Ich habe mir auf die Schnelle jetzt mal das Wer­be­ban­ner vom »Frei­tag« aus­ge­lie­hen. Der »Autor von hier« ist natür­lich der Autor von da: Mat­thias Dell, Kul­tur­re­dak­teur bei der Wochen­zei­tung und kein Fan der Münster-»Tatorte« mit Thiel und Boerne. Er hat ein klei­nes klu­ges Büch­lein geschrie­ben: »›Herr­lich inkor­rekt‹«, in Anfüh­rungs­zei­chen wohl­ge­merkt. »Mit den Fol­gen aus Müns­ter hat in mar­kan­ter Weise die Dis­kus­sion um ›poli­ti­sche Korrektheit/Inkorrektheit‹ Ein­zug am gesell­schaft­li­chen Lager­feuer gehal­ten, das der TATORT ist«, schreibt Dell, und so ver­korkst diese Dis­kus­sion ohne­hin ist, so unglück­lich ist regel­mä­ßig auch die ver­meint­lich rebellisch-humorige Art, in der sie die erfolg­rei­chen Münster-»Tatorte« prägt.

Statt einer Lesung wird Mat­thias Dell heute Abend im Lite­ra­tur­haus Ber­lin anhand eini­ger »Tatort«-Ausschnitte den Umgang mit Lite­ra­tur und Künst­ler­tum in der Reihe erklä­ren. Und hin­ter­her spre­che ich mit ihm dar­über, über den »Tat­ort« und über die »Poli­ti­cal Cor­rect­ness«, die es sei­ner Mei­nung nach nie gege­ben hat.

Heute, 20 Uhr, Gro­ßer Saal des Lite­ra­tur­hau­ses Ber­lin. Ein­tritt 5 Euro / 3 Euro.