[Überschrift kommt noch]

19 Dez 07
19. Dezember 2007

Spätestens morgen schreibe ich dann hier den Eintrag, in dem ich auf den schönen Text von Sascha Lobo beim ix hinweise, mit dem er Leute sucht, die bereit sind, für ein Buch, das er gerade aufschiebt schreibt, über ihre Prokrastinationserfahrungen zu berichten.

Thomas Kausch

16 Dez 07
16. Dezember 2007

Er läuft durch etwas, das wie eine große Röhre aus Beton aussieht, oder genauer: wie ein Fernsehsstudio, das aussehen soll, als wäre es eine große Röhre aus Beton. Da die Sendung „Geheimnis Geschichte“ heißt, soll das womöglich irgendeine Art von Zeittunnel symbolisieren, vielleicht ist es aber auch ein Ärmel des Mantels der Geschichte, was aber alles nicht diesen komischen Fächer an der Rückwand erklärt und vor allem: warum Thomas Kausch vor ihm wegläuft, nicht schnell, aber unaufhörlich.

Kausch läuft, während er moderiert. Das sieht schon bei den Reportern affig aus, die in Nachrichten oder Magazinen auf der Straße immer sieben Schritte auf die Kamera zugehen müssen, um irgendwelche Dinge aufzusagen, aber bei Kausch sprengt es jedes bekannte Maß an Affigkeit: Er bewegt seine Arme nicht mit beim Gehen, weil er mit beiden Händen die Moderationskarten hält, von denen er nicht abliest. Er läuft nicht nur beim Moderieren, sondern auch beim Gucken, wenn auf die „Beton“-Wand neben ihm Filmaufnahmen projiziert werden und schaut dann auf eine groteske Art nicht in die Richtung, in die er läuft, was aber auch egal ist, weil er sich ohnehin nicht vom Fleck bewegt, sondern offenkundig auf einem Laufband steht, damit Kausch beim Moderieren und Gucken laufen kann und beim Laufen moderieren und gucken.

Manchmal, wenn man seine Füße nicht sieht, wirkt es, als laufe er nicht, sondern stampfe Wein. Oder treibe auf eine altmodische Art einen Generator an, der die Kameras mit Strom versorgt. Und während sein Oberkörper steif bleibt und sein Unterkörper in Bewegung, sagt er Sätze wie: „Wenn jemand glaubt, dass unter den Nazis doch nicht alles schlecht war, zum Beispiel die Rolle der Mütter, dann irrt er, oder er lügt“, und ich habe seit langer Zeit nichts gesehen im an bizarrem Schwachsinn nicht armen deutschen Fernsehen, das derart bizarr und schwachsinnig war wie diese Inszenierung.

Das scheint Strategie zu sein, bei der ARD, sich nicht durch Inhalte, sondern durch merkwürdige Inszenierungen von der Konkurrenz abzusetzen: Auch Denis Schecks Büchermagazin setzt darauf, und bei „W wie Wissen“ moderiert Ranga Yogeshwar aus einer gewollt gleißenden Kunstwelt. Aber das hat auch faszinierende, gelungene Momente und ist nichts im Vergleich zu diesem Herumgelaufe von Herrn Kausch, der schon unbewegt hinter einem Schreibtisch gekünstelt wirkt, und eher nur versehentlich bei Sat.1 zu einem Inbegriff für journalistische Kompetenz wurde.

Jeder Hamster mit einem Funken Restrespekt hätte sich geweigert, sich auf dieses Laufband zu stellen. Und ich soll mir von jemandem, der sich für so einen Unsinn hergibt, Geschichte erkären lassen?

(c) Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Kurze Pause

14 Dez 07
14. Dezember 2007

Ich bin für einige Tage unterwegs (nennen wir es: Kurzurlaub). In dieser Zeit sind die Kommentare hier geschlossen. Das Verhalten der Firma Callactive, die in vielfacher Weise gegen mich und dieses Blog vorgeht, zwingt mich leider zu diesem Schritt. Ich bitte um Ihr Verständnis.

Nachtrag, 19. Dezember. Bin wieder da.

Überraschungsparty

von Lukas
13 Dez 07
13. Dezember 2007

Pssssst, Herr Niggemeier ist gerade … Zigaretten holen. Er kommt gleich wieder, deshalb muss das jetzt alles ganz schnell gehen.

Also: Das „Medium Magazin“ (das ist kein Fachblatt für Steakzubereitung, hahaha) hat Stefan Niggemeier gestern zum „Journalisten des Jahres“ ernannt. Ich denke, das ist schon eine außergewöhnliche Auszeichnung und Ehre. Möglicherweise nicht ganz so spektakulär wie die „Bravo Otto“-Wahl, aber vielleicht können wir ja später unseren Enkeln mal erzählen, dass wir sein Blog schon vorher gelesen haben. Äh, ich schweife ab …

Ich schlage vor, wir stellen uns jetzt alle mal ganz leise hier unter dieses selbstgeklöppelte Transparent und wenn er gleich wiederkommt, brüllen wir alle: „Überraschung!“

Geht das klar?

Okay.

Herzlichen Glückwunsch!

Super-Symbolfotos (34)

13 Dez 07
13. Dezember 2007

Man macht sich ja kein Bild, wie diese Personalwechsel zwischen den Medien wirklich ablaufen.

[entdeckt von Jan Brinkhus]

Nachtrag, 11.15 Uhr. Schade: abendblatt.de hat Foto und Bildunterschrift ausgetauscht.