Monika Piel

Bestimmt gibt es einen Grund, warum die WDR-Intendantin Monika Piel den „Presseclub“ moderiert und nicht jemand, der sowas kann.

Schön wäre zum Beispiel jemand, der es schaffte, bei der Begrüßung von vier Journalisten die Namen von mehr als zwei Zeitungen richtig auszusprechen. Aber das wäre sogar optional, wenn es nur jemand wäre, der wüsste, wer diese Menschen überhaupt sind, mit denen er oder sie da eine Dreiviertelstunde lang am Sonntagmorgen über Politik redet. Und, in einer idealen Welt, die Zuschauer an diesem Wissen sogar teilhaben ließe.

Also eine Moderatorin, die am vergangenen Sonntag Udo Ulfkotte nicht nur als „Publizisten“ vorgestellt hätte, ohne jeden weiteren Hinweis, was er wo publiziert. Eine Moderatorin, die gewusst und gesagt hätte, dass Ulfkotte, der bis 2003 FAZ-Redakteur war, längst weniger Journalist ist als Politiker, seit einem Monat prominentes Mitglied der rechtspopulistischen Bremer Wählervereinigung „Bürger in Wut“* und bekanntermaßen seit längerer Zeit schon intensiv mit der Gründung einer bundesweiten Anti-Islam-Partei beschäftigt (selbst auf der Homepage zur Sendung fehlt jeder Hinweis darauf). Eine Moderatorin, die es wichtig gefunden hätte, dass die Zuschauer in dieser Diskussion über die Bedrohung durch Terroristen wissen, wie Ulfkotte zum Islam steht, über dessen Möglichkeit zur „Läuterung“ er laut „Tagesspiegel“ gesagt hat: „Der Dialog wird immer als Hoffnung dargestellt, aber es wird ihn nicht geben.“ Eine Moderatorin, die jede Diskussion über Ulfkottes durchaus radikale Positionen, seine mangelnde Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus und seine Rhetorik auch in der Sendung von „den Moslems“ auf der einen Seite und „uns“ auf der anderen, nicht schon dadurch verhindert hätte, dass sie diese Positionen stellvertretend für Ulfkotte verklärte und entschärfte.

Aber der „Presseclub“ wird ja nicht von so einer Moderatorin geleitet, sondern von Monika Piel. Einer ARD-Journalistin, die unbeschwert die überraschende (und falsche) These in die Runde warf, man dürfe in Deutschland, wenn man das Grundgesetz ändern würde, auch vollbesetzte entführte Linienflugzeuge abschießen lassen, um zu verhindern, dass sie als Waffen missbraucht werden. Die sich zum Dolmetscher und Weichspüler eines Populisten machte, dessen politische Ambitionen sie nicht einmal andeutete. Und die die Diskussion mit verblüffender Logik begann: „Die versuchten Anschläge in London und in Glasgow haben gezeigt, dass (…) es nicht nur die Briten, sondern auch die Deutschen treffen könnte.“

Wenn es nicht so schlimm wäre, könnte man darüber lachen.

(c) Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

*) In der „Sonntagszeitung“ steht „Bürger in Not“ statt „Bürger in Wut“, was mein Fehler war und sehr peinlich ist.

48 Replies to “Monika Piel”

  1. Verdammt der Fehler ist natürlich sehr sehr schade. Ich kenne das Gefühl, wenn man nach Abgabe Fehler entdeckt und sich dafür am liebsten in zwei Stücke schneiden würde :-(

  2. Echt ? Dieser Ulfkotte wurde als „Publizist“ vorgestellt – ohne Hinweis auf seine „politische“ Meinung ?

    Skandal !

    Mal abgesehen davon, daß ich von Ulfkotte wenig halte: seit wann ist die ideoloische Verortung von Journalisten üblich ?

    Im „presseclub“ wurde auch gerne Rudolf Hickel eingeladen, der als …na, was wohl ? … „Publizist“ vorgestellt wurde. Natürlich ohne zu erwähnen, daß der Bremer Rudi seit geraumer Zeit vom WDR aufgrund seiner politischen Mein…. äh…wissenschaftlichen Arbeit gefördert wird. ;)

  3. Na, es geht weniger um den Hinweis auf seine politische Meinung, als seine politischen Aktivitäten: Er ist gerade dabei, eine Partei zu gründen. Und wenn die anderen Diskussionsteilnehmer als Redakteure von „taz“ bzw. „Rheinischem Merkur“ vorgestellt werden, ist das natürlich auch eine „Verortung“.

  4. @3

    Naja, ein wenig Information über die beteiligen Akteure gehört einfach dazu. Nur bei vielen Personen ergibt sich das von selbst, wenn man den Arbeitgeber, oder Parteizugehörigkeit nennt. „Publizist“ sagt ungefähr gar nichts aus. Er hätte ebensogut mit den Worten: „Das ist Herr Ulfkotte und er ist ein Mann“ vorgestellt worden können.

  5. Ansonsten lieben Menschen, die modische Worte wie „Verorten“ verwenden, sollte man gleich den Rücken kehren.
    Schreibt doch bitte ganz normal ohne jeden Schnickschnack.

  6. Die Einladung und Präsentation von Ulfkotte ist schon etwas „delikat“.

    Jemand dessen politische Botschaft und Sendungsbewußtsein so weitgehend ist, dass er eine eigene Partei gründet, sollte man nicht einladen und diesen Hintergrund von Seiten des WDR auch kennen und berücksichtigen.

    Ansonsten wäre es aus Gründen der Gleichberechtigung notwendig den Publizisten Oskar Lafontaine zu einer Sendung über soziale Gerechtigkeit einzuladen, der Schriftsteller Kurt Beck wird zum Thema Parteidemokratie um Stellungnahme gebeten, die Wissenschaftlerin Dr. Angela Merkel über Atomkraft befragt, der Jurist Guido Westerwelle über den Konflikte zwischen Freiheit und Sozialismus als Experte u.a.m.

    Ulfkotte zeigt sich ja glücklicherweise herzerfrischend dilletantisch bei der Parteigründung. Mal sind es die „Bürger in Wut“, dann wieder eine ominöse „Christlich-ökologische Partei“, dann war er kurzzeitig auf Listenplatz 2 der Zentrumspartei zur Hamburger Bürgerschaftswahl im nächsten Februar und wie man hört, soll jetzt wiederum der Schwerpunkt auf die nächsten Europawahlen gelegt werden, mit einer Parteigründung die aus seinem Verein „Pax Europa“ herauswachsen soll.

    Zu Monika Piel – die sollte doch eigentlich wissen, wie eine Moderation im Presseclub funktionert – war sie doch immerhin schon Assistentin bei Werner Höfer seinerzeit.

    Aber Stichwort – Peter Voss – bei ihren Moderatoren haben die gerade keine allzu gutes Personalangebot. Wollen wir mal nicht hoffen, dass Oliver Pocher auch noch diesen Job angeboten bekommt.

  7. Wenn ich daran denke wie Pleitgen und Voß stets an der korrekten Bedienung der Telefonanlage gescheitert sind…
    Bei Sabine Christiansen waren auch schon zwielichtige Figuren die der islamistischen Szene zugeordnet und vom Verfassungsschutz beobachtet werden zu Gast, wieso sollte es also bei Herrn Ulfkotte anders sein, und er war ja auch nicht das erste Mal da.

  8. Ich bitte doch darum, DIESEN und meinen vorangegangene Beitrag auch zu löschen.

    Mir ist es bisher noch nicht passiert, daß „Mangel an Niveau“ festgestellt oder gar ein Beitrag meinerseits gelöscht wurde – aber selbstverständlich akzeptiere ich die Meinung des Hausherrn.

    Angesichts der teilweise auftretenden Exzesse unter den Kommentaren in dem „AS“-Artikel wirkt dies allerdings … sagen wir … orginell. :))

    Auf Wiedersehen.

  9. Die “Stärke der ARD liegt darin, dass ihre Sendungen frei von kommerziellen Interessen gestaltet werden.” Bis auf paar kleine Ausrutscher (Solarenergie usw.). Leitlinen 2007/2008 sind doch schon längst gemerkelt worden. Wenn die da in Sachsen paar Kinder missbraucht haben ist das wie mit Vattenfall, was sollen die Leute mit Informationen mit denen sie nix rein gar nix anfangen können.Warum soll das Niveau gehoben werden? wenn Schäuble seine Pläne durchboxt hält jeder die Fresse und alle nicken nur noch ehrfürchtig ja mein Führer.

  10. Entschuldigung, diesen Kommentar habe ich nun überhaupt nicht verstanden. Ich würde mir, ehrlich gesagt, wünschen, dass der Spamfilter der Blogsoftware automatisch Kommentare aussortierte, die Verbindungen zwischen mehr als vier aktuellen Themen herzustellen versuchen (ARD, Solarenergie, Vattenfall, Kindesmissbrauch, Anti-Terrorgesetze), insbesondere wenn sie am Ende noch einen Nazi-Vergleich dranhängen.

    Hilfe.

  11. Hat die Dame einfach missachtet, dass man in einer Demokratie auch eine „rechte Meinung“ haben darf? Und weil der Ulfkotte gegen den Islam ist, ist er ein Nazi? Sauerei. Das gehört sich aber für eine Demokratie!! Demokratie heißt doch nur links sein zu dürfen, oder?

  12. Es gehört aber auch zu einer Demokratie andere Menschen zu respektieren. Und das findet nicht statt, wenn man konsequent Moslems mit Islamisten gleichsetzt.

  13. Der Presseclub ist die einzige Sendung, bei der mal Nichtpolitiker über Politik reden, da darf man nicht meckern [/ironie]

  14. @Henry: Ich habe gar nicht kritisiert, dass Herr Ulfkotte eingeladen wurde. Ich habe kritisiert, dass seine politischen Aktivitäten nicht benannt wurden. Und dass, wenn in der Diskussion Frau Gaus Herrn Ulfkotte beim Wort nahm, Frau Piel (!) erwiderte, so habe er das ja gar nicht gemeint.

  15. Natürlich ist es nicht verfehlt, im Presseclub auch Stimmen zu Wort kommen zu lassen, die sehr einseitige Interpretationen offerieren, aber Rückhalt in Teilen der Bevölkerung haben.

    Sich dabei jedoch Personen einzuladen, die politischen Parteien in einem 1:1 Verhältnis nahestehen oder sogar als Parteigründer fungieren, ist nicht mehr mit dem Anspruch vereinbar Pressevertreter einzuladen, die – als Anspruch gesehen – über Parteigrenzen hinwegdenken.

    Bei Herrn Ulkotte habe ich zudem Schwierigkeiten bezüglich seiner demokratischen Erdung. Seine Sichtweise ist sicherlich keine rassistische. Positionen, die aufgrund kultureller Differenzen eine Minderwertigkeit von Angehörigen einer bestimmten Religion behaupten, würde ich – entsprechend trennscharft Begriffe fehlen leider noch – vorläufig unter Ethnozentrismus oder Faschismus einordnen.

    Das der WDR unter der Federführung von Monika Piel so jemanden Raum einräumt, um die entsprechende Sichtweise zu verbreiten, spricht weder für Monika Piel noch für den Presseclub

  16. Dem allgemeinen Anliegen des Beitrags kann man nur zustimmen. Und in der Tat sollte ein Moderator seine Diskussionsteilnehmer so vorstellen, dass sich der Zuschauer schon vor Beginn de Diskussion einen Eindruck von den Menschen machen kann, die da sitzen.

    Schließlich ist die Sendezeit begrenzt, die Diskutanten versuchen in dieser Zeit sich selbst und ihr Programm in’s rechte Licht zu rücken und da erwarte ich vom Moderator, dass er wenigstens ein paar über das konkrete gespräch hinaus gehende Hinweise zu den Leuten gibt.

  17. Eigentlich sollte Stefan mal die Rubrik:

    Deutsches Fernsehen, seine Talkshow- und Magazinformate unter die Lupe genommen einführen.
    Dann müsste er zwar jeder Woche einen solchen Verriss schreiben, aber es würde helfen, die Welt (unsere, nicht die vom Springer) ein klein bisschen besser zu machen..

    Das war schon mal ein guter Anfang!

  18. Hm. Ja ich verstehe was Stefan kritisiert. Aber ehrlich? Das ist weit hinter dem was er sonst so schoen zu kritisieren vermag. Ich war eigentlich schon hoechst erwartungsfroh nach der Einleitung, zwei Zeitunges richtig aussprechen und so. Aber dann? Exakt ein Punkt. Ok man haette ihn einordnen sollen, wohl wahr. Aber nur dafuer so eine umfassende Kritik? Schad irgendwie.

  19. Zuerst muss ich sagen, dass ich die Kolumnnen ( Teletext ) von Stefan in der FASZ immer mit grossem Vergnügen lese, in der Regel trifft er dabei immer den Nagel auf den Kopf…! Mit seiner Meinung zu Udo Ulfkotte stimme ich allerdings ganz und gar nicht überein, da ich es als durchaus wohltuend empfinde, wenn ein Publizist die Dinge beim ( politisch unkorrekten! ) Namen nennt und es damit ( noch? ) vor die Kameras des öffentlich-rechtlichen Fernsehens schafft. Dieser Einheitsbrei von Dauerbeschwichtigern, Realitätsleugnern und Allesverstehern, die sich ansonsten in den diversen Talkrunden tummeln, kann ich nämlich mittlerweile nur noch schwer ertragen.
    Jetzt freue ich mich jedenfalls auf nächsten Sonntag und auf die nächste Teletext-Kolumne in der FASZ.

  20. An alle: Bitte vorsichtig mit Meinungsäußerungen über Udo Ulfkotte. Er verschickt gerne Abmahnungen/ Einstweilige Verfügungen an Blogger, die recht teuer werden können.

  21. @25:

    Nochmal: Stefan bemaengelt nicht, dass Herr Ulfkotte da war. Er bemekrt dass er nicht ausreichend vorgestellt wurde.

  22. Sorry, ich stehe offenbar gerade auf dem Schlauch. Wo ist der Fehler in Monika Piels These, man dürfe in Deutschland, wenn man das Grundgesetz ändern würde, auch vollbesetzte entführte Linienflugzeuge abschießen lassen, um zu verhindern, dass sie als Waffen missbraucht werden?

    Ich finde es schlimm, aber ist dies nicht genau das, was die Schäubles dieser Nation gerne tun würden (also erst GG ändern, dann von Terroristen gekaperte Flugzeuge abschießen)?

  23. Also, ich versuch’s nochmal: Natürlich ist es auch heikel, Herrn Ulfkotte einzuladen. Es ist eine Sendung, in der Journalisten diskutieren und nicht politische Akteure, die demnächst bei Wahlen antreten wollen. Aber wenn man ihn trotzdem einlädt, muss man das erstens wissen und zweitens sagen. Und vor allem muss man seine radikalen Thesen kennen. Frau Piel hat (ich vermute aus Ahnungslosigkeit) eine Diskussion über die Thesen von Herrn Ulfkotte dadurch verhindert, dass sie an seiner Stelle geantwortet hat und ihn so (fehl)interpretierte, dass seine durchaus radikalen Aussagen hübsch kuschlig unkontrovers wirkten. Ich finde das einen Skandal.

  24. @Christian: Das Bundesverfassungsgericht urteilte, dass ein solcher Abschuss gegen den Schutz der Menschenwürde der Passagiere verstoßen würde. Da hilft auch keine Grundgesetzänderung.

    Anders ist die Lage, wenn das Flugzeug unbemannt ist oder nur die Entführer selbst an Bord sind.

  25. Danke, Stefan. Mir war nicht bewusst, dass das Verfassungsgericht auch prophylaktisch den Fall „Selbst wenn man ins Grundgesetz schreiben würde, dass man Passagierflugzeuge abschießen dürfe“ durch den Verweis auf den hoeher stehenden Artikel 1 abgehandelt hat. Beruhigend.

  26. Frau Piel hat (ich vermute aus Ahnungslosigkeit) eine Diskussion über die Thesen von Herrn Ulfkotte dadurch verhindert, dass sie an seiner Stelle geantwortet hat und ihn so (fehl)interpretierte, dass seine durchaus radikalen Aussagen hübsch kuschlig unkontrovers wirkten.

    Ja um Herrgottswillen wie denn? Ich habs nicht gesehen, aber aus dem Artikel wird in keiner Weise klar was sie denn da wie verniedlicht haette. Also jedenfalls mir nicht.

  27. Ich sehe es genau andersherum: Wer Interesse an politischer Diskussion hat, der muss es nicht haben, dass die Beteiligten schon vor Diskussionsbeginn in Schubladen gesteckt werden. Wer dem Publikum die Fähigkeit abspricht, selbst über das Gehörte zu urteilen, der führt die Grundidee der Demokratie ad absurdum.

    Ich möchte keine Medienlandschaft, in der jeder und jede mit mehreren Etiketten beklebt werden. Ich möchte Menschen zuhören, ihre Standpunkte beurteilen und mir eine Meinung bilden.

    Können die meisten nicht? Mag sein. Wenn aber einige trendige Meinungsmacher dem Volk ihre Einschätzung aufdrängen wollen, dann wirds dunkel.

  28. Wenn aber einige trendige Meinungsmacher dem Volk ihre Einschätzung aufdrängen wollen, dann wirds dunkel.

    Und das genau passiert zurzeit ständig, wenn solche „Wissenschaftler“ und „Publizisten“ ohne Erwähnung ihrer Geldgeber/ihres sonstigen Backgrounds in Medien mit durchaus hoher Reichweite (und durch mich mitfinanziert) auftreten.

  29. Ja, ja: „rechtspopulistisch“. Genau wie der „Faschist“ (@21) Voltaire. Der war auch zu dumm, zwischen „Islam“ und „Islamismus“ zu unterscheiden und hat deshalb auf das in jeder Hinsicht antiaufklärerische Wesen des Islam hingewiesen (z.B. in seinem Drama „Mahomet“)

  30. „Mahomet“ als Kritik am Islam zu interpretieren ist etwas „einseitig“.

    Grundsätzlich war Voltaire Gegner jedes religiös inspirierten Fundamentalismus.

    Das Stück „Mahomet“ wird in Teilen der Literaturwissenschaften als verklausulierte Kritik an intoleranten christlichen Denkmustern gewertet, denen Voltaire auf diese Weise (eine andere Weise war damals nicht ungefährlich) den Spiegel vorgehalten hat.

    Das dies nicht abwegig ist, kann auch darin gesehen werden, dass dieses Stück – trotz Widmung an den damaligen Papst Benedikt – auf Druck der katholischen Kirche verboten wurde.

    Generell hatte Voltaire ein ambivalentes Verhältnis zum Islam. In einigen Schriften aus seinen späteren Werken äußert er sich äußerst positiv.

    Muhammads Religion war fraglos der von Jesus überlegen. Er stieg nie auf das Verleumdungsniveau der Christen hinab und sagte auch nicht, das Gott eine Dreiheit oder das drei Götter einer seien. Der einzige Pfeiler seines Glaubens ist der Eine Gott. Der Islam verdankt seine Existenz den Anordnungen und der Männlichkeit seines Begründers, während die Christen ihre Religion anderen mit dem Schwert aufzwangen. Oh Gott! Wenn nun alle Völker Europas die Muslime zu ihren Vorbildern machten!

    Der Prophet Muhammad schränkte die ‘unbegrenzten Harems unglücklicher Frauen, die von vor-islamischen Potentaten unterhalten wurden, auf ein Maximum von 4 Ehefrauen ein, und seine Gesetzgebung über Ehen und Scheidungen ist die edelste und wirksamste, die je von irgendeiner kompetenten Stelle in der religiösen, politischen und sozialen Weltgeschichte konzipiert, formuliert und durchgeführt wurde.

    Im weiteren bleibe bei meinem Statement, das Positionen die ganzen Bevölkerungsgruppen, alleine aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, Minderwertigkeit vorwerfen (und dies nicht rassistisch sondern kulturalistisch begründen), mit einem neuen Begriff erfasst werden müssten, der irgendwo zwischen Ethnozentrismus und Faschismus anzusiedeln ist.

  31. Genau das ist der Kern von Niggemeiers Vorwurf an Monika Piel: Sie habe es versäumt, Ulfkotte den Zuschauern als „prominentes Mitglied der rechtspopulistischen Bremer Wählervereinigung ,Bürger in Wut'“ vorzustellen. Also Zuschreibung von Minderwertigkeit allein aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe (in diesem Fall einer Partei). Nach der „Limited“-Logik (@ 21 und @ 39) ist Niggemeiers Position folglich „irgendwo zwischen Ethnozentrismus und Faschismus anzusiedeln“. Eine köstliche Pointe.

  32. Monika Piel, ist dass nicht die, die sich nach dem ARD/ZDF-Ausstieg darüber beschwert, dass Rendite.1 die TdF übertragen will?

    Was verdient bekommt man so als WDR-Indendantin im Jahr? Wo kann man sich bewerben? Ich kann ja auch nichts, hab ja noch nicht mal ein Blog.

    *kopfschüttel*

  33. @ Tribelaun

    Wenn Sie der Person Ulfkotte aufgrund seiner Parteizugehörigkeit Minderwertigkeit zuweisen wollen, ist das Ihre Sache.

    Ich schließe mich dem nicht an.

    Ungeachtet dieser merkwürdigen Lgoikinterpretation, wäre es dennoch angebracht von Seiten des WDR und auch von Frau Piel, derart exponierte Personen nicht einzuladen, resp. auf den Hintergrund, der von der jeweiligen Person vertretenen Thesen hinzuweisen.

    Herr Ulfkotte ist ja nicht einfach ein Parteimitglied von „Bürger in Wut“ sondern einer der Hauptakteure bei der Gründung einer Partei, die sich gegen eine vermutete Islamisierung Europas wendet.

  34. Tja, nicht nur peinlich, dieser Fehler, die Bürgerbewegung falsch zu benennen, sondern eigentlich unverzeihlich. Vielleicht sollte Herr Niggemeier zunächst seriös recherchieren, bevor er in seiner Kolumne in populistischer Art und Weise zu einem Rundumschlag ausholt. Und das, ohne seine Behauptungen zu untermauern und zu belegen. Alles, was nicht in das anerzogene Schubladendenken passt, wird in schneidiger Inkompetenz als rechtspopulistisch gebrandmarkt. Nein, Niggemeier geht es nicht um Diskussion, sondern um Provokation – das ist bester Bild-Zeitungs-Stil.

    Viel gelernt beim „großen Vorbild“, kann man da nur sagen.

    Das schreibt einer, der mit rechtem Gedankengut gar nichts am Hut hat, aber viel von einer offenen Diskussion hält.

  35. […] „Enjoy“ (via Duckhome). Beide betroffenen Blogger gehen gegen die Verfügungen gerichtlich vor. Ex-Journalist Ulfkotte ist Gründer des Vereins „Pax Europa“, dessen Ziele die Bewahrung „christlich-jüdischer […]

  36. Hallo Stefan,
    bitte vorab den späten Kommentar zu entschuldigen. Dein Kommentar erscheint mir wie ein Reflex: Jemand der etwas gegen Leute hat die anders sind als der Bundesdeutsche CDU-Kleinbürger muss böse sein. Denn die deutschen Kleinbürger haben Hitler gemacht, und schlimmer gehts nicht. Du verfährst nach dem Muster: Meines Feindes (Die Deutschen-Spießer) Feinde (Moslems) sind meine Freunde!

    Zur Sache: Die These, das der Islam vom Islamismus zu unterscheiden ist, finde ich radikaler als das Gegenteil. Den Islam einfach so unbesehen gut zu finden ist leider nicht mehr als „pc“(von Ströbele bis Käsmann ist man sich hier wohl einig), aber bedarf wohl doch der Begründung. Denn eine Religion die von einem Terroristen bzw. Warlord gegründet wurde, darf man generell skeptisch hinterfragen. Warum soll das radikal sein? Das ist VERNÜFTIG. Dir geraten die Fronten durcheinander. Der Islam ist in seiner Mitte (!) rechts und konservativ in einem Maße, dass Du Dir als Außenstehender nicht vorzustellen magst. Wenn jemand das nicht gut findet ist er eher tendenziell links. Damit gehört der Ulfkotte (der leider nicht genügend Charisma für einen Erfolg mit seiner Partei hat) zum linken Mainstream und muss nicht als Rechter (oder Rechtsradikaler, aber das ist ja in diesem Kontext wurst…geht ja nicht um den Islam). Ich lade Dich auch gerne mal zu einer journalistischen Recherche nach Berlin Neukölln oder zu einer Koranexegese ein.
    mit freundlichen Grüßen

  37. @45
    Den Islam einfach so unbesehen gut zu finden..
    Wo steht das genau in diesem Artikel?

    Denn eine Religion die von einem Terroristen bzw. Warlord gegründet wurde, darf man generell skeptisch hinterfragen.
    Auch schon mal ein bisschen im AT geblättert?

    Der Islam ist in seiner Mitte (!) rechts und konservativ…
    Was ist in diesem Zusammenhang konservativ? Ist nicht jede Religion per se „konservativ“? Und: Auch schon mal bisschen in Enzykliken des Vatikan nachgeschaut?

    Ulfkottes Absicht war (oder ist immer noch) rein demagogischer Natur. In dem er Einzelfälle generalisiert (mit der man in ähnlicher Vorgehensweise auch andere politische und/oder soziale und/oder religiöse Meinungen diffamieren könnte), betreibt er einen unverantwortlichen Alarmismus. Das hat mit rechts oder links zunächst einmal nichts zu tun.

    Um das Ausmass dieses „Spiels“ zu vergegenwärtigen: Würde er in gleicher Weise über Juden reden, etwa eine drohende Übermacht jüdischen Rechts oder der Religion ausmachen – welch einen Aufschrei würde es – völlig zurecht – in der Gesellschaft geben!

  38. […] Bestimmt gibt es einen Grund, warum die WDR-Intendantin Monika Piel den „Presseclub” moderiert und nicht jemand, der sowas kann.— 15. Juli 2007Schön wäre zum Beispiel jemand, der es schaffte, bei der Begrüßung von vier Journalisten die Namen von mehr als zwei Zeitungen richtig auszusprechen. Aber das wäre sogar optional, wenn es nur jemand wäre, der wüsste, wer diese Menschen überhaupt sind, mit denen er oder sie da eine Dreiviertelstunde lang am Sonntagmorgen über Politik redet. Und, in einer idealen Welt, die Zuschauer an diesem Wissen sogar teilhaben ließe…http://www.stefan-niggemeier.de/blog/monika-piel/ […]

  39. […] Bestimmt gibt es einen Grund, warum die WDR-Intendantin Monika Piel den „Presseclub” moderiert und nicht jemand, der sowas kann.— 15. Juli 2007Schön wäre zum Beispiel jemand, der es schaffte, bei der Begrüßung von vier Journalisten die Namen von mehr als zwei Zeitungen richtig auszusprechen. Aber das wäre sogar optional, wenn es nur jemand wäre, der wüsste, wer diese Menschen überhaupt sind, mit denen er oder sie da eine Dreiviertelstunde lang am Sonntagmorgen über Politik redet. Und, in einer idealen Welt, die Zuschauer an diesem Wissen sogar teilhaben ließe…http://www.stefan-niggemeier.de/blog/monika-piel/ […]

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