3. Aber ich habe mal irgendwo gelesen, dass die großartige deutsche Band „Kilians” aus Dinslaken kommt. Bin mir aber nicht mehr sicher, ob das stimmt. Aber wo stand das doch gleich, mhh.

    Und für die Existenz Wendlers kann man sich nur bedanken. Kann ihn (”natürlich”) nicht leiden, aber Spaß hat man ja doch ab und an mit ihm, eben weil er so beknackt ist.

    Johannes — 3. Januar 2010, 14:05  #
  4. Herr Wendler ist auf dem besten Wege, der neue Dieter Bohlen zu werden. In Sachen Ego, Selbstinszenierung und -vermarktung kann sich selbst dieser noch eine Scheibe bei ihm abschneiden. Und ähnlich wie Bohlen wird auch er immer mehr ein Phänomen, das polarisiert und an dem man einfach nicht wirklich vobeikommt, ob man will oder nicht.

    — Torsten ohne H — 3. Januar 2010, 14:28  #
  5. „Auf offener Bühne in Bottrop” – und mein Bruder meinte noch im Scherz, dass wir da vorbeisollten. Dass ich das verpasst habe …

    FS — 3. Januar 2010, 14:55  #
  6. Ich bin der geilste

    Pooly — 3. Januar 2010, 15:26  #
  7. Lieber Stefan,

    du hast mein tiefes Mitgefühl, dass du dir so einen Schrott anscheinend echt anguckst. Ich danke dir dafür. Ich muss das dann nämlich nicht tun. Auch für’s Bildzeitunglesen, was du mir durch Bildblog ersparst.

    Ein glückliches neues Jahr und Gesundheit wünsche ich!

    Will Sagen — 3. Januar 2010, 15:31  #
  8. Die Deckenholzvertäfelung und die Gardinenstangen sind allerdings nicht mehr modern.

    Wat ´nen Sch…, aber lustig.

    — Ganz in der Nähe von Dinslaken, aber kein echter Fan... — 3. Januar 2010, 16:08  #
  9. Beruhigend, dass ich bis vor 5 Minuten nicht wusste, wer dieser Typ ist. Noch beruhigender, dass ich es in weiteren 5 Minuten wieder vergessen haben werde.

    — Alex — 3. Januar 2010, 16:22  #
  10. Ich wünsche Sat.1 mit diesem Format von Herzen alles erdenklich Schlechte!

    — Christoph — 3. Januar 2010, 16:28  #
  11. Oberlohberg ist sicher nicht der unsympathische Teil Dinslakens.
    Dort wohnt Wendler jetzt.
    Das Baustellenschild steht übrigens in der Grafschaft.
    Etwas bessere Recherche bitte Herr Niggemeier ;)

    Dirk — 3. Januar 2010, 16:31  #
  12. Ich war ja immer für „what happens in the Oberbayern should stay in the Oberbayern” und keine unschuldigen Zivilisten behelligen. Das ist so eine Parallelwelt, die mal sauber von meiner getrennt bleiben darf.

    joerg — 3. Januar 2010, 16:48  #
  13. Wir haben uns damals über Wolfgang Petry und seine Freundschaftsbänder aufgeregt. Wir wussten ja garnicht, wie gut wir es hatten.

    Sebastian — 3. Januar 2010, 16:57  #
  14. @ Nr. 8: Die Gardinenstangen können gar nicht unmodern sein, schliesslich sind sie golden! Aus dem gleichen Grund wird auch das Sakko immer modisch bleiben. Äh… moment…

    — Andi — 3. Januar 2010, 16:57  #
  15. Ich sage das ohne jede Überheblichkeit und ohne jeden Stolz. Einfach nur als eine Tatsache, über die ich für mich selbst maßlos erleichtert bin: Ich habe keine Ahnung, wer Michael Wendler ist.

    Muriel — 3. Januar 2010, 17:07  #
  16. @14, Andi: Nicht gülden, kupferfarbend. Und ob die Deckenbretter aus echtem Holz sind, wage ich zu bezweifeln. Der beste Bluffer aus Dinslaken! Singen kann er ja auch nicht, nicht wirklich. ;-)

    Trotzdem witzig. :-)

    — Ganz in der Nähe von Dinslaken, aber kein echter Fan... — 3. Januar 2010, 17:22  #
  17. Was ich auch immer herrlich finde ist Wendlers frisiertes Brusthaar mit Kettchen:
    http://www.poplexikon.com/imag.....r_huge.jpg

    — Ganz in der Nähe von Dinslaken, aber kein echter Fan... — 3. Januar 2010, 17:31  #
  18. Danke für diesen Blogeintrag. Ich lachte hart.

    Ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung wer (oder was) dieser Wendler eigentlich ist und was er für Musik gemacht hat und habe zum ersten mal durch die ziemlich oft kommende Werbung zu der Serie (die an Wiederholfrequenz momentan nur durch die Werbung für diese Opernsängerband (Name vergessen) übertroffen wird) von ihm gehört (das mag damit zusammenhängen dass ich letzte Woche zum ersten Mal seit zwei Monaten ferngesehen habe, keine Ahnung).

    Nunja, ich denke mal, wenn ich mir das so anlese, die Glanzlichter dieser Serie werden am Ende auf DuRöhre und KrautKanal zu Dauerbrennern vergleichbar mit Familie „Du gehst jetzt Duschen” Holtorf. Alleine dafür lohnt es sich.

    dasuxullebt — 3. Januar 2010, 19:00  #
  19. Also bei Inas Nacht hat mich der Wendler ja ziemlich unterhalten. Wenn auch eher unfreiwillig dank Inas gutem Interview :-)

    — Olli — 3. Januar 2010, 19:24  #
  20. Sehr lustiger Blogeintrag….. hat mich während des Lesens gut unterhalten.
    Danke….

    Stefan — 3. Januar 2010, 19:28  #
  21. Holy fuck, das Bild da oben.

    — Rrrobert — 3. Januar 2010, 19:59  #
  22. Ich hab’ gerade die letzten 6 Minuten auch gesehen. Ich fand ihn jetzt nicht unsympatisch. Solange er nicht „singt”. Auf Amazon kann man sehr hübsch alle Titel reinhören. Wie damals bei Modern Talking. Geschwindigkeit und Text variieren ein wenig.

    — SvenR — 3. Januar 2010, 20:07  #
  23. Jetzt lese ich den BILDblog seit der ersten Stunde (oder kurz danach), erfahre aber erst jetzt, durch ein Trackback weiter oben, dass Stefan Niggemeier quasi aus der Nachbarschaft stammt.
    Das nennt man jetzt zwar Off-Topic, finde ich aber interessanter als den Malle-Michel da oben.

    — T. — 3. Januar 2010, 20:48  #
  24. Und ich dachte Dinslakens einziger Promi sei Lukas Heinser.

    Manuel — 3. Januar 2010, 21:02  #
  25. Die ganze Welt redet von CO2 und Erderwärmung und der Typ fliegt nach Malle um so einen Müll an noch dümmere Menschen weiterzugeben…#fail

    — Ben — 3. Januar 2010, 21:09  #
  26. und hast du die bodyguards schon geordert? fans können so erschreckend solidarisch sein.

    ich habe mich gut amüsiert -herzlichen dank!

    zoee — 3. Januar 2010, 22:28  #
  27. Und warum erscheint dieser Beitrag nicht in der Übersicht – habe ich etwa schon mehrere „geheime” Beiträge verpasst?

    — flo — 3. Januar 2010, 23:00  #
  28. Meine vollste Zustimmung. Was will unsere Gesellschaft da sehen? Und die noch viel wichtigere Frage: Was kommt als nächstes für ein geistiger Durchfall, der die Volksverdummung wieder mal vorantreibt? (siehe: Sat1, Pro7, Rtl ca. ab den Mittagsstunden)

    — Nils — 4. Januar 2010, 0:47  #
  29. PS: Hab den Herrn Wendler übrigens schon live gesehen vor 75 Menschen ca. in einer kleinen, eher bürgerlichen Schützenhalle (Nicht freiwillig, sondern als „Organisator”) und nein, es hat mir nicht gefallen, es war eher peinlich. Vor allem die mitvierziger (wahrscheinlich Single) Frauen, die den zahlreichen Fanclubs angehören und ihm hinterher reisen waren mir persönlich sehr sehr unangenehm. Der Fazit des Abends: Jedem das seine, aber das war Fremdschämen in seiner höchsten Güte.

    — Nils — 4. Januar 2010, 0:54  #
  30. Ich weiß gar nicht, echt nicht, wieso michael wendler auch nur einen einzigen fan hat… Wieso?!? Diese Frage bleibt wohl ein ewiges Geheimnis… MFG

    — meeee — 4. Januar 2010, 6:52  #
  31. Kein Fliesentisch!

    Uwe — 4. Januar 2010, 7:12  #
  32. @flo: Er erscheint in der Übersicht, aber in einer anderen. Es gibt hier „Artikel” und „Blog”. Habe das am Anfang auch erst nicht verstanden.

    Muriel — 4. Januar 2010, 8:23  #
  33. Ich wusste nicht wer oder was Wendler ist bis ich gestern per zufall vorbeizappte. Und nach etwa 2 minuten war ich mir ganz sicher dass ich es auch nicht wissen muss.

    Bei uns im südlichen Nachbarland gibt es zum Glück schon lange keine Könige und Kaiser mehr…auch nicht des Popschlagers.

    — Brockhaus — 4. Januar 2010, 9:21  #
  34. Hallo,

    also „Der Wendler” ist ein Phänomen.
    Er ist ziemlich qulever in der Selbstvermarktung. Natürlich provoziert der Wendler, natürlich polarisiert der Wendler. Aber genau dies ist doch sein Ziel.

    Und genau dieses Ziel hat er erreicht. Die Leute reden über ihn, zwar nicht nur positiv, aber er wird wahrgenommen und negative Kritik ist besser als gar keine Kritik. Über die negative Kritik wird der Wendler, mit seinem Ego eh hinwegsehen und wer glaubt, der Wendler wäre einer, der dumm, großkotzig und arrogant ist, dem kann ich nur bedingt zustimmen.

    Denn wer erst dann heiratet, wenn die Privatinsolvenz komplett ausgestanden ist, ist entweder qulever oder hat ziemlich gute Berater ;-)

    Wie dem auch sei, der Wendler ist auf jeden Fall ein gutes Beispiel dafür, dass man von unten nach ganz oben kommen kann, wenn man nur an sich selber glaubt.

    — Hardy — 4. Januar 2010, 14:21  #
  35. Jedem was er verdient. Aber – nehmt’s mir nicht übel – wir kriegen nur was wir verdient haben. Verdient meine ich hier im Sinne von „Das haben wir uns hart erarbeitet”. Wer Nicole mit ein bisschen Frieden zum Eurovisions Contest Gedönst schickt und Gildo Horn und Stefan Raab, der hat auch einen Stefan Wendler verdient.
    Und wer darüber hinaus auch noch all-samstag-abendlich den Didder Bohlen guckt und die überaus qualifizierten Kommentare inhaliert und dabei Heidi’s neue Folge von Germanys Next Top Moppel aufnimmt, der muss sehen wie er mit dem Wendler zu Rande kommt.

    Leid tut’s mir in der Tat nur für die kleine Adeline, weil die allein schon mit dem Namen, den Ihre rücksichtslosen Eltern ihr gegeben haben in der Schule genug zu tun hat. Vom übersteigerten Ego ihres Goldbejackten Papas ganz zu schweigen. Und wenn man die ganze Sippe so im Panorama Bild sieht, kann einem schon ein bisschen Schummerig werden.

    Aber das hilft mir auch. Denn durch Leute wie den Herrn Wendler, (und das ist jetzt wirklic kein Neid) weiss ich, dass ich auch ohne Hubschrauber, Lamborghini oder 600er Mercedes irgendwas richtig gemacht habe. Zumindest aus meiner bescheidenen Sicht der Dinge. :)

    Just my two or three Cents. :P

    Greetz.
    MM

    — minusmann — 4. Januar 2010, 14:34  #
  36. Übrigens, der echte König von Mallorca hat schon gebaut. Bei SAT1 im Frühstücksfernsehen.

    Ich danke meiner Mama und meinem Papa, dass sie mir einen ordentlichen Musikgeschmack mit in die Gene geschickt haben. Das hätte ja auch schief gehen können, wie man sieht …

    creezy — 4. Januar 2010, 21:13  #
  37. An den Schlußsatz dieses Artikels (”Aber von dieser biederen und sehr gespielt wirkenden Doku-Soap bleibt bestenfalls eine Redensart: In Dinslaken ist ein Becher Kakao umgefallen.”) mußte ich denken, als ich die Fernsehkritik auf Welt Online las, in der steht: „Den Becher hatte die siebenjährige Tochter Adeline mit Absicht umgekippt – wohl mangels des sprichwörtlichen Sacks Reis, der in dramaturgischen Dürrezeiten wie diese gerne strapaziert wird.” – http://www.welt.de/fernsehen/a.....lose.html) Scheint so, als habe die Verfasserin vorher eine andere Kritik gelesen.

    — Sören H. — 4. Januar 2010, 22:37  #
  38. Auf die Gefahr hin, hier wieder als zu primitiv gelöscht zu werden, muss ich doch anmerken, dass die Tochter „des Wendler” das Pech hatte eher nach dem Vater als der Mutter zu kommen :-)!

    — tacke — 4. Januar 2010, 22:40  #
  39. @35 „Denn durch Leute wie den Herrn Wendler, (und das ist jetzt wirklic kein Neid) weiss ich, dass ich auch ohne Hubschrauber, Lamborghini oder 600er Mercedes irgendwas richtig gemacht habe. Zumindest aus meiner bescheidenen Sicht der Dinge. :)”

    Das sieht aber ganz und gar nicht so aus:

    ” Just my two or three Cents. :P Greetz. MM „

    J. — 5. Januar 2010, 0:21  #
  40. I‘m very amused (@minusmann etc). :-) Mehr davon.

    Gibt’s hier denn keine weiblichen Fans von Herrn Wendler, die sich dezidiert zu ihrer Wendler-Leidenschaft äußern können? Warum schreiben die nix?

    Spricht der Herr Wendler die primitivsten Urinstinkte von uns Mädels mit seiner Brusthaarmatte an, die die Primitivsten zum Austicken bewegen? ;-)

    Vor einigen Jahren hab ich mir das berühmt-berüchtigte Dorf Münsterland angeschaut – allerdings gegen Vormittag. Da soll der Herr Wendler ja auftreten. Ankommend am Parkplatz wurde für die Vereinten aus dem Coitus ein Interruptus. Das war ungewöhnlich. Naja, ich kann mir in etwa vorstellen, welche Zielgruppe der Herr Wendler anspricht. Im Suff kommt’s auf die Optik auch nicht mehr an…

    — Ganz in der Nähe von Dinslaken, aber kein echter Fan... — 5. Januar 2010, 9:25  #
  41. Hier das in den Kommentaren erwähnte Video vom NDR „Inas Nacht” und Wendlers Auftritt…

    http://www3.ndr.de/sendungen/i.....ht154.html

    Christof — 5. Januar 2010, 11:24  #
  42. Toll finde ich wie die Bild Zeitung auf das Thema Wendler einsteigt. Es ist immer schön zu sehen, wie kurz die Wege zwischen Sat.1 und der Blöd immer noch sind. Selbst ist man mal wieder im Gespräch, und der sonst in Zechentiefe fallenden Quote der Sendung wird das auch helfen.

    Ich frage mich allerdings, was Sat.1 da für eine Zielgruppe anspricht. Die bei Salesch & Co eingeschlafenen?

    Vielleicht lässt sich in die Richtung ja auch noch was entwickeln: Stellt die Kleine wegen Kakaoverschwendung, den Wendler wegen schlechtem Geschmack und Sat.1 wegen vorsätzlicher Zuschauerverdummung vor Gericht

    — Kneipensascha — 5. Januar 2010, 15:11  #
  43. Gesehen hab ich diese Sendung nicht. Aber ich befürchte das Schlimmste. Sollte diese Soap ein Erfolg werden, können wir uns bald auf die Ergüsse von weiteren Ballermann-Sängern freuen. Aber es kommt noch schlimmer: erst jetzt musste ich erfahren, daß eine neue BB-Staffel startet, fast zeitgleich mit DSDS. Diese beiden Sendungen werden demnächst die Nachrichten beherrschen. Ich ziehe den Stöpsel und verkrieche mich unter einem Stapel von bisher ungelesenem Zeug…

    — Kiki — 5. Januar 2010, 16:23  #
  44. Ich kann mir so etwas nicht angucken. Ich schäme mich immer dermaßen fremd, dass es fast körperlich weh tut.
    Gruß
    Fulano

    Fulanos Worte — 5. Januar 2010, 19:58  #
  45. Trägt der Herr Wendler auch Absätze? Hm?

    Inge — 5. Januar 2010, 21:19  #
  46. … Ich meinte, weil er eher wie ein kleiner Mann – bezogen auf die gesamte Körpergröße – aussieht. Das haben andere prominente Schlagersänger auch schon gemacht.

    Inge — 5. Januar 2010, 21:24  #
  47. Vielleicht könnte man das exklusiv als Paid-Content im iBildphone mit Tonnline-Vertrach ausstrahlen.

    Ich kenne die ganze Mischpoke nicht, und hätte vom Photo auf Volksmusik getippt – Wendler, Dokusoap, Sat-1 und Promidinner – fehlt nur noch ein kleiner Hund. Da lohnt sich das nichtkucken mehrfach.

    Und wer bringt einer 7jährigen bei den Kopf so malade schäpp zu halten? Oder ist sie das nicht?

    Da fällt mir ein Witz mit Nilpferd ein … :)

    Stefan W. — 6. Januar 2010, 3:40  #
  48. @40
    Nun, die (weiblichen?) Fans dürften a) wenn überhaupt nur die Bild-Zeitung, Neue Frau, Goldenes Blatt etc. lesen; b) im Internet nur die Homepage von Herrn Wendler finden (so sie überhaupt im www aktiv sind; c) außer Sätzen wie „Ich liebe Dich”, „Du bist mein Traum” oder „Ich will Dich heiraten/ein Kind von Dir” nicht viel zu schreiben haben. ;)

    Als erstes müßte man sich natürlich überlegen, wer überhaupt die Musik??? von Herrn Wendler so erträglich findet, daß er sie freiwillig hört, bzw. welche Gruppe sich überhaupt diese „Doku-Soap” ansieht.

    Ich befürchte ja, daß die meisten der Zuseher(innen) nicht einmal in der Lage sind zu erkennen, daß es sich hier um eine Selbstinszenierung handelt die überhaupt nichts mit der Realität zu tun hat.

    Aber wenn wundert dies in Zeiten, in denen Nina Hagen bei Maischberger als „Expertin” zum Thema Weihnachten diskutiert oder dort Wahrsager, Kaffeesatzleser und ähnliche Esoschwurbler Sendeplätze finden und ein Herr Schwanke „erforscht” ob es Engel wirklich gibt.

    — Morgenstund — 6. Januar 2010, 10:20  #
  49. Ob es Engel gibt, weiß ich nicht, aber wer mal gezwungen war sich deutschen Schlager anzuhören, der kennt den Platz ewiger Verdammnis. Und es würde mich nicht wundern, wenn es im Bereich Dinslaken auffällig nach Schwefel riecht.

    — Kneipensascha — 6. Januar 2010, 13:33  #
  50. Ich hab mir die Sendung auch angetan und am liebsten wäre ich in den Fernseher gehüpft als die oben beschriebenen Sachen kamen.
    Ich find es ne absolute Frechheit, was da abging.
    Das arme Kind!

    — feuerchefin — 6. Januar 2010, 15:09  #
  51. Ab sechs Pappnasen spricht man jetzt schon von einem „Clan”?

    — Alberto Green — 6. Januar 2010, 15:13  #
  52. Ich bin froh, dass ich schon lange keinen Fernseher mehr benutze. Da bleibt mir, wie ich jetzt wieder bestätigt weiß, zum Glück einiges erspart.
    Ich gebe zu, dass ich dann leider in den Mittagspause bei der Arbeit oft alleine dastehe, weil ich immer so blöde Fragen stellen muss wie z.B. wer Sandy Mölden-Irgendwas ist oder auch nicht auf dem Laufenden bin, wenn es in die Endrunde der Top Modells geht. Aber auch damit kann man schon klar kommen und vielleicht hier und da mal ein anderes Thema in den Raum werfen, über das dann wild diskutiert werden kann.

    Und irgend jemand über mir schrieb, dass er ein klares Bild von den weiblichen Fans von Herrn Wendler hat. Das prangere ich an, schreie entsetzt auf und halte dagegen: „Stop! Nicht solche Vorurteile! Und keine Verallgemeinerungen! Erinnert Euch an Daniel Kübelböck! Da war man auch ganz erstaunt wie viele Fans und welche Art von Fans der hatte!”

    Daniel Kübelböck… Jaja, das war noch „echtes” Fremdschämen!
    Ehrlich gesagt glaube ich sogar, dass es den Begriff Fremdschämen (den ich wirklich nett finde) nicht geben würde ohne Daniel Kübelböck. Danke dafür an dieser Stelle. Inzwischen kommt man ja vor lauter peinlicher Dinge in den Medien mit dem Fremdschämen gar nicht mehr hinterher. Da bleibt ja keine Zeit für was anderes mehr.

    Es grüßt der Minusmann.

    — minusmann — 6. Januar 2010, 16:26  #
  53. Schon erstaunlich, dass Mainstream so erfolgreich sein kann.

    jan — 6. Januar 2010, 16:27  #
  54. Das liegt in der Natur der Sache. Ich persönlich wundere mich nur was zum Mainstream avanciert.

    Das liegt aber vermutlich daran, dass mein Mainstream kein Mainstream wäre, wenn ich zu entscheiden hätte was Mainstream ist. Aber auch das liegt in der Natur der Sache.

    Es grgüßt schon wieder der Minusmann. :)

    — minusmann — 6. Januar 2010, 16:41  #
  55. @morgenstund, @minusmann und all die anderen kreativen Schreiber, erstmal ein Dankeschön für die originellen, amüsanten Kommentare. Wirklich lustig. :-))))))))

    Herr Niggemeier, Sie sollten ernsthaft überlegen, ob Sie den Artikel über Herrn Wendler nicht zu einem Dauerbrenner machen. Es hebt die Stimmung, die im Kopf meine ich. Bei den echten Fans mag das anders sein. Die schreiben hier aber nicht mit. Wie auch? (Und der Herr Wendler?)

    Einen weiteren Wendler-Typ würde Deutschland neben Bohlen und den anderen Primitiv-Bolzen nicht verkraften!

    Selbst die Betreiber eines Privatsenders haben einen gewissen Grad an Verantwortung zu übernehmen, damit wir nicht noch mehr verblöden oder damit die, die dies schon sind, eine Plattform bekommen. Die Quote kann’s nicht immer sein! ;-)

    — Ganz in der Nähe von Dinslaken, aber kein echter Fan... — 6. Januar 2010, 20:48  #
  56. @ Ganz in der Nähe von…
    mal zustimmt….
    und vor allem sieht man das daran das man hier in einem privaten Blog noch seinen Kommentar abgibt (und da zähle ich mich leider auch dazu!), immerhin sind das hier jetzt 56 Kommentare.
    Denn es ist eigentlich nicht der Rede wert, aber der Mensch ist halt ein Herdentier irgendwie *laechel*.
    Und somit ziehe ich wieder weiter, lasse Herr Wendler Herr Wendler sein…
    und gut ist es!
    Liebe Grüße und alles Gute
    Feuerchefin

    — feuerchefin — 6. Januar 2010, 21:10  #
  57. @52, Minusmann:
    Mein erster Fremdschäm-Moment lässt sich in eine Zeit zurückverfolgen, als Herr Wendler noch recht unbekannt war. Das ist im Jahr 1995 gewesen. Damals sang, nein, rappte der unvergleichliche DJ Bobo in seiner Hymne „Feel the heat” die monumentalen Zeilen:

    „The lyrics are fine /
    what’s mine is fine/
    Let it shine like a sign.”

    Ich schämte mich zwar für ihn, war aber zugleich verblüfft ob der Metaebene seines Werks, das die Lyrics davon handeln ließ, wie fine die Lyrics sind.

    — rog — 6. Januar 2010, 21:47  #
  58. @feuerchefin, genau, der Typ ist nicht der Rede wert! :-) Der Mensch ist ein Herdentier und amüsiert sich ganz gerne – OHNE Fan von Herrn W. zu sein.

    Danke, auch alles Gute von
    Ganz in der Nähe von…

    — Ganz in der Nähe von Dinslaken, aber kein echter Fan... — 6. Januar 2010, 22:33  #
  59. Mich wundert vor allem, daß das Mädchen tatsächlich noch Kakao pur trinken soll, kann ich gar nicht glauben.
    Naja, spätestens mit 8 wird die sich die Kante geben.
    Übrigens: rein namenstechnisch steht nach wie vor auf Haßplatz Eins: Marc, Sohn von Dieter Penisbruch.

    — Manfred — 7. Januar 2010, 8:33  #
  60. [...] dem 03. Januar zeigt der Wendler sich von seiner privaten Seite, er und sein Wendler-Clan spielen die Hauptrollen in einer [...]

    Der Wendler startet durch: Jeden Sonntag auf Sat.1 ! | Musiktipps24 - Deine Musik im Web — 7. Januar 2010, 14:55  #
  61. Lieber Rog,

    ich muss gestehen, dass ich die Textzeilen von DJ Bobo damals nicht nähert betrachtet habe. In meinen Mittzwanzigern (das war so um die Mitte der 90er) habe ich die subtilen Botschaften des Schweizer Disk Jockeys ehrlich gesagt noch nicht hinterfragt und mich lediglich auf eine Verhohnepiepelung seines Namens auf DJ Popo beschränkt. Ich gebe zu, dass das in der Tat ein wenig infantil ist, aber wer will’s mir verdenken. :)

    Aber mal ehrlich: wann ist dieser Begriff des Fremdschämens erstmals aufgetaucht? Ich wüsste es nicht zu sagen. Würde es aber eher auf eine Zeit innerhalb der letzten fünf bis siebeneinhalb Jahren begrenzen. Wider besseren Wissens allerdings.

    Wenn man allerdings weiter in der Zeit zurück gehen will würde ich da fast noch einen Herrn nennen wollen der mir schon im zarten Grundschulalter irgendwie peinlich war. Ich sag nur: Licht aus! Spot an! Hallo Freunde! Hallo Ilja!

    Aber da kannte man das Wort Fremdschämen wohl noch nicht. Allerdings gab es da auch noch zwei Länder die irgendwie Deutschland hießen…

    Es grüßt weiterhin freundlich der Minusmann.

    — minusmann — 7. Januar 2010, 16:23  #
  62. @Minusmann:
    Je länger ich über das Phänomen des Fremdschämens nachdenke, desto mehr glaube ich: Wir schämen uns zum ersten Mal fremd, wenn wir etwas in einem anderen Menschen erkennen, das wir mit etwas Pech im Leben auch selbst hätten werden können. Der Mensch, für den wir uns fremdschämen, muss gewissermaßen eine versteckt in uns schlummernde peinliche Eigenart widerspiegeln.
    Was das über mein Fremdschämen für DJ Bobo aussagt, frage ich mal lieber meine Freunde. Ich selbst stehe mir wohl zu nah, um das zu erkennen.
    Und wann dieses Wort zum ersten Mal aufgetaucht ist, konnte ich bislang leider auch nicht herausfinden.

    — rog — 7. Januar 2010, 20:51  #
  63. Oh je, wenn das wirklich stimmt was Du da mutmaßt, dann hoffe ich inständig, dass die einzige Eingenart die der Herr Kübelböck mit meiner Person gemeinsam hat die ist, dass wir beide Brille tragen. Wobei das Brille tragen vom Grundprinzip natürlich völig unpeinlich ist.

    Vielleicht sollte auch ich mal im näheren Freundes- und Verwandtenkreis nachfragen, warum das sonst wohl so sein könnte, dass ich mich für Herrn Kübelböck geschämt habe… Ein bisschen habe ich Angst vor der Antwort. :)

    Aber: wir schweifen ein bisschen vom Thema ab.

    Es grüßt und wünscht ein schönes Wochenende, der Minusmann

    — minusmann — 8. Januar 2010, 9:30  #
  64. Ein kleiner Nachtrag:
    Die Höflichkeit gebietet natürlich, dass „Sie” in der Anrede. Ich bitte das zu entschuldigen – @rog

    Richtig hätte es demnach heißen müssen „… wirklich stimmt was Sie da mutmaßen, …”

    Es entschuldigt sich und grüßt der Minusmann

    — minusmann — 8. Januar 2010, 9:33  #
  65. Lieber Minusmann,

    da wir im Internet alle nur arme Studierende sind, biete ich Ihnen hiermit das Du an, wie es in Uni-Kreisen üblich ist.

    — rog — 9. Januar 2010, 16:42  #
  66. Lieber rog,

    ich nehme dankend an und biete im Gegnzug ebenfalls an das Du zu verwenden.

    Es freut sich und grüßt, der Minusmann

    — minusmann — 10. Januar 2010, 19:29  #
  67. Sendung zwei war noch schlimmer als Folge Nummer Eins. Die Wendlers haben jetzt ein Hausschwein. So richtig begeistert war Töchterchen Adeline jedoch nicht. Ich fürchte, dass ich kommenden Sonntag trotz schlimmen Fremdschämens wieder einschalten werde.

    Christina Langer — 10. Januar 2010, 20:23  #
  68. Hab eben den Rest der 2. Folge zum ersten Mal gesehen und bin fassungslos…Hab nichts dagegen das Herr Wendler und sein Frauchen ihr Gehirn irgendwo abgegeben haben und damit glücklich sind…aber müssen sie das arme kleine Schweinchen da mit reinziehen ??? Wo bleibt der Tierschutz ? Das arme Dind – in die Dusche erstmal verfrachtet…
    Und Sat 1 ist auch noch stolz darauf…

    — Sarune — 10. Januar 2010, 20:55  #
  69. [...] immer mehr die keinen interessieren aus dem Nichts erscheinen. Ein absolutes Highlight ist da mein Schlager Idol Michael Wendler. Das ist doch mal wirklich eine höchst interessante Sendung. Wie lange wollte ich [...]

    Trash TV für alle! | Social Media Marketing, SEO Blues & Rock 'n' Roll — 13. Januar 2010, 10:16  #
  70. Phänomene a la Wendler sind überall – aus mir unbekannten Gründen – sehr erfolgreich. Ich komme aus einem osteuropäischen Land, wo solche „Sänger” verdienen erheblich mehr und sind immer populärer als diejenigen, die gute Musik machen. Ich kann es mir auch nicht erklären. Meine Vermutung ist, dass solche Musik einfach weniger Ansprüche an den Zuhöhrer hat, deshalbt lässt sie sich leichter „konsumieren”..Oder eben die Fremdschämung spielt hier eine Rolle: wir sind doch alle froh, dass wir unser Geld nicht mit Brusthaaren, in denen Goldketten glänzen, verdienen müssen, oder?
    Und noch ein paar Dinge, die mich in der 1. Sendung (die 2. habe ich nicht gesehen) sehr belustigt haben:
    Ein Zitat: „Michael Wendler beschreibt das Leben in seinen Liedern, so wie es wirklich ist” (Aussage eines (jungen männlichen) Fans – der arme Bub)
    Und noch ein Zitat:”Ich weiß, wer ich bin – ich bin eine geile Sau” (Michael Wendler)
    :)

    P.S. Sorry wegen mein begrenztes Deutsch..

    Gruß,
    Ieva

    — Ieva — 13. Januar 2010, 10:24  #
  71. Ich muss zugeben vom „Wendler Clan” nur aus dem Internet gehört zu haben. Habe mich mehrere Tage gefragt, wovon bei Twitter und Facebook alle reden. Seit ich nachgeschaut habe um was es sich handelt bin ich froh, dass kein TV-Kabel mehr in mein Zimmer führt. Der erste Absatz dieses Berichts hat mir schon gereicht. Schrecklich, sich solche gestörten Menschen anzuschauen.

    Radix — 14. Januar 2010, 18:04  #
  72. Liebe Alle.

    Ungeachtet meiner persönlichen Abneigungen gegen sämtliche Auswüchse dieser Art in allen mir bekannten Medien und Ausprägungen muss ich doch eines sagen:
    Wenn ich das gleiche Geld damit verdienen würde wie der Herr Wendler, würde ich mir auch ein Jahr lang das toupierte Brusthaar aus dem Hemd kämmen und dabei meinethalben auch solch eigenartige Dinge singen wie: „Ich, wer ich bin – ich bin ne geile Sau”.

    Danach setz ich mich zur Ruhe.

    Letzten Endes bringt er es mit dieser Textstelle auf den Punkt. Nur er weiß (und vielleicht auch noch seine Familie) wer er wirklich ist, sofern er nicht Schizophren ist. Und eine geile Sau ist er deswegen, als dass er mit dem was er macht (egal wie gut oder schlecht) vermutlich das Maximum and Ruhm, Geld, Erfolg und Hass rausholt. Eigentlich eine beachtenswerte Leistung von Herrn Wendler.

    Ich weiß, dass ich mir damit in gewisser Weise selbst wiederspreche, aber irgendwie find ich das Wendler-Phänomen sehr faszinierend. Weil es ja nicht so ist, dass er uns zwingt ihn gut zu finden oder seine Sendung mit abschätzigen Bemerkungen zu kommentieren. Er macht halt was er kann, und das ist Blödsinn singen und sich selbst wie der „Held im Zelt” zu finden. Wer wills ihm verdenken. Bedenklicher finde ich ehrlich gesagt, dass es für jemanden wie ihn ein Publikum gibt, das tatsächlich die Musik gut findet und womöglich auch die Texte.

    Naja, eigentlich kann ich nur eines dazu sagen: Leben und leben lassen!

    Es grüßt,
    Der Minusmann

    — minusmann — 15. Januar 2010, 10:47  #
  73. Unser Held!

    http://en.tackfilm.se/?id=1263895774377RA28

    Soweit ist es schon gekommen… :)

    — minusmann — 19. Januar 2010, 11:17  #
  74. was ist der familie wendler da bloß in den kopf gekommen. wir kaufen uns halt eben mal ein schwein und wissen gar nicht, welche bedürfnisse so ein tier eigentlich hat. wenn es nicht gefällt, kommt es eben wieder weg (schlimmstenfalls auf den grill). da frage ich mich schon, ob diese leute eigentlich irgendetwas im hirn haben. wahrscheinlich eher nicht.
    man kann sich bei jedem tierschutzverein informieren, welches tier für ein kind wirklich geeignet ist und muß sich dann auch darüber im klaren sein, daß das tier bedürfnisse hat (entgegen der meinung der landwirtschaft möchte ein schwein z.b. stroh haben, mag es gerne warm und ist nunmal kein kuscheltier). soviel dazu, und bitte nächstens den kopf einschalten.

    — erika hafemeister — 19. Januar 2010, 14:10  #
  75. Ja, da iss er beim Rumzappen auch in meinen Fernsehabend reingefallen. Ich bin entsetzt, nicht über Herrn Wendler, denn er weiss, wie er sich zu Markte tragen muß, aber über uns, die dann trotz aller Durchsichtigkeit der Blödheit, mit der die ganze Soap gestrickt ist, man doch vorm Fernseher verharrt. Da singt er in Dubai vor seinen eigenen Fans, ansonsten war, zumindest für mich, niemand zu sehen, und er diente als Tröster, der, von weit angereisten einsamen Herzen.
    Das Konzept geht auf, es ist einfach und direkt. Ich glaube ich muß mir eine dicke Scheibe abschneiden. Alles ist viel einfacher als man denkt, das ist mein Fazit. Und Herr Wendler ist gut dabei.

    Ina — 1. Februar 2010, 21:35  #
  76. bis vor kurzem war mir der begriff des fremdschämens nicht geläufig, doch nach dem „genuß” dieser intellektuell hochwertigen tv-dokumentation bin ich im bilde. diese art der selbstvermarktung ist gelinde gesagt ein bäuerchen wert. ein größenwahnsinniger hauptdarsteller, eine ehefrau ohne jegliche qualitäten (ich sag nur täglicher pizza-service) in der nebenrolle, sowie eine alte frau im jugendwahn und ein kind, das alle wichtigen werte dieser gesellschaft vorgelebt bekommt, als statisten. kurz und gut eine gelungene mischung zur unterhaltung unserer immer mehr verblödenden gesellschaft. ganz wichtig: immer fein cd´s kaufen und konzerte besuchen, da dieser lebensstandard ja gehalten werden muß…kaum zu glauben, daß es wirklich menschen gibt, die ihren letzten hartz IV-euro für sowas ausgeben..der wendler freut sich und kauft sich bald davon das schloß neuschwanstein

    — nicola — 8. Februar 2010, 12:41  #
  77. @76 nicola : „die ihren letzten hartz IV-euro für sowas ausgeben”

    *tztztz*

    Wer glaubt, daß der Wendler nur von H4-Empfängern konsumiert wird, der glaubt auch an den Osterhasen!

    Ei-Ei-Ei — 8. Februar 2010, 15:15  #
  78. @77 Wo bitte genau entnehmen Sie dem Text von 76, daß „NUR Harzt-IV-Empfänger” Wendler konsumieren?

    Um es vielleicht auch für Sie nochmals Verständlich zu formulieren: Es ist einfach unbegreiflich, daß es Hartz-IV-Empfänger gibt die für Herrn Wendler, DSDS oder sonstige Formate ihre letzten Cents für ein Voting (oder auch für den Kauf von Platten und Merchandising-Produkten) investieren. Genauso unglaublich ist es natürlich, daß dies überhaupt ein Mensch mit einem Rest von Verstand oder Geschmack macht. ;)

    Vielleicht sollten Sie sich einmal auf die Suche nach dem Osterhasen begeben. Sie werden da ganz bestimmt fündig werden.

    — Besucher — 8. Februar 2010, 15:29  #
  79. @78: 77 hat genau die Textstelle zitiert, die genau das suggeriert, was er kritisiert.

    Ali — 8. Februar 2010, 18:47  #
  80. (Kommentar)
    Offener an Michael Wendler
    Sehr geehrter Herr Wendler,
    Ihre Homestory will ich mal als Erfolgt bezeichnen. Rund 1,5 Millionen.
    Immerhin.
    http://www.quotenmeter.de/cms/.....76&p3=
    Sich zum Horst machen, auch o.k., sie sind erwachsen und gut bezahlt ist es ja auch.

    http://tvtotal.prosieben.de/tv.....ab=sendung

    Aber, Ihre Tochter damit rein zu ziehen, für mich, ein Fall für´s Jugendamt. Das Sendematerial vor der Ausstrahlung nicht einzusehen, würde ich, erschwerend, als fahrlässig einstufen.
    Vorschlag von mir:
    Für die Unterhaltskosten eines Lambos, könnten Sie eine Nanni anstellen, die ihrer Tochter eine Menge vermitteln kann, zu denen man selber keinen Zugang hat.(Ernährung, Sport, Bildung, Bescheidenheit,….) Sie beschäftigen bei ihrer Berufsausübung doch auch Spezialisten und ein grösseres Geschenk können Sie ihrer Tochter nicht machen. (Wiedergutmachung) Zudem einen langfristigen Arbeitsplatz geschaffen! Ihr Kind müsste nicht, wie eine Kommentatorin schrieb, als Statist durch die Welt laufen.
    Das Jugendamt bräuchten wir dann natürlich auch nicht mehr.
    Sollte das bei ihrer Homestory herauskommen, meinen Segen hätten Sie, da ja auch keine weitere Staffel droht.
    Ich bin sicher, Ihr Ego betreibt eine Suchmaschine, die auch diesen Blog gefunden hat, Sie ein Abo haben und dieser Brief Sie deshalb erreichen wird.
    Freue ich mich auf Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüssen

    — Thomas Zett — 8. Februar 2010, 23:48  #
  81. @79 ali

    Anscheinend können Sie auch nicht differenziert lesen. Eigentlich schade.

    — Besucher — 9. Februar 2010, 21:29  #

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