Geschafft

23 Aug 07
23. August 2007

Jetzt ist unser BILDblog-Werbefilm schon ein paar Mal im Fernsehen gelaufen und über 25.000 mal im Internet angesehen worden, und eigentlich wollte ich dazu natürlich noch was Nettes bloggen und ein bisschen erzählen, wie das alles war, und nicht nur an den Kollegen rumnörgeln. Über sieben Monate sind vergangen von der Idee bis zur ersten Ausstrahlung heute — entsprechend groß war der Tag heute für mich und für uns.

Doch jetzt bin ich zu k.o. zum Schreiben. Ich kann nur sagen: Ich bin wahnsinnig dankbar und ein bisschen stolz.

(Und damit das hier kein völlig sinnloser Eintrag bleibt, nutze ich die Gelegenheit, auf den Sprecher in dem Spot hinzuweisen. Es ist Michael Lott, der sonst die Stimme von Premiere ist und auch deren bombastische Werbefilme spricht. Ich bin sein Fan, seit er in der wunderbaren und entsetzlich gefloppten Sat.1-Serie „LiebesLeben“ (Regie übrigens: Tobi Baumann) so herzzerreißend traurig und komisch den hoffnungslosen Verlierer Edwin gespielt hat.)

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterFlattr the author

Massenphänomen Recherchophobie

22 Aug 07
22. August 2007

Die Faulheit von Journalisten, ihr Widerwille, schnell mal anzurufen und nachzufragen bei demjenigen, über den man etwas schreibt, ist grenzenlos. Zugegeben: Ich kenne das von mir selbst. Und ich erlebe es gerade von der anderen Seite, als Gegenstand der Berichterstattung.

Peter Turi hat heute morgen als einer der ersten die Pressemitteilung des „Stern“ aufgegriffen, dass Anke Engelke und Christoph Maria Herbst ab morgen im Fernsehen für BILDblog werben. Er fügte den „Stern“-Informationen den Satz hinzu:

Wer die Schaltkosten zahlt oder spendiert — unklar.

Klingt gut. Klingt nach: „War nicht in Erfahrung zu bringen.“ Oder nach: „Wollte niemand sagen.“ Heißt aber in Wahrheit nur: „Stand nicht in der Pressemitteilung des ‚Stern‘, und ich hatte keine Lust, nachzufragen.“

Die Wahrheit ist: Wir bezahlen die Schaltkosten selbst, teils (wie üblich, wenn ein Medium in einem anderen wirbt) in Form eines Gegengeschäftes. Das wäre leicht rauszukriegen gewesen. Er hätte uns nur fragen müssen.

Die Kollegin vom Branchendienst kress.de hatte auch keine Lust dazu und beantwortete sich die Frage lieber selbst:

Es ist anzunehmen, dass auch Viacom, die den Spot ab Donnerstag auf ihren Sendern MTV, Viva und Comedy Central ausstrahlen, die Sendezeit für lau vergeben haben. Bildblog dürfte trotz hoher Nutzerfrequentierung kaum in der Lage sein, für die Schaltung zu bezahlen.

Auch ein gutes journalistisches Genre neben Nachrichten und Kommentaren: „Annahmen“.

Und damit schalten wir um zum Onlineableger der Fachzeitschrift „werben & verkaufen“, der (lustigerweise unter Verweis auf den „Stern“ und nicht die gedruckte „w&v“ von morgen) auch über die BILDblog-Werbung berichtet. Und jetzt alle im Chor:

Unklar ist, wer die Schaltung finanziert.

Ja. So sind sie wir, die Journalisten.

(Bonuslink für Peter Turi, der Anke Engelkes Aussage über BILDblog, „die fotografieren einen wenigstens nicht beim Müllrausbringen“, für einen „Gaga-Satz“ hält: http://www.bildblog.de/694/anke-engelke-und-der-muell.)

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterFlattr the author

Super-Symbolfotos (23)

20 Aug 07
20. August 2007

Aus sueddeutsche.de:

(Gefunden von Malte Diedrich und Amelia.)

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterFlattr the author

Danke der Nachfrage

20 Aug 07
20. August 2007

Es geht mir gut.

(Schon toll, was für Mails man bekommt, wenn es hier erst ein bisschen rund geht und man dann ein paar Tage nicht zum Bloggen kommt: Wildfremde Menschen fragen, ob man Geld braucht, andere bitten dringend um ein Lebenszeichen im Blog und noch andere erkunden sich vorsichtig: „Sag mal, wenn du Hilfe brauchst, du würdest doch fragen, oder?“, was sehr rührend ist, aber auch ein bisschen beunruhigend, weil es so klingt, wie wenn man einen offensichtlich Verrückten anspricht, um ihn wohlwollend, aber nachdrücklich, vom Mittelstreifen der sechsspurigen Straße zu ziehen.)

Was ich sagen will: Kein Grund zur Sorge. Ich habe im Moment nur sehr viel zu tun, und zum Glück nicht nur mit unangenehmen Dingen, sondern auch mit Erfreulichem (wovon man in den nächsten Tagen hoffentlich noch einiges hören wird).

Und heute abend ab 22 Uhr bin ich bei Holgi im Blue Moon auf Fritz und wir reden mal wieder über Medien, und wer mag, kann anrufen und mitreden.

Nachtrag: Die Sendung fällt leider aus.

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterFlattr the author

In eigener Sache (2b)

15 Aug 07
15. August 2007

Jemand, der sich als Vertreter der Firma Callactive ausgibt, hat in den vergangenen Stunden in einer Reihe von Blogs, die über meine Abmahnung durch Callactive berichtet haben, eine Stellungnahme abgegeben. Er zitiert dort einen Satz aus dem von mir gelöschten Leserkommentar in meinem Blog, um den es geht, und fügt hinzu:

Leider erwähnt dies Herr Niggemeier nicht bzw. läßt es bewußt weg.

Auf Nachfrage des Bloggers Valentin Tomaschek soll Geschäftsführer Stephan Mayerbacher bestätigt haben, dass es sich tatsächlich um eine Stellungnahme der Firma Callactive handelt. Das bedeutet: Die Firma wirft mir vor, den Satz nicht wiederholt zu haben, dessen Wiederholung sie mit dem Mittel einer Abmahnung und der Forderung einer Unterlassungserklärung vorgeblich gerade verhindern wollte.

Der Anwalt von Callactive nennt den von mir gelöschten Kommentar unter anderem „ruf– und kreditschädigend“. Offenbar dank Callactive findet er nun weite Verbreitung.

Nachtrag, 23.15 Uhr. Im Blog von Timo Heuer erklärt jemand, der sich ebenfalls „Callactive“ nennt, die vermeintliche Logik des juristischen Vorgehens gegen mich. Wenn ich sie richtig verstehe, hat mich die Firma laut dieser Erklärung abgemahnt, obwohl ich den Kommentar am Sonntagmorgen gelöscht habe, weil ich ihn ja auch erst am Montagmorgen hätte löschen können.

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterFlattr the author